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| Formel 1 » Trulli: "Das gibt uns enormen Auftrieb" |
Trulli: "Das gibt uns enormen Auftrieb"
25.06.2008 - 13:55
Jarno Trulli strahlte in Magny-Cours nach seinem erkämpften dritten Rang Zoom © xpb.cc
Frage: "Herzlichen Glückwunsch zum dritten Platz; wie war es, wieder auf dem Podium zu stehen?" Jarno Trulli: "Es ist einfach ein fantastisches Gefühl und es war eine großartige Belohnung für alle Mitarbeiter des Teams, ein so perfektes Wochenende zu haben. Ich weiß, wie hart in Köln alle daran arbeiten, das Auto zu verbessern, und meine Ingenieure und Mechaniker haben in Magny-Cours ein Maximum an Leistung gebracht. Es war toll, diesen Moment auf dem Podium mit ihnen zu teilen und danach die Zufriedenheit in der Garage zu sehen. Dies gibt uns enormen Auftrieb für die zweite Hälfte der Saison." Frage: "Hattest du erwartet, um das Podium kämpfen zu können?" Trulli: "Zu Beginn des Wochenendes habe ich nicht erwartet, dass ich um den dritten Platz kämpfen würde, soviel ist sicher. Wir hatten aber einige neue Aeroteile am Auto, von denen wir eine Verbesserung erwarteten, und im Laufe des Wochenendes bekam ich zunehmend das Gefühl, dass wir ziemlich gut dastanden. Der vierte Platz im Qualifying war ein tolles Ergebnis und danach hatte ich den Eindruck, dass wir eine sehr gute Chance auf einen Platz unter den ersten Sechs hatten und, falls alles gut lief, vielleicht auch das Podium ins Auge fassen konnten. Ich war wirklich heiß auf das Rennen, weil ich glaubte, dass ein fantastisches Resultat möglich war, und bin natürlich glücklich, dass alles so gut geklappt hat." Frage: "War es ein schweres Rennen für dich?" Trulli: "Ich habe mich das ganze Rennen hindurch maximal reingehängt und wirklich hart gefightet, wie ich das immer tue. Es war nicht einfach, aber als ich beim Start an Fernando vorbeikam, wusste ich, dass wir eine Chance hatten. Ich habe daher nie aufgegeben und jede Runde voll Druck gemacht. Ich musste stark sein, um mich vorne halten zu können, weil wir gegen Autos zu kämpfen hatten, die etwas schneller waren als unseres. Das Rennen war schwer, ich war aber fest entschlossen, ein tolles Resultat zu holen - ganz besonders in diesem Rennen, nach dem, was mit Ove Andersson passiert ist. Wir wollten den Erfolg als Tribut an ihn, weil er so viel für das Team getan hat. Leider konnte er dieses tolle Resultat nicht miterleben, es war aber fantastisch, ihm meinen dritten Platz widmen zu können." Frage: "Wie waren die letzten Runden für dich?" : "Gegen Ende des Rennens war es sehr aufregend, als ich mit Heikki kämpfen musste. Es regnete etwas und unter diesen Bedingungen ist es schwieriger, vorne liegen, weil man nicht genau weiß, was einen in den einzelnen Kurven erwartet. Es ist einfacher, dem Vordermann zu folgen. Heikki fuhr also sehr dicht an mich heran und setzte mich stark unter Druck. Ich war aber entschlossen, meine Position nicht zu verlieren. Zwei Runden vor Schluss zog er neben mich, ich blieb aber stark und gab nicht auf. Es war knapp, ich habe aber hart gefightet und meinen Platz gehalten." Frage: "Kannst du den Vorfall näher beschreiben?" Trulli: "Er zog neben mich und ich nahm die Innenlinie, wodurch wir Rad an Rad lagen. Ich wollte diese Position auf keinen Fall verlieren, das Podium war ja praktisch schon in Sicht. Wir haben uns nicht berührt, weil ich ihm gerade noch genug Raum gelassen habe. Es war wie ein Gokart-Rennen. Ich hatte nicht erwartet, in der Formel 1 einmal die Gelegenheit zu haben, so zu fahren! Es war ein Kampf, der Spaß gemacht hat, besonders für mich, weil ich mich ja behaupten konnte. Ich würde mich freuen, in jedem Rennen auf diese Weise um das Podium kämpfen zu können!" Frage: "Wie haben sich die Dinge seit dem letzten Jahr verändert?" Trulli: "Dieses Jahr sind wir viel konkurrenzfähiger; das Auto wirkt ausgewogener und ich kann mehr Druck machen, weil es sich sehr gut fahren lässt. Das Auto ist ganz einfach schneller als im letzten Jahr und das bedeutet, dass wir konkurrenzfähiger sind. Wir haben bereits erheblich mehr Punkte gesammelt als im ganzen Jahr 2007. Das zeigt, dass wir besser geworden sind, und ist der harten Arbeit aller Mitarbeiter des Teams zu verdanken. Wir wissen, dass wir noch etwas hinter den schnellsten Wagen zurückliegen, aber wir haben gezeigt, dass wir in manchen Rennen mit McLaren und BMW mithalten können. Wir möchten dazu häufiger in der Lage sein, weswegen wir das Auto weiter verbessern müssen. Ich bin mir aber sicher, dass wir in die richtige Richtung gehen."
Frage: "Und was meinst du, wie du dieses Jahr gefahren bist?" Trulli: "Ich glaube, ich fahre besser den je. Ich habe Erfahrung und ich glaube, ich werde jedes Jahr besser, weil man aus Fehlern oder Erfahrungen stets etwas lernt. Mit einem konkurrenzfähigen Auto kann ich vorne mitkämpfen, da bin ich mir sicher. In Frankreich hat man gesehen, wie entschlossen und nüchtern ich bin; ich habe bis zum Ende gekämpft und das hat mir wirklich Spaß gemacht."
Quelle: motorsport-total.com
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| Formel 1 » Formel 1 2009 mit 19 Rennstationen |
Formel 1 2009 mit 19 Rennstationen
25.06.2008 - 13:29
Jarno Trulli strahlte in Magny-Cours nach seinem erkämpften dritten Rang Zoom © xpb.cc
Frage: "Herzlichen Glückwunsch zum dritten Platz; wie war es, wieder auf dem Podium zu stehen?" Jarno Trulli: "Es ist einfach ein fantastisches Gefühl und es war eine großartige Belohnung für alle Mitarbeiter des Teams, ein so perfektes Wochenende zu haben. Ich weiß, wie hart in Köln alle daran arbeiten, das Auto zu verbessern, und meine Ingenieure und Mechaniker haben in Magny-Cours ein Maximum an Leistung gebracht. Es war toll, diesen Moment auf dem Podium mit ihnen zu teilen und danach die Zufriedenheit in der Garage zu sehen. Dies gibt uns enormen Auftrieb für die zweite Hälfte der Saison." Frage: "Hattest du erwartet, um das Podium kämpfen zu können?" Trulli: "Zu Beginn des Wochenendes habe ich nicht erwartet, dass ich um den dritten Platz kämpfen würde, soviel ist sicher. Wir hatten aber einige neue Aeroteile am Auto, von denen wir eine Verbesserung erwarteten, und im Laufe des Wochenendes bekam ich zunehmend das Gefühl, dass wir ziemlich gut dastanden. Der vierte Platz im Qualifying war ein tolles Ergebnis und danach hatte ich den Eindruck, dass wir eine sehr gute Chance auf einen Platz unter den ersten Sechs hatten und, falls alles gut lief, vielleicht auch das Podium ins Auge fassen konnten. Ich war wirklich heiß auf das Rennen, weil ich glaubte, dass ein fantastisches Resultat möglich war, und bin natürlich glücklich, dass alles so gut geklappt hat." Frage: "War es ein schweres Rennen für dich?" Trulli: "Ich habe mich das ganze Rennen hindurch maximal reingehängt und wirklich hart gefightet, wie ich das immer tue. Es war nicht einfach, aber als ich beim Start an Fernando vorbeikam, wusste ich, dass wir eine Chance hatten. Ich habe daher nie aufgegeben und jede Runde voll Druck gemacht. Ich musste stark sein, um mich vorne halten zu können, weil wir gegen Autos zu kämpfen hatten, die etwas schneller waren als unseres. Das Rennen war schwer, ich war aber fest entschlossen, ein tolles Resultat zu holen - ganz besonders in diesem Rennen, nach dem, was mit Ove Andersson passiert ist. Wir wollten den Erfolg als Tribut an ihn, weil er so viel für das Team getan hat. Leider konnte er dieses tolle Resultat nicht miterleben, es war aber fantastisch, ihm meinen dritten Platz widmen zu können." Frage: "Wie waren die letzten Runden für dich?" : "Gegen Ende des Rennens war es sehr aufregend, als ich mit Heikki kämpfen musste. Es regnete etwas und unter diesen Bedingungen ist es schwieriger, vorne liegen, weil man nicht genau weiß, was einen in den einzelnen Kurven erwartet. Es ist einfacher, dem Vordermann zu folgen. Heikki fuhr also sehr dicht an mich heran und setzte mich stark unter Druck. Ich war aber entschlossen, meine Position nicht zu verlieren. Zwei Runden vor Schluss zog er neben mich, ich blieb aber stark und gab nicht auf. Es war knapp, ich habe aber hart gefightet und meinen Platz gehalten." Frage: "Kannst du den Vorfall näher beschreiben?" Trulli: "Er zog neben mich und ich nahm die Innenlinie, wodurch wir Rad an Rad lagen. Ich wollte diese Position auf keinen Fall verlieren, das Podium war ja praktisch schon in Sicht. Wir haben uns nicht berührt, weil ich ihm gerade noch genug Raum gelassen habe. Es war wie ein Gokart-Rennen. Ich hatte nicht erwartet, in der Formel 1 einmal die Gelegenheit zu haben, so zu fahren! Es war ein Kampf, der Spaß gemacht hat, besonders für mich, weil ich mich ja behaupten konnte. Ich würde mich freuen, in jedem Rennen auf diese Weise um das Podium kämpfen zu können!" Frage: "Wie haben sich die Dinge seit dem letzten Jahr verändert?" Trulli: "Dieses Jahr sind wir viel konkurrenzfähiger; das Auto wirkt ausgewogener und ich kann mehr Druck machen, weil es sich sehr gut fahren lässt. Das Auto ist ganz einfach schneller als im letzten Jahr und das bedeutet, dass wir konkurrenzfähiger sind. Wir haben bereits erheblich mehr Punkte gesammelt als im ganzen Jahr 2007. Das zeigt, dass wir besser geworden sind, und ist der harten Arbeit aller Mitarbeiter des Teams zu verdanken. Wir wissen, dass wir noch etwas hinter den schnellsten Wagen zurückliegen, aber wir haben gezeigt, dass wir in manchen Rennen mit McLaren und BMW mithalten können. Wir möchten dazu häufiger in der Lage sein, weswegen wir das Auto weiter verbessern müssen. Ich bin mir aber sicher, dass wir in die richtige Richtung gehen."
Frage: "Und was meinst du, wie du dieses Jahr gefahren bist?" Trulli: "Ich glaube, ich fahre besser den je. Ich habe Erfahrung und ich glaube, ich werde jedes Jahr besser, weil man aus Fehlern oder Erfahrungen stets etwas lernt. Mit einem konkurrenzfähigen Auto kann ich vorne mitkämpfen, da bin ich mir sicher. In Frankreich hat man gesehen, wie entschlossen und nüchtern ich bin; ich habe bis zum Ende gekämpft und das hat mir wirklich Spaß gemacht."
In Abu Dhabi findet 2009 das Saisonfinale der Formel 1 statt Zoom © xpb.cc
Das Formel-1-Feld erwartet im Jahr 2009 eine lange Saison. Am 16. März wird das Formel-1-Jahr traditionell in Melbourne starten, das Ende folgte dann erst am 15. November in Abu Dhabi, der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate. Alle Rennen der Saison 2008 finden auch 2009 statt - neu hinzu kommt lediglich das Stadtrennen in Abu Dhabi. Dennoch gibt es einige Veränderungen: Der Türkei-Grand-Prix rutscht vom Mai in den August und das Rennen in Silverstone wird vor dem Frankreich-Grand-Prix über die Bühne gehen - bisher war dies umgedreht. Im ersten Entwurf fehlt zudem Indianapolis. Dort gab es zuletzt wieder Hinweise darauf, dass man die Formel 1 zurückwolle - so man denn einen finanziellen Partner finde. Da die Saison mit 19 Rennen ohnehin schon recht voll ist, ist eine Rückkehr nun so gut wie ausgeschlossen. Eine Unklarheit betrifft auch den Deutschland-Grand-Prix. Nach Hockenheim in diesem Jahr ist 2009 wieder der Nürburgring an der Reihe, doch es bleibt abzuwarten, ob das Rennen auch als Großer Preis von Deutschland ausgetragen werden wird. Schon 2007 fand das Rennen als Grand Prix von Europa statt, da die Namensrechte beim Hockenheimveranstalter AvD liegen. Der Europa-Grand-Prix ist nun jedoch in Valencia, sodass hier weitere Entwicklungen abgewartet werden müssen.
Quelle: motorsport-total.com
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| Formel 1 » FIA möchte Formel-1-Kontrolle behalten |
FIA möchte Formel-1-Kontrolle behalten
25.06.2008 - 12:42
Jarno Trulli strahlte in Magny-Cours nach seinem erkämpften dritten Rang Zoom © xpb.cc
Frage: "Herzlichen Glückwunsch zum dritten Platz; wie war es, wieder auf dem Podium zu stehen?" Jarno Trulli: "Es ist einfach ein fantastisches Gefühl und es war eine großartige Belohnung für alle Mitarbeiter des Teams, ein so perfektes Wochenende zu haben. Ich weiß, wie hart in Köln alle daran arbeiten, das Auto zu verbessern, und meine Ingenieure und Mechaniker haben in Magny-Cours ein Maximum an Leistung gebracht. Es war toll, diesen Moment auf dem Podium mit ihnen zu teilen und danach die Zufriedenheit in der Garage zu sehen. Dies gibt uns enormen Auftrieb für die zweite Hälfte der Saison." Frage: "Hattest du erwartet, um das Podium kämpfen zu können?" Trulli: "Zu Beginn des Wochenendes habe ich nicht erwartet, dass ich um den dritten Platz kämpfen würde, soviel ist sicher. Wir hatten aber einige neue Aeroteile am Auto, von denen wir eine Verbesserung erwarteten, und im Laufe des Wochenendes bekam ich zunehmend das Gefühl, dass wir ziemlich gut dastanden. Der vierte Platz im Qualifying war ein tolles Ergebnis und danach hatte ich den Eindruck, dass wir eine sehr gute Chance auf einen Platz unter den ersten Sechs hatten und, falls alles gut lief, vielleicht auch das Podium ins Auge fassen konnten. Ich war wirklich heiß auf das Rennen, weil ich glaubte, dass ein fantastisches Resultat möglich war, und bin natürlich glücklich, dass alles so gut geklappt hat." Frage: "War es ein schweres Rennen für dich?" Trulli: "Ich habe mich das ganze Rennen hindurch maximal reingehängt und wirklich hart gefightet, wie ich das immer tue. Es war nicht einfach, aber als ich beim Start an Fernando vorbeikam, wusste ich, dass wir eine Chance hatten. Ich habe daher nie aufgegeben und jede Runde voll Druck gemacht. Ich musste stark sein, um mich vorne halten zu können, weil wir gegen Autos zu kämpfen hatten, die etwas schneller waren als unseres. Das Rennen war schwer, ich war aber fest entschlossen, ein tolles Resultat zu holen - ganz besonders in diesem Rennen, nach dem, was mit Ove Andersson passiert ist. Wir wollten den Erfolg als Tribut an ihn, weil er so viel für das Team getan hat. Leider konnte er dieses tolle Resultat nicht miterleben, es war aber fantastisch, ihm meinen dritten Platz widmen zu können." Frage: "Wie waren die letzten Runden für dich?" : "Gegen Ende des Rennens war es sehr aufregend, als ich mit Heikki kämpfen musste. Es regnete etwas und unter diesen Bedingungen ist es schwieriger, vorne liegen, weil man nicht genau weiß, was einen in den einzelnen Kurven erwartet. Es ist einfacher, dem Vordermann zu folgen. Heikki fuhr also sehr dicht an mich heran und setzte mich stark unter Druck. Ich war aber entschlossen, meine Position nicht zu verlieren. Zwei Runden vor Schluss zog er neben mich, ich blieb aber stark und gab nicht auf. Es war knapp, ich habe aber hart gefightet und meinen Platz gehalten." Frage: "Kannst du den Vorfall näher beschreiben?" Trulli: "Er zog neben mich und ich nahm die Innenlinie, wodurch wir Rad an Rad lagen. Ich wollte diese Position auf keinen Fall verlieren, das Podium war ja praktisch schon in Sicht. Wir haben uns nicht berührt, weil ich ihm gerade noch genug Raum gelassen habe. Es war wie ein Gokart-Rennen. Ich hatte nicht erwartet, in der Formel 1 einmal die Gelegenheit zu haben, so zu fahren! Es war ein Kampf, der Spaß gemacht hat, besonders für mich, weil ich mich ja behaupten konnte. Ich würde mich freuen, in jedem Rennen auf diese Weise um das Podium kämpfen zu können!" Frage: "Wie haben sich die Dinge seit dem letzten Jahr verändert?" Trulli: "Dieses Jahr sind wir viel konkurrenzfähiger; das Auto wirkt ausgewogener und ich kann mehr Druck machen, weil es sich sehr gut fahren lässt. Das Auto ist ganz einfach schneller als im letzten Jahr und das bedeutet, dass wir konkurrenzfähiger sind. Wir haben bereits erheblich mehr Punkte gesammelt als im ganzen Jahr 2007. Das zeigt, dass wir besser geworden sind, und ist der harten Arbeit aller Mitarbeiter des Teams zu verdanken. Wir wissen, dass wir noch etwas hinter den schnellsten Wagen zurückliegen, aber wir haben gezeigt, dass wir in manchen Rennen mit McLaren und BMW mithalten können. Wir möchten dazu häufiger in der Lage sein, weswegen wir das Auto weiter verbessern müssen. Ich bin mir aber sicher, dass wir in die richtige Richtung gehen."
Frage: "Und was meinst du, wie du dieses Jahr gefahren bist?" Trulli: "Ich glaube, ich fahre besser den je. Ich habe Erfahrung und ich glaube, ich werde jedes Jahr besser, weil man aus Fehlern oder Erfahrungen stets etwas lernt. Mit einem konkurrenzfähigen Auto kann ich vorne mitkämpfen, da bin ich mir sicher. In Frankreich hat man gesehen, wie entschlossen und nüchtern ich bin; ich habe bis zum Ende gekämpft und das hat mir wirklich Spaß gemacht."
In Abu Dhabi findet 2009 das Saisonfinale der Formel 1 statt Zoom © xpb.cc
Das Formel-1-Feld erwartet im Jahr 2009 eine lange Saison. Am 16. März wird das Formel-1-Jahr traditionell in Melbourne starten, das Ende folgte dann erst am 15. November in Abu Dhabi, der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate. Alle Rennen der Saison 2008 finden auch 2009 statt - neu hinzu kommt lediglich das Stadtrennen in Abu Dhabi. Dennoch gibt es einige Veränderungen: Der Türkei-Grand-Prix rutscht vom Mai in den August und das Rennen in Silverstone wird vor dem Frankreich-Grand-Prix über die Bühne gehen - bisher war dies umgedreht. Im ersten Entwurf fehlt zudem Indianapolis. Dort gab es zuletzt wieder Hinweise darauf, dass man die Formel 1 zurückwolle - so man denn einen finanziellen Partner finde. Da die Saison mit 19 Rennen ohnehin schon recht voll ist, ist eine Rückkehr nun so gut wie ausgeschlossen. Eine Unklarheit betrifft auch den Deutschland-Grand-Prix. Nach Hockenheim in diesem Jahr ist 2009 wieder der Nürburgring an der Reihe, doch es bleibt abzuwarten, ob das Rennen auch als Großer Preis von Deutschland ausgetragen werden wird. Schon 2007 fand das Rennen als Grand Prix von Europa statt, da die Namensrechte beim Hockenheimveranstalter AvD liegen. Der Europa-Grand-Prix ist nun jedoch in Valencia, sodass hier weitere Entwicklungen abgewartet werden müssen.
Die FIA möchte die Formel 1 zusammen mit dem Teams umgestalten Zoom © xpb.cc
Der Machtkampf in der Formel 1 geht in eine weitere Runde. Nachdem die Unterzeichnung eines neuen Concorde Agreements zwischen Teams, Ausrichtern und der FIA immer mehr ins Hintertreffen geriet, kristallisierte sich heraus, dass dies vor allem an der künftigen Machtverteilung in der Formel 1 liegt. Die FIA fürchtet, durch den neuen Entwurf an Einfluss zu verlieren und nur noch für die sportlichen Aspekte verantwortlich zu sein. Umso spannender wurden die Ergebnisse der heutigen Sitzung des World Councils erwartet. Und einige Überraschungen finden sich auch in der Erklärung der FIA. So möchte die oberste Sportbehörde mit den Formel-1-Teams weitreichende Gespräche darüber führen, wir die Effizienz der Formel 1 verbessert werden kann. Explizit eingeschlossen darin sind auch "neue technische Regularien für die Meisterschaft". Keine massiv höheren Gebühren für die Teams"Dies beinhaltet auch eine Bewertung der Führung der Formel 1", heißt es in der Pressemitteilung weiter. Die FIA möchte sich dem Kampf um die Macht also stellen und sich vor allem die Zustimmung der Teams sichern. Aus den geplanten höheren Nenngebühren wurde somit nichts - denn die Teams zunächst stärker zu belasten und dann ihre Zustimmung im Machtkampf zu bekommen, erschien wohl aussichtslos. Die Teams müssen für 2009 eine Nenngebühr von 309.000 Euro zahlen - das sind lediglich drei Prozent mehr als in dieser Saison, die mit der Inflation erklärt wurden. Jedoch: Man setzt den Teams gleichzeitig die Pistole auf die Brust und möchte eine drohende "Piratenserie" schnell wieder in der Versenkung verschwinden lassen. Die Einschreibeperiode für die Saison 2009 wurde massiv nach vorn verlegt. Vom 1. bis zum 31. Juli 2008 müssen die Teams die Unterlagen zur Meldung anfordern. Über zusätzliche Gebühren, die einer erweiterten Sicherheit an der Strecke zugute kommen soll, wird zu einem späteren Punkt aber noch einmal verhandelt - jedoch unter Einbeziehung der betroffenen Teams. Formel-2-Meisterschaft schon ab 2009?Eine weitere Entscheidung, die zumindest indirekt die Formel 1 näher an die FIA binden soll, ist die Einführung einer eignen Nachwuchsserie. Die GP2-Serie, welche die Formel 3000 ablöste, ist ein Renault-Produkt. Schon für 2009 möchte die FIA jedoch etwas Eignes anbieten wollen. "Die FIA wird eine neue Nachwuchsserie für die Formel 1 ausschreiben", heißt es. "Diese Meisterschaft, genannt Formel 2, würde 2009 beginnen und als preiswerte Plattform fungieren, um Fahrertalente für die Formel 1 zu entwickeln. Es wird erwartet, dass dies mit einem Budget von circa 200.000 Euro pro Auto in einer Saison erreicht werden kann." Bis auf die Nenngebühren und die vorgezogene Einschreibung der Teams sind konkrete Entscheidungen nicht gefallen. Die angekündigten Gespräche mit den Teams für die Formel-1-Zukunft müssen noch anlaufen, ebenso der Aufbau der neuen Formel 2 - denn bis 1984 gab es diese Serie bereits, wurde dann von der Formel 3000 aber abgelöst.
Quelle: motorsport-total.com
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| Formel 1 » Bruno Senna ein Kandidat für BMW? |
Bruno Senna ein Kandidat für BMW?
25.06.2008 - 11:44
Jarno Trulli strahlte in Magny-Cours nach seinem erkämpften dritten Rang Zoom © xpb.cc
Frage: "Herzlichen Glückwunsch zum dritten Platz; wie war es, wieder auf dem Podium zu stehen?" Jarno Trulli: "Es ist einfach ein fantastisches Gefühl und es war eine großartige Belohnung für alle Mitarbeiter des Teams, ein so perfektes Wochenende zu haben. Ich weiß, wie hart in Köln alle daran arbeiten, das Auto zu verbessern, und meine Ingenieure und Mechaniker haben in Magny-Cours ein Maximum an Leistung gebracht. Es war toll, diesen Moment auf dem Podium mit ihnen zu teilen und danach die Zufriedenheit in der Garage zu sehen. Dies gibt uns enormen Auftrieb für die zweite Hälfte der Saison." Frage: "Hattest du erwartet, um das Podium kämpfen zu können?" Trulli: "Zu Beginn des Wochenendes habe ich nicht erwartet, dass ich um den dritten Platz kämpfen würde, soviel ist sicher. Wir hatten aber einige neue Aeroteile am Auto, von denen wir eine Verbesserung erwarteten, und im Laufe des Wochenendes bekam ich zunehmend das Gefühl, dass wir ziemlich gut dastanden. Der vierte Platz im Qualifying war ein tolles Ergebnis und danach hatte ich den Eindruck, dass wir eine sehr gute Chance auf einen Platz unter den ersten Sechs hatten und, falls alles gut lief, vielleicht auch das Podium ins Auge fassen konnten. Ich war wirklich heiß auf das Rennen, weil ich glaubte, dass ein fantastisches Resultat möglich war, und bin natürlich glücklich, dass alles so gut geklappt hat." Frage: "War es ein schweres Rennen für dich?" Trulli: "Ich habe mich das ganze Rennen hindurch maximal reingehängt und wirklich hart gefightet, wie ich das immer tue. Es war nicht einfach, aber als ich beim Start an Fernando vorbeikam, wusste ich, dass wir eine Chance hatten. Ich habe daher nie aufgegeben und jede Runde voll Druck gemacht. Ich musste stark sein, um mich vorne halten zu können, weil wir gegen Autos zu kämpfen hatten, die etwas schneller waren als unseres. Das Rennen war schwer, ich war aber fest entschlossen, ein tolles Resultat zu holen - ganz besonders in diesem Rennen, nach dem, was mit Ove Andersson passiert ist. Wir wollten den Erfolg als Tribut an ihn, weil er so viel für das Team getan hat. Leider konnte er dieses tolle Resultat nicht miterleben, es war aber fantastisch, ihm meinen dritten Platz widmen zu können." Frage: "Wie waren die letzten Runden für dich?" : "Gegen Ende des Rennens war es sehr aufregend, als ich mit Heikki kämpfen musste. Es regnete etwas und unter diesen Bedingungen ist es schwieriger, vorne liegen, weil man nicht genau weiß, was einen in den einzelnen Kurven erwartet. Es ist einfacher, dem Vordermann zu folgen. Heikki fuhr also sehr dicht an mich heran und setzte mich stark unter Druck. Ich war aber entschlossen, meine Position nicht zu verlieren. Zwei Runden vor Schluss zog er neben mich, ich blieb aber stark und gab nicht auf. Es war knapp, ich habe aber hart gefightet und meinen Platz gehalten." Frage: "Kannst du den Vorfall näher beschreiben?" Trulli: "Er zog neben mich und ich nahm die Innenlinie, wodurch wir Rad an Rad lagen. Ich wollte diese Position auf keinen Fall verlieren, das Podium war ja praktisch schon in Sicht. Wir haben uns nicht berührt, weil ich ihm gerade noch genug Raum gelassen habe. Es war wie ein Gokart-Rennen. Ich hatte nicht erwartet, in der Formel 1 einmal die Gelegenheit zu haben, so zu fahren! Es war ein Kampf, der Spaß gemacht hat, besonders für mich, weil ich mich ja behaupten konnte. Ich würde mich freuen, in jedem Rennen auf diese Weise um das Podium kämpfen zu können!" Frage: "Wie haben sich die Dinge seit dem letzten Jahr verändert?" Trulli: "Dieses Jahr sind wir viel konkurrenzfähiger; das Auto wirkt ausgewogener und ich kann mehr Druck machen, weil es sich sehr gut fahren lässt. Das Auto ist ganz einfach schneller als im letzten Jahr und das bedeutet, dass wir konkurrenzfähiger sind. Wir haben bereits erheblich mehr Punkte gesammelt als im ganzen Jahr 2007. Das zeigt, dass wir besser geworden sind, und ist der harten Arbeit aller Mitarbeiter des Teams zu verdanken. Wir wissen, dass wir noch etwas hinter den schnellsten Wagen zurückliegen, aber wir haben gezeigt, dass wir in manchen Rennen mit McLaren und BMW mithalten können. Wir möchten dazu häufiger in der Lage sein, weswegen wir das Auto weiter verbessern müssen. Ich bin mir aber sicher, dass wir in die richtige Richtung gehen."
Frage: "Und was meinst du, wie du dieses Jahr gefahren bist?" Trulli: "Ich glaube, ich fahre besser den je. Ich habe Erfahrung und ich glaube, ich werde jedes Jahr besser, weil man aus Fehlern oder Erfahrungen stets etwas lernt. Mit einem konkurrenzfähigen Auto kann ich vorne mitkämpfen, da bin ich mir sicher. In Frankreich hat man gesehen, wie entschlossen und nüchtern ich bin; ich habe bis zum Ende gekämpft und das hat mir wirklich Spaß gemacht."
In Abu Dhabi findet 2009 das Saisonfinale der Formel 1 statt Zoom © xpb.cc
Das Formel-1-Feld erwartet im Jahr 2009 eine lange Saison. Am 16. März wird das Formel-1-Jahr traditionell in Melbourne starten, das Ende folgte dann erst am 15. November in Abu Dhabi, der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate. Alle Rennen der Saison 2008 finden auch 2009 statt - neu hinzu kommt lediglich das Stadtrennen in Abu Dhabi. Dennoch gibt es einige Veränderungen: Der Türkei-Grand-Prix rutscht vom Mai in den August und das Rennen in Silverstone wird vor dem Frankreich-Grand-Prix über die Bühne gehen - bisher war dies umgedreht. Im ersten Entwurf fehlt zudem Indianapolis. Dort gab es zuletzt wieder Hinweise darauf, dass man die Formel 1 zurückwolle - so man denn einen finanziellen Partner finde. Da die Saison mit 19 Rennen ohnehin schon recht voll ist, ist eine Rückkehr nun so gut wie ausgeschlossen. Eine Unklarheit betrifft auch den Deutschland-Grand-Prix. Nach Hockenheim in diesem Jahr ist 2009 wieder der Nürburgring an der Reihe, doch es bleibt abzuwarten, ob das Rennen auch als Großer Preis von Deutschland ausgetragen werden wird. Schon 2007 fand das Rennen als Grand Prix von Europa statt, da die Namensrechte beim Hockenheimveranstalter AvD liegen. Der Europa-Grand-Prix ist nun jedoch in Valencia, sodass hier weitere Entwicklungen abgewartet werden müssen.
Die FIA möchte die Formel 1 zusammen mit dem Teams umgestalten Zoom © xpb.cc
Der Machtkampf in der Formel 1 geht in eine weitere Runde. Nachdem die Unterzeichnung eines neuen Concorde Agreements zwischen Teams, Ausrichtern und der FIA immer mehr ins Hintertreffen geriet, kristallisierte sich heraus, dass dies vor allem an der künftigen Machtverteilung in der Formel 1 liegt. Die FIA fürchtet, durch den neuen Entwurf an Einfluss zu verlieren und nur noch für die sportlichen Aspekte verantwortlich zu sein. Umso spannender wurden die Ergebnisse der heutigen Sitzung des World Councils erwartet. Und einige Überraschungen finden sich auch in der Erklärung der FIA. So möchte die oberste Sportbehörde mit den Formel-1-Teams weitreichende Gespräche darüber führen, wir die Effizienz der Formel 1 verbessert werden kann. Explizit eingeschlossen darin sind auch "neue technische Regularien für die Meisterschaft". Keine massiv höheren Gebühren für die Teams"Dies beinhaltet auch eine Bewertung der Führung der Formel 1", heißt es in der Pressemitteilung weiter. Die FIA möchte sich dem Kampf um die Macht also stellen und sich vor allem die Zustimmung der Teams sichern. Aus den geplanten höheren Nenngebühren wurde somit nichts - denn die Teams zunächst stärker zu belasten und dann ihre Zustimmung im Machtkampf zu bekommen, erschien wohl aussichtslos. Die Teams müssen für 2009 eine Nenngebühr von 309.000 Euro zahlen - das sind lediglich drei Prozent mehr als in dieser Saison, die mit der Inflation erklärt wurden. Jedoch: Man setzt den Teams gleichzeitig die Pistole auf die Brust und möchte eine drohende "Piratenserie" schnell wieder in der Versenkung verschwinden lassen. Die Einschreibeperiode für die Saison 2009 wurde massiv nach vorn verlegt. Vom 1. bis zum 31. Juli 2008 müssen die Teams die Unterlagen zur Meldung anfordern. Über zusätzliche Gebühren, die einer erweiterten Sicherheit an der Strecke zugute kommen soll, wird zu einem späteren Punkt aber noch einmal verhandelt - jedoch unter Einbeziehung der betroffenen Teams. Formel-2-Meisterschaft schon ab 2009?Eine weitere Entscheidung, die zumindest indirekt die Formel 1 näher an die FIA binden soll, ist die Einführung einer eignen Nachwuchsserie. Die GP2-Serie, welche die Formel 3000 ablöste, ist ein Renault-Produkt. Schon für 2009 möchte die FIA jedoch etwas Eignes anbieten wollen. "Die FIA wird eine neue Nachwuchsserie für die Formel 1 ausschreiben", heißt es. "Diese Meisterschaft, genannt Formel 2, würde 2009 beginnen und als preiswerte Plattform fungieren, um Fahrertalente für die Formel 1 zu entwickeln. Es wird erwartet, dass dies mit einem Budget von circa 200.000 Euro pro Auto in einer Saison erreicht werden kann." Bis auf die Nenngebühren und die vorgezogene Einschreibung der Teams sind konkrete Entscheidungen nicht gefallen. Die angekündigten Gespräche mit den Teams für die Formel-1-Zukunft müssen noch anlaufen, ebenso der Aufbau der neuen Formel 2 - denn bis 1984 gab es diese Serie bereits, wurde dann von der Formel 3000 aber abgelöst.
Bruno Senna möchte sich zunächst auf die GP2-Meisterschaft konzentrieren Zoom © xpb.cc
Solange es aus München und Hinwil keine offizielle Bestätigung gibt, wer für das BMW Sauber F1 Team im Jahr 2009 fahren wird, solange werden die Spekulationen weitergehen. Nick Heidfeld habe angeblich einen Vertrag bis 2009, auf Robert Kubica besitze das Team zudem eine Option, die sicher gezogen wird, um den Kanada-Sieger zu halten. Doch: Nichts Genaues weiß man nicht. Nun brachte 'Sport Bild online' eine bisher nicht erwähnte Variante ins Spiel: Bruno Senna, derzeit in der GP2 auf dem zweiten Gesamtrang, stehe in intensiven Verhandlungen mit BMW. Dessen Mentor in der Formel 1, Toro-Rosso-Teilhaber Gerhard Berger, habe sich in Magny-Cours erneut mit seinem Ex-Kollegen und BMW Motorsport Direktor Mario Theissen getroffen. Das Thema: Senna. "Ich helfe Bruno und seiner Familie, die sich um seine Karriere kümmert, so gut es geht. Seine Entwicklung zeigt deutlich nach oben", so Berger gegenüber der 'Sport Bild'. Wie genau es aber weitergeht, steht aber in den Sternen. Jedoch berichtet 'Sport Bild online', dass nicht nur ein Testposten in Aussicht steht - sondern auch ein Stammcockpit. Für Senna selbst liegt der Fokus aber weiter auf der GP2-Serie. Zusammen mit dem iSport-Team möchte er in der Nachwuchsserie erfolgreich sein. "Dann kann ich ein bisschen mehr träumen", so der 24-Jährige.
Quelle: motorsport-total.com
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| Formel 1 » Der Druck auf Lewis Hamilton wächst |
Der Druck auf Lewis Hamilton wächst
25.06.2008 - 10:54
Jarno Trulli strahlte in Magny-Cours nach seinem erkämpften dritten Rang Zoom © xpb.cc
Frage: "Herzlichen Glückwunsch zum dritten Platz; wie war es, wieder auf dem Podium zu stehen?" Jarno Trulli: "Es ist einfach ein fantastisches Gefühl und es war eine großartige Belohnung für alle Mitarbeiter des Teams, ein so perfektes Wochenende zu haben. Ich weiß, wie hart in Köln alle daran arbeiten, das Auto zu verbessern, und meine Ingenieure und Mechaniker haben in Magny-Cours ein Maximum an Leistung gebracht. Es war toll, diesen Moment auf dem Podium mit ihnen zu teilen und danach die Zufriedenheit in der Garage zu sehen. Dies gibt uns enormen Auftrieb für die zweite Hälfte der Saison." Frage: "Hattest du erwartet, um das Podium kämpfen zu können?" Trulli: "Zu Beginn des Wochenendes habe ich nicht erwartet, dass ich um den dritten Platz kämpfen würde, soviel ist sicher. Wir hatten aber einige neue Aeroteile am Auto, von denen wir eine Verbesserung erwarteten, und im Laufe des Wochenendes bekam ich zunehmend das Gefühl, dass wir ziemlich gut dastanden. Der vierte Platz im Qualifying war ein tolles Ergebnis und danach hatte ich den Eindruck, dass wir eine sehr gute Chance auf einen Platz unter den ersten Sechs hatten und, falls alles gut lief, vielleicht auch das Podium ins Auge fassen konnten. Ich war wirklich heiß auf das Rennen, weil ich glaubte, dass ein fantastisches Resultat möglich war, und bin natürlich glücklich, dass alles so gut geklappt hat." Frage: "War es ein schweres Rennen für dich?" Trulli: "Ich habe mich das ganze Rennen hindurch maximal reingehängt und wirklich hart gefightet, wie ich das immer tue. Es war nicht einfach, aber als ich beim Start an Fernando vorbeikam, wusste ich, dass wir eine Chance hatten. Ich habe daher nie aufgegeben und jede Runde voll Druck gemacht. Ich musste stark sein, um mich vorne halten zu können, weil wir gegen Autos zu kämpfen hatten, die etwas schneller waren als unseres. Das Rennen war schwer, ich war aber fest entschlossen, ein tolles Resultat zu holen - ganz besonders in diesem Rennen, nach dem, was mit Ove Andersson passiert ist. Wir wollten den Erfolg als Tribut an ihn, weil er so viel für das Team getan hat. Leider konnte er dieses tolle Resultat nicht miterleben, es war aber fantastisch, ihm meinen dritten Platz widmen zu können." Frage: "Wie waren die letzten Runden für dich?" : "Gegen Ende des Rennens war es sehr aufregend, als ich mit Heikki kämpfen musste. Es regnete etwas und unter diesen Bedingungen ist es schwieriger, vorne liegen, weil man nicht genau weiß, was einen in den einzelnen Kurven erwartet. Es ist einfacher, dem Vordermann zu folgen. Heikki fuhr also sehr dicht an mich heran und setzte mich stark unter Druck. Ich war aber entschlossen, meine Position nicht zu verlieren. Zwei Runden vor Schluss zog er neben mich, ich blieb aber stark und gab nicht auf. Es war knapp, ich habe aber hart gefightet und meinen Platz gehalten." Frage: "Kannst du den Vorfall näher beschreiben?" Trulli: "Er zog neben mich und ich nahm die Innenlinie, wodurch wir Rad an Rad lagen. Ich wollte diese Position auf keinen Fall verlieren, das Podium war ja praktisch schon in Sicht. Wir haben uns nicht berührt, weil ich ihm gerade noch genug Raum gelassen habe. Es war wie ein Gokart-Rennen. Ich hatte nicht erwartet, in der Formel 1 einmal die Gelegenheit zu haben, so zu fahren! Es war ein Kampf, der Spaß gemacht hat, besonders für mich, weil ich mich ja behaupten konnte. Ich würde mich freuen, in jedem Rennen auf diese Weise um das Podium kämpfen zu können!" Frage: "Wie haben sich die Dinge seit dem letzten Jahr verändert?" Trulli: "Dieses Jahr sind wir viel konkurrenzfähiger; das Auto wirkt ausgewogener und ich kann mehr Druck machen, weil es sich sehr gut fahren lässt. Das Auto ist ganz einfach schneller als im letzten Jahr und das bedeutet, dass wir konkurrenzfähiger sind. Wir haben bereits erheblich mehr Punkte gesammelt als im ganzen Jahr 2007. Das zeigt, dass wir besser geworden sind, und ist der harten Arbeit aller Mitarbeiter des Teams zu verdanken. Wir wissen, dass wir noch etwas hinter den schnellsten Wagen zurückliegen, aber wir haben gezeigt, dass wir in manchen Rennen mit McLaren und BMW mithalten können. Wir möchten dazu häufiger in der Lage sein, weswegen wir das Auto weiter verbessern müssen. Ich bin mir aber sicher, dass wir in die richtige Richtung gehen."
Frage: "Und was meinst du, wie du dieses Jahr gefahren bist?" Trulli: "Ich glaube, ich fahre besser den je. Ich habe Erfahrung und ich glaube, ich werde jedes Jahr besser, weil man aus Fehlern oder Erfahrungen stets etwas lernt. Mit einem konkurrenzfähigen Auto kann ich vorne mitkämpfen, da bin ich mir sicher. In Frankreich hat man gesehen, wie entschlossen und nüchtern ich bin; ich habe bis zum Ende gekämpft und das hat mir wirklich Spaß gemacht."
In Abu Dhabi findet 2009 das Saisonfinale der Formel 1 statt Zoom © xpb.cc
Das Formel-1-Feld erwartet im Jahr 2009 eine lange Saison. Am 16. März wird das Formel-1-Jahr traditionell in Melbourne starten, das Ende folgte dann erst am 15. November in Abu Dhabi, der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate. Alle Rennen der Saison 2008 finden auch 2009 statt - neu hinzu kommt lediglich das Stadtrennen in Abu Dhabi. Dennoch gibt es einige Veränderungen: Der Türkei-Grand-Prix rutscht vom Mai in den August und das Rennen in Silverstone wird vor dem Frankreich-Grand-Prix über die Bühne gehen - bisher war dies umgedreht. Im ersten Entwurf fehlt zudem Indianapolis. Dort gab es zuletzt wieder Hinweise darauf, dass man die Formel 1 zurückwolle - so man denn einen finanziellen Partner finde. Da die Saison mit 19 Rennen ohnehin schon recht voll ist, ist eine Rückkehr nun so gut wie ausgeschlossen. Eine Unklarheit betrifft auch den Deutschland-Grand-Prix. Nach Hockenheim in diesem Jahr ist 2009 wieder der Nürburgring an der Reihe, doch es bleibt abzuwarten, ob das Rennen auch als Großer Preis von Deutschland ausgetragen werden wird. Schon 2007 fand das Rennen als Grand Prix von Europa statt, da die Namensrechte beim Hockenheimveranstalter AvD liegen. Der Europa-Grand-Prix ist nun jedoch in Valencia, sodass hier weitere Entwicklungen abgewartet werden müssen.
Die FIA möchte die Formel 1 zusammen mit dem Teams umgestalten Zoom © xpb.cc
Der Machtkampf in der Formel 1 geht in eine weitere Runde. Nachdem die Unterzeichnung eines neuen Concorde Agreements zwischen Teams, Ausrichtern und der FIA immer mehr ins Hintertreffen geriet, kristallisierte sich heraus, dass dies vor allem an der künftigen Machtverteilung in der Formel 1 liegt. Die FIA fürchtet, durch den neuen Entwurf an Einfluss zu verlieren und nur noch für die sportlichen Aspekte verantwortlich zu sein. Umso spannender wurden die Ergebnisse der heutigen Sitzung des World Councils erwartet. Und einige Überraschungen finden sich auch in der Erklärung der FIA. So möchte die oberste Sportbehörde mit den Formel-1-Teams weitreichende Gespräche darüber führen, wir die Effizienz der Formel 1 verbessert werden kann. Explizit eingeschlossen darin sind auch "neue technische Regularien für die Meisterschaft". Keine massiv höheren Gebühren für die Teams"Dies beinhaltet auch eine Bewertung der Führung der Formel 1", heißt es in der Pressemitteilung weiter. Die FIA möchte sich dem Kampf um die Macht also stellen und sich vor allem die Zustimmung der Teams sichern. Aus den geplanten höheren Nenngebühren wurde somit nichts - denn die Teams zunächst stärker zu belasten und dann ihre Zustimmung im Machtkampf zu bekommen, erschien wohl aussichtslos. Die Teams müssen für 2009 eine Nenngebühr von 309.000 Euro zahlen - das sind lediglich drei Prozent mehr als in dieser Saison, die mit der Inflation erklärt wurden. Jedoch: Man setzt den Teams gleichzeitig die Pistole auf die Brust und möchte eine drohende "Piratenserie" schnell wieder in der Versenkung verschwinden lassen. Die Einschreibeperiode für die Saison 2009 wurde massiv nach vorn verlegt. Vom 1. bis zum 31. Juli 2008 müssen die Teams die Unterlagen zur Meldung anfordern. Über zusätzliche Gebühren, die einer erweiterten Sicherheit an der Strecke zugute kommen soll, wird zu einem späteren Punkt aber noch einmal verhandelt - jedoch unter Einbeziehung der betroffenen Teams. Formel-2-Meisterschaft schon ab 2009?Eine weitere Entscheidung, die zumindest indirekt die Formel 1 näher an die FIA binden soll, ist die Einführung einer eignen Nachwuchsserie. Die GP2-Serie, welche die Formel 3000 ablöste, ist ein Renault-Produkt. Schon für 2009 möchte die FIA jedoch etwas Eignes anbieten wollen. "Die FIA wird eine neue Nachwuchsserie für die Formel 1 ausschreiben", heißt es. "Diese Meisterschaft, genannt Formel 2, würde 2009 beginnen und als preiswerte Plattform fungieren, um Fahrertalente für die Formel 1 zu entwickeln. Es wird erwartet, dass dies mit einem Budget von circa 200.000 Euro pro Auto in einer Saison erreicht werden kann." Bis auf die Nenngebühren und die vorgezogene Einschreibung der Teams sind konkrete Entscheidungen nicht gefallen. Die angekündigten Gespräche mit den Teams für die Formel-1-Zukunft müssen noch anlaufen, ebenso der Aufbau der neuen Formel 2 - denn bis 1984 gab es diese Serie bereits, wurde dann von der Formel 3000 aber abgelöst.
Bruno Senna möchte sich zunächst auf die GP2-Meisterschaft konzentrieren Zoom © xpb.cc
Solange es aus München und Hinwil keine offizielle Bestätigung gibt, wer für das BMW Sauber F1 Team im Jahr 2009 fahren wird, solange werden die Spekulationen weitergehen. Nick Heidfeld habe angeblich einen Vertrag bis 2009, auf Robert Kubica besitze das Team zudem eine Option, die sicher gezogen wird, um den Kanada-Sieger zu halten. Doch: Nichts Genaues weiß man nicht. Nun brachte 'Sport Bild online' eine bisher nicht erwähnte Variante ins Spiel: Bruno Senna, derzeit in der GP2 auf dem zweiten Gesamtrang, stehe in intensiven Verhandlungen mit BMW. Dessen Mentor in der Formel 1, Toro-Rosso-Teilhaber Gerhard Berger, habe sich in Magny-Cours erneut mit seinem Ex-Kollegen und BMW Motorsport Direktor Mario Theissen getroffen. Das Thema: Senna. "Ich helfe Bruno und seiner Familie, die sich um seine Karriere kümmert, so gut es geht. Seine Entwicklung zeigt deutlich nach oben", so Berger gegenüber der 'Sport Bild'. Wie genau es aber weitergeht, steht aber in den Sternen. Jedoch berichtet 'Sport Bild online', dass nicht nur ein Testposten in Aussicht steht - sondern auch ein Stammcockpit. Für Senna selbst liegt der Fokus aber weiter auf der GP2-Serie. Zusammen mit dem iSport-Team möchte er in der Nachwuchsserie erfolgreich sein. "Dann kann ich ein bisschen mehr träumen", so der 24-Jährige.
Lewis Hamilton muss erkennen, dass die Erwartungen an ihn ansteigen Zoom © xpb.cc
Die Souveränität, die Lewis Hamilton während seiner ersten Formel-1-Saison 2007 ausstrahlte, überraschte alle. Und auch wenn er Fehler machte, man stand es ihm zu - es war ja sein Lehrjahr. Nun, in seiner zweiten Saison, wird der Druck auf den Engländer immer größer. Die Medien zeigen immer weniger Verständnis für Fehler - auch wenn er gerade einmal 25 Grands Prix gefahren hat - und immer häufiger ist sein Privatleben Mittelpunkt der Berichterstattung. Nach Monaco und dem dortigen Sieg war er noch der gefeierte Held. Doch in Kanada übersah er die rote Ampel an der Ausfahrt der Boxengasse und knallte Kimi Räikkönen ins Heck. Strafversetzt um zehn Plätze und im Rennen auch noch mit einer Durchfahrtsstrafe belegt sah er in Magny-Cours dann zwar wieder die Zielflagge - jedoch außerhalb der Punkte. In der WM liegt er nun 10 Punkte hinter der Spitze. Mit den "Randerscheinungen" neben der Piste droht Hamiltons Stern blasser zu werden, doch Hondas Teamchef Ross Brawn kennt solche Situationen und auch eine einfache Lösung dafür: Er müsse sich auf das Wesentliche konzentrieren - das Fahren. Auch Michael Schumacher habe zu Beginn seiner Formel-1-Karriere eine solche Phase durchlaufen müssen. Konzentration auf das Fahren"Das Fahren ist es, das ihn durch alles hindurchbringen wird", so Brawn. "Er muss sich auf das Fahren konzentrieren, dann wird alles andere sich selbst regeln." Auch der Honda-Teamchef erinnerte dabei daran, dass Hamilton eben keine jahrelange Erfahrung in der Formel 1 nachweisen kann. "Wir tendieren dazu zu vergessen, wie jung er noch ist und wie viele neue Erfahrungen auf ihn einprasseln", erklärte er der 'BBC'. "Ich hatte das Glück, mit Michael Schumacher zu arbeiten, als er durch diese Lernphase ging - und da war es nicht anders", fuhr er fort. "Die Aufmerksamkeit, die diesen Jungs zuteil wird, bedeutet einen irren Druck. Und dabei kann ihnen niemand wirklich helfen." Sie müssten diese Phase selbst durchstehen und daraus lernen. "Es kann ihnen niemand sagen, was die tun sollten. Sie müssen es damit auf die harte Tour lernen - selbstständig", so Brawn weiter. Dazu gehöre dann auch, dass es mit dem WM-Titel auch 2008 nichts werden könnte, zudem Ferrari auch noch "sehr stark" aussehe. "Lewis ist in der Lage, Weltmeister zu werden. Es ist nur die Frage, wie gut das Auto ist und wie der Würfel fällt."
Quelle: motorsport-total.com
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| Formel 1 » Kovalainen verliert nicht die Zuversicht |
Kovalainen verliert nicht die Zuversicht
25.06.2008 - 10:16
Jarno Trulli strahlte in Magny-Cours nach seinem erkämpften dritten Rang Zoom © xpb.cc
Frage: "Herzlichen Glückwunsch zum dritten Platz; wie war es, wieder auf dem Podium zu stehen?" Jarno Trulli: "Es ist einfach ein fantastisches Gefühl und es war eine großartige Belohnung für alle Mitarbeiter des Teams, ein so perfektes Wochenende zu haben. Ich weiß, wie hart in Köln alle daran arbeiten, das Auto zu verbessern, und meine Ingenieure und Mechaniker haben in Magny-Cours ein Maximum an Leistung gebracht. Es war toll, diesen Moment auf dem Podium mit ihnen zu teilen und danach die Zufriedenheit in der Garage zu sehen. Dies gibt uns enormen Auftrieb für die zweite Hälfte der Saison." Frage: "Hattest du erwartet, um das Podium kämpfen zu können?" Trulli: "Zu Beginn des Wochenendes habe ich nicht erwartet, dass ich um den dritten Platz kämpfen würde, soviel ist sicher. Wir hatten aber einige neue Aeroteile am Auto, von denen wir eine Verbesserung erwarteten, und im Laufe des Wochenendes bekam ich zunehmend das Gefühl, dass wir ziemlich gut dastanden. Der vierte Platz im Qualifying war ein tolles Ergebnis und danach hatte ich den Eindruck, dass wir eine sehr gute Chance auf einen Platz unter den ersten Sechs hatten und, falls alles gut lief, vielleicht auch das Podium ins Auge fassen konnten. Ich war wirklich heiß auf das Rennen, weil ich glaubte, dass ein fantastisches Resultat möglich war, und bin natürlich glücklich, dass alles so gut geklappt hat." Frage: "War es ein schweres Rennen für dich?" Trulli: "Ich habe mich das ganze Rennen hindurch maximal reingehängt und wirklich hart gefightet, wie ich das immer tue. Es war nicht einfach, aber als ich beim Start an Fernando vorbeikam, wusste ich, dass wir eine Chance hatten. Ich habe daher nie aufgegeben und jede Runde voll Druck gemacht. Ich musste stark sein, um mich vorne halten zu können, weil wir gegen Autos zu kämpfen hatten, die etwas schneller waren als unseres. Das Rennen war schwer, ich war aber fest entschlossen, ein tolles Resultat zu holen - ganz besonders in diesem Rennen, nach dem, was mit Ove Andersson passiert ist. Wir wollten den Erfolg als Tribut an ihn, weil er so viel für das Team getan hat. Leider konnte er dieses tolle Resultat nicht miterleben, es war aber fantastisch, ihm meinen dritten Platz widmen zu können." Frage: "Wie waren die letzten Runden für dich?" : "Gegen Ende des Rennens war es sehr aufregend, als ich mit Heikki kämpfen musste. Es regnete etwas und unter diesen Bedingungen ist es schwieriger, vorne liegen, weil man nicht genau weiß, was einen in den einzelnen Kurven erwartet. Es ist einfacher, dem Vordermann zu folgen. Heikki fuhr also sehr dicht an mich heran und setzte mich stark unter Druck. Ich war aber entschlossen, meine Position nicht zu verlieren. Zwei Runden vor Schluss zog er neben mich, ich blieb aber stark und gab nicht auf. Es war knapp, ich habe aber hart gefightet und meinen Platz gehalten." Frage: "Kannst du den Vorfall näher beschreiben?" Trulli: "Er zog neben mich und ich nahm die Innenlinie, wodurch wir Rad an Rad lagen. Ich wollte diese Position auf keinen Fall verlieren, das Podium war ja praktisch schon in Sicht. Wir haben uns nicht berührt, weil ich ihm gerade noch genug Raum gelassen habe. Es war wie ein Gokart-Rennen. Ich hatte nicht erwartet, in der Formel 1 einmal die Gelegenheit zu haben, so zu fahren! Es war ein Kampf, der Spaß gemacht hat, besonders für mich, weil ich mich ja behaupten konnte. Ich würde mich freuen, in jedem Rennen auf diese Weise um das Podium kämpfen zu können!" Frage: "Wie haben sich die Dinge seit dem letzten Jahr verändert?" Trulli: "Dieses Jahr sind wir viel konkurrenzfähiger; das Auto wirkt ausgewogener und ich kann mehr Druck machen, weil es sich sehr gut fahren lässt. Das Auto ist ganz einfach schneller als im letzten Jahr und das bedeutet, dass wir konkurrenzfähiger sind. Wir haben bereits erheblich mehr Punkte gesammelt als im ganzen Jahr 2007. Das zeigt, dass wir besser geworden sind, und ist der harten Arbeit aller Mitarbeiter des Teams zu verdanken. Wir wissen, dass wir noch etwas hinter den schnellsten Wagen zurückliegen, aber wir haben gezeigt, dass wir in manchen Rennen mit McLaren und BMW mithalten können. Wir möchten dazu häufiger in der Lage sein, weswegen wir das Auto weiter verbessern müssen. Ich bin mir aber sicher, dass wir in die richtige Richtung gehen."
Frage: "Und was meinst du, wie du dieses Jahr gefahren bist?" Trulli: "Ich glaube, ich fahre besser den je. Ich habe Erfahrung und ich glaube, ich werde jedes Jahr besser, weil man aus Fehlern oder Erfahrungen stets etwas lernt. Mit einem konkurrenzfähigen Auto kann ich vorne mitkämpfen, da bin ich mir sicher. In Frankreich hat man gesehen, wie entschlossen und nüchtern ich bin; ich habe bis zum Ende gekämpft und das hat mir wirklich Spaß gemacht."
In Abu Dhabi findet 2009 das Saisonfinale der Formel 1 statt Zoom © xpb.cc
Das Formel-1-Feld erwartet im Jahr 2009 eine lange Saison. Am 16. März wird das Formel-1-Jahr traditionell in Melbourne starten, das Ende folgte dann erst am 15. November in Abu Dhabi, der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate. Alle Rennen der Saison 2008 finden auch 2009 statt - neu hinzu kommt lediglich das Stadtrennen in Abu Dhabi. Dennoch gibt es einige Veränderungen: Der Türkei-Grand-Prix rutscht vom Mai in den August und das Rennen in Silverstone wird vor dem Frankreich-Grand-Prix über die Bühne gehen - bisher war dies umgedreht. Im ersten Entwurf fehlt zudem Indianapolis. Dort gab es zuletzt wieder Hinweise darauf, dass man die Formel 1 zurückwolle - so man denn einen finanziellen Partner finde. Da die Saison mit 19 Rennen ohnehin schon recht voll ist, ist eine Rückkehr nun so gut wie ausgeschlossen. Eine Unklarheit betrifft auch den Deutschland-Grand-Prix. Nach Hockenheim in diesem Jahr ist 2009 wieder der Nürburgring an der Reihe, doch es bleibt abzuwarten, ob das Rennen auch als Großer Preis von Deutschland ausgetragen werden wird. Schon 2007 fand das Rennen als Grand Prix von Europa statt, da die Namensrechte beim Hockenheimveranstalter AvD liegen. Der Europa-Grand-Prix ist nun jedoch in Valencia, sodass hier weitere Entwicklungen abgewartet werden müssen.
Die FIA möchte die Formel 1 zusammen mit dem Teams umgestalten Zoom © xpb.cc
Der Machtkampf in der Formel 1 geht in eine weitere Runde. Nachdem die Unterzeichnung eines neuen Concorde Agreements zwischen Teams, Ausrichtern und der FIA immer mehr ins Hintertreffen geriet, kristallisierte sich heraus, dass dies vor allem an der künftigen Machtverteilung in der Formel 1 liegt. Die FIA fürchtet, durch den neuen Entwurf an Einfluss zu verlieren und nur noch für die sportlichen Aspekte verantwortlich zu sein. Umso spannender wurden die Ergebnisse der heutigen Sitzung des World Councils erwartet. Und einige Überraschungen finden sich auch in der Erklärung der FIA. So möchte die oberste Sportbehörde mit den Formel-1-Teams weitreichende Gespräche darüber führen, wir die Effizienz der Formel 1 verbessert werden kann. Explizit eingeschlossen darin sind auch "neue technische Regularien für die Meisterschaft". Keine massiv höheren Gebühren für die Teams"Dies beinhaltet auch eine Bewertung der Führung der Formel 1", heißt es in der Pressemitteilung weiter. Die FIA möchte sich dem Kampf um die Macht also stellen und sich vor allem die Zustimmung der Teams sichern. Aus den geplanten höheren Nenngebühren wurde somit nichts - denn die Teams zunächst stärker zu belasten und dann ihre Zustimmung im Machtkampf zu bekommen, erschien wohl aussichtslos. Die Teams müssen für 2009 eine Nenngebühr von 309.000 Euro zahlen - das sind lediglich drei Prozent mehr als in dieser Saison, die mit der Inflation erklärt wurden. Jedoch: Man setzt den Teams gleichzeitig die Pistole auf die Brust und möchte eine drohende "Piratenserie" schnell wieder in der Versenkung verschwinden lassen. Die Einschreibeperiode für die Saison 2009 wurde massiv nach vorn verlegt. Vom 1. bis zum 31. Juli 2008 müssen die Teams die Unterlagen zur Meldung anfordern. Über zusätzliche Gebühren, die einer erweiterten Sicherheit an der Strecke zugute kommen soll, wird zu einem späteren Punkt aber noch einmal verhandelt - jedoch unter Einbeziehung der betroffenen Teams. Formel-2-Meisterschaft schon ab 2009?Eine weitere Entscheidung, die zumindest indirekt die Formel 1 näher an die FIA binden soll, ist die Einführung einer eignen Nachwuchsserie. Die GP2-Serie, welche die Formel 3000 ablöste, ist ein Renault-Produkt. Schon für 2009 möchte die FIA jedoch etwas Eignes anbieten wollen. "Die FIA wird eine neue Nachwuchsserie für die Formel 1 ausschreiben", heißt es. "Diese Meisterschaft, genannt Formel 2, würde 2009 beginnen und als preiswerte Plattform fungieren, um Fahrertalente für die Formel 1 zu entwickeln. Es wird erwartet, dass dies mit einem Budget von circa 200.000 Euro pro Auto in einer Saison erreicht werden kann." Bis auf die Nenngebühren und die vorgezogene Einschreibung der Teams sind konkrete Entscheidungen nicht gefallen. Die angekündigten Gespräche mit den Teams für die Formel-1-Zukunft müssen noch anlaufen, ebenso der Aufbau der neuen Formel 2 - denn bis 1984 gab es diese Serie bereits, wurde dann von der Formel 3000 aber abgelöst.
Bruno Senna möchte sich zunächst auf die GP2-Meisterschaft konzentrieren Zoom © xpb.cc
Solange es aus München und Hinwil keine offizielle Bestätigung gibt, wer für das BMW Sauber F1 Team im Jahr 2009 fahren wird, solange werden die Spekulationen weitergehen. Nick Heidfeld habe angeblich einen Vertrag bis 2009, auf Robert Kubica besitze das Team zudem eine Option, die sicher gezogen wird, um den Kanada-Sieger zu halten. Doch: Nichts Genaues weiß man nicht. Nun brachte 'Sport Bild online' eine bisher nicht erwähnte Variante ins Spiel: Bruno Senna, derzeit in der GP2 auf dem zweiten Gesamtrang, stehe in intensiven Verhandlungen mit BMW. Dessen Mentor in der Formel 1, Toro-Rosso-Teilhaber Gerhard Berger, habe sich in Magny-Cours erneut mit seinem Ex-Kollegen und BMW Motorsport Direktor Mario Theissen getroffen. Das Thema: Senna. "Ich helfe Bruno und seiner Familie, die sich um seine Karriere kümmert, so gut es geht. Seine Entwicklung zeigt deutlich nach oben", so Berger gegenüber der 'Sport Bild'. Wie genau es aber weitergeht, steht aber in den Sternen. Jedoch berichtet 'Sport Bild online', dass nicht nur ein Testposten in Aussicht steht - sondern auch ein Stammcockpit. Für Senna selbst liegt der Fokus aber weiter auf der GP2-Serie. Zusammen mit dem iSport-Team möchte er in der Nachwuchsserie erfolgreich sein. "Dann kann ich ein bisschen mehr träumen", so der 24-Jährige.
Lewis Hamilton muss erkennen, dass die Erwartungen an ihn ansteigen Zoom © xpb.cc
Die Souveränität, die Lewis Hamilton während seiner ersten Formel-1-Saison 2007 ausstrahlte, überraschte alle. Und auch wenn er Fehler machte, man stand es ihm zu - es war ja sein Lehrjahr. Nun, in seiner zweiten Saison, wird der Druck auf den Engländer immer größer. Die Medien zeigen immer weniger Verständnis für Fehler - auch wenn er gerade einmal 25 Grands Prix gefahren hat - und immer häufiger ist sein Privatleben Mittelpunkt der Berichterstattung. Nach Monaco und dem dortigen Sieg war er noch der gefeierte Held. Doch in Kanada übersah er die rote Ampel an der Ausfahrt der Boxengasse und knallte Kimi Räikkönen ins Heck. Strafversetzt um zehn Plätze und im Rennen auch noch mit einer Durchfahrtsstrafe belegt sah er in Magny-Cours dann zwar wieder die Zielflagge - jedoch außerhalb der Punkte. In der WM liegt er nun 10 Punkte hinter der Spitze. Mit den "Randerscheinungen" neben der Piste droht Hamiltons Stern blasser zu werden, doch Hondas Teamchef Ross Brawn kennt solche Situationen und auch eine einfache Lösung dafür: Er müsse sich auf das Wesentliche konzentrieren - das Fahren. Auch Michael Schumacher habe zu Beginn seiner Formel-1-Karriere eine solche Phase durchlaufen müssen. Konzentration auf das Fahren"Das Fahren ist es, das ihn durch alles hindurchbringen wird", so Brawn. "Er muss sich auf das Fahren konzentrieren, dann wird alles andere sich selbst regeln." Auch der Honda-Teamchef erinnerte dabei daran, dass Hamilton eben keine jahrelange Erfahrung in der Formel 1 nachweisen kann. "Wir tendieren dazu zu vergessen, wie jung er noch ist und wie viele neue Erfahrungen auf ihn einprasseln", erklärte er der 'BBC'. "Ich hatte das Glück, mit Michael Schumacher zu arbeiten, als er durch diese Lernphase ging - und da war es nicht anders", fuhr er fort. "Die Aufmerksamkeit, die diesen Jungs zuteil wird, bedeutet einen irren Druck. Und dabei kann ihnen niemand wirklich helfen." Sie müssten diese Phase selbst durchstehen und daraus lernen. "Es kann ihnen niemand sagen, was die tun sollten. Sie müssen es damit auf die harte Tour lernen - selbstständig", so Brawn weiter. Dazu gehöre dann auch, dass es mit dem WM-Titel auch 2008 nichts werden könnte, zudem Ferrari auch noch "sehr stark" aussehe. "Lewis ist in der Lage, Weltmeister zu werden. Es ist nur die Frage, wie gut das Auto ist und wie der Würfel fällt."
Heikki Kovalainen möchte sich einfach in Ruhe weiter nach vorn arbeiten Zoom © xpb.cc
So richtig schlecht verlief die Saison von Heikki Kovalainen nicht. Aus dem Vorjahr bei Renault weiß er noch, wie schlecht ein Jahr beginnen kann. Dennoch: Bisher konnte er bei McLaren-Mercedes nur einen Podestplatz einfahren, in der WM liegt er noch hinter Nick Heidfeld auch Rang sechs und hat nur knapp halb so viele Punkte wie Teamkollege Lewis Hamilton. Aus der Ruhe bringen lässt sich der Finne aber nicht. Er warte nur auf ein problemloses Wochenende, dann könne auch er weitere Schritte nach vorn machen. "Ich glaube nicht, dass durch die Probleme meine Zuversicht gelitten hat", erklärte Kovalainen gegenüber 'autosport.com'. "Ich hatte ein paar schwierige Rennen. Aber insgesamt hatte ich auch starke Leistungen im Qualifying, doch dann hatte ich technische Probleme oder den Crash in Barcelona." Und wenn das Rennen einmal gut laufe - wie jüngst in Magny-Cours -, dann sei bereits im Qualifying etwas daneben gegangen - ebenfalls wie in Magny-Cours durch die Strafversetzung auf Rang 10. Die Stimmung beeinflusse das aber kaum. "Natürlich möchten alle im Team gute Ergebnisse haben und wir können auch versuchen, uns zu verbessern, am Wochenende alles zusammen zu bekommen und bessere Ergebnisse zu holen." Ein weiterer Strafenhagel auf McLaren-Mercedes stünde diesen Vorhaben aber im Weg, doch Kovalainen möchte von einer ungerechten Behandlung nichts wissen. "Wir sollten da nicht so viel hineininterpretieren", erklärte er. "Wir müssen sicherstellen, dass wir keine Fehler mehr machen - dann wird es auch keine Strafen mehr geben. Ich glaube nicht, dass es für McLaren mehr Strafen gibt als für andere." Vor allem vor dem Team-Heimspiel in Silverstone sei es nun wichtig, sich wieder auf das Wesentliche zu konzentrieren. "Ich bin mit dem Auto ganz zufrieden", erklärte er. "Beim Testen ist es aber schwierig zu sagen, was die anderen machen. Und Ferrari wird natürlich wieder stark sein."
Quelle: motorsport-total.com
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| Formel 1 » Räikkönen ist 'F1Total Champ' in Frankreich |
Räikkönen ist 'F1Total Champ' in Frankreich
25.06.2008 - 09:21
Jarno Trulli strahlte in Magny-Cours nach seinem erkämpften dritten Rang Zoom © xpb.cc
Frage: "Herzlichen Glückwunsch zum dritten Platz; wie war es, wieder auf dem Podium zu stehen?" Jarno Trulli: "Es ist einfach ein fantastisches Gefühl und es war eine großartige Belohnung für alle Mitarbeiter des Teams, ein so perfektes Wochenende zu haben. Ich weiß, wie hart in Köln alle daran arbeiten, das Auto zu verbessern, und meine Ingenieure und Mechaniker haben in Magny-Cours ein Maximum an Leistung gebracht. Es war toll, diesen Moment auf dem Podium mit ihnen zu teilen und danach die Zufriedenheit in der Garage zu sehen. Dies gibt uns enormen Auftrieb für die zweite Hälfte der Saison." Frage: "Hattest du erwartet, um das Podium kämpfen zu können?" Trulli: "Zu Beginn des Wochenendes habe ich nicht erwartet, dass ich um den dritten Platz kämpfen würde, soviel ist sicher. Wir hatten aber einige neue Aeroteile am Auto, von denen wir eine Verbesserung erwarteten, und im Laufe des Wochenendes bekam ich zunehmend das Gefühl, dass wir ziemlich gut dastanden. Der vierte Platz im Qualifying war ein tolles Ergebnis und danach hatte ich den Eindruck, dass wir eine sehr gute Chance auf einen Platz unter den ersten Sechs hatten und, falls alles gut lief, vielleicht auch das Podium ins Auge fassen konnten. Ich war wirklich heiß auf das Rennen, weil ich glaubte, dass ein fantastisches Resultat möglich war, und bin natürlich glücklich, dass alles so gut geklappt hat." Frage: "War es ein schweres Rennen für dich?" Trulli: "Ich habe mich das ganze Rennen hindurch maximal reingehängt und wirklich hart gefightet, wie ich das immer tue. Es war nicht einfach, aber als ich beim Start an Fernando vorbeikam, wusste ich, dass wir eine Chance hatten. Ich habe daher nie aufgegeben und jede Runde voll Druck gemacht. Ich musste stark sein, um mich vorne halten zu können, weil wir gegen Autos zu kämpfen hatten, die etwas schneller waren als unseres. Das Rennen war schwer, ich war aber fest entschlossen, ein tolles Resultat zu holen - ganz besonders in diesem Rennen, nach dem, was mit Ove Andersson passiert ist. Wir wollten den Erfolg als Tribut an ihn, weil er so viel für das Team getan hat. Leider konnte er dieses tolle Resultat nicht miterleben, es war aber fantastisch, ihm meinen dritten Platz widmen zu können." Frage: "Wie waren die letzten Runden für dich?" : "Gegen Ende des Rennens war es sehr aufregend, als ich mit Heikki kämpfen musste. Es regnete etwas und unter diesen Bedingungen ist es schwieriger, vorne liegen, weil man nicht genau weiß, was einen in den einzelnen Kurven erwartet. Es ist einfacher, dem Vordermann zu folgen. Heikki fuhr also sehr dicht an mich heran und setzte mich stark unter Druck. Ich war aber entschlossen, meine Position nicht zu verlieren. Zwei Runden vor Schluss zog er neben mich, ich blieb aber stark und gab nicht auf. Es war knapp, ich habe aber hart gefightet und meinen Platz gehalten." Frage: "Kannst du den Vorfall näher beschreiben?" Trulli: "Er zog neben mich und ich nahm die Innenlinie, wodurch wir Rad an Rad lagen. Ich wollte diese Position auf keinen Fall verlieren, das Podium war ja praktisch schon in Sicht. Wir haben uns nicht berührt, weil ich ihm gerade noch genug Raum gelassen habe. Es war wie ein Gokart-Rennen. Ich hatte nicht erwartet, in der Formel 1 einmal die Gelegenheit zu haben, so zu fahren! Es war ein Kampf, der Spaß gemacht hat, besonders für mich, weil ich mich ja behaupten konnte. Ich würde mich freuen, in jedem Rennen auf diese Weise um das Podium kämpfen zu können!" Frage: "Wie haben sich die Dinge seit dem letzten Jahr verändert?" Trulli: "Dieses Jahr sind wir viel konkurrenzfähiger; das Auto wirkt ausgewogener und ich kann mehr Druck machen, weil es sich sehr gut fahren lässt. Das Auto ist ganz einfach schneller als im letzten Jahr und das bedeutet, dass wir konkurrenzfähiger sind. Wir haben bereits erheblich mehr Punkte gesammelt als im ganzen Jahr 2007. Das zeigt, dass wir besser geworden sind, und ist der harten Arbeit aller Mitarbeiter des Teams zu verdanken. Wir wissen, dass wir noch etwas hinter den schnellsten Wagen zurückliegen, aber wir haben gezeigt, dass wir in manchen Rennen mit McLaren und BMW mithalten können. Wir möchten dazu häufiger in der Lage sein, weswegen wir das Auto weiter verbessern müssen. Ich bin mir aber sicher, dass wir in die richtige Richtung gehen."
Frage: "Und was meinst du, wie du dieses Jahr gefahren bist?" Trulli: "Ich glaube, ich fahre besser den je. Ich habe Erfahrung und ich glaube, ich werde jedes Jahr besser, weil man aus Fehlern oder Erfahrungen stets etwas lernt. Mit einem konkurrenzfähigen Auto kann ich vorne mitkämpfen, da bin ich mir sicher. In Frankreich hat man gesehen, wie entschlossen und nüchtern ich bin; ich habe bis zum Ende gekämpft und das hat mir wirklich Spaß gemacht."
In Abu Dhabi findet 2009 das Saisonfinale der Formel 1 statt Zoom © xpb.cc
Das Formel-1-Feld erwartet im Jahr 2009 eine lange Saison. Am 16. März wird das Formel-1-Jahr traditionell in Melbourne starten, das Ende folgte dann erst am 15. November in Abu Dhabi, der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate. Alle Rennen der Saison 2008 finden auch 2009 statt - neu hinzu kommt lediglich das Stadtrennen in Abu Dhabi. Dennoch gibt es einige Veränderungen: Der Türkei-Grand-Prix rutscht vom Mai in den August und das Rennen in Silverstone wird vor dem Frankreich-Grand-Prix über die Bühne gehen - bisher war dies umgedreht. Im ersten Entwurf fehlt zudem Indianapolis. Dort gab es zuletzt wieder Hinweise darauf, dass man die Formel 1 zurückwolle - so man denn einen finanziellen Partner finde. Da die Saison mit 19 Rennen ohnehin schon recht voll ist, ist eine Rückkehr nun so gut wie ausgeschlossen. Eine Unklarheit betrifft auch den Deutschland-Grand-Prix. Nach Hockenheim in diesem Jahr ist 2009 wieder der Nürburgring an der Reihe, doch es bleibt abzuwarten, ob das Rennen auch als Großer Preis von Deutschland ausgetragen werden wird. Schon 2007 fand das Rennen als Grand Prix von Europa statt, da die Namensrechte beim Hockenheimveranstalter AvD liegen. Der Europa-Grand-Prix ist nun jedoch in Valencia, sodass hier weitere Entwicklungen abgewartet werden müssen.
Die FIA möchte die Formel 1 zusammen mit dem Teams umgestalten Zoom © xpb.cc
Der Machtkampf in der Formel 1 geht in eine weitere Runde. Nachdem die Unterzeichnung eines neuen Concorde Agreements zwischen Teams, Ausrichtern und der FIA immer mehr ins Hintertreffen geriet, kristallisierte sich heraus, dass dies vor allem an der künftigen Machtverteilung in der Formel 1 liegt. Die FIA fürchtet, durch den neuen Entwurf an Einfluss zu verlieren und nur noch für die sportlichen Aspekte verantwortlich zu sein. Umso spannender wurden die Ergebnisse der heutigen Sitzung des World Councils erwartet. Und einige Überraschungen finden sich auch in der Erklärung der FIA. So möchte die oberste Sportbehörde mit den Formel-1-Teams weitreichende Gespräche darüber führen, wir die Effizienz der Formel 1 verbessert werden kann. Explizit eingeschlossen darin sind auch "neue technische Regularien für die Meisterschaft". Keine massiv höheren Gebühren für die Teams"Dies beinhaltet auch eine Bewertung der Führung der Formel 1", heißt es in der Pressemitteilung weiter. Die FIA möchte sich dem Kampf um die Macht also stellen und sich vor allem die Zustimmung der Teams sichern. Aus den geplanten höheren Nenngebühren wurde somit nichts - denn die Teams zunächst stärker zu belasten und dann ihre Zustimmung im Machtkampf zu bekommen, erschien wohl aussichtslos. Die Teams müssen für 2009 eine Nenngebühr von 309.000 Euro zahlen - das sind lediglich drei Prozent mehr als in dieser Saison, die mit der Inflation erklärt wurden. Jedoch: Man setzt den Teams gleichzeitig die Pistole auf die Brust und möchte eine drohende "Piratenserie" schnell wieder in der Versenkung verschwinden lassen. Die Einschreibeperiode für die Saison 2009 wurde massiv nach vorn verlegt. Vom 1. bis zum 31. Juli 2008 müssen die Teams die Unterlagen zur Meldung anfordern. Über zusätzliche Gebühren, die einer erweiterten Sicherheit an der Strecke zugute kommen soll, wird zu einem späteren Punkt aber noch einmal verhandelt - jedoch unter Einbeziehung der betroffenen Teams. Formel-2-Meisterschaft schon ab 2009?Eine weitere Entscheidung, die zumindest indirekt die Formel 1 näher an die FIA binden soll, ist die Einführung einer eignen Nachwuchsserie. Die GP2-Serie, welche die Formel 3000 ablöste, ist ein Renault-Produkt. Schon für 2009 möchte die FIA jedoch etwas Eignes anbieten wollen. "Die FIA wird eine neue Nachwuchsserie für die Formel 1 ausschreiben", heißt es. "Diese Meisterschaft, genannt Formel 2, würde 2009 beginnen und als preiswerte Plattform fungieren, um Fahrertalente für die Formel 1 zu entwickeln. Es wird erwartet, dass dies mit einem Budget von circa 200.000 Euro pro Auto in einer Saison erreicht werden kann." Bis auf die Nenngebühren und die vorgezogene Einschreibung der Teams sind konkrete Entscheidungen nicht gefallen. Die angekündigten Gespräche mit den Teams für die Formel-1-Zukunft müssen noch anlaufen, ebenso der Aufbau der neuen Formel 2 - denn bis 1984 gab es diese Serie bereits, wurde dann von der Formel 3000 aber abgelöst.
Bruno Senna möchte sich zunächst auf die GP2-Meisterschaft konzentrieren Zoom © xpb.cc
Solange es aus München und Hinwil keine offizielle Bestätigung gibt, wer für das BMW Sauber F1 Team im Jahr 2009 fahren wird, solange werden die Spekulationen weitergehen. Nick Heidfeld habe angeblich einen Vertrag bis 2009, auf Robert Kubica besitze das Team zudem eine Option, die sicher gezogen wird, um den Kanada-Sieger zu halten. Doch: Nichts Genaues weiß man nicht. Nun brachte 'Sport Bild online' eine bisher nicht erwähnte Variante ins Spiel: Bruno Senna, derzeit in der GP2 auf dem zweiten Gesamtrang, stehe in intensiven Verhandlungen mit BMW. Dessen Mentor in der Formel 1, Toro-Rosso-Teilhaber Gerhard Berger, habe sich in Magny-Cours erneut mit seinem Ex-Kollegen und BMW Motorsport Direktor Mario Theissen getroffen. Das Thema: Senna. "Ich helfe Bruno und seiner Familie, die sich um seine Karriere kümmert, so gut es geht. Seine Entwicklung zeigt deutlich nach oben", so Berger gegenüber der 'Sport Bild'. Wie genau es aber weitergeht, steht aber in den Sternen. Jedoch berichtet 'Sport Bild online', dass nicht nur ein Testposten in Aussicht steht - sondern auch ein Stammcockpit. Für Senna selbst liegt der Fokus aber weiter auf der GP2-Serie. Zusammen mit dem iSport-Team möchte er in der Nachwuchsserie erfolgreich sein. "Dann kann ich ein bisschen mehr träumen", so der 24-Jährige.
Lewis Hamilton muss erkennen, dass die Erwartungen an ihn ansteigen Zoom © xpb.cc
Die Souveränität, die Lewis Hamilton während seiner ersten Formel-1-Saison 2007 ausstrahlte, überraschte alle. Und auch wenn er Fehler machte, man stand es ihm zu - es war ja sein Lehrjahr. Nun, in seiner zweiten Saison, wird der Druck auf den Engländer immer größer. Die Medien zeigen immer weniger Verständnis für Fehler - auch wenn er gerade einmal 25 Grands Prix gefahren hat - und immer häufiger ist sein Privatleben Mittelpunkt der Berichterstattung. Nach Monaco und dem dortigen Sieg war er noch der gefeierte Held. Doch in Kanada übersah er die rote Ampel an der Ausfahrt der Boxengasse und knallte Kimi Räikkönen ins Heck. Strafversetzt um zehn Plätze und im Rennen auch noch mit einer Durchfahrtsstrafe belegt sah er in Magny-Cours dann zwar wieder die Zielflagge - jedoch außerhalb der Punkte. In der WM liegt er nun 10 Punkte hinter der Spitze. Mit den "Randerscheinungen" neben der Piste droht Hamiltons Stern blasser zu werden, doch Hondas Teamchef Ross Brawn kennt solche Situationen und auch eine einfache Lösung dafür: Er müsse sich auf das Wesentliche konzentrieren - das Fahren. Auch Michael Schumacher habe zu Beginn seiner Formel-1-Karriere eine solche Phase durchlaufen müssen. Konzentration auf das Fahren"Das Fahren ist es, das ihn durch alles hindurchbringen wird", so Brawn. "Er muss sich auf das Fahren konzentrieren, dann wird alles andere sich selbst regeln." Auch der Honda-Teamchef erinnerte dabei daran, dass Hamilton eben keine jahrelange Erfahrung in der Formel 1 nachweisen kann. "Wir tendieren dazu zu vergessen, wie jung er noch ist und wie viele neue Erfahrungen auf ihn einprasseln", erklärte er der 'BBC'. "Ich hatte das Glück, mit Michael Schumacher zu arbeiten, als er durch diese Lernphase ging - und da war es nicht anders", fuhr er fort. "Die Aufmerksamkeit, die diesen Jungs zuteil wird, bedeutet einen irren Druck. Und dabei kann ihnen niemand wirklich helfen." Sie müssten diese Phase selbst durchstehen und daraus lernen. "Es kann ihnen niemand sagen, was die tun sollten. Sie müssen es damit auf die harte Tour lernen - selbstständig", so Brawn weiter. Dazu gehöre dann auch, dass es mit dem WM-Titel auch 2008 nichts werden könnte, zudem Ferrari auch noch "sehr stark" aussehe. "Lewis ist in der Lage, Weltmeister zu werden. Es ist nur die Frage, wie gut das Auto ist und wie der Würfel fällt."
Heikki Kovalainen möchte sich einfach in Ruhe weiter nach vorn arbeiten Zoom © xpb.cc
So richtig schlecht verlief die Saison von Heikki Kovalainen nicht. Aus dem Vorjahr bei Renault weiß er noch, wie schlecht ein Jahr beginnen kann. Dennoch: Bisher konnte er bei McLaren-Mercedes nur einen Podestplatz einfahren, in der WM liegt er noch hinter Nick Heidfeld auch Rang sechs und hat nur knapp halb so viele Punkte wie Teamkollege Lewis Hamilton. Aus der Ruhe bringen lässt sich der Finne aber nicht. Er warte nur auf ein problemloses Wochenende, dann könne auch er weitere Schritte nach vorn machen. "Ich glaube nicht, dass durch die Probleme meine Zuversicht gelitten hat", erklärte Kovalainen gegenüber 'autosport.com'. "Ich hatte ein paar schwierige Rennen. Aber insgesamt hatte ich auch starke Leistungen im Qualifying, doch dann hatte ich technische Probleme oder den Crash in Barcelona." Und wenn das Rennen einmal gut laufe - wie jüngst in Magny-Cours -, dann sei bereits im Qualifying etwas daneben gegangen - ebenfalls wie in Magny-Cours durch die Strafversetzung auf Rang 10. Die Stimmung beeinflusse das aber kaum. "Natürlich möchten alle im Team gute Ergebnisse haben und wir können auch versuchen, uns zu verbessern, am Wochenende alles zusammen zu bekommen und bessere Ergebnisse zu holen." Ein weiterer Strafenhagel auf McLaren-Mercedes stünde diesen Vorhaben aber im Weg, doch Kovalainen möchte von einer ungerechten Behandlung nichts wissen. "Wir sollten da nicht so viel hineininterpretieren", erklärte er. "Wir müssen sicherstellen, dass wir keine Fehler mehr machen - dann wird es auch keine Strafen mehr geben. Ich glaube nicht, dass es für McLaren mehr Strafen gibt als für andere." Vor allem vor dem Team-Heimspiel in Silverstone sei es nun wichtig, sich wieder auf das Wesentliche zu konzentrieren. "Ich bin mit dem Auto ganz zufrieden", erklärte er. "Beim Testen ist es aber schwierig zu sagen, was die anderen machen. Und Ferrari wird natürlich wieder stark sein."
Kimi Räikkönen schob sich wieder näher an die F1Total-Champ-Spitze heran Zoom © xpb.cc
Im Grand Prix von Frankreich hatte Kimi Räikkönen großes Glück, dass der gebrochene Auspuff seines Ferrari F2008 nicht zu einem Ausfall führte. Teamkollege Felipe Massa ging an ihm vorbei und gewann das Rennen sicher, Räikkönen schleppte seinen weidwunden Ferrari aber noch auf Rang zwei. Bei den 'Motorsport-Total.com'-Lesern wurde der Finne dennoch belohnt: Er sicherte sich 10 Punkte im 'F1Total Champ'. Mit einer Durchschnittsbewertung von 8,94 Punkten gewann Räikkönen die Frankreich-Wertung. Nur knapp dahinter (8,42) klassierte sich Jarno Trulli, der in Magny-Cours für Toyota auf das Siegerpodest fuhr. Felipe Massa wurde Dritter (7,45) vor Heikki Kovalainen (6,80). Auch Nelson Piquet Jr. Fahrt zu Rang acht wurde belohnt: 5,97 und Rang fünf im 'F1Total Champ'. Auf den letzten drei Plätzen, die Zähler in der Gesamtwertung des 'F1Total Champs' geben, landeten Robert Kubica (5,39), Mark Webber (5,23) und Sebastian Vettel (4,83). Fernando Alonso (4,77) ging damit ebenso punktelos aus wie Timo Glock (4,75) und Nick Heidfeld (3,07). Am Ende des Feldes fand sich Jenson Button mit nur 1,81 Punkten wieder. In der Gesamtwertung geht es nach dem Frankreich-Rennen sehr knapp zu. Kubica liegt mit 49 Punkten noch in Front, jedoch nur noch mit einem Punkte Vorsprung auf Räikkönen. Massa folgt mit 38 Punkten auf Rang drei vor Lews Hamilton (26) und Heikki Kovalainen (26). Bester Deutscher ist weiterhin Nick Heidfeld (23). Bei den Teams konnte sich Ferrari mit 86 Zählern etwas vom BMW Sauber F1 Team (72) absetzen. McLaren-Mercedes folgt mit größerem Abstand und 52 Punkten auf Rang drei. Toyota (23) hat Red Bull Racing (22) nun überholt. Wenn Sie auch beim F1Total Champ 2008 mitbestimmen wollen, dann melden Sie sich einfach unter diesem Link an
Quelle: motorsport-total.com
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| Formel 1 » Minardi: Vier Fahrer sind besser als Hamilton |
Minardi: Vier Fahrer sind besser als Hamilton
25.06.2008 - 08:01
Jarno Trulli strahlte in Magny-Cours nach seinem erkämpften dritten Rang Zoom © xpb.cc
Frage: "Herzlichen Glückwunsch zum dritten Platz; wie war es, wieder auf dem Podium zu stehen?" Jarno Trulli: "Es ist einfach ein fantastisches Gefühl und es war eine großartige Belohnung für alle Mitarbeiter des Teams, ein so perfektes Wochenende zu haben. Ich weiß, wie hart in Köln alle daran arbeiten, das Auto zu verbessern, und meine Ingenieure und Mechaniker haben in Magny-Cours ein Maximum an Leistung gebracht. Es war toll, diesen Moment auf dem Podium mit ihnen zu teilen und danach die Zufriedenheit in der Garage zu sehen. Dies gibt uns enormen Auftrieb für die zweite Hälfte der Saison." Frage: "Hattest du erwartet, um das Podium kämpfen zu können?" Trulli: "Zu Beginn des Wochenendes habe ich nicht erwartet, dass ich um den dritten Platz kämpfen würde, soviel ist sicher. Wir hatten aber einige neue Aeroteile am Auto, von denen wir eine Verbesserung erwarteten, und im Laufe des Wochenendes bekam ich zunehmend das Gefühl, dass wir ziemlich gut dastanden. Der vierte Platz im Qualifying war ein tolles Ergebnis und danach hatte ich den Eindruck, dass wir eine sehr gute Chance auf einen Platz unter den ersten Sechs hatten und, falls alles gut lief, vielleicht auch das Podium ins Auge fassen konnten. Ich war wirklich heiß auf das Rennen, weil ich glaubte, dass ein fantastisches Resultat möglich war, und bin natürlich glücklich, dass alles so gut geklappt hat." Frage: "War es ein schweres Rennen für dich?" Trulli: "Ich habe mich das ganze Rennen hindurch maximal reingehängt und wirklich hart gefightet, wie ich das immer tue. Es war nicht einfach, aber als ich beim Start an Fernando vorbeikam, wusste ich, dass wir eine Chance hatten. Ich habe daher nie aufgegeben und jede Runde voll Druck gemacht. Ich musste stark sein, um mich vorne halten zu können, weil wir gegen Autos zu kämpfen hatten, die etwas schneller waren als unseres. Das Rennen war schwer, ich war aber fest entschlossen, ein tolles Resultat zu holen - ganz besonders in diesem Rennen, nach dem, was mit Ove Andersson passiert ist. Wir wollten den Erfolg als Tribut an ihn, weil er so viel für das Team getan hat. Leider konnte er dieses tolle Resultat nicht miterleben, es war aber fantastisch, ihm meinen dritten Platz widmen zu können." Frage: "Wie waren die letzten Runden für dich?" : "Gegen Ende des Rennens war es sehr aufregend, als ich mit Heikki kämpfen musste. Es regnete etwas und unter diesen Bedingungen ist es schwieriger, vorne liegen, weil man nicht genau weiß, was einen in den einzelnen Kurven erwartet. Es ist einfacher, dem Vordermann zu folgen. Heikki fuhr also sehr dicht an mich heran und setzte mich stark unter Druck. Ich war aber entschlossen, meine Position nicht zu verlieren. Zwei Runden vor Schluss zog er neben mich, ich blieb aber stark und gab nicht auf. Es war knapp, ich habe aber hart gefightet und meinen Platz gehalten." Frage: "Kannst du den Vorfall näher beschreiben?" Trulli: "Er zog neben mich und ich nahm die Innenlinie, wodurch wir Rad an Rad lagen. Ich wollte diese Position auf keinen Fall verlieren, das Podium war ja praktisch schon in Sicht. Wir haben uns nicht berührt, weil ich ihm gerade noch genug Raum gelassen habe. Es war wie ein Gokart-Rennen. Ich hatte nicht erwartet, in der Formel 1 einmal die Gelegenheit zu haben, so zu fahren! Es war ein Kampf, der Spaß gemacht hat, besonders für mich, weil ich mich ja behaupten konnte. Ich würde mich freuen, in jedem Rennen auf diese Weise um das Podium kämpfen zu können!" Frage: "Wie haben sich die Dinge seit dem letzten Jahr verändert?" Trulli: "Dieses Jahr sind wir viel konkurrenzfähiger; das Auto wirkt ausgewogener und ich kann mehr Druck machen, weil es sich sehr gut fahren lässt. Das Auto ist ganz einfach schneller als im letzten Jahr und das bedeutet, dass wir konkurrenzfähiger sind. Wir haben bereits erheblich mehr Punkte gesammelt als im ganzen Jahr 2007. Das zeigt, dass wir besser geworden sind, und ist der harten Arbeit aller Mitarbeiter des Teams zu verdanken. Wir wissen, dass wir noch etwas hinter den schnellsten Wagen zurückliegen, aber wir haben gezeigt, dass wir in manchen Rennen mit McLaren und BMW mithalten können. Wir möchten dazu häufiger in der Lage sein, weswegen wir das Auto weiter verbessern müssen. Ich bin mir aber sicher, dass wir in die richtige Richtung gehen."
Frage: "Und was meinst du, wie du dieses Jahr gefahren bist?" Trulli: "Ich glaube, ich fahre besser den je. Ich habe Erfahrung und ich glaube, ich werde jedes Jahr besser, weil man aus Fehlern oder Erfahrungen stets etwas lernt. Mit einem konkurrenzfähigen Auto kann ich vorne mitkämpfen, da bin ich mir sicher. In Frankreich hat man gesehen, wie entschlossen und nüchtern ich bin; ich habe bis zum Ende gekämpft und das hat mir wirklich Spaß gemacht."
In Abu Dhabi findet 2009 das Saisonfinale der Formel 1 statt Zoom © xpb.cc
Das Formel-1-Feld erwartet im Jahr 2009 eine lange Saison. Am 16. März wird das Formel-1-Jahr traditionell in Melbourne starten, das Ende folgte dann erst am 15. November in Abu Dhabi, der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate. Alle Rennen der Saison 2008 finden auch 2009 statt - neu hinzu kommt lediglich das Stadtrennen in Abu Dhabi. Dennoch gibt es einige Veränderungen: Der Türkei-Grand-Prix rutscht vom Mai in den August und das Rennen in Silverstone wird vor dem Frankreich-Grand-Prix über die Bühne gehen - bisher war dies umgedreht. Im ersten Entwurf fehlt zudem Indianapolis. Dort gab es zuletzt wieder Hinweise darauf, dass man die Formel 1 zurückwolle - so man denn einen finanziellen Partner finde. Da die Saison mit 19 Rennen ohnehin schon recht voll ist, ist eine Rückkehr nun so gut wie ausgeschlossen. Eine Unklarheit betrifft auch den Deutschland-Grand-Prix. Nach Hockenheim in diesem Jahr ist 2009 wieder der Nürburgring an der Reihe, doch es bleibt abzuwarten, ob das Rennen auch als Großer Preis von Deutschland ausgetragen werden wird. Schon 2007 fand das Rennen als Grand Prix von Europa statt, da die Namensrechte beim Hockenheimveranstalter AvD liegen. Der Europa-Grand-Prix ist nun jedoch in Valencia, sodass hier weitere Entwicklungen abgewartet werden müssen.
Die FIA möchte die Formel 1 zusammen mit dem Teams umgestalten Zoom © xpb.cc
Der Machtkampf in der Formel 1 geht in eine weitere Runde. Nachdem die Unterzeichnung eines neuen Concorde Agreements zwischen Teams, Ausrichtern und der FIA immer mehr ins Hintertreffen geriet, kristallisierte sich heraus, dass dies vor allem an der künftigen Machtverteilung in der Formel 1 liegt. Die FIA fürchtet, durch den neuen Entwurf an Einfluss zu verlieren und nur noch für die sportlichen Aspekte verantwortlich zu sein. Umso spannender wurden die Ergebnisse der heutigen Sitzung des World Councils erwartet. Und einige Überraschungen finden sich auch in der Erklärung der FIA. So möchte die oberste Sportbehörde mit den Formel-1-Teams weitreichende Gespräche darüber führen, wir die Effizienz der Formel 1 verbessert werden kann. Explizit eingeschlossen darin sind auch "neue technische Regularien für die Meisterschaft". Keine massiv höheren Gebühren für die Teams"Dies beinhaltet auch eine Bewertung der Führung der Formel 1", heißt es in der Pressemitteilung weiter. Die FIA möchte sich dem Kampf um die Macht also stellen und sich vor allem die Zustimmung der Teams sichern. Aus den geplanten höheren Nenngebühren wurde somit nichts - denn die Teams zunächst stärker zu belasten und dann ihre Zustimmung im Machtkampf zu bekommen, erschien wohl aussichtslos. Die Teams müssen für 2009 eine Nenngebühr von 309.000 Euro zahlen - das sind lediglich drei Prozent mehr als in dieser Saison, die mit der Inflation erklärt wurden. Jedoch: Man setzt den Teams gleichzeitig die Pistole auf die Brust und möchte eine drohende "Piratenserie" schnell wieder in der Versenkung verschwinden lassen. Die Einschreibeperiode für die Saison 2009 wurde massiv nach vorn verlegt. Vom 1. bis zum 31. Juli 2008 müssen die Teams die Unterlagen zur Meldung anfordern. Über zusätzliche Gebühren, die einer erweiterten Sicherheit an der Strecke zugute kommen soll, wird zu einem späteren Punkt aber noch einmal verhandelt - jedoch unter Einbeziehung der betroffenen Teams. Formel-2-Meisterschaft schon ab 2009?Eine weitere Entscheidung, die zumindest indirekt die Formel 1 näher an die FIA binden soll, ist die Einführung einer eignen Nachwuchsserie. Die GP2-Serie, welche die Formel 3000 ablöste, ist ein Renault-Produkt. Schon für 2009 möchte die FIA jedoch etwas Eignes anbieten wollen. "Die FIA wird eine neue Nachwuchsserie für die Formel 1 ausschreiben", heißt es. "Diese Meisterschaft, genannt Formel 2, würde 2009 beginnen und als preiswerte Plattform fungieren, um Fahrertalente für die Formel 1 zu entwickeln. Es wird erwartet, dass dies mit einem Budget von circa 200.000 Euro pro Auto in einer Saison erreicht werden kann." Bis auf die Nenngebühren und die vorgezogene Einschreibung der Teams sind konkrete Entscheidungen nicht gefallen. Die angekündigten Gespräche mit den Teams für die Formel-1-Zukunft müssen noch anlaufen, ebenso der Aufbau der neuen Formel 2 - denn bis 1984 gab es diese Serie bereits, wurde dann von der Formel 3000 aber abgelöst.
Bruno Senna möchte sich zunächst auf die GP2-Meisterschaft konzentrieren Zoom © xpb.cc
Solange es aus München und Hinwil keine offizielle Bestätigung gibt, wer für das BMW Sauber F1 Team im Jahr 2009 fahren wird, solange werden die Spekulationen weitergehen. Nick Heidfeld habe angeblich einen Vertrag bis 2009, auf Robert Kubica besitze das Team zudem eine Option, die sicher gezogen wird, um den Kanada-Sieger zu halten. Doch: Nichts Genaues weiß man nicht. Nun brachte 'Sport Bild online' eine bisher nicht erwähnte Variante ins Spiel: Bruno Senna, derzeit in der GP2 auf dem zweiten Gesamtrang, stehe in intensiven Verhandlungen mit BMW. Dessen Mentor in der Formel 1, Toro-Rosso-Teilhaber Gerhard Berger, habe sich in Magny-Cours erneut mit seinem Ex-Kollegen und BMW Motorsport Direktor Mario Theissen getroffen. Das Thema: Senna. "Ich helfe Bruno und seiner Familie, die sich um seine Karriere kümmert, so gut es geht. Seine Entwicklung zeigt deutlich nach oben", so Berger gegenüber der 'Sport Bild'. Wie genau es aber weitergeht, steht aber in den Sternen. Jedoch berichtet 'Sport Bild online', dass nicht nur ein Testposten in Aussicht steht - sondern auch ein Stammcockpit. Für Senna selbst liegt der Fokus aber weiter auf der GP2-Serie. Zusammen mit dem iSport-Team möchte er in der Nachwuchsserie erfolgreich sein. "Dann kann ich ein bisschen mehr träumen", so der 24-Jährige.
Lewis Hamilton muss erkennen, dass die Erwartungen an ihn ansteigen Zoom © xpb.cc
Die Souveränität, die Lewis Hamilton während seiner ersten Formel-1-Saison 2007 ausstrahlte, überraschte alle. Und auch wenn er Fehler machte, man stand es ihm zu - es war ja sein Lehrjahr. Nun, in seiner zweiten Saison, wird der Druck auf den Engländer immer größer. Die Medien zeigen immer weniger Verständnis für Fehler - auch wenn er gerade einmal 25 Grands Prix gefahren hat - und immer häufiger ist sein Privatleben Mittelpunkt der Berichterstattung. Nach Monaco und dem dortigen Sieg war er noch der gefeierte Held. Doch in Kanada übersah er die rote Ampel an der Ausfahrt der Boxengasse und knallte Kimi Räikkönen ins Heck. Strafversetzt um zehn Plätze und im Rennen auch noch mit einer Durchfahrtsstrafe belegt sah er in Magny-Cours dann zwar wieder die Zielflagge - jedoch außerhalb der Punkte. In der WM liegt er nun 10 Punkte hinter der Spitze. Mit den "Randerscheinungen" neben der Piste droht Hamiltons Stern blasser zu werden, doch Hondas Teamchef Ross Brawn kennt solche Situationen und auch eine einfache Lösung dafür: Er müsse sich auf das Wesentliche konzentrieren - das Fahren. Auch Michael Schumacher habe zu Beginn seiner Formel-1-Karriere eine solche Phase durchlaufen müssen. Konzentration auf das Fahren"Das Fahren ist es, das ihn durch alles hindurchbringen wird", so Brawn. "Er muss sich auf das Fahren konzentrieren, dann wird alles andere sich selbst regeln." Auch der Honda-Teamchef erinnerte dabei daran, dass Hamilton eben keine jahrelange Erfahrung in der Formel 1 nachweisen kann. "Wir tendieren dazu zu vergessen, wie jung er noch ist und wie viele neue Erfahrungen auf ihn einprasseln", erklärte er der 'BBC'. "Ich hatte das Glück, mit Michael Schumacher zu arbeiten, als er durch diese Lernphase ging - und da war es nicht anders", fuhr er fort. "Die Aufmerksamkeit, die diesen Jungs zuteil wird, bedeutet einen irren Druck. Und dabei kann ihnen niemand wirklich helfen." Sie müssten diese Phase selbst durchstehen und daraus lernen. "Es kann ihnen niemand sagen, was die tun sollten. Sie müssen es damit auf die harte Tour lernen - selbstständig", so Brawn weiter. Dazu gehöre dann auch, dass es mit dem WM-Titel auch 2008 nichts werden könnte, zudem Ferrari auch noch "sehr stark" aussehe. "Lewis ist in der Lage, Weltmeister zu werden. Es ist nur die Frage, wie gut das Auto ist und wie der Würfel fällt."
Heikki Kovalainen möchte sich einfach in Ruhe weiter nach vorn arbeiten Zoom © xpb.cc
So richtig schlecht verlief die Saison von Heikki Kovalainen nicht. Aus dem Vorjahr bei Renault weiß er noch, wie schlecht ein Jahr beginnen kann. Dennoch: Bisher konnte er bei McLaren-Mercedes nur einen Podestplatz einfahren, in der WM liegt er noch hinter Nick Heidfeld auch Rang sechs und hat nur knapp halb so viele Punkte wie Teamkollege Lewis Hamilton. Aus der Ruhe bringen lässt sich der Finne aber nicht. Er warte nur auf ein problemloses Wochenende, dann könne auch er weitere Schritte nach vorn machen. "Ich glaube nicht, dass durch die Probleme meine Zuversicht gelitten hat", erklärte Kovalainen gegenüber 'autosport.com'. "Ich hatte ein paar schwierige Rennen. Aber insgesamt hatte ich auch starke Leistungen im Qualifying, doch dann hatte ich technische Probleme oder den Crash in Barcelona." Und wenn das Rennen einmal gut laufe - wie jüngst in Magny-Cours -, dann sei bereits im Qualifying etwas daneben gegangen - ebenfalls wie in Magny-Cours durch die Strafversetzung auf Rang 10. Die Stimmung beeinflusse das aber kaum. "Natürlich möchten alle im Team gute Ergebnisse haben und wir können auch versuchen, uns zu verbessern, am Wochenende alles zusammen zu bekommen und bessere Ergebnisse zu holen." Ein weiterer Strafenhagel auf McLaren-Mercedes stünde diesen Vorhaben aber im Weg, doch Kovalainen möchte von einer ungerechten Behandlung nichts wissen. "Wir sollten da nicht so viel hineininterpretieren", erklärte er. "Wir müssen sicherstellen, dass wir keine Fehler mehr machen - dann wird es auch keine Strafen mehr geben. Ich glaube nicht, dass es für McLaren mehr Strafen gibt als für andere." Vor allem vor dem Team-Heimspiel in Silverstone sei es nun wichtig, sich wieder auf das Wesentliche zu konzentrieren. "Ich bin mit dem Auto ganz zufrieden", erklärte er. "Beim Testen ist es aber schwierig zu sagen, was die anderen machen. Und Ferrari wird natürlich wieder stark sein."
Kimi Räikkönen schob sich wieder näher an die F1Total-Champ-Spitze heran Zoom © xpb.cc
Im Grand Prix von Frankreich hatte Kimi Räikkönen großes Glück, dass der gebrochene Auspuff seines Ferrari F2008 nicht zu einem Ausfall führte. Teamkollege Felipe Massa ging an ihm vorbei und gewann das Rennen sicher, Räikkönen schleppte seinen weidwunden Ferrari aber noch auf Rang zwei. Bei den 'Motorsport-Total.com'-Lesern wurde der Finne dennoch belohnt: Er sicherte sich 10 Punkte im 'F1Total Champ'. Mit einer Durchschnittsbewertung von 8,94 Punkten gewann Räikkönen die Frankreich-Wertung. Nur knapp dahinter (8,42) klassierte sich Jarno Trulli, der in Magny-Cours für Toyota auf das Siegerpodest fuhr. Felipe Massa wurde Dritter (7,45) vor Heikki Kovalainen (6,80). Auch Nelson Piquet Jr. Fahrt zu Rang acht wurde belohnt: 5,97 und Rang fünf im 'F1Total Champ'. Auf den letzten drei Plätzen, die Zähler in der Gesamtwertung des 'F1Total Champs' geben, landeten Robert Kubica (5,39), Mark Webber (5,23) und Sebastian Vettel (4,83). Fernando Alonso (4,77) ging damit ebenso punktelos aus wie Timo Glock (4,75) und Nick Heidfeld (3,07). Am Ende des Feldes fand sich Jenson Button mit nur 1,81 Punkten wieder. In der Gesamtwertung geht es nach dem Frankreich-Rennen sehr knapp zu. Kubica liegt mit 49 Punkten noch in Front, jedoch nur noch mit einem Punkte Vorsprung auf Räikkönen. Massa folgt mit 38 Punkten auf Rang drei vor Lews Hamilton (26) und Heikki Kovalainen (26). Bester Deutscher ist weiterhin Nick Heidfeld (23). Bei den Teams konnte sich Ferrari mit 86 Zählern etwas vom BMW Sauber F1 Team (72) absetzen. McLaren-Mercedes folgt mit größerem Abstand und 52 Punkten auf Rang drei. Toyota (23) hat Red Bull Racing (22) nun überholt. Wenn Sie auch beim F1Total Champ 2008 mitbestimmen wollen, dann melden Sie sich einfach unter diesem Link an
Gian Carlo Minardi erwartet, dass Lewis Hamilton weiter dazulerne Zoom © xpb.cc
In der Formel 1 ist Gian Carlo Minardi nur noch selten zu sehen, doch als langjähriger Teamchef und -besitzer bleibt man natürlich auf dem Laufenden. Auch den Italiener fasziniert der Kampf an der WM-Spitze und er gehört dabei zu denen, die an Lewis Hamilton - nun schon mit zehn Punkten Rückstand auf die Spitze - Kritik üben. "Meiner Meinung nach sind vier Fahrer besser als Hamilton", erklärte er. Zu diesen gehöre zum Beispiel "Robert Kubica, der seit dem ersten Rennen keine Fehler macht und nur im ersten Rennen nach der Kollision mit Kazuki Nakajima keine Punkte einfuhr. Ohne diesen Zwischenfall würde er heute die WM anführen." Auch einen seiner Ex-Schützlinge schätzt er momentan höher an: Fernando Alonso. Zwar erlebte der Doppelweltmeister in Magny-Cours ein Rennen zum Vergessen, dennoch hebt ihn Minardi in den Himmel. "Auch wenn sein Material nicht so konkurrenzfähig ist, so kann er damit immer etwas anstellen", erklärte er. Und auch die Ferrari-Fahrer Kimi Räikkönen und Felipe Massa schätzt er als besser ein. Dennoch: Hamilton bleibt auch für Minardi ein heißer Titelkandidat. "Momentan macht er Fehler, weil er einfach unerfahren ist", erklärte er. "Er zeigt sogar Nervosität. Im Laufe der nächsten Grands Prix wird er sicher zeigen können, dass er in dieser Beziehung wächst."
Quelle: motorsport-total.com
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| Formel 1 » Kein optimaler Testtag für Renault |
Kein optimaler Testtag für Renault
24.06.2008 - 19:44
Jarno Trulli strahlte in Magny-Cours nach seinem erkämpften dritten Rang Zoom © xpb.cc
Frage: "Herzlichen Glückwunsch zum dritten Platz; wie war es, wieder auf dem Podium zu stehen?" Jarno Trulli: "Es ist einfach ein fantastisches Gefühl und es war eine großartige Belohnung für alle Mitarbeiter des Teams, ein so perfektes Wochenende zu haben. Ich weiß, wie hart in Köln alle daran arbeiten, das Auto zu verbessern, und meine Ingenieure und Mechaniker haben in Magny-Cours ein Maximum an Leistung gebracht. Es war toll, diesen Moment auf dem Podium mit ihnen zu teilen und danach die Zufriedenheit in der Garage zu sehen. Dies gibt uns enormen Auftrieb für die zweite Hälfte der Saison." Frage: "Hattest du erwartet, um das Podium kämpfen zu können?" Trulli: "Zu Beginn des Wochenendes habe ich nicht erwartet, dass ich um den dritten Platz kämpfen würde, soviel ist sicher. Wir hatten aber einige neue Aeroteile am Auto, von denen wir eine Verbesserung erwarteten, und im Laufe des Wochenendes bekam ich zunehmend das Gefühl, dass wir ziemlich gut dastanden. Der vierte Platz im Qualifying war ein tolles Ergebnis und danach hatte ich den Eindruck, dass wir eine sehr gute Chance auf einen Platz unter den ersten Sechs hatten und, falls alles gut lief, vielleicht auch das Podium ins Auge fassen konnten. Ich war wirklich heiß auf das Rennen, weil ich glaubte, dass ein fantastisches Resultat möglich war, und bin natürlich glücklich, dass alles so gut geklappt hat." Frage: "War es ein schweres Rennen für dich?" Trulli: "Ich habe mich das ganze Rennen hindurch maximal reingehängt und wirklich hart gefightet, wie ich das immer tue. Es war nicht einfach, aber als ich beim Start an Fernando vorbeikam, wusste ich, dass wir eine Chance hatten. Ich habe daher nie aufgegeben und jede Runde voll Druck gemacht. Ich musste stark sein, um mich vorne halten zu können, weil wir gegen Autos zu kämpfen hatten, die etwas schneller waren als unseres. Das Rennen war schwer, ich war aber fest entschlossen, ein tolles Resultat zu holen - ganz besonders in diesem Rennen, nach dem, was mit Ove Andersson passiert ist. Wir wollten den Erfolg als Tribut an ihn, weil er so viel für das Team getan hat. Leider konnte er dieses tolle Resultat nicht miterleben, es war aber fantastisch, ihm meinen dritten Platz widmen zu können." Frage: "Wie waren die letzten Runden für dich?" : "Gegen Ende des Rennens war es sehr aufregend, als ich mit Heikki kämpfen musste. Es regnete etwas und unter diesen Bedingungen ist es schwieriger, vorne liegen, weil man nicht genau weiß, was einen in den einzelnen Kurven erwartet. Es ist einfacher, dem Vordermann zu folgen. Heikki fuhr also sehr dicht an mich heran und setzte mich stark unter Druck. Ich war aber entschlossen, meine Position nicht zu verlieren. Zwei Runden vor Schluss zog er neben mich, ich blieb aber stark und gab nicht auf. Es war knapp, ich habe aber hart gefightet und meinen Platz gehalten." Frage: "Kannst du den Vorfall näher beschreiben?" Trulli: "Er zog neben mich und ich nahm die Innenlinie, wodurch wir Rad an Rad lagen. Ich wollte diese Position auf keinen Fall verlieren, das Podium war ja praktisch schon in Sicht. Wir haben uns nicht berührt, weil ich ihm gerade noch genug Raum gelassen habe. Es war wie ein Gokart-Rennen. Ich hatte nicht erwartet, in der Formel 1 einmal die Gelegenheit zu haben, so zu fahren! Es war ein Kampf, der Spaß gemacht hat, besonders für mich, weil ich mich ja behaupten konnte. Ich würde mich freuen, in jedem Rennen auf diese Weise um das Podium kämpfen zu können!" Frage: "Wie haben sich die Dinge seit dem letzten Jahr verändert?" Trulli: "Dieses Jahr sind wir viel konkurrenzfähiger; das Auto wirkt ausgewogener und ich kann mehr Druck machen, weil es sich sehr gut fahren lässt. Das Auto ist ganz einfach schneller als im letzten Jahr und das bedeutet, dass wir konkurrenzfähiger sind. Wir haben bereits erheblich mehr Punkte gesammelt als im ganzen Jahr 2007. Das zeigt, dass wir besser geworden sind, und ist der harten Arbeit aller Mitarbeiter des Teams zu verdanken. Wir wissen, dass wir noch etwas hinter den schnellsten Wagen zurückliegen, aber wir haben gezeigt, dass wir in manchen Rennen mit McLaren und BMW mithalten können. Wir möchten dazu häufiger in der Lage sein, weswegen wir das Auto weiter verbessern müssen. Ich bin mir aber sicher, dass wir in die richtige Richtung gehen."
Frage: "Und was meinst du, wie du dieses Jahr gefahren bist?" Trulli: "Ich glaube, ich fahre besser den je. Ich habe Erfahrung und ich glaube, ich werde jedes Jahr besser, weil man aus Fehlern oder Erfahrungen stets etwas lernt. Mit einem konkurrenzfähigen Auto kann ich vorne mitkämpfen, da bin ich mir sicher. In Frankreich hat man gesehen, wie entschlossen und nüchtern ich bin; ich habe bis zum Ende gekämpft und das hat mir wirklich Spaß gemacht."
In Abu Dhabi findet 2009 das Saisonfinale der Formel 1 statt Zoom © xpb.cc
Das Formel-1-Feld erwartet im Jahr 2009 eine lange Saison. Am 16. März wird das Formel-1-Jahr traditionell in Melbourne starten, das Ende folgte dann erst am 15. November in Abu Dhabi, der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate. Alle Rennen der Saison 2008 finden auch 2009 statt - neu hinzu kommt lediglich das Stadtrennen in Abu Dhabi. Dennoch gibt es einige Veränderungen: Der Türkei-Grand-Prix rutscht vom Mai in den August und das Rennen in Silverstone wird vor dem Frankreich-Grand-Prix über die Bühne gehen - bisher war dies umgedreht. Im ersten Entwurf fehlt zudem Indianapolis. Dort gab es zuletzt wieder Hinweise darauf, dass man die Formel 1 zurückwolle - so man denn einen finanziellen Partner finde. Da die Saison mit 19 Rennen ohnehin schon recht voll ist, ist eine Rückkehr nun so gut wie ausgeschlossen. Eine Unklarheit betrifft auch den Deutschland-Grand-Prix. Nach Hockenheim in diesem Jahr ist 2009 wieder der Nürburgring an der Reihe, doch es bleibt abzuwarten, ob das Rennen auch als Großer Preis von Deutschland ausgetragen werden wird. Schon 2007 fand das Rennen als Grand Prix von Europa statt, da die Namensrechte beim Hockenheimveranstalter AvD liegen. Der Europa-Grand-Prix ist nun jedoch in Valencia, sodass hier weitere Entwicklungen abgewartet werden müssen.
Die FIA möchte die Formel 1 zusammen mit dem Teams umgestalten Zoom © xpb.cc
Der Machtkampf in der Formel 1 geht in eine weitere Runde. Nachdem die Unterzeichnung eines neuen Concorde Agreements zwischen Teams, Ausrichtern und der FIA immer mehr ins Hintertreffen geriet, kristallisierte sich heraus, dass dies vor allem an der künftigen Machtverteilung in der Formel 1 liegt. Die FIA fürchtet, durch den neuen Entwurf an Einfluss zu verlieren und nur noch für die sportlichen Aspekte verantwortlich zu sein. Umso spannender wurden die Ergebnisse der heutigen Sitzung des World Councils erwartet. Und einige Überraschungen finden sich auch in der Erklärung der FIA. So möchte die oberste Sportbehörde mit den Formel-1-Teams weitreichende Gespräche darüber führen, wir die Effizienz der Formel 1 verbessert werden kann. Explizit eingeschlossen darin sind auch "neue technische Regularien für die Meisterschaft". Keine massiv höheren Gebühren für die Teams"Dies beinhaltet auch eine Bewertung der Führung der Formel 1", heißt es in der Pressemitteilung weiter. Die FIA möchte sich dem Kampf um die Macht also stellen und sich vor allem die Zustimmung der Teams sichern. Aus den geplanten höheren Nenngebühren wurde somit nichts - denn die Teams zunächst stärker zu belasten und dann ihre Zustimmung im Machtkampf zu bekommen, erschien wohl aussichtslos. Die Teams müssen für 2009 eine Nenngebühr von 309.000 Euro zahlen - das sind lediglich drei Prozent mehr als in dieser Saison, die mit der Inflation erklärt wurden. Jedoch: Man setzt den Teams gleichzeitig die Pistole auf die Brust und möchte eine drohende "Piratenserie" schnell wieder in der Versenkung verschwinden lassen. Die Einschreibeperiode für die Saison 2009 wurde massiv nach vorn verlegt. Vom 1. bis zum 31. Juli 2008 müssen die Teams die Unterlagen zur Meldung anfordern. Über zusätzliche Gebühren, die einer erweiterten Sicherheit an der Strecke zugute kommen soll, wird zu einem späteren Punkt aber noch einmal verhandelt - jedoch unter Einbeziehung der betroffenen Teams. Formel-2-Meisterschaft schon ab 2009?Eine weitere Entscheidung, die zumindest indirekt die Formel 1 näher an die FIA binden soll, ist die Einführung einer eignen Nachwuchsserie. Die GP2-Serie, welche die Formel 3000 ablöste, ist ein Renault-Produkt. Schon für 2009 möchte die FIA jedoch etwas Eignes anbieten wollen. "Die FIA wird eine neue Nachwuchsserie für die Formel 1 ausschreiben", heißt es. "Diese Meisterschaft, genannt Formel 2, würde 2009 beginnen und als preiswerte Plattform fungieren, um Fahrertalente für die Formel 1 zu entwickeln. Es wird erwartet, dass dies mit einem Budget von circa 200.000 Euro pro Auto in einer Saison erreicht werden kann." Bis auf die Nenngebühren und die vorgezogene Einschreibung der Teams sind konkrete Entscheidungen nicht gefallen. Die angekündigten Gespräche mit den Teams für die Formel-1-Zukunft müssen noch anlaufen, ebenso der Aufbau der neuen Formel 2 - denn bis 1984 gab es diese Serie bereits, wurde dann von der Formel 3000 aber abgelöst.
Bruno Senna möchte sich zunächst auf die GP2-Meisterschaft konzentrieren Zoom © xpb.cc
Solange es aus München und Hinwil keine offizielle Bestätigung gibt, wer für das BMW Sauber F1 Team im Jahr 2009 fahren wird, solange werden die Spekulationen weitergehen. Nick Heidfeld habe angeblich einen Vertrag bis 2009, auf Robert Kubica besitze das Team zudem eine Option, die sicher gezogen wird, um den Kanada-Sieger zu halten. Doch: Nichts Genaues weiß man nicht. Nun brachte 'Sport Bild online' eine bisher nicht erwähnte Variante ins Spiel: Bruno Senna, derzeit in der GP2 auf dem zweiten Gesamtrang, stehe in intensiven Verhandlungen mit BMW. Dessen Mentor in der Formel 1, Toro-Rosso-Teilhaber Gerhard Berger, habe sich in Magny-Cours erneut mit seinem Ex-Kollegen und BMW Motorsport Direktor Mario Theissen getroffen. Das Thema: Senna. "Ich helfe Bruno und seiner Familie, die sich um seine Karriere kümmert, so gut es geht. Seine Entwicklung zeigt deutlich nach oben", so Berger gegenüber der 'Sport Bild'. Wie genau es aber weitergeht, steht aber in den Sternen. Jedoch berichtet 'Sport Bild online', dass nicht nur ein Testposten in Aussicht steht - sondern auch ein Stammcockpit. Für Senna selbst liegt der Fokus aber weiter auf der GP2-Serie. Zusammen mit dem iSport-Team möchte er in der Nachwuchsserie erfolgreich sein. "Dann kann ich ein bisschen mehr träumen", so der 24-Jährige.
Lewis Hamilton muss erkennen, dass die Erwartungen an ihn ansteigen Zoom © xpb.cc
Die Souveränität, die Lewis Hamilton während seiner ersten Formel-1-Saison 2007 ausstrahlte, überraschte alle. Und auch wenn er Fehler machte, man stand es ihm zu - es war ja sein Lehrjahr. Nun, in seiner zweiten Saison, wird der Druck auf den Engländer immer größer. Die Medien zeigen immer weniger Verständnis für Fehler - auch wenn er gerade einmal 25 Grands Prix gefahren hat - und immer häufiger ist sein Privatleben Mittelpunkt der Berichterstattung. Nach Monaco und dem dortigen Sieg war er noch der gefeierte Held. Doch in Kanada übersah er die rote Ampel an der Ausfahrt der Boxengasse und knallte Kimi Räikkönen ins Heck. Strafversetzt um zehn Plätze und im Rennen auch noch mit einer Durchfahrtsstrafe belegt sah er in Magny-Cours dann zwar wieder die Zielflagge - jedoch außerhalb der Punkte. In der WM liegt er nun 10 Punkte hinter der Spitze. Mit den "Randerscheinungen" neben der Piste droht Hamiltons Stern blasser zu werden, doch Hondas Teamchef Ross Brawn kennt solche Situationen und auch eine einfache Lösung dafür: Er müsse sich auf das Wesentliche konzentrieren - das Fahren. Auch Michael Schumacher habe zu Beginn seiner Formel-1-Karriere eine solche Phase durchlaufen müssen. Konzentration auf das Fahren"Das Fahren ist es, das ihn durch alles hindurchbringen wird", so Brawn. "Er muss sich auf das Fahren konzentrieren, dann wird alles andere sich selbst regeln." Auch der Honda-Teamchef erinnerte dabei daran, dass Hamilton eben keine jahrelange Erfahrung in der Formel 1 nachweisen kann. "Wir tendieren dazu zu vergessen, wie jung er noch ist und wie viele neue Erfahrungen auf ihn einprasseln", erklärte er der 'BBC'. "Ich hatte das Glück, mit Michael Schumacher zu arbeiten, als er durch diese Lernphase ging - und da war es nicht anders", fuhr er fort. "Die Aufmerksamkeit, die diesen Jungs zuteil wird, bedeutet einen irren Druck. Und dabei kann ihnen niemand wirklich helfen." Sie müssten diese Phase selbst durchstehen und daraus lernen. "Es kann ihnen niemand sagen, was die tun sollten. Sie müssen es damit auf die harte Tour lernen - selbstständig", so Brawn weiter. Dazu gehöre dann auch, dass es mit dem WM-Titel auch 2008 nichts werden könnte, zudem Ferrari auch noch "sehr stark" aussehe. "Lewis ist in der Lage, Weltmeister zu werden. Es ist nur die Frage, wie gut das Auto ist und wie der Würfel fällt."
Heikki Kovalainen möchte sich einfach in Ruhe weiter nach vorn arbeiten Zoom © xpb.cc
So richtig schlecht verlief die Saison von Heikki Kovalainen nicht. Aus dem Vorjahr bei Renault weiß er noch, wie schlecht ein Jahr beginnen kann. Dennoch: Bisher konnte er bei McLaren-Mercedes nur einen Podestplatz einfahren, in der WM liegt er noch hinter Nick Heidfeld auch Rang sechs und hat nur knapp halb so viele Punkte wie Teamkollege Lewis Hamilton. Aus der Ruhe bringen lässt sich der Finne aber nicht. Er warte nur auf ein problemloses Wochenende, dann könne auch er weitere Schritte nach vorn machen. "Ich glaube nicht, dass durch die Probleme meine Zuversicht gelitten hat", erklärte Kovalainen gegenüber 'autosport.com'. "Ich hatte ein paar schwierige Rennen. Aber insgesamt hatte ich auch starke Leistungen im Qualifying, doch dann hatte ich technische Probleme oder den Crash in Barcelona." Und wenn das Rennen einmal gut laufe - wie jüngst in Magny-Cours -, dann sei bereits im Qualifying etwas daneben gegangen - ebenfalls wie in Magny-Cours durch die Strafversetzung auf Rang 10. Die Stimmung beeinflusse das aber kaum. "Natürlich möchten alle im Team gute Ergebnisse haben und wir können auch versuchen, uns zu verbessern, am Wochenende alles zusammen zu bekommen und bessere Ergebnisse zu holen." Ein weiterer Strafenhagel auf McLaren-Mercedes stünde diesen Vorhaben aber im Weg, doch Kovalainen möchte von einer ungerechten Behandlung nichts wissen. "Wir sollten da nicht so viel hineininterpretieren", erklärte er. "Wir müssen sicherstellen, dass wir keine Fehler mehr machen - dann wird es auch keine Strafen mehr geben. Ich glaube nicht, dass es für McLaren mehr Strafen gibt als für andere." Vor allem vor dem Team-Heimspiel in Silverstone sei es nun wichtig, sich wieder auf das Wesentliche zu konzentrieren. "Ich bin mit dem Auto ganz zufrieden", erklärte er. "Beim Testen ist es aber schwierig zu sagen, was die anderen machen. Und Ferrari wird natürlich wieder stark sein."
Kimi Räikkönen schob sich wieder näher an die F1Total-Champ-Spitze heran Zoom © xpb.cc
Im Grand Prix von Frankreich hatte Kimi Räikkönen großes Glück, dass der gebrochene Auspuff seines Ferrari F2008 nicht zu einem Ausfall führte. Teamkollege Felipe Massa ging an ihm vorbei und gewann das Rennen sicher, Räikkönen schleppte seinen weidwunden Ferrari aber noch auf Rang zwei. Bei den 'Motorsport-Total.com'-Lesern wurde der Finne dennoch belohnt: Er sicherte sich 10 Punkte im 'F1Total Champ'. Mit einer Durchschnittsbewertung von 8,94 Punkten gewann Räikkönen die Frankreich-Wertung. Nur knapp dahinter (8,42) klassierte sich Jarno Trulli, der in Magny-Cours für Toyota auf das Siegerpodest fuhr. Felipe Massa wurde Dritter (7,45) vor Heikki Kovalainen (6,80). Auch Nelson Piquet Jr. Fahrt zu Rang acht wurde belohnt: 5,97 und Rang fünf im 'F1Total Champ'. Auf den letzten drei Plätzen, die Zähler in der Gesamtwertung des 'F1Total Champs' geben, landeten Robert Kubica (5,39), Mark Webber (5,23) und Sebastian Vettel (4,83). Fernando Alonso (4,77) ging damit ebenso punktelos aus wie Timo Glock (4,75) und Nick Heidfeld (3,07). Am Ende des Feldes fand sich Jenson Button mit nur 1,81 Punkten wieder. In der Gesamtwertung geht es nach dem Frankreich-Rennen sehr knapp zu. Kubica liegt mit 49 Punkten noch in Front, jedoch nur noch mit einem Punkte Vorsprung auf Räikkönen. Massa folgt mit 38 Punkten auf Rang drei vor Lews Hamilton (26) und Heikki Kovalainen (26). Bester Deutscher ist weiterhin Nick Heidfeld (23). Bei den Teams konnte sich Ferrari mit 86 Zählern etwas vom BMW Sauber F1 Team (72) absetzen. McLaren-Mercedes folgt mit größerem Abstand und 52 Punkten auf Rang drei. Toyota (23) hat Red Bull Racing (22) nun überholt. Wenn Sie auch beim F1Total Champ 2008 mitbestimmen wollen, dann melden Sie sich einfach unter diesem Link an
Gian Carlo Minardi erwartet, dass Lewis Hamilton weiter dazulerne Zoom © xpb.cc
In der Formel 1 ist Gian Carlo Minardi nur noch selten zu sehen, doch als langjähriger Teamchef und -besitzer bleibt man natürlich auf dem Laufenden. Auch den Italiener fasziniert der Kampf an der WM-Spitze und er gehört dabei zu denen, die an Lewis Hamilton - nun schon mit zehn Punkten Rückstand auf die Spitze - Kritik üben. "Meiner Meinung nach sind vier Fahrer besser als Hamilton", erklärte er. Zu diesen gehöre zum Beispiel "Robert Kubica, der seit dem ersten Rennen keine Fehler macht und nur im ersten Rennen nach der Kollision mit Kazuki Nakajima keine Punkte einfuhr. Ohne diesen Zwischenfall würde er heute die WM anführen." Auch einen seiner Ex-Schützlinge schätzt er momentan höher an: Fernando Alonso. Zwar erlebte der Doppelweltmeister in Magny-Cours ein Rennen zum Vergessen, dennoch hebt ihn Minardi in den Himmel. "Auch wenn sein Material nicht so konkurrenzfähig ist, so kann er damit immer etwas anstellen", erklärte er. Und auch die Ferrari-Fahrer Kimi Räikkönen und Felipe Massa schätzt er als besser ein. Dennoch: Hamilton bleibt auch für Minardi ein heißer Titelkandidat. "Momentan macht er Fehler, weil er einfach unerfahren ist", erklärte er. "Er zeigt sogar Nervosität. Im Laufe der nächsten Grands Prix wird er sicher zeigen können, dass er in dieser Beziehung wächst."
Zwei Tage nach seinen ersten Punkten wieder im Einsatz: Nelson Piquet Jr. Zoom © xpb.cc
Zwei Tage nach seinen ersten Formel-1-WM-Punkten von Magny-Cours stieg Nelson Piquet Jr. heute in Silverstone wieder in den Renault, um die Vorbereitungen von Renault auf den britischen Grand Prix am 6. Juli in Angriff zu nehmen. Der Brasilianer blieb dabei nicht vor einigen kleinen Problemen verschont, rollte am Nachmittag sogar bei Start und Ziel aus und musste seinen R28 stehen lassen. "Die Streckenbedingungen waren anfangs ziemlich rutschig, aber als die Strecke sauberer wurde, war es in Ordnung", erklärte Piquet. "Wir verbrachten den Tag damit, am Setup zu arbeiten, was ganz gut lief. Am Ende war das Auto schon viel besser. Wir wurden ein paar Mal unterbrochen, daher konnten wir nicht so viel fahren, wie wir es gerne gehabt hätten, aber es ist eine gute Basis für morgen. Dann werden wir unser Programm fortsetzen." Testteamchef Christian Silk fügte an: "Wir haben viel Arbeit erledigt, auch wenn wir von ein paar Schwierigkeiten heimgesucht wurden. Dennoch konnten wir vieles in Angriff nehmen. Wir konzentrierten uns auf Basisarbeiten am Setup für den Grand Prix, Aerodynamiktests und Reifenevaluierungen. Das werden wir an den kommenden Tagen fortsetzen." Für das Protokoll: Piquet absolvierte 68 Runden und wurde mit 1,609 Sekunden Rückstand auf Spitzenreiter Felipe Massa Siebenter unter zehn Piloten.
Quelle: motorsport-total.com
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| Formel 1 » Force India mit neuer Aerodynamik |
Force India mit neuer Aerodynamik
24.06.2008 - 19:35
Jarno Trulli strahlte in Magny-Cours nach seinem erkämpften dritten Rang Zoom © xpb.cc
Frage: "Herzlichen Glückwunsch zum dritten Platz; wie war es, wieder auf dem Podium zu stehen?" Jarno Trulli: "Es ist einfach ein fantastisches Gefühl und es war eine großartige Belohnung für alle Mitarbeiter des Teams, ein so perfektes Wochenende zu haben. Ich weiß, wie hart in Köln alle daran arbeiten, das Auto zu verbessern, und meine Ingenieure und Mechaniker haben in Magny-Cours ein Maximum an Leistung gebracht. Es war toll, diesen Moment auf dem Podium mit ihnen zu teilen und danach die Zufriedenheit in der Garage zu sehen. Dies gibt uns enormen Auftrieb für die zweite Hälfte der Saison." Frage: "Hattest du erwartet, um das Podium kämpfen zu können?" Trulli: "Zu Beginn des Wochenendes habe ich nicht erwartet, dass ich um den dritten Platz kämpfen würde, soviel ist sicher. Wir hatten aber einige neue Aeroteile am Auto, von denen wir eine Verbesserung erwarteten, und im Laufe des Wochenendes bekam ich zunehmend das Gefühl, dass wir ziemlich gut dastanden. Der vierte Platz im Qualifying war ein tolles Ergebnis und danach hatte ich den Eindruck, dass wir eine sehr gute Chance auf einen Platz unter den ersten Sechs hatten und, falls alles gut lief, vielleicht auch das Podium ins Auge fassen konnten. Ich war wirklich heiß auf das Rennen, weil ich glaubte, dass ein fantastisches Resultat möglich war, und bin natürlich glücklich, dass alles so gut geklappt hat." Frage: "War es ein schweres Rennen für dich?" Trulli: "Ich habe mich das ganze Rennen hindurch maximal reingehängt und wirklich hart gefightet, wie ich das immer tue. Es war nicht einfach, aber als ich beim Start an Fernando vorbeikam, wusste ich, dass wir eine Chance hatten. Ich habe daher nie aufgegeben und jede Runde voll Druck gemacht. Ich musste stark sein, um mich vorne halten zu können, weil wir gegen Autos zu kämpfen hatten, die etwas schneller waren als unseres. Das Rennen war schwer, ich war aber fest entschlossen, ein tolles Resultat zu holen - ganz besonders in diesem Rennen, nach dem, was mit Ove Andersson passiert ist. Wir wollten den Erfolg als Tribut an ihn, weil er so viel für das Team getan hat. Leider konnte er dieses tolle Resultat nicht miterleben, es war aber fantastisch, ihm meinen dritten Platz widmen zu können." Frage: "Wie waren die letzten Runden für dich?" : "Gegen Ende des Rennens war es sehr aufregend, als ich mit Heikki kämpfen musste. Es regnete etwas und unter diesen Bedingungen ist es schwieriger, vorne liegen, weil man nicht genau weiß, was einen in den einzelnen Kurven erwartet. Es ist einfacher, dem Vordermann zu folgen. Heikki fuhr also sehr dicht an mich heran und setzte mich stark unter Druck. Ich war aber entschlossen, meine Position nicht zu verlieren. Zwei Runden vor Schluss zog er neben mich, ich blieb aber stark und gab nicht auf. Es war knapp, ich habe aber hart gefightet und meinen Platz gehalten." Frage: "Kannst du den Vorfall näher beschreiben?" Trulli: "Er zog neben mich und ich nahm die Innenlinie, wodurch wir Rad an Rad lagen. Ich wollte diese Position auf keinen Fall verlieren, das Podium war ja praktisch schon in Sicht. Wir haben uns nicht berührt, weil ich ihm gerade noch genug Raum gelassen habe. Es war wie ein Gokart-Rennen. Ich hatte nicht erwartet, in der Formel 1 einmal die Gelegenheit zu haben, so zu fahren! Es war ein Kampf, der Spaß gemacht hat, besonders für mich, weil ich mich ja behaupten konnte. Ich würde mich freuen, in jedem Rennen auf diese Weise um das Podium kämpfen zu können!" Frage: "Wie haben sich die Dinge seit dem letzten Jahr verändert?" Trulli: "Dieses Jahr sind wir viel konkurrenzfähiger; das Auto wirkt ausgewogener und ich kann mehr Druck machen, weil es sich sehr gut fahren lässt. Das Auto ist ganz einfach schneller als im letzten Jahr und das bedeutet, dass wir konkurrenzfähiger sind. Wir haben bereits erheblich mehr Punkte gesammelt als im ganzen Jahr 2007. Das zeigt, dass wir besser geworden sind, und ist der harten Arbeit aller Mitarbeiter des Teams zu verdanken. Wir wissen, dass wir noch etwas hinter den schnellsten Wagen zurückliegen, aber wir haben gezeigt, dass wir in manchen Rennen mit McLaren und BMW mithalten können. Wir möchten dazu häufiger in der Lage sein, weswegen wir das Auto weiter verbessern müssen. Ich bin mir aber sicher, dass wir in die richtige Richtung gehen."
Frage: "Und was meinst du, wie du dieses Jahr gefahren bist?" Trulli: "Ich glaube, ich fahre besser den je. Ich habe Erfahrung und ich glaube, ich werde jedes Jahr besser, weil man aus Fehlern oder Erfahrungen stets etwas lernt. Mit einem konkurrenzfähigen Auto kann ich vorne mitkämpfen, da bin ich mir sicher. In Frankreich hat man gesehen, wie entschlossen und nüchtern ich bin; ich habe bis zum Ende gekämpft und das hat mir wirklich Spaß gemacht."
In Abu Dhabi findet 2009 das Saisonfinale der Formel 1 statt Zoom © xpb.cc
Das Formel-1-Feld erwartet im Jahr 2009 eine lange Saison. Am 16. März wird das Formel-1-Jahr traditionell in Melbourne starten, das Ende folgte dann erst am 15. November in Abu Dhabi, der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate. Alle Rennen der Saison 2008 finden auch 2009 statt - neu hinzu kommt lediglich das Stadtrennen in Abu Dhabi. Dennoch gibt es einige Veränderungen: Der Türkei-Grand-Prix rutscht vom Mai in den August und das Rennen in Silverstone wird vor dem Frankreich-Grand-Prix über die Bühne gehen - bisher war dies umgedreht. Im ersten Entwurf fehlt zudem Indianapolis. Dort gab es zuletzt wieder Hinweise darauf, dass man die Formel 1 zurückwolle - so man denn einen finanziellen Partner finde. Da die Saison mit 19 Rennen ohnehin schon recht voll ist, ist eine Rückkehr nun so gut wie ausgeschlossen. Eine Unklarheit betrifft auch den Deutschland-Grand-Prix. Nach Hockenheim in diesem Jahr ist 2009 wieder der Nürburgring an der Reihe, doch es bleibt abzuwarten, ob das Rennen auch als Großer Preis von Deutschland ausgetragen werden wird. Schon 2007 fand das Rennen als Grand Prix von Europa statt, da die Namensrechte beim Hockenheimveranstalter AvD liegen. Der Europa-Grand-Prix ist nun jedoch in Valencia, sodass hier weitere Entwicklungen abgewartet werden müssen.
Die FIA möchte die Formel 1 zusammen mit dem Teams umgestalten Zoom © xpb.cc
Der Machtkampf in der Formel 1 geht in eine weitere Runde. Nachdem die Unterzeichnung eines neuen Concorde Agreements zwischen Teams, Ausrichtern und der FIA immer mehr ins Hintertreffen geriet, kristallisierte sich heraus, dass dies vor allem an der künftigen Machtverteilung in der Formel 1 liegt. Die FIA fürchtet, durch den neuen Entwurf an Einfluss zu verlieren und nur noch für die sportlichen Aspekte verantwortlich zu sein. Umso spannender wurden die Ergebnisse der heutigen Sitzung des World Councils erwartet. Und einige Überraschungen finden sich auch in der Erklärung der FIA. So möchte die oberste Sportbehörde mit den Formel-1-Teams weitreichende Gespräche darüber führen, wir die Effizienz der Formel 1 verbessert werden kann. Explizit eingeschlossen darin sind auch "neue technische Regularien für die Meisterschaft". Keine massiv höheren Gebühren für die Teams"Dies beinhaltet auch eine Bewertung der Führung der Formel 1", heißt es in der Pressemitteilung weiter. Die FIA möchte sich dem Kampf um die Macht also stellen und sich vor allem die Zustimmung der Teams sichern. Aus den geplanten höheren Nenngebühren wurde somit nichts - denn die Teams zunächst stärker zu belasten und dann ihre Zustimmung im Machtkampf zu bekommen, erschien wohl aussichtslos. Die Teams müssen für 2009 eine Nenngebühr von 309.000 Euro zahlen - das sind lediglich drei Prozent mehr als in dieser Saison, die mit der Inflation erklärt wurden. Jedoch: Man setzt den Teams gleichzeitig die Pistole auf die Brust und möchte eine drohende "Piratenserie" schnell wieder in der Versenkung verschwinden lassen. Die Einschreibeperiode für die Saison 2009 wurde massiv nach vorn verlegt. Vom 1. bis zum 31. Juli 2008 müssen die Teams die Unterlagen zur Meldung anfordern. Über zusätzliche Gebühren, die einer erweiterten Sicherheit an der Strecke zugute kommen soll, wird zu einem späteren Punkt aber noch einmal verhandelt - jedoch unter Einbeziehung der betroffenen Teams. Formel-2-Meisterschaft schon ab 2009?Eine weitere Entscheidung, die zumindest indirekt die Formel 1 näher an die FIA binden soll, ist die Einführung einer eignen Nachwuchsserie. Die GP2-Serie, welche die Formel 3000 ablöste, ist ein Renault-Produkt. Schon für 2009 möchte die FIA jedoch etwas Eignes anbieten wollen. "Die FIA wird eine neue Nachwuchsserie für die Formel 1 ausschreiben", heißt es. "Diese Meisterschaft, genannt Formel 2, würde 2009 beginnen und als preiswerte Plattform fungieren, um Fahrertalente für die Formel 1 zu entwickeln. Es wird erwartet, dass dies mit einem Budget von circa 200.000 Euro pro Auto in einer Saison erreicht werden kann." Bis auf die Nenngebühren und die vorgezogene Einschreibung der Teams sind konkrete Entscheidungen nicht gefallen. Die angekündigten Gespräche mit den Teams für die Formel-1-Zukunft müssen noch anlaufen, ebenso der Aufbau der neuen Formel 2 - denn bis 1984 gab es diese Serie bereits, wurde dann von der Formel 3000 aber abgelöst.
Bruno Senna möchte sich zunächst auf die GP2-Meisterschaft konzentrieren Zoom © xpb.cc
Solange es aus München und Hinwil keine offizielle Bestätigung gibt, wer für das BMW Sauber F1 Team im Jahr 2009 fahren wird, solange werden die Spekulationen weitergehen. Nick Heidfeld habe angeblich einen Vertrag bis 2009, auf Robert Kubica besitze das Team zudem eine Option, die sicher gezogen wird, um den Kanada-Sieger zu halten. Doch: Nichts Genaues weiß man nicht. Nun brachte 'Sport Bild online' eine bisher nicht erwähnte Variante ins Spiel: Bruno Senna, derzeit in der GP2 auf dem zweiten Gesamtrang, stehe in intensiven Verhandlungen mit BMW. Dessen Mentor in der Formel 1, Toro-Rosso-Teilhaber Gerhard Berger, habe sich in Magny-Cours erneut mit seinem Ex-Kollegen und BMW Motorsport Direktor Mario Theissen getroffen. Das Thema: Senna. "Ich helfe Bruno und seiner Familie, die sich um seine Karriere kümmert, so gut es geht. Seine Entwicklung zeigt deutlich nach oben", so Berger gegenüber der 'Sport Bild'. Wie genau es aber weitergeht, steht aber in den Sternen. Jedoch berichtet 'Sport Bild online', dass nicht nur ein Testposten in Aussicht steht - sondern auch ein Stammcockpit. Für Senna selbst liegt der Fokus aber weiter auf der GP2-Serie. Zusammen mit dem iSport-Team möchte er in der Nachwuchsserie erfolgreich sein. "Dann kann ich ein bisschen mehr träumen", so der 24-Jährige.
Lewis Hamilton muss erkennen, dass die Erwartungen an ihn ansteigen Zoom © xpb.cc
Die Souveränität, die Lewis Hamilton während seiner ersten Formel-1-Saison 2007 ausstrahlte, überraschte alle. Und auch wenn er Fehler machte, man stand es ihm zu - es war ja sein Lehrjahr. Nun, in seiner zweiten Saison, wird der Druck auf den Engländer immer größer. Die Medien zeigen immer weniger Verständnis für Fehler - auch wenn er gerade einmal 25 Grands Prix gefahren hat - und immer häufiger ist sein Privatleben Mittelpunkt der Berichterstattung. Nach Monaco und dem dortigen Sieg war er noch der gefeierte Held. Doch in Kanada übersah er die rote Ampel an der Ausfahrt der Boxengasse und knallte Kimi Räikkönen ins Heck. Strafversetzt um zehn Plätze und im Rennen auch noch mit einer Durchfahrtsstrafe belegt sah er in Magny-Cours dann zwar wieder die Zielflagge - jedoch außerhalb der Punkte. In der WM liegt er nun 10 Punkte hinter der Spitze. Mit den "Randerscheinungen" neben der Piste droht Hamiltons Stern blasser zu werden, doch Hondas Teamchef Ross Brawn kennt solche Situationen und auch eine einfache Lösung dafür: Er müsse sich auf das Wesentliche konzentrieren - das Fahren. Auch Michael Schumacher habe zu Beginn seiner Formel-1-Karriere eine solche Phase durchlaufen müssen. Konzentration auf das Fahren"Das Fahren ist es, das ihn durch alles hindurchbringen wird", so Brawn. "Er muss sich auf das Fahren konzentrieren, dann wird alles andere sich selbst regeln." Auch der Honda-Teamchef erinnerte dabei daran, dass Hamilton eben keine jahrelange Erfahrung in der Formel 1 nachweisen kann. "Wir tendieren dazu zu vergessen, wie jung er noch ist und wie viele neue Erfahrungen auf ihn einprasseln", erklärte er der 'BBC'. "Ich hatte das Glück, mit Michael Schumacher zu arbeiten, als er durch diese Lernphase ging - und da war es nicht anders", fuhr er fort. "Die Aufmerksamkeit, die diesen Jungs zuteil wird, bedeutet einen irren Druck. Und dabei kann ihnen niemand wirklich helfen." Sie müssten diese Phase selbst durchstehen und daraus lernen. "Es kann ihnen niemand sagen, was die tun sollten. Sie müssen es damit auf die harte Tour lernen - selbstständig", so Brawn weiter. Dazu gehöre dann auch, dass es mit dem WM-Titel auch 2008 nichts werden könnte, zudem Ferrari auch noch "sehr stark" aussehe. "Lewis ist in der Lage, Weltmeister zu werden. Es ist nur die Frage, wie gut das Auto ist und wie der Würfel fällt."
Heikki Kovalainen möchte sich einfach in Ruhe weiter nach vorn arbeiten Zoom © xpb.cc
So richtig schlecht verlief die Saison von Heikki Kovalainen nicht. Aus dem Vorjahr bei Renault weiß er noch, wie schlecht ein Jahr beginnen kann. Dennoch: Bisher konnte er bei McLaren-Mercedes nur einen Podestplatz einfahren, in der WM liegt er noch hinter Nick Heidfeld auch Rang sechs und hat nur knapp halb so viele Punkte wie Teamkollege Lewis Hamilton. Aus der Ruhe bringen lässt sich der Finne aber nicht. Er warte nur auf ein problemloses Wochenende, dann könne auch er weitere Schritte nach vorn machen. "Ich glaube nicht, dass durch die Probleme meine Zuversicht gelitten hat", erklärte Kovalainen gegenüber 'autosport.com'. "Ich hatte ein paar schwierige Rennen. Aber insgesamt hatte ich auch starke Leistungen im Qualifying, doch dann hatte ich technische Probleme oder den Crash in Barcelona." Und wenn das Rennen einmal gut laufe - wie jüngst in Magny-Cours -, dann sei bereits im Qualifying etwas daneben gegangen - ebenfalls wie in Magny-Cours durch die Strafversetzung auf Rang 10. Die Stimmung beeinflusse das aber kaum. "Natürlich möchten alle im Team gute Ergebnisse haben und wir können auch versuchen, uns zu verbessern, am Wochenende alles zusammen zu bekommen und bessere Ergebnisse zu holen." Ein weiterer Strafenhagel auf McLaren-Mercedes stünde diesen Vorhaben aber im Weg, doch Kovalainen möchte von einer ungerechten Behandlung nichts wissen. "Wir sollten da nicht so viel hineininterpretieren", erklärte er. "Wir müssen sicherstellen, dass wir keine Fehler mehr machen - dann wird es auch keine Strafen mehr geben. Ich glaube nicht, dass es für McLaren mehr Strafen gibt als für andere." Vor allem vor dem Team-Heimspiel in Silverstone sei es nun wichtig, sich wieder auf das Wesentliche zu konzentrieren. "Ich bin mit dem Auto ganz zufrieden", erklärte er. "Beim Testen ist es aber schwierig zu sagen, was die anderen machen. Und Ferrari wird natürlich wieder stark sein."
Kimi Räikkönen schob sich wieder näher an die F1Total-Champ-Spitze heran Zoom © xpb.cc
Im Grand Prix von Frankreich hatte Kimi Räikkönen großes Glück, dass der gebrochene Auspuff seines Ferrari F2008 nicht zu einem Ausfall führte. Teamkollege Felipe Massa ging an ihm vorbei und gewann das Rennen sicher, Räikkönen schleppte seinen weidwunden Ferrari aber noch auf Rang zwei. Bei den 'Motorsport-Total.com'-Lesern wurde der Finne dennoch belohnt: Er sicherte sich 10 Punkte im 'F1Total Champ'. Mit einer Durchschnittsbewertung von 8,94 Punkten gewann Räikkönen die Frankreich-Wertung. Nur knapp dahinter (8,42) klassierte sich Jarno Trulli, der in Magny-Cours für Toyota auf das Siegerpodest fuhr. Felipe Massa wurde Dritter (7,45) vor Heikki Kovalainen (6,80). Auch Nelson Piquet Jr. Fahrt zu Rang acht wurde belohnt: 5,97 und Rang fünf im 'F1Total Champ'. Auf den letzten drei Plätzen, die Zähler in der Gesamtwertung des 'F1Total Champs' geben, landeten Robert Kubica (5,39), Mark Webber (5,23) und Sebastian Vettel (4,83). Fernando Alonso (4,77) ging damit ebenso punktelos aus wie Timo Glock (4,75) und Nick Heidfeld (3,07). Am Ende des Feldes fand sich Jenson Button mit nur 1,81 Punkten wieder. In der Gesamtwertung geht es nach dem Frankreich-Rennen sehr knapp zu. Kubica liegt mit 49 Punkten noch in Front, jedoch nur noch mit einem Punkte Vorsprung auf Räikkönen. Massa folgt mit 38 Punkten auf Rang drei vor Lews Hamilton (26) und Heikki Kovalainen (26). Bester Deutscher ist weiterhin Nick Heidfeld (23). Bei den Teams konnte sich Ferrari mit 86 Zählern etwas vom BMW Sauber F1 Team (72) absetzen. McLaren-Mercedes folgt mit größerem Abstand und 52 Punkten auf Rang drei. Toyota (23) hat Red Bull Racing (22) nun überholt. Wenn Sie auch beim F1Total Champ 2008 mitbestimmen wollen, dann melden Sie sich einfach unter diesem Link an
Gian Carlo Minardi erwartet, dass Lewis Hamilton weiter dazulerne Zoom © xpb.cc
In der Formel 1 ist Gian Carlo Minardi nur noch selten zu sehen, doch als langjähriger Teamchef und -besitzer bleibt man natürlich auf dem Laufenden. Auch den Italiener fasziniert der Kampf an der WM-Spitze und er gehört dabei zu denen, die an Lewis Hamilton - nun schon mit zehn Punkten Rückstand auf die Spitze - Kritik üben. "Meiner Meinung nach sind vier Fahrer besser als Hamilton", erklärte er. Zu diesen gehöre zum Beispiel "Robert Kubica, der seit dem ersten Rennen keine Fehler macht und nur im ersten Rennen nach der Kollision mit Kazuki Nakajima keine Punkte einfuhr. Ohne diesen Zwischenfall würde er heute die WM anführen." Auch einen seiner Ex-Schützlinge schätzt er momentan höher an: Fernando Alonso. Zwar erlebte der Doppelweltmeister in Magny-Cours ein Rennen zum Vergessen, dennoch hebt ihn Minardi in den Himmel. "Auch wenn sein Material nicht so konkurrenzfähig ist, so kann er damit immer etwas anstellen", erklärte er. Und auch die Ferrari-Fahrer Kimi Räikkönen und Felipe Massa schätzt er als besser ein. Dennoch: Hamilton bleibt auch für Minardi ein heißer Titelkandidat. "Momentan macht er Fehler, weil er einfach unerfahren ist", erklärte er. "Er zeigt sogar Nervosität. Im Laufe der nächsten Grands Prix wird er sicher zeigen können, dass er in dieser Beziehung wächst."
Zwei Tage nach seinen ersten Punkten wieder im Einsatz: Nelson Piquet Jr. Zoom © xpb.cc
Zwei Tage nach seinen ersten Formel-1-WM-Punkten von Magny-Cours stieg Nelson Piquet Jr. heute in Silverstone wieder in den Renault, um die Vorbereitungen von Renault auf den britischen Grand Prix am 6. Juli in Angriff zu nehmen. Der Brasilianer blieb dabei nicht vor einigen kleinen Problemen verschont, rollte am Nachmittag sogar bei Start und Ziel aus und musste seinen R28 stehen lassen. "Die Streckenbedingungen waren anfangs ziemlich rutschig, aber als die Strecke sauberer wurde, war es in Ordnung", erklärte Piquet. "Wir verbrachten den Tag damit, am Setup zu arbeiten, was ganz gut lief. Am Ende war das Auto schon viel besser. Wir wurden ein paar Mal unterbrochen, daher konnten wir nicht so viel fahren, wie wir es gerne gehabt hätten, aber es ist eine gute Basis für morgen. Dann werden wir unser Programm fortsetzen." Testteamchef Christian Silk fügte an: "Wir haben viel Arbeit erledigt, auch wenn wir von ein paar Schwierigkeiten heimgesucht wurden. Dennoch konnten wir vieles in Angriff nehmen. Wir konzentrierten uns auf Basisarbeiten am Setup für den Grand Prix, Aerodynamiktests und Reifenevaluierungen. Das werden wir an den kommenden Tagen fortsetzen." Für das Protokoll: Piquet absolvierte 68 Runden und wurde mit 1,609 Sekunden Rückstand auf Spitzenreiter Felipe Massa Siebenter unter zehn Piloten.
Force India führte heute in Silverstone ein neues Aerodynamikpaket ein Zoom © xpb.cc
In Magny-Cours waren die Kräfte recht deutlich verteilt: Ferrari einsam an der Spitze, dann McLaren-Mercedes, dahinter das BMW Sauber F1 Team und das hart umkämpfte Mittelfeld - und abgeschlagen am Ende Force India. Daher ließen sich Mike Gascoyne und sein Technikerstab ein neues Aerodynamikpaket einfallen, das heute in Silverstone erstmals getestet wurde. Testfahrer Vitantonio Liuzzi legte damit stattliche 108 Runden zurück und wurde mit 2,062 Sekunden Rückstand Neunter unter zehn Piloten. Langsamer war nur noch Sebastian Vettel mit technischen Problemen im Toro Rosso. Liuzzis Fazit fiel dennoch positiv aus: "Zum Glück war es trocken, dadurch konnten wir konstant fahren. Die Jungs haben einen wirklich guten Job gemacht und das Auto lief zuverlässig", sagte er. "Die neuen Teile hatten einen positiven Einfluss auf das Auto. Wir legten viele Kilometer zurück, drehten einige schnelle Runden und die Balance fühlte sich besser an. Das neue Paket funktioniert bislang gut - und hoffentlich werden wir an den kommenden beiden Tagen auch an Speed zulegen", meinte er weiter. Giancarlo Fisichella und Adrian Sutil sollen morgen und am Donnerstag nämlich weitere Updates bekommen. Gascoyne fasste den Tag abschließend zusammen: "Das war nützlich. Wir testeten die erste Stufe unseres Aeroupdates mit einem neuen Frontflügel, einem neuen Bodywork und einem neuen Diffusor. Alles lief genau wie vorhergesagt. Tonio probierte außerdem ein neues Benzinsystem aus und wir begannen mit dem Setup für den Grand Prix. Für morgen und übermorgen planen wir den Einsatz weiterer neuer Komponenten."
Quelle: motorsport-total.com
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| Formel 1 » Starker Kobayashi eröffnet für Toyota |
Starker Kobayashi eröffnet für Toyota
24.06.2008 - 18:26
Jarno Trulli strahlte in Magny-Cours nach seinem erkämpften dritten Rang Zoom © xpb.cc
Frage: "Herzlichen Glückwunsch zum dritten Platz; wie war es, wieder auf dem Podium zu stehen?" Jarno Trulli: "Es ist einfach ein fantastisches Gefühl und es war eine großartige Belohnung für alle Mitarbeiter des Teams, ein so perfektes Wochenende zu haben. Ich weiß, wie hart in Köln alle daran arbeiten, das Auto zu verbessern, und meine Ingenieure und Mechaniker haben in Magny-Cours ein Maximum an Leistung gebracht. Es war toll, diesen Moment auf dem Podium mit ihnen zu teilen und danach die Zufriedenheit in der Garage zu sehen. Dies gibt uns enormen Auftrieb für die zweite Hälfte der Saison." Frage: "Hattest du erwartet, um das Podium kämpfen zu können?" Trulli: "Zu Beginn des Wochenendes habe ich nicht erwartet, dass ich um den dritten Platz kämpfen würde, soviel ist sicher. Wir hatten aber einige neue Aeroteile am Auto, von denen wir eine Verbesserung erwarteten, und im Laufe des Wochenendes bekam ich zunehmend das Gefühl, dass wir ziemlich gut dastanden. Der vierte Platz im Qualifying war ein tolles Ergebnis und danach hatte ich den Eindruck, dass wir eine sehr gute Chance auf einen Platz unter den ersten Sechs hatten und, falls alles gut lief, vielleicht auch das Podium ins Auge fassen konnten. Ich war wirklich heiß auf das Rennen, weil ich glaubte, dass ein fantastisches Resultat möglich war, und bin natürlich glücklich, dass alles so gut geklappt hat." Frage: "War es ein schweres Rennen für dich?" Trulli: "Ich habe mich das ganze Rennen hindurch maximal reingehängt und wirklich hart gefightet, wie ich das immer tue. Es war nicht einfach, aber als ich beim Start an Fernando vorbeikam, wusste ich, dass wir eine Chance hatten. Ich habe daher nie aufgegeben und jede Runde voll Druck gemacht. Ich musste stark sein, um mich vorne halten zu können, weil wir gegen Autos zu kämpfen hatten, die etwas schneller waren als unseres. Das Rennen war schwer, ich war aber fest entschlossen, ein tolles Resultat zu holen - ganz besonders in diesem Rennen, nach dem, was mit Ove Andersson passiert ist. Wir wollten den Erfolg als Tribut an ihn, weil er so viel für das Team getan hat. Leider konnte er dieses tolle Resultat nicht miterleben, es war aber fantastisch, ihm meinen dritten Platz widmen zu können." Frage: "Wie waren die letzten Runden für dich?" : "Gegen Ende des Rennens war es sehr aufregend, als ich mit Heikki kämpfen musste. Es regnete etwas und unter diesen Bedingungen ist es schwieriger, vorne liegen, weil man nicht genau weiß, was einen in den einzelnen Kurven erwartet. Es ist einfacher, dem Vordermann zu folgen. Heikki fuhr also sehr dicht an mich heran und setzte mich stark unter Druck. Ich war aber entschlossen, meine Position nicht zu verlieren. Zwei Runden vor Schluss zog er neben mich, ich blieb aber stark und gab nicht auf. Es war knapp, ich habe aber hart gefightet und meinen Platz gehalten." Frage: "Kannst du den Vorfall näher beschreiben?" Trulli: "Er zog neben mich und ich nahm die Innenlinie, wodurch wir Rad an Rad lagen. Ich wollte diese Position auf keinen Fall verlieren, das Podium war ja praktisch schon in Sicht. Wir haben uns nicht berührt, weil ich ihm gerade noch genug Raum gelassen habe. Es war wie ein Gokart-Rennen. Ich hatte nicht erwartet, in der Formel 1 einmal die Gelegenheit zu haben, so zu fahren! Es war ein Kampf, der Spaß gemacht hat, besonders für mich, weil ich mich ja behaupten konnte. Ich würde mich freuen, in jedem Rennen auf diese Weise um das Podium kämpfen zu können!" Frage: "Wie haben sich die Dinge seit dem letzten Jahr verändert?" Trulli: "Dieses Jahr sind wir viel konkurrenzfähiger; das Auto wirkt ausgewogener und ich kann mehr Druck machen, weil es sich sehr gut fahren lässt. Das Auto ist ganz einfach schneller als im letzten Jahr und das bedeutet, dass wir konkurrenzfähiger sind. Wir haben bereits erheblich mehr Punkte gesammelt als im ganzen Jahr 2007. Das zeigt, dass wir besser geworden sind, und ist der harten Arbeit aller Mitarbeiter des Teams zu verdanken. Wir wissen, dass wir noch etwas hinter den schnellsten Wagen zurückliegen, aber wir haben gezeigt, dass wir in manchen Rennen mit McLaren und BMW mithalten können. Wir möchten dazu häufiger in der Lage sein, weswegen wir das Auto weiter verbessern müssen. Ich bin mir aber sicher, dass wir in die richtige Richtung gehen."
Frage: "Und was meinst du, wie du dieses Jahr gefahren bist?" Trulli: "Ich glaube, ich fahre besser den je. Ich habe Erfahrung und ich glaube, ich werde jedes Jahr besser, weil man aus Fehlern oder Erfahrungen stets etwas lernt. Mit einem konkurrenzfähigen Auto kann ich vorne mitkämpfen, da bin ich mir sicher. In Frankreich hat man gesehen, wie entschlossen und nüchtern ich bin; ich habe bis zum Ende gekämpft und das hat mir wirklich Spaß gemacht."
In Abu Dhabi findet 2009 das Saisonfinale der Formel 1 statt Zoom © xpb.cc
Das Formel-1-Feld erwartet im Jahr 2009 eine lange Saison. Am 16. März wird das Formel-1-Jahr traditionell in Melbourne starten, das Ende folgte dann erst am 15. November in Abu Dhabi, der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate. Alle Rennen der Saison 2008 finden auch 2009 statt - neu hinzu kommt lediglich das Stadtrennen in Abu Dhabi. Dennoch gibt es einige Veränderungen: Der Türkei-Grand-Prix rutscht vom Mai in den August und das Rennen in Silverstone wird vor dem Frankreich-Grand-Prix über die Bühne gehen - bisher war dies umgedreht. Im ersten Entwurf fehlt zudem Indianapolis. Dort gab es zuletzt wieder Hinweise darauf, dass man die Formel 1 zurückwolle - so man denn einen finanziellen Partner finde. Da die Saison mit 19 Rennen ohnehin schon recht voll ist, ist eine Rückkehr nun so gut wie ausgeschlossen. Eine Unklarheit betrifft auch den Deutschland-Grand-Prix. Nach Hockenheim in diesem Jahr ist 2009 wieder der Nürburgring an der Reihe, doch es bleibt abzuwarten, ob das Rennen auch als Großer Preis von Deutschland ausgetragen werden wird. Schon 2007 fand das Rennen als Grand Prix von Europa statt, da die Namensrechte beim Hockenheimveranstalter AvD liegen. Der Europa-Grand-Prix ist nun jedoch in Valencia, sodass hier weitere Entwicklungen abgewartet werden müssen.
Die FIA möchte die Formel 1 zusammen mit dem Teams umgestalten Zoom © xpb.cc
Der Machtkampf in der Formel 1 geht in eine weitere Runde. Nachdem die Unterzeichnung eines neuen Concorde Agreements zwischen Teams, Ausrichtern und der FIA immer mehr ins Hintertreffen geriet, kristallisierte sich heraus, dass dies vor allem an der künftigen Machtverteilung in der Formel 1 liegt. Die FIA fürchtet, durch den neuen Entwurf an Einfluss zu verlieren und nur noch für die sportlichen Aspekte verantwortlich zu sein. Umso spannender wurden die Ergebnisse der heutigen Sitzung des World Councils erwartet. Und einige Überraschungen finden sich auch in der Erklärung der FIA. So möchte die oberste Sportbehörde mit den Formel-1-Teams weitreichende Gespräche darüber führen, wir die Effizienz der Formel 1 verbessert werden kann. Explizit eingeschlossen darin sind auch "neue technische Regularien für die Meisterschaft". Keine massiv höheren Gebühren für die Teams"Dies beinhaltet auch eine Bewertung der Führung der Formel 1", heißt es in der Pressemitteilung weiter. Die FIA möchte sich dem Kampf um die Macht also stellen und sich vor allem die Zustimmung der Teams sichern. Aus den geplanten höheren Nenngebühren wurde somit nichts - denn die Teams zunächst stärker zu belasten und dann ihre Zustimmung im Machtkampf zu bekommen, erschien wohl aussichtslos. Die Teams müssen für 2009 eine Nenngebühr von 309.000 Euro zahlen - das sind lediglich drei Prozent mehr als in dieser Saison, die mit der Inflation erklärt wurden. Jedoch: Man setzt den Teams gleichzeitig die Pistole auf die Brust und möchte eine drohende "Piratenserie" schnell wieder in der Versenkung verschwinden lassen. Die Einschreibeperiode für die Saison 2009 wurde massiv nach vorn verlegt. Vom 1. bis zum 31. Juli 2008 müssen die Teams die Unterlagen zur Meldung anfordern. Über zusätzliche Gebühren, die einer erweiterten Sicherheit an der Strecke zugute kommen soll, wird zu einem späteren Punkt aber noch einmal verhandelt - jedoch unter Einbeziehung der betroffenen Teams. Formel-2-Meisterschaft schon ab 2009?Eine weitere Entscheidung, die zumindest indirekt die Formel 1 näher an die FIA binden soll, ist die Einführung einer eignen Nachwuchsserie. Die GP2-Serie, welche die Formel 3000 ablöste, ist ein Renault-Produkt. Schon für 2009 möchte die FIA jedoch etwas Eignes anbieten wollen. "Die FIA wird eine neue Nachwuchsserie für die Formel 1 ausschreiben", heißt es. "Diese Meisterschaft, genannt Formel 2, würde 2009 beginnen und als preiswerte Plattform fungieren, um Fahrertalente für die Formel 1 zu entwickeln. Es wird erwartet, dass dies mit einem Budget von circa 200.000 Euro pro Auto in einer Saison erreicht werden kann." Bis auf die Nenngebühren und die vorgezogene Einschreibung der Teams sind konkrete Entscheidungen nicht gefallen. Die angekündigten Gespräche mit den Teams für die Formel-1-Zukunft müssen noch anlaufen, ebenso der Aufbau der neuen Formel 2 - denn bis 1984 gab es diese Serie bereits, wurde dann von der Formel 3000 aber abgelöst.
Bruno Senna möchte sich zunächst auf die GP2-Meisterschaft konzentrieren Zoom © xpb.cc
Solange es aus München und Hinwil keine offizielle Bestätigung gibt, wer für das BMW Sauber F1 Team im Jahr 2009 fahren wird, solange werden die Spekulationen weitergehen. Nick Heidfeld habe angeblich einen Vertrag bis 2009, auf Robert Kubica besitze das Team zudem eine Option, die sicher gezogen wird, um den Kanada-Sieger zu halten. Doch: Nichts Genaues weiß man nicht. Nun brachte 'Sport Bild online' eine bisher nicht erwähnte Variante ins Spiel: Bruno Senna, derzeit in der GP2 auf dem zweiten Gesamtrang, stehe in intensiven Verhandlungen mit BMW. Dessen Mentor in der Formel 1, Toro-Rosso-Teilhaber Gerhard Berger, habe sich in Magny-Cours erneut mit seinem Ex-Kollegen und BMW Motorsport Direktor Mario Theissen getroffen. Das Thema: Senna. "Ich helfe Bruno und seiner Familie, die sich um seine Karriere kümmert, so gut es geht. Seine Entwicklung zeigt deutlich nach oben", so Berger gegenüber der 'Sport Bild'. Wie genau es aber weitergeht, steht aber in den Sternen. Jedoch berichtet 'Sport Bild online', dass nicht nur ein Testposten in Aussicht steht - sondern auch ein Stammcockpit. Für Senna selbst liegt der Fokus aber weiter auf der GP2-Serie. Zusammen mit dem iSport-Team möchte er in der Nachwuchsserie erfolgreich sein. "Dann kann ich ein bisschen mehr träumen", so der 24-Jährige.
Lewis Hamilton muss erkennen, dass die Erwartungen an ihn ansteigen Zoom © xpb.cc
Die Souveränität, die Lewis Hamilton während seiner ersten Formel-1-Saison 2007 ausstrahlte, überraschte alle. Und auch wenn er Fehler machte, man stand es ihm zu - es war ja sein Lehrjahr. Nun, in seiner zweiten Saison, wird der Druck auf den Engländer immer größer. Die Medien zeigen immer weniger Verständnis für Fehler - auch wenn er gerade einmal 25 Grands Prix gefahren hat - und immer häufiger ist sein Privatleben Mittelpunkt der Berichterstattung. Nach Monaco und dem dortigen Sieg war er noch der gefeierte Held. Doch in Kanada übersah er die rote Ampel an der Ausfahrt der Boxengasse und knallte Kimi Räikkönen ins Heck. Strafversetzt um zehn Plätze und im Rennen auch noch mit einer Durchfahrtsstrafe belegt sah er in Magny-Cours dann zwar wieder die Zielflagge - jedoch außerhalb der Punkte. In der WM liegt er nun 10 Punkte hinter der Spitze. Mit den "Randerscheinungen" neben der Piste droht Hamiltons Stern blasser zu werden, doch Hondas Teamchef Ross Brawn kennt solche Situationen und auch eine einfache Lösung dafür: Er müsse sich auf das Wesentliche konzentrieren - das Fahren. Auch Michael Schumacher habe zu Beginn seiner Formel-1-Karriere eine solche Phase durchlaufen müssen. Konzentration auf das Fahren"Das Fahren ist es, das ihn durch alles hindurchbringen wird", so Brawn. "Er muss sich auf das Fahren konzentrieren, dann wird alles andere sich selbst regeln." Auch der Honda-Teamchef erinnerte dabei daran, dass Hamilton eben keine jahrelange Erfahrung in der Formel 1 nachweisen kann. "Wir tendieren dazu zu vergessen, wie jung er noch ist und wie viele neue Erfahrungen auf ihn einprasseln", erklärte er der 'BBC'. "Ich hatte das Glück, mit Michael Schumacher zu arbeiten, als er durch diese Lernphase ging - und da war es nicht anders", fuhr er fort. "Die Aufmerksamkeit, die diesen Jungs zuteil wird, bedeutet einen irren Druck. Und dabei kann ihnen niemand wirklich helfen." Sie müssten diese Phase selbst durchstehen und daraus lernen. "Es kann ihnen niemand sagen, was die tun sollten. Sie müssen es damit auf die harte Tour lernen - selbstständig", so Brawn weiter. Dazu gehöre dann auch, dass es mit dem WM-Titel auch 2008 nichts werden könnte, zudem Ferrari auch noch "sehr stark" aussehe. "Lewis ist in der Lage, Weltmeister zu werden. Es ist nur die Frage, wie gut das Auto ist und wie der Würfel fällt."
Heikki Kovalainen möchte sich einfach in Ruhe weiter nach vorn arbeiten Zoom © xpb.cc
So richtig schlecht verlief die Saison von Heikki Kovalainen nicht. Aus dem Vorjahr bei Renault weiß er noch, wie schlecht ein Jahr beginnen kann. Dennoch: Bisher konnte er bei McLaren-Mercedes nur einen Podestplatz einfahren, in der WM liegt er noch hinter Nick Heidfeld auch Rang sechs und hat nur knapp halb so viele Punkte wie Teamkollege Lewis Hamilton. Aus der Ruhe bringen lässt sich der Finne aber nicht. Er warte nur auf ein problemloses Wochenende, dann könne auch er weitere Schritte nach vorn machen. "Ich glaube nicht, dass durch die Probleme meine Zuversicht gelitten hat", erklärte Kovalainen gegenüber 'autosport.com'. "Ich hatte ein paar schwierige Rennen. Aber insgesamt hatte ich auch starke Leistungen im Qualifying, doch dann hatte ich technische Probleme oder den Crash in Barcelona." Und wenn das Rennen einmal gut laufe - wie jüngst in Magny-Cours -, dann sei bereits im Qualifying etwas daneben gegangen - ebenfalls wie in Magny-Cours durch die Strafversetzung auf Rang 10. Die Stimmung beeinflusse das aber kaum. "Natürlich möchten alle im Team gute Ergebnisse haben und wir können auch versuchen, uns zu verbessern, am Wochenende alles zusammen zu bekommen und bessere Ergebnisse zu holen." Ein weiterer Strafenhagel auf McLaren-Mercedes stünde diesen Vorhaben aber im Weg, doch Kovalainen möchte von einer ungerechten Behandlung nichts wissen. "Wir sollten da nicht so viel hineininterpretieren", erklärte er. "Wir müssen sicherstellen, dass wir keine Fehler mehr machen - dann wird es auch keine Strafen mehr geben. Ich glaube nicht, dass es für McLaren mehr Strafen gibt als für andere." Vor allem vor dem Team-Heimspiel in Silverstone sei es nun wichtig, sich wieder auf das Wesentliche zu konzentrieren. "Ich bin mit dem Auto ganz zufrieden", erklärte er. "Beim Testen ist es aber schwierig zu sagen, was die anderen machen. Und Ferrari wird natürlich wieder stark sein."
Kimi Räikkönen schob sich wieder näher an die F1Total-Champ-Spitze heran Zoom © xpb.cc
Im Grand Prix von Frankreich hatte Kimi Räikkönen großes Glück, dass der gebrochene Auspuff seines Ferrari F2008 nicht zu einem Ausfall führte. Teamkollege Felipe Massa ging an ihm vorbei und gewann das Rennen sicher, Räikkönen schleppte seinen weidwunden Ferrari aber noch auf Rang zwei. Bei den 'Motorsport-Total.com'-Lesern wurde der Finne dennoch belohnt: Er sicherte sich 10 Punkte im 'F1Total Champ'. Mit einer Durchschnittsbewertung von 8,94 Punkten gewann Räikkönen die Frankreich-Wertung. Nur knapp dahinter (8,42) klassierte sich Jarno Trulli, der in Magny-Cours für Toyota auf das Siegerpodest fuhr. Felipe Massa wurde Dritter (7,45) vor Heikki Kovalainen (6,80). Auch Nelson Piquet Jr. Fahrt zu Rang acht wurde belohnt: 5,97 und Rang fünf im 'F1Total Champ'. Auf den letzten drei Plätzen, die Zähler in der Gesamtwertung des 'F1Total Champs' geben, landeten Robert Kubica (5,39), Mark Webber (5,23) und Sebastian Vettel (4,83). Fernando Alonso (4,77) ging damit ebenso punktelos aus wie Timo Glock (4,75) und Nick Heidfeld (3,07). Am Ende des Feldes fand sich Jenson Button mit nur 1,81 Punkten wieder. In der Gesamtwertung geht es nach dem Frankreich-Rennen sehr knapp zu. Kubica liegt mit 49 Punkten noch in Front, jedoch nur noch mit einem Punkte Vorsprung auf Räikkönen. Massa folgt mit 38 Punkten auf Rang drei vor Lews Hamilton (26) und Heikki Kovalainen (26). Bester Deutscher ist weiterhin Nick Heidfeld (23). Bei den Teams konnte sich Ferrari mit 86 Zählern etwas vom BMW Sauber F1 Team (72) absetzen. McLaren-Mercedes folgt mit größerem Abstand und 52 Punkten auf Rang drei. Toyota (23) hat Red Bull Racing (22) nun überholt. Wenn Sie auch beim F1Total Champ 2008 mitbestimmen wollen, dann melden Sie sich einfach unter diesem Link an
Gian Carlo Minardi erwartet, dass Lewis Hamilton weiter dazulerne Zoom © xpb.cc
In der Formel 1 ist Gian Carlo Minardi nur noch selten zu sehen, doch als langjähriger Teamchef und -besitzer bleibt man natürlich auf dem Laufenden. Auch den Italiener fasziniert der Kampf an der WM-Spitze und er gehört dabei zu denen, die an Lewis Hamilton - nun schon mit zehn Punkten Rückstand auf die Spitze - Kritik üben. "Meiner Meinung nach sind vier Fahrer besser als Hamilton", erklärte er. Zu diesen gehöre zum Beispiel "Robert Kubica, der seit dem ersten Rennen keine Fehler macht und nur im ersten Rennen nach der Kollision mit Kazuki Nakajima keine Punkte einfuhr. Ohne diesen Zwischenfall würde er heute die WM anführen." Auch einen seiner Ex-Schützlinge schätzt er momentan höher an: Fernando Alonso. Zwar erlebte der Doppelweltmeister in Magny-Cours ein Rennen zum Vergessen, dennoch hebt ihn Minardi in den Himmel. "Auch wenn sein Material nicht so konkurrenzfähig ist, so kann er damit immer etwas anstellen", erklärte er. Und auch die Ferrari-Fahrer Kimi Räikkönen und Felipe Massa schätzt er als besser ein. Dennoch: Hamilton bleibt auch für Minardi ein heißer Titelkandidat. "Momentan macht er Fehler, weil er einfach unerfahren ist", erklärte er. "Er zeigt sogar Nervosität. Im Laufe der nächsten Grands Prix wird er sicher zeigen können, dass er in dieser Beziehung wächst."
Zwei Tage nach seinen ersten Punkten wieder im Einsatz: Nelson Piquet Jr. Zoom © xpb.cc
Zwei Tage nach seinen ersten Formel-1-WM-Punkten von Magny-Cours stieg Nelson Piquet Jr. heute in Silverstone wieder in den Renault, um die Vorbereitungen von Renault auf den britischen Grand Prix am 6. Juli in Angriff zu nehmen. Der Brasilianer blieb dabei nicht vor einigen kleinen Problemen verschont, rollte am Nachmittag sogar bei Start und Ziel aus und musste seinen R28 stehen lassen. "Die Streckenbedingungen waren anfangs ziemlich rutschig, aber als die Strecke sauberer wurde, war es in Ordnung", erklärte Piquet. "Wir verbrachten den Tag damit, am Setup zu arbeiten, was ganz gut lief. Am Ende war das Auto schon viel besser. Wir wurden ein paar Mal unterbrochen, daher konnten wir nicht so viel fahren, wie wir es gerne gehabt hätten, aber es ist eine gute Basis für morgen. Dann werden wir unser Programm fortsetzen." Testteamchef Christian Silk fügte an: "Wir haben viel Arbeit erledigt, auch wenn wir von ein paar Schwierigkeiten heimgesucht wurden. Dennoch konnten wir vieles in Angriff nehmen. Wir konzentrierten uns auf Basisarbeiten am Setup für den Grand Prix, Aerodynamiktests und Reifenevaluierungen. Das werden wir an den kommenden Tagen fortsetzen." Für das Protokoll: Piquet absolvierte 68 Runden und wurde mit 1,609 Sekunden Rückstand auf Spitzenreiter Felipe Massa Siebenter unter zehn Piloten.
Force India führte heute in Silverstone ein neues Aerodynamikpaket ein Zoom © xpb.cc
In Magny-Cours waren die Kräfte recht deutlich verteilt: Ferrari einsam an der Spitze, dann McLaren-Mercedes, dahinter das BMW Sauber F1 Team und das hart umkämpfte Mittelfeld - und abgeschlagen am Ende Force India. Daher ließen sich Mike Gascoyne und sein Technikerstab ein neues Aerodynamikpaket einfallen, das heute in Silverstone erstmals getestet wurde. Testfahrer Vitantonio Liuzzi legte damit stattliche 108 Runden zurück und wurde mit 2,062 Sekunden Rückstand Neunter unter zehn Piloten. Langsamer war nur noch Sebastian Vettel mit technischen Problemen im Toro Rosso. Liuzzis Fazit fiel dennoch positiv aus: "Zum Glück war es trocken, dadurch konnten wir konstant fahren. Die Jungs haben einen wirklich guten Job gemacht und das Auto lief zuverlässig", sagte er. "Die neuen Teile hatten einen positiven Einfluss auf das Auto. Wir legten viele Kilometer zurück, drehten einige schnelle Runden und die Balance fühlte sich besser an. Das neue Paket funktioniert bislang gut - und hoffentlich werden wir an den kommenden beiden Tagen auch an Speed zulegen", meinte er weiter. Giancarlo Fisichella und Adrian Sutil sollen morgen und am Donnerstag nämlich weitere Updates bekommen. Gascoyne fasste den Tag abschließend zusammen: "Das war nützlich. Wir testeten die erste Stufe unseres Aeroupdates mit einem neuen Frontflügel, einem neuen Bodywork und einem neuen Diffusor. Alles lief genau wie vorhergesagt. Tonio probierte außerdem ein neues Benzinsystem aus und wir begannen mit dem Setup für den Grand Prix. Für morgen und übermorgen planen wir den Einsatz weiterer neuer Komponenten."
Kamui Kobayashi war schneller als der Rest des umkämpften Mittelfeldes Zoom © xpb.cc
Manchmal liegen Tief- und Höhepunkte gerade in der Formel 1 ganz eng beisammen: Kurz nach dem Tod von Ex-Teamchef Ove Andersson gelang Jarno Trulli am vergangenen Wochenende in Magny-Cours der erste Podestplatz der laufenden Saison. Diesen Schwung will das japanische Team nun auch über die Silverstone-Tests in den britischen Grand Prix mitnehmen. "Nach dem tollen Resultat am Wochenende steht uns hier wieder eine stressige Testwoche bevor", erklärte Testteamchef Gerd Pfeiffer, für den heute Kamui Kobayashi im Einsatz war. "Kamui arbeitete zu Beginn an der Aerodynamik und am Setup. Er ist zum ersten Mal in Silverstone gefahren und brauchte ein paar Runs, um sich an die Strecke zu gewöhnen, aber danach arbeitete er sehr gut und er absolvierte alles, was wir geplant hatten." Der GP2-Junior von Toyota drehte insgesamt 82 Runden und war als Vierter schnellster Verfolger der drei Topteams. Auf Spitzenreiter Felipe Massa fehlten ihm 1,147 Sekunden. Angesichts der Tatsache, dass er zuvor nur eine Runde auf einem Roller in Silverstone gedreht hatte, war dies eine respektable Leistung. Erschwerend kam auch noch ein Motorendefekt hinzu. "Die Strecke macht Spaß, vor allem gefällt mir die schnelle Becketts-Kurve. Der letzte Sektor ist schwierig, vor allem die doppelte Haarnadel bei Luffield, wo es knifflig ist, die richtige Linie zu finden", bilanzierte Kobayashi. "Wir probierten verschiedene Setups und aerodynamische Konfigurationen aus. Wir haben das Programm komplett abgespult, also war es ein guter Tag." Morgen wird Trulli das Cockpit des Toyota TF108 übernehmen. Der Italiener soll die Vorbereitungen auf Silverstone fortsetzen.
Quelle: motorsport-total.com
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| Formel 1 » Trotz Defekt: Positiver Testauftakt für Ferrari |
Trotz Defekt: Positiver Testauftakt für Ferrari
24.06.2008 - 17:45
Jarno Trulli strahlte in Magny-Cours nach seinem erkämpften dritten Rang Zoom © xpb.cc
Frage: "Herzlichen Glückwunsch zum dritten Platz; wie war es, wieder auf dem Podium zu stehen?" Jarno Trulli: "Es ist einfach ein fantastisches Gefühl und es war eine großartige Belohnung für alle Mitarbeiter des Teams, ein so perfektes Wochenende zu haben. Ich weiß, wie hart in Köln alle daran arbeiten, das Auto zu verbessern, und meine Ingenieure und Mechaniker haben in Magny-Cours ein Maximum an Leistung gebracht. Es war toll, diesen Moment auf dem Podium mit ihnen zu teilen und danach die Zufriedenheit in der Garage zu sehen. Dies gibt uns enormen Auftrieb für die zweite Hälfte der Saison." Frage: "Hattest du erwartet, um das Podium kämpfen zu können?" Trulli: "Zu Beginn des Wochenendes habe ich nicht erwartet, dass ich um den dritten Platz kämpfen würde, soviel ist sicher. Wir hatten aber einige neue Aeroteile am Auto, von denen wir eine Verbesserung erwarteten, und im Laufe des Wochenendes bekam ich zunehmend das Gefühl, dass wir ziemlich gut dastanden. Der vierte Platz im Qualifying war ein tolles Ergebnis und danach hatte ich den Eindruck, dass wir eine sehr gute Chance auf einen Platz unter den ersten Sechs hatten und, falls alles gut lief, vielleicht auch das Podium ins Auge fassen konnten. Ich war wirklich heiß auf das Rennen, weil ich glaubte, dass ein fantastisches Resultat möglich war, und bin natürlich glücklich, dass alles so gut geklappt hat." Frage: "War es ein schweres Rennen für dich?" Trulli: "Ich habe mich das ganze Rennen hindurch maximal reingehängt und wirklich hart gefightet, wie ich das immer tue. Es war nicht einfach, aber als ich beim Start an Fernando vorbeikam, wusste ich, dass wir eine Chance hatten. Ich habe daher nie aufgegeben und jede Runde voll Druck gemacht. Ich musste stark sein, um mich vorne halten zu können, weil wir gegen Autos zu kämpfen hatten, die etwas schneller waren als unseres. Das Rennen war schwer, ich war aber fest entschlossen, ein tolles Resultat zu holen - ganz besonders in diesem Rennen, nach dem, was mit Ove Andersson passiert ist. Wir wollten den Erfolg als Tribut an ihn, weil er so viel für das Team getan hat. Leider konnte er dieses tolle Resultat nicht miterleben, es war aber fantastisch, ihm meinen dritten Platz widmen zu können." Frage: "Wie waren die letzten Runden für dich?" : "Gegen Ende des Rennens war es sehr aufregend, als ich mit Heikki kämpfen musste. Es regnete etwas und unter diesen Bedingungen ist es schwieriger, vorne liegen, weil man nicht genau weiß, was einen in den einzelnen Kurven erwartet. Es ist einfacher, dem Vordermann zu folgen. Heikki fuhr also sehr dicht an mich heran und setzte mich stark unter Druck. Ich war aber entschlossen, meine Position nicht zu verlieren. Zwei Runden vor Schluss zog er neben mich, ich blieb aber stark und gab nicht auf. Es war knapp, ich habe aber hart gefightet und meinen Platz gehalten." Frage: "Kannst du den Vorfall näher beschreiben?" Trulli: "Er zog neben mich und ich nahm die Innenlinie, wodurch wir Rad an Rad lagen. Ich wollte diese Position auf keinen Fall verlieren, das Podium war ja praktisch schon in Sicht. Wir haben uns nicht berührt, weil ich ihm gerade noch genug Raum gelassen habe. Es war wie ein Gokart-Rennen. Ich hatte nicht erwartet, in der Formel 1 einmal die Gelegenheit zu haben, so zu fahren! Es war ein Kampf, der Spaß gemacht hat, besonders für mich, weil ich mich ja behaupten konnte. Ich würde mich freuen, in jedem Rennen auf diese Weise um das Podium kämpfen zu können!" Frage: "Wie haben sich die Dinge seit dem letzten Jahr verändert?" Trulli: "Dieses Jahr sind wir viel konkurrenzfähiger; das Auto wirkt ausgewogener und ich kann mehr Druck machen, weil es sich sehr gut fahren lässt. Das Auto ist ganz einfach schneller als im letzten Jahr und das bedeutet, dass wir konkurrenzfähiger sind. Wir haben bereits erheblich mehr Punkte gesammelt als im ganzen Jahr 2007. Das zeigt, dass wir besser geworden sind, und ist der harten Arbeit aller Mitarbeiter des Teams zu verdanken. Wir wissen, dass wir noch etwas hinter den schnellsten Wagen zurückliegen, aber wir haben gezeigt, dass wir in manchen Rennen mit McLaren und BMW mithalten können. Wir möchten dazu häufiger in der Lage sein, weswegen wir das Auto weiter verbessern müssen. Ich bin mir aber sicher, dass wir in die richtige Richtung gehen."
Frage: "Und was meinst du, wie du dieses Jahr gefahren bist?" Trulli: "Ich glaube, ich fahre besser den je. Ich habe Erfahrung und ich glaube, ich werde jedes Jahr besser, weil man aus Fehlern oder Erfahrungen stets etwas lernt. Mit einem konkurrenzfähigen Auto kann ich vorne mitkämpfen, da bin ich mir sicher. In Frankreich hat man gesehen, wie entschlossen und nüchtern ich bin; ich habe bis zum Ende gekämpft und das hat mir wirklich Spaß gemacht."
In Abu Dhabi findet 2009 das Saisonfinale der Formel 1 statt Zoom © xpb.cc
Das Formel-1-Feld erwartet im Jahr 2009 eine lange Saison. Am 16. März wird das Formel-1-Jahr traditionell in Melbourne starten, das Ende folgte dann erst am 15. November in Abu Dhabi, der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate. Alle Rennen der Saison 2008 finden auch 2009 statt - neu hinzu kommt lediglich das Stadtrennen in Abu Dhabi. Dennoch gibt es einige Veränderungen: Der Türkei-Grand-Prix rutscht vom Mai in den August und das Rennen in Silverstone wird vor dem Frankreich-Grand-Prix über die Bühne gehen - bisher war dies umgedreht. Im ersten Entwurf fehlt zudem Indianapolis. Dort gab es zuletzt wieder Hinweise darauf, dass man die Formel 1 zurückwolle - so man denn einen finanziellen Partner finde. Da die Saison mit 19 Rennen ohnehin schon recht voll ist, ist eine Rückkehr nun so gut wie ausgeschlossen. Eine Unklarheit betrifft auch den Deutschland-Grand-Prix. Nach Hockenheim in diesem Jahr ist 2009 wieder der Nürburgring an der Reihe, doch es bleibt abzuwarten, ob das Rennen auch als Großer Preis von Deutschland ausgetragen werden wird. Schon 2007 fand das Rennen als Grand Prix von Europa statt, da die Namensrechte beim Hockenheimveranstalter AvD liegen. Der Europa-Grand-Prix ist nun jedoch in Valencia, sodass hier weitere Entwicklungen abgewartet werden müssen.
Die FIA möchte die Formel 1 zusammen mit dem Teams umgestalten Zoom © xpb.cc
Der Machtkampf in der Formel 1 geht in eine weitere Runde. Nachdem die Unterzeichnung eines neuen Concorde Agreements zwischen Teams, Ausrichtern und der FIA immer mehr ins Hintertreffen geriet, kristallisierte sich heraus, dass dies vor allem an der künftigen Machtverteilung in der Formel 1 liegt. Die FIA fürchtet, durch den neuen Entwurf an Einfluss zu verlieren und nur noch für die sportlichen Aspekte verantwortlich zu sein. Umso spannender wurden die Ergebnisse der heutigen Sitzung des World Councils erwartet. Und einige Überraschungen finden sich auch in der Erklärung der FIA. So möchte die oberste Sportbehörde mit den Formel-1-Teams weitreichende Gespräche darüber führen, wir die Effizienz der Formel 1 verbessert werden kann. Explizit eingeschlossen darin sind auch "neue technische Regularien für die Meisterschaft". Keine massiv höheren Gebühren für die Teams"Dies beinhaltet auch eine Bewertung der Führung der Formel 1", heißt es in der Pressemitteilung weiter. Die FIA möchte sich dem Kampf um die Macht also stellen und sich vor allem die Zustimmung der Teams sichern. Aus den geplanten höheren Nenngebühren wurde somit nichts - denn die Teams zunächst stärker zu belasten und dann ihre Zustimmung im Machtkampf zu bekommen, erschien wohl aussichtslos. Die Teams müssen für 2009 eine Nenngebühr von 309.000 Euro zahlen - das sind lediglich drei Prozent mehr als in dieser Saison, die mit der Inflation erklärt wurden. Jedoch: Man setzt den Teams gleichzeitig die Pistole auf die Brust und möchte eine drohende "Piratenserie" schnell wieder in der Versenkung verschwinden lassen. Die Einschreibeperiode für die Saison 2009 wurde massiv nach vorn verlegt. Vom 1. bis zum 31. Juli 2008 müssen die Teams die Unterlagen zur Meldung anfordern. Über zusätzliche Gebühren, die einer erweiterten Sicherheit an der Strecke zugute kommen soll, wird zu einem späteren Punkt aber noch einmal verhandelt - jedoch unter Einbeziehung der betroffenen Teams. Formel-2-Meisterschaft schon ab 2009?Eine weitere Entscheidung, die zumindest indirekt die Formel 1 näher an die FIA binden soll, ist die Einführung einer eignen Nachwuchsserie. Die GP2-Serie, welche die Formel 3000 ablöste, ist ein Renault-Produkt. Schon für 2009 möchte die FIA jedoch etwas Eignes anbieten wollen. "Die FIA wird eine neue Nachwuchsserie für die Formel 1 ausschreiben", heißt es. "Diese Meisterschaft, genannt Formel 2, würde 2009 beginnen und als preiswerte Plattform fungieren, um Fahrertalente für die Formel 1 zu entwickeln. Es wird erwartet, dass dies mit einem Budget von circa 200.000 Euro pro Auto in einer Saison erreicht werden kann." Bis auf die Nenngebühren und die vorgezogene Einschreibung der Teams sind konkrete Entscheidungen nicht gefallen. Die angekündigten Gespräche mit den Teams für die Formel-1-Zukunft müssen noch anlaufen, ebenso der Aufbau der neuen Formel 2 - denn bis 1984 gab es diese Serie bereits, wurde dann von der Formel 3000 aber abgelöst.
Bruno Senna möchte sich zunächst auf die GP2-Meisterschaft konzentrieren Zoom © xpb.cc
Solange es aus München und Hinwil keine offizielle Bestätigung gibt, wer für das BMW Sauber F1 Team im Jahr 2009 fahren wird, solange werden die Spekulationen weitergehen. Nick Heidfeld habe angeblich einen Vertrag bis 2009, auf Robert Kubica besitze das Team zudem eine Option, die sicher gezogen wird, um den Kanada-Sieger zu halten. Doch: Nichts Genaues weiß man nicht. Nun brachte 'Sport Bild online' eine bisher nicht erwähnte Variante ins Spiel: Bruno Senna, derzeit in der GP2 auf dem zweiten Gesamtrang, stehe in intensiven Verhandlungen mit BMW. Dessen Mentor in der Formel 1, Toro-Rosso-Teilhaber Gerhard Berger, habe sich in Magny-Cours erneut mit seinem Ex-Kollegen und BMW Motorsport Direktor Mario Theissen getroffen. Das Thema: Senna. "Ich helfe Bruno und seiner Familie, die sich um seine Karriere kümmert, so gut es geht. Seine Entwicklung zeigt deutlich nach oben", so Berger gegenüber der 'Sport Bild'. Wie genau es aber weitergeht, steht aber in den Sternen. Jedoch berichtet 'Sport Bild online', dass nicht nur ein Testposten in Aussicht steht - sondern auch ein Stammcockpit. Für Senna selbst liegt der Fokus aber weiter auf der GP2-Serie. Zusammen mit dem iSport-Team möchte er in der Nachwuchsserie erfolgreich sein. "Dann kann ich ein bisschen mehr träumen", so der 24-Jährige.
Lewis Hamilton muss erkennen, dass die Erwartungen an ihn ansteigen Zoom © xpb.cc
Die Souveränität, die Lewis Hamilton während seiner ersten Formel-1-Saison 2007 ausstrahlte, überraschte alle. Und auch wenn er Fehler machte, man stand es ihm zu - es war ja sein Lehrjahr. Nun, in seiner zweiten Saison, wird der Druck auf den Engländer immer größer. Die Medien zeigen immer weniger Verständnis für Fehler - auch wenn er gerade einmal 25 Grands Prix gefahren hat - und immer häufiger ist sein Privatleben Mittelpunkt der Berichterstattung. Nach Monaco und dem dortigen Sieg war er noch der gefeierte Held. Doch in Kanada übersah er die rote Ampel an der Ausfahrt der Boxengasse und knallte Kimi Räikkönen ins Heck. Strafversetzt um zehn Plätze und im Rennen auch noch mit einer Durchfahrtsstrafe belegt sah er in Magny-Cours dann zwar wieder die Zielflagge - jedoch außerhalb der Punkte. In der WM liegt er nun 10 Punkte hinter der Spitze. Mit den "Randerscheinungen" neben der Piste droht Hamiltons Stern blasser zu werden, doch Hondas Teamchef Ross Brawn kennt solche Situationen und auch eine einfache Lösung dafür: Er müsse sich auf das Wesentliche konzentrieren - das Fahren. Auch Michael Schumacher habe zu Beginn seiner Formel-1-Karriere eine solche Phase durchlaufen müssen. Konzentration auf das Fahren"Das Fahren ist es, das ihn durch alles hindurchbringen wird", so Brawn. "Er muss sich auf das Fahren konzentrieren, dann wird alles andere sich selbst regeln." Auch der Honda-Teamchef erinnerte dabei daran, dass Hamilton eben keine jahrelange Erfahrung in der Formel 1 nachweisen kann. "Wir tendieren dazu zu vergessen, wie jung er noch ist und wie viele neue Erfahrungen auf ihn einprasseln", erklärte er der 'BBC'. "Ich hatte das Glück, mit Michael Schumacher zu arbeiten, als er durch diese Lernphase ging - und da war es nicht anders", fuhr er fort. "Die Aufmerksamkeit, die diesen Jungs zuteil wird, bedeutet einen irren Druck. Und dabei kann ihnen niemand wirklich helfen." Sie müssten diese Phase selbst durchstehen und daraus lernen. "Es kann ihnen niemand sagen, was die tun sollten. Sie müssen es damit auf die harte Tour lernen - selbstständig", so Brawn weiter. Dazu gehöre dann auch, dass es mit dem WM-Titel auch 2008 nichts werden könnte, zudem Ferrari auch noch "sehr stark" aussehe. "Lewis ist in der Lage, Weltmeister zu werden. Es ist nur die Frage, wie gut das Auto ist und wie der Würfel fällt."
Heikki Kovalainen möchte sich einfach in Ruhe weiter nach vorn arbeiten Zoom © xpb.cc
So richtig schlecht verlief die Saison von Heikki Kovalainen nicht. Aus dem Vorjahr bei Renault weiß er noch, wie schlecht ein Jahr beginnen kann. Dennoch: Bisher konnte er bei McLaren-Mercedes nur einen Podestplatz einfahren, in der WM liegt er noch hinter Nick Heidfeld auch Rang sechs und hat nur knapp halb so viele Punkte wie Teamkollege Lewis Hamilton. Aus der Ruhe bringen lässt sich der Finne aber nicht. Er warte nur auf ein problemloses Wochenende, dann könne auch er weitere Schritte nach vorn machen. "Ich glaube nicht, dass durch die Probleme meine Zuversicht gelitten hat", erklärte Kovalainen gegenüber 'autosport.com'. "Ich hatte ein paar schwierige Rennen. Aber insgesamt hatte ich auch starke Leistungen im Qualifying, doch dann hatte ich technische Probleme oder den Crash in Barcelona." Und wenn das Rennen einmal gut laufe - wie jüngst in Magny-Cours -, dann sei bereits im Qualifying etwas daneben gegangen - ebenfalls wie in Magny-Cours durch die Strafversetzung auf Rang 10. Die Stimmung beeinflusse das aber kaum. "Natürlich möchten alle im Team gute Ergebnisse haben und wir können auch versuchen, uns zu verbessern, am Wochenende alles zusammen zu bekommen und bessere Ergebnisse zu holen." Ein weiterer Strafenhagel auf McLaren-Mercedes stünde diesen Vorhaben aber im Weg, doch Kovalainen möchte von einer ungerechten Behandlung nichts wissen. "Wir sollten da nicht so viel hineininterpretieren", erklärte er. "Wir müssen sicherstellen, dass wir keine Fehler mehr machen - dann wird es auch keine Strafen mehr geben. Ich glaube nicht, dass es für McLaren mehr Strafen gibt als für andere." Vor allem vor dem Team-Heimspiel in Silverstone sei es nun wichtig, sich wieder auf das Wesentliche zu konzentrieren. "Ich bin mit dem Auto ganz zufrieden", erklärte er. "Beim Testen ist es aber schwierig zu sagen, was die anderen machen. Und Ferrari wird natürlich wieder stark sein."
Kimi Räikkönen schob sich wieder näher an die F1Total-Champ-Spitze heran Zoom © xpb.cc
Im Grand Prix von Frankreich hatte Kimi Räikkönen großes Glück, dass der gebrochene Auspuff seines Ferrari F2008 nicht zu einem Ausfall führte. Teamkollege Felipe Massa ging an ihm vorbei und gewann das Rennen sicher, Räikkönen schleppte seinen weidwunden Ferrari aber noch auf Rang zwei. Bei den 'Motorsport-Total.com'-Lesern wurde der Finne dennoch belohnt: Er sicherte sich 10 Punkte im 'F1Total Champ'. Mit einer Durchschnittsbewertung von 8,94 Punkten gewann Räikkönen die Frankreich-Wertung. Nur knapp dahinter (8,42) klassierte sich Jarno Trulli, der in Magny-Cours für Toyota auf das Siegerpodest fuhr. Felipe Massa wurde Dritter (7,45) vor Heikki Kovalainen (6,80). Auch Nelson Piquet Jr. Fahrt zu Rang acht wurde belohnt: 5,97 und Rang fünf im 'F1Total Champ'. Auf den letzten drei Plätzen, die Zähler in der Gesamtwertung des 'F1Total Champs' geben, landeten Robert Kubica (5,39), Mark Webber (5,23) und Sebastian Vettel (4,83). Fernando Alonso (4,77) ging damit ebenso punktelos aus wie Timo Glock (4,75) und Nick Heidfeld (3,07). Am Ende des Feldes fand sich Jenson Button mit nur 1,81 Punkten wieder. In der Gesamtwertung geht es nach dem Frankreich-Rennen sehr knapp zu. Kubica liegt mit 49 Punkten noch in Front, jedoch nur noch mit einem Punkte Vorsprung auf Räikkönen. Massa folgt mit 38 Punkten auf Rang drei vor Lews Hamilton (26) und Heikki Kovalainen (26). Bester Deutscher ist weiterhin Nick Heidfeld (23). Bei den Teams konnte sich Ferrari mit 86 Zählern etwas vom BMW Sauber F1 Team (72) absetzen. McLaren-Mercedes folgt mit größerem Abstand und 52 Punkten auf Rang drei. Toyota (23) hat Red Bull Racing (22) nun überholt. Wenn Sie auch beim F1Total Champ 2008 mitbestimmen wollen, dann melden Sie sich einfach unter diesem Link an
Gian Carlo Minardi erwartet, dass Lewis Hamilton weiter dazulerne Zoom © xpb.cc
In der Formel 1 ist Gian Carlo Minardi nur noch selten zu sehen, doch als langjähriger Teamchef und -besitzer bleibt man natürlich auf dem Laufenden. Auch den Italiener fasziniert der Kampf an der WM-Spitze und er gehört dabei zu denen, die an Lewis Hamilton - nun schon mit zehn Punkten Rückstand auf die Spitze - Kritik üben. "Meiner Meinung nach sind vier Fahrer besser als Hamilton", erklärte er. Zu diesen gehöre zum Beispiel "Robert Kubica, der seit dem ersten Rennen keine Fehler macht und nur im ersten Rennen nach der Kollision mit Kazuki Nakajima keine Punkte einfuhr. Ohne diesen Zwischenfall würde er heute die WM anführen." Auch einen seiner Ex-Schützlinge schätzt er momentan höher an: Fernando Alonso. Zwar erlebte der Doppelweltmeister in Magny-Cours ein Rennen zum Vergessen, dennoch hebt ihn Minardi in den Himmel. "Auch wenn sein Material nicht so konkurrenzfähig ist, so kann er damit immer etwas anstellen", erklärte er. Und auch die Ferrari-Fahrer Kimi Räikkönen und Felipe Massa schätzt er als besser ein. Dennoch: Hamilton bleibt auch für Minardi ein heißer Titelkandidat. "Momentan macht er Fehler, weil er einfach unerfahren ist", erklärte er. "Er zeigt sogar Nervosität. Im Laufe der nächsten Grands Prix wird er sicher zeigen können, dass er in dieser Beziehung wächst."
Zwei Tage nach seinen ersten Punkten wieder im Einsatz: Nelson Piquet Jr. Zoom © xpb.cc
Zwei Tage nach seinen ersten Formel-1-WM-Punkten von Magny-Cours stieg Nelson Piquet Jr. heute in Silverstone wieder in den Renault, um die Vorbereitungen von Renault auf den britischen Grand Prix am 6. Juli in Angriff zu nehmen. Der Brasilianer blieb dabei nicht vor einigen kleinen Problemen verschont, rollte am Nachmittag sogar bei Start und Ziel aus und musste seinen R28 stehen lassen. "Die Streckenbedingungen waren anfangs ziemlich rutschig, aber als die Strecke sauberer wurde, war es in Ordnung", erklärte Piquet. "Wir verbrachten den Tag damit, am Setup zu arbeiten, was ganz gut lief. Am Ende war das Auto schon viel besser. Wir wurden ein paar Mal unterbrochen, daher konnten wir nicht so viel fahren, wie wir es gerne gehabt hätten, aber es ist eine gute Basis für morgen. Dann werden wir unser Programm fortsetzen." Testteamchef Christian Silk fügte an: "Wir haben viel Arbeit erledigt, auch wenn wir von ein paar Schwierigkeiten heimgesucht wurden. Dennoch konnten wir vieles in Angriff nehmen. Wir konzentrierten uns auf Basisarbeiten am Setup für den Grand Prix, Aerodynamiktests und Reifenevaluierungen. Das werden wir an den kommenden Tagen fortsetzen." Für das Protokoll: Piquet absolvierte 68 Runden und wurde mit 1,609 Sekunden Rückstand auf Spitzenreiter Felipe Massa Siebenter unter zehn Piloten.
Force India führte heute in Silverstone ein neues Aerodynamikpaket ein Zoom © xpb.cc
In Magny-Cours waren die Kräfte recht deutlich verteilt: Ferrari einsam an der Spitze, dann McLaren-Mercedes, dahinter das BMW Sauber F1 Team und das hart umkämpfte Mittelfeld - und abgeschlagen am Ende Force India. Daher ließen sich Mike Gascoyne und sein Technikerstab ein neues Aerodynamikpaket einfallen, das heute in Silverstone erstmals getestet wurde. Testfahrer Vitantonio Liuzzi legte damit stattliche 108 Runden zurück und wurde mit 2,062 Sekunden Rückstand Neunter unter zehn Piloten. Langsamer war nur noch Sebastian Vettel mit technischen Problemen im Toro Rosso. Liuzzis Fazit fiel dennoch positiv aus: "Zum Glück war es trocken, dadurch konnten wir konstant fahren. Die Jungs haben einen wirklich guten Job gemacht und das Auto lief zuverlässig", sagte er. "Die neuen Teile hatten einen positiven Einfluss auf das Auto. Wir legten viele Kilometer zurück, drehten einige schnelle Runden und die Balance fühlte sich besser an. Das neue Paket funktioniert bislang gut - und hoffentlich werden wir an den kommenden beiden Tagen auch an Speed zulegen", meinte er weiter. Giancarlo Fisichella und Adrian Sutil sollen morgen und am Donnerstag nämlich weitere Updates bekommen. Gascoyne fasste den Tag abschließend zusammen: "Das war nützlich. Wir testeten die erste Stufe unseres Aeroupdates mit einem neuen Frontflügel, einem neuen Bodywork und einem neuen Diffusor. Alles lief genau wie vorhergesagt. Tonio probierte außerdem ein neues Benzinsystem aus und wir begannen mit dem Setup für den Grand Prix. Für morgen und übermorgen planen wir den Einsatz weiterer neuer Komponenten."
Kamui Kobayashi war schneller als der Rest des umkämpften Mittelfeldes Zoom © xpb.cc
Manchmal liegen Tief- und Höhepunkte gerade in der Formel 1 ganz eng beisammen: Kurz nach dem Tod von Ex-Teamchef Ove Andersson gelang Jarno Trulli am vergangenen Wochenende in Magny-Cours der erste Podestplatz der laufenden Saison. Diesen Schwung will das japanische Team nun auch über die Silverstone-Tests in den britischen Grand Prix mitnehmen. "Nach dem tollen Resultat am Wochenende steht uns hier wieder eine stressige Testwoche bevor", erklärte Testteamchef Gerd Pfeiffer, für den heute Kamui Kobayashi im Einsatz war. "Kamui arbeitete zu Beginn an der Aerodynamik und am Setup. Er ist zum ersten Mal in Silverstone gefahren und brauchte ein paar Runs, um sich an die Strecke zu gewöhnen, aber danach arbeitete er sehr gut und er absolvierte alles, was wir geplant hatten." Der GP2-Junior von Toyota drehte insgesamt 82 Runden und war als Vierter schnellster Verfolger der drei Topteams. Auf Spitzenreiter Felipe Massa fehlten ihm 1,147 Sekunden. Angesichts der Tatsache, dass er zuvor nur eine Runde auf einem Roller in Silverstone gedreht hatte, war dies eine respektable Leistung. Erschwerend kam auch noch ein Motorendefekt hinzu. "Die Strecke macht Spaß, vor allem gefällt mir die schnelle Becketts-Kurve. Der letzte Sektor ist schwierig, vor allem die doppelte Haarnadel bei Luffield, wo es knifflig ist, die richtige Linie zu finden", bilanzierte Kobayashi. "Wir probierten verschiedene Setups und aerodynamische Konfigurationen aus. Wir haben das Programm komplett abgespult, also war es ein guter Tag." Morgen wird Trulli das Cockpit des Toyota TF108 übernehmen. Der Italiener soll die Vorbereitungen auf Silverstone fortsetzen.
Felipe Massa rollte kurz vor Schluss mit einem technischen Defekt aus Zoom © xpb.cc
Nur zwei Tage nach seinem Sieg in Magny-Cours erzielte Felipe Massa heute beim Testauftakt in Silverstone Bestzeit. Der Ferrari-Pilot absolvierte 71 Runden, die schnellste davon in 1:20.188 Minuten. Damit hatte er 0,289 Sekunden Vorsprung auf Heikki Kovalainen und 0,807 auf Robert Kubica. Massa bestätigte damit das, was viele Experten prognostiziert haben: dass der F2008 auf den Kurs in Silverstone optimal zugeschnitten ist. Heute kamen obendrein auch noch neue aerodynamische und mechanische Komponenten zum Einsatz, außerdem wurden erste Setupvarianten für den britischen Grand Prix am 6. Juli getestet. Den einzigen Rückschlag setzte es etwa eine halbe Stunde vor Schluss, als Massa mit einem technischen Defekt ausrollte. Seitens Ferrari wurde nicht näher spezifiziert, was die Ursache dafür war. Massa wird das Testprogramm morgen fortsetzen, am Donnerstag soll dann Kimi Räikkönen übernehmen.
Quelle: motorsport-total.com
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| Formel 1 » Massa Schnellster am ersten Tag in Silverstone |
Massa Schnellster am ersten Tag in Silverstone
24.06.2008 - 17:10
Jarno Trulli strahlte in Magny-Cours nach seinem erkämpften dritten Rang Zoom © xpb.cc
Frage: "Herzlichen Glückwunsch zum dritten Platz; wie war es, wieder auf dem Podium zu stehen?" Jarno Trulli: "Es ist einfach ein fantastisches Gefühl und es war eine großartige Belohnung für alle Mitarbeiter des Teams, ein so perfektes Wochenende zu haben. Ich weiß, wie hart in Köln alle daran arbeiten, das Auto zu verbessern, und meine Ingenieure und Mechaniker haben in Magny-Cours ein Maximum an Leistung gebracht. Es war toll, diesen Moment auf dem Podium mit ihnen zu teilen und danach die Zufriedenheit in der Garage zu sehen. Dies gibt uns enormen Auftrieb für die zweite Hälfte der Saison." Frage: "Hattest du erwartet, um das Podium kämpfen zu können?" Trulli: "Zu Beginn des Wochenendes habe ich nicht erwartet, dass ich um den dritten Platz kämpfen würde, soviel ist sicher. Wir hatten aber einige neue Aeroteile am Auto, von denen wir eine Verbesserung erwarteten, und im Laufe des Wochenendes bekam ich zunehmend das Gefühl, dass wir ziemlich gut dastanden. Der vierte Platz im Qualifying war ein tolles Ergebnis und danach hatte ich den Eindruck, dass wir eine sehr gute Chance auf einen Platz unter den ersten Sechs hatten und, falls alles gut lief, vielleicht auch das Podium ins Auge fassen konnten. Ich war wirklich heiß auf das Rennen, weil ich glaubte, dass ein fantastisches Resultat möglich war, und bin natürlich glücklich, dass alles so gut geklappt hat." Frage: "War es ein schweres Rennen für dich?" Trulli: "Ich habe mich das ganze Rennen hindurch maximal reingehängt und wirklich hart gefightet, wie ich das immer tue. Es war nicht einfach, aber als ich beim Start an Fernando vorbeikam, wusste ich, dass wir eine Chance hatten. Ich habe daher nie aufgegeben und jede Runde voll Druck gemacht. Ich musste stark sein, um mich vorne halten zu können, weil wir gegen Autos zu kämpfen hatten, die etwas schneller waren als unseres. Das Rennen war schwer, ich war aber fest entschlossen, ein tolles Resultat zu holen - ganz besonders in diesem Rennen, nach dem, was mit Ove Andersson passiert ist. Wir wollten den Erfolg als Tribut an ihn, weil er so viel für das Team getan hat. Leider konnte er dieses tolle Resultat nicht miterleben, es war aber fantastisch, ihm meinen dritten Platz widmen zu können." Frage: "Wie waren die letzten Runden für dich?" : "Gegen Ende des Rennens war es sehr aufregend, als ich mit Heikki kämpfen musste. Es regnete etwas und unter diesen Bedingungen ist es schwieriger, vorne liegen, weil man nicht genau weiß, was einen in den einzelnen Kurven erwartet. Es ist einfacher, dem Vordermann zu folgen. Heikki fuhr also sehr dicht an mich heran und setzte mich stark unter Druck. Ich war aber entschlossen, meine Position nicht zu verlieren. Zwei Runden vor Schluss zog er neben mich, ich blieb aber stark und gab nicht auf. Es war knapp, ich habe aber hart gefightet und meinen Platz gehalten." Frage: "Kannst du den Vorfall näher beschreiben?" Trulli: "Er zog neben mich und ich nahm die Innenlinie, wodurch wir Rad an Rad lagen. Ich wollte diese Position auf keinen Fall verlieren, das Podium war ja praktisch schon in Sicht. Wir haben uns nicht berührt, weil ich ihm gerade noch genug Raum gelassen habe. Es war wie ein Gokart-Rennen. Ich hatte nicht erwartet, in der Formel 1 einmal die Gelegenheit zu haben, so zu fahren! Es war ein Kampf, der Spaß gemacht hat, besonders für mich, weil ich mich ja behaupten konnte. Ich würde mich freuen, in jedem Rennen auf diese Weise um das Podium kämpfen zu können!" Frage: "Wie haben sich die Dinge seit dem letzten Jahr verändert?" Trulli: "Dieses Jahr sind wir viel konkurrenzfähiger; das Auto wirkt ausgewogener und ich kann mehr Druck machen, weil es sich sehr gut fahren lässt. Das Auto ist ganz einfach schneller als im letzten Jahr und das bedeutet, dass wir konkurrenzfähiger sind. Wir haben bereits erheblich mehr Punkte gesammelt als im ganzen Jahr 2007. Das zeigt, dass wir besser geworden sind, und ist der harten Arbeit aller Mitarbeiter des Teams zu verdanken. Wir wissen, dass wir noch etwas hinter den schnellsten Wagen zurückliegen, aber wir haben gezeigt, dass wir in manchen Rennen mit McLaren und BMW mithalten können. Wir möchten dazu häufiger in der Lage sein, weswegen wir das Auto weiter verbessern müssen. Ich bin mir aber sicher, dass wir in die richtige Richtung gehen."
Frage: "Und was meinst du, wie du dieses Jahr gefahren bist?" Trulli: "Ich glaube, ich fahre besser den je. Ich habe Erfahrung und ich glaube, ich werde jedes Jahr besser, weil man aus Fehlern oder Erfahrungen stets etwas lernt. Mit einem konkurrenzfähigen Auto kann ich vorne mitkämpfen, da bin ich mir sicher. In Frankreich hat man gesehen, wie entschlossen und nüchtern ich bin; ich habe bis zum Ende gekämpft und das hat mir wirklich Spaß gemacht."
In Abu Dhabi findet 2009 das Saisonfinale der Formel 1 statt Zoom © xpb.cc
Das Formel-1-Feld erwartet im Jahr 2009 eine lange Saison. Am 16. März wird das Formel-1-Jahr traditionell in Melbourne starten, das Ende folgte dann erst am 15. November in Abu Dhabi, der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate. Alle Rennen der Saison 2008 finden auch 2009 statt - neu hinzu kommt lediglich das Stadtrennen in Abu Dhabi. Dennoch gibt es einige Veränderungen: Der Türkei-Grand-Prix rutscht vom Mai in den August und das Rennen in Silverstone wird vor dem Frankreich-Grand-Prix über die Bühne gehen - bisher war dies umgedreht. Im ersten Entwurf fehlt zudem Indianapolis. Dort gab es zuletzt wieder Hinweise darauf, dass man die Formel 1 zurückwolle - so man denn einen finanziellen Partner finde. Da die Saison mit 19 Rennen ohnehin schon recht voll ist, ist eine Rückkehr nun so gut wie ausgeschlossen. Eine Unklarheit betrifft auch den Deutschland-Grand-Prix. Nach Hockenheim in diesem Jahr ist 2009 wieder der Nürburgring an der Reihe, doch es bleibt abzuwarten, ob das Rennen auch als Großer Preis von Deutschland ausgetragen werden wird. Schon 2007 fand das Rennen als Grand Prix von Europa statt, da die Namensrechte beim Hockenheimveranstalter AvD liegen. Der Europa-Grand-Prix ist nun jedoch in Valencia, sodass hier weitere Entwicklungen abgewartet werden müssen.
Die FIA möchte die Formel 1 zusammen mit dem Teams umgestalten Zoom © xpb.cc
Der Machtkampf in der Formel 1 geht in eine weitere Runde. Nachdem die Unterzeichnung eines neuen Concorde Agreements zwischen Teams, Ausrichtern und der FIA immer mehr ins Hintertreffen geriet, kristallisierte sich heraus, dass dies vor allem an der künftigen Machtverteilung in der Formel 1 liegt. Die FIA fürchtet, durch den neuen Entwurf an Einfluss zu verlieren und nur noch für die sportlichen Aspekte verantwortlich zu sein. Umso spannender wurden die Ergebnisse der heutigen Sitzung des World Councils erwartet. Und einige Überraschungen finden sich auch in der Erklärung der FIA. So möchte die oberste Sportbehörde mit den Formel-1-Teams weitreichende Gespräche darüber führen, wir die Effizienz der Formel 1 verbessert werden kann. Explizit eingeschlossen darin sind auch "neue technische Regularien für die Meisterschaft". Keine massiv höheren Gebühren für die Teams"Dies beinhaltet auch eine Bewertung der Führung der Formel 1", heißt es in der Pressemitteilung weiter. Die FIA möchte sich dem Kampf um die Macht also stellen und sich vor allem die Zustimmung der Teams sichern. Aus den geplanten höheren Nenngebühren wurde somit nichts - denn die Teams zunächst stärker zu belasten und dann ihre Zustimmung im Machtkampf zu bekommen, erschien wohl aussichtslos. Die Teams müssen für 2009 eine Nenngebühr von 309.000 Euro zahlen - das sind lediglich drei Prozent mehr als in dieser Saison, die mit der Inflation erklärt wurden. Jedoch: Man setzt den Teams gleichzeitig die Pistole auf die Brust und möchte eine drohende "Piratenserie" schnell wieder in der Versenkung verschwinden lassen. Die Einschreibeperiode für die Saison 2009 wurde massiv nach vorn verlegt. Vom 1. bis zum 31. Juli 2008 müssen die Teams die Unterlagen zur Meldung anfordern. Über zusätzliche Gebühren, die einer erweiterten Sicherheit an der Strecke zugute kommen soll, wird zu einem späteren Punkt aber noch einmal verhandelt - jedoch unter Einbeziehung der betroffenen Teams. Formel-2-Meisterschaft schon ab 2009?Eine weitere Entscheidung, die zumindest indirekt die Formel 1 näher an die FIA binden soll, ist die Einführung einer eignen Nachwuchsserie. Die GP2-Serie, welche die Formel 3000 ablöste, ist ein Renault-Produkt. Schon für 2009 möchte die FIA jedoch etwas Eignes anbieten wollen. "Die FIA wird eine neue Nachwuchsserie für die Formel 1 ausschreiben", heißt es. "Diese Meisterschaft, genannt Formel 2, würde 2009 beginnen und als preiswerte Plattform fungieren, um Fahrertalente für die Formel 1 zu entwickeln. Es wird erwartet, dass dies mit einem Budget von circa 200.000 Euro pro Auto in einer Saison erreicht werden kann." Bis auf die Nenngebühren und die vorgezogene Einschreibung der Teams sind konkrete Entscheidungen nicht gefallen. Die angekündigten Gespräche mit den Teams für die Formel-1-Zukunft müssen noch anlaufen, ebenso der Aufbau der neuen Formel 2 - denn bis 1984 gab es diese Serie bereits, wurde dann von der Formel 3000 aber abgelöst.
Bruno Senna möchte sich zunächst auf die GP2-Meisterschaft konzentrieren Zoom © xpb.cc
Solange es aus München und Hinwil keine offizielle Bestätigung gibt, wer für das BMW Sauber F1 Team im Jahr 2009 fahren wird, solange werden die Spekulationen weitergehen. Nick Heidfeld habe angeblich einen Vertrag bis 2009, auf Robert Kubica besitze das Team zudem eine Option, die sicher gezogen wird, um den Kanada-Sieger zu halten. Doch: Nichts Genaues weiß man nicht. Nun brachte 'Sport Bild online' eine bisher nicht erwähnte Variante ins Spiel: Bruno Senna, derzeit in der GP2 auf dem zweiten Gesamtrang, stehe in intensiven Verhandlungen mit BMW. Dessen Mentor in der Formel 1, Toro-Rosso-Teilhaber Gerhard Berger, habe sich in Magny-Cours erneut mit seinem Ex-Kollegen und BMW Motorsport Direktor Mario Theissen getroffen. Das Thema: Senna. "Ich helfe Bruno und seiner Familie, die sich um seine Karriere kümmert, so gut es geht. Seine Entwicklung zeigt deutlich nach oben", so Berger gegenüber der 'Sport Bild'. Wie genau es aber weitergeht, steht aber in den Sternen. Jedoch berichtet 'Sport Bild online', dass nicht nur ein Testposten in Aussicht steht - sondern auch ein Stammcockpit. Für Senna selbst liegt der Fokus aber weiter auf der GP2-Serie. Zusammen mit dem iSport-Team möchte er in der Nachwuchsserie erfolgreich sein. "Dann kann ich ein bisschen mehr träumen", so der 24-Jährige.
Lewis Hamilton muss erkennen, dass die Erwartungen an ihn ansteigen Zoom © xpb.cc
Die Souveränität, die Lewis Hamilton während seiner ersten Formel-1-Saison 2007 ausstrahlte, überraschte alle. Und auch wenn er Fehler machte, man stand es ihm zu - es war ja sein Lehrjahr. Nun, in seiner zweiten Saison, wird der Druck auf den Engländer immer größer. Die Medien zeigen immer weniger Verständnis für Fehler - auch wenn er gerade einmal 25 Grands Prix gefahren hat - und immer häufiger ist sein Privatleben Mittelpunkt der Berichterstattung. Nach Monaco und dem dortigen Sieg war er noch der gefeierte Held. Doch in Kanada übersah er die rote Ampel an der Ausfahrt der Boxengasse und knallte Kimi Räikkönen ins Heck. Strafversetzt um zehn Plätze und im Rennen auch noch mit einer Durchfahrtsstrafe belegt sah er in Magny-Cours dann zwar wieder die Zielflagge - jedoch außerhalb der Punkte. In der WM liegt er nun 10 Punkte hinter der Spitze. Mit den "Randerscheinungen" neben der Piste droht Hamiltons Stern blasser zu werden, doch Hondas Teamchef Ross Brawn kennt solche Situationen und auch eine einfache Lösung dafür: Er müsse sich auf das Wesentliche konzentrieren - das Fahren. Auch Michael Schumacher habe zu Beginn seiner Formel-1-Karriere eine solche Phase durchlaufen müssen. Konzentration auf das Fahren"Das Fahren ist es, das ihn durch alles hindurchbringen wird", so Brawn. "Er muss sich auf das Fahren konzentrieren, dann wird alles andere sich selbst regeln." Auch der Honda-Teamchef erinnerte dabei daran, dass Hamilton eben keine jahrelange Erfahrung in der Formel 1 nachweisen kann. "Wir tendieren dazu zu vergessen, wie jung er noch ist und wie viele neue Erfahrungen auf ihn einprasseln", erklärte er der 'BBC'. "Ich hatte das Glück, mit Michael Schumacher zu arbeiten, als er durch diese Lernphase ging - und da war es nicht anders", fuhr er fort. "Die Aufmerksamkeit, die diesen Jungs zuteil wird, bedeutet einen irren Druck. Und dabei kann ihnen niemand wirklich helfen." Sie müssten diese Phase selbst durchstehen und daraus lernen. "Es kann ihnen niemand sagen, was die tun sollten. Sie müssen es damit auf die harte Tour lernen - selbstständig", so Brawn weiter. Dazu gehöre dann auch, dass es mit dem WM-Titel auch 2008 nichts werden könnte, zudem Ferrari auch noch "sehr stark" aussehe. "Lewis ist in der Lage, Weltmeister zu werden. Es ist nur die Frage, wie gut das Auto ist und wie der Würfel fällt."
Heikki Kovalainen möchte sich einfach in Ruhe weiter nach vorn arbeiten Zoom © xpb.cc
So richtig schlecht verlief die Saison von Heikki Kovalainen nicht. Aus dem Vorjahr bei Renault weiß er noch, wie schlecht ein Jahr beginnen kann. Dennoch: Bisher konnte er bei McLaren-Mercedes nur einen Podestplatz einfahren, in der WM liegt er noch hinter Nick Heidfeld auch Rang sechs und hat nur knapp halb so viele Punkte wie Teamkollege Lewis Hamilton. Aus der Ruhe bringen lässt sich der Finne aber nicht. Er warte nur auf ein problemloses Wochenende, dann könne auch er weitere Schritte nach vorn machen. "Ich glaube nicht, dass durch die Probleme meine Zuversicht gelitten hat", erklärte Kovalainen gegenüber 'autosport.com'. "Ich hatte ein paar schwierige Rennen. Aber insgesamt hatte ich auch starke Leistungen im Qualifying, doch dann hatte ich technische Probleme oder den Crash in Barcelona." Und wenn das Rennen einmal gut laufe - wie jüngst in Magny-Cours -, dann sei bereits im Qualifying etwas daneben gegangen - ebenfalls wie in Magny-Cours durch die Strafversetzung auf Rang 10. Die Stimmung beeinflusse das aber kaum. "Natürlich möchten alle im Team gute Ergebnisse haben und wir können auch versuchen, uns zu verbessern, am Wochenende alles zusammen zu bekommen und bessere Ergebnisse zu holen." Ein weiterer Strafenhagel auf McLaren-Mercedes stünde diesen Vorhaben aber im Weg, doch Kovalainen möchte von einer ungerechten Behandlung nichts wissen. "Wir sollten da nicht so viel hineininterpretieren", erklärte er. "Wir müssen sicherstellen, dass wir keine Fehler mehr machen - dann wird es auch keine Strafen mehr geben. Ich glaube nicht, dass es für McLaren mehr Strafen gibt als für andere." Vor allem vor dem Team-Heimspiel in Silverstone sei es nun wichtig, sich wieder auf das Wesentliche zu konzentrieren. "Ich bin mit dem Auto ganz zufrieden", erklärte er. "Beim Testen ist es aber schwierig zu sagen, was die anderen machen. Und Ferrari wird natürlich wieder stark sein."
Kimi Räikkönen schob sich wieder näher an die F1Total-Champ-Spitze heran Zoom © xpb.cc
Im Grand Prix von Frankreich hatte Kimi Räikkönen großes Glück, dass der gebrochene Auspuff seines Ferrari F2008 nicht zu einem Ausfall führte. Teamkollege Felipe Massa ging an ihm vorbei und gewann das Rennen sicher, Räikkönen schleppte seinen weidwunden Ferrari aber noch auf Rang zwei. Bei den 'Motorsport-Total.com'-Lesern wurde der Finne dennoch belohnt: Er sicherte sich 10 Punkte im 'F1Total Champ'. Mit einer Durchschnittsbewertung von 8,94 Punkten gewann Räikkönen die Frankreich-Wertung. Nur knapp dahinter (8,42) klassierte sich Jarno Trulli, der in Magny-Cours für Toyota auf das Siegerpodest fuhr. Felipe Massa wurde Dritter (7,45) vor Heikki Kovalainen (6,80). Auch Nelson Piquet Jr. Fahrt zu Rang acht wurde belohnt: 5,97 und Rang fünf im 'F1Total Champ'. Auf den letzten drei Plätzen, die Zähler in der Gesamtwertung des 'F1Total Champs' geben, landeten Robert Kubica (5,39), Mark Webber (5,23) und Sebastian Vettel (4,83). Fernando Alonso (4,77) ging damit ebenso punktelos aus wie Timo Glock (4,75) und Nick Heidfeld (3,07). Am Ende des Feldes fand sich Jenson Button mit nur 1,81 Punkten wieder. In der Gesamtwertung geht es nach dem Frankreich-Rennen sehr knapp zu. Kubica liegt mit 49 Punkten noch in Front, jedoch nur noch mit einem Punkte Vorsprung auf Räikkönen. Massa folgt mit 38 Punkten auf Rang drei vor Lews Hamilton (26) und Heikki Kovalainen (26). Bester Deutscher ist weiterhin Nick Heidfeld (23). Bei den Teams konnte sich Ferrari mit 86 Zählern etwas vom BMW Sauber F1 Team (72) absetzen. McLaren-Mercedes folgt mit größerem Abstand und 52 Punkten auf Rang drei. Toyota (23) hat Red Bull Racing (22) nun überholt. Wenn Sie auch beim F1Total Champ 2008 mitbestimmen wollen, dann melden Sie sich einfach unter diesem Link an
Gian Carlo Minardi erwartet, dass Lewis Hamilton weiter dazulerne Zoom © xpb.cc
In der Formel 1 ist Gian Carlo Minardi nur noch selten zu sehen, doch als langjähriger Teamchef und -besitzer bleibt man natürlich auf dem Laufenden. Auch den Italiener fasziniert der Kampf an der WM-Spitze und er gehört dabei zu denen, die an Lewis Hamilton - nun schon mit zehn Punkten Rückstand auf die Spitze - Kritik üben. "Meiner Meinung nach sind vier Fahrer besser als Hamilton", erklärte er. Zu diesen gehöre zum Beispiel "Robert Kubica, der seit dem ersten Rennen keine Fehler macht und nur im ersten Rennen nach der Kollision mit Kazuki Nakajima keine Punkte einfuhr. Ohne diesen Zwischenfall würde er heute die WM anführen." Auch einen seiner Ex-Schützlinge schätzt er momentan höher an: Fernando Alonso. Zwar erlebte der Doppelweltmeister in Magny-Cours ein Rennen zum Vergessen, dennoch hebt ihn Minardi in den Himmel. "Auch wenn sein Material nicht so konkurrenzfähig ist, so kann er damit immer etwas anstellen", erklärte er. Und auch die Ferrari-Fahrer Kimi Räikkönen und Felipe Massa schätzt er als besser ein. Dennoch: Hamilton bleibt auch für Minardi ein heißer Titelkandidat. "Momentan macht er Fehler, weil er einfach unerfahren ist", erklärte er. "Er zeigt sogar Nervosität. Im Laufe der nächsten Grands Prix wird er sicher zeigen können, dass er in dieser Beziehung wächst."
Zwei Tage nach seinen ersten Punkten wieder im Einsatz: Nelson Piquet Jr. Zoom © xpb.cc
Zwei Tage nach seinen ersten Formel-1-WM-Punkten von Magny-Cours stieg Nelson Piquet Jr. heute in Silverstone wieder in den Renault, um die Vorbereitungen von Renault auf den britischen Grand Prix am 6. Juli in Angriff zu nehmen. Der Brasilianer blieb dabei nicht vor einigen kleinen Problemen verschont, rollte am Nachmittag sogar bei Start und Ziel aus und musste seinen R28 stehen lassen. "Die Streckenbedingungen waren anfangs ziemlich rutschig, aber als die Strecke sauberer wurde, war es in Ordnung", erklärte Piquet. "Wir verbrachten den Tag damit, am Setup zu arbeiten, was ganz gut lief. Am Ende war das Auto schon viel besser. Wir wurden ein paar Mal unterbrochen, daher konnten wir nicht so viel fahren, wie wir es gerne gehabt hätten, aber es ist eine gute Basis für morgen. Dann werden wir unser Programm fortsetzen." Testteamchef Christian Silk fügte an: "Wir haben viel Arbeit erledigt, auch wenn wir von ein paar Schwierigkeiten heimgesucht wurden. Dennoch konnten wir vieles in Angriff nehmen. Wir konzentrierten uns auf Basisarbeiten am Setup für den Grand Prix, Aerodynamiktests und Reifenevaluierungen. Das werden wir an den kommenden Tagen fortsetzen." Für das Protokoll: Piquet absolvierte 68 Runden und wurde mit 1,609 Sekunden Rückstand auf Spitzenreiter Felipe Massa Siebenter unter zehn Piloten.
Force India führte heute in Silverstone ein neues Aerodynamikpaket ein Zoom © xpb.cc
In Magny-Cours waren die Kräfte recht deutlich verteilt: Ferrari einsam an der Spitze, dann McLaren-Mercedes, dahinter das BMW Sauber F1 Team und das hart umkämpfte Mittelfeld - und abgeschlagen am Ende Force India. Daher ließen sich Mike Gascoyne und sein Technikerstab ein neues Aerodynamikpaket einfallen, das heute in Silverstone erstmals getestet wurde. Testfahrer Vitantonio Liuzzi legte damit stattliche 108 Runden zurück und wurde mit 2,062 Sekunden Rückstand Neunter unter zehn Piloten. Langsamer war nur noch Sebastian Vettel mit technischen Problemen im Toro Rosso. Liuzzis Fazit fiel dennoch positiv aus: "Zum Glück war es trocken, dadurch konnten wir konstant fahren. Die Jungs haben einen wirklich guten Job gemacht und das Auto lief zuverlässig", sagte er. "Die neuen Teile hatten einen positiven Einfluss auf das Auto. Wir legten viele Kilometer zurück, drehten einige schnelle Runden und die Balance fühlte sich besser an. Das neue Paket funktioniert bislang gut - und hoffentlich werden wir an den kommenden beiden Tagen auch an Speed zulegen", meinte er weiter. Giancarlo Fisichella und Adrian Sutil sollen morgen und am Donnerstag nämlich weitere Updates bekommen. Gascoyne fasste den Tag abschließend zusammen: "Das war nützlich. Wir testeten die erste Stufe unseres Aeroupdates mit einem neuen Frontflügel, einem neuen Bodywork und einem neuen Diffusor. Alles lief genau wie vorhergesagt. Tonio probierte außerdem ein neues Benzinsystem aus und wir begannen mit dem Setup für den Grand Prix. Für morgen und übermorgen planen wir den Einsatz weiterer neuer Komponenten."
Kamui Kobayashi war schneller als der Rest des umkämpften Mittelfeldes Zoom © xpb.cc
Manchmal liegen Tief- und Höhepunkte gerade in der Formel 1 ganz eng beisammen: Kurz nach dem Tod von Ex-Teamchef Ove Andersson gelang Jarno Trulli am vergangenen Wochenende in Magny-Cours der erste Podestplatz der laufenden Saison. Diesen Schwung will das japanische Team nun auch über die Silverstone-Tests in den britischen Grand Prix mitnehmen. "Nach dem tollen Resultat am Wochenende steht uns hier wieder eine stressige Testwoche bevor", erklärte Testteamchef Gerd Pfeiffer, für den heute Kamui Kobayashi im Einsatz war. "Kamui arbeitete zu Beginn an der Aerodynamik und am Setup. Er ist zum ersten Mal in Silverstone gefahren und brauchte ein paar Runs, um sich an die Strecke zu gewöhnen, aber danach arbeitete er sehr gut und er absolvierte alles, was wir geplant hatten." Der GP2-Junior von Toyota drehte insgesamt 82 Runden und war als Vierter schnellster Verfolger der drei Topteams. Auf Spitzenreiter Felipe Massa fehlten ihm 1,147 Sekunden. Angesichts der Tatsache, dass er zuvor nur eine Runde auf einem Roller in Silverstone gedreht hatte, war dies eine respektable Leistung. Erschwerend kam auch noch ein Motorendefekt hinzu. "Die Strecke macht Spaß, vor allem gefällt mir die schnelle Becketts-Kurve. Der letzte Sektor ist schwierig, vor allem die doppelte Haarnadel bei Luffield, wo es knifflig ist, die richtige Linie zu finden", bilanzierte Kobayashi. "Wir probierten verschiedene Setups und aerodynamische Konfigurationen aus. Wir haben das Programm komplett abgespult, also war es ein guter Tag." Morgen wird Trulli das Cockpit des Toyota TF108 übernehmen. Der Italiener soll die Vorbereitungen auf Silverstone fortsetzen.
Felipe Massa rollte kurz vor Schluss mit einem technischen Defekt aus Zoom © xpb.cc
Nur zwei Tage nach seinem Sieg in Magny-Cours erzielte Felipe Massa heute beim Testauftakt in Silverstone Bestzeit. Der Ferrari-Pilot absolvierte 71 Runden, die schnellste davon in 1:20.188 Minuten. Damit hatte er 0,289 Sekunden Vorsprung auf Heikki Kovalainen und 0,807 auf Robert Kubica. Massa bestätigte damit das, was viele Experten prognostiziert haben: dass der F2008 auf den Kurs in Silverstone optimal zugeschnitten ist. Heute kamen obendrein auch noch neue aerodynamische und mechanische Komponenten zum Einsatz, außerdem wurden erste Setupvarianten für den britischen Grand Prix am 6. Juli getestet. Den einzigen Rückschlag setzte es etwa eine halbe Stunde vor Schluss, als Massa mit einem technischen Defekt ausrollte. Seitens Ferrari wurde nicht näher spezifiziert, was die Ursache dafür war. Massa wird das Testprogramm morgen fortsetzen, am Donnerstag soll dann Kimi Räikkönen übernehmen.
Felipe Massa fuhr Bestzeit, obwohl sein Arbeitstag frühzeitig beendet war Zoom © xpb.cc
Nur zwei Tage nach dem Grand Prix von Frankreich begannen heute im britischen Silverstone die Vorbereitungen auf den nächsten WM-Lauf am 6. Juli. Alle zehn Teams nutzten am ersten von insgesamt drei Tagen die Gelegenheit, auf jener Strecke zu testen, auf der in zwölf Tagen der Grand Prix stattfinden wird. Das Rennwochenende in Silverstone ist bereits ausverkauft, daher nutzten heute viele Fans die Gelegenheit, Formel-1-Autos auf der Insel in Action zu sehen. Außerdem spielte das Wetter mit: Am Vormittag war es sogar teilweise sonnig, ehe es später ein wenig zuzog und abkühlte. Regen tauchte aber den ganzen Tag nicht auf. Somit herrschten trotz einer leichten Brise Wind fast optimale Bedingungen, um diverse neue Teile auszuprobieren. Ferrari wieder mit BestzeitFür McLaren-Mercedes war am ersten Tag Heikki Kovalainen im Einsatz Zoom © xpb.cc Am schnellsten war Magny-Cours-Sieger Felipe Massa (71 Runden), der weiterhin auf Wolke sieben schwebt und seinen Ferrari zu einer Bestzeit von 1:20.188 Minuten peitschte. Damit war der neue WM-Leader trotz eines Defekts am Ende der Session um ein ganzes Stück schneller als seine Verfolger Heikki Kovalainen (McLaren-Mercedes/+ 0,289/90 Runden) und Robert Kubica (BMW Sauber F1 Team/+ 0,807/82 Runden) - ein gutes Zeichen für den Großbritannien-Grand-Prix. Den Aufwärtstrend bei Toyota bestätigte in Abwesenheit von Podiumsheld Jarno Trulli Testfahrer Kamui Kobayashi (82 Runden), denn obwohl der Japaner die Strecke noch nicht kannte und sich am Vormittag erst einmal einfahren musste, landete er mit 1,147 Sekunden Rückstand an der vierten Stelle. Der GP2-Pilot blieb zwischendurch ohne Vortrieb stehen und arbeitete am Setup und an der Aerodynamik seines TF108. Nico Rosberg (Williams-Toyota/+ 1,222/88 Runden) und Mark Webber (Red-Bull-Renault/+ 1,377/94 Runden) belegten die Positionen fünf und sechs, unmittelbar vor Nelson Piquet Jr. (+ 1,609/68 Runden). Der Renault-Pilot, der in Magny-Cours seine ersten beiden WM-Punkte geholt hat, erlitt am Nachmittag einen technischen Defekt und rollte bei Start und Ziel aus. Ihm blieb nichts anderes übrig als über die Boxenmauer zurück zu den Garagen zu klettern. VJM01 mit vielen VeränderungenVitantonio Liuzzi testete ein technisches Paket mit zahlreichen Neuerungen Zoom © xpb.cc Achter wurde Jenson Button (Honda/+ 1,893/90 Runden) - ohne optisch auffällige Neuerungen an seinem RA108. Dafür packte Force-India-Ferrari heute ein umfangreiches Update für den VJM01 aus, das Vitantonio Liuzzi einfahren durfte. Der Italiener spulte 108 Runden ab und hatte 2,062 Sekunden Rückstand auf Massa. Augenscheinlichste Änderung am von Mike Gascoyne weiterentwickelten Chassis sind neue Luftleitbleche im Frontbereich. Der Pechvogel des heutigen Tages war Sebastian Vettel, denn der Deutsche musste seinen Toro-Rosso-Ferrari mit technischen Problemen schon am Vormittag abstellen und konnte nicht mehr ins Geschehen eingreifen. Dadurch wurde er mit 3,665 Sekunden Rückstand Zehnter und Letzter - und er kam nicht über zehn Runden hinaus. Zumindest darf er aber morgen einen ganzen statt nur einen halben Tag testen.
Quelle: motorsport-total.com
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| Formel 1 » Bei Räikkönen überwiegt die Freude |
Bei Räikkönen überwiegt die Freude
24.06.2008 - 15:19
Jarno Trulli strahlte in Magny-Cours nach seinem erkämpften dritten Rang Zoom © xpb.cc
Frage: "Herzlichen Glückwunsch zum dritten Platz; wie war es, wieder auf dem Podium zu stehen?" Jarno Trulli: "Es ist einfach ein fantastisches Gefühl und es war eine großartige Belohnung für alle Mitarbeiter des Teams, ein so perfektes Wochenende zu haben. Ich weiß, wie hart in Köln alle daran arbeiten, das Auto zu verbessern, und meine Ingenieure und Mechaniker haben in Magny-Cours ein Maximum an Leistung gebracht. Es war toll, diesen Moment auf dem Podium mit ihnen zu teilen und danach die Zufriedenheit in der Garage zu sehen. Dies gibt uns enormen Auftrieb für die zweite Hälfte der Saison." Frage: "Hattest du erwartet, um das Podium kämpfen zu können?" Trulli: "Zu Beginn des Wochenendes habe ich nicht erwartet, dass ich um den dritten Platz kämpfen würde, soviel ist sicher. Wir hatten aber einige neue Aeroteile am Auto, von denen wir eine Verbesserung erwarteten, und im Laufe des Wochenendes bekam ich zunehmend das Gefühl, dass wir ziemlich gut dastanden. Der vierte Platz im Qualifying war ein tolles Ergebnis und danach hatte ich den Eindruck, dass wir eine sehr gute Chance auf einen Platz unter den ersten Sechs hatten und, falls alles gut lief, vielleicht auch das Podium ins Auge fassen konnten. Ich war wirklich heiß auf das Rennen, weil ich glaubte, dass ein fantastisches Resultat möglich war, und bin natürlich glücklich, dass alles so gut geklappt hat." Frage: "War es ein schweres Rennen für dich?" Trulli: "Ich habe mich das ganze Rennen hindurch maximal reingehängt und wirklich hart gefightet, wie ich das immer tue. Es war nicht einfach, aber als ich beim Start an Fernando vorbeikam, wusste ich, dass wir eine Chance hatten. Ich habe daher nie aufgegeben und jede Runde voll Druck gemacht. Ich musste stark sein, um mich vorne halten zu können, weil wir gegen Autos zu kämpfen hatten, die etwas schneller waren als unseres. Das Rennen war schwer, ich war aber fest entschlossen, ein tolles Resultat zu holen - ganz besonders in diesem Rennen, nach dem, was mit Ove Andersson passiert ist. Wir wollten den Erfolg als Tribut an ihn, weil er so viel für das Team getan hat. Leider konnte er dieses tolle Resultat nicht miterleben, es war aber fantastisch, ihm meinen dritten Platz widmen zu können." Frage: "Wie waren die letzten Runden für dich?" : "Gegen Ende des Rennens war es sehr aufregend, als ich mit Heikki kämpfen musste. Es regnete etwas und unter diesen Bedingungen ist es schwieriger, vorne liegen, weil man nicht genau weiß, was einen in den einzelnen Kurven erwartet. Es ist einfacher, dem Vordermann zu folgen. Heikki fuhr also sehr dicht an mich heran und setzte mich stark unter Druck. Ich war aber entschlossen, meine Position nicht zu verlieren. Zwei Runden vor Schluss zog er neben mich, ich blieb aber stark und gab nicht auf. Es war knapp, ich habe aber hart gefightet und meinen Platz gehalten." Frage: "Kannst du den Vorfall näher beschreiben?" Trulli: "Er zog neben mich und ich nahm die Innenlinie, wodurch wir Rad an Rad lagen. Ich wollte diese Position auf keinen Fall verlieren, das Podium war ja praktisch schon in Sicht. Wir haben uns nicht berührt, weil ich ihm gerade noch genug Raum gelassen habe. Es war wie ein Gokart-Rennen. Ich hatte nicht erwartet, in der Formel 1 einmal die Gelegenheit zu haben, so zu fahren! Es war ein Kampf, der Spaß gemacht hat, besonders für mich, weil ich mich ja behaupten konnte. Ich würde mich freuen, in jedem Rennen auf diese Weise um das Podium kämpfen zu können!" Frage: "Wie haben sich die Dinge seit dem letzten Jahr verändert?" Trulli: "Dieses Jahr sind wir viel konkurrenzfähiger; das Auto wirkt ausgewogener und ich kann mehr Druck machen, weil es sich sehr gut fahren lässt. Das Auto ist ganz einfach schneller als im letzten Jahr und das bedeutet, dass wir konkurrenzfähiger sind. Wir haben bereits erheblich mehr Punkte gesammelt als im ganzen Jahr 2007. Das zeigt, dass wir besser geworden sind, und ist der harten Arbeit aller Mitarbeiter des Teams zu verdanken. Wir wissen, dass wir noch etwas hinter den schnellsten Wagen zurückliegen, aber wir haben gezeigt, dass wir in manchen Rennen mit McLaren und BMW mithalten können. Wir möchten dazu häufiger in der Lage sein, weswegen wir das Auto weiter verbessern müssen. Ich bin mir aber sicher, dass wir in die richtige Richtung gehen."
Frage: "Und was meinst du, wie du dieses Jahr gefahren bist?" Trulli: "Ich glaube, ich fahre besser den je. Ich habe Erfahrung und ich glaube, ich werde jedes Jahr besser, weil man aus Fehlern oder Erfahrungen stets etwas lernt. Mit einem konkurrenzfähigen Auto kann ich vorne mitkämpfen, da bin ich mir sicher. In Frankreich hat man gesehen, wie entschlossen und nüchtern ich bin; ich habe bis zum Ende gekämpft und das hat mir wirklich Spaß gemacht."
In Abu Dhabi findet 2009 das Saisonfinale der Formel 1 statt Zoom © xpb.cc
Das Formel-1-Feld erwartet im Jahr 2009 eine lange Saison. Am 16. März wird das Formel-1-Jahr traditionell in Melbourne starten, das Ende folgte dann erst am 15. November in Abu Dhabi, der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate. Alle Rennen der Saison 2008 finden auch 2009 statt - neu hinzu kommt lediglich das Stadtrennen in Abu Dhabi. Dennoch gibt es einige Veränderungen: Der Türkei-Grand-Prix rutscht vom Mai in den August und das Rennen in Silverstone wird vor dem Frankreich-Grand-Prix über die Bühne gehen - bisher war dies umgedreht. Im ersten Entwurf fehlt zudem Indianapolis. Dort gab es zuletzt wieder Hinweise darauf, dass man die Formel 1 zurückwolle - so man denn einen finanziellen Partner finde. Da die Saison mit 19 Rennen ohnehin schon recht voll ist, ist eine Rückkehr nun so gut wie ausgeschlossen. Eine Unklarheit betrifft auch den Deutschland-Grand-Prix. Nach Hockenheim in diesem Jahr ist 2009 wieder der Nürburgring an der Reihe, doch es bleibt abzuwarten, ob das Rennen auch als Großer Preis von Deutschland ausgetragen werden wird. Schon 2007 fand das Rennen als Grand Prix von Europa statt, da die Namensrechte beim Hockenheimveranstalter AvD liegen. Der Europa-Grand-Prix ist nun jedoch in Valencia, sodass hier weitere Entwicklungen abgewartet werden müssen.
Die FIA möchte die Formel 1 zusammen mit dem Teams umgestalten Zoom © xpb.cc
Der Machtkampf in der Formel 1 geht in eine weitere Runde. Nachdem die Unterzeichnung eines neuen Concorde Agreements zwischen Teams, Ausrichtern und der FIA immer mehr ins Hintertreffen geriet, kristallisierte sich heraus, dass dies vor allem an der künftigen Machtverteilung in der Formel 1 liegt. Die FIA fürchtet, durch den neuen Entwurf an Einfluss zu verlieren und nur noch für die sportlichen Aspekte verantwortlich zu sein. Umso spannender wurden die Ergebnisse der heutigen Sitzung des World Councils erwartet. Und einige Überraschungen finden sich auch in der Erklärung der FIA. So möchte die oberste Sportbehörde mit den Formel-1-Teams weitreichende Gespräche darüber führen, wir die Effizienz der Formel 1 verbessert werden kann. Explizit eingeschlossen darin sind auch "neue technische Regularien für die Meisterschaft". Keine massiv höheren Gebühren für die Teams"Dies beinhaltet auch eine Bewertung der Führung der Formel 1", heißt es in der Pressemitteilung weiter. Die FIA möchte sich dem Kampf um die Macht also stellen und sich vor allem die Zustimmung der Teams sichern. Aus den geplanten höheren Nenngebühren wurde somit nichts - denn die Teams zunächst stärker zu belasten und dann ihre Zustimmung im Machtkampf zu bekommen, erschien wohl aussichtslos. Die Teams müssen für 2009 eine Nenngebühr von 309.000 Euro zahlen - das sind lediglich drei Prozent mehr als in dieser Saison, die mit der Inflation erklärt wurden. Jedoch: Man setzt den Teams gleichzeitig die Pistole auf die Brust und möchte eine drohende "Piratenserie" schnell wieder in der Versenkung verschwinden lassen. Die Einschreibeperiode für die Saison 2009 wurde massiv nach vorn verlegt. Vom 1. bis zum 31. Juli 2008 müssen die Teams die Unterlagen zur Meldung anfordern. Über zusätzliche Gebühren, die einer erweiterten Sicherheit an der Strecke zugute kommen soll, wird zu einem späteren Punkt aber noch einmal verhandelt - jedoch unter Einbeziehung der betroffenen Teams. Formel-2-Meisterschaft schon ab 2009?Eine weitere Entscheidung, die zumindest indirekt die Formel 1 näher an die FIA binden soll, ist die Einführung einer eignen Nachwuchsserie. Die GP2-Serie, welche die Formel 3000 ablöste, ist ein Renault-Produkt. Schon für 2009 möchte die FIA jedoch etwas Eignes anbieten wollen. "Die FIA wird eine neue Nachwuchsserie für die Formel 1 ausschreiben", heißt es. "Diese Meisterschaft, genannt Formel 2, würde 2009 beginnen und als preiswerte Plattform fungieren, um Fahrertalente für die Formel 1 zu entwickeln. Es wird erwartet, dass dies mit einem Budget von circa 200.000 Euro pro Auto in einer Saison erreicht werden kann." Bis auf die Nenngebühren und die vorgezogene Einschreibung der Teams sind konkrete Entscheidungen nicht gefallen. Die angekündigten Gespräche mit den Teams für die Formel-1-Zukunft müssen noch anlaufen, ebenso der Aufbau der neuen Formel 2 - denn bis 1984 gab es diese Serie bereits, wurde dann von der Formel 3000 aber abgelöst.
Bruno Senna möchte sich zunächst auf die GP2-Meisterschaft konzentrieren Zoom © xpb.cc
Solange es aus München und Hinwil keine offizielle Bestätigung gibt, wer für das BMW Sauber F1 Team im Jahr 2009 fahren wird, solange werden die Spekulationen weitergehen. Nick Heidfeld habe angeblich einen Vertrag bis 2009, auf Robert Kubica besitze das Team zudem eine Option, die sicher gezogen wird, um den Kanada-Sieger zu halten. Doch: Nichts Genaues weiß man nicht. Nun brachte 'Sport Bild online' eine bisher nicht erwähnte Variante ins Spiel: Bruno Senna, derzeit in der GP2 auf dem zweiten Gesamtrang, stehe in intensiven Verhandlungen mit BMW. Dessen Mentor in der Formel 1, Toro-Rosso-Teilhaber Gerhard Berger, habe sich in Magny-Cours erneut mit seinem Ex-Kollegen und BMW Motorsport Direktor Mario Theissen getroffen. Das Thema: Senna. "Ich helfe Bruno und seiner Familie, die sich um seine Karriere kümmert, so gut es geht. Seine Entwicklung zeigt deutlich nach oben", so Berger gegenüber der 'Sport Bild'. Wie genau es aber weitergeht, steht aber in den Sternen. Jedoch berichtet 'Sport Bild online', dass nicht nur ein Testposten in Aussicht steht - sondern auch ein Stammcockpit. Für Senna selbst liegt der Fokus aber weiter auf der GP2-Serie. Zusammen mit dem iSport-Team möchte er in der Nachwuchsserie erfolgreich sein. "Dann kann ich ein bisschen mehr träumen", so der 24-Jährige.
Lewis Hamilton muss erkennen, dass die Erwartungen an ihn ansteigen Zoom © xpb.cc
Die Souveränität, die Lewis Hamilton während seiner ersten Formel-1-Saison 2007 ausstrahlte, überraschte alle. Und auch wenn er Fehler machte, man stand es ihm zu - es war ja sein Lehrjahr. Nun, in seiner zweiten Saison, wird der Druck auf den Engländer immer größer. Die Medien zeigen immer weniger Verständnis für Fehler - auch wenn er gerade einmal 25 Grands Prix gefahren hat - und immer häufiger ist sein Privatleben Mittelpunkt der Berichterstattung. Nach Monaco und dem dortigen Sieg war er noch der gefeierte Held. Doch in Kanada übersah er die rote Ampel an der Ausfahrt der Boxengasse und knallte Kimi Räikkönen ins Heck. Strafversetzt um zehn Plätze und im Rennen auch noch mit einer Durchfahrtsstrafe belegt sah er in Magny-Cours dann zwar wieder die Zielflagge - jedoch außerhalb der Punkte. In der WM liegt er nun 10 Punkte hinter der Spitze. Mit den "Randerscheinungen" neben der Piste droht Hamiltons Stern blasser zu werden, doch Hondas Teamchef Ross Brawn kennt solche Situationen und auch eine einfache Lösung dafür: Er müsse sich auf das Wesentliche konzentrieren - das Fahren. Auch Michael Schumacher habe zu Beginn seiner Formel-1-Karriere eine solche Phase durchlaufen müssen. Konzentration auf das Fahren"Das Fahren ist es, das ihn durch alles hindurchbringen wird", so Brawn. "Er muss sich auf das Fahren konzentrieren, dann wird alles andere sich selbst regeln." Auch der Honda-Teamchef erinnerte dabei daran, dass Hamilton eben keine jahrelange Erfahrung in der Formel 1 nachweisen kann. "Wir tendieren dazu zu vergessen, wie jung er noch ist und wie viele neue Erfahrungen auf ihn einprasseln", erklärte er der 'BBC'. "Ich hatte das Glück, mit Michael Schumacher zu arbeiten, als er durch diese Lernphase ging - und da war es nicht anders", fuhr er fort. "Die Aufmerksamkeit, die diesen Jungs zuteil wird, bedeutet einen irren Druck. Und dabei kann ihnen niemand wirklich helfen." Sie müssten diese Phase selbst durchstehen und daraus lernen. "Es kann ihnen niemand sagen, was die tun sollten. Sie müssen es damit auf die harte Tour lernen - selbstständig", so Brawn weiter. Dazu gehöre dann auch, dass es mit dem WM-Titel auch 2008 nichts werden könnte, zudem Ferrari auch noch "sehr stark" aussehe. "Lewis ist in der Lage, Weltmeister zu werden. Es ist nur die Frage, wie gut das Auto ist und wie der Würfel fällt."
Heikki Kovalainen möchte sich einfach in Ruhe weiter nach vorn arbeiten Zoom © xpb.cc
So richtig schlecht verlief die Saison von Heikki Kovalainen nicht. Aus dem Vorjahr bei Renault weiß er noch, wie schlecht ein Jahr beginnen kann. Dennoch: Bisher konnte er bei McLaren-Mercedes nur einen Podestplatz einfahren, in der WM liegt er noch hinter Nick Heidfeld auch Rang sechs und hat nur knapp halb so viele Punkte wie Teamkollege Lewis Hamilton. Aus der Ruhe bringen lässt sich der Finne aber nicht. Er warte nur auf ein problemloses Wochenende, dann könne auch er weitere Schritte nach vorn machen. "Ich glaube nicht, dass durch die Probleme meine Zuversicht gelitten hat", erklärte Kovalainen gegenüber 'autosport.com'. "Ich hatte ein paar schwierige Rennen. Aber insgesamt hatte ich auch starke Leistungen im Qualifying, doch dann hatte ich technische Probleme oder den Crash in Barcelona." Und wenn das Rennen einmal gut laufe - wie jüngst in Magny-Cours -, dann sei bereits im Qualifying etwas daneben gegangen - ebenfalls wie in Magny-Cours durch die Strafversetzung auf Rang 10. Die Stimmung beeinflusse das aber kaum. "Natürlich möchten alle im Team gute Ergebnisse haben und wir können auch versuchen, uns zu verbessern, am Wochenende alles zusammen zu bekommen und bessere Ergebnisse zu holen." Ein weiterer Strafenhagel auf McLaren-Mercedes stünde diesen Vorhaben aber im Weg, doch Kovalainen möchte von einer ungerechten Behandlung nichts wissen. "Wir sollten da nicht so viel hineininterpretieren", erklärte er. "Wir müssen sicherstellen, dass wir keine Fehler mehr machen - dann wird es auch keine Strafen mehr geben. Ich glaube nicht, dass es für McLaren mehr Strafen gibt als für andere." Vor allem vor dem Team-Heimspiel in Silverstone sei es nun wichtig, sich wieder auf das Wesentliche zu konzentrieren. "Ich bin mit dem Auto ganz zufrieden", erklärte er. "Beim Testen ist es aber schwierig zu sagen, was die anderen machen. Und Ferrari wird natürlich wieder stark sein."
Kimi Räikkönen schob sich wieder näher an die F1Total-Champ-Spitze heran Zoom © xpb.cc
Im Grand Prix von Frankreich hatte Kimi Räikkönen großes Glück, dass der gebrochene Auspuff seines Ferrari F2008 nicht zu einem Ausfall führte. Teamkollege Felipe Massa ging an ihm vorbei und gewann das Rennen sicher, Räikkönen schleppte seinen weidwunden Ferrari aber noch auf Rang zwei. Bei den 'Motorsport-Total.com'-Lesern wurde der Finne dennoch belohnt: Er sicherte sich 10 Punkte im 'F1Total Champ'. Mit einer Durchschnittsbewertung von 8,94 Punkten gewann Räikkönen die Frankreich-Wertung. Nur knapp dahinter (8,42) klassierte sich Jarno Trulli, der in Magny-Cours für Toyota auf das Siegerpodest fuhr. Felipe Massa wurde Dritter (7,45) vor Heikki Kovalainen (6,80). Auch Nelson Piquet Jr. Fahrt zu Rang acht wurde belohnt: 5,97 und Rang fünf im 'F1Total Champ'. Auf den letzten drei Plätzen, die Zähler in der Gesamtwertung des 'F1Total Champs' geben, landeten Robert Kubica (5,39), Mark Webber (5,23) und Sebastian Vettel (4,83). Fernando Alonso (4,77) ging damit ebenso punktelos aus wie Timo Glock (4,75) und Nick Heidfeld (3,07). Am Ende des Feldes fand sich Jenson Button mit nur 1,81 Punkten wieder. In der Gesamtwertung geht es nach dem Frankreich-Rennen sehr knapp zu. Kubica liegt mit 49 Punkten noch in Front, jedoch nur noch mit einem Punkte Vorsprung auf Räikkönen. Massa folgt mit 38 Punkten auf Rang drei vor Lews Hamilton (26) und Heikki Kovalainen (26). Bester Deutscher ist weiterhin Nick Heidfeld (23). Bei den Teams konnte sich Ferrari mit 86 Zählern etwas vom BMW Sauber F1 Team (72) absetzen. McLaren-Mercedes folgt mit größerem Abstand und 52 Punkten auf Rang drei. Toyota (23) hat Red Bull Racing (22) nun überholt. Wenn Sie auch beim F1Total Champ 2008 mitbestimmen wollen, dann melden Sie sich einfach unter diesem Link an
Gian Carlo Minardi erwartet, dass Lewis Hamilton weiter dazulerne Zoom © xpb.cc
In der Formel 1 ist Gian Carlo Minardi nur noch selten zu sehen, doch als langjähriger Teamchef und -besitzer bleibt man natürlich auf dem Laufenden. Auch den Italiener fasziniert der Kampf an der WM-Spitze und er gehört dabei zu denen, die an Lewis Hamilton - nun schon mit zehn Punkten Rückstand auf die Spitze - Kritik üben. "Meiner Meinung nach sind vier Fahrer besser als Hamilton", erklärte er. Zu diesen gehöre zum Beispiel "Robert Kubica, der seit dem ersten Rennen keine Fehler macht und nur im ersten Rennen nach der Kollision mit Kazuki Nakajima keine Punkte einfuhr. Ohne diesen Zwischenfall würde er heute die WM anführen." Auch einen seiner Ex-Schützlinge schätzt er momentan höher an: Fernando Alonso. Zwar erlebte der Doppelweltmeister in Magny-Cours ein Rennen zum Vergessen, dennoch hebt ihn Minardi in den Himmel. "Auch wenn sein Material nicht so konkurrenzfähig ist, so kann er damit immer etwas anstellen", erklärte er. Und auch die Ferrari-Fahrer Kimi Räikkönen und Felipe Massa schätzt er als besser ein. Dennoch: Hamilton bleibt auch für Minardi ein heißer Titelkandidat. "Momentan macht er Fehler, weil er einfach unerfahren ist", erklärte er. "Er zeigt sogar Nervosität. Im Laufe der nächsten Grands Prix wird er sicher zeigen können, dass er in dieser Beziehung wächst."
Zwei Tage nach seinen ersten Punkten wieder im Einsatz: Nelson Piquet Jr. Zoom © xpb.cc
Zwei Tage nach seinen ersten Formel-1-WM-Punkten von Magny-Cours stieg Nelson Piquet Jr. heute in Silverstone wieder in den Renault, um die Vorbereitungen von Renault auf den britischen Grand Prix am 6. Juli in Angriff zu nehmen. Der Brasilianer blieb dabei nicht vor einigen kleinen Problemen verschont, rollte am Nachmittag sogar bei Start und Ziel aus und musste seinen R28 stehen lassen. "Die Streckenbedingungen waren anfangs ziemlich rutschig, aber als die Strecke sauberer wurde, war es in Ordnung", erklärte Piquet. "Wir verbrachten den Tag damit, am Setup zu arbeiten, was ganz gut lief. Am Ende war das Auto schon viel besser. Wir wurden ein paar Mal unterbrochen, daher konnten wir nicht so viel fahren, wie wir es gerne gehabt hätten, aber es ist eine gute Basis für morgen. Dann werden wir unser Programm fortsetzen." Testteamchef Christian Silk fügte an: "Wir haben viel Arbeit erledigt, auch wenn wir von ein paar Schwierigkeiten heimgesucht wurden. Dennoch konnten wir vieles in Angriff nehmen. Wir konzentrierten uns auf Basisarbeiten am Setup für den Grand Prix, Aerodynamiktests und Reifenevaluierungen. Das werden wir an den kommenden Tagen fortsetzen." Für das Protokoll: Piquet absolvierte 68 Runden und wurde mit 1,609 Sekunden Rückstand auf Spitzenreiter Felipe Massa Siebenter unter zehn Piloten.
Force India führte heute in Silverstone ein neues Aerodynamikpaket ein Zoom © xpb.cc
In Magny-Cours waren die Kräfte recht deutlich verteilt: Ferrari einsam an der Spitze, dann McLaren-Mercedes, dahinter das BMW Sauber F1 Team und das hart umkämpfte Mittelfeld - und abgeschlagen am Ende Force India. Daher ließen sich Mike Gascoyne und sein Technikerstab ein neues Aerodynamikpaket einfallen, das heute in Silverstone erstmals getestet wurde. Testfahrer Vitantonio Liuzzi legte damit stattliche 108 Runden zurück und wurde mit 2,062 Sekunden Rückstand Neunter unter zehn Piloten. Langsamer war nur noch Sebastian Vettel mit technischen Problemen im Toro Rosso. Liuzzis Fazit fiel dennoch positiv aus: "Zum Glück war es trocken, dadurch konnten wir konstant fahren. Die Jungs haben einen wirklich guten Job gemacht und das Auto lief zuverlässig", sagte er. "Die neuen Teile hatten einen positiven Einfluss auf das Auto. Wir legten viele Kilometer zurück, drehten einige schnelle Runden und die Balance fühlte sich besser an. Das neue Paket funktioniert bislang gut - und hoffentlich werden wir an den kommenden beiden Tagen auch an Speed zulegen", meinte er weiter. Giancarlo Fisichella und Adrian Sutil sollen morgen und am Donnerstag nämlich weitere Updates bekommen. Gascoyne fasste den Tag abschließend zusammen: "Das war nützlich. Wir testeten die erste Stufe unseres Aeroupdates mit einem neuen Frontflügel, einem neuen Bodywork und einem neuen Diffusor. Alles lief genau wie vorhergesagt. Tonio probierte außerdem ein neues Benzinsystem aus und wir begannen mit dem Setup für den Grand Prix. Für morgen und übermorgen planen wir den Einsatz weiterer neuer Komponenten."
Kamui Kobayashi war schneller als der Rest des umkämpften Mittelfeldes Zoom © xpb.cc
Manchmal liegen Tief- und Höhepunkte gerade in der Formel 1 ganz eng beisammen: Kurz nach dem Tod von Ex-Teamchef Ove Andersson gelang Jarno Trulli am vergangenen Wochenende in Magny-Cours der erste Podestplatz der laufenden Saison. Diesen Schwung will das japanische Team nun auch über die Silverstone-Tests in den britischen Grand Prix mitnehmen. "Nach dem tollen Resultat am Wochenende steht uns hier wieder eine stressige Testwoche bevor", erklärte Testteamchef Gerd Pfeiffer, für den heute Kamui Kobayashi im Einsatz war. "Kamui arbeitete zu Beginn an der Aerodynamik und am Setup. Er ist zum ersten Mal in Silverstone gefahren und brauchte ein paar Runs, um sich an die Strecke zu gewöhnen, aber danach arbeitete er sehr gut und er absolvierte alles, was wir geplant hatten." Der GP2-Junior von Toyota drehte insgesamt 82 Runden und war als Vierter schnellster Verfolger der drei Topteams. Auf Spitzenreiter Felipe Massa fehlten ihm 1,147 Sekunden. Angesichts der Tatsache, dass er zuvor nur eine Runde auf einem Roller in Silverstone gedreht hatte, war dies eine respektable Leistung. Erschwerend kam auch noch ein Motorendefekt hinzu. "Die Strecke macht Spaß, vor allem gefällt mir die schnelle Becketts-Kurve. Der letzte Sektor ist schwierig, vor allem die doppelte Haarnadel bei Luffield, wo es knifflig ist, die richtige Linie zu finden", bilanzierte Kobayashi. "Wir probierten verschiedene Setups und aerodynamische Konfigurationen aus. Wir haben das Programm komplett abgespult, also war es ein guter Tag." Morgen wird Trulli das Cockpit des Toyota TF108 übernehmen. Der Italiener soll die Vorbereitungen auf Silverstone fortsetzen.
Felipe Massa rollte kurz vor Schluss mit einem technischen Defekt aus Zoom © xpb.cc
Nur zwei Tage nach seinem Sieg in Magny-Cours erzielte Felipe Massa heute beim Testauftakt in Silverstone Bestzeit. Der Ferrari-Pilot absolvierte 71 Runden, die schnellste davon in 1:20.188 Minuten. Damit hatte er 0,289 Sekunden Vorsprung auf Heikki Kovalainen und 0,807 auf Robert Kubica. Massa bestätigte damit das, was viele Experten prognostiziert haben: dass der F2008 auf den Kurs in Silverstone optimal zugeschnitten ist. Heute kamen obendrein auch noch neue aerodynamische und mechanische Komponenten zum Einsatz, außerdem wurden erste Setupvarianten für den britischen Grand Prix am 6. Juli getestet. Den einzigen Rückschlag setzte es etwa eine halbe Stunde vor Schluss, als Massa mit einem technischen Defekt ausrollte. Seitens Ferrari wurde nicht näher spezifiziert, was die Ursache dafür war. Massa wird das Testprogramm morgen fortsetzen, am Donnerstag soll dann Kimi Räikkönen übernehmen.
Felipe Massa fuhr Bestzeit, obwohl sein Arbeitstag frühzeitig beendet war Zoom © xpb.cc
Nur zwei Tage nach dem Grand Prix von Frankreich begannen heute im britischen Silverstone die Vorbereitungen auf den nächsten WM-Lauf am 6. Juli. Alle zehn Teams nutzten am ersten von insgesamt drei Tagen die Gelegenheit, auf jener Strecke zu testen, auf der in zwölf Tagen der Grand Prix stattfinden wird. Das Rennwochenende in Silverstone ist bereits ausverkauft, daher nutzten heute viele Fans die Gelegenheit, Formel-1-Autos auf der Insel in Action zu sehen. Außerdem spielte das Wetter mit: Am Vormittag war es sogar teilweise sonnig, ehe es später ein wenig zuzog und abkühlte. Regen tauchte aber den ganzen Tag nicht auf. Somit herrschten trotz einer leichten Brise Wind fast optimale Bedingungen, um diverse neue Teile auszuprobieren. Ferrari wieder mit BestzeitFür McLaren-Mercedes war am ersten Tag Heikki Kovalainen im Einsatz Zoom © xpb.cc Am schnellsten war Magny-Cours-Sieger Felipe Massa (71 Runden), der weiterhin auf Wolke sieben schwebt und seinen Ferrari zu einer Bestzeit von 1:20.188 Minuten peitschte. Damit war der neue WM-Leader trotz eines Defekts am Ende der Session um ein ganzes Stück schneller als seine Verfolger Heikki Kovalainen (McLaren-Mercedes/+ 0,289/90 Runden) und Robert Kubica (BMW Sauber F1 Team/+ 0,807/82 Runden) - ein gutes Zeichen für den Großbritannien-Grand-Prix. Den Aufwärtstrend bei Toyota bestätigte in Abwesenheit von Podiumsheld Jarno Trulli Testfahrer Kamui Kobayashi (82 Runden), denn obwohl der Japaner die Strecke noch nicht kannte und sich am Vormittag erst einmal einfahren musste, landete er mit 1,147 Sekunden Rückstand an der vierten Stelle. Der GP2-Pilot blieb zwischendurch ohne Vortrieb stehen und arbeitete am Setup und an der Aerodynamik seines TF108. Nico Rosberg (Williams-Toyota/+ 1,222/88 Runden) und Mark Webber (Red-Bull-Renault/+ 1,377/94 Runden) belegten die Positionen fünf und sechs, unmittelbar vor Nelson Piquet Jr. (+ 1,609/68 Runden). Der Renault-Pilot, der in Magny-Cours seine ersten beiden WM-Punkte geholt hat, erlitt am Nachmittag einen technischen Defekt und rollte bei Start und Ziel aus. Ihm blieb nichts anderes übrig als über die Boxenmauer zurück zu den Garagen zu klettern. VJM01 mit vielen VeränderungenVitantonio Liuzzi testete ein technisches Paket mit zahlreichen Neuerungen Zoom © xpb.cc Achter wurde Jenson Button (Honda/+ 1,893/90 Runden) - ohne optisch auffällige Neuerungen an seinem RA108. Dafür packte Force-India-Ferrari heute ein umfangreiches Update für den VJM01 aus, das Vitantonio Liuzzi einfahren durfte. Der Italiener spulte 108 Runden ab und hatte 2,062 Sekunden Rückstand auf Massa. Augenscheinlichste Änderung am von Mike Gascoyne weiterentwickelten Chassis sind neue Luftleitbleche im Frontbereich. Der Pechvogel des heutigen Tages war Sebastian Vettel, denn der Deutsche musste seinen Toro-Rosso-Ferrari mit technischen Problemen schon am Vormittag abstellen und konnte nicht mehr ins Geschehen eingreifen. Dadurch wurde er mit 3,665 Sekunden Rückstand Zehnter und Letzter - und er kam nicht über zehn Runden hinaus. Zumindest darf er aber morgen einen ganzen statt nur einen halben Tag testen.
Kimi Räikkönen liegt derzeit viel besser im WM-Rennen als vor einem Jahr Zoom © xpb.cc
Eigentlich hatte Kimi Räikkönen ein Riesenglück, dass er in Magny-Cours überhaupt über die Ziellinie fahren konnte, denn wegen eines gebrochenen Auspuffrohrs hing seine Ankunft über 36 von 70 Runden an einem seidenen Faden. Natürlich war er im ersten Moment enttäuscht, dass er bis zu 6,6 Sekunden Vorsprung auf Felipe Massa nicht in einen Sieg umwandeln konnte, aber zwei Tage später überwiegt die Freude über die acht glücklichen Punkte. "Ich weiß nicht, ob ich über das, was am Sonntagnachmittag im Frankreich-Grand-Prix passiert ist, desillusioniert oder froh sein soll", erklärte der Ferrari-Pilot nach seiner Ankunft in der Heimat. "Unmittelbar nach dem Rennen war ich wirklich enttäuscht, aber jetzt muss ich sagen, dass ich mit dem Resultat zufrieden bin - und nur das zählt." Denn gerade acht Punkte in solchen Rennen sind es, was manchmal Weltmeisterschaften entscheidet... Im Nachhinein überwiegt die Freude"Ich habe acht Punkte geholt, obwohl ich auch hätte ausfallen können." Kimi Räikkönen "Natürlich finde ich es schade, dass ich nicht gewonnen habe, obwohl es am Anfang so gut gelaufen ist, aber wir müssen die positiven Aspekte sehen", meinte er weiter. "Das Team hat einen fantastischen Job gemacht und ich habe acht Punkte geholt, obwohl ich auch hätte ausfallen können. Und ich bin jetzt näher an der Gesamtführung dran als nach Kanada. Es ist eine enge Saison mit vier Fahrern, die eng beisammen liegen." Mit fünf Punkten Rückstand auf Massa ist Räikkönen momentan WM-Dritter. Im Vorjahr war er zu diesem Zeitpunkt allerdings nur Gesamtvierter - und sein Rückstand betrug stattliche 22 Zähler auf Lewis Hamilton. Trotzdem ist es ihm damals noch gelungen, den Spieß umzudrehen. Daraus schöpft der 28-Jährige Zuversicht: "Es ist aber noch nicht mal die Hälfte der Saison vorbei und es gibt noch viele Punkte zu holen." "In den Freien Trainings", ließ er Magny-Cours noch einmal Revue passieren, "lief alles glatt. Ich hatte ein gutes Gefühl, fuhr auf Pole-Position und lag um vier Zehntel voran, als ich im zweiten Run in Q3 schneller unterwegs war und die Runde abbrach, um Benzin zu sparen. Es war die 200. Pole für Ferrari und ich bin wirklich stolz, dass ich Teil der Geschichte dieses tollen Teams sein darf, genau wie im Vorjahr in China, als ich den 200. Grand Prix für Ferrari gewonnen habe." Große Sorgen am Ende des Rennens"Ich sah auch gleich im Rückspiegel, dass ein Auspuffrohr flatterte und fehlte." Kimi Räikkönen Im Rennen am Sonntag lief alles gut, "aber gegen Halbzeit fiel mir ein Leistungsverlust auf und ich sah auch gleich im Rückspiegel, dass ein Auspuffrohr flatterte und fehlte. Von da an war ich wirklich besorgt, dass ich das Rennen nicht beenden würde. In den letzten Runden fühlte es sich so an, als würde das Auto stehen bleiben. Daher bin ich im Nachhinein wirklich froh über den zweiten Platz", teilte der Finne mit. "Ich muss zugeben, dass es noch nie besser war, eine Zielflagge zu sehen. Wir haben wieder einmal bewiesen, dass man nie aufgeben sollte", so Räikkönen, der den Grund für den Defekt übrigens auch noch nicht kennt: "Das Team weiß nicht, was passiert ist. Sie werden Tests unternehmen, aber es ist schwierig, eine Antwort zu finden, weil das Auspuffrohr weggeflogen ist und weil der Motor das halbe Rennen lang enormen Belastungen ausgesetzt war." Für das bevorstehende Rennen in Silverstone, auf das sich der Ferrari-Pilot am Donnerstag im Cockpit des F2008 vorbereiten wird, ist Räikkönen optimistisch. Allerdings muss er dort aller Voraussicht nach mit einem neuen Motor an den Start gehen. Strafe in Form einer Rückversetzung in der Startaufstellung erwartet ihn deswegen aber keine, denn der erste Motorwechsel des Jahres bleibt seit 2008 straffrei.
Quelle: motorsport-total.com
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| Formel 1 » Ecclestone bestreitet Beteiligung an Mosley-Affäre |
Ecclestone bestreitet Beteiligung an Mosley-Affäre
24.06.2008 - 12:59
Jarno Trulli strahlte in Magny-Cours nach seinem erkämpften dritten Rang Zoom © xpb.cc
Frage: "Herzlichen Glückwunsch zum dritten Platz; wie war es, wieder auf dem Podium zu stehen?" Jarno Trulli: "Es ist einfach ein fantastisches Gefühl und es war eine großartige Belohnung für alle Mitarbeiter des Teams, ein so perfektes Wochenende zu haben. Ich weiß, wie hart in Köln alle daran arbeiten, das Auto zu verbessern, und meine Ingenieure und Mechaniker haben in Magny-Cours ein Maximum an Leistung gebracht. Es war toll, diesen Moment auf dem Podium mit ihnen zu teilen und danach die Zufriedenheit in der Garage zu sehen. Dies gibt uns enormen Auftrieb für die zweite Hälfte der Saison." Frage: "Hattest du erwartet, um das Podium kämpfen zu können?" Trulli: "Zu Beginn des Wochenendes habe ich nicht erwartet, dass ich um den dritten Platz kämpfen würde, soviel ist sicher. Wir hatten aber einige neue Aeroteile am Auto, von denen wir eine Verbesserung erwarteten, und im Laufe des Wochenendes bekam ich zunehmend das Gefühl, dass wir ziemlich gut dastanden. Der vierte Platz im Qualifying war ein tolles Ergebnis und danach hatte ich den Eindruck, dass wir eine sehr gute Chance auf einen Platz unter den ersten Sechs hatten und, falls alles gut lief, vielleicht auch das Podium ins Auge fassen konnten. Ich war wirklich heiß auf das Rennen, weil ich glaubte, dass ein fantastisches Resultat möglich war, und bin natürlich glücklich, dass alles so gut geklappt hat." Frage: "War es ein schweres Rennen für dich?" Trulli: "Ich habe mich das ganze Rennen hindurch maximal reingehängt und wirklich hart gefightet, wie ich das immer tue. Es war nicht einfach, aber als ich beim Start an Fernando vorbeikam, wusste ich, dass wir eine Chance hatten. Ich habe daher nie aufgegeben und jede Runde voll Druck gemacht. Ich musste stark sein, um mich vorne halten zu können, weil wir gegen Autos zu kämpfen hatten, die etwas schneller waren als unseres. Das Rennen war schwer, ich war aber fest entschlossen, ein tolles Resultat zu holen - ganz besonders in diesem Rennen, nach dem, was mit Ove Andersson passiert ist. Wir wollten den Erfolg als Tribut an ihn, weil er so viel für das Team getan hat. Leider konnte er dieses tolle Resultat nicht miterleben, es war aber fantastisch, ihm meinen dritten Platz widmen zu können." Frage: "Wie waren die letzten Runden für dich?" : "Gegen Ende des Rennens war es sehr aufregend, als ich mit Heikki kämpfen musste. Es regnete etwas und unter diesen Bedingungen ist es schwieriger, vorne liegen, weil man nicht genau weiß, was einen in den einzelnen Kurven erwartet. Es ist einfacher, dem Vordermann zu folgen. Heikki fuhr also sehr dicht an mich heran und setzte mich stark unter Druck. Ich war aber entschlossen, meine Position nicht zu verlieren. Zwei Runden vor Schluss zog er neben mich, ich blieb aber stark und gab nicht auf. Es war knapp, ich habe aber hart gefightet und meinen Platz gehalten." Frage: "Kannst du den Vorfall näher beschreiben?" Trulli: "Er zog neben mich und ich nahm die Innenlinie, wodurch wir Rad an Rad lagen. Ich wollte diese Position auf keinen Fall verlieren, das Podium war ja praktisch schon in Sicht. Wir haben uns nicht berührt, weil ich ihm gerade noch genug Raum gelassen habe. Es war wie ein Gokart-Rennen. Ich hatte nicht erwartet, in der Formel 1 einmal die Gelegenheit zu haben, so zu fahren! Es war ein Kampf, der Spaß gemacht hat, besonders für mich, weil ich mich ja behaupten konnte. Ich würde mich freuen, in jedem Rennen auf diese Weise um das Podium kämpfen zu können!" Frage: "Wie haben sich die Dinge seit dem letzten Jahr verändert?" Trulli: "Dieses Jahr sind wir viel konkurrenzfähiger; das Auto wirkt ausgewogener und ich kann mehr Druck machen, weil es sich sehr gut fahren lässt. Das Auto ist ganz einfach schneller als im letzten Jahr und das bedeutet, dass wir konkurrenzfähiger sind. Wir haben bereits erheblich mehr Punkte gesammelt als im ganzen Jahr 2007. Das zeigt, dass wir besser geworden sind, und ist der harten Arbeit aller Mitarbeiter des Teams zu verdanken. Wir wissen, dass wir noch etwas hinter den schnellsten Wagen zurückliegen, aber wir haben gezeigt, dass wir in manchen Rennen mit McLaren und BMW mithalten können. Wir möchten dazu häufiger in der Lage sein, weswegen wir das Auto weiter verbessern müssen. Ich bin mir aber sicher, dass wir in die richtige Richtung gehen."
Frage: "Und was meinst du, wie du dieses Jahr gefahren bist?" Trulli: "Ich glaube, ich fahre besser den je. Ich habe Erfahrung und ich glaube, ich werde jedes Jahr besser, weil man aus Fehlern oder Erfahrungen stets etwas lernt. Mit einem konkurrenzfähigen Auto kann ich vorne mitkämpfen, da bin ich mir sicher. In Frankreich hat man gesehen, wie entschlossen und nüchtern ich bin; ich habe bis zum Ende gekämpft und das hat mir wirklich Spaß gemacht."
In Abu Dhabi findet 2009 das Saisonfinale der Formel 1 statt Zoom © xpb.cc
Das Formel-1-Feld erwartet im Jahr 2009 eine lange Saison. Am 16. März wird das Formel-1-Jahr traditionell in Melbourne starten, das Ende folgte dann erst am 15. November in Abu Dhabi, der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate. Alle Rennen der Saison 2008 finden auch 2009 statt - neu hinzu kommt lediglich das Stadtrennen in Abu Dhabi. Dennoch gibt es einige Veränderungen: Der Türkei-Grand-Prix rutscht vom Mai in den August und das Rennen in Silverstone wird vor dem Frankreich-Grand-Prix über die Bühne gehen - bisher war dies umgedreht. Im ersten Entwurf fehlt zudem Indianapolis. Dort gab es zuletzt wieder Hinweise darauf, dass man die Formel 1 zurückwolle - so man denn einen finanziellen Partner finde. Da die Saison mit 19 Rennen ohnehin schon recht voll ist, ist eine Rückkehr nun so gut wie ausgeschlossen. Eine Unklarheit betrifft auch den Deutschland-Grand-Prix. Nach Hockenheim in diesem Jahr ist 2009 wieder der Nürburgring an der Reihe, doch es bleibt abzuwarten, ob das Rennen auch als Großer Preis von Deutschland ausgetragen werden wird. Schon 2007 fand das Rennen als Grand Prix von Europa statt, da die Namensrechte beim Hockenheimveranstalter AvD liegen. Der Europa-Grand-Prix ist nun jedoch in Valencia, sodass hier weitere Entwicklungen abgewartet werden müssen.
Die FIA möchte die Formel 1 zusammen mit dem Teams umgestalten Zoom © xpb.cc
Der Machtkampf in der Formel 1 geht in eine weitere Runde. Nachdem die Unterzeichnung eines neuen Concorde Agreements zwischen Teams, Ausrichtern und der FIA immer mehr ins Hintertreffen geriet, kristallisierte sich heraus, dass dies vor allem an der künftigen Machtverteilung in der Formel 1 liegt. Die FIA fürchtet, durch den neuen Entwurf an Einfluss zu verlieren und nur noch für die sportlichen Aspekte verantwortlich zu sein. Umso spannender wurden die Ergebnisse der heutigen Sitzung des World Councils erwartet. Und einige Überraschungen finden sich auch in der Erklärung der FIA. So möchte die oberste Sportbehörde mit den Formel-1-Teams weitreichende Gespräche darüber führen, wir die Effizienz der Formel 1 verbessert werden kann. Explizit eingeschlossen darin sind auch "neue technische Regularien für die Meisterschaft". Keine massiv höheren Gebühren für die Teams"Dies beinhaltet auch eine Bewertung der Führung der Formel 1", heißt es in der Pressemitteilung weiter. Die FIA möchte sich dem Kampf um die Macht also stellen und sich vor allem die Zustimmung der Teams sichern. Aus den geplanten höheren Nenngebühren wurde somit nichts - denn die Teams zunächst stärker zu belasten und dann ihre Zustimmung im Machtkampf zu bekommen, erschien wohl aussichtslos. Die Teams müssen für 2009 eine Nenngebühr von 309.000 Euro zahlen - das sind lediglich drei Prozent mehr als in dieser Saison, die mit der Inflation erklärt wurden. Jedoch: Man setzt den Teams gleichzeitig die Pistole auf die Brust und möchte eine drohende "Piratenserie" schnell wieder in der Versenkung verschwinden lassen. Die Einschreibeperiode für die Saison 2009 wurde massiv nach vorn verlegt. Vom 1. bis zum 31. Juli 2008 müssen die Teams die Unterlagen zur Meldung anfordern. Über zusätzliche Gebühren, die einer erweiterten Sicherheit an der Strecke zugute kommen soll, wird zu einem späteren Punkt aber noch einmal verhandelt - jedoch unter Einbeziehung der betroffenen Teams. Formel-2-Meisterschaft schon ab 2009?Eine weitere Entscheidung, die zumindest indirekt die Formel 1 näher an die FIA binden soll, ist die Einführung einer eignen Nachwuchsserie. Die GP2-Serie, welche die Formel 3000 ablöste, ist ein Renault-Produkt. Schon für 2009 möchte die FIA jedoch etwas Eignes anbieten wollen. "Die FIA wird eine neue Nachwuchsserie für die Formel 1 ausschreiben", heißt es. "Diese Meisterschaft, genannt Formel 2, würde 2009 beginnen und als preiswerte Plattform fungieren, um Fahrertalente für die Formel 1 zu entwickeln. Es wird erwartet, dass dies mit einem Budget von circa 200.000 Euro pro Auto in einer Saison erreicht werden kann." Bis auf die Nenngebühren und die vorgezogene Einschreibung der Teams sind konkrete Entscheidungen nicht gefallen. Die angekündigten Gespräche mit den Teams für die Formel-1-Zukunft müssen noch anlaufen, ebenso der Aufbau der neuen Formel 2 - denn bis 1984 gab es diese Serie bereits, wurde dann von der Formel 3000 aber abgelöst.
Bruno Senna möchte sich zunächst auf die GP2-Meisterschaft konzentrieren Zoom © xpb.cc
Solange es aus München und Hinwil keine offizielle Bestätigung gibt, wer für das BMW Sauber F1 Team im Jahr 2009 fahren wird, solange werden die Spekulationen weitergehen. Nick Heidfeld habe angeblich einen Vertrag bis 2009, auf Robert Kubica besitze das Team zudem eine Option, die sicher gezogen wird, um den Kanada-Sieger zu halten. Doch: Nichts Genaues weiß man nicht. Nun brachte 'Sport Bild online' eine bisher nicht erwähnte Variante ins Spiel: Bruno Senna, derzeit in der GP2 auf dem zweiten Gesamtrang, stehe in intensiven Verhandlungen mit BMW. Dessen Mentor in der Formel 1, Toro-Rosso-Teilhaber Gerhard Berger, habe sich in Magny-Cours erneut mit seinem Ex-Kollegen und BMW Motorsport Direktor Mario Theissen getroffen. Das Thema: Senna. "Ich helfe Bruno und seiner Familie, die sich um seine Karriere kümmert, so gut es geht. Seine Entwicklung zeigt deutlich nach oben", so Berger gegenüber der 'Sport Bild'. Wie genau es aber weitergeht, steht aber in den Sternen. Jedoch berichtet 'Sport Bild online', dass nicht nur ein Testposten in Aussicht steht - sondern auch ein Stammcockpit. Für Senna selbst liegt der Fokus aber weiter auf der GP2-Serie. Zusammen mit dem iSport-Team möchte er in der Nachwuchsserie erfolgreich sein. "Dann kann ich ein bisschen mehr träumen", so der 24-Jährige.
Lewis Hamilton muss erkennen, dass die Erwartungen an ihn ansteigen Zoom © xpb.cc
Die Souveränität, die Lewis Hamilton während seiner ersten Formel-1-Saison 2007 ausstrahlte, überraschte alle. Und auch wenn er Fehler machte, man stand es ihm zu - es war ja sein Lehrjahr. Nun, in seiner zweiten Saison, wird der Druck auf den Engländer immer größer. Die Medien zeigen immer weniger Verständnis für Fehler - auch wenn er gerade einmal 25 Grands Prix gefahren hat - und immer häufiger ist sein Privatleben Mittelpunkt der Berichterstattung. Nach Monaco und dem dortigen Sieg war er noch der gefeierte Held. Doch in Kanada übersah er die rote Ampel an der Ausfahrt der Boxengasse und knallte Kimi Räikkönen ins Heck. Strafversetzt um zehn Plätze und im Rennen auch noch mit einer Durchfahrtsstrafe belegt sah er in Magny-Cours dann zwar wieder die Zielflagge - jedoch außerhalb der Punkte. In der WM liegt er nun 10 Punkte hinter der Spitze. Mit den "Randerscheinungen" neben der Piste droht Hamiltons Stern blasser zu werden, doch Hondas Teamchef Ross Brawn kennt solche Situationen und auch eine einfache Lösung dafür: Er müsse sich auf das Wesentliche konzentrieren - das Fahren. Auch Michael Schumacher habe zu Beginn seiner Formel-1-Karriere eine solche Phase durchlaufen müssen. Konzentration auf das Fahren"Das Fahren ist es, das ihn durch alles hindurchbringen wird", so Brawn. "Er muss sich auf das Fahren konzentrieren, dann wird alles andere sich selbst regeln." Auch der Honda-Teamchef erinnerte dabei daran, dass Hamilton eben keine jahrelange Erfahrung in der Formel 1 nachweisen kann. "Wir tendieren dazu zu vergessen, wie jung er noch ist und wie viele neue Erfahrungen auf ihn einprasseln", erklärte er der 'BBC'. "Ich hatte das Glück, mit Michael Schumacher zu arbeiten, als er durch diese Lernphase ging - und da war es nicht anders", fuhr er fort. "Die Aufmerksamkeit, die diesen Jungs zuteil wird, bedeutet einen irren Druck. Und dabei kann ihnen niemand wirklich helfen." Sie müssten diese Phase selbst durchstehen und daraus lernen. "Es kann ihnen niemand sagen, was die tun sollten. Sie müssen es damit auf die harte Tour lernen - selbstständig", so Brawn weiter. Dazu gehöre dann auch, dass es mit dem WM-Titel auch 2008 nichts werden könnte, zudem Ferrari auch noch "sehr stark" aussehe. "Lewis ist in der Lage, Weltmeister zu werden. Es ist nur die Frage, wie gut das Auto ist und wie der Würfel fällt."
Heikki Kovalainen möchte sich einfach in Ruhe weiter nach vorn arbeiten Zoom © xpb.cc
So richtig schlecht verlief die Saison von Heikki Kovalainen nicht. Aus dem Vorjahr bei Renault weiß er noch, wie schlecht ein Jahr beginnen kann. Dennoch: Bisher konnte er bei McLaren-Mercedes nur einen Podestplatz einfahren, in der WM liegt er noch hinter Nick Heidfeld auch Rang sechs und hat nur knapp halb so viele Punkte wie Teamkollege Lewis Hamilton. Aus der Ruhe bringen lässt sich der Finne aber nicht. Er warte nur auf ein problemloses Wochenende, dann könne auch er weitere Schritte nach vorn machen. "Ich glaube nicht, dass durch die Probleme meine Zuversicht gelitten hat", erklärte Kovalainen gegenüber 'autosport.com'. "Ich hatte ein paar schwierige Rennen. Aber insgesamt hatte ich auch starke Leistungen im Qualifying, doch dann hatte ich technische Probleme oder den Crash in Barcelona." Und wenn das Rennen einmal gut laufe - wie jüngst in Magny-Cours -, dann sei bereits im Qualifying etwas daneben gegangen - ebenfalls wie in Magny-Cours durch die Strafversetzung auf Rang 10. Die Stimmung beeinflusse das aber kaum. "Natürlich möchten alle im Team gute Ergebnisse haben und wir können auch versuchen, uns zu verbessern, am Wochenende alles zusammen zu bekommen und bessere Ergebnisse zu holen." Ein weiterer Strafenhagel auf McLaren-Mercedes stünde diesen Vorhaben aber im Weg, doch Kovalainen möchte von einer ungerechten Behandlung nichts wissen. "Wir sollten da nicht so viel hineininterpretieren", erklärte er. "Wir müssen sicherstellen, dass wir keine Fehler mehr machen - dann wird es auch keine Strafen mehr geben. Ich glaube nicht, dass es für McLaren mehr Strafen gibt als für andere." Vor allem vor dem Team-Heimspiel in Silverstone sei es nun wichtig, sich wieder auf das Wesentliche zu konzentrieren. "Ich bin mit dem Auto ganz zufrieden", erklärte er. "Beim Testen ist es aber schwierig zu sagen, was die anderen machen. Und Ferrari wird natürlich wieder stark sein."
Kimi Räikkönen schob sich wieder näher an die F1Total-Champ-Spitze heran Zoom © xpb.cc
Im Grand Prix von Frankreich hatte Kimi Räikkönen großes Glück, dass der gebrochene Auspuff seines Ferrari F2008 nicht zu einem Ausfall führte. Teamkollege Felipe Massa ging an ihm vorbei und gewann das Rennen sicher, Räikkönen schleppte seinen weidwunden Ferrari aber noch auf Rang zwei. Bei den 'Motorsport-Total.com'-Lesern wurde der Finne dennoch belohnt: Er sicherte sich 10 Punkte im 'F1Total Champ'. Mit einer Durchschnittsbewertung von 8,94 Punkten gewann Räikkönen die Frankreich-Wertung. Nur knapp dahinter (8,42) klassierte sich Jarno Trulli, der in Magny-Cours für Toyota auf das Siegerpodest fuhr. Felipe Massa wurde Dritter (7,45) vor Heikki Kovalainen (6,80). Auch Nelson Piquet Jr. Fahrt zu Rang acht wurde belohnt: 5,97 und Rang fünf im 'F1Total Champ'. Auf den letzten drei Plätzen, die Zähler in der Gesamtwertung des 'F1Total Champs' geben, landeten Robert Kubica (5,39), Mark Webber (5,23) und Sebastian Vettel (4,83). Fernando Alonso (4,77) ging damit ebenso punktelos aus wie Timo Glock (4,75) und Nick Heidfeld (3,07). Am Ende des Feldes fand sich Jenson Button mit nur 1,81 Punkten wieder. In der Gesamtwertung geht es nach dem Frankreich-Rennen sehr knapp zu. Kubica liegt mit 49 Punkten noch in Front, jedoch nur noch mit einem Punkte Vorsprung auf Räikkönen. Massa folgt mit 38 Punkten auf Rang drei vor Lews Hamilton (26) und Heikki Kovalainen (26). Bester Deutscher ist weiterhin Nick Heidfeld (23). Bei den Teams konnte sich Ferrari mit 86 Zählern etwas vom BMW Sauber F1 Team (72) absetzen. McLaren-Mercedes folgt mit größerem Abstand und 52 Punkten auf Rang drei. Toyota (23) hat Red Bull Racing (22) nun überholt. Wenn Sie auch beim F1Total Champ 2008 mitbestimmen wollen, dann melden Sie sich einfach unter diesem Link an
Gian Carlo Minardi erwartet, dass Lewis Hamilton weiter dazulerne Zoom © xpb.cc
In der Formel 1 ist Gian Carlo Minardi nur noch selten zu sehen, doch als langjähriger Teamchef und -besitzer bleibt man natürlich auf dem Laufenden. Auch den Italiener fasziniert der Kampf an der WM-Spitze und er gehört dabei zu denen, die an Lewis Hamilton - nun schon mit zehn Punkten Rückstand auf die Spitze - Kritik üben. "Meiner Meinung nach sind vier Fahrer besser als Hamilton", erklärte er. Zu diesen gehöre zum Beispiel "Robert Kubica, der seit dem ersten Rennen keine Fehler macht und nur im ersten Rennen nach der Kollision mit Kazuki Nakajima keine Punkte einfuhr. Ohne diesen Zwischenfall würde er heute die WM anführen." Auch einen seiner Ex-Schützlinge schätzt er momentan höher an: Fernando Alonso. Zwar erlebte der Doppelweltmeister in Magny-Cours ein Rennen zum Vergessen, dennoch hebt ihn Minardi in den Himmel. "Auch wenn sein Material nicht so konkurrenzfähig ist, so kann er damit immer etwas anstellen", erklärte er. Und auch die Ferrari-Fahrer Kimi Räikkönen und Felipe Massa schätzt er als besser ein. Dennoch: Hamilton bleibt auch für Minardi ein heißer Titelkandidat. "Momentan macht er Fehler, weil er einfach unerfahren ist", erklärte er. "Er zeigt sogar Nervosität. Im Laufe der nächsten Grands Prix wird er sicher zeigen können, dass er in dieser Beziehung wächst."
Zwei Tage nach seinen ersten Punkten wieder im Einsatz: Nelson Piquet Jr. Zoom © xpb.cc
Zwei Tage nach seinen ersten Formel-1-WM-Punkten von Magny-Cours stieg Nelson Piquet Jr. heute in Silverstone wieder in den Renault, um die Vorbereitungen von Renault auf den britischen Grand Prix am 6. Juli in Angriff zu nehmen. Der Brasilianer blieb dabei nicht vor einigen kleinen Problemen verschont, rollte am Nachmittag sogar bei Start und Ziel aus und musste seinen R28 stehen lassen. "Die Streckenbedingungen waren anfangs ziemlich rutschig, aber als die Strecke sauberer wurde, war es in Ordnung", erklärte Piquet. "Wir verbrachten den Tag damit, am Setup zu arbeiten, was ganz gut lief. Am Ende war das Auto schon viel besser. Wir wurden ein paar Mal unterbrochen, daher konnten wir nicht so viel fahren, wie wir es gerne gehabt hätten, aber es ist eine gute Basis für morgen. Dann werden wir unser Programm fortsetzen." Testteamchef Christian Silk fügte an: "Wir haben viel Arbeit erledigt, auch wenn wir von ein paar Schwierigkeiten heimgesucht wurden. Dennoch konnten wir vieles in Angriff nehmen. Wir konzentrierten uns auf Basisarbeiten am Setup für den Grand Prix, Aerodynamiktests und Reifenevaluierungen. Das werden wir an den kommenden Tagen fortsetzen." Für das Protokoll: Piquet absolvierte 68 Runden und wurde mit 1,609 Sekunden Rückstand auf Spitzenreiter Felipe Massa Siebenter unter zehn Piloten.
Force India führte heute in Silverstone ein neues Aerodynamikpaket ein Zoom © xpb.cc
In Magny-Cours waren die Kräfte recht deutlich verteilt: Ferrari einsam an der Spitze, dann McLaren-Mercedes, dahinter das BMW Sauber F1 Team und das hart umkämpfte Mittelfeld - und abgeschlagen am Ende Force India. Daher ließen sich Mike Gascoyne und sein Technikerstab ein neues Aerodynamikpaket einfallen, das heute in Silverstone erstmals getestet wurde. Testfahrer Vitantonio Liuzzi legte damit stattliche 108 Runden zurück und wurde mit 2,062 Sekunden Rückstand Neunter unter zehn Piloten. Langsamer war nur noch Sebastian Vettel mit technischen Problemen im Toro Rosso. Liuzzis Fazit fiel dennoch positiv aus: "Zum Glück war es trocken, dadurch konnten wir konstant fahren. Die Jungs haben einen wirklich guten Job gemacht und das Auto lief zuverlässig", sagte er. "Die neuen Teile hatten einen positiven Einfluss auf das Auto. Wir legten viele Kilometer zurück, drehten einige schnelle Runden und die Balance fühlte sich besser an. Das neue Paket funktioniert bislang gut - und hoffentlich werden wir an den kommenden beiden Tagen auch an Speed zulegen", meinte er weiter. Giancarlo Fisichella und Adrian Sutil sollen morgen und am Donnerstag nämlich weitere Updates bekommen. Gascoyne fasste den Tag abschließend zusammen: "Das war nützlich. Wir testeten die erste Stufe unseres Aeroupdates mit einem neuen Frontflügel, einem neuen Bodywork und einem neuen Diffusor. Alles lief genau wie vorhergesagt. Tonio probierte außerdem ein neues Benzinsystem aus und wir begannen mit dem Setup für den Grand Prix. Für morgen und übermorgen planen wir den Einsatz weiterer neuer Komponenten."
Kamui Kobayashi war schneller als der Rest des umkämpften Mittelfeldes Zoom © xpb.cc
Manchmal liegen Tief- und Höhepunkte gerade in der Formel 1 ganz eng beisammen: Kurz nach dem Tod von Ex-Teamchef Ove Andersson gelang Jarno Trulli am vergangenen Wochenende in Magny-Cours der erste Podestplatz der laufenden Saison. Diesen Schwung will das japanische Team nun auch über die Silverstone-Tests in den britischen Grand Prix mitnehmen. "Nach dem tollen Resultat am Wochenende steht uns hier wieder eine stressige Testwoche bevor", erklärte Testteamchef Gerd Pfeiffer, für den heute Kamui Kobayashi im Einsatz war. "Kamui arbeitete zu Beginn an der Aerodynamik und am Setup. Er ist zum ersten Mal in Silverstone gefahren und brauchte ein paar Runs, um sich an die Strecke zu gewöhnen, aber danach arbeitete er sehr gut und er absolvierte alles, was wir geplant hatten." Der GP2-Junior von Toyota drehte insgesamt 82 Runden und war als Vierter schnellster Verfolger der drei Topteams. Auf Spitzenreiter Felipe Massa fehlten ihm 1,147 Sekunden. Angesichts der Tatsache, dass er zuvor nur eine Runde auf einem Roller in Silverstone gedreht hatte, war dies eine respektable Leistung. Erschwerend kam auch noch ein Motorendefekt hinzu. "Die Strecke macht Spaß, vor allem gefällt mir die schnelle Becketts-Kurve. Der letzte Sektor ist schwierig, vor allem die doppelte Haarnadel bei Luffield, wo es knifflig ist, die richtige Linie zu finden", bilanzierte Kobayashi. "Wir probierten verschiedene Setups und aerodynamische Konfigurationen aus. Wir haben das Programm komplett abgespult, also war es ein guter Tag." Morgen wird Trulli das Cockpit des Toyota TF108 übernehmen. Der Italiener soll die Vorbereitungen auf Silverstone fortsetzen.
Felipe Massa rollte kurz vor Schluss mit einem technischen Defekt aus Zoom © xpb.cc
Nur zwei Tage nach seinem Sieg in Magny-Cours erzielte Felipe Massa heute beim Testauftakt in Silverstone Bestzeit. Der Ferrari-Pilot absolvierte 71 Runden, die schnellste davon in 1:20.188 Minuten. Damit hatte er 0,289 Sekunden Vorsprung auf Heikki Kovalainen und 0,807 auf Robert Kubica. Massa bestätigte damit das, was viele Experten prognostiziert haben: dass der F2008 auf den Kurs in Silverstone optimal zugeschnitten ist. Heute kamen obendrein auch noch neue aerodynamische und mechanische Komponenten zum Einsatz, außerdem wurden erste Setupvarianten für den britischen Grand Prix am 6. Juli getestet. Den einzigen Rückschlag setzte es etwa eine halbe Stunde vor Schluss, als Massa mit einem technischen Defekt ausrollte. Seitens Ferrari wurde nicht näher spezifiziert, was die Ursache dafür war. Massa wird das Testprogramm morgen fortsetzen, am Donnerstag soll dann Kimi Räikkönen übernehmen.
Felipe Massa fuhr Bestzeit, obwohl sein Arbeitstag frühzeitig beendet war Zoom © xpb.cc
Nur zwei Tage nach dem Grand Prix von Frankreich begannen heute im britischen Silverstone die Vorbereitungen auf den nächsten WM-Lauf am 6. Juli. Alle zehn Teams nutzten am ersten von insgesamt drei Tagen die Gelegenheit, auf jener Strecke zu testen, auf der in zwölf Tagen der Grand Prix stattfinden wird. Das Rennwochenende in Silverstone ist bereits ausverkauft, daher nutzten heute viele Fans die Gelegenheit, Formel-1-Autos auf der Insel in Action zu sehen. Außerdem spielte das Wetter mit: Am Vormittag war es sogar teilweise sonnig, ehe es später ein wenig zuzog und abkühlte. Regen tauchte aber den ganzen Tag nicht auf. Somit herrschten trotz einer leichten Brise Wind fast optimale Bedingungen, um diverse neue Teile auszuprobieren. Ferrari wieder mit BestzeitFür McLaren-Mercedes war am ersten Tag Heikki Kovalainen im Einsatz Zoom © xpb.cc Am schnellsten war Magny-Cours-Sieger Felipe Massa (71 Runden), der weiterhin auf Wolke sieben schwebt und seinen Ferrari zu einer Bestzeit von 1:20.188 Minuten peitschte. Damit war der neue WM-Leader trotz eines Defekts am Ende der Session um ein ganzes Stück schneller als seine Verfolger Heikki Kovalainen (McLaren-Mercedes/+ 0,289/90 Runden) und Robert Kubica (BMW Sauber F1 Team/+ 0,807/82 Runden) - ein gutes Zeichen für den Großbritannien-Grand-Prix. Den Aufwärtstrend bei Toyota bestätigte in Abwesenheit von Podiumsheld Jarno Trulli Testfahrer Kamui Kobayashi (82 Runden), denn obwohl der Japaner die Strecke noch nicht kannte und sich am Vormittag erst einmal einfahren musste, landete er mit 1,147 Sekunden Rückstand an der vierten Stelle. Der GP2-Pilot blieb zwischendurch ohne Vortrieb stehen und arbeitete am Setup und an der Aerodynamik seines TF108. Nico Rosberg (Williams-Toyota/+ 1,222/88 Runden) und Mark Webber (Red-Bull-Renault/+ 1,377/94 Runden) belegten die Positionen fünf und sechs, unmittelbar vor Nelson Piquet Jr. (+ 1,609/68 Runden). Der Renault-Pilot, der in Magny-Cours seine ersten beiden WM-Punkte geholt hat, erlitt am Nachmittag einen technischen Defekt und rollte bei Start und Ziel aus. Ihm blieb nichts anderes übrig als über die Boxenmauer zurück zu den Garagen zu klettern. VJM01 mit vielen VeränderungenVitantonio Liuzzi testete ein technisches Paket mit zahlreichen Neuerungen Zoom © xpb.cc Achter wurde Jenson Button (Honda/+ 1,893/90 Runden) - ohne optisch auffällige Neuerungen an seinem RA108. Dafür packte Force-India-Ferrari heute ein umfangreiches Update für den VJM01 aus, das Vitantonio Liuzzi einfahren durfte. Der Italiener spulte 108 Runden ab und hatte 2,062 Sekunden Rückstand auf Massa. Augenscheinlichste Änderung am von Mike Gascoyne weiterentwickelten Chassis sind neue Luftleitbleche im Frontbereich. Der Pechvogel des heutigen Tages war Sebastian Vettel, denn der Deutsche musste seinen Toro-Rosso-Ferrari mit technischen Problemen schon am Vormittag abstellen und konnte nicht mehr ins Geschehen eingreifen. Dadurch wurde er mit 3,665 Sekunden Rückstand Zehnter und Letzter - und er kam nicht über zehn Runden hinaus. Zumindest darf er aber morgen einen ganzen statt nur einen halben Tag testen.
Kimi Räikkönen liegt derzeit viel besser im WM-Rennen als vor einem Jahr Zoom © xpb.cc
Eigentlich hatte Kimi Räikkönen ein Riesenglück, dass er in Magny-Cours überhaupt über die Ziellinie fahren konnte, denn wegen eines gebrochenen Auspuffrohrs hing seine Ankunft über 36 von 70 Runden an einem seidenen Faden. Natürlich war er im ersten Moment enttäuscht, dass er bis zu 6,6 Sekunden Vorsprung auf Felipe Massa nicht in einen Sieg umwandeln konnte, aber zwei Tage später überwiegt die Freude über die acht glücklichen Punkte. "Ich weiß nicht, ob ich über das, was am Sonntagnachmittag im Frankreich-Grand-Prix passiert ist, desillusioniert oder froh sein soll", erklärte der Ferrari-Pilot nach seiner Ankunft in der Heimat. "Unmittelbar nach dem Rennen war ich wirklich enttäuscht, aber jetzt muss ich sagen, dass ich mit dem Resultat zufrieden bin - und nur das zählt." Denn gerade acht Punkte in solchen Rennen sind es, was manchmal Weltmeisterschaften entscheidet... Im Nachhinein überwiegt die Freude"Ich habe acht Punkte geholt, obwohl ich auch hätte ausfallen können." Kimi Räikkönen "Natürlich finde ich es schade, dass ich nicht gewonnen habe, obwohl es am Anfang so gut gelaufen ist, aber wir müssen die positiven Aspekte sehen", meinte er weiter. "Das Team hat einen fantastischen Job gemacht und ich habe acht Punkte geholt, obwohl ich auch hätte ausfallen können. Und ich bin jetzt näher an der Gesamtführung dran als nach Kanada. Es ist eine enge Saison mit vier Fahrern, die eng beisammen liegen." Mit fünf Punkten Rückstand auf Massa ist Räikkönen momentan WM-Dritter. Im Vorjahr war er zu diesem Zeitpunkt allerdings nur Gesamtvierter - und sein Rückstand betrug stattliche 22 Zähler auf Lewis Hamilton. Trotzdem ist es ihm damals noch gelungen, den Spieß umzudrehen. Daraus schöpft der 28-Jährige Zuversicht: "Es ist aber noch nicht mal die Hälfte der Saison vorbei und es gibt noch viele Punkte zu holen." "In den Freien Trainings", ließ er Magny-Cours noch einmal Revue passieren, "lief alles glatt. Ich hatte ein gutes Gefühl, fuhr auf Pole-Position und lag um vier Zehntel voran, als ich im zweiten Run in Q3 schneller unterwegs war und die Runde abbrach, um Benzin zu sparen. Es war die 200. Pole für Ferrari und ich bin wirklich stolz, dass ich Teil der Geschichte dieses tollen Teams sein darf, genau wie im Vorjahr in China, als ich den 200. Grand Prix für Ferrari gewonnen habe." Große Sorgen am Ende des Rennens"Ich sah auch gleich im Rückspiegel, dass ein Auspuffrohr flatterte und fehlte." Kimi Räikkönen Im Rennen am Sonntag lief alles gut, "aber gegen Halbzeit fiel mir ein Leistungsverlust auf und ich sah auch gleich im Rückspiegel, dass ein Auspuffrohr flatterte und fehlte. Von da an war ich wirklich besorgt, dass ich das Rennen nicht beenden würde. In den letzten Runden fühlte es sich so an, als würde das Auto stehen bleiben. Daher bin ich im Nachhinein wirklich froh über den zweiten Platz", teilte der Finne mit. "Ich muss zugeben, dass es noch nie besser war, eine Zielflagge zu sehen. Wir haben wieder einmal bewiesen, dass man nie aufgeben sollte", so Räikkönen, der den Grund für den Defekt übrigens auch noch nicht kennt: "Das Team weiß nicht, was passiert ist. Sie werden Tests unternehmen, aber es ist schwierig, eine Antwort zu finden, weil das Auspuffrohr weggeflogen ist und weil der Motor das halbe Rennen lang enormen Belastungen ausgesetzt war." Für das bevorstehende Rennen in Silverstone, auf das sich der Ferrari-Pilot am Donnerstag im Cockpit des F2008 vorbereiten wird, ist Räikkönen optimistisch. Allerdings muss er dort aller Voraussicht nach mit einem neuen Motor an den Start gehen. Strafe in Form einer Rückversetzung in der Startaufstellung erwartet ihn deswegen aber keine, denn der erste Motorwechsel des Jahres bleibt seit 2008 straffrei.
Will von einer Beteiligung an der Mosley-Affäre nichts wissen: Ecclestone Zoom © xpb.cc
Politisch gesehen ist die Formel 1 momentan in Aufruhr - von Concorde-Agreement über Piratenserie bis hin zu geheimnisvollen Machtkämpfen ist in den vergangenen Wochen so ziemlich alles passiert, was man sich irgendwie vorstellen kann. Sogar von MI5-Agentenfrauen war da die Rede und von nebulösen Verschwörungstheorien. Ausgelöst wurden all diese Diskussionen durch die Affäre um FIA-Präsident Max Mosley, die für ein weltweites Medienecho gesorgt hat. Mosley betonte von Anfang an, er sei in eine Falle getappt, die man ihm mutwillig gestellt habe, aber seine Nachforschungen nach den Drahtziehern ergaben bisher keine Ergebnisse. Daher wurde im Paddock sogar schon spekuliert, Bernie Ecclestone könnte eine solche Verschwörungsaktion gutgeheißen haben. Zumindest in der Theorie würde das sogar Sinn machen, denn Mosley ist derjenige, der im Machtkampf hinter den Kulissen mehr Geld für die Teams fordert - aus dem Einnahmentopf, der von Ecclestone und seinen Partnern von CVC verwaltet wird. Sollten Mosleys Forderungen nicht umgesetzt werden, dann will die FIA ihren Sanktus für das neue Concorde-Agreement verweigern, das sich Ecclestone und CVC im Sinne der Stabilität ihres Investments so sehr wünschen. Aber Ecclestone bestreitet, an einer etwaigen Verschwörung gegen Mosley beteiligt gewesen zu sein: "Ich hatte damit in keinster Weise etwas zu tun", erklärte er seiner Haus- und Hofzeitung, der Londoner 'Times'. "Zweitens ist so etwas nicht mein Stil - so würde ich nicht operieren. Drittens würde ich niemals Max zerstören wollen. Das zu glauben, ist ein schöner Haufen Unsinn, ganz ehrlich. Das stimmt einfach nicht."
Quelle: motorsport-total.com
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Silverstone erstmals ausverkauft
24.06.2008 - 12:34
Jarno Trulli strahlte in Magny-Cours nach seinem erkämpften dritten Rang Zoom © xpb.cc
Frage: "Herzlichen Glückwunsch zum dritten Platz; wie war es, wieder auf dem Podium zu stehen?" Jarno Trulli: "Es ist einfach ein fantastisches Gefühl und es war eine großartige Belohnung für alle Mitarbeiter des Teams, ein so perfektes Wochenende zu haben. Ich weiß, wie hart in Köln alle daran arbeiten, das Auto zu verbessern, und meine Ingenieure und Mechaniker haben in Magny-Cours ein Maximum an Leistung gebracht. Es war toll, diesen Moment auf dem Podium mit ihnen zu teilen und danach die Zufriedenheit in der Garage zu sehen. Dies gibt uns enormen Auftrieb für die zweite Hälfte der Saison." Frage: "Hattest du erwartet, um das Podium kämpfen zu können?" Trulli: "Zu Beginn des Wochenendes habe ich nicht erwartet, dass ich um den dritten Platz kämpfen würde, soviel ist sicher. Wir hatten aber einige neue Aeroteile am Auto, von denen wir eine Verbesserung erwarteten, und im Laufe des Wochenendes bekam ich zunehmend das Gefühl, dass wir ziemlich gut dastanden. Der vierte Platz im Qualifying war ein tolles Ergebnis und danach hatte ich den Eindruck, dass wir eine sehr gute Chance auf einen Platz unter den ersten Sechs hatten und, falls alles gut lief, vielleicht auch das Podium ins Auge fassen konnten. Ich war wirklich heiß auf das Rennen, weil ich glaubte, dass ein fantastisches Resultat möglich war, und bin natürlich glücklich, dass alles so gut geklappt hat." Frage: "War es ein schweres Rennen für dich?" Trulli: "Ich habe mich das ganze Rennen hindurch maximal reingehängt und wirklich hart gefightet, wie ich das immer tue. Es war nicht einfach, aber als ich beim Start an Fernando vorbeikam, wusste ich, dass wir eine Chance hatten. Ich habe daher nie aufgegeben und jede Runde voll Druck gemacht. Ich musste stark sein, um mich vorne halten zu können, weil wir gegen Autos zu kämpfen hatten, die etwas schneller waren als unseres. Das Rennen war schwer, ich war aber fest entschlossen, ein tolles Resultat zu holen - ganz besonders in diesem Rennen, nach dem, was mit Ove Andersson passiert ist. Wir wollten den Erfolg als Tribut an ihn, weil er so viel für das Team getan hat. Leider konnte er dieses tolle Resultat nicht miterleben, es war aber fantastisch, ihm meinen dritten Platz widmen zu können." Frage: "Wie waren die letzten Runden für dich?" : "Gegen Ende des Rennens war es sehr aufregend, als ich mit Heikki kämpfen musste. Es regnete etwas und unter diesen Bedingungen ist es schwieriger, vorne liegen, weil man nicht genau weiß, was einen in den einzelnen Kurven erwartet. Es ist einfacher, dem Vordermann zu folgen. Heikki fuhr also sehr dicht an mich heran und setzte mich stark unter Druck. Ich war aber entschlossen, meine Position nicht zu verlieren. Zwei Runden vor Schluss zog er neben mich, ich blieb aber stark und gab nicht auf. Es war knapp, ich habe aber hart gefightet und meinen Platz gehalten." Frage: "Kannst du den Vorfall näher beschreiben?" Trulli: "Er zog neben mich und ich nahm die Innenlinie, wodurch wir Rad an Rad lagen. Ich wollte diese Position auf keinen Fall verlieren, das Podium war ja praktisch schon in Sicht. Wir haben uns nicht berührt, weil ich ihm gerade noch genug Raum gelassen habe. Es war wie ein Gokart-Rennen. Ich hatte nicht erwartet, in der Formel 1 einmal die Gelegenheit zu haben, so zu fahren! Es war ein Kampf, der Spaß gemacht hat, besonders für mich, weil ich mich ja behaupten konnte. Ich würde mich freuen, in jedem Rennen auf diese Weise um das Podium kämpfen zu können!" Frage: "Wie haben sich die Dinge seit dem letzten Jahr verändert?" Trulli: "Dieses Jahr sind wir viel konkurrenzfähiger; das Auto wirkt ausgewogener und ich kann mehr Druck machen, weil es sich sehr gut fahren lässt. Das Auto ist ganz einfach schneller als im letzten Jahr und das bedeutet, dass wir konkurrenzfähiger sind. Wir haben bereits erheblich mehr Punkte gesammelt als im ganzen Jahr 2007. Das zeigt, dass wir besser geworden sind, und ist der harten Arbeit aller Mitarbeiter des Teams zu verdanken. Wir wissen, dass wir noch etwas hinter den schnellsten Wagen zurückliegen, aber wir haben gezeigt, dass wir in manchen Rennen mit McLaren und BMW mithalten können. Wir möchten dazu häufiger in der Lage sein, weswegen wir das Auto weiter verbessern müssen. Ich bin mir aber sicher, dass wir in die richtige Richtung gehen."
Frage: "Und was meinst du, wie du dieses Jahr gefahren bist?" Trulli: "Ich glaube, ich fahre besser den je. Ich habe Erfahrung und ich glaube, ich werde jedes Jahr besser, weil man aus Fehlern oder Erfahrungen stets etwas lernt. Mit einem konkurrenzfähigen Auto kann ich vorne mitkämpfen, da bin ich mir sicher. In Frankreich hat man gesehen, wie entschlossen und nüchtern ich bin; ich habe bis zum Ende gekämpft und das hat mir wirklich Spaß gemacht."
In Abu Dhabi findet 2009 das Saisonfinale der Formel 1 statt Zoom © xpb.cc
Das Formel-1-Feld erwartet im Jahr 2009 eine lange Saison. Am 16. März wird das Formel-1-Jahr traditionell in Melbourne starten, das Ende folgte dann erst am 15. November in Abu Dhabi, der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate. Alle Rennen der Saison 2008 finden auch 2009 statt - neu hinzu kommt lediglich das Stadtrennen in Abu Dhabi. Dennoch gibt es einige Veränderungen: Der Türkei-Grand-Prix rutscht vom Mai in den August und das Rennen in Silverstone wird vor dem Frankreich-Grand-Prix über die Bühne gehen - bisher war dies umgedreht. Im ersten Entwurf fehlt zudem Indianapolis. Dort gab es zuletzt wieder Hinweise darauf, dass man die Formel 1 zurückwolle - so man denn einen finanziellen Partner finde. Da die Saison mit 19 Rennen ohnehin schon recht voll ist, ist eine Rückkehr nun so gut wie ausgeschlossen. Eine Unklarheit betrifft auch den Deutschland-Grand-Prix. Nach Hockenheim in diesem Jahr ist 2009 wieder der Nürburgring an der Reihe, doch es bleibt abzuwarten, ob das Rennen auch als Großer Preis von Deutschland ausgetragen werden wird. Schon 2007 fand das Rennen als Grand Prix von Europa statt, da die Namensrechte beim Hockenheimveranstalter AvD liegen. Der Europa-Grand-Prix ist nun jedoch in Valencia, sodass hier weitere Entwicklungen abgewartet werden müssen.
Die FIA möchte die Formel 1 zusammen mit dem Teams umgestalten Zoom © xpb.cc
Der Machtkampf in der Formel 1 geht in eine weitere Runde. Nachdem die Unterzeichnung eines neuen Concorde Agreements zwischen Teams, Ausrichtern und der FIA immer mehr ins Hintertreffen geriet, kristallisierte sich heraus, dass dies vor allem an der künftigen Machtverteilung in der Formel 1 liegt. Die FIA fürchtet, durch den neuen Entwurf an Einfluss zu verlieren und nur noch für die sportlichen Aspekte verantwortlich zu sein. Umso spannender wurden die Ergebnisse der heutigen Sitzung des World Councils erwartet. Und einige Überraschungen finden sich auch in der Erklärung der FIA. So möchte die oberste Sportbehörde mit den Formel-1-Teams weitreichende Gespräche darüber führen, wir die Effizienz der Formel 1 verbessert werden kann. Explizit eingeschlossen darin sind auch "neue technische Regularien für die Meisterschaft". Keine massiv höheren Gebühren für die Teams"Dies beinhaltet auch eine Bewertung der Führung der Formel 1", heißt es in der Pressemitteilung weiter. Die FIA möchte sich dem Kampf um die Macht also stellen und sich vor allem die Zustimmung der Teams sichern. Aus den geplanten höheren Nenngebühren wurde somit nichts - denn die Teams zunächst stärker zu belasten und dann ihre Zustimmung im Machtkampf zu bekommen, erschien wohl aussichtslos. Die Teams müssen für 2009 eine Nenngebühr von 309.000 Euro zahlen - das sind lediglich drei Prozent mehr als in dieser Saison, die mit der Inflation erklärt wurden. Jedoch: Man setzt den Teams gleichzeitig die Pistole auf die Brust und möchte eine drohende "Piratenserie" schnell wieder in der Versenkung verschwinden lassen. Die Einschreibeperiode für die Saison 2009 wurde massiv nach vorn verlegt. Vom 1. bis zum 31. Juli 2008 müssen die Teams die Unterlagen zur Meldung anfordern. Über zusätzliche Gebühren, die einer erweiterten Sicherheit an der Strecke zugute kommen soll, wird zu einem späteren Punkt aber noch einmal verhandelt - jedoch unter Einbeziehung der betroffenen Teams. Formel-2-Meisterschaft schon ab 2009?Eine weitere Entscheidung, die zumindest indirekt die Formel 1 näher an die FIA binden soll, ist die Einführung einer eignen Nachwuchsserie. Die GP2-Serie, welche die Formel 3000 ablöste, ist ein Renault-Produkt. Schon für 2009 möchte die FIA jedoch etwas Eignes anbieten wollen. "Die FIA wird eine neue Nachwuchsserie für die Formel 1 ausschreiben", heißt es. "Diese Meisterschaft, genannt Formel 2, würde 2009 beginnen und als preiswerte Plattform fungieren, um Fahrertalente für die Formel 1 zu entwickeln. Es wird erwartet, dass dies mit einem Budget von circa 200.000 Euro pro Auto in einer Saison erreicht werden kann." Bis auf die Nenngebühren und die vorgezogene Einschreibung der Teams sind konkrete Entscheidungen nicht gefallen. Die angekündigten Gespräche mit den Teams für die Formel-1-Zukunft müssen noch anlaufen, ebenso der Aufbau der neuen Formel 2 - denn bis 1984 gab es diese Serie bereits, wurde dann von der Formel 3000 aber abgelöst.
Bruno Senna möchte sich zunächst auf die GP2-Meisterschaft konzentrieren Zoom © xpb.cc
Solange es aus München und Hinwil keine offizielle Bestätigung gibt, wer für das BMW Sauber F1 Team im Jahr 2009 fahren wird, solange werden die Spekulationen weitergehen. Nick Heidfeld habe angeblich einen Vertrag bis 2009, auf Robert Kubica besitze das Team zudem eine Option, die sicher gezogen wird, um den Kanada-Sieger zu halten. Doch: Nichts Genaues weiß man nicht. Nun brachte 'Sport Bild online' eine bisher nicht erwähnte Variante ins Spiel: Bruno Senna, derzeit in der GP2 auf dem zweiten Gesamtrang, stehe in intensiven Verhandlungen mit BMW. Dessen Mentor in der Formel 1, Toro-Rosso-Teilhaber Gerhard Berger, habe sich in Magny-Cours erneut mit seinem Ex-Kollegen und BMW Motorsport Direktor Mario Theissen getroffen. Das Thema: Senna. "Ich helfe Bruno und seiner Familie, die sich um seine Karriere kümmert, so gut es geht. Seine Entwicklung zeigt deutlich nach oben", so Berger gegenüber der 'Sport Bild'. Wie genau es aber weitergeht, steht aber in den Sternen. Jedoch berichtet 'Sport Bild online', dass nicht nur ein Testposten in Aussicht steht - sondern auch ein Stammcockpit. Für Senna selbst liegt der Fokus aber weiter auf der GP2-Serie. Zusammen mit dem iSport-Team möchte er in der Nachwuchsserie erfolgreich sein. "Dann kann ich ein bisschen mehr träumen", so der 24-Jährige.
Lewis Hamilton muss erkennen, dass die Erwartungen an ihn ansteigen Zoom © xpb.cc
Die Souveränität, die Lewis Hamilton während seiner ersten Formel-1-Saison 2007 ausstrahlte, überraschte alle. Und auch wenn er Fehler machte, man stand es ihm zu - es war ja sein Lehrjahr. Nun, in seiner zweiten Saison, wird der Druck auf den Engländer immer größer. Die Medien zeigen immer weniger Verständnis für Fehler - auch wenn er gerade einmal 25 Grands Prix gefahren hat - und immer häufiger ist sein Privatleben Mittelpunkt der Berichterstattung. Nach Monaco und dem dortigen Sieg war er noch der gefeierte Held. Doch in Kanada übersah er die rote Ampel an der Ausfahrt der Boxengasse und knallte Kimi Räikkönen ins Heck. Strafversetzt um zehn Plätze und im Rennen auch noch mit einer Durchfahrtsstrafe belegt sah er in Magny-Cours dann zwar wieder die Zielflagge - jedoch außerhalb der Punkte. In der WM liegt er nun 10 Punkte hinter der Spitze. Mit den "Randerscheinungen" neben der Piste droht Hamiltons Stern blasser zu werden, doch Hondas Teamchef Ross Brawn kennt solche Situationen und auch eine einfache Lösung dafür: Er müsse sich auf das Wesentliche konzentrieren - das Fahren. Auch Michael Schumacher habe zu Beginn seiner Formel-1-Karriere eine solche Phase durchlaufen müssen. Konzentration auf das Fahren"Das Fahren ist es, das ihn durch alles hindurchbringen wird", so Brawn. "Er muss sich auf das Fahren konzentrieren, dann wird alles andere sich selbst regeln." Auch der Honda-Teamchef erinnerte dabei daran, dass Hamilton eben keine jahrelange Erfahrung in der Formel 1 nachweisen kann. "Wir tendieren dazu zu vergessen, wie jung er noch ist und wie viele neue Erfahrungen auf ihn einprasseln", erklärte er der 'BBC'. "Ich hatte das Glück, mit Michael Schumacher zu arbeiten, als er durch diese Lernphase ging - und da war es nicht anders", fuhr er fort. "Die Aufmerksamkeit, die diesen Jungs zuteil wird, bedeutet einen irren Druck. Und dabei kann ihnen niemand wirklich helfen." Sie müssten diese Phase selbst durchstehen und daraus lernen. "Es kann ihnen niemand sagen, was die tun sollten. Sie müssen es damit auf die harte Tour lernen - selbstständig", so Brawn weiter. Dazu gehöre dann auch, dass es mit dem WM-Titel auch 2008 nichts werden könnte, zudem Ferrari auch noch "sehr stark" aussehe. "Lewis ist in der Lage, Weltmeister zu werden. Es ist nur die Frage, wie gut das Auto ist und wie der Würfel fällt."
Heikki Kovalainen möchte sich einfach in Ruhe weiter nach vorn arbeiten Zoom © xpb.cc
So richtig schlecht verlief die Saison von Heikki Kovalainen nicht. Aus dem Vorjahr bei Renault weiß er noch, wie schlecht ein Jahr beginnen kann. Dennoch: Bisher konnte er bei McLaren-Mercedes nur einen Podestplatz einfahren, in der WM liegt er noch hinter Nick Heidfeld auch Rang sechs und hat nur knapp halb so viele Punkte wie Teamkollege Lewis Hamilton. Aus der Ruhe bringen lässt sich der Finne aber nicht. Er warte nur auf ein problemloses Wochenende, dann könne auch er weitere Schritte nach vorn machen. "Ich glaube nicht, dass durch die Probleme meine Zuversicht gelitten hat", erklärte Kovalainen gegenüber 'autosport.com'. "Ich hatte ein paar schwierige Rennen. Aber insgesamt hatte ich auch starke Leistungen im Qualifying, doch dann hatte ich technische Probleme oder den Crash in Barcelona." Und wenn das Rennen einmal gut laufe - wie jüngst in Magny-Cours -, dann sei bereits im Qualifying etwas daneben gegangen - ebenfalls wie in Magny-Cours durch die Strafversetzung auf Rang 10. Die Stimmung beeinflusse das aber kaum. "Natürlich möchten alle im Team gute Ergebnisse haben und wir können auch versuchen, uns zu verbessern, am Wochenende alles zusammen zu bekommen und bessere Ergebnisse zu holen." Ein weiterer Strafenhagel auf McLaren-Mercedes stünde diesen Vorhaben aber im Weg, doch Kovalainen möchte von einer ungerechten Behandlung nichts wissen. "Wir sollten da nicht so viel hineininterpretieren", erklärte er. "Wir müssen sicherstellen, dass wir keine Fehler mehr machen - dann wird es auch keine Strafen mehr geben. Ich glaube nicht, dass es für McLaren mehr Strafen gibt als für andere." Vor allem vor dem Team-Heimspiel in Silverstone sei es nun wichtig, sich wieder auf das Wesentliche zu konzentrieren. "Ich bin mit dem Auto ganz zufrieden", erklärte er. "Beim Testen ist es aber schwierig zu sagen, was die anderen machen. Und Ferrari wird natürlich wieder stark sein."
Kimi Räikkönen schob sich wieder näher an die F1Total-Champ-Spitze heran Zoom © xpb.cc
Im Grand Prix von Frankreich hatte Kimi Räikkönen großes Glück, dass der gebrochene Auspuff seines Ferrari F2008 nicht zu einem Ausfall führte. Teamkollege Felipe Massa ging an ihm vorbei und gewann das Rennen sicher, Räikkönen schleppte seinen weidwunden Ferrari aber noch auf Rang zwei. Bei den 'Motorsport-Total.com'-Lesern wurde der Finne dennoch belohnt: Er sicherte sich 10 Punkte im 'F1Total Champ'. Mit einer Durchschnittsbewertung von 8,94 Punkten gewann Räikkönen die Frankreich-Wertung. Nur knapp dahinter (8,42) klassierte sich Jarno Trulli, der in Magny-Cours für Toyota auf das Siegerpodest fuhr. Felipe Massa wurde Dritter (7,45) vor Heikki Kovalainen (6,80). Auch Nelson Piquet Jr. Fahrt zu Rang acht wurde belohnt: 5,97 und Rang fünf im 'F1Total Champ'. Auf den letzten drei Plätzen, die Zähler in der Gesamtwertung des 'F1Total Champs' geben, landeten Robert Kubica (5,39), Mark Webber (5,23) und Sebastian Vettel (4,83). Fernando Alonso (4,77) ging damit ebenso punktelos aus wie Timo Glock (4,75) und Nick Heidfeld (3,07). Am Ende des Feldes fand sich Jenson Button mit nur 1,81 Punkten wieder. In der Gesamtwertung geht es nach dem Frankreich-Rennen sehr knapp zu. Kubica liegt mit 49 Punkten noch in Front, jedoch nur noch mit einem Punkte Vorsprung auf Räikkönen. Massa folgt mit 38 Punkten auf Rang drei vor Lews Hamilton (26) und Heikki Kovalainen (26). Bester Deutscher ist weiterhin Nick Heidfeld (23). Bei den Teams konnte sich Ferrari mit 86 Zählern etwas vom BMW Sauber F1 Team (72) absetzen. McLaren-Mercedes folgt mit größerem Abstand und 52 Punkten auf Rang drei. Toyota (23) hat Red Bull Racing (22) nun überholt. Wenn Sie auch beim F1Total Champ 2008 mitbestimmen wollen, dann melden Sie sich einfach unter diesem Link an
Gian Carlo Minardi erwartet, dass Lewis Hamilton weiter dazulerne Zoom © xpb.cc
In der Formel 1 ist Gian Carlo Minardi nur noch selten zu sehen, doch als langjähriger Teamchef und -besitzer bleibt man natürlich auf dem Laufenden. Auch den Italiener fasziniert der Kampf an der WM-Spitze und er gehört dabei zu denen, die an Lewis Hamilton - nun schon mit zehn Punkten Rückstand auf die Spitze - Kritik üben. "Meiner Meinung nach sind vier Fahrer besser als Hamilton", erklärte er. Zu diesen gehöre zum Beispiel "Robert Kubica, der seit dem ersten Rennen keine Fehler macht und nur im ersten Rennen nach der Kollision mit Kazuki Nakajima keine Punkte einfuhr. Ohne diesen Zwischenfall würde er heute die WM anführen." Auch einen seiner Ex-Schützlinge schätzt er momentan höher an: Fernando Alonso. Zwar erlebte der Doppelweltmeister in Magny-Cours ein Rennen zum Vergessen, dennoch hebt ihn Minardi in den Himmel. "Auch wenn sein Material nicht so konkurrenzfähig ist, so kann er damit immer etwas anstellen", erklärte er. Und auch die Ferrari-Fahrer Kimi Räikkönen und Felipe Massa schätzt er als besser ein. Dennoch: Hamilton bleibt auch für Minardi ein heißer Titelkandidat. "Momentan macht er Fehler, weil er einfach unerfahren ist", erklärte er. "Er zeigt sogar Nervosität. Im Laufe der nächsten Grands Prix wird er sicher zeigen können, dass er in dieser Beziehung wächst."
Zwei Tage nach seinen ersten Punkten wieder im Einsatz: Nelson Piquet Jr. Zoom © xpb.cc
Zwei Tage nach seinen ersten Formel-1-WM-Punkten von Magny-Cours stieg Nelson Piquet Jr. heute in Silverstone wieder in den Renault, um die Vorbereitungen von Renault auf den britischen Grand Prix am 6. Juli in Angriff zu nehmen. Der Brasilianer blieb dabei nicht vor einigen kleinen Problemen verschont, rollte am Nachmittag sogar bei Start und Ziel aus und musste seinen R28 stehen lassen. "Die Streckenbedingungen waren anfangs ziemlich rutschig, aber als die Strecke sauberer wurde, war es in Ordnung", erklärte Piquet. "Wir verbrachten den Tag damit, am Setup zu arbeiten, was ganz gut lief. Am Ende war das Auto schon viel besser. Wir wurden ein paar Mal unterbrochen, daher konnten wir nicht so viel fahren, wie wir es gerne gehabt hätten, aber es ist eine gute Basis für morgen. Dann werden wir unser Programm fortsetzen." Testteamchef Christian Silk fügte an: "Wir haben viel Arbeit erledigt, auch wenn wir von ein paar Schwierigkeiten heimgesucht wurden. Dennoch konnten wir vieles in Angriff nehmen. Wir konzentrierten uns auf Basisarbeiten am Setup für den Grand Prix, Aerodynamiktests und Reifenevaluierungen. Das werden wir an den kommenden Tagen fortsetzen." Für das Protokoll: Piquet absolvierte 68 Runden und wurde mit 1,609 Sekunden Rückstand auf Spitzenreiter Felipe Massa Siebenter unter zehn Piloten.
Force India führte heute in Silverstone ein neues Aerodynamikpaket ein Zoom © xpb.cc
In Magny-Cours waren die Kräfte recht deutlich verteilt: Ferrari einsam an der Spitze, dann McLaren-Mercedes, dahinter das BMW Sauber F1 Team und das hart umkämpfte Mittelfeld - und abgeschlagen am Ende Force India. Daher ließen sich Mike Gascoyne und sein Technikerstab ein neues Aerodynamikpaket einfallen, das heute in Silverstone erstmals getestet wurde. Testfahrer Vitantonio Liuzzi legte damit stattliche 108 Runden zurück und wurde mit 2,062 Sekunden Rückstand Neunter unter zehn Piloten. Langsamer war nur noch Sebastian Vettel mit technischen Problemen im Toro Rosso. Liuzzis Fazit fiel dennoch positiv aus: "Zum Glück war es trocken, dadurch konnten wir konstant fahren. Die Jungs haben einen wirklich guten Job gemacht und das Auto lief zuverlässig", sagte er. "Die neuen Teile hatten einen positiven Einfluss auf das Auto. Wir legten viele Kilometer zurück, drehten einige schnelle Runden und die Balance fühlte sich besser an. Das neue Paket funktioniert bislang gut - und hoffentlich werden wir an den kommenden beiden Tagen auch an Speed zulegen", meinte er weiter. Giancarlo Fisichella und Adrian Sutil sollen morgen und am Donnerstag nämlich weitere Updates bekommen. Gascoyne fasste den Tag abschließend zusammen: "Das war nützlich. Wir testeten die erste Stufe unseres Aeroupdates mit einem neuen Frontflügel, einem neuen Bodywork und einem neuen Diffusor. Alles lief genau wie vorhergesagt. Tonio probierte außerdem ein neues Benzinsystem aus und wir begannen mit dem Setup für den Grand Prix. Für morgen und übermorgen planen wir den Einsatz weiterer neuer Komponenten."
Kamui Kobayashi war schneller als der Rest des umkämpften Mittelfeldes Zoom © xpb.cc
Manchmal liegen Tief- und Höhepunkte gerade in der Formel 1 ganz eng beisammen: Kurz nach dem Tod von Ex-Teamchef Ove Andersson gelang Jarno Trulli am vergangenen Wochenende in Magny-Cours der erste Podestplatz der laufenden Saison. Diesen Schwung will das japanische Team nun auch über die Silverstone-Tests in den britischen Grand Prix mitnehmen. "Nach dem tollen Resultat am Wochenende steht uns hier wieder eine stressige Testwoche bevor", erklärte Testteamchef Gerd Pfeiffer, für den heute Kamui Kobayashi im Einsatz war. "Kamui arbeitete zu Beginn an der Aerodynamik und am Setup. Er ist zum ersten Mal in Silverstone gefahren und brauchte ein paar Runs, um sich an die Strecke zu gewöhnen, aber danach arbeitete er sehr gut und er absolvierte alles, was wir geplant hatten." Der GP2-Junior von Toyota drehte insgesamt 82 Runden und war als Vierter schnellster Verfolger der drei Topteams. Auf Spitzenreiter Felipe Massa fehlten ihm 1,147 Sekunden. Angesichts der Tatsache, dass er zuvor nur eine Runde auf einem Roller in Silverstone gedreht hatte, war dies eine respektable Leistung. Erschwerend kam auch noch ein Motorendefekt hinzu. "Die Strecke macht Spaß, vor allem gefällt mir die schnelle Becketts-Kurve. Der letzte Sektor ist schwierig, vor allem die doppelte Haarnadel bei Luffield, wo es knifflig ist, die richtige Linie zu finden", bilanzierte Kobayashi. "Wir probierten verschiedene Setups und aerodynamische Konfigurationen aus. Wir haben das Programm komplett abgespult, also war es ein guter Tag." Morgen wird Trulli das Cockpit des Toyota TF108 übernehmen. Der Italiener soll die Vorbereitungen auf Silverstone fortsetzen.
Felipe Massa rollte kurz vor Schluss mit einem technischen Defekt aus Zoom © xpb.cc
Nur zwei Tage nach seinem Sieg in Magny-Cours erzielte Felipe Massa heute beim Testauftakt in Silverstone Bestzeit. Der Ferrari-Pilot absolvierte 71 Runden, die schnellste davon in 1:20.188 Minuten. Damit hatte er 0,289 Sekunden Vorsprung auf Heikki Kovalainen und 0,807 auf Robert Kubica. Massa bestätigte damit das, was viele Experten prognostiziert haben: dass der F2008 auf den Kurs in Silverstone optimal zugeschnitten ist. Heute kamen obendrein auch noch neue aerodynamische und mechanische Komponenten zum Einsatz, außerdem wurden erste Setupvarianten für den britischen Grand Prix am 6. Juli getestet. Den einzigen Rückschlag setzte es etwa eine halbe Stunde vor Schluss, als Massa mit einem technischen Defekt ausrollte. Seitens Ferrari wurde nicht näher spezifiziert, was die Ursache dafür war. Massa wird das Testprogramm morgen fortsetzen, am Donnerstag soll dann Kimi Räikkönen übernehmen.
Felipe Massa fuhr Bestzeit, obwohl sein Arbeitstag frühzeitig beendet war Zoom © xpb.cc
Nur zwei Tage nach dem Grand Prix von Frankreich begannen heute im britischen Silverstone die Vorbereitungen auf den nächsten WM-Lauf am 6. Juli. Alle zehn Teams nutzten am ersten von insgesamt drei Tagen die Gelegenheit, auf jener Strecke zu testen, auf der in zwölf Tagen der Grand Prix stattfinden wird. Das Rennwochenende in Silverstone ist bereits ausverkauft, daher nutzten heute viele Fans die Gelegenheit, Formel-1-Autos auf der Insel in Action zu sehen. Außerdem spielte das Wetter mit: Am Vormittag war es sogar teilweise sonnig, ehe es später ein wenig zuzog und abkühlte. Regen tauchte aber den ganzen Tag nicht auf. Somit herrschten trotz einer leichten Brise Wind fast optimale Bedingungen, um diverse neue Teile auszuprobieren. Ferrari wieder mit BestzeitFür McLaren-Mercedes war am ersten Tag Heikki Kovalainen im Einsatz Zoom © xpb.cc Am schnellsten war Magny-Cours-Sieger Felipe Massa (71 Runden), der weiterhin auf Wolke sieben schwebt und seinen Ferrari zu einer Bestzeit von 1:20.188 Minuten peitschte. Damit war der neue WM-Leader trotz eines Defekts am Ende der Session um ein ganzes Stück schneller als seine Verfolger Heikki Kovalainen (McLaren-Mercedes/+ 0,289/90 Runden) und Robert Kubica (BMW Sauber F1 Team/+ 0,807/82 Runden) - ein gutes Zeichen für den Großbritannien-Grand-Prix. Den Aufwärtstrend bei Toyota bestätigte in Abwesenheit von Podiumsheld Jarno Trulli Testfahrer Kamui Kobayashi (82 Runden), denn obwohl der Japaner die Strecke noch nicht kannte und sich am Vormittag erst einmal einfahren musste, landete er mit 1,147 Sekunden Rückstand an der vierten Stelle. Der GP2-Pilot blieb zwischendurch ohne Vortrieb stehen und arbeitete am Setup und an der Aerodynamik seines TF108. Nico Rosberg (Williams-Toyota/+ 1,222/88 Runden) und Mark Webber (Red-Bull-Renault/+ 1,377/94 Runden) belegten die Positionen fünf und sechs, unmittelbar vor Nelson Piquet Jr. (+ 1,609/68 Runden). Der Renault-Pilot, der in Magny-Cours seine ersten beiden WM-Punkte geholt hat, erlitt am Nachmittag einen technischen Defekt und rollte bei Start und Ziel aus. Ihm blieb nichts anderes übrig als über die Boxenmauer zurück zu den Garagen zu klettern. VJM01 mit vielen VeränderungenVitantonio Liuzzi testete ein technisches Paket mit zahlreichen Neuerungen Zoom © xpb.cc Achter wurde Jenson Button (Honda/+ 1,893/90 Runden) - ohne optisch auffällige Neuerungen an seinem RA108. Dafür packte Force-India-Ferrari heute ein umfangreiches Update für den VJM01 aus, das Vitantonio Liuzzi einfahren durfte. Der Italiener spulte 108 Runden ab und hatte 2,062 Sekunden Rückstand auf Massa. Augenscheinlichste Änderung am von Mike Gascoyne weiterentwickelten Chassis sind neue Luftleitbleche im Frontbereich. Der Pechvogel des heutigen Tages war Sebastian Vettel, denn der Deutsche musste seinen Toro-Rosso-Ferrari mit technischen Problemen schon am Vormittag abstellen und konnte nicht mehr ins Geschehen eingreifen. Dadurch wurde er mit 3,665 Sekunden Rückstand Zehnter und Letzter - und er kam nicht über zehn Runden hinaus. Zumindest darf er aber morgen einen ganzen statt nur einen halben Tag testen.
Kimi Räikkönen liegt derzeit viel besser im WM-Rennen als vor einem Jahr Zoom © xpb.cc
Eigentlich hatte Kimi Räikkönen ein Riesenglück, dass er in Magny-Cours überhaupt über die Ziellinie fahren konnte, denn wegen eines gebrochenen Auspuffrohrs hing seine Ankunft über 36 von 70 Runden an einem seidenen Faden. Natürlich war er im ersten Moment enttäuscht, dass er bis zu 6,6 Sekunden Vorsprung auf Felipe Massa nicht in einen Sieg umwandeln konnte, aber zwei Tage später überwiegt die Freude über die acht glücklichen Punkte. "Ich weiß nicht, ob ich über das, was am Sonntagnachmittag im Frankreich-Grand-Prix passiert ist, desillusioniert oder froh sein soll", erklärte der Ferrari-Pilot nach seiner Ankunft in der Heimat. "Unmittelbar nach dem Rennen war ich wirklich enttäuscht, aber jetzt muss ich sagen, dass ich mit dem Resultat zufrieden bin - und nur das zählt." Denn gerade acht Punkte in solchen Rennen sind es, was manchmal Weltmeisterschaften entscheidet... Im Nachhinein überwiegt die Freude"Ich habe acht Punkte geholt, obwohl ich auch hätte ausfallen können." Kimi Räikkönen "Natürlich finde ich es schade, dass ich nicht gewonnen habe, obwohl es am Anfang so gut gelaufen ist, aber wir müssen die positiven Aspekte sehen", meinte er weiter. "Das Team hat einen fantastischen Job gemacht und ich habe acht Punkte geholt, obwohl ich auch hätte ausfallen können. Und ich bin jetzt näher an der Gesamtführung dran als nach Kanada. Es ist eine enge Saison mit vier Fahrern, die eng beisammen liegen." Mit fünf Punkten Rückstand auf Massa ist Räikkönen momentan WM-Dritter. Im Vorjahr war er zu diesem Zeitpunkt allerdings nur Gesamtvierter - und sein Rückstand betrug stattliche 22 Zähler auf Lewis Hamilton. Trotzdem ist es ihm damals noch gelungen, den Spieß umzudrehen. Daraus schöpft der 28-Jährige Zuversicht: "Es ist aber noch nicht mal die Hälfte der Saison vorbei und es gibt noch viele Punkte zu holen." "In den Freien Trainings", ließ er Magny-Cours noch einmal Revue passieren, "lief alles glatt. Ich hatte ein gutes Gefühl, fuhr auf Pole-Position und lag um vier Zehntel voran, als ich im zweiten Run in Q3 schneller unterwegs war und die Runde abbrach, um Benzin zu sparen. Es war die 200. Pole für Ferrari und ich bin wirklich stolz, dass ich Teil der Geschichte dieses tollen Teams sein darf, genau wie im Vorjahr in China, als ich den 200. Grand Prix für Ferrari gewonnen habe." Große Sorgen am Ende des Rennens"Ich sah auch gleich im Rückspiegel, dass ein Auspuffrohr flatterte und fehlte." Kimi Räikkönen Im Rennen am Sonntag lief alles gut, "aber gegen Halbzeit fiel mir ein Leistungsverlust auf und ich sah auch gleich im Rückspiegel, dass ein Auspuffrohr flatterte und fehlte. Von da an war ich wirklich besorgt, dass ich das Rennen nicht beenden würde. In den letzten Runden fühlte es sich so an, als würde das Auto stehen bleiben. Daher bin ich im Nachhinein wirklich froh über den zweiten Platz", teilte der Finne mit. "Ich muss zugeben, dass es noch nie besser war, eine Zielflagge zu sehen. Wir haben wieder einmal bewiesen, dass man nie aufgeben sollte", so Räikkönen, der den Grund für den Defekt übrigens auch noch nicht kennt: "Das Team weiß nicht, was passiert ist. Sie werden Tests unternehmen, aber es ist schwierig, eine Antwort zu finden, weil das Auspuffrohr weggeflogen ist und weil der Motor das halbe Rennen lang enormen Belastungen ausgesetzt war." Für das bevorstehende Rennen in Silverstone, auf das sich der Ferrari-Pilot am Donnerstag im Cockpit des F2008 vorbereiten wird, ist Räikkönen optimistisch. Allerdings muss er dort aller Voraussicht nach mit einem neuen Motor an den Start gehen. Strafe in Form einer Rückversetzung in der Startaufstellung erwartet ihn deswegen aber keine, denn der erste Motorwechsel des Jahres bleibt seit 2008 straffrei.
Will von einer Beteiligung an der Mosley-Affäre nichts wissen: Ecclestone Zoom © xpb.cc
Politisch gesehen ist die Formel 1 momentan in Aufruhr - von Concorde-Agreement über Piratenserie bis hin zu geheimnisvollen Machtkämpfen ist in den vergangenen Wochen so ziemlich alles passiert, was man sich irgendwie vorstellen kann. Sogar von MI5-Agentenfrauen war da die Rede und von nebulösen Verschwörungstheorien. Ausgelöst wurden all diese Diskussionen durch die Affäre um FIA-Präsident Max Mosley, die für ein weltweites Medienecho gesorgt hat. Mosley betonte von Anfang an, er sei in eine Falle getappt, die man ihm mutwillig gestellt habe, aber seine Nachforschungen nach den Drahtziehern ergaben bisher keine Ergebnisse. Daher wurde im Paddock sogar schon spekuliert, Bernie Ecclestone könnte eine solche Verschwörungsaktion gutgeheißen haben. Zumindest in der Theorie würde das sogar Sinn machen, denn Mosley ist derjenige, der im Machtkampf hinter den Kulissen mehr Geld für die Teams fordert - aus dem Einnahmentopf, der von Ecclestone und seinen Partnern von CVC verwaltet wird. Sollten Mosleys Forderungen nicht umgesetzt werden, dann will die FIA ihren Sanktus für das neue Concorde-Agreement verweigern, das sich Ecclestone und CVC im Sinne der Stabilität ihres Investments so sehr wünschen. Aber Ecclestone bestreitet, an einer etwaigen Verschwörung gegen Mosley beteiligt gewesen zu sein: "Ich hatte damit in keinster Weise etwas zu tun", erklärte er seiner Haus- und Hofzeitung, der Londoner 'Times'. "Zweitens ist so etwas nicht mein Stil - so würde ich nicht operieren. Drittens würde ich niemals Max zerstören wollen. Das zu glauben, ist ein schöner Haufen Unsinn, ganz ehrlich. Das stimmt einfach nicht."
Das britische Fahrertrio um Lewis Hamilton zieht die Massen nach Silverstone Zoom © Silverstone
Zum ersten Mal in seiner Geschichte ist der bevorstehende Grand Prix von Großbritannien ausverkauft: Nachdem schon vor Wochen vermeldet werden konnte, dass es für Sonntag keine Tickets mehr gibt, steht nun fest, dass die Kontingente auch für Freitag und Samstag bereits ausgeschöpft sind. Das bedeutet, dass für Sonntag 90.000 Zuschauer erwartet werden, für Samstag 85.000 und für Freitag 65.000. "Die Nachfrage war unglaublich", erklärte Streckenchef Richard Phillips. "Wir werden an allen drei Tagen unsere Kapazitäten voll ausschöpfen und erwarten 240.000 Fans. Die Atmosphäre wird erstaunlich." In Silverstone wurden seit dem Vorjahr etwas mehr Zuschauerplätze geschaffen, indem zusätzliche Tribünensitze und Terrassen geschaffen wurden. Außerdem herrscht für Freitag freie Platzwahl, was erklärt, dass an den Trainingstagen wegen der Gefahr von Überbuchungen zwischen Wochenend- und Tageskarten weniger Zuschauer eingelassen werden können als am Renntag. All jene, die nach Silverstone fliegen wollten, aber zu spät dran waren, haben ab dem Montag nach dem 2008er-Rennen schon die Chance, unter silverstone.co.uk ihre Tickets für 2009 zu kaufen.
Quelle: motorsport-total.com
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BMW: Fahrerentscheidung im August
24.06.2008 - 12:11
Jarno Trulli strahlte in Magny-Cours nach seinem erkämpften dritten Rang Zoom © xpb.cc
Frage: "Herzlichen Glückwunsch zum dritten Platz; wie war es, wieder auf dem Podium zu stehen?" Jarno Trulli: "Es ist einfach ein fantastisches Gefühl und es war eine großartige Belohnung für alle Mitarbeiter des Teams, ein so perfektes Wochenende zu haben. Ich weiß, wie hart in Köln alle daran arbeiten, das Auto zu verbessern, und meine Ingenieure und Mechaniker haben in Magny-Cours ein Maximum an Leistung gebracht. Es war toll, diesen Moment auf dem Podium mit ihnen zu teilen und danach die Zufriedenheit in der Garage zu sehen. Dies gibt uns enormen Auftrieb für die zweite Hälfte der Saison." Frage: "Hattest du erwartet, um das Podium kämpfen zu können?" Trulli: "Zu Beginn des Wochenendes habe ich nicht erwartet, dass ich um den dritten Platz kämpfen würde, soviel ist sicher. Wir hatten aber einige neue Aeroteile am Auto, von denen wir eine Verbesserung erwarteten, und im Laufe des Wochenendes bekam ich zunehmend das Gefühl, dass wir ziemlich gut dastanden. Der vierte Platz im Qualifying war ein tolles Ergebnis und danach hatte ich den Eindruck, dass wir eine sehr gute Chance auf einen Platz unter den ersten Sechs hatten und, falls alles gut lief, vielleicht auch das Podium ins Auge fassen konnten. Ich war wirklich heiß auf das Rennen, weil ich glaubte, dass ein fantastisches Resultat möglich war, und bin natürlich glücklich, dass alles so gut geklappt hat." Frage: "War es ein schweres Rennen für dich?" Trulli: "Ich habe mich das ganze Rennen hindurch maximal reingehängt und wirklich hart gefightet, wie ich das immer tue. Es war nicht einfach, aber als ich beim Start an Fernando vorbeikam, wusste ich, dass wir eine Chance hatten. Ich habe daher nie aufgegeben und jede Runde voll Druck gemacht. Ich musste stark sein, um mich vorne halten zu können, weil wir gegen Autos zu kämpfen hatten, die etwas schneller waren als unseres. Das Rennen war schwer, ich war aber fest entschlossen, ein tolles Resultat zu holen - ganz besonders in diesem Rennen, nach dem, was mit Ove Andersson passiert ist. Wir wollten den Erfolg als Tribut an ihn, weil er so viel für das Team getan hat. Leider konnte er dieses tolle Resultat nicht miterleben, es war aber fantastisch, ihm meinen dritten Platz widmen zu können." Frage: "Wie waren die letzten Runden für dich?" : "Gegen Ende des Rennens war es sehr aufregend, als ich mit Heikki kämpfen musste. Es regnete etwas und unter diesen Bedingungen ist es schwieriger, vorne liegen, weil man nicht genau weiß, was einen in den einzelnen Kurven erwartet. Es ist einfacher, dem Vordermann zu folgen. Heikki fuhr also sehr dicht an mich heran und setzte mich stark unter Druck. Ich war aber entschlossen, meine Position nicht zu verlieren. Zwei Runden vor Schluss zog er neben mich, ich blieb aber stark und gab nicht auf. Es war knapp, ich habe aber hart gefightet und meinen Platz gehalten." Frage: "Kannst du den Vorfall näher beschreiben?" Trulli: "Er zog neben mich und ich nahm die Innenlinie, wodurch wir Rad an Rad lagen. Ich wollte diese Position auf keinen Fall verlieren, das Podium war ja praktisch schon in Sicht. Wir haben uns nicht berührt, weil ich ihm gerade noch genug Raum gelassen habe. Es war wie ein Gokart-Rennen. Ich hatte nicht erwartet, in der Formel 1 einmal die Gelegenheit zu haben, so zu fahren! Es war ein Kampf, der Spaß gemacht hat, besonders für mich, weil ich mich ja behaupten konnte. Ich würde mich freuen, in jedem Rennen auf diese Weise um das Podium kämpfen zu können!" Frage: "Wie haben sich die Dinge seit dem letzten Jahr verändert?" Trulli: "Dieses Jahr sind wir viel konkurrenzfähiger; das Auto wirkt ausgewogener und ich kann mehr Druck machen, weil es sich sehr gut fahren lässt. Das Auto ist ganz einfach schneller als im letzten Jahr und das bedeutet, dass wir konkurrenzfähiger sind. Wir haben bereits erheblich mehr Punkte gesammelt als im ganzen Jahr 2007. Das zeigt, dass wir besser geworden sind, und ist der harten Arbeit aller Mitarbeiter des Teams zu verdanken. Wir wissen, dass wir noch etwas hinter den schnellsten Wagen zurückliegen, aber wir haben gezeigt, dass wir in manchen Rennen mit McLaren und BMW mithalten können. Wir möchten dazu häufiger in der Lage sein, weswegen wir das Auto weiter verbessern müssen. Ich bin mir aber sicher, dass wir in die richtige Richtung gehen."
Frage: "Und was meinst du, wie du dieses Jahr gefahren bist?" Trulli: "Ich glaube, ich fahre besser den je. Ich habe Erfahrung und ich glaube, ich werde jedes Jahr besser, weil man aus Fehlern oder Erfahrungen stets etwas lernt. Mit einem konkurrenzfähigen Auto kann ich vorne mitkämpfen, da bin ich mir sicher. In Frankreich hat man gesehen, wie entschlossen und nüchtern ich bin; ich habe bis zum Ende gekämpft und das hat mir wirklich Spaß gemacht."
In Abu Dhabi findet 2009 das Saisonfinale der Formel 1 statt Zoom © xpb.cc
Das Formel-1-Feld erwartet im Jahr 2009 eine lange Saison. Am 16. März wird das Formel-1-Jahr traditionell in Melbourne starten, das Ende folgte dann erst am 15. November in Abu Dhabi, der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate. Alle Rennen der Saison 2008 finden auch 2009 statt - neu hinzu kommt lediglich das Stadtrennen in Abu Dhabi. Dennoch gibt es einige Veränderungen: Der Türkei-Grand-Prix rutscht vom Mai in den August und das Rennen in Silverstone wird vor dem Frankreich-Grand-Prix über die Bühne gehen - bisher war dies umgedreht. Im ersten Entwurf fehlt zudem Indianapolis. Dort gab es zuletzt wieder Hinweise darauf, dass man die Formel 1 zurückwolle - so man denn einen finanziellen Partner finde. Da die Saison mit 19 Rennen ohnehin schon recht voll ist, ist eine Rückkehr nun so gut wie ausgeschlossen. Eine Unklarheit betrifft auch den Deutschland-Grand-Prix. Nach Hockenheim in diesem Jahr ist 2009 wieder der Nürburgring an der Reihe, doch es bleibt abzuwarten, ob das Rennen auch als Großer Preis von Deutschland ausgetragen werden wird. Schon 2007 fand das Rennen als Grand Prix von Europa statt, da die Namensrechte beim Hockenheimveranstalter AvD liegen. Der Europa-Grand-Prix ist nun jedoch in Valencia, sodass hier weitere Entwicklungen abgewartet werden müssen.
Die FIA möchte die Formel 1 zusammen mit dem Teams umgestalten Zoom © xpb.cc
Der Machtkampf in der Formel 1 geht in eine weitere Runde. Nachdem die Unterzeichnung eines neuen Concorde Agreements zwischen Teams, Ausrichtern und der FIA immer mehr ins Hintertreffen geriet, kristallisierte sich heraus, dass dies vor allem an der künftigen Machtverteilung in der Formel 1 liegt. Die FIA fürchtet, durch den neuen Entwurf an Einfluss zu verlieren und nur noch für die sportlichen Aspekte verantwortlich zu sein. Umso spannender wurden die Ergebnisse der heutigen Sitzung des World Councils erwartet. Und einige Überraschungen finden sich auch in der Erklärung der FIA. So möchte die oberste Sportbehörde mit den Formel-1-Teams weitreichende Gespräche darüber führen, wir die Effizienz der Formel 1 verbessert werden kann. Explizit eingeschlossen darin sind auch "neue technische Regularien für die Meisterschaft". Keine massiv höheren Gebühren für die Teams"Dies beinhaltet auch eine Bewertung der Führung der Formel 1", heißt es in der Pressemitteilung weiter. Die FIA möchte sich dem Kampf um die Macht also stellen und sich vor allem die Zustimmung der Teams sichern. Aus den geplanten höheren Nenngebühren wurde somit nichts - denn die Teams zunächst stärker zu belasten und dann ihre Zustimmung im Machtkampf zu bekommen, erschien wohl aussichtslos. Die Teams müssen für 2009 eine Nenngebühr von 309.000 Euro zahlen - das sind lediglich drei Prozent mehr als in dieser Saison, die mit der Inflation erklärt wurden. Jedoch: Man setzt den Teams gleichzeitig die Pistole auf die Brust und möchte eine drohende "Piratenserie" schnell wieder in der Versenkung verschwinden lassen. Die Einschreibeperiode für die Saison 2009 wurde massiv nach vorn verlegt. Vom 1. bis zum 31. Juli 2008 müssen die Teams die Unterlagen zur Meldung anfordern. Über zusätzliche Gebühren, die einer erweiterten Sicherheit an der Strecke zugute kommen soll, wird zu einem späteren Punkt aber noch einmal verhandelt - jedoch unter Einbeziehung der betroffenen Teams. Formel-2-Meisterschaft schon ab 2009?Eine weitere Entscheidung, die zumindest indirekt die Formel 1 näher an die FIA binden soll, ist die Einführung einer eignen Nachwuchsserie. Die GP2-Serie, welche die Formel 3000 ablöste, ist ein Renault-Produkt. Schon für 2009 möchte die FIA jedoch etwas Eignes anbieten wollen. "Die FIA wird eine neue Nachwuchsserie für die Formel 1 ausschreiben", heißt es. "Diese Meisterschaft, genannt Formel 2, würde 2009 beginnen und als preiswerte Plattform fungieren, um Fahrertalente für die Formel 1 zu entwickeln. Es wird erwartet, dass dies mit einem Budget von circa 200.000 Euro pro Auto in einer Saison erreicht werden kann." Bis auf die Nenngebühren und die vorgezogene Einschreibung der Teams sind konkrete Entscheidungen nicht gefallen. Die angekündigten Gespräche mit den Teams für die Formel-1-Zukunft müssen noch anlaufen, ebenso der Aufbau der neuen Formel 2 - denn bis 1984 gab es diese Serie bereits, wurde dann von der Formel 3000 aber abgelöst.
Bruno Senna möchte sich zunächst auf die GP2-Meisterschaft konzentrieren Zoom © xpb.cc
Solange es aus München und Hinwil keine offizielle Bestätigung gibt, wer für das BMW Sauber F1 Team im Jahr 2009 fahren wird, solange werden die Spekulationen weitergehen. Nick Heidfeld habe angeblich einen Vertrag bis 2009, auf Robert Kubica besitze das Team zudem eine Option, die sicher gezogen wird, um den Kanada-Sieger zu halten. Doch: Nichts Genaues weiß man nicht. Nun brachte 'Sport Bild online' eine bisher nicht erwähnte Variante ins Spiel: Bruno Senna, derzeit in der GP2 auf dem zweiten Gesamtrang, stehe in intensiven Verhandlungen mit BMW. Dessen Mentor in der Formel 1, Toro-Rosso-Teilhaber Gerhard Berger, habe sich in Magny-Cours erneut mit seinem Ex-Kollegen und BMW Motorsport Direktor Mario Theissen getroffen. Das Thema: Senna. "Ich helfe Bruno und seiner Familie, die sich um seine Karriere kümmert, so gut es geht. Seine Entwicklung zeigt deutlich nach oben", so Berger gegenüber der 'Sport Bild'. Wie genau es aber weitergeht, steht aber in den Sternen. Jedoch berichtet 'Sport Bild online', dass nicht nur ein Testposten in Aussicht steht - sondern auch ein Stammcockpit. Für Senna selbst liegt der Fokus aber weiter auf der GP2-Serie. Zusammen mit dem iSport-Team möchte er in der Nachwuchsserie erfolgreich sein. "Dann kann ich ein bisschen mehr träumen", so der 24-Jährige.
Lewis Hamilton muss erkennen, dass die Erwartungen an ihn ansteigen Zoom © xpb.cc
Die Souveränität, die Lewis Hamilton während seiner ersten Formel-1-Saison 2007 ausstrahlte, überraschte alle. Und auch wenn er Fehler machte, man stand es ihm zu - es war ja sein Lehrjahr. Nun, in seiner zweiten Saison, wird der Druck auf den Engländer immer größer. Die Medien zeigen immer weniger Verständnis für Fehler - auch wenn er gerade einmal 25 Grands Prix gefahren hat - und immer häufiger ist sein Privatleben Mittelpunkt der Berichterstattung. Nach Monaco und dem dortigen Sieg war er noch der gefeierte Held. Doch in Kanada übersah er die rote Ampel an der Ausfahrt der Boxengasse und knallte Kimi Räikkönen ins Heck. Strafversetzt um zehn Plätze und im Rennen auch noch mit einer Durchfahrtsstrafe belegt sah er in Magny-Cours dann zwar wieder die Zielflagge - jedoch außerhalb der Punkte. In der WM liegt er nun 10 Punkte hinter der Spitze. Mit den "Randerscheinungen" neben der Piste droht Hamiltons Stern blasser zu werden, doch Hondas Teamchef Ross Brawn kennt solche Situationen und auch eine einfache Lösung dafür: Er müsse sich auf das Wesentliche konzentrieren - das Fahren. Auch Michael Schumacher habe zu Beginn seiner Formel-1-Karriere eine solche Phase durchlaufen müssen. Konzentration auf das Fahren"Das Fahren ist es, das ihn durch alles hindurchbringen wird", so Brawn. "Er muss sich auf das Fahren konzentrieren, dann wird alles andere sich selbst regeln." Auch der Honda-Teamchef erinnerte dabei daran, dass Hamilton eben keine jahrelange Erfahrung in der Formel 1 nachweisen kann. "Wir tendieren dazu zu vergessen, wie jung er noch ist und wie viele neue Erfahrungen auf ihn einprasseln", erklärte er der 'BBC'. "Ich hatte das Glück, mit Michael Schumacher zu arbeiten, als er durch diese Lernphase ging - und da war es nicht anders", fuhr er fort. "Die Aufmerksamkeit, die diesen Jungs zuteil wird, bedeutet einen irren Druck. Und dabei kann ihnen niemand wirklich helfen." Sie müssten diese Phase selbst durchstehen und daraus lernen. "Es kann ihnen niemand sagen, was die tun sollten. Sie müssen es damit auf die harte Tour lernen - selbstständig", so Brawn weiter. Dazu gehöre dann auch, dass es mit dem WM-Titel auch 2008 nichts werden könnte, zudem Ferrari auch noch "sehr stark" aussehe. "Lewis ist in der Lage, Weltmeister zu werden. Es ist nur die Frage, wie gut das Auto ist und wie der Würfel fällt."
Heikki Kovalainen möchte sich einfach in Ruhe weiter nach vorn arbeiten Zoom © xpb.cc
So richtig schlecht verlief die Saison von Heikki Kovalainen nicht. Aus dem Vorjahr bei Renault weiß er noch, wie schlecht ein Jahr beginnen kann. Dennoch: Bisher konnte er bei McLaren-Mercedes nur einen Podestplatz einfahren, in der WM liegt er noch hinter Nick Heidfeld auch Rang sechs und hat nur knapp halb so viele Punkte wie Teamkollege Lewis Hamilton. Aus der Ruhe bringen lässt sich der Finne aber nicht. Er warte nur auf ein problemloses Wochenende, dann könne auch er weitere Schritte nach vorn machen. "Ich glaube nicht, dass durch die Probleme meine Zuversicht gelitten hat", erklärte Kovalainen gegenüber 'autosport.com'. "Ich hatte ein paar schwierige Rennen. Aber insgesamt hatte ich auch starke Leistungen im Qualifying, doch dann hatte ich technische Probleme oder den Crash in Barcelona." Und wenn das Rennen einmal gut laufe - wie jüngst in Magny-Cours -, dann sei bereits im Qualifying etwas daneben gegangen - ebenfalls wie in Magny-Cours durch die Strafversetzung auf Rang 10. Die Stimmung beeinflusse das aber kaum. "Natürlich möchten alle im Team gute Ergebnisse haben und wir können auch versuchen, uns zu verbessern, am Wochenende alles zusammen zu bekommen und bessere Ergebnisse zu holen." Ein weiterer Strafenhagel auf McLaren-Mercedes stünde diesen Vorhaben aber im Weg, doch Kovalainen möchte von einer ungerechten Behandlung nichts wissen. "Wir sollten da nicht so viel hineininterpretieren", erklärte er. "Wir müssen sicherstellen, dass wir keine Fehler mehr machen - dann wird es auch keine Strafen mehr geben. Ich glaube nicht, dass es für McLaren mehr Strafen gibt als für andere." Vor allem vor dem Team-Heimspiel in Silverstone sei es nun wichtig, sich wieder auf das Wesentliche zu konzentrieren. "Ich bin mit dem Auto ganz zufrieden", erklärte er. "Beim Testen ist es aber schwierig zu sagen, was die anderen machen. Und Ferrari wird natürlich wieder stark sein."
Kimi Räikkönen schob sich wieder näher an die F1Total-Champ-Spitze heran Zoom © xpb.cc
Im Grand Prix von Frankreich hatte Kimi Räikkönen großes Glück, dass der gebrochene Auspuff seines Ferrari F2008 nicht zu einem Ausfall führte. Teamkollege Felipe Massa ging an ihm vorbei und gewann das Rennen sicher, Räikkönen schleppte seinen weidwunden Ferrari aber noch auf Rang zwei. Bei den 'Motorsport-Total.com'-Lesern wurde der Finne dennoch belohnt: Er sicherte sich 10 Punkte im 'F1Total Champ'. Mit einer Durchschnittsbewertung von 8,94 Punkten gewann Räikkönen die Frankreich-Wertung. Nur knapp dahinter (8,42) klassierte sich Jarno Trulli, der in Magny-Cours für Toyota auf das Siegerpodest fuhr. Felipe Massa wurde Dritter (7,45) vor Heikki Kovalainen (6,80). Auch Nelson Piquet Jr. Fahrt zu Rang acht wurde belohnt: 5,97 und Rang fünf im 'F1Total Champ'. Auf den letzten drei Plätzen, die Zähler in der Gesamtwertung des 'F1Total Champs' geben, landeten Robert Kubica (5,39), Mark Webber (5,23) und Sebastian Vettel (4,83). Fernando Alonso (4,77) ging damit ebenso punktelos aus wie Timo Glock (4,75) und Nick Heidfeld (3,07). Am Ende des Feldes fand sich Jenson Button mit nur 1,81 Punkten wieder. In der Gesamtwertung geht es nach dem Frankreich-Rennen sehr knapp zu. Kubica liegt mit 49 Punkten noch in Front, jedoch nur noch mit einem Punkte Vorsprung auf Räikkönen. Massa folgt mit 38 Punkten auf Rang drei vor Lews Hamilton (26) und Heikki Kovalainen (26). Bester Deutscher ist weiterhin Nick Heidfeld (23). Bei den Teams konnte sich Ferrari mit 86 Zählern etwas vom BMW Sauber F1 Team (72) absetzen. McLaren-Mercedes folgt mit größerem Abstand und 52 Punkten auf Rang drei. Toyota (23) hat Red Bull Racing (22) nun überholt. Wenn Sie auch beim F1Total Champ 2008 mitbestimmen wollen, dann melden Sie sich einfach unter diesem Link an
Gian Carlo Minardi erwartet, dass Lewis Hamilton weiter dazulerne Zoom © xpb.cc
In der Formel 1 ist Gian Carlo Minardi nur noch selten zu sehen, doch als langjähriger Teamchef und -besitzer bleibt man natürlich auf dem Laufenden. Auch den Italiener fasziniert der Kampf an der WM-Spitze und er gehört dabei zu denen, die an Lewis Hamilton - nun schon mit zehn Punkten Rückstand auf die Spitze - Kritik üben. "Meiner Meinung nach sind vier Fahrer besser als Hamilton", erklärte er. Zu diesen gehöre zum Beispiel "Robert Kubica, der seit dem ersten Rennen keine Fehler macht und nur im ersten Rennen nach der Kollision mit Kazuki Nakajima keine Punkte einfuhr. Ohne diesen Zwischenfall würde er heute die WM anführen." Auch einen seiner Ex-Schützlinge schätzt er momentan höher an: Fernando Alonso. Zwar erlebte der Doppelweltmeister in Magny-Cours ein Rennen zum Vergessen, dennoch hebt ihn Minardi in den Himmel. "Auch wenn sein Material nicht so konkurrenzfähig ist, so kann er damit immer etwas anstellen", erklärte er. Und auch die Ferrari-Fahrer Kimi Räikkönen und Felipe Massa schätzt er als besser ein. Dennoch: Hamilton bleibt auch für Minardi ein heißer Titelkandidat. "Momentan macht er Fehler, weil er einfach unerfahren ist", erklärte er. "Er zeigt sogar Nervosität. Im Laufe der nächsten Grands Prix wird er sicher zeigen können, dass er in dieser Beziehung wächst."
Zwei Tage nach seinen ersten Punkten wieder im Einsatz: Nelson Piquet Jr. Zoom © xpb.cc
Zwei Tage nach seinen ersten Formel-1-WM-Punkten von Magny-Cours stieg Nelson Piquet Jr. heute in Silverstone wieder in den Renault, um die Vorbereitungen von Renault auf den britischen Grand Prix am 6. Juli in Angriff zu nehmen. Der Brasilianer blieb dabei nicht vor einigen kleinen Problemen verschont, rollte am Nachmittag sogar bei Start und Ziel aus und musste seinen R28 stehen lassen. "Die Streckenbedingungen waren anfangs ziemlich rutschig, aber als die Strecke sauberer wurde, war es in Ordnung", erklärte Piquet. "Wir verbrachten den Tag damit, am Setup zu arbeiten, was ganz gut lief. Am Ende war das Auto schon viel besser. Wir wurden ein paar Mal unterbrochen, daher konnten wir nicht so viel fahren, wie wir es gerne gehabt hätten, aber es ist eine gute Basis für morgen. Dann werden wir unser Programm fortsetzen." Testteamchef Christian Silk fügte an: "Wir haben viel Arbeit erledigt, auch wenn wir von ein paar Schwierigkeiten heimgesucht wurden. Dennoch konnten wir vieles in Angriff nehmen. Wir konzentrierten uns auf Basisarbeiten am Setup für den Grand Prix, Aerodynamiktests und Reifenevaluierungen. Das werden wir an den kommenden Tagen fortsetzen." Für das Protokoll: Piquet absolvierte 68 Runden und wurde mit 1,609 Sekunden Rückstand auf Spitzenreiter Felipe Massa Siebenter unter zehn Piloten.
Force India führte heute in Silverstone ein neues Aerodynamikpaket ein Zoom © xpb.cc
In Magny-Cours waren die Kräfte recht deutlich verteilt: Ferrari einsam an der Spitze, dann McLaren-Mercedes, dahinter das BMW Sauber F1 Team und das hart umkämpfte Mittelfeld - und abgeschlagen am Ende Force India. Daher ließen sich Mike Gascoyne und sein Technikerstab ein neues Aerodynamikpaket einfallen, das heute in Silverstone erstmals getestet wurde. Testfahrer Vitantonio Liuzzi legte damit stattliche 108 Runden zurück und wurde mit 2,062 Sekunden Rückstand Neunter unter zehn Piloten. Langsamer war nur noch Sebastian Vettel mit technischen Problemen im Toro Rosso. Liuzzis Fazit fiel dennoch positiv aus: "Zum Glück war es trocken, dadurch konnten wir konstant fahren. Die Jungs haben einen wirklich guten Job gemacht und das Auto lief zuverlässig", sagte er. "Die neuen Teile hatten einen positiven Einfluss auf das Auto. Wir legten viele Kilometer zurück, drehten einige schnelle Runden und die Balance fühlte sich besser an. Das neue Paket funktioniert bislang gut - und hoffentlich werden wir an den kommenden beiden Tagen auch an Speed zulegen", meinte er weiter. Giancarlo Fisichella und Adrian Sutil sollen morgen und am Donnerstag nämlich weitere Updates bekommen. Gascoyne fasste den Tag abschließend zusammen: "Das war nützlich. Wir testeten die erste Stufe unseres Aeroupdates mit einem neuen Frontflügel, einem neuen Bodywork und einem neuen Diffusor. Alles lief genau wie vorhergesagt. Tonio probierte außerdem ein neues Benzinsystem aus und wir begannen mit dem Setup für den Grand Prix. Für morgen und übermorgen planen wir den Einsatz weiterer neuer Komponenten."
Kamui Kobayashi war schneller als der Rest des umkämpften Mittelfeldes Zoom © xpb.cc
Manchmal liegen Tief- und Höhepunkte gerade in der Formel 1 ganz eng beisammen: Kurz nach dem Tod von Ex-Teamchef Ove Andersson gelang Jarno Trulli am vergangenen Wochenende in Magny-Cours der erste Podestplatz der laufenden Saison. Diesen Schwung will das japanische Team nun auch über die Silverstone-Tests in den britischen Grand Prix mitnehmen. "Nach dem tollen Resultat am Wochenende steht uns hier wieder eine stressige Testwoche bevor", erklärte Testteamchef Gerd Pfeiffer, für den heute Kamui Kobayashi im Einsatz war. "Kamui arbeitete zu Beginn an der Aerodynamik und am Setup. Er ist zum ersten Mal in Silverstone gefahren und brauchte ein paar Runs, um sich an die Strecke zu gewöhnen, aber danach arbeitete er sehr gut und er absolvierte alles, was wir geplant hatten." Der GP2-Junior von Toyota drehte insgesamt 82 Runden und war als Vierter schnellster Verfolger der drei Topteams. Auf Spitzenreiter Felipe Massa fehlten ihm 1,147 Sekunden. Angesichts der Tatsache, dass er zuvor nur eine Runde auf einem Roller in Silverstone gedreht hatte, war dies eine respektable Leistung. Erschwerend kam auch noch ein Motorendefekt hinzu. "Die Strecke macht Spaß, vor allem gefällt mir die schnelle Becketts-Kurve. Der letzte Sektor ist schwierig, vor allem die doppelte Haarnadel bei Luffield, wo es knifflig ist, die richtige Linie zu finden", bilanzierte Kobayashi. "Wir probierten verschiedene Setups und aerodynamische Konfigurationen aus. Wir haben das Programm komplett abgespult, also war es ein guter Tag." Morgen wird Trulli das Cockpit des Toyota TF108 übernehmen. Der Italiener soll die Vorbereitungen auf Silverstone fortsetzen.
Felipe Massa rollte kurz vor Schluss mit einem technischen Defekt aus Zoom © xpb.cc
Nur zwei Tage nach seinem Sieg in Magny-Cours erzielte Felipe Massa heute beim Testauftakt in Silverstone Bestzeit. Der Ferrari-Pilot absolvierte 71 Runden, die schnellste davon in 1:20.188 Minuten. Damit hatte er 0,289 Sekunden Vorsprung auf Heikki Kovalainen und 0,807 auf Robert Kubica. Massa bestätigte damit das, was viele Experten prognostiziert haben: dass der F2008 auf den Kurs in Silverstone optimal zugeschnitten ist. Heute kamen obendrein auch noch neue aerodynamische und mechanische Komponenten zum Einsatz, außerdem wurden erste Setupvarianten für den britischen Grand Prix am 6. Juli getestet. Den einzigen Rückschlag setzte es etwa eine halbe Stunde vor Schluss, als Massa mit einem technischen Defekt ausrollte. Seitens Ferrari wurde nicht näher spezifiziert, was die Ursache dafür war. Massa wird das Testprogramm morgen fortsetzen, am Donnerstag soll dann Kimi Räikkönen übernehmen.
Felipe Massa fuhr Bestzeit, obwohl sein Arbeitstag frühzeitig beendet war Zoom © xpb.cc
Nur zwei Tage nach dem Grand Prix von Frankreich begannen heute im britischen Silverstone die Vorbereitungen auf den nächsten WM-Lauf am 6. Juli. Alle zehn Teams nutzten am ersten von insgesamt drei Tagen die Gelegenheit, auf jener Strecke zu testen, auf der in zwölf Tagen der Grand Prix stattfinden wird. Das Rennwochenende in Silverstone ist bereits ausverkauft, daher nutzten heute viele Fans die Gelegenheit, Formel-1-Autos auf der Insel in Action zu sehen. Außerdem spielte das Wetter mit: Am Vormittag war es sogar teilweise sonnig, ehe es später ein wenig zuzog und abkühlte. Regen tauchte aber den ganzen Tag nicht auf. Somit herrschten trotz einer leichten Brise Wind fast optimale Bedingungen, um diverse neue Teile auszuprobieren. Ferrari wieder mit BestzeitFür McLaren-Mercedes war am ersten Tag Heikki Kovalainen im Einsatz Zoom © xpb.cc Am schnellsten war Magny-Cours-Sieger Felipe Massa (71 Runden), der weiterhin auf Wolke sieben schwebt und seinen Ferrari zu einer Bestzeit von 1:20.188 Minuten peitschte. Damit war der neue WM-Leader trotz eines Defekts am Ende der Session um ein ganzes Stück schneller als seine Verfolger Heikki Kovalainen (McLaren-Mercedes/+ 0,289/90 Runden) und Robert Kubica (BMW Sauber F1 Team/+ 0,807/82 Runden) - ein gutes Zeichen für den Großbritannien-Grand-Prix. Den Aufwärtstrend bei Toyota bestätigte in Abwesenheit von Podiumsheld Jarno Trulli Testfahrer Kamui Kobayashi (82 Runden), denn obwohl der Japaner die Strecke noch nicht kannte und sich am Vormittag erst einmal einfahren musste, landete er mit 1,147 Sekunden Rückstand an der vierten Stelle. Der GP2-Pilot blieb zwischendurch ohne Vortrieb stehen und arbeitete am Setup und an der Aerodynamik seines TF108. Nico Rosberg (Williams-Toyota/+ 1,222/88 Runden) und Mark Webber (Red-Bull-Renault/+ 1,377/94 Runden) belegten die Positionen fünf und sechs, unmittelbar vor Nelson Piquet Jr. (+ 1,609/68 Runden). Der Renault-Pilot, der in Magny-Cours seine ersten beiden WM-Punkte geholt hat, erlitt am Nachmittag einen technischen Defekt und rollte bei Start und Ziel aus. Ihm blieb nichts anderes übrig als über die Boxenmauer zurück zu den Garagen zu klettern. VJM01 mit vielen VeränderungenVitantonio Liuzzi testete ein technisches Paket mit zahlreichen Neuerungen Zoom © xpb.cc Achter wurde Jenson Button (Honda/+ 1,893/90 Runden) - ohne optisch auffällige Neuerungen an seinem RA108. Dafür packte Force-India-Ferrari heute ein umfangreiches Update für den VJM01 aus, das Vitantonio Liuzzi einfahren durfte. Der Italiener spulte 108 Runden ab und hatte 2,062 Sekunden Rückstand auf Massa. Augenscheinlichste Änderung am von Mike Gascoyne weiterentwickelten Chassis sind neue Luftleitbleche im Frontbereich. Der Pechvogel des heutigen Tages war Sebastian Vettel, denn der Deutsche musste seinen Toro-Rosso-Ferrari mit technischen Problemen schon am Vormittag abstellen und konnte nicht mehr ins Geschehen eingreifen. Dadurch wurde er mit 3,665 Sekunden Rückstand Zehnter und Letzter - und er kam nicht über zehn Runden hinaus. Zumindest darf er aber morgen einen ganzen statt nur einen halben Tag testen.
Kimi Räikkönen liegt derzeit viel besser im WM-Rennen als vor einem Jahr Zoom © xpb.cc
Eigentlich hatte Kimi Räikkönen ein Riesenglück, dass er in Magny-Cours überhaupt über die Ziellinie fahren konnte, denn wegen eines gebrochenen Auspuffrohrs hing seine Ankunft über 36 von 70 Runden an einem seidenen Faden. Natürlich war er im ersten Moment enttäuscht, dass er bis zu 6,6 Sekunden Vorsprung auf Felipe Massa nicht in einen Sieg umwandeln konnte, aber zwei Tage später überwiegt die Freude über die acht glücklichen Punkte. "Ich weiß nicht, ob ich über das, was am Sonntagnachmittag im Frankreich-Grand-Prix passiert ist, desillusioniert oder froh sein soll", erklärte der Ferrari-Pilot nach seiner Ankunft in der Heimat. "Unmittelbar nach dem Rennen war ich wirklich enttäuscht, aber jetzt muss ich sagen, dass ich mit dem Resultat zufrieden bin - und nur das zählt." Denn gerade acht Punkte in solchen Rennen sind es, was manchmal Weltmeisterschaften entscheidet... Im Nachhinein überwiegt die Freude"Ich habe acht Punkte geholt, obwohl ich auch hätte ausfallen können." Kimi Räikkönen "Natürlich finde ich es schade, dass ich nicht gewonnen habe, obwohl es am Anfang so gut gelaufen ist, aber wir müssen die positiven Aspekte sehen", meinte er weiter. "Das Team hat einen fantastischen Job gemacht und ich habe acht Punkte geholt, obwohl ich auch hätte ausfallen können. Und ich bin jetzt näher an der Gesamtführung dran als nach Kanada. Es ist eine enge Saison mit vier Fahrern, die eng beisammen liegen." Mit fünf Punkten Rückstand auf Massa ist Räikkönen momentan WM-Dritter. Im Vorjahr war er zu diesem Zeitpunkt allerdings nur Gesamtvierter - und sein Rückstand betrug stattliche 22 Zähler auf Lewis Hamilton. Trotzdem ist es ihm damals noch gelungen, den Spieß umzudrehen. Daraus schöpft der 28-Jährige Zuversicht: "Es ist aber noch nicht mal die Hälfte der Saison vorbei und es gibt noch viele Punkte zu holen." "In den Freien Trainings", ließ er Magny-Cours noch einmal Revue passieren, "lief alles glatt. Ich hatte ein gutes Gefühl, fuhr auf Pole-Position und lag um vier Zehntel voran, als ich im zweiten Run in Q3 schneller unterwegs war und die Runde abbrach, um Benzin zu sparen. Es war die 200. Pole für Ferrari und ich bin wirklich stolz, dass ich Teil der Geschichte dieses tollen Teams sein darf, genau wie im Vorjahr in China, als ich den 200. Grand Prix für Ferrari gewonnen habe." Große Sorgen am Ende des Rennens"Ich sah auch gleich im Rückspiegel, dass ein Auspuffrohr flatterte und fehlte." Kimi Räikkönen Im Rennen am Sonntag lief alles gut, "aber gegen Halbzeit fiel mir ein Leistungsverlust auf und ich sah auch gleich im Rückspiegel, dass ein Auspuffrohr flatterte und fehlte. Von da an war ich wirklich besorgt, dass ich das Rennen nicht beenden würde. In den letzten Runden fühlte es sich so an, als würde das Auto stehen bleiben. Daher bin ich im Nachhinein wirklich froh über den zweiten Platz", teilte der Finne mit. "Ich muss zugeben, dass es noch nie besser war, eine Zielflagge zu sehen. Wir haben wieder einmal bewiesen, dass man nie aufgeben sollte", so Räikkönen, der den Grund für den Defekt übrigens auch noch nicht kennt: "Das Team weiß nicht, was passiert ist. Sie werden Tests unternehmen, aber es ist schwierig, eine Antwort zu finden, weil das Auspuffrohr weggeflogen ist und weil der Motor das halbe Rennen lang enormen Belastungen ausgesetzt war." Für das bevorstehende Rennen in Silverstone, auf das sich der Ferrari-Pilot am Donnerstag im Cockpit des F2008 vorbereiten wird, ist Räikkönen optimistisch. Allerdings muss er dort aller Voraussicht nach mit einem neuen Motor an den Start gehen. Strafe in Form einer Rückversetzung in der Startaufstellung erwartet ihn deswegen aber keine, denn der erste Motorwechsel des Jahres bleibt seit 2008 straffrei.
Will von einer Beteiligung an der Mosley-Affäre nichts wissen: Ecclestone Zoom © xpb.cc
Politisch gesehen ist die Formel 1 momentan in Aufruhr - von Concorde-Agreement über Piratenserie bis hin zu geheimnisvollen Machtkämpfen ist in den vergangenen Wochen so ziemlich alles passiert, was man sich irgendwie vorstellen kann. Sogar von MI5-Agentenfrauen war da die Rede und von nebulösen Verschwörungstheorien. Ausgelöst wurden all diese Diskussionen durch die Affäre um FIA-Präsident Max Mosley, die für ein weltweites Medienecho gesorgt hat. Mosley betonte von Anfang an, er sei in eine Falle getappt, die man ihm mutwillig gestellt habe, aber seine Nachforschungen nach den Drahtziehern ergaben bisher keine Ergebnisse. Daher wurde im Paddock sogar schon spekuliert, Bernie Ecclestone könnte eine solche Verschwörungsaktion gutgeheißen haben. Zumindest in der Theorie würde das sogar Sinn machen, denn Mosley ist derjenige, der im Machtkampf hinter den Kulissen mehr Geld für die Teams fordert - aus dem Einnahmentopf, der von Ecclestone und seinen Partnern von CVC verwaltet wird. Sollten Mosleys Forderungen nicht umgesetzt werden, dann will die FIA ihren Sanktus für das neue Concorde-Agreement verweigern, das sich Ecclestone und CVC im Sinne der Stabilität ihres Investments so sehr wünschen. Aber Ecclestone bestreitet, an einer etwaigen Verschwörung gegen Mosley beteiligt gewesen zu sein: "Ich hatte damit in keinster Weise etwas zu tun", erklärte er seiner Haus- und Hofzeitung, der Londoner 'Times'. "Zweitens ist so etwas nicht mein Stil - so würde ich nicht operieren. Drittens würde ich niemals Max zerstören wollen. Das zu glauben, ist ein schöner Haufen Unsinn, ganz ehrlich. Das stimmt einfach nicht."
Das britische Fahrertrio um Lewis Hamilton zieht die Massen nach Silverstone Zoom © Silverstone
Zum ersten Mal in seiner Geschichte ist der bevorstehende Grand Prix von Großbritannien ausverkauft: Nachdem schon vor Wochen vermeldet werden konnte, dass es für Sonntag keine Tickets mehr gibt, steht nun fest, dass die Kontingente auch für Freitag und Samstag bereits ausgeschöpft sind. Das bedeutet, dass für Sonntag 90.000 Zuschauer erwartet werden, für Samstag 85.000 und für Freitag 65.000. "Die Nachfrage war unglaublich", erklärte Streckenchef Richard Phillips. "Wir werden an allen drei Tagen unsere Kapazitäten voll ausschöpfen und erwarten 240.000 Fans. Die Atmosphäre wird erstaunlich." In Silverstone wurden seit dem Vorjahr etwas mehr Zuschauerplätze geschaffen, indem zusätzliche Tribünensitze und Terrassen geschaffen wurden. Außerdem herrscht für Freitag freie Platzwahl, was erklärt, dass an den Trainingstagen wegen der Gefahr von Überbuchungen zwischen Wochenend- und Tageskarten weniger Zuschauer eingelassen werden können als am Renntag. All jene, die nach Silverstone fliegen wollten, aber zu spät dran waren, haben ab dem Montag nach dem 2008er-Rennen schon die Chance, unter silverstone.co.uk ihre Tickets für 2009 zu kaufen.
Die Zukunft von Nick Heidfeld im BMW Sauber F1 Team steht in den Sternen Zoom © xpb.cc
Nick Heidfeld hat von den bisherigen acht Qualifyings in dieser Saison noch kein einziges gegen Robert Kubica gewonnen, im Durchschnitt fehlten ihm 0,522 Sekunden auf seinen Kollegen im BMW Sauber F1 Team. Am knappsten war es in Malaysia (0,026 Sekunden), am deutlichsten in Kanada (1,135 Sekunden). "Wenn der Teamkollege im Qualifying die ganze Saison schneller ist, ist es klar, dass ein gewisser Druck aufkommt", analysierte Testfahrer Christian Klien am vergangenen Wochenende. "Nick meistert das aber recht gut. Er hat - auch von den Medien - viel Druck, aber er versucht, sich bei den Meetings und im Auto auf das Wesentliche zu konzentrieren. Er hat sicherlich das Autofahren nicht verlernt und ich bin mir sicher, dass er das wieder in den Griff bekommen wird." Unterstützung erhält Heidfeld zumindest im Moment auch noch von BMW Motorsport Direktor Mario Theissen, der am Samstag in Magny-Cours klarstellte, dass es "derzeit kein Thema" sei, "Quick Nick" während der Saison gegen einen anderen Piloten auszutauschen - letztendlich auch mangels Alternativen, wenn man den Fahrermarkt genauer unter die Lupe nimmt. Wie es allerdings für nächstes Jahr aussieht, ist noch völlig unklar. "Wir werden uns im Sommer festlegen, vermutlich in der zweiten August-Hälfte. Aber es kann auch früher oder später passieren", kündigte Theissen an. Heidfeld hat angeblich einen Vertrag bis Ende 2009, aber wer Theissen kennt, der weiß, dass es sicher Möglichkeiten gibt, aus diesem frühzeitig auszusteigen. Und selbst wenn dies nicht der Fall sein sollte: Jacques Villeneuve weiß, dass Verträge oft nicht einmal das Papier wert sind, auf dem sie geschrieben stehen... Heidfeld müsse sich jedenfalls in den nächsten Wochen steigern, speziell im Qualifying: "Die Situation ist natürlich nicht einfach, denn er muss versuchen, auf dem gleichen Niveau wie Robert zu fahren. Robert gelingt es, das Auto perfekt abzustimmen, und er ist in jeder Situation schnell. Nick muss speziell das Thema Aufwärmen der Reifen in den Griff bekommen. Wir haben ihm sehr viel Unterstützung gegeben in den vergangenen Wochen", so der BMW Motorsport Direktor.
Quelle: motorsport-total.com
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| Formel 1 » Symonds von Renault-Performance enttäuscht |
Symonds von Renault-Performance enttäuscht
24.06.2008 - 11:27
Jarno Trulli strahlte in Magny-Cours nach seinem erkämpften dritten Rang Zoom © xpb.cc
Frage: "Herzlichen Glückwunsch zum dritten Platz; wie war es, wieder auf dem Podium zu stehen?" Jarno Trulli: "Es ist einfach ein fantastisches Gefühl und es war eine großartige Belohnung für alle Mitarbeiter des Teams, ein so perfektes Wochenende zu haben. Ich weiß, wie hart in Köln alle daran arbeiten, das Auto zu verbessern, und meine Ingenieure und Mechaniker haben in Magny-Cours ein Maximum an Leistung gebracht. Es war toll, diesen Moment auf dem Podium mit ihnen zu teilen und danach die Zufriedenheit in der Garage zu sehen. Dies gibt uns enormen Auftrieb für die zweite Hälfte der Saison." Frage: "Hattest du erwartet, um das Podium kämpfen zu können?" Trulli: "Zu Beginn des Wochenendes habe ich nicht erwartet, dass ich um den dritten Platz kämpfen würde, soviel ist sicher. Wir hatten aber einige neue Aeroteile am Auto, von denen wir eine Verbesserung erwarteten, und im Laufe des Wochenendes bekam ich zunehmend das Gefühl, dass wir ziemlich gut dastanden. Der vierte Platz im Qualifying war ein tolles Ergebnis und danach hatte ich den Eindruck, dass wir eine sehr gute Chance auf einen Platz unter den ersten Sechs hatten und, falls alles gut lief, vielleicht auch das Podium ins Auge fassen konnten. Ich war wirklich heiß auf das Rennen, weil ich glaubte, dass ein fantastisches Resultat möglich war, und bin natürlich glücklich, dass alles so gut geklappt hat." Frage: "War es ein schweres Rennen für dich?" Trulli: "Ich habe mich das ganze Rennen hindurch maximal reingehängt und wirklich hart gefightet, wie ich das immer tue. Es war nicht einfach, aber als ich beim Start an Fernando vorbeikam, wusste ich, dass wir eine Chance hatten. Ich habe daher nie aufgegeben und jede Runde voll Druck gemacht. Ich musste stark sein, um mich vorne halten zu können, weil wir gegen Autos zu kämpfen hatten, die etwas schneller waren als unseres. Das Rennen war schwer, ich war aber fest entschlossen, ein tolles Resultat zu holen - ganz besonders in diesem Rennen, nach dem, was mit Ove Andersson passiert ist. Wir wollten den Erfolg als Tribut an ihn, weil er so viel für das Team getan hat. Leider konnte er dieses tolle Resultat nicht miterleben, es war aber fantastisch, ihm meinen dritten Platz widmen zu können." Frage: "Wie waren die letzten Runden für dich?" : "Gegen Ende des Rennens war es sehr aufregend, als ich mit Heikki kämpfen musste. Es regnete etwas und unter diesen Bedingungen ist es schwieriger, vorne liegen, weil man nicht genau weiß, was einen in den einzelnen Kurven erwartet. Es ist einfacher, dem Vordermann zu folgen. Heikki fuhr also sehr dicht an mich heran und setzte mich stark unter Druck. Ich war aber entschlossen, meine Position nicht zu verlieren. Zwei Runden vor Schluss zog er neben mich, ich blieb aber stark und gab nicht auf. Es war knapp, ich habe aber hart gefightet und meinen Platz gehalten." Frage: "Kannst du den Vorfall näher beschreiben?" Trulli: "Er zog neben mich und ich nahm die Innenlinie, wodurch wir Rad an Rad lagen. Ich wollte diese Position auf keinen Fall verlieren, das Podium war ja praktisch schon in Sicht. Wir haben uns nicht berührt, weil ich ihm gerade noch genug Raum gelassen habe. Es war wie ein Gokart-Rennen. Ich hatte nicht erwartet, in der Formel 1 einmal die Gelegenheit zu haben, so zu fahren! Es war ein Kampf, der Spaß gemacht hat, besonders für mich, weil ich mich ja behaupten konnte. Ich würde mich freuen, in jedem Rennen auf diese Weise um das Podium kämpfen zu können!" Frage: "Wie haben sich die Dinge seit dem letzten Jahr verändert?" Trulli: "Dieses Jahr sind wir viel konkurrenzfähiger; das Auto wirkt ausgewogener und ich kann mehr Druck machen, weil es sich sehr gut fahren lässt. Das Auto ist ganz einfach schneller als im letzten Jahr und das bedeutet, dass wir konkurrenzfähiger sind. Wir haben bereits erheblich mehr Punkte gesammelt als im ganzen Jahr 2007. Das zeigt, dass wir besser geworden sind, und ist der harten Arbeit aller Mitarbeiter des Teams zu verdanken. Wir wissen, dass wir noch etwas hinter den schnellsten Wagen zurückliegen, aber wir haben gezeigt, dass wir in manchen Rennen mit McLaren und BMW mithalten können. Wir möchten dazu häufiger in der Lage sein, weswegen wir das Auto weiter verbessern müssen. Ich bin mir aber sicher, dass wir in die richtige Richtung gehen."
Frage: "Und was meinst du, wie du dieses Jahr gefahren bist?" Trulli: "Ich glaube, ich fahre besser den je. Ich habe Erfahrung und ich glaube, ich werde jedes Jahr besser, weil man aus Fehlern oder Erfahrungen stets etwas lernt. Mit einem konkurrenzfähigen Auto kann ich vorne mitkämpfen, da bin ich mir sicher. In Frankreich hat man gesehen, wie entschlossen und nüchtern ich bin; ich habe bis zum Ende gekämpft und das hat mir wirklich Spaß gemacht."
In Abu Dhabi findet 2009 das Saisonfinale der Formel 1 statt Zoom © xpb.cc
Das Formel-1-Feld erwartet im Jahr 2009 eine lange Saison. Am 16. März wird das Formel-1-Jahr traditionell in Melbourne starten, das Ende folgte dann erst am 15. November in Abu Dhabi, der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate. Alle Rennen der Saison 2008 finden auch 2009 statt - neu hinzu kommt lediglich das Stadtrennen in Abu Dhabi. Dennoch gibt es einige Veränderungen: Der Türkei-Grand-Prix rutscht vom Mai in den August und das Rennen in Silverstone wird vor dem Frankreich-Grand-Prix über die Bühne gehen - bisher war dies umgedreht. Im ersten Entwurf fehlt zudem Indianapolis. Dort gab es zuletzt wieder Hinweise darauf, dass man die Formel 1 zurückwolle - so man denn einen finanziellen Partner finde. Da die Saison mit 19 Rennen ohnehin schon recht voll ist, ist eine Rückkehr nun so gut wie ausgeschlossen. Eine Unklarheit betrifft auch den Deutschland-Grand-Prix. Nach Hockenheim in diesem Jahr ist 2009 wieder der Nürburgring an der Reihe, doch es bleibt abzuwarten, ob das Rennen auch als Großer Preis von Deutschland ausgetragen werden wird. Schon 2007 fand das Rennen als Grand Prix von Europa statt, da die Namensrechte beim Hockenheimveranstalter AvD liegen. Der Europa-Grand-Prix ist nun jedoch in Valencia, sodass hier weitere Entwicklungen abgewartet werden müssen.
Die FIA möchte die Formel 1 zusammen mit dem Teams umgestalten Zoom © xpb.cc
Der Machtkampf in der Formel 1 geht in eine weitere Runde. Nachdem die Unterzeichnung eines neuen Concorde Agreements zwischen Teams, Ausrichtern und der FIA immer mehr ins Hintertreffen geriet, kristallisierte sich heraus, dass dies vor allem an der künftigen Machtverteilung in der Formel 1 liegt. Die FIA fürchtet, durch den neuen Entwurf an Einfluss zu verlieren und nur noch für die sportlichen Aspekte verantwortlich zu sein. Umso spannender wurden die Ergebnisse der heutigen Sitzung des World Councils erwartet. Und einige Überraschungen finden sich auch in der Erklärung der FIA. So möchte die oberste Sportbehörde mit den Formel-1-Teams weitreichende Gespräche darüber führen, wir die Effizienz der Formel 1 verbessert werden kann. Explizit eingeschlossen darin sind auch "neue technische Regularien für die Meisterschaft". Keine massiv höheren Gebühren für die Teams"Dies beinhaltet auch eine Bewertung der Führung der Formel 1", heißt es in der Pressemitteilung weiter. Die FIA möchte sich dem Kampf um die Macht also stellen und sich vor allem die Zustimmung der Teams sichern. Aus den geplanten höheren Nenngebühren wurde somit nichts - denn die Teams zunächst stärker zu belasten und dann ihre Zustimmung im Machtkampf zu bekommen, erschien wohl aussichtslos. Die Teams müssen für 2009 eine Nenngebühr von 309.000 Euro zahlen - das sind lediglich drei Prozent mehr als in dieser Saison, die mit der Inflation erklärt wurden. Jedoch: Man setzt den Teams gleichzeitig die Pistole auf die Brust und möchte eine drohende "Piratenserie" schnell wieder in der Versenkung verschwinden lassen. Die Einschreibeperiode für die Saison 2009 wurde massiv nach vorn verlegt. Vom 1. bis zum 31. Juli 2008 müssen die Teams die Unterlagen zur Meldung anfordern. Über zusätzliche Gebühren, die einer erweiterten Sicherheit an der Strecke zugute kommen soll, wird zu einem späteren Punkt aber noch einmal verhandelt - jedoch unter Einbeziehung der betroffenen Teams. Formel-2-Meisterschaft schon ab 2009?Eine weitere Entscheidung, die zumindest indirekt die Formel 1 näher an die FIA binden soll, ist die Einführung einer eignen Nachwuchsserie. Die GP2-Serie, welche die Formel 3000 ablöste, ist ein Renault-Produkt. Schon für 2009 möchte die FIA jedoch etwas Eignes anbieten wollen. "Die FIA wird eine neue Nachwuchsserie für die Formel 1 ausschreiben", heißt es. "Diese Meisterschaft, genannt Formel 2, würde 2009 beginnen und als preiswerte Plattform fungieren, um Fahrertalente für die Formel 1 zu entwickeln. Es wird erwartet, dass dies mit einem Budget von circa 200.000 Euro pro Auto in einer Saison erreicht werden kann." Bis auf die Nenngebühren und die vorgezogene Einschreibung der Teams sind konkrete Entscheidungen nicht gefallen. Die angekündigten Gespräche mit den Teams für die Formel-1-Zukunft müssen noch anlaufen, ebenso der Aufbau der neuen Formel 2 - denn bis 1984 gab es diese Serie bereits, wurde dann von der Formel 3000 aber abgelöst.
Bruno Senna möchte sich zunächst auf die GP2-Meisterschaft konzentrieren Zoom © xpb.cc
Solange es aus München und Hinwil keine offizielle Bestätigung gibt, wer für das BMW Sauber F1 Team im Jahr 2009 fahren wird, solange werden die Spekulationen weitergehen. Nick Heidfeld habe angeblich einen Vertrag bis 2009, auf Robert Kubica besitze das Team zudem eine Option, die sicher gezogen wird, um den Kanada-Sieger zu halten. Doch: Nichts Genaues weiß man nicht. Nun brachte 'Sport Bild online' eine bisher nicht erwähnte Variante ins Spiel: Bruno Senna, derzeit in der GP2 auf dem zweiten Gesamtrang, stehe in intensiven Verhandlungen mit BMW. Dessen Mentor in der Formel 1, Toro-Rosso-Teilhaber Gerhard Berger, habe sich in Magny-Cours erneut mit seinem Ex-Kollegen und BMW Motorsport Direktor Mario Theissen getroffen. Das Thema: Senna. "Ich helfe Bruno und seiner Familie, die sich um seine Karriere kümmert, so gut es geht. Seine Entwicklung zeigt deutlich nach oben", so Berger gegenüber der 'Sport Bild'. Wie genau es aber weitergeht, steht aber in den Sternen. Jedoch berichtet 'Sport Bild online', dass nicht nur ein Testposten in Aussicht steht - sondern auch ein Stammcockpit. Für Senna selbst liegt der Fokus aber weiter auf der GP2-Serie. Zusammen mit dem iSport-Team möchte er in der Nachwuchsserie erfolgreich sein. "Dann kann ich ein bisschen mehr träumen", so der 24-Jährige.
Lewis Hamilton muss erkennen, dass die Erwartungen an ihn ansteigen Zoom © xpb.cc
Die Souveränität, die Lewis Hamilton während seiner ersten Formel-1-Saison 2007 ausstrahlte, überraschte alle. Und auch wenn er Fehler machte, man stand es ihm zu - es war ja sein Lehrjahr. Nun, in seiner zweiten Saison, wird der Druck auf den Engländer immer größer. Die Medien zeigen immer weniger Verständnis für Fehler - auch wenn er gerade einmal 25 Grands Prix gefahren hat - und immer häufiger ist sein Privatleben Mittelpunkt der Berichterstattung. Nach Monaco und dem dortigen Sieg war er noch der gefeierte Held. Doch in Kanada übersah er die rote Ampel an der Ausfahrt der Boxengasse und knallte Kimi Räikkönen ins Heck. Strafversetzt um zehn Plätze und im Rennen auch noch mit einer Durchfahrtsstrafe belegt sah er in Magny-Cours dann zwar wieder die Zielflagge - jedoch außerhalb der Punkte. In der WM liegt er nun 10 Punkte hinter der Spitze. Mit den "Randerscheinungen" neben der Piste droht Hamiltons Stern blasser zu werden, doch Hondas Teamchef Ross Brawn kennt solche Situationen und auch eine einfache Lösung dafür: Er müsse sich auf das Wesentliche konzentrieren - das Fahren. Auch Michael Schumacher habe zu Beginn seiner Formel-1-Karriere eine solche Phase durchlaufen müssen. Konzentration auf das Fahren"Das Fahren ist es, das ihn durch alles hindurchbringen wird", so Brawn. "Er muss sich auf das Fahren konzentrieren, dann wird alles andere sich selbst regeln." Auch der Honda-Teamchef erinnerte dabei daran, dass Hamilton eben keine jahrelange Erfahrung in der Formel 1 nachweisen kann. "Wir tendieren dazu zu vergessen, wie jung er noch ist und wie viele neue Erfahrungen auf ihn einprasseln", erklärte er der 'BBC'. "Ich hatte das Glück, mit Michael Schumacher zu arbeiten, als er durch diese Lernphase ging - und da war es nicht anders", fuhr er fort. "Die Aufmerksamkeit, die diesen Jungs zuteil wird, bedeutet einen irren Druck. Und dabei kann ihnen niemand wirklich helfen." Sie müssten diese Phase selbst durchstehen und daraus lernen. "Es kann ihnen niemand sagen, was die tun sollten. Sie müssen es damit auf die harte Tour lernen - selbstständig", so Brawn weiter. Dazu gehöre dann auch, dass es mit dem WM-Titel auch 2008 nichts werden könnte, zudem Ferrari auch noch "sehr stark" aussehe. "Lewis ist in der Lage, Weltmeister zu werden. Es ist nur die Frage, wie gut das Auto ist und wie der Würfel fällt."
Heikki Kovalainen möchte sich einfach in Ruhe weiter nach vorn arbeiten Zoom © xpb.cc
So richtig schlecht verlief die Saison von Heikki Kovalainen nicht. Aus dem Vorjahr bei Renault weiß er noch, wie schlecht ein Jahr beginnen kann. Dennoch: Bisher konnte er bei McLaren-Mercedes nur einen Podestplatz einfahren, in der WM liegt er noch hinter Nick Heidfeld auch Rang sechs und hat nur knapp halb so viele Punkte wie Teamkollege Lewis Hamilton. Aus der Ruhe bringen lässt sich der Finne aber nicht. Er warte nur auf ein problemloses Wochenende, dann könne auch er weitere Schritte nach vorn machen. "Ich glaube nicht, dass durch die Probleme meine Zuversicht gelitten hat", erklärte Kovalainen gegenüber 'autosport.com'. "Ich hatte ein paar schwierige Rennen. Aber insgesamt hatte ich auch starke Leistungen im Qualifying, doch dann hatte ich technische Probleme oder den Crash in Barcelona." Und wenn das Rennen einmal gut laufe - wie jüngst in Magny-Cours -, dann sei bereits im Qualifying etwas daneben gegangen - ebenfalls wie in Magny-Cours durch die Strafversetzung auf Rang 10. Die Stimmung beeinflusse das aber kaum. "Natürlich möchten alle im Team gute Ergebnisse haben und wir können auch versuchen, uns zu verbessern, am Wochenende alles zusammen zu bekommen und bessere Ergebnisse zu holen." Ein weiterer Strafenhagel auf McLaren-Mercedes stünde diesen Vorhaben aber im Weg, doch Kovalainen möchte von einer ungerechten Behandlung nichts wissen. "Wir sollten da nicht so viel hineininterpretieren", erklärte er. "Wir müssen sicherstellen, dass wir keine Fehler mehr machen - dann wird es auch keine Strafen mehr geben. Ich glaube nicht, dass es für McLaren mehr Strafen gibt als für andere." Vor allem vor dem Team-Heimspiel in Silverstone sei es nun wichtig, sich wieder auf das Wesentliche zu konzentrieren. "Ich bin mit dem Auto ganz zufrieden", erklärte er. "Beim Testen ist es aber schwierig zu sagen, was die anderen machen. Und Ferrari wird natürlich wieder stark sein."
Kimi Räikkönen schob sich wieder näher an die F1Total-Champ-Spitze heran Zoom © xpb.cc
Im Grand Prix von Frankreich hatte Kimi Räikkönen großes Glück, dass der gebrochene Auspuff seines Ferrari F2008 nicht zu einem Ausfall führte. Teamkollege Felipe Massa ging an ihm vorbei und gewann das Rennen sicher, Räikkönen schleppte seinen weidwunden Ferrari aber noch auf Rang zwei. Bei den 'Motorsport-Total.com'-Lesern wurde der Finne dennoch belohnt: Er sicherte sich 10 Punkte im 'F1Total Champ'. Mit einer Durchschnittsbewertung von 8,94 Punkten gewann Räikkönen die Frankreich-Wertung. Nur knapp dahinter (8,42) klassierte sich Jarno Trulli, der in Magny-Cours für Toyota auf das Siegerpodest fuhr. Felipe Massa wurde Dritter (7,45) vor Heikki Kovalainen (6,80). Auch Nelson Piquet Jr. Fahrt zu Rang acht wurde belohnt: 5,97 und Rang fünf im 'F1Total Champ'. Auf den letzten drei Plätzen, die Zähler in der Gesamtwertung des 'F1Total Champs' geben, landeten Robert Kubica (5,39), Mark Webber (5,23) und Sebastian Vettel (4,83). Fernando Alonso (4,77) ging damit ebenso punktelos aus wie Timo Glock (4,75) und Nick Heidfeld (3,07). Am Ende des Feldes fand sich Jenson Button mit nur 1,81 Punkten wieder. In der Gesamtwertung geht es nach dem Frankreich-Rennen sehr knapp zu. Kubica liegt mit 49 Punkten noch in Front, jedoch nur noch mit einem Punkte Vorsprung auf Räikkönen. Massa folgt mit 38 Punkten auf Rang drei vor Lews Hamilton (26) und Heikki Kovalainen (26). Bester Deutscher ist weiterhin Nick Heidfeld (23). Bei den Teams konnte sich Ferrari mit 86 Zählern etwas vom BMW Sauber F1 Team (72) absetzen. McLaren-Mercedes folgt mit größerem Abstand und 52 Punkten auf Rang drei. Toyota (23) hat Red Bull Racing (22) nun überholt. Wenn Sie auch beim F1Total Champ 2008 mitbestimmen wollen, dann melden Sie sich einfach unter diesem Link an
Gian Carlo Minardi erwartet, dass Lewis Hamilton weiter dazulerne Zoom © xpb.cc
In der Formel 1 ist Gian Carlo Minardi nur noch selten zu sehen, doch als langjähriger Teamchef und -besitzer bleibt man natürlich auf dem Laufenden. Auch den Italiener fasziniert der Kampf an der WM-Spitze und er gehört dabei zu denen, die an Lewis Hamilton - nun schon mit zehn Punkten Rückstand auf die Spitze - Kritik üben. "Meiner Meinung nach sind vier Fahrer besser als Hamilton", erklärte er. Zu diesen gehöre zum Beispiel "Robert Kubica, der seit dem ersten Rennen keine Fehler macht und nur im ersten Rennen nach der Kollision mit Kazuki Nakajima keine Punkte einfuhr. Ohne diesen Zwischenfall würde er heute die WM anführen." Auch einen seiner Ex-Schützlinge schätzt er momentan höher an: Fernando Alonso. Zwar erlebte der Doppelweltmeister in Magny-Cours ein Rennen zum Vergessen, dennoch hebt ihn Minardi in den Himmel. "Auch wenn sein Material nicht so konkurrenzfähig ist, so kann er damit immer etwas anstellen", erklärte er. Und auch die Ferrari-Fahrer Kimi Räikkönen und Felipe Massa schätzt er als besser ein. Dennoch: Hamilton bleibt auch für Minardi ein heißer Titelkandidat. "Momentan macht er Fehler, weil er einfach unerfahren ist", erklärte er. "Er zeigt sogar Nervosität. Im Laufe der nächsten Grands Prix wird er sicher zeigen können, dass er in dieser Beziehung wächst."
Zwei Tage nach seinen ersten Punkten wieder im Einsatz: Nelson Piquet Jr. Zoom © xpb.cc
Zwei Tage nach seinen ersten Formel-1-WM-Punkten von Magny-Cours stieg Nelson Piquet Jr. heute in Silverstone wieder in den Renault, um die Vorbereitungen von Renault auf den britischen Grand Prix am 6. Juli in Angriff zu nehmen. Der Brasilianer blieb dabei nicht vor einigen kleinen Problemen verschont, rollte am Nachmittag sogar bei Start und Ziel aus und musste seinen R28 stehen lassen. "Die Streckenbedingungen waren anfangs ziemlich rutschig, aber als die Strecke sauberer wurde, war es in Ordnung", erklärte Piquet. "Wir verbrachten den Tag damit, am Setup zu arbeiten, was ganz gut lief. Am Ende war das Auto schon viel besser. Wir wurden ein paar Mal unterbrochen, daher konnten wir nicht so viel fahren, wie wir es gerne gehabt hätten, aber es ist eine gute Basis für morgen. Dann werden wir unser Programm fortsetzen." Testteamchef Christian Silk fügte an: "Wir haben viel Arbeit erledigt, auch wenn wir von ein paar Schwierigkeiten heimgesucht wurden. Dennoch konnten wir vieles in Angriff nehmen. Wir konzentrierten uns auf Basisarbeiten am Setup für den Grand Prix, Aerodynamiktests und Reifenevaluierungen. Das werden wir an den kommenden Tagen fortsetzen." Für das Protokoll: Piquet absolvierte 68 Runden und wurde mit 1,609 Sekunden Rückstand auf Spitzenreiter Felipe Massa Siebenter unter zehn Piloten.
Force India führte heute in Silverstone ein neues Aerodynamikpaket ein Zoom © xpb.cc
In Magny-Cours waren die Kräfte recht deutlich verteilt: Ferrari einsam an der Spitze, dann McLaren-Mercedes, dahinter das BMW Sauber F1 Team und das hart umkämpfte Mittelfeld - und abgeschlagen am Ende Force India. Daher ließen sich Mike Gascoyne und sein Technikerstab ein neues Aerodynamikpaket einfallen, das heute in Silverstone erstmals getestet wurde. Testfahrer Vitantonio Liuzzi legte damit stattliche 108 Runden zurück und wurde mit 2,062 Sekunden Rückstand Neunter unter zehn Piloten. Langsamer war nur noch Sebastian Vettel mit technischen Problemen im Toro Rosso. Liuzzis Fazit fiel dennoch positiv aus: "Zum Glück war es trocken, dadurch konnten wir konstant fahren. Die Jungs haben einen wirklich guten Job gemacht und das Auto lief zuverlässig", sagte er. "Die neuen Teile hatten einen positiven Einfluss auf das Auto. Wir legten viele Kilometer zurück, drehten einige schnelle Runden und die Balance fühlte sich besser an. Das neue Paket funktioniert bislang gut - und hoffentlich werden wir an den kommenden beiden Tagen auch an Speed zulegen", meinte er weiter. Giancarlo Fisichella und Adrian Sutil sollen morgen und am Donnerstag nämlich weitere Updates bekommen. Gascoyne fasste den Tag abschließend zusammen: "Das war nützlich. Wir testeten die erste Stufe unseres Aeroupdates mit einem neuen Frontflügel, einem neuen Bodywork und einem neuen Diffusor. Alles lief genau wie vorhergesagt. Tonio probierte außerdem ein neues Benzinsystem aus und wir begannen mit dem Setup für den Grand Prix. Für morgen und übermorgen planen wir den Einsatz weiterer neuer Komponenten."
Kamui Kobayashi war schneller als der Rest des umkämpften Mittelfeldes Zoom © xpb.cc
Manchmal liegen Tief- und Höhepunkte gerade in der Formel 1 ganz eng beisammen: Kurz nach dem Tod von Ex-Teamchef Ove Andersson gelang Jarno Trulli am vergangenen Wochenende in Magny-Cours der erste Podestplatz der laufenden Saison. Diesen Schwung will das japanische Team nun auch über die Silverstone-Tests in den britischen Grand Prix mitnehmen. "Nach dem tollen Resultat am Wochenende steht uns hier wieder eine stressige Testwoche bevor", erklärte Testteamchef Gerd Pfeiffer, für den heute Kamui Kobayashi im Einsatz war. "Kamui arbeitete zu Beginn an der Aerodynamik und am Setup. Er ist zum ersten Mal in Silverstone gefahren und brauchte ein paar Runs, um sich an die Strecke zu gewöhnen, aber danach arbeitete er sehr gut und er absolvierte alles, was wir geplant hatten." Der GP2-Junior von Toyota drehte insgesamt 82 Runden und war als Vierter schnellster Verfolger der drei Topteams. Auf Spitzenreiter Felipe Massa fehlten ihm 1,147 Sekunden. Angesichts der Tatsache, dass er zuvor nur eine Runde auf einem Roller in Silverstone gedreht hatte, war dies eine respektable Leistung. Erschwerend kam auch noch ein Motorendefekt hinzu. "Die Strecke macht Spaß, vor allem gefällt mir die schnelle Becketts-Kurve. Der letzte Sektor ist schwierig, vor allem die doppelte Haarnadel bei Luffield, wo es knifflig ist, die richtige Linie zu finden", bilanzierte Kobayashi. "Wir probierten verschiedene Setups und aerodynamische Konfigurationen aus. Wir haben das Programm komplett abgespult, also war es ein guter Tag." Morgen wird Trulli das Cockpit des Toyota TF108 übernehmen. Der Italiener soll die Vorbereitungen auf Silverstone fortsetzen.
Felipe Massa rollte kurz vor Schluss mit einem technischen Defekt aus Zoom © xpb.cc
Nur zwei Tage nach seinem Sieg in Magny-Cours erzielte Felipe Massa heute beim Testauftakt in Silverstone Bestzeit. Der Ferrari-Pilot absolvierte 71 Runden, die schnellste davon in 1:20.188 Minuten. Damit hatte er 0,289 Sekunden Vorsprung auf Heikki Kovalainen und 0,807 auf Robert Kubica. Massa bestätigte damit das, was viele Experten prognostiziert haben: dass der F2008 auf den Kurs in Silverstone optimal zugeschnitten ist. Heute kamen obendrein auch noch neue aerodynamische und mechanische Komponenten zum Einsatz, außerdem wurden erste Setupvarianten für den britischen Grand Prix am 6. Juli getestet. Den einzigen Rückschlag setzte es etwa eine halbe Stunde vor Schluss, als Massa mit einem technischen Defekt ausrollte. Seitens Ferrari wurde nicht näher spezifiziert, was die Ursache dafür war. Massa wird das Testprogramm morgen fortsetzen, am Donnerstag soll dann Kimi Räikkönen übernehmen.
Felipe Massa fuhr Bestzeit, obwohl sein Arbeitstag frühzeitig beendet war Zoom © xpb.cc
Nur zwei Tage nach dem Grand Prix von Frankreich begannen heute im britischen Silverstone die Vorbereitungen auf den nächsten WM-Lauf am 6. Juli. Alle zehn Teams nutzten am ersten von insgesamt drei Tagen die Gelegenheit, auf jener Strecke zu testen, auf der in zwölf Tagen der Grand Prix stattfinden wird. Das Rennwochenende in Silverstone ist bereits ausverkauft, daher nutzten heute viele Fans die Gelegenheit, Formel-1-Autos auf der Insel in Action zu sehen. Außerdem spielte das Wetter mit: Am Vormittag war es sogar teilweise sonnig, ehe es später ein wenig zuzog und abkühlte. Regen tauchte aber den ganzen Tag nicht auf. Somit herrschten trotz einer leichten Brise Wind fast optimale Bedingungen, um diverse neue Teile auszuprobieren. Ferrari wieder mit BestzeitFür McLaren-Mercedes war am ersten Tag Heikki Kovalainen im Einsatz Zoom © xpb.cc Am schnellsten war Magny-Cours-Sieger Felipe Massa (71 Runden), der weiterhin auf Wolke sieben schwebt und seinen Ferrari zu einer Bestzeit von 1:20.188 Minuten peitschte. Damit war der neue WM-Leader trotz eines Defekts am Ende der Session um ein ganzes Stück schneller als seine Verfolger Heikki Kovalainen (McLaren-Mercedes/+ 0,289/90 Runden) und Robert Kubica (BMW Sauber F1 Team/+ 0,807/82 Runden) - ein gutes Zeichen für den Großbritannien-Grand-Prix. Den Aufwärtstrend bei Toyota bestätigte in Abwesenheit von Podiumsheld Jarno Trulli Testfahrer Kamui Kobayashi (82 Runden), denn obwohl der Japaner die Strecke noch nicht kannte und sich am Vormittag erst einmal einfahren musste, landete er mit 1,147 Sekunden Rückstand an der vierten Stelle. Der GP2-Pilot blieb zwischendurch ohne Vortrieb stehen und arbeitete am Setup und an der Aerodynamik seines TF108. Nico Rosberg (Williams-Toyota/+ 1,222/88 Runden) und Mark Webber (Red-Bull-Renault/+ 1,377/94 Runden) belegten die Positionen fünf und sechs, unmittelbar vor Nelson Piquet Jr. (+ 1,609/68 Runden). Der Renault-Pilot, der in Magny-Cours seine ersten beiden WM-Punkte geholt hat, erlitt am Nachmittag einen technischen Defekt und rollte bei Start und Ziel aus. Ihm blieb nichts anderes übrig als über die Boxenmauer zurück zu den Garagen zu klettern. VJM01 mit vielen VeränderungenVitantonio Liuzzi testete ein technisches Paket mit zahlreichen Neuerungen Zoom © xpb.cc Achter wurde Jenson Button (Honda/+ 1,893/90 Runden) - ohne optisch auffällige Neuerungen an seinem RA108. Dafür packte Force-India-Ferrari heute ein umfangreiches Update für den VJM01 aus, das Vitantonio Liuzzi einfahren durfte. Der Italiener spulte 108 Runden ab und hatte 2,062 Sekunden Rückstand auf Massa. Augenscheinlichste Änderung am von Mike Gascoyne weiterentwickelten Chassis sind neue Luftleitbleche im Frontbereich. Der Pechvogel des heutigen Tages war Sebastian Vettel, denn der Deutsche musste seinen Toro-Rosso-Ferrari mit technischen Problemen schon am Vormittag abstellen und konnte nicht mehr ins Geschehen eingreifen. Dadurch wurde er mit 3,665 Sekunden Rückstand Zehnter und Letzter - und er kam nicht über zehn Runden hinaus. Zumindest darf er aber morgen einen ganzen statt nur einen halben Tag testen.
Kimi Räikkönen liegt derzeit viel besser im WM-Rennen als vor einem Jahr Zoom © xpb.cc
Eigentlich hatte Kimi Räikkönen ein Riesenglück, dass er in Magny-Cours überhaupt über die Ziellinie fahren konnte, denn wegen eines gebrochenen Auspuffrohrs hing seine Ankunft über 36 von 70 Runden an einem seidenen Faden. Natürlich war er im ersten Moment enttäuscht, dass er bis zu 6,6 Sekunden Vorsprung auf Felipe Massa nicht in einen Sieg umwandeln konnte, aber zwei Tage später überwiegt die Freude über die acht glücklichen Punkte. "Ich weiß nicht, ob ich über das, was am Sonntagnachmittag im Frankreich-Grand-Prix passiert ist, desillusioniert oder froh sein soll", erklärte der Ferrari-Pilot nach seiner Ankunft in der Heimat. "Unmittelbar nach dem Rennen war ich wirklich enttäuscht, aber jetzt muss ich sagen, dass ich mit dem Resultat zufrieden bin - und nur das zählt." Denn gerade acht Punkte in solchen Rennen sind es, was manchmal Weltmeisterschaften entscheidet... Im Nachhinein überwiegt die Freude"Ich habe acht Punkte geholt, obwohl ich auch hätte ausfallen können." Kimi Räikkönen "Natürlich finde ich es schade, dass ich nicht gewonnen habe, obwohl es am Anfang so gut gelaufen ist, aber wir müssen die positiven Aspekte sehen", meinte er weiter. "Das Team hat einen fantastischen Job gemacht und ich habe acht Punkte geholt, obwohl ich auch hätte ausfallen können. Und ich bin jetzt näher an der Gesamtführung dran als nach Kanada. Es ist eine enge Saison mit vier Fahrern, die eng beisammen liegen." Mit fünf Punkten Rückstand auf Massa ist Räikkönen momentan WM-Dritter. Im Vorjahr war er zu diesem Zeitpunkt allerdings nur Gesamtvierter - und sein Rückstand betrug stattliche 22 Zähler auf Lewis Hamilton. Trotzdem ist es ihm damals noch gelungen, den Spieß umzudrehen. Daraus schöpft der 28-Jährige Zuversicht: "Es ist aber noch nicht mal die Hälfte der Saison vorbei und es gibt noch viele Punkte zu holen." "In den Freien Trainings", ließ er Magny-Cours noch einmal Revue passieren, "lief alles glatt. Ich hatte ein gutes Gefühl, fuhr auf Pole-Position und lag um vier Zehntel voran, als ich im zweiten Run in Q3 schneller unterwegs war und die Runde abbrach, um Benzin zu sparen. Es war die 200. Pole für Ferrari und ich bin wirklich stolz, dass ich Teil der Geschichte dieses tollen Teams sein darf, genau wie im Vorjahr in China, als ich den 200. Grand Prix für Ferrari gewonnen habe." Große Sorgen am Ende des Rennens"Ich sah auch gleich im Rückspiegel, dass ein Auspuffrohr flatterte und fehlte." Kimi Räikkönen Im Rennen am Sonntag lief alles gut, "aber gegen Halbzeit fiel mir ein Leistungsverlust auf und ich sah auch gleich im Rückspiegel, dass ein Auspuffrohr flatterte und fehlte. Von da an war ich wirklich besorgt, dass ich das Rennen nicht beenden würde. In den letzten Runden fühlte es sich so an, als würde das Auto stehen bleiben. Daher bin ich im Nachhinein wirklich froh über den zweiten Platz", teilte der Finne mit. "Ich muss zugeben, dass es noch nie besser war, eine Zielflagge zu sehen. Wir haben wieder einmal bewiesen, dass man nie aufgeben sollte", so Räikkönen, der den Grund für den Defekt übrigens auch noch nicht kennt: "Das Team weiß nicht, was passiert ist. Sie werden Tests unternehmen, aber es ist schwierig, eine Antwort zu finden, weil das Auspuffrohr weggeflogen ist und weil der Motor das halbe Rennen lang enormen Belastungen ausgesetzt war." Für das bevorstehende Rennen in Silverstone, auf das sich der Ferrari-Pilot am Donnerstag im Cockpit des F2008 vorbereiten wird, ist Räikkönen optimistisch. Allerdings muss er dort aller Voraussicht nach mit einem neuen Motor an den Start gehen. Strafe in Form einer Rückversetzung in der Startaufstellung erwartet ihn deswegen aber keine, denn der erste Motorwechsel des Jahres bleibt seit 2008 straffrei.
Will von einer Beteiligung an der Mosley-Affäre nichts wissen: Ecclestone Zoom © xpb.cc
Politisch gesehen ist die Formel 1 momentan in Aufruhr - von Concorde-Agreement über Piratenserie bis hin zu geheimnisvollen Machtkämpfen ist in den vergangenen Wochen so ziemlich alles passiert, was man sich irgendwie vorstellen kann. Sogar von MI5-Agentenfrauen war da die Rede und von nebulösen Verschwörungstheorien. Ausgelöst wurden all diese Diskussionen durch die Affäre um FIA-Präsident Max Mosley, die für ein weltweites Medienecho gesorgt hat. Mosley betonte von Anfang an, er sei in eine Falle getappt, die man ihm mutwillig gestellt habe, aber seine Nachforschungen nach den Drahtziehern ergaben bisher keine Ergebnisse. Daher wurde im Paddock sogar schon spekuliert, Bernie Ecclestone könnte eine solche Verschwörungsaktion gutgeheißen haben. Zumindest in der Theorie würde das sogar Sinn machen, denn Mosley ist derjenige, der im Machtkampf hinter den Kulissen mehr Geld für die Teams fordert - aus dem Einnahmentopf, der von Ecclestone und seinen Partnern von CVC verwaltet wird. Sollten Mosleys Forderungen nicht umgesetzt werden, dann will die FIA ihren Sanktus für das neue Concorde-Agreement verweigern, das sich Ecclestone und CVC im Sinne der Stabilität ihres Investments so sehr wünschen. Aber Ecclestone bestreitet, an einer etwaigen Verschwörung gegen Mosley beteiligt gewesen zu sein: "Ich hatte damit in keinster Weise etwas zu tun", erklärte er seiner Haus- und Hofzeitung, der Londoner 'Times'. "Zweitens ist so etwas nicht mein Stil - so würde ich nicht operieren. Drittens würde ich niemals Max zerstören wollen. Das zu glauben, ist ein schöner Haufen Unsinn, ganz ehrlich. Das stimmt einfach nicht."
Das britische Fahrertrio um Lewis Hamilton zieht die Massen nach Silverstone Zoom © Silverstone
Zum ersten Mal in seiner Geschichte ist der bevorstehende Grand Prix von Großbritannien ausverkauft: Nachdem schon vor Wochen vermeldet werden konnte, dass es für Sonntag keine Tickets mehr gibt, steht nun fest, dass die Kontingente auch für Freitag und Samstag bereits ausgeschöpft sind. Das bedeutet, dass für Sonntag 90.000 Zuschauer erwartet werden, für Samstag 85.000 und für Freitag 65.000. "Die Nachfrage war unglaublich", erklärte Streckenchef Richard Phillips. "Wir werden an allen drei Tagen unsere Kapazitäten voll ausschöpfen und erwarten 240.000 Fans. Die Atmosphäre wird erstaunlich." In Silverstone wurden seit dem Vorjahr etwas mehr Zuschauerplätze geschaffen, indem zusätzliche Tribünensitze und Terrassen geschaffen wurden. Außerdem herrscht für Freitag freie Platzwahl, was erklärt, dass an den Trainingstagen wegen der Gefahr von Überbuchungen zwischen Wochenend- und Tageskarten weniger Zuschauer eingelassen werden können als am Renntag. All jene, die nach Silverstone fliegen wollten, aber zu spät dran waren, haben ab dem Montag nach dem 2008er-Rennen schon die Chance, unter silverstone.co.uk ihre Tickets für 2009 zu kaufen.
Die Zukunft von Nick Heidfeld im BMW Sauber F1 Team steht in den Sternen Zoom © xpb.cc
Nick Heidfeld hat von den bisherigen acht Qualifyings in dieser Saison noch kein einziges gegen Robert Kubica gewonnen, im Durchschnitt fehlten ihm 0,522 Sekunden auf seinen Kollegen im BMW Sauber F1 Team. Am knappsten war es in Malaysia (0,026 Sekunden), am deutlichsten in Kanada (1,135 Sekunden). "Wenn der Teamkollege im Qualifying die ganze Saison schneller ist, ist es klar, dass ein gewisser Druck aufkommt", analysierte Testfahrer Christian Klien am vergangenen Wochenende. "Nick meistert das aber recht gut. Er hat - auch von den Medien - viel Druck, aber er versucht, sich bei den Meetings und im Auto auf das Wesentliche zu konzentrieren. Er hat sicherlich das Autofahren nicht verlernt und ich bin mir sicher, dass er das wieder in den Griff bekommen wird." Unterstützung erhält Heidfeld zumindest im Moment auch noch von BMW Motorsport Direktor Mario Theissen, der am Samstag in Magny-Cours klarstellte, dass es "derzeit kein Thema" sei, "Quick Nick" während der Saison gegen einen anderen Piloten auszutauschen - letztendlich auch mangels Alternativen, wenn man den Fahrermarkt genauer unter die Lupe nimmt. Wie es allerdings für nächstes Jahr aussieht, ist noch völlig unklar. "Wir werden uns im Sommer festlegen, vermutlich in der zweiten August-Hälfte. Aber es kann auch früher oder später passieren", kündigte Theissen an. Heidfeld hat angeblich einen Vertrag bis Ende 2009, aber wer Theissen kennt, der weiß, dass es sicher Möglichkeiten gibt, aus diesem frühzeitig auszusteigen. Und selbst wenn dies nicht der Fall sein sollte: Jacques Villeneuve weiß, dass Verträge oft nicht einmal das Papier wert sind, auf dem sie geschrieben stehen... Heidfeld müsse sich jedenfalls in den nächsten Wochen steigern, speziell im Qualifying: "Die Situation ist natürlich nicht einfach, denn er muss versuchen, auf dem gleichen Niveau wie Robert zu fahren. Robert gelingt es, das Auto perfekt abzustimmen, und er ist in jeder Situation schnell. Nick muss speziell das Thema Aufwärmen der Reifen in den Griff bekommen. Wir haben ihm sehr viel Unterstützung gegeben in den vergangenen Wochen", so der BMW Motorsport Direktor.
Pat Symonds ist mit dem Abschneiden in Magny-Cours nicht zufrieden Zoom © xpb.cc
Zum ersten Mal in dieser Saison hat Renault beim Heimrennen in Magny-Cours am vergangenen Sonntag beide Autos in die Punkteränge gebracht, allerdings nur auf den Positionen sieben (Nelson Piquet Jr.) und acht (Fernando Alonso). Nach dem starken Qualifying, in dem es mit einem Auto für die zweite Startreihe gereicht hatte, war das eine herbe Enttäuschung. Alonso fiel schon am Start um zwei Positionen zurück und kam in der 15. Runde als Erster zu einem regulären Boxenstopp herein. Durch diese Strategie wurde er immer weiter nach hinten durchgereicht. Seine Pace war im Rennen jedenfalls nicht mehr so berauschend: 1,011 Sekunden Rückstand auf die schnellste Runde bedeuteten in dieser Wertung den achten Platz. Im Nachhinein betrachtet war das Qualifying also doch eine Vorstandszeit. "Aus irgendeinem Grund", erklärte Chefingenieur Pat Symonds, "hatten wir einen sehr schlechten ersten Stint. Wir haben die Pace von Trulli unterschätzt, auch wenn wir seine Pace in den letzten beiden Stints auch benzinkorrigiert mitgehen konnten. Zu dem Zeitpunkt waren wir aber auf einer anderen Strategie, die nicht optimal war. Der erste Stint hat uns gekillt, aber wir wissen nicht warum. Wir hatten einfach nicht genug Grip." Weil Toyota und Red Bull in Magny-Cours schneller waren als Renault, fiel Symonds' Fazit in Summe nicht positiv aus: "Wir sind nicht glücklich", gab der Brite zu Protokoll. "Zwei Autos in den Punkten zu haben, ist gut, aber wir spüren, dass da noch mehr geht. Wir sagen schon seit einiger Zeit, dass das Auto besser geworden ist, aber wir sehen nicht sein volles Potenzial. Das war auch in Frankreich so. Auch wenn wir zwei Autos in den Punkten hatten, sind wir zu mehr in der Lage." Und Symonds fügte seufzend an: "Solange das Auto nicht schneller ist, wird unser Leben nicht einfach." Für Silverstone soll allerdings noch einmal ein großes Update für den R28 kommen. Schlägt dieses nicht voll ein, dann sollen die Ressourcen voll auf 2009 umgelenkt werden - so wünscht es sich zumindest Alonso. Die nächsten Wochen haben für Renault also durchaus Entscheidungscharakter...
Quelle: motorsport-total.com
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Wacht der schlafende Riese endlich auf?
24.06.2008 - 10:26
Jarno Trulli strahlte in Magny-Cours nach seinem erkämpften dritten Rang Zoom © xpb.cc
Frage: "Herzlichen Glückwunsch zum dritten Platz; wie war es, wieder auf dem Podium zu stehen?" Jarno Trulli: "Es ist einfach ein fantastisches Gefühl und es war eine großartige Belohnung für alle Mitarbeiter des Teams, ein so perfektes Wochenende zu haben. Ich weiß, wie hart in Köln alle daran arbeiten, das Auto zu verbessern, und meine Ingenieure und Mechaniker haben in Magny-Cours ein Maximum an Leistung gebracht. Es war toll, diesen Moment auf dem Podium mit ihnen zu teilen und danach die Zufriedenheit in der Garage zu sehen. Dies gibt uns enormen Auftrieb für die zweite Hälfte der Saison." Frage: "Hattest du erwartet, um das Podium kämpfen zu können?" Trulli: "Zu Beginn des Wochenendes habe ich nicht erwartet, dass ich um den dritten Platz kämpfen würde, soviel ist sicher. Wir hatten aber einige neue Aeroteile am Auto, von denen wir eine Verbesserung erwarteten, und im Laufe des Wochenendes bekam ich zunehmend das Gefühl, dass wir ziemlich gut dastanden. Der vierte Platz im Qualifying war ein tolles Ergebnis und danach hatte ich den Eindruck, dass wir eine sehr gute Chance auf einen Platz unter den ersten Sechs hatten und, falls alles gut lief, vielleicht auch das Podium ins Auge fassen konnten. Ich war wirklich heiß auf das Rennen, weil ich glaubte, dass ein fantastisches Resultat möglich war, und bin natürlich glücklich, dass alles so gut geklappt hat." Frage: "War es ein schweres Rennen für dich?" Trulli: "Ich habe mich das ganze Rennen hindurch maximal reingehängt und wirklich hart gefightet, wie ich das immer tue. Es war nicht einfach, aber als ich beim Start an Fernando vorbeikam, wusste ich, dass wir eine Chance hatten. Ich habe daher nie aufgegeben und jede Runde voll Druck gemacht. Ich musste stark sein, um mich vorne halten zu können, weil wir gegen Autos zu kämpfen hatten, die etwas schneller waren als unseres. Das Rennen war schwer, ich war aber fest entschlossen, ein tolles Resultat zu holen - ganz besonders in diesem Rennen, nach dem, was mit Ove Andersson passiert ist. Wir wollten den Erfolg als Tribut an ihn, weil er so viel für das Team getan hat. Leider konnte er dieses tolle Resultat nicht miterleben, es war aber fantastisch, ihm meinen dritten Platz widmen zu können." Frage: "Wie waren die letzten Runden für dich?" : "Gegen Ende des Rennens war es sehr aufregend, als ich mit Heikki kämpfen musste. Es regnete etwas und unter diesen Bedingungen ist es schwieriger, vorne liegen, weil man nicht genau weiß, was einen in den einzelnen Kurven erwartet. Es ist einfacher, dem Vordermann zu folgen. Heikki fuhr also sehr dicht an mich heran und setzte mich stark unter Druck. Ich war aber entschlossen, meine Position nicht zu verlieren. Zwei Runden vor Schluss zog er neben mich, ich blieb aber stark und gab nicht auf. Es war knapp, ich habe aber hart gefightet und meinen Platz gehalten." Frage: "Kannst du den Vorfall näher beschreiben?" Trulli: "Er zog neben mich und ich nahm die Innenlinie, wodurch wir Rad an Rad lagen. Ich wollte diese Position auf keinen Fall verlieren, das Podium war ja praktisch schon in Sicht. Wir haben uns nicht berührt, weil ich ihm gerade noch genug Raum gelassen habe. Es war wie ein Gokart-Rennen. Ich hatte nicht erwartet, in der Formel 1 einmal die Gelegenheit zu haben, so zu fahren! Es war ein Kampf, der Spaß gemacht hat, besonders für mich, weil ich mich ja behaupten konnte. Ich würde mich freuen, in jedem Rennen auf diese Weise um das Podium kämpfen zu können!" Frage: "Wie haben sich die Dinge seit dem letzten Jahr verändert?" Trulli: "Dieses Jahr sind wir viel konkurrenzfähiger; das Auto wirkt ausgewogener und ich kann mehr Druck machen, weil es sich sehr gut fahren lässt. Das Auto ist ganz einfach schneller als im letzten Jahr und das bedeutet, dass wir konkurrenzfähiger sind. Wir haben bereits erheblich mehr Punkte gesammelt als im ganzen Jahr 2007. Das zeigt, dass wir besser geworden sind, und ist der harten Arbeit aller Mitarbeiter des Teams zu verdanken. Wir wissen, dass wir noch etwas hinter den schnellsten Wagen zurückliegen, aber wir haben gezeigt, dass wir in manchen Rennen mit McLaren und BMW mithalten können. Wir möchten dazu häufiger in der Lage sein, weswegen wir das Auto weiter verbessern müssen. Ich bin mir aber sicher, dass wir in die richtige Richtung gehen."
Frage: "Und was meinst du, wie du dieses Jahr gefahren bist?" Trulli: "Ich glaube, ich fahre besser den je. Ich habe Erfahrung und ich glaube, ich werde jedes Jahr besser, weil man aus Fehlern oder Erfahrungen stets etwas lernt. Mit einem konkurrenzfähigen Auto kann ich vorne mitkämpfen, da bin ich mir sicher. In Frankreich hat man gesehen, wie entschlossen und nüchtern ich bin; ich habe bis zum Ende gekämpft und das hat mir wirklich Spaß gemacht."
In Abu Dhabi findet 2009 das Saisonfinale der Formel 1 statt Zoom © xpb.cc
Das Formel-1-Feld erwartet im Jahr 2009 eine lange Saison. Am 16. März wird das Formel-1-Jahr traditionell in Melbourne starten, das Ende folgte dann erst am 15. November in Abu Dhabi, der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate. Alle Rennen der Saison 2008 finden auch 2009 statt - neu hinzu kommt lediglich das Stadtrennen in Abu Dhabi. Dennoch gibt es einige Veränderungen: Der Türkei-Grand-Prix rutscht vom Mai in den August und das Rennen in Silverstone wird vor dem Frankreich-Grand-Prix über die Bühne gehen - bisher war dies umgedreht. Im ersten Entwurf fehlt zudem Indianapolis. Dort gab es zuletzt wieder Hinweise darauf, dass man die Formel 1 zurückwolle - so man denn einen finanziellen Partner finde. Da die Saison mit 19 Rennen ohnehin schon recht voll ist, ist eine Rückkehr nun so gut wie ausgeschlossen. Eine Unklarheit betrifft auch den Deutschland-Grand-Prix. Nach Hockenheim in diesem Jahr ist 2009 wieder der Nürburgring an der Reihe, doch es bleibt abzuwarten, ob das Rennen auch als Großer Preis von Deutschland ausgetragen werden wird. Schon 2007 fand das Rennen als Grand Prix von Europa statt, da die Namensrechte beim Hockenheimveranstalter AvD liegen. Der Europa-Grand-Prix ist nun jedoch in Valencia, sodass hier weitere Entwicklungen abgewartet werden müssen.
Die FIA möchte die Formel 1 zusammen mit dem Teams umgestalten Zoom © xpb.cc
Der Machtkampf in der Formel 1 geht in eine weitere Runde. Nachdem die Unterzeichnung eines neuen Concorde Agreements zwischen Teams, Ausrichtern und der FIA immer mehr ins Hintertreffen geriet, kristallisierte sich heraus, dass dies vor allem an der künftigen Machtverteilung in der Formel 1 liegt. Die FIA fürchtet, durch den neuen Entwurf an Einfluss zu verlieren und nur noch für die sportlichen Aspekte verantwortlich zu sein. Umso spannender wurden die Ergebnisse der heutigen Sitzung des World Councils erwartet. Und einige Überraschungen finden sich auch in der Erklärung der FIA. So möchte die oberste Sportbehörde mit den Formel-1-Teams weitreichende Gespräche darüber führen, wir die Effizienz der Formel 1 verbessert werden kann. Explizit eingeschlossen darin sind auch "neue technische Regularien für die Meisterschaft". Keine massiv höheren Gebühren für die Teams"Dies beinhaltet auch eine Bewertung der Führung der Formel 1", heißt es in der Pressemitteilung weiter. Die FIA möchte sich dem Kampf um die Macht also stellen und sich vor allem die Zustimmung der Teams sichern. Aus den geplanten höheren Nenngebühren wurde somit nichts - denn die Teams zunächst stärker zu belasten und dann ihre Zustimmung im Machtkampf zu bekommen, erschien wohl aussichtslos. Die Teams müssen für 2009 eine Nenngebühr von 309.000 Euro zahlen - das sind lediglich drei Prozent mehr als in dieser Saison, die mit der Inflation erklärt wurden. Jedoch: Man setzt den Teams gleichzeitig die Pistole auf die Brust und möchte eine drohende "Piratenserie" schnell wieder in der Versenkung verschwinden lassen. Die Einschreibeperiode für die Saison 2009 wurde massiv nach vorn verlegt. Vom 1. bis zum 31. Juli 2008 müssen die Teams die Unterlagen zur Meldung anfordern. Über zusätzliche Gebühren, die einer erweiterten Sicherheit an der Strecke zugute kommen soll, wird zu einem späteren Punkt aber noch einmal verhandelt - jedoch unter Einbeziehung der betroffenen Teams. Formel-2-Meisterschaft schon ab 2009?Eine weitere Entscheidung, die zumindest indirekt die Formel 1 näher an die FIA binden soll, ist die Einführung einer eignen Nachwuchsserie. Die GP2-Serie, welche die Formel 3000 ablöste, ist ein Renault-Produkt. Schon für 2009 möchte die FIA jedoch etwas Eignes anbieten wollen. "Die FIA wird eine neue Nachwuchsserie für die Formel 1 ausschreiben", heißt es. "Diese Meisterschaft, genannt Formel 2, würde 2009 beginnen und als preiswerte Plattform fungieren, um Fahrertalente für die Formel 1 zu entwickeln. Es wird erwartet, dass dies mit einem Budget von circa 200.000 Euro pro Auto in einer Saison erreicht werden kann." Bis auf die Nenngebühren und die vorgezogene Einschreibung der Teams sind konkrete Entscheidungen nicht gefallen. Die angekündigten Gespräche mit den Teams für die Formel-1-Zukunft müssen noch anlaufen, ebenso der Aufbau der neuen Formel 2 - denn bis 1984 gab es diese Serie bereits, wurde dann von der Formel 3000 aber abgelöst.
Bruno Senna möchte sich zunächst auf die GP2-Meisterschaft konzentrieren Zoom © xpb.cc
Solange es aus München und Hinwil keine offizielle Bestätigung gibt, wer für das BMW Sauber F1 Team im Jahr 2009 fahren wird, solange werden die Spekulationen weitergehen. Nick Heidfeld habe angeblich einen Vertrag bis 2009, auf Robert Kubica besitze das Team zudem eine Option, die sicher gezogen wird, um den Kanada-Sieger zu halten. Doch: Nichts Genaues weiß man nicht. Nun brachte 'Sport Bild online' eine bisher nicht erwähnte Variante ins Spiel: Bruno Senna, derzeit in der GP2 auf dem zweiten Gesamtrang, stehe in intensiven Verhandlungen mit BMW. Dessen Mentor in der Formel 1, Toro-Rosso-Teilhaber Gerhard Berger, habe sich in Magny-Cours erneut mit seinem Ex-Kollegen und BMW Motorsport Direktor Mario Theissen getroffen. Das Thema: Senna. "Ich helfe Bruno und seiner Familie, die sich um seine Karriere kümmert, so gut es geht. Seine Entwicklung zeigt deutlich nach oben", so Berger gegenüber der 'Sport Bild'. Wie genau es aber weitergeht, steht aber in den Sternen. Jedoch berichtet 'Sport Bild online', dass nicht nur ein Testposten in Aussicht steht - sondern auch ein Stammcockpit. Für Senna selbst liegt der Fokus aber weiter auf der GP2-Serie. Zusammen mit dem iSport-Team möchte er in der Nachwuchsserie erfolgreich sein. "Dann kann ich ein bisschen mehr träumen", so der 24-Jährige.
Lewis Hamilton muss erkennen, dass die Erwartungen an ihn ansteigen Zoom © xpb.cc
Die Souveränität, die Lewis Hamilton während seiner ersten Formel-1-Saison 2007 ausstrahlte, überraschte alle. Und auch wenn er Fehler machte, man stand es ihm zu - es war ja sein Lehrjahr. Nun, in seiner zweiten Saison, wird der Druck auf den Engländer immer größer. Die Medien zeigen immer weniger Verständnis für Fehler - auch wenn er gerade einmal 25 Grands Prix gefahren hat - und immer häufiger ist sein Privatleben Mittelpunkt der Berichterstattung. Nach Monaco und dem dortigen Sieg war er noch der gefeierte Held. Doch in Kanada übersah er die rote Ampel an der Ausfahrt der Boxengasse und knallte Kimi Räikkönen ins Heck. Strafversetzt um zehn Plätze und im Rennen auch noch mit einer Durchfahrtsstrafe belegt sah er in Magny-Cours dann zwar wieder die Zielflagge - jedoch außerhalb der Punkte. In der WM liegt er nun 10 Punkte hinter der Spitze. Mit den "Randerscheinungen" neben der Piste droht Hamiltons Stern blasser zu werden, doch Hondas Teamchef Ross Brawn kennt solche Situationen und auch eine einfache Lösung dafür: Er müsse sich auf das Wesentliche konzentrieren - das Fahren. Auch Michael Schumacher habe zu Beginn seiner Formel-1-Karriere eine solche Phase durchlaufen müssen. Konzentration auf das Fahren"Das Fahren ist es, das ihn durch alles hindurchbringen wird", so Brawn. "Er muss sich auf das Fahren konzentrieren, dann wird alles andere sich selbst regeln." Auch der Honda-Teamchef erinnerte dabei daran, dass Hamilton eben keine jahrelange Erfahrung in der Formel 1 nachweisen kann. "Wir tendieren dazu zu vergessen, wie jung er noch ist und wie viele neue Erfahrungen auf ihn einprasseln", erklärte er der 'BBC'. "Ich hatte das Glück, mit Michael Schumacher zu arbeiten, als er durch diese Lernphase ging - und da war es nicht anders", fuhr er fort. "Die Aufmerksamkeit, die diesen Jungs zuteil wird, bedeutet einen irren Druck. Und dabei kann ihnen niemand wirklich helfen." Sie müssten diese Phase selbst durchstehen und daraus lernen. "Es kann ihnen niemand sagen, was die tun sollten. Sie müssen es damit auf die harte Tour lernen - selbstständig", so Brawn weiter. Dazu gehöre dann auch, dass es mit dem WM-Titel auch 2008 nichts werden könnte, zudem Ferrari auch noch "sehr stark" aussehe. "Lewis ist in der Lage, Weltmeister zu werden. Es ist nur die Frage, wie gut das Auto ist und wie der Würfel fällt."
Heikki Kovalainen möchte sich einfach in Ruhe weiter nach vorn arbeiten Zoom © xpb.cc
So richtig schlecht verlief die Saison von Heikki Kovalainen nicht. Aus dem Vorjahr bei Renault weiß er noch, wie schlecht ein Jahr beginnen kann. Dennoch: Bisher konnte er bei McLaren-Mercedes nur einen Podestplatz einfahren, in der WM liegt er noch hinter Nick Heidfeld auch Rang sechs und hat nur knapp halb so viele Punkte wie Teamkollege Lewis Hamilton. Aus der Ruhe bringen lässt sich der Finne aber nicht. Er warte nur auf ein problemloses Wochenende, dann könne auch er weitere Schritte nach vorn machen. "Ich glaube nicht, dass durch die Probleme meine Zuversicht gelitten hat", erklärte Kovalainen gegenüber 'autosport.com'. "Ich hatte ein paar schwierige Rennen. Aber insgesamt hatte ich auch starke Leistungen im Qualifying, doch dann hatte ich technische Probleme oder den Crash in Barcelona." Und wenn das Rennen einmal gut laufe - wie jüngst in Magny-Cours -, dann sei bereits im Qualifying etwas daneben gegangen - ebenfalls wie in Magny-Cours durch die Strafversetzung auf Rang 10. Die Stimmung beeinflusse das aber kaum. "Natürlich möchten alle im Team gute Ergebnisse haben und wir können auch versuchen, uns zu verbessern, am Wochenende alles zusammen zu bekommen und bessere Ergebnisse zu holen." Ein weiterer Strafenhagel auf McLaren-Mercedes stünde diesen Vorhaben aber im Weg, doch Kovalainen möchte von einer ungerechten Behandlung nichts wissen. "Wir sollten da nicht so viel hineininterpretieren", erklärte er. "Wir müssen sicherstellen, dass wir keine Fehler mehr machen - dann wird es auch keine Strafen mehr geben. Ich glaube nicht, dass es für McLaren mehr Strafen gibt als für andere." Vor allem vor dem Team-Heimspiel in Silverstone sei es nun wichtig, sich wieder auf das Wesentliche zu konzentrieren. "Ich bin mit dem Auto ganz zufrieden", erklärte er. "Beim Testen ist es aber schwierig zu sagen, was die anderen machen. Und Ferrari wird natürlich wieder stark sein."
Kimi Räikkönen schob sich wieder näher an die F1Total-Champ-Spitze heran Zoom © xpb.cc
Im Grand Prix von Frankreich hatte Kimi Räikkönen großes Glück, dass der gebrochene Auspuff seines Ferrari F2008 nicht zu einem Ausfall führte. Teamkollege Felipe Massa ging an ihm vorbei und gewann das Rennen sicher, Räikkönen schleppte seinen weidwunden Ferrari aber noch auf Rang zwei. Bei den 'Motorsport-Total.com'-Lesern wurde der Finne dennoch belohnt: Er sicherte sich 10 Punkte im 'F1Total Champ'. Mit einer Durchschnittsbewertung von 8,94 Punkten gewann Räikkönen die Frankreich-Wertung. Nur knapp dahinter (8,42) klassierte sich Jarno Trulli, der in Magny-Cours für Toyota auf das Siegerpodest fuhr. Felipe Massa wurde Dritter (7,45) vor Heikki Kovalainen (6,80). Auch Nelson Piquet Jr. Fahrt zu Rang acht wurde belohnt: 5,97 und Rang fünf im 'F1Total Champ'. Auf den letzten drei Plätzen, die Zähler in der Gesamtwertung des 'F1Total Champs' geben, landeten Robert Kubica (5,39), Mark Webber (5,23) und Sebastian Vettel (4,83). Fernando Alonso (4,77) ging damit ebenso punktelos aus wie Timo Glock (4,75) und Nick Heidfeld (3,07). Am Ende des Feldes fand sich Jenson Button mit nur 1,81 Punkten wieder. In der Gesamtwertung geht es nach dem Frankreich-Rennen sehr knapp zu. Kubica liegt mit 49 Punkten noch in Front, jedoch nur noch mit einem Punkte Vorsprung auf Räikkönen. Massa folgt mit 38 Punkten auf Rang drei vor Lews Hamilton (26) und Heikki Kovalainen (26). Bester Deutscher ist weiterhin Nick Heidfeld (23). Bei den Teams konnte sich Ferrari mit 86 Zählern etwas vom BMW Sauber F1 Team (72) absetzen. McLaren-Mercedes folgt mit größerem Abstand und 52 Punkten auf Rang drei. Toyota (23) hat Red Bull Racing (22) nun überholt. Wenn Sie auch beim F1Total Champ 2008 mitbestimmen wollen, dann melden Sie sich einfach unter diesem Link an
Gian Carlo Minardi erwartet, dass Lewis Hamilton weiter dazulerne Zoom © xpb.cc
In der Formel 1 ist Gian Carlo Minardi nur noch selten zu sehen, doch als langjähriger Teamchef und -besitzer bleibt man natürlich auf dem Laufenden. Auch den Italiener fasziniert der Kampf an der WM-Spitze und er gehört dabei zu denen, die an Lewis Hamilton - nun schon mit zehn Punkten Rückstand auf die Spitze - Kritik üben. "Meiner Meinung nach sind vier Fahrer besser als Hamilton", erklärte er. Zu diesen gehöre zum Beispiel "Robert Kubica, der seit dem ersten Rennen keine Fehler macht und nur im ersten Rennen nach der Kollision mit Kazuki Nakajima keine Punkte einfuhr. Ohne diesen Zwischenfall würde er heute die WM anführen." Auch einen seiner Ex-Schützlinge schätzt er momentan höher an: Fernando Alonso. Zwar erlebte der Doppelweltmeister in Magny-Cours ein Rennen zum Vergessen, dennoch hebt ihn Minardi in den Himmel. "Auch wenn sein Material nicht so konkurrenzfähig ist, so kann er damit immer etwas anstellen", erklärte er. Und auch die Ferrari-Fahrer Kimi Räikkönen und Felipe Massa schätzt er als besser ein. Dennoch: Hamilton bleibt auch für Minardi ein heißer Titelkandidat. "Momentan macht er Fehler, weil er einfach unerfahren ist", erklärte er. "Er zeigt sogar Nervosität. Im Laufe der nächsten Grands Prix wird er sicher zeigen können, dass er in dieser Beziehung wächst."
Zwei Tage nach seinen ersten Punkten wieder im Einsatz: Nelson Piquet Jr. Zoom © xpb.cc
Zwei Tage nach seinen ersten Formel-1-WM-Punkten von Magny-Cours stieg Nelson Piquet Jr. heute in Silverstone wieder in den Renault, um die Vorbereitungen von Renault auf den britischen Grand Prix am 6. Juli in Angriff zu nehmen. Der Brasilianer blieb dabei nicht vor einigen kleinen Problemen verschont, rollte am Nachmittag sogar bei Start und Ziel aus und musste seinen R28 stehen lassen. "Die Streckenbedingungen waren anfangs ziemlich rutschig, aber als die Strecke sauberer wurde, war es in Ordnung", erklärte Piquet. "Wir verbrachten den Tag damit, am Setup zu arbeiten, was ganz gut lief. Am Ende war das Auto schon viel besser. Wir wurden ein paar Mal unterbrochen, daher konnten wir nicht so viel fahren, wie wir es gerne gehabt hätten, aber es ist eine gute Basis für morgen. Dann werden wir unser Programm fortsetzen." Testteamchef Christian Silk fügte an: "Wir haben viel Arbeit erledigt, auch wenn wir von ein paar Schwierigkeiten heimgesucht wurden. Dennoch konnten wir vieles in Angriff nehmen. Wir konzentrierten uns auf Basisarbeiten am Setup für den Grand Prix, Aerodynamiktests und Reifenevaluierungen. Das werden wir an den kommenden Tagen fortsetzen." Für das Protokoll: Piquet absolvierte 68 Runden und wurde mit 1,609 Sekunden Rückstand auf Spitzenreiter Felipe Massa Siebenter unter zehn Piloten.
Force India führte heute in Silverstone ein neues Aerodynamikpaket ein Zoom © xpb.cc
In Magny-Cours waren die Kräfte recht deutlich verteilt: Ferrari einsam an der Spitze, dann McLaren-Mercedes, dahinter das BMW Sauber F1 Team und das hart umkämpfte Mittelfeld - und abgeschlagen am Ende Force India. Daher ließen sich Mike Gascoyne und sein Technikerstab ein neues Aerodynamikpaket einfallen, das heute in Silverstone erstmals getestet wurde. Testfahrer Vitantonio Liuzzi legte damit stattliche 108 Runden zurück und wurde mit 2,062 Sekunden Rückstand Neunter unter zehn Piloten. Langsamer war nur noch Sebastian Vettel mit technischen Problemen im Toro Rosso. Liuzzis Fazit fiel dennoch positiv aus: "Zum Glück war es trocken, dadurch konnten wir konstant fahren. Die Jungs haben einen wirklich guten Job gemacht und das Auto lief zuverlässig", sagte er. "Die neuen Teile hatten einen positiven Einfluss auf das Auto. Wir legten viele Kilometer zurück, drehten einige schnelle Runden und die Balance fühlte sich besser an. Das neue Paket funktioniert bislang gut - und hoffentlich werden wir an den kommenden beiden Tagen auch an Speed zulegen", meinte er weiter. Giancarlo Fisichella und Adrian Sutil sollen morgen und am Donnerstag nämlich weitere Updates bekommen. Gascoyne fasste den Tag abschließend zusammen: "Das war nützlich. Wir testeten die erste Stufe unseres Aeroupdates mit einem neuen Frontflügel, einem neuen Bodywork und einem neuen Diffusor. Alles lief genau wie vorhergesagt. Tonio probierte außerdem ein neues Benzinsystem aus und wir begannen mit dem Setup für den Grand Prix. Für morgen und übermorgen planen wir den Einsatz weiterer neuer Komponenten."
Kamui Kobayashi war schneller als der Rest des umkämpften Mittelfeldes Zoom © xpb.cc
Manchmal liegen Tief- und Höhepunkte gerade in der Formel 1 ganz eng beisammen: Kurz nach dem Tod von Ex-Teamchef Ove Andersson gelang Jarno Trulli am vergangenen Wochenende in Magny-Cours der erste Podestplatz der laufenden Saison. Diesen Schwung will das japanische Team nun auch über die Silverstone-Tests in den britischen Grand Prix mitnehmen. "Nach dem tollen Resultat am Wochenende steht uns hier wieder eine stressige Testwoche bevor", erklärte Testteamchef Gerd Pfeiffer, für den heute Kamui Kobayashi im Einsatz war. "Kamui arbeitete zu Beginn an der Aerodynamik und am Setup. Er ist zum ersten Mal in Silverstone gefahren und brauchte ein paar Runs, um sich an die Strecke zu gewöhnen, aber danach arbeitete er sehr gut und er absolvierte alles, was wir geplant hatten." Der GP2-Junior von Toyota drehte insgesamt 82 Runden und war als Vierter schnellster Verfolger der drei Topteams. Auf Spitzenreiter Felipe Massa fehlten ihm 1,147 Sekunden. Angesichts der Tatsache, dass er zuvor nur eine Runde auf einem Roller in Silverstone gedreht hatte, war dies eine respektable Leistung. Erschwerend kam auch noch ein Motorendefekt hinzu. "Die Strecke macht Spaß, vor allem gefällt mir die schnelle Becketts-Kurve. Der letzte Sektor ist schwierig, vor allem die doppelte Haarnadel bei Luffield, wo es knifflig ist, die richtige Linie zu finden", bilanzierte Kobayashi. "Wir probierten verschiedene Setups und aerodynamische Konfigurationen aus. Wir haben das Programm komplett abgespult, also war es ein guter Tag." Morgen wird Trulli das Cockpit des Toyota TF108 übernehmen. Der Italiener soll die Vorbereitungen auf Silverstone fortsetzen.
Felipe Massa rollte kurz vor Schluss mit einem technischen Defekt aus Zoom © xpb.cc
Nur zwei Tage nach seinem Sieg in Magny-Cours erzielte Felipe Massa heute beim Testauftakt in Silverstone Bestzeit. Der Ferrari-Pilot absolvierte 71 Runden, die schnellste davon in 1:20.188 Minuten. Damit hatte er 0,289 Sekunden Vorsprung auf Heikki Kovalainen und 0,807 auf Robert Kubica. Massa bestätigte damit das, was viele Experten prognostiziert haben: dass der F2008 auf den Kurs in Silverstone optimal zugeschnitten ist. Heute kamen obendrein auch noch neue aerodynamische und mechanische Komponenten zum Einsatz, außerdem wurden erste Setupvarianten für den britischen Grand Prix am 6. Juli getestet. Den einzigen Rückschlag setzte es etwa eine halbe Stunde vor Schluss, als Massa mit einem technischen Defekt ausrollte. Seitens Ferrari wurde nicht näher spezifiziert, was die Ursache dafür war. Massa wird das Testprogramm morgen fortsetzen, am Donnerstag soll dann Kimi Räikkönen übernehmen.
Felipe Massa fuhr Bestzeit, obwohl sein Arbeitstag frühzeitig beendet war Zoom © xpb.cc
Nur zwei Tage nach dem Grand Prix von Frankreich begannen heute im britischen Silverstone die Vorbereitungen auf den nächsten WM-Lauf am 6. Juli. Alle zehn Teams nutzten am ersten von insgesamt drei Tagen die Gelegenheit, auf jener Strecke zu testen, auf der in zwölf Tagen der Grand Prix stattfinden wird. Das Rennwochenende in Silverstone ist bereits ausverkauft, daher nutzten heute viele Fans die Gelegenheit, Formel-1-Autos auf der Insel in Action zu sehen. Außerdem spielte das Wetter mit: Am Vormittag war es sogar teilweise sonnig, ehe es später ein wenig zuzog und abkühlte. Regen tauchte aber den ganzen Tag nicht auf. Somit herrschten trotz einer leichten Brise Wind fast optimale Bedingungen, um diverse neue Teile auszuprobieren. Ferrari wieder mit BestzeitFür McLaren-Mercedes war am ersten Tag Heikki Kovalainen im Einsatz Zoom © xpb.cc Am schnellsten war Magny-Cours-Sieger Felipe Massa (71 Runden), der weiterhin auf Wolke sieben schwebt und seinen Ferrari zu einer Bestzeit von 1:20.188 Minuten peitschte. Damit war der neue WM-Leader trotz eines Defekts am Ende der Session um ein ganzes Stück schneller als seine Verfolger Heikki Kovalainen (McLaren-Mercedes/+ 0,289/90 Runden) und Robert Kubica (BMW Sauber F1 Team/+ 0,807/82 Runden) - ein gutes Zeichen für den Großbritannien-Grand-Prix. Den Aufwärtstrend bei Toyota bestätigte in Abwesenheit von Podiumsheld Jarno Trulli Testfahrer Kamui Kobayashi (82 Runden), denn obwohl der Japaner die Strecke noch nicht kannte und sich am Vormittag erst einmal einfahren musste, landete er mit 1,147 Sekunden Rückstand an der vierten Stelle. Der GP2-Pilot blieb zwischendurch ohne Vortrieb stehen und arbeitete am Setup und an der Aerodynamik seines TF108. Nico Rosberg (Williams-Toyota/+ 1,222/88 Runden) und Mark Webber (Red-Bull-Renault/+ 1,377/94 Runden) belegten die Positionen fünf und sechs, unmittelbar vor Nelson Piquet Jr. (+ 1,609/68 Runden). Der Renault-Pilot, der in Magny-Cours seine ersten beiden WM-Punkte geholt hat, erlitt am Nachmittag einen technischen Defekt und rollte bei Start und Ziel aus. Ihm blieb nichts anderes übrig als über die Boxenmauer zurück zu den Garagen zu klettern. VJM01 mit vielen VeränderungenVitantonio Liuzzi testete ein technisches Paket mit zahlreichen Neuerungen Zoom © xpb.cc Achter wurde Jenson Button (Honda/+ 1,893/90 Runden) - ohne optisch auffällige Neuerungen an seinem RA108. Dafür packte Force-India-Ferrari heute ein umfangreiches Update für den VJM01 aus, das Vitantonio Liuzzi einfahren durfte. Der Italiener spulte 108 Runden ab und hatte 2,062 Sekunden Rückstand auf Massa. Augenscheinlichste Änderung am von Mike Gascoyne weiterentwickelten Chassis sind neue Luftleitbleche im Frontbereich. Der Pechvogel des heutigen Tages war Sebastian Vettel, denn der Deutsche musste seinen Toro-Rosso-Ferrari mit technischen Problemen schon am Vormittag abstellen und konnte nicht mehr ins Geschehen eingreifen. Dadurch wurde er mit 3,665 Sekunden Rückstand Zehnter und Letzter - und er kam nicht über zehn Runden hinaus. Zumindest darf er aber morgen einen ganzen statt nur einen halben Tag testen.
Kimi Räikkönen liegt derzeit viel besser im WM-Rennen als vor einem Jahr Zoom © xpb.cc
Eigentlich hatte Kimi Räikkönen ein Riesenglück, dass er in Magny-Cours überhaupt über die Ziellinie fahren konnte, denn wegen eines gebrochenen Auspuffrohrs hing seine Ankunft über 36 von 70 Runden an einem seidenen Faden. Natürlich war er im ersten Moment enttäuscht, dass er bis zu 6,6 Sekunden Vorsprung auf Felipe Massa nicht in einen Sieg umwandeln konnte, aber zwei Tage später überwiegt die Freude über die acht glücklichen Punkte. "Ich weiß nicht, ob ich über das, was am Sonntagnachmittag im Frankreich-Grand-Prix passiert ist, desillusioniert oder froh sein soll", erklärte der Ferrari-Pilot nach seiner Ankunft in der Heimat. "Unmittelbar nach dem Rennen war ich wirklich enttäuscht, aber jetzt muss ich sagen, dass ich mit dem Resultat zufrieden bin - und nur das zählt." Denn gerade acht Punkte in solchen Rennen sind es, was manchmal Weltmeisterschaften entscheidet... Im Nachhinein überwiegt die Freude"Ich habe acht Punkte geholt, obwohl ich auch hätte ausfallen können." Kimi Räikkönen "Natürlich finde ich es schade, dass ich nicht gewonnen habe, obwohl es am Anfang so gut gelaufen ist, aber wir müssen die positiven Aspekte sehen", meinte er weiter. "Das Team hat einen fantastischen Job gemacht und ich habe acht Punkte geholt, obwohl ich auch hätte ausfallen können. Und ich bin jetzt näher an der Gesamtführung dran als nach Kanada. Es ist eine enge Saison mit vier Fahrern, die eng beisammen liegen." Mit fünf Punkten Rückstand auf Massa ist Räikkönen momentan WM-Dritter. Im Vorjahr war er zu diesem Zeitpunkt allerdings nur Gesamtvierter - und sein Rückstand betrug stattliche 22 Zähler auf Lewis Hamilton. Trotzdem ist es ihm damals noch gelungen, den Spieß umzudrehen. Daraus schöpft der 28-Jährige Zuversicht: "Es ist aber noch nicht mal die Hälfte der Saison vorbei und es gibt noch viele Punkte zu holen." "In den Freien Trainings", ließ er Magny-Cours noch einmal Revue passieren, "lief alles glatt. Ich hatte ein gutes Gefühl, fuhr auf Pole-Position und lag um vier Zehntel voran, als ich im zweiten Run in Q3 schneller unterwegs war und die Runde abbrach, um Benzin zu sparen. Es war die 200. Pole für Ferrari und ich bin wirklich stolz, dass ich Teil der Geschichte dieses tollen Teams sein darf, genau wie im Vorjahr in China, als ich den 200. Grand Prix für Ferrari gewonnen habe." Große Sorgen am Ende des Rennens"Ich sah auch gleich im Rückspiegel, dass ein Auspuffrohr flatterte und fehlte." Kimi Räikkönen Im Rennen am Sonntag lief alles gut, "aber gegen Halbzeit fiel mir ein Leistungsverlust auf und ich sah auch gleich im Rückspiegel, dass ein Auspuffrohr flatterte und fehlte. Von da an war ich wirklich besorgt, dass ich das Rennen nicht beenden würde. In den letzten Runden fühlte es sich so an, als würde das Auto stehen bleiben. Daher bin ich im Nachhinein wirklich froh über den zweiten Platz", teilte der Finne mit. "Ich muss zugeben, dass es noch nie besser war, eine Zielflagge zu sehen. Wir haben wieder einmal bewiesen, dass man nie aufgeben sollte", so Räikkönen, der den Grund für den Defekt übrigens auch noch nicht kennt: "Das Team weiß nicht, was passiert ist. Sie werden Tests unternehmen, aber es ist schwierig, eine Antwort zu finden, weil das Auspuffrohr weggeflogen ist und weil der Motor das halbe Rennen lang enormen Belastungen ausgesetzt war." Für das bevorstehende Rennen in Silverstone, auf das sich der Ferrari-Pilot am Donnerstag im Cockpit des F2008 vorbereiten wird, ist Räikkönen optimistisch. Allerdings muss er dort aller Voraussicht nach mit einem neuen Motor an den Start gehen. Strafe in Form einer Rückversetzung in der Startaufstellung erwartet ihn deswegen aber keine, denn der erste Motorwechsel des Jahres bleibt seit 2008 straffrei.
Will von einer Beteiligung an der Mosley-Affäre nichts wissen: Ecclestone Zoom © xpb.cc
Politisch gesehen ist die Formel 1 momentan in Aufruhr - von Concorde-Agreement über Piratenserie bis hin zu geheimnisvollen Machtkämpfen ist in den vergangenen Wochen so ziemlich alles passiert, was man sich irgendwie vorstellen kann. Sogar von MI5-Agentenfrauen war da die Rede und von nebulösen Verschwörungstheorien. Ausgelöst wurden all diese Diskussionen durch die Affäre um FIA-Präsident Max Mosley, die für ein weltweites Medienecho gesorgt hat. Mosley betonte von Anfang an, er sei in eine Falle getappt, die man ihm mutwillig gestellt habe, aber seine Nachforschungen nach den Drahtziehern ergaben bisher keine Ergebnisse. Daher wurde im Paddock sogar schon spekuliert, Bernie Ecclestone könnte eine solche Verschwörungsaktion gutgeheißen haben. Zumindest in der Theorie würde das sogar Sinn machen, denn Mosley ist derjenige, der im Machtkampf hinter den Kulissen mehr Geld für die Teams fordert - aus dem Einnahmentopf, der von Ecclestone und seinen Partnern von CVC verwaltet wird. Sollten Mosleys Forderungen nicht umgesetzt werden, dann will die FIA ihren Sanktus für das neue Concorde-Agreement verweigern, das sich Ecclestone und CVC im Sinne der Stabilität ihres Investments so sehr wünschen. Aber Ecclestone bestreitet, an einer etwaigen Verschwörung gegen Mosley beteiligt gewesen zu sein: "Ich hatte damit in keinster Weise etwas zu tun", erklärte er seiner Haus- und Hofzeitung, der Londoner 'Times'. "Zweitens ist so etwas nicht mein Stil - so würde ich nicht operieren. Drittens würde ich niemals Max zerstören wollen. Das zu glauben, ist ein schöner Haufen Unsinn, ganz ehrlich. Das stimmt einfach nicht."
Das britische Fahrertrio um Lewis Hamilton zieht die Massen nach Silverstone Zoom © Silverstone
Zum ersten Mal in seiner Geschichte ist der bevorstehende Grand Prix von Großbritannien ausverkauft: Nachdem schon vor Wochen vermeldet werden konnte, dass es für Sonntag keine Tickets mehr gibt, steht nun fest, dass die Kontingente auch für Freitag und Samstag bereits ausgeschöpft sind. Das bedeutet, dass für Sonntag 90.000 Zuschauer erwartet werden, für Samstag 85.000 und für Freitag 65.000. "Die Nachfrage war unglaublich", erklärte Streckenchef Richard Phillips. "Wir werden an allen drei Tagen unsere Kapazitäten voll ausschöpfen und erwarten 240.000 Fans. Die Atmosphäre wird erstaunlich." In Silverstone wurden seit dem Vorjahr etwas mehr Zuschauerplätze geschaffen, indem zusätzliche Tribünensitze und Terrassen geschaffen wurden. Außerdem herrscht für Freitag freie Platzwahl, was erklärt, dass an den Trainingstagen wegen der Gefahr von Überbuchungen zwischen Wochenend- und Tageskarten weniger Zuschauer eingelassen werden können als am Renntag. All jene, die nach Silverstone fliegen wollten, aber zu spät dran waren, haben ab dem Montag nach dem 2008er-Rennen schon die Chance, unter silverstone.co.uk ihre Tickets für 2009 zu kaufen.
Die Zukunft von Nick Heidfeld im BMW Sauber F1 Team steht in den Sternen Zoom © xpb.cc
Nick Heidfeld hat von den bisherigen acht Qualifyings in dieser Saison noch kein einziges gegen Robert Kubica gewonnen, im Durchschnitt fehlten ihm 0,522 Sekunden auf seinen Kollegen im BMW Sauber F1 Team. Am knappsten war es in Malaysia (0,026 Sekunden), am deutlichsten in Kanada (1,135 Sekunden). "Wenn der Teamkollege im Qualifying die ganze Saison schneller ist, ist es klar, dass ein gewisser Druck aufkommt", analysierte Testfahrer Christian Klien am vergangenen Wochenende. "Nick meistert das aber recht gut. Er hat - auch von den Medien - viel Druck, aber er versucht, sich bei den Meetings und im Auto auf das Wesentliche zu konzentrieren. Er hat sicherlich das Autofahren nicht verlernt und ich bin mir sicher, dass er das wieder in den Griff bekommen wird." Unterstützung erhält Heidfeld zumindest im Moment auch noch von BMW Motorsport Direktor Mario Theissen, der am Samstag in Magny-Cours klarstellte, dass es "derzeit kein Thema" sei, "Quick Nick" während der Saison gegen einen anderen Piloten auszutauschen - letztendlich auch mangels Alternativen, wenn man den Fahrermarkt genauer unter die Lupe nimmt. Wie es allerdings für nächstes Jahr aussieht, ist noch völlig unklar. "Wir werden uns im Sommer festlegen, vermutlich in der zweiten August-Hälfte. Aber es kann auch früher oder später passieren", kündigte Theissen an. Heidfeld hat angeblich einen Vertrag bis Ende 2009, aber wer Theissen kennt, der weiß, dass es sicher Möglichkeiten gibt, aus diesem frühzeitig auszusteigen. Und selbst wenn dies nicht der Fall sein sollte: Jacques Villeneuve weiß, dass Verträge oft nicht einmal das Papier wert sind, auf dem sie geschrieben stehen... Heidfeld müsse sich jedenfalls in den nächsten Wochen steigern, speziell im Qualifying: "Die Situation ist natürlich nicht einfach, denn er muss versuchen, auf dem gleichen Niveau wie Robert zu fahren. Robert gelingt es, das Auto perfekt abzustimmen, und er ist in jeder Situation schnell. Nick muss speziell das Thema Aufwärmen der Reifen in den Griff bekommen. Wir haben ihm sehr viel Unterstützung gegeben in den vergangenen Wochen", so der BMW Motorsport Direktor.
Pat Symonds ist mit dem Abschneiden in Magny-Cours nicht zufrieden Zoom © xpb.cc
Zum ersten Mal in dieser Saison hat Renault beim Heimrennen in Magny-Cours am vergangenen Sonntag beide Autos in die Punkteränge gebracht, allerdings nur auf den Positionen sieben (Nelson Piquet Jr.) und acht (Fernando Alonso). Nach dem starken Qualifying, in dem es mit einem Auto für die zweite Startreihe gereicht hatte, war das eine herbe Enttäuschung. Alonso fiel schon am Start um zwei Positionen zurück und kam in der 15. Runde als Erster zu einem regulären Boxenstopp herein. Durch diese Strategie wurde er immer weiter nach hinten durchgereicht. Seine Pace war im Rennen jedenfalls nicht mehr so berauschend: 1,011 Sekunden Rückstand auf die schnellste Runde bedeuteten in dieser Wertung den achten Platz. Im Nachhinein betrachtet war das Qualifying also doch eine Vorstandszeit. "Aus irgendeinem Grund", erklärte Chefingenieur Pat Symonds, "hatten wir einen sehr schlechten ersten Stint. Wir haben die Pace von Trulli unterschätzt, auch wenn wir seine Pace in den letzten beiden Stints auch benzinkorrigiert mitgehen konnten. Zu dem Zeitpunkt waren wir aber auf einer anderen Strategie, die nicht optimal war. Der erste Stint hat uns gekillt, aber wir wissen nicht warum. Wir hatten einfach nicht genug Grip." Weil Toyota und Red Bull in Magny-Cours schneller waren als Renault, fiel Symonds' Fazit in Summe nicht positiv aus: "Wir sind nicht glücklich", gab der Brite zu Protokoll. "Zwei Autos in den Punkten zu haben, ist gut, aber wir spüren, dass da noch mehr geht. Wir sagen schon seit einiger Zeit, dass das Auto besser geworden ist, aber wir sehen nicht sein volles Potenzial. Das war auch in Frankreich so. Auch wenn wir zwei Autos in den Punkten hatten, sind wir zu mehr in der Lage." Und Symonds fügte seufzend an: "Solange das Auto nicht schneller ist, wird unser Leben nicht einfach." Für Silverstone soll allerdings noch einmal ein großes Update für den R28 kommen. Schlägt dieses nicht voll ein, dann sollen die Ressourcen voll auf 2009 umgelenkt werden - so wünscht es sich zumindest Alonso. Die nächsten Wochen haben für Renault also durchaus Entscheidungscharakter...
Jarno Trulli fuhr in Magny-Cours mit einer starken Leistung auf das Podium Zoom © xpb.cc
812 Tage musste das Toyota-Team warten, ehe es am vergangenen Wochenende in Magny-Cours dank Jarno Trulli erstmals seit Ralf Schumacher in Melbourne 2006 wieder einen Podestplatz bejubeln durfte. Diese könnte Gold wert sein, was die Moral der Belegschaft vor Ort und in der Fabrik in Köln angeht. Toyota verfügt mit geschätzten 400 Millionen Euro zwar über einen der höchsten Jahresetats aller Formel-1-Teams, doch in Erfolge umgemünzt werden konnte dieser nur selten. So ist es auch kein Wunder, dass die Motivation in den vergangenen Jahren ein wenig gelitten hat - vor allem durch den Absturz von 88 auf 13 WM-Punkte zwischen 2005 und 2007. Trullis Galavorstellung von Magny-Cours kam genau zum richtigen Zeitpunkt: "Für das ganze Team ist es sehr gut, dass die Mühen einmal belohnt werden", erklärte Technikchef Pascal Vasselon gegenüber 'autosport.com'. "Wenn alle Teams hart arbeiten, dann stachelt einen so ein Resultat dazu an, noch härter zu arbeiten, weil man sich nicht mehr so müde fühlt. Man spürt den Stress nicht mehr und durch die Umstände packen die Mitarbeiter noch härter an." In Köln hofft man nun natürlich, dass der dritte Platz eine Initialzündung sein könnte, denn die aerodynamischen Änderungen, die das Team in den vergangenen Wochen erarbeitet hat, schienen zumindest in Magny-Cours optimal zu funktionieren. Dass es in derselben Tonart weitergehen wird, gilt als unwahrscheinlich, doch die Tendenz zeigt insgesamt klar nach oben.
Quelle: motorsport-total.com
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Der Mann hinter Mosleys Präsidentschaft
24.06.2008 - 09:55
Jarno Trulli strahlte in Magny-Cours nach seinem erkämpften dritten Rang Zoom © xpb.cc
Frage: "Herzlichen Glückwunsch zum dritten Platz; wie war es, wieder auf dem Podium zu stehen?" Jarno Trulli: "Es ist einfach ein fantastisches Gefühl und es war eine großartige Belohnung für alle Mitarbeiter des Teams, ein so perfektes Wochenende zu haben. Ich weiß, wie hart in Köln alle daran arbeiten, das Auto zu verbessern, und meine Ingenieure und Mechaniker haben in Magny-Cours ein Maximum an Leistung gebracht. Es war toll, diesen Moment auf dem Podium mit ihnen zu teilen und danach die Zufriedenheit in der Garage zu sehen. Dies gibt uns enormen Auftrieb für die zweite Hälfte der Saison." Frage: "Hattest du erwartet, um das Podium kämpfen zu können?" Trulli: "Zu Beginn des Wochenendes habe ich nicht erwartet, dass ich um den dritten Platz kämpfen würde, soviel ist sicher. Wir hatten aber einige neue Aeroteile am Auto, von denen wir eine Verbesserung erwarteten, und im Laufe des Wochenendes bekam ich zunehmend das Gefühl, dass wir ziemlich gut dastanden. Der vierte Platz im Qualifying war ein tolles Ergebnis und danach hatte ich den Eindruck, dass wir eine sehr gute Chance auf einen Platz unter den ersten Sechs hatten und, falls alles gut lief, vielleicht auch das Podium ins Auge fassen konnten. Ich war wirklich heiß auf das Rennen, weil ich glaubte, dass ein fantastisches Resultat möglich war, und bin natürlich glücklich, dass alles so gut geklappt hat." Frage: "War es ein schweres Rennen für dich?" Trulli: "Ich habe mich das ganze Rennen hindurch maximal reingehängt und wirklich hart gefightet, wie ich das immer tue. Es war nicht einfach, aber als ich beim Start an Fernando vorbeikam, wusste ich, dass wir eine Chance hatten. Ich habe daher nie aufgegeben und jede Runde voll Druck gemacht. Ich musste stark sein, um mich vorne halten zu können, weil wir gegen Autos zu kämpfen hatten, die etwas schneller waren als unseres. Das Rennen war schwer, ich war aber fest entschlossen, ein tolles Resultat zu holen - ganz besonders in diesem Rennen, nach dem, was mit Ove Andersson passiert ist. Wir wollten den Erfolg als Tribut an ihn, weil er so viel für das Team getan hat. Leider konnte er dieses tolle Resultat nicht miterleben, es war aber fantastisch, ihm meinen dritten Platz widmen zu können." Frage: "Wie waren die letzten Runden für dich?" : "Gegen Ende des Rennens war es sehr aufregend, als ich mit Heikki kämpfen musste. Es regnete etwas und unter diesen Bedingungen ist es schwieriger, vorne liegen, weil man nicht genau weiß, was einen in den einzelnen Kurven erwartet. Es ist einfacher, dem Vordermann zu folgen. Heikki fuhr also sehr dicht an mich heran und setzte mich stark unter Druck. Ich war aber entschlossen, meine Position nicht zu verlieren. Zwei Runden vor Schluss zog er neben mich, ich blieb aber stark und gab nicht auf. Es war knapp, ich habe aber hart gefightet und meinen Platz gehalten." Frage: "Kannst du den Vorfall näher beschreiben?" Trulli: "Er zog neben mich und ich nahm die Innenlinie, wodurch wir Rad an Rad lagen. Ich wollte diese Position auf keinen Fall verlieren, das Podium war ja praktisch schon in Sicht. Wir haben uns nicht berührt, weil ich ihm gerade noch genug Raum gelassen habe. Es war wie ein Gokart-Rennen. Ich hatte nicht erwartet, in der Formel 1 einmal die Gelegenheit zu haben, so zu fahren! Es war ein Kampf, der Spaß gemacht hat, besonders für mich, weil ich mich ja behaupten konnte. Ich würde mich freuen, in jedem Rennen auf diese Weise um das Podium kämpfen zu können!" Frage: "Wie haben sich die Dinge seit dem letzten Jahr verändert?" Trulli: "Dieses Jahr sind wir viel konkurrenzfähiger; das Auto wirkt ausgewogener und ich kann mehr Druck machen, weil es sich sehr gut fahren lässt. Das Auto ist ganz einfach schneller als im letzten Jahr und das bedeutet, dass wir konkurrenzfähiger sind. Wir haben bereits erheblich mehr Punkte gesammelt als im ganzen Jahr 2007. Das zeigt, dass wir besser geworden sind, und ist der harten Arbeit aller Mitarbeiter des Teams zu verdanken. Wir wissen, dass wir noch etwas hinter den schnellsten Wagen zurückliegen, aber wir haben gezeigt, dass wir in manchen Rennen mit McLaren und BMW mithalten können. Wir möchten dazu häufiger in der Lage sein, weswegen wir das Auto weiter verbessern müssen. Ich bin mir aber sicher, dass wir in die richtige Richtung gehen."
Frage: "Und was meinst du, wie du dieses Jahr gefahren bist?" Trulli: "Ich glaube, ich fahre besser den je. Ich habe Erfahrung und ich glaube, ich werde jedes Jahr besser, weil man aus Fehlern oder Erfahrungen stets etwas lernt. Mit einem konkurrenzfähigen Auto kann ich vorne mitkämpfen, da bin ich mir sicher. In Frankreich hat man gesehen, wie entschlossen und nüchtern ich bin; ich habe bis zum Ende gekämpft und das hat mir wirklich Spaß gemacht."
In Abu Dhabi findet 2009 das Saisonfinale der Formel 1 statt Zoom © xpb.cc
Das Formel-1-Feld erwartet im Jahr 2009 eine lange Saison. Am 16. März wird das Formel-1-Jahr traditionell in Melbourne starten, das Ende folgte dann erst am 15. November in Abu Dhabi, der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate. Alle Rennen der Saison 2008 finden auch 2009 statt - neu hinzu kommt lediglich das Stadtrennen in Abu Dhabi. Dennoch gibt es einige Veränderungen: Der Türkei-Grand-Prix rutscht vom Mai in den August und das Rennen in Silverstone wird vor dem Frankreich-Grand-Prix über die Bühne gehen - bisher war dies umgedreht. Im ersten Entwurf fehlt zudem Indianapolis. Dort gab es zuletzt wieder Hinweise darauf, dass man die Formel 1 zurückwolle - so man denn einen finanziellen Partner finde. Da die Saison mit 19 Rennen ohnehin schon recht voll ist, ist eine Rückkehr nun so gut wie ausgeschlossen. Eine Unklarheit betrifft auch den Deutschland-Grand-Prix. Nach Hockenheim in diesem Jahr ist 2009 wieder der Nürburgring an der Reihe, doch es bleibt abzuwarten, ob das Rennen auch als Großer Preis von Deutschland ausgetragen werden wird. Schon 2007 fand das Rennen als Grand Prix von Europa statt, da die Namensrechte beim Hockenheimveranstalter AvD liegen. Der Europa-Grand-Prix ist nun jedoch in Valencia, sodass hier weitere Entwicklungen abgewartet werden müssen.
Die FIA möchte die Formel 1 zusammen mit dem Teams umgestalten Zoom © xpb.cc
Der Machtkampf in der Formel 1 geht in eine weitere Runde. Nachdem die Unterzeichnung eines neuen Concorde Agreements zwischen Teams, Ausrichtern und der FIA immer mehr ins Hintertreffen geriet, kristallisierte sich heraus, dass dies vor allem an der künftigen Machtverteilung in der Formel 1 liegt. Die FIA fürchtet, durch den neuen Entwurf an Einfluss zu verlieren und nur noch für die sportlichen Aspekte verantwortlich zu sein. Umso spannender wurden die Ergebnisse der heutigen Sitzung des World Councils erwartet. Und einige Überraschungen finden sich auch in der Erklärung der FIA. So möchte die oberste Sportbehörde mit den Formel-1-Teams weitreichende Gespräche darüber führen, wir die Effizienz der Formel 1 verbessert werden kann. Explizit eingeschlossen darin sind auch "neue technische Regularien für die Meisterschaft". Keine massiv höheren Gebühren für die Teams"Dies beinhaltet auch eine Bewertung der Führung der Formel 1", heißt es in der Pressemitteilung weiter. Die FIA möchte sich dem Kampf um die Macht also stellen und sich vor allem die Zustimmung der Teams sichern. Aus den geplanten höheren Nenngebühren wurde somit nichts - denn die Teams zunächst stärker zu belasten und dann ihre Zustimmung im Machtkampf zu bekommen, erschien wohl aussichtslos. Die Teams müssen für 2009 eine Nenngebühr von 309.000 Euro zahlen - das sind lediglich drei Prozent mehr als in dieser Saison, die mit der Inflation erklärt wurden. Jedoch: Man setzt den Teams gleichzeitig die Pistole auf die Brust und möchte eine drohende "Piratenserie" schnell wieder in der Versenkung verschwinden lassen. Die Einschreibeperiode für die Saison 2009 wurde massiv nach vorn verlegt. Vom 1. bis zum 31. Juli 2008 müssen die Teams die Unterlagen zur Meldung anfordern. Über zusätzliche Gebühren, die einer erweiterten Sicherheit an der Strecke zugute kommen soll, wird zu einem späteren Punkt aber noch einmal verhandelt - jedoch unter Einbeziehung der betroffenen Teams. Formel-2-Meisterschaft schon ab 2009?Eine weitere Entscheidung, die zumindest indirekt die Formel 1 näher an die FIA binden soll, ist die Einführung einer eignen Nachwuchsserie. Die GP2-Serie, welche die Formel 3000 ablöste, ist ein Renault-Produkt. Schon für 2009 möchte die FIA jedoch etwas Eignes anbieten wollen. "Die FIA wird eine neue Nachwuchsserie für die Formel 1 ausschreiben", heißt es. "Diese Meisterschaft, genannt Formel 2, würde 2009 beginnen und als preiswerte Plattform fungieren, um Fahrertalente für die Formel 1 zu entwickeln. Es wird erwartet, dass dies mit einem Budget von circa 200.000 Euro pro Auto in einer Saison erreicht werden kann." Bis auf die Nenngebühren und die vorgezogene Einschreibung der Teams sind konkrete Entscheidungen nicht gefallen. Die angekündigten Gespräche mit den Teams für die Formel-1-Zukunft müssen noch anlaufen, ebenso der Aufbau der neuen Formel 2 - denn bis 1984 gab es diese Serie bereits, wurde dann von der Formel 3000 aber abgelöst.
Bruno Senna möchte sich zunächst auf die GP2-Meisterschaft konzentrieren Zoom © xpb.cc
Solange es aus München und Hinwil keine offizielle Bestätigung gibt, wer für das BMW Sauber F1 Team im Jahr 2009 fahren wird, solange werden die Spekulationen weitergehen. Nick Heidfeld habe angeblich einen Vertrag bis 2009, auf Robert Kubica besitze das Team zudem eine Option, die sicher gezogen wird, um den Kanada-Sieger zu halten. Doch: Nichts Genaues weiß man nicht. Nun brachte 'Sport Bild online' eine bisher nicht erwähnte Variante ins Spiel: Bruno Senna, derzeit in der GP2 auf dem zweiten Gesamtrang, stehe in intensiven Verhandlungen mit BMW. Dessen Mentor in der Formel 1, Toro-Rosso-Teilhaber Gerhard Berger, habe sich in Magny-Cours erneut mit seinem Ex-Kollegen und BMW Motorsport Direktor Mario Theissen getroffen. Das Thema: Senna. "Ich helfe Bruno und seiner Familie, die sich um seine Karriere kümmert, so gut es geht. Seine Entwicklung zeigt deutlich nach oben", so Berger gegenüber der 'Sport Bild'. Wie genau es aber weitergeht, steht aber in den Sternen. Jedoch berichtet 'Sport Bild online', dass nicht nur ein Testposten in Aussicht steht - sondern auch ein Stammcockpit. Für Senna selbst liegt der Fokus aber weiter auf der GP2-Serie. Zusammen mit dem iSport-Team möchte er in der Nachwuchsserie erfolgreich sein. "Dann kann ich ein bisschen mehr träumen", so der 24-Jährige.
Lewis Hamilton muss erkennen, dass die Erwartungen an ihn ansteigen Zoom © xpb.cc
Die Souveränität, die Lewis Hamilton während seiner ersten Formel-1-Saison 2007 ausstrahlte, überraschte alle. Und auch wenn er Fehler machte, man stand es ihm zu - es war ja sein Lehrjahr. Nun, in seiner zweiten Saison, wird der Druck auf den Engländer immer größer. Die Medien zeigen immer weniger Verständnis für Fehler - auch wenn er gerade einmal 25 Grands Prix gefahren hat - und immer häufiger ist sein Privatleben Mittelpunkt der Berichterstattung. Nach Monaco und dem dortigen Sieg war er noch der gefeierte Held. Doch in Kanada übersah er die rote Ampel an der Ausfahrt der Boxengasse und knallte Kimi Räikkönen ins Heck. Strafversetzt um zehn Plätze und im Rennen auch noch mit einer Durchfahrtsstrafe belegt sah er in Magny-Cours dann zwar wieder die Zielflagge - jedoch außerhalb der Punkte. In der WM liegt er nun 10 Punkte hinter der Spitze. Mit den "Randerscheinungen" neben der Piste droht Hamiltons Stern blasser zu werden, doch Hondas Teamchef Ross Brawn kennt solche Situationen und auch eine einfache Lösung dafür: Er müsse sich auf das Wesentliche konzentrieren - das Fahren. Auch Michael Schumacher habe zu Beginn seiner Formel-1-Karriere eine solche Phase durchlaufen müssen. Konzentration auf das Fahren"Das Fahren ist es, das ihn durch alles hindurchbringen wird", so Brawn. "Er muss sich auf das Fahren konzentrieren, dann wird alles andere sich selbst regeln." Auch der Honda-Teamchef erinnerte dabei daran, dass Hamilton eben keine jahrelange Erfahrung in der Formel 1 nachweisen kann. "Wir tendieren dazu zu vergessen, wie jung er noch ist und wie viele neue Erfahrungen auf ihn einprasseln", erklärte er der 'BBC'. "Ich hatte das Glück, mit Michael Schumacher zu arbeiten, als er durch diese Lernphase ging - und da war es nicht anders", fuhr er fort. "Die Aufmerksamkeit, die diesen Jungs zuteil wird, bedeutet einen irren Druck. Und dabei kann ihnen niemand wirklich helfen." Sie müssten diese Phase selbst durchstehen und daraus lernen. "Es kann ihnen niemand sagen, was die tun sollten. Sie müssen es damit auf die harte Tour lernen - selbstständig", so Brawn weiter. Dazu gehöre dann auch, dass es mit dem WM-Titel auch 2008 nichts werden könnte, zudem Ferrari auch noch "sehr stark" aussehe. "Lewis ist in der Lage, Weltmeister zu werden. Es ist nur die Frage, wie gut das Auto ist und wie der Würfel fällt."
Heikki Kovalainen möchte sich einfach in Ruhe weiter nach vorn arbeiten Zoom © xpb.cc
So richtig schlecht verlief die Saison von Heikki Kovalainen nicht. Aus dem Vorjahr bei Renault weiß er noch, wie schlecht ein Jahr beginnen kann. Dennoch: Bisher konnte er bei McLaren-Mercedes nur einen Podestplatz einfahren, in der WM liegt er noch hinter Nick Heidfeld auch Rang sechs und hat nur knapp halb so viele Punkte wie Teamkollege Lewis Hamilton. Aus der Ruhe bringen lässt sich der Finne aber nicht. Er warte nur auf ein problemloses Wochenende, dann könne auch er weitere Schritte nach vorn machen. "Ich glaube nicht, dass durch die Probleme meine Zuversicht gelitten hat", erklärte Kovalainen gegenüber 'autosport.com'. "Ich hatte ein paar schwierige Rennen. Aber insgesamt hatte ich auch starke Leistungen im Qualifying, doch dann hatte ich technische Probleme oder den Crash in Barcelona." Und wenn das Rennen einmal gut laufe - wie jüngst in Magny-Cours -, dann sei bereits im Qualifying etwas daneben gegangen - ebenfalls wie in Magny-Cours durch die Strafversetzung auf Rang 10. Die Stimmung beeinflusse das aber kaum. "Natürlich möchten alle im Team gute Ergebnisse haben und wir können auch versuchen, uns zu verbessern, am Wochenende alles zusammen zu bekommen und bessere Ergebnisse zu holen." Ein weiterer Strafenhagel auf McLaren-Mercedes stünde diesen Vorhaben aber im Weg, doch Kovalainen möchte von einer ungerechten Behandlung nichts wissen. "Wir sollten da nicht so viel hineininterpretieren", erklärte er. "Wir müssen sicherstellen, dass wir keine Fehler mehr machen - dann wird es auch keine Strafen mehr geben. Ich glaube nicht, dass es für McLaren mehr Strafen gibt als für andere." Vor allem vor dem Team-Heimspiel in Silverstone sei es nun wichtig, sich wieder auf das Wesentliche zu konzentrieren. "Ich bin mit dem Auto ganz zufrieden", erklärte er. "Beim Testen ist es aber schwierig zu sagen, was die anderen machen. Und Ferrari wird natürlich wieder stark sein."
Kimi Räikkönen schob sich wieder näher an die F1Total-Champ-Spitze heran Zoom © xpb.cc
Im Grand Prix von Frankreich hatte Kimi Räikkönen großes Glück, dass der gebrochene Auspuff seines Ferrari F2008 nicht zu einem Ausfall führte. Teamkollege Felipe Massa ging an ihm vorbei und gewann das Rennen sicher, Räikkönen schleppte seinen weidwunden Ferrari aber noch auf Rang zwei. Bei den 'Motorsport-Total.com'-Lesern wurde der Finne dennoch belohnt: Er sicherte sich 10 Punkte im 'F1Total Champ'. Mit einer Durchschnittsbewertung von 8,94 Punkten gewann Räikkönen die Frankreich-Wertung. Nur knapp dahinter (8,42) klassierte sich Jarno Trulli, der in Magny-Cours für Toyota auf das Siegerpodest fuhr. Felipe Massa wurde Dritter (7,45) vor Heikki Kovalainen (6,80). Auch Nelson Piquet Jr. Fahrt zu Rang acht wurde belohnt: 5,97 und Rang fünf im 'F1Total Champ'. Auf den letzten drei Plätzen, die Zähler in der Gesamtwertung des 'F1Total Champs' geben, landeten Robert Kubica (5,39), Mark Webber (5,23) und Sebastian Vettel (4,83). Fernando Alonso (4,77) ging damit ebenso punktelos aus wie Timo Glock (4,75) und Nick Heidfeld (3,07). Am Ende des Feldes fand sich Jenson Button mit nur 1,81 Punkten wieder. In der Gesamtwertung geht es nach dem Frankreich-Rennen sehr knapp zu. Kubica liegt mit 49 Punkten noch in Front, jedoch nur noch mit einem Punkte Vorsprung auf Räikkönen. Massa folgt mit 38 Punkten auf Rang drei vor Lews Hamilton (26) und Heikki Kovalainen (26). Bester Deutscher ist weiterhin Nick Heidfeld (23). Bei den Teams konnte sich Ferrari mit 86 Zählern etwas vom BMW Sauber F1 Team (72) absetzen. McLaren-Mercedes folgt mit größerem Abstand und 52 Punkten auf Rang drei. Toyota (23) hat Red Bull Racing (22) nun überholt. Wenn Sie auch beim F1Total Champ 2008 mitbestimmen wollen, dann melden Sie sich einfach unter diesem Link an
Gian Carlo Minardi erwartet, dass Lewis Hamilton weiter dazulerne Zoom © xpb.cc
In der Formel 1 ist Gian Carlo Minardi nur noch selten zu sehen, doch als langjähriger Teamchef und -besitzer bleibt man natürlich auf dem Laufenden. Auch den Italiener fasziniert der Kampf an der WM-Spitze und er gehört dabei zu denen, die an Lewis Hamilton - nun schon mit zehn Punkten Rückstand auf die Spitze - Kritik üben. "Meiner Meinung nach sind vier Fahrer besser als Hamilton", erklärte er. Zu diesen gehöre zum Beispiel "Robert Kubica, der seit dem ersten Rennen keine Fehler macht und nur im ersten Rennen nach der Kollision mit Kazuki Nakajima keine Punkte einfuhr. Ohne diesen Zwischenfall würde er heute die WM anführen." Auch einen seiner Ex-Schützlinge schätzt er momentan höher an: Fernando Alonso. Zwar erlebte der Doppelweltmeister in Magny-Cours ein Rennen zum Vergessen, dennoch hebt ihn Minardi in den Himmel. "Auch wenn sein Material nicht so konkurrenzfähig ist, so kann er damit immer etwas anstellen", erklärte er. Und auch die Ferrari-Fahrer Kimi Räikkönen und Felipe Massa schätzt er als besser ein. Dennoch: Hamilton bleibt auch für Minardi ein heißer Titelkandidat. "Momentan macht er Fehler, weil er einfach unerfahren ist", erklärte er. "Er zeigt sogar Nervosität. Im Laufe der nächsten Grands Prix wird er sicher zeigen können, dass er in dieser Beziehung wächst."
Zwei Tage nach seinen ersten Punkten wieder im Einsatz: Nelson Piquet Jr. Zoom © xpb.cc
Zwei Tage nach seinen ersten Formel-1-WM-Punkten von Magny-Cours stieg Nelson Piquet Jr. heute in Silverstone wieder in den Renault, um die Vorbereitungen von Renault auf den britischen Grand Prix am 6. Juli in Angriff zu nehmen. Der Brasilianer blieb dabei nicht vor einigen kleinen Problemen verschont, rollte am Nachmittag sogar bei Start und Ziel aus und musste seinen R28 stehen lassen. "Die Streckenbedingungen waren anfangs ziemlich rutschig, aber als die Strecke sauberer wurde, war es in Ordnung", erklärte Piquet. "Wir verbrachten den Tag damit, am Setup zu arbeiten, was ganz gut lief. Am Ende war das Auto schon viel besser. Wir wurden ein paar Mal unterbrochen, daher konnten wir nicht so viel fahren, wie wir es gerne gehabt hätten, aber es ist eine gute Basis für morgen. Dann werden wir unser Programm fortsetzen." Testteamchef Christian Silk fügte an: "Wir haben viel Arbeit erledigt, auch wenn wir von ein paar Schwierigkeiten heimgesucht wurden. Dennoch konnten wir vieles in Angriff nehmen. Wir konzentrierten uns auf Basisarbeiten am Setup für den Grand Prix, Aerodynamiktests und Reifenevaluierungen. Das werden wir an den kommenden Tagen fortsetzen." Für das Protokoll: Piquet absolvierte 68 Runden und wurde mit 1,609 Sekunden Rückstand auf Spitzenreiter Felipe Massa Siebenter unter zehn Piloten.
Force India führte heute in Silverstone ein neues Aerodynamikpaket ein Zoom © xpb.cc
In Magny-Cours waren die Kräfte recht deutlich verteilt: Ferrari einsam an der Spitze, dann McLaren-Mercedes, dahinter das BMW Sauber F1 Team und das hart umkämpfte Mittelfeld - und abgeschlagen am Ende Force India. Daher ließen sich Mike Gascoyne und sein Technikerstab ein neues Aerodynamikpaket einfallen, das heute in Silverstone erstmals getestet wurde. Testfahrer Vitantonio Liuzzi legte damit stattliche 108 Runden zurück und wurde mit 2,062 Sekunden Rückstand Neunter unter zehn Piloten. Langsamer war nur noch Sebastian Vettel mit technischen Problemen im Toro Rosso. Liuzzis Fazit fiel dennoch positiv aus: "Zum Glück war es trocken, dadurch konnten wir konstant fahren. Die Jungs haben einen wirklich guten Job gemacht und das Auto lief zuverlässig", sagte er. "Die neuen Teile hatten einen positiven Einfluss auf das Auto. Wir legten viele Kilometer zurück, drehten einige schnelle Runden und die Balance fühlte sich besser an. Das neue Paket funktioniert bislang gut - und hoffentlich werden wir an den kommenden beiden Tagen auch an Speed zulegen", meinte er weiter. Giancarlo Fisichella und Adrian Sutil sollen morgen und am Donnerstag nämlich weitere Updates bekommen. Gascoyne fasste den Tag abschließend zusammen: "Das war nützlich. Wir testeten die erste Stufe unseres Aeroupdates mit einem neuen Frontflügel, einem neuen Bodywork und einem neuen Diffusor. Alles lief genau wie vorhergesagt. Tonio probierte außerdem ein neues Benzinsystem aus und wir begannen mit dem Setup für den Grand Prix. Für morgen und übermorgen planen wir den Einsatz weiterer neuer Komponenten."
Kamui Kobayashi war schneller als der Rest des umkämpften Mittelfeldes Zoom © xpb.cc
Manchmal liegen Tief- und Höhepunkte gerade in der Formel 1 ganz eng beisammen: Kurz nach dem Tod von Ex-Teamchef Ove Andersson gelang Jarno Trulli am vergangenen Wochenende in Magny-Cours der erste Podestplatz der laufenden Saison. Diesen Schwung will das japanische Team nun auch über die Silverstone-Tests in den britischen Grand Prix mitnehmen. "Nach dem tollen Resultat am Wochenende steht uns hier wieder eine stressige Testwoche bevor", erklärte Testteamchef Gerd Pfeiffer, für den heute Kamui Kobayashi im Einsatz war. "Kamui arbeitete zu Beginn an der Aerodynamik und am Setup. Er ist zum ersten Mal in Silverstone gefahren und brauchte ein paar Runs, um sich an die Strecke zu gewöhnen, aber danach arbeitete er sehr gut und er absolvierte alles, was wir geplant hatten." Der GP2-Junior von Toyota drehte insgesamt 82 Runden und war als Vierter schnellster Verfolger der drei Topteams. Auf Spitzenreiter Felipe Massa fehlten ihm 1,147 Sekunden. Angesichts der Tatsache, dass er zuvor nur eine Runde auf einem Roller in Silverstone gedreht hatte, war dies eine respektable Leistung. Erschwerend kam auch noch ein Motorendefekt hinzu. "Die Strecke macht Spaß, vor allem gefällt mir die schnelle Becketts-Kurve. Der letzte Sektor ist schwierig, vor allem die doppelte Haarnadel bei Luffield, wo es knifflig ist, die richtige Linie zu finden", bilanzierte Kobayashi. "Wir probierten verschiedene Setups und aerodynamische Konfigurationen aus. Wir haben das Programm komplett abgespult, also war es ein guter Tag." Morgen wird Trulli das Cockpit des Toyota TF108 übernehmen. Der Italiener soll die Vorbereitungen auf Silverstone fortsetzen.
Felipe Massa rollte kurz vor Schluss mit einem technischen Defekt aus Zoom © xpb.cc
Nur zwei Tage nach seinem Sieg in Magny-Cours erzielte Felipe Massa heute beim Testauftakt in Silverstone Bestzeit. Der Ferrari-Pilot absolvierte 71 Runden, die schnellste davon in 1:20.188 Minuten. Damit hatte er 0,289 Sekunden Vorsprung auf Heikki Kovalainen und 0,807 auf Robert Kubica. Massa bestätigte damit das, was viele Experten prognostiziert haben: dass der F2008 auf den Kurs in Silverstone optimal zugeschnitten ist. Heute kamen obendrein auch noch neue aerodynamische und mechanische Komponenten zum Einsatz, außerdem wurden erste Setupvarianten für den britischen Grand Prix am 6. Juli getestet. Den einzigen Rückschlag setzte es etwa eine halbe Stunde vor Schluss, als Massa mit einem technischen Defekt ausrollte. Seitens Ferrari wurde nicht näher spezifiziert, was die Ursache dafür war. Massa wird das Testprogramm morgen fortsetzen, am Donnerstag soll dann Kimi Räikkönen übernehmen.
Felipe Massa fuhr Bestzeit, obwohl sein Arbeitstag frühzeitig beendet war Zoom © xpb.cc
Nur zwei Tage nach dem Grand Prix von Frankreich begannen heute im britischen Silverstone die Vorbereitungen auf den nächsten WM-Lauf am 6. Juli. Alle zehn Teams nutzten am ersten von insgesamt drei Tagen die Gelegenheit, auf jener Strecke zu testen, auf der in zwölf Tagen der Grand Prix stattfinden wird. Das Rennwochenende in Silverstone ist bereits ausverkauft, daher nutzten heute viele Fans die Gelegenheit, Formel-1-Autos auf der Insel in Action zu sehen. Außerdem spielte das Wetter mit: Am Vormittag war es sogar teilweise sonnig, ehe es später ein wenig zuzog und abkühlte. Regen tauchte aber den ganzen Tag nicht auf. Somit herrschten trotz einer leichten Brise Wind fast optimale Bedingungen, um diverse neue Teile auszuprobieren. Ferrari wieder mit BestzeitFür McLaren-Mercedes war am ersten Tag Heikki Kovalainen im Einsatz Zoom © xpb.cc Am schnellsten war Magny-Cours-Sieger Felipe Massa (71 Runden), der weiterhin auf Wolke sieben schwebt und seinen Ferrari zu einer Bestzeit von 1:20.188 Minuten peitschte. Damit war der neue WM-Leader trotz eines Defekts am Ende der Session um ein ganzes Stück schneller als seine Verfolger Heikki Kovalainen (McLaren-Mercedes/+ 0,289/90 Runden) und Robert Kubica (BMW Sauber F1 Team/+ 0,807/82 Runden) - ein gutes Zeichen für den Großbritannien-Grand-Prix. Den Aufwärtstrend bei Toyota bestätigte in Abwesenheit von Podiumsheld Jarno Trulli Testfahrer Kamui Kobayashi (82 Runden), denn obwohl der Japaner die Strecke noch nicht kannte und sich am Vormittag erst einmal einfahren musste, landete er mit 1,147 Sekunden Rückstand an der vierten Stelle. Der GP2-Pilot blieb zwischendurch ohne Vortrieb stehen und arbeitete am Setup und an der Aerodynamik seines TF108. Nico Rosberg (Williams-Toyota/+ 1,222/88 Runden) und Mark Webber (Red-Bull-Renault/+ 1,377/94 Runden) belegten die Positionen fünf und sechs, unmittelbar vor Nelson Piquet Jr. (+ 1,609/68 Runden). Der Renault-Pilot, der in Magny-Cours seine ersten beiden WM-Punkte geholt hat, erlitt am Nachmittag einen technischen Defekt und rollte bei Start und Ziel aus. Ihm blieb nichts anderes übrig als über die Boxenmauer zurück zu den Garagen zu klettern. VJM01 mit vielen VeränderungenVitantonio Liuzzi testete ein technisches Paket mit zahlreichen Neuerungen Zoom © xpb.cc Achter wurde Jenson Button (Honda/+ 1,893/90 Runden) - ohne optisch auffällige Neuerungen an seinem RA108. Dafür packte Force-India-Ferrari heute ein umfangreiches Update für den VJM01 aus, das Vitantonio Liuzzi einfahren durfte. Der Italiener spulte 108 Runden ab und hatte 2,062 Sekunden Rückstand auf Massa. Augenscheinlichste Änderung am von Mike Gascoyne weiterentwickelten Chassis sind neue Luftleitbleche im Frontbereich. Der Pechvogel des heutigen Tages war Sebastian Vettel, denn der Deutsche musste seinen Toro-Rosso-Ferrari mit technischen Problemen schon am Vormittag abstellen und konnte nicht mehr ins Geschehen eingreifen. Dadurch wurde er mit 3,665 Sekunden Rückstand Zehnter und Letzter - und er kam nicht über zehn Runden hinaus. Zumindest darf er aber morgen einen ganzen statt nur einen halben Tag testen.
Kimi Räikkönen liegt derzeit viel besser im WM-Rennen als vor einem Jahr Zoom © xpb.cc
Eigentlich hatte Kimi Räikkönen ein Riesenglück, dass er in Magny-Cours überhaupt über die Ziellinie fahren konnte, denn wegen eines gebrochenen Auspuffrohrs hing seine Ankunft über 36 von 70 Runden an einem seidenen Faden. Natürlich war er im ersten Moment enttäuscht, dass er bis zu 6,6 Sekunden Vorsprung auf Felipe Massa nicht in einen Sieg umwandeln konnte, aber zwei Tage später überwiegt die Freude über die acht glücklichen Punkte. "Ich weiß nicht, ob ich über das, was am Sonntagnachmittag im Frankreich-Grand-Prix passiert ist, desillusioniert oder froh sein soll", erklärte der Ferrari-Pilot nach seiner Ankunft in der Heimat. "Unmittelbar nach dem Rennen war ich wirklich enttäuscht, aber jetzt muss ich sagen, dass ich mit dem Resultat zufrieden bin - und nur das zählt." Denn gerade acht Punkte in solchen Rennen sind es, was manchmal Weltmeisterschaften entscheidet... Im Nachhinein überwiegt die Freude"Ich habe acht Punkte geholt, obwohl ich auch hätte ausfallen können." Kimi Räikkönen "Natürlich finde ich es schade, dass ich nicht gewonnen habe, obwohl es am Anfang so gut gelaufen ist, aber wir müssen die positiven Aspekte sehen", meinte er weiter. "Das Team hat einen fantastischen Job gemacht und ich habe acht Punkte geholt, obwohl ich auch hätte ausfallen können. Und ich bin jetzt näher an der Gesamtführung dran als nach Kanada. Es ist eine enge Saison mit vier Fahrern, die eng beisammen liegen." Mit fünf Punkten Rückstand auf Massa ist Räikkönen momentan WM-Dritter. Im Vorjahr war er zu diesem Zeitpunkt allerdings nur Gesamtvierter - und sein Rückstand betrug stattliche 22 Zähler auf Lewis Hamilton. Trotzdem ist es ihm damals noch gelungen, den Spieß umzudrehen. Daraus schöpft der 28-Jährige Zuversicht: "Es ist aber noch nicht mal die Hälfte der Saison vorbei und es gibt noch viele Punkte zu holen." "In den Freien Trainings", ließ er Magny-Cours noch einmal Revue passieren, "lief alles glatt. Ich hatte ein gutes Gefühl, fuhr auf Pole-Position und lag um vier Zehntel voran, als ich im zweiten Run in Q3 schneller unterwegs war und die Runde abbrach, um Benzin zu sparen. Es war die 200. Pole für Ferrari und ich bin wirklich stolz, dass ich Teil der Geschichte dieses tollen Teams sein darf, genau wie im Vorjahr in China, als ich den 200. Grand Prix für Ferrari gewonnen habe." Große Sorgen am Ende des Rennens"Ich sah auch gleich im Rückspiegel, dass ein Auspuffrohr flatterte und fehlte." Kimi Räikkönen Im Rennen am Sonntag lief alles gut, "aber gegen Halbzeit fiel mir ein Leistungsverlust auf und ich sah auch gleich im Rückspiegel, dass ein Auspuffrohr flatterte und fehlte. Von da an war ich wirklich besorgt, dass ich das Rennen nicht beenden würde. In den letzten Runden fühlte es sich so an, als würde das Auto stehen bleiben. Daher bin ich im Nachhinein wirklich froh über den zweiten Platz", teilte der Finne mit. "Ich muss zugeben, dass es noch nie besser war, eine Zielflagge zu sehen. Wir haben wieder einmal bewiesen, dass man nie aufgeben sollte", so Räikkönen, der den Grund für den Defekt übrigens auch noch nicht kennt: "Das Team weiß nicht, was passiert ist. Sie werden Tests unternehmen, aber es ist schwierig, eine Antwort zu finden, weil das Auspuffrohr weggeflogen ist und weil der Motor das halbe Rennen lang enormen Belastungen ausgesetzt war." Für das bevorstehende Rennen in Silverstone, auf das sich der Ferrari-Pilot am Donnerstag im Cockpit des F2008 vorbereiten wird, ist Räikkönen optimistisch. Allerdings muss er dort aller Voraussicht nach mit einem neuen Motor an den Start gehen. Strafe in Form einer Rückversetzung in der Startaufstellung erwartet ihn deswegen aber keine, denn der erste Motorwechsel des Jahres bleibt seit 2008 straffrei.
Will von einer Beteiligung an der Mosley-Affäre nichts wissen: Ecclestone Zoom © xpb.cc
Politisch gesehen ist die Formel 1 momentan in Aufruhr - von Concorde-Agreement über Piratenserie bis hin zu geheimnisvollen Machtkämpfen ist in den vergangenen Wochen so ziemlich alles passiert, was man sich irgendwie vorstellen kann. Sogar von MI5-Agentenfrauen war da die Rede und von nebulösen Verschwörungstheorien. Ausgelöst wurden all diese Diskussionen durch die Affäre um FIA-Präsident Max Mosley, die für ein weltweites Medienecho gesorgt hat. Mosley betonte von Anfang an, er sei in eine Falle getappt, die man ihm mutwillig gestellt habe, aber seine Nachforschungen nach den Drahtziehern ergaben bisher keine Ergebnisse. Daher wurde im Paddock sogar schon spekuliert, Bernie Ecclestone könnte eine solche Verschwörungsaktion gutgeheißen haben. Zumindest in der Theorie würde das sogar Sinn machen, denn Mosley ist derjenige, der im Machtkampf hinter den Kulissen mehr Geld für die Teams fordert - aus dem Einnahmentopf, der von Ecclestone und seinen Partnern von CVC verwaltet wird. Sollten Mosleys Forderungen nicht umgesetzt werden, dann will die FIA ihren Sanktus für das neue Concorde-Agreement verweigern, das sich Ecclestone und CVC im Sinne der Stabilität ihres Investments so sehr wünschen. Aber Ecclestone bestreitet, an einer etwaigen Verschwörung gegen Mosley beteiligt gewesen zu sein: "Ich hatte damit in keinster Weise etwas zu tun", erklärte er seiner Haus- und Hofzeitung, der Londoner 'Times'. "Zweitens ist so etwas nicht mein Stil - so würde ich nicht operieren. Drittens würde ich niemals Max zerstören wollen. Das zu glauben, ist ein schöner Haufen Unsinn, ganz ehrlich. Das stimmt einfach nicht."
Das britische Fahrertrio um Lewis Hamilton zieht die Massen nach Silverstone Zoom © Silverstone
Zum ersten Mal in seiner Geschichte ist der bevorstehende Grand Prix von Großbritannien ausverkauft: Nachdem schon vor Wochen vermeldet werden konnte, dass es für Sonntag keine Tickets mehr gibt, steht nun fest, dass die Kontingente auch für Freitag und Samstag bereits ausgeschöpft sind. Das bedeutet, dass für Sonntag 90.000 Zuschauer erwartet werden, für Samstag 85.000 und für Freitag 65.000. "Die Nachfrage war unglaublich", erklärte Streckenchef Richard Phillips. "Wir werden an allen drei Tagen unsere Kapazitäten voll ausschöpfen und erwarten 240.000 Fans. Die Atmosphäre wird erstaunlich." In Silverstone wurden seit dem Vorjahr etwas mehr Zuschauerplätze geschaffen, indem zusätzliche Tribünensitze und Terrassen geschaffen wurden. Außerdem herrscht für Freitag freie Platzwahl, was erklärt, dass an den Trainingstagen wegen der Gefahr von Überbuchungen zwischen Wochenend- und Tageskarten weniger Zuschauer eingelassen werden können als am Renntag. All jene, die nach Silverstone fliegen wollten, aber zu spät dran waren, haben ab dem Montag nach dem 2008er-Rennen schon die Chance, unter silverstone.co.uk ihre Tickets für 2009 zu kaufen.
Die Zukunft von Nick Heidfeld im BMW Sauber F1 Team steht in den Sternen Zoom © xpb.cc
Nick Heidfeld hat von den bisherigen acht Qualifyings in dieser Saison noch kein einziges gegen Robert Kubica gewonnen, im Durchschnitt fehlten ihm 0,522 Sekunden auf seinen Kollegen im BMW Sauber F1 Team. Am knappsten war es in Malaysia (0,026 Sekunden), am deutlichsten in Kanada (1,135 Sekunden). "Wenn der Teamkollege im Qualifying die ganze Saison schneller ist, ist es klar, dass ein gewisser Druck aufkommt", analysierte Testfahrer Christian Klien am vergangenen Wochenende. "Nick meistert das aber recht gut. Er hat - auch von den Medien - viel Druck, aber er versucht, sich bei den Meetings und im Auto auf das Wesentliche zu konzentrieren. Er hat sicherlich das Autofahren nicht verlernt und ich bin mir sicher, dass er das wieder in den Griff bekommen wird." Unterstützung erhält Heidfeld zumindest im Moment auch noch von BMW Motorsport Direktor Mario Theissen, der am Samstag in Magny-Cours klarstellte, dass es "derzeit kein Thema" sei, "Quick Nick" während der Saison gegen einen anderen Piloten auszutauschen - letztendlich auch mangels Alternativen, wenn man den Fahrermarkt genauer unter die Lupe nimmt. Wie es allerdings für nächstes Jahr aussieht, ist noch völlig unklar. "Wir werden uns im Sommer festlegen, vermutlich in der zweiten August-Hälfte. Aber es kann auch früher oder später passieren", kündigte Theissen an. Heidfeld hat angeblich einen Vertrag bis Ende 2009, aber wer Theissen kennt, der weiß, dass es sicher Möglichkeiten gibt, aus diesem frühzeitig auszusteigen. Und selbst wenn dies nicht der Fall sein sollte: Jacques Villeneuve weiß, dass Verträge oft nicht einmal das Papier wert sind, auf dem sie geschrieben stehen... Heidfeld müsse sich jedenfalls in den nächsten Wochen steigern, speziell im Qualifying: "Die Situation ist natürlich nicht einfach, denn er muss versuchen, auf dem gleichen Niveau wie Robert zu fahren. Robert gelingt es, das Auto perfekt abzustimmen, und er ist in jeder Situation schnell. Nick muss speziell das Thema Aufwärmen der Reifen in den Griff bekommen. Wir haben ihm sehr viel Unterstützung gegeben in den vergangenen Wochen", so der BMW Motorsport Direktor.
Pat Symonds ist mit dem Abschneiden in Magny-Cours nicht zufrieden Zoom © xpb.cc
Zum ersten Mal in dieser Saison hat Renault beim Heimrennen in Magny-Cours am vergangenen Sonntag beide Autos in die Punkteränge gebracht, allerdings nur auf den Positionen sieben (Nelson Piquet Jr.) und acht (Fernando Alonso). Nach dem starken Qualifying, in dem es mit einem Auto für die zweite Startreihe gereicht hatte, war das eine herbe Enttäuschung. Alonso fiel schon am Start um zwei Positionen zurück und kam in der 15. Runde als Erster zu einem regulären Boxenstopp herein. Durch diese Strategie wurde er immer weiter nach hinten durchgereicht. Seine Pace war im Rennen jedenfalls nicht mehr so berauschend: 1,011 Sekunden Rückstand auf die schnellste Runde bedeuteten in dieser Wertung den achten Platz. Im Nachhinein betrachtet war das Qualifying also doch eine Vorstandszeit. "Aus irgendeinem Grund", erklärte Chefingenieur Pat Symonds, "hatten wir einen sehr schlechten ersten Stint. Wir haben die Pace von Trulli unterschätzt, auch wenn wir seine Pace in den letzten beiden Stints auch benzinkorrigiert mitgehen konnten. Zu dem Zeitpunkt waren wir aber auf einer anderen Strategie, die nicht optimal war. Der erste Stint hat uns gekillt, aber wir wissen nicht warum. Wir hatten einfach nicht genug Grip." Weil Toyota und Red Bull in Magny-Cours schneller waren als Renault, fiel Symonds' Fazit in Summe nicht positiv aus: "Wir sind nicht glücklich", gab der Brite zu Protokoll. "Zwei Autos in den Punkten zu haben, ist gut, aber wir spüren, dass da noch mehr geht. Wir sagen schon seit einiger Zeit, dass das Auto besser geworden ist, aber wir sehen nicht sein volles Potenzial. Das war auch in Frankreich so. Auch wenn wir zwei Autos in den Punkten hatten, sind wir zu mehr in der Lage." Und Symonds fügte seufzend an: "Solange das Auto nicht schneller ist, wird unser Leben nicht einfach." Für Silverstone soll allerdings noch einmal ein großes Update für den R28 kommen. Schlägt dieses nicht voll ein, dann sollen die Ressourcen voll auf 2009 umgelenkt werden - so wünscht es sich zumindest Alonso. Die nächsten Wochen haben für Renault also durchaus Entscheidungscharakter...
Jarno Trulli fuhr in Magny-Cours mit einer starken Leistung auf das Podium Zoom © xpb.cc
812 Tage musste das Toyota-Team warten, ehe es am vergangenen Wochenende in Magny-Cours dank Jarno Trulli erstmals seit Ralf Schumacher in Melbourne 2006 wieder einen Podestplatz bejubeln durfte. Diese könnte Gold wert sein, was die Moral der Belegschaft vor Ort und in der Fabrik in Köln angeht. Toyota verfügt mit geschätzten 400 Millionen Euro zwar über einen der höchsten Jahresetats aller Formel-1-Teams, doch in Erfolge umgemünzt werden konnte dieser nur selten. So ist es auch kein Wunder, dass die Motivation in den vergangenen Jahren ein wenig gelitten hat - vor allem durch den Absturz von 88 auf 13 WM-Punkte zwischen 2005 und 2007. Trullis Galavorstellung von Magny-Cours kam genau zum richtigen Zeitpunkt: "Für das ganze Team ist es sehr gut, dass die Mühen einmal belohnt werden", erklärte Technikchef Pascal Vasselon gegenüber 'autosport.com'. "Wenn alle Teams hart arbeiten, dann stachelt einen so ein Resultat dazu an, noch härter zu arbeiten, weil man sich nicht mehr so müde fühlt. Man spürt den Stress nicht mehr und durch die Umstände packen die Mitarbeiter noch härter an." In Köln hofft man nun natürlich, dass der dritte Platz eine Initialzündung sein könnte, denn die aerodynamischen Änderungen, die das Team in den vergangenen Wochen erarbeitet hat, schienen zumindest in Magny-Cours optimal zu funktionieren. Dass es in derselben Tonart weitergehen wird, gilt als unwahrscheinlich, doch die Tendenz zeigt insgesamt klar nach oben.
Max Mosley wurde am 3. Juni in Paris im Amt des FIA-Präsidenten bestätigt Zoom © xpb.cc
Dass Max Mosley bei der Vertrauensabstimmung der FIA-Generalversammlung am 3. Juni als Präsident des Automobilweltverbandes bestätigt wurde, kam für viele überraschend. Insidern war allerdings von Anfang an klar, dass dieser Sieg über die Stimmen der kleinen Verbände errungen wurde - und dank eines Mannes, wie sich jetzt herausgestellt hat: Mohammad bin Sulayem. Mosley hatte in Paris 103 Stimmen für und nur 55 gegen sich. Bin Sulayem hat mit seiner Überzeugungsarbeit 41 Delegierte auf die Seite des umstrittenen FIA-Präsidenten gezogen und war damit einer der wichtigsten Drahtzieher hinter dem Ausgang der Vertrauensabstimmung. Der Verbandspräsident der Vereinigten Arabischen Emirate bestreitet dies gar nicht: "Ja, das stimmt. Ich habe ihm so viele Stimmen beschafft. Ich habe den Unterschied ausgemacht." Der 46-Jährige kann außerdem nicht nachvollziehen, warum einige der größeren Automobilverbände wie etwa der deutsche ADAC oder die amerikanische AAA immer noch Stimmung gegen Mosley machen, obwohl der längst in seinem Amt bestätigt wurde. Laut bin Sulayem sollte man die Affäre nun auf sich beruhen lassen, das demokratisch erzielte Abstimmungsergebnis akzeptieren und wieder zum Tagesgeschäft zurückkehren. "Die Vertrauensabstimmung war ein demokratischer Prozess. Jetzt, wo er bestätigt wurde, wäre es unfair, seine Zukunft als FIA-Präsident in Frage zu stellen. Die Länder, die sich als Fahnenträger der Demokratie ausgeben, scheinen genau das Gegenteil zu tun. Wenn mich jemand davon überzeugen kann, dass er dem Motorsport geschadet hat, dann haben wir einen Fall - aber nicht wegen seiner persönlichen und privaten Angelegenheiten", so bin Sulayem.
Quelle: motorsport-total.com
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| Formel 1 » Motorwechsel: Räikkönen verbraucht den Joker |
Motorwechsel: Räikkönen verbraucht den Joker
24.06.2008 - 09:19
Jarno Trulli strahlte in Magny-Cours nach seinem erkämpften dritten Rang Zoom © xpb.cc
Frage: "Herzlichen Glückwunsch zum dritten Platz; wie war es, wieder auf dem Podium zu stehen?" Jarno Trulli: "Es ist einfach ein fantastisches Gefühl und es war eine großartige Belohnung für alle Mitarbeiter des Teams, ein so perfektes Wochenende zu haben. Ich weiß, wie hart in Köln alle daran arbeiten, das Auto zu verbessern, und meine Ingenieure und Mechaniker haben in Magny-Cours ein Maximum an Leistung gebracht. Es war toll, diesen Moment auf dem Podium mit ihnen zu teilen und danach die Zufriedenheit in der Garage zu sehen. Dies gibt uns enormen Auftrieb für die zweite Hälfte der Saison." Frage: "Hattest du erwartet, um das Podium kämpfen zu können?" Trulli: "Zu Beginn des Wochenendes habe ich nicht erwartet, dass ich um den dritten Platz kämpfen würde, soviel ist sicher. Wir hatten aber einige neue Aeroteile am Auto, von denen wir eine Verbesserung erwarteten, und im Laufe des Wochenendes bekam ich zunehmend das Gefühl, dass wir ziemlich gut dastanden. Der vierte Platz im Qualifying war ein tolles Ergebnis und danach hatte ich den Eindruck, dass wir eine sehr gute Chance auf einen Platz unter den ersten Sechs hatten und, falls alles gut lief, vielleicht auch das Podium ins Auge fassen konnten. Ich war wirklich heiß auf das Rennen, weil ich glaubte, dass ein fantastisches Resultat möglich war, und bin natürlich glücklich, dass alles so gut geklappt hat." Frage: "War es ein schweres Rennen für dich?" Trulli: "Ich habe mich das ganze Rennen hindurch maximal reingehängt und wirklich hart gefightet, wie ich das immer tue. Es war nicht einfach, aber als ich beim Start an Fernando vorbeikam, wusste ich, dass wir eine Chance hatten. Ich habe daher nie aufgegeben und jede Runde voll Druck gemacht. Ich musste stark sein, um mich vorne halten zu können, weil wir gegen Autos zu kämpfen hatten, die etwas schneller waren als unseres. Das Rennen war schwer, ich war aber fest entschlossen, ein tolles Resultat zu holen - ganz besonders in diesem Rennen, nach dem, was mit Ove Andersson passiert ist. Wir wollten den Erfolg als Tribut an ihn, weil er so viel für das Team getan hat. Leider konnte er dieses tolle Resultat nicht miterleben, es war aber fantastisch, ihm meinen dritten Platz widmen zu können." Frage: "Wie waren die letzten Runden für dich?" : "Gegen Ende des Rennens war es sehr aufregend, als ich mit Heikki kämpfen musste. Es regnete etwas und unter diesen Bedingungen ist es schwieriger, vorne liegen, weil man nicht genau weiß, was einen in den einzelnen Kurven erwartet. Es ist einfacher, dem Vordermann zu folgen. Heikki fuhr also sehr dicht an mich heran und setzte mich stark unter Druck. Ich war aber entschlossen, meine Position nicht zu verlieren. Zwei Runden vor Schluss zog er neben mich, ich blieb aber stark und gab nicht auf. Es war knapp, ich habe aber hart gefightet und meinen Platz gehalten." Frage: "Kannst du den Vorfall näher beschreiben?" Trulli: "Er zog neben mich und ich nahm die Innenlinie, wodurch wir Rad an Rad lagen. Ich wollte diese Position auf keinen Fall verlieren, das Podium war ja praktisch schon in Sicht. Wir haben uns nicht berührt, weil ich ihm gerade noch genug Raum gelassen habe. Es war wie ein Gokart-Rennen. Ich hatte nicht erwartet, in der Formel 1 einmal die Gelegenheit zu haben, so zu fahren! Es war ein Kampf, der Spaß gemacht hat, besonders für mich, weil ich mich ja behaupten konnte. Ich würde mich freuen, in jedem Rennen auf diese Weise um das Podium kämpfen zu können!" Frage: "Wie haben sich die Dinge seit dem letzten Jahr verändert?" Trulli: "Dieses Jahr sind wir viel konkurrenzfähiger; das Auto wirkt ausgewogener und ich kann mehr Druck machen, weil es sich sehr gut fahren lässt. Das Auto ist ganz einfach schneller als im letzten Jahr und das bedeutet, dass wir konkurrenzfähiger sind. Wir haben bereits erheblich mehr Punkte gesammelt als im ganzen Jahr 2007. Das zeigt, dass wir besser geworden sind, und ist der harten Arbeit aller Mitarbeiter des Teams zu verdanken. Wir wissen, dass wir noch etwas hinter den schnellsten Wagen zurückliegen, aber wir haben gezeigt, dass wir in manchen Rennen mit McLaren und BMW mithalten können. Wir möchten dazu häufiger in der Lage sein, weswegen wir das Auto weiter verbessern müssen. Ich bin mir aber sicher, dass wir in die richtige Richtung gehen."
Frage: "Und was meinst du, wie du dieses Jahr gefahren bist?" Trulli: "Ich glaube, ich fahre besser den je. Ich habe Erfahrung und ich glaube, ich werde jedes Jahr besser, weil man aus Fehlern oder Erfahrungen stets etwas lernt. Mit einem konkurrenzfähigen Auto kann ich vorne mitkämpfen, da bin ich mir sicher. In Frankreich hat man gesehen, wie entschlossen und nüchtern ich bin; ich habe bis zum Ende gekämpft und das hat mir wirklich Spaß gemacht."
In Abu Dhabi findet 2009 das Saisonfinale der Formel 1 statt Zoom © xpb.cc
Das Formel-1-Feld erwartet im Jahr 2009 eine lange Saison. Am 16. März wird das Formel-1-Jahr traditionell in Melbourne starten, das Ende folgte dann erst am 15. November in Abu Dhabi, der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate. Alle Rennen der Saison 2008 finden auch 2009 statt - neu hinzu kommt lediglich das Stadtrennen in Abu Dhabi. Dennoch gibt es einige Veränderungen: Der Türkei-Grand-Prix rutscht vom Mai in den August und das Rennen in Silverstone wird vor dem Frankreich-Grand-Prix über die Bühne gehen - bisher war dies umgedreht. Im ersten Entwurf fehlt zudem Indianapolis. Dort gab es zuletzt wieder Hinweise darauf, dass man die Formel 1 zurückwolle - so man denn einen finanziellen Partner finde. Da die Saison mit 19 Rennen ohnehin schon recht voll ist, ist eine Rückkehr nun so gut wie ausgeschlossen. Eine Unklarheit betrifft auch den Deutschland-Grand-Prix. Nach Hockenheim in diesem Jahr ist 2009 wieder der Nürburgring an der Reihe, doch es bleibt abzuwarten, ob das Rennen auch als Großer Preis von Deutschland ausgetragen werden wird. Schon 2007 fand das Rennen als Grand Prix von Europa statt, da die Namensrechte beim Hockenheimveranstalter AvD liegen. Der Europa-Grand-Prix ist nun jedoch in Valencia, sodass hier weitere Entwicklungen abgewartet werden müssen.
Die FIA möchte die Formel 1 zusammen mit dem Teams umgestalten Zoom © xpb.cc
Der Machtkampf in der Formel 1 geht in eine weitere Runde. Nachdem die Unterzeichnung eines neuen Concorde Agreements zwischen Teams, Ausrichtern und der FIA immer mehr ins Hintertreffen geriet, kristallisierte sich heraus, dass dies vor allem an der künftigen Machtverteilung in der Formel 1 liegt. Die FIA fürchtet, durch den neuen Entwurf an Einfluss zu verlieren und nur noch für die sportlichen Aspekte verantwortlich zu sein. Umso spannender wurden die Ergebnisse der heutigen Sitzung des World Councils erwartet. Und einige Überraschungen finden sich auch in der Erklärung der FIA. So möchte die oberste Sportbehörde mit den Formel-1-Teams weitreichende Gespräche darüber führen, wir die Effizienz der Formel 1 verbessert werden kann. Explizit eingeschlossen darin sind auch "neue technische Regularien für die Meisterschaft". Keine massiv höheren Gebühren für die Teams"Dies beinhaltet auch eine Bewertung der Führung der Formel 1", heißt es in der Pressemitteilung weiter. Die FIA möchte sich dem Kampf um die Macht also stellen und sich vor allem die Zustimmung der Teams sichern. Aus den geplanten höheren Nenngebühren wurde somit nichts - denn die Teams zunächst stärker zu belasten und dann ihre Zustimmung im Machtkampf zu bekommen, erschien wohl aussichtslos. Die Teams müssen für 2009 eine Nenngebühr von 309.000 Euro zahlen - das sind lediglich drei Prozent mehr als in dieser Saison, die mit der Inflation erklärt wurden. Jedoch: Man setzt den Teams gleichzeitig die Pistole auf die Brust und möchte eine drohende "Piratenserie" schnell wieder in der Versenkung verschwinden lassen. Die Einschreibeperiode für die Saison 2009 wurde massiv nach vorn verlegt. Vom 1. bis zum 31. Juli 2008 müssen die Teams die Unterlagen zur Meldung anfordern. Über zusätzliche Gebühren, die einer erweiterten Sicherheit an der Strecke zugute kommen soll, wird zu einem späteren Punkt aber noch einmal verhandelt - jedoch unter Einbeziehung der betroffenen Teams. Formel-2-Meisterschaft schon ab 2009?Eine weitere Entscheidung, die zumindest indirekt die Formel 1 näher an die FIA binden soll, ist die Einführung einer eignen Nachwuchsserie. Die GP2-Serie, welche die Formel 3000 ablöste, ist ein Renault-Produkt. Schon für 2009 möchte die FIA jedoch etwas Eignes anbieten wollen. "Die FIA wird eine neue Nachwuchsserie für die Formel 1 ausschreiben", heißt es. "Diese Meisterschaft, genannt Formel 2, würde 2009 beginnen und als preiswerte Plattform fungieren, um Fahrertalente für die Formel 1 zu entwickeln. Es wird erwartet, dass dies mit einem Budget von circa 200.000 Euro pro Auto in einer Saison erreicht werden kann." Bis auf die Nenngebühren und die vorgezogene Einschreibung der Teams sind konkrete Entscheidungen nicht gefallen. Die angekündigten Gespräche mit den Teams für die Formel-1-Zukunft müssen noch anlaufen, ebenso der Aufbau der neuen Formel 2 - denn bis 1984 gab es diese Serie bereits, wurde dann von der Formel 3000 aber abgelöst.
Bruno Senna möchte sich zunächst auf die GP2-Meisterschaft konzentrieren Zoom © xpb.cc
Solange es aus München und Hinwil keine offizielle Bestätigung gibt, wer für das BMW Sauber F1 Team im Jahr 2009 fahren wird, solange werden die Spekulationen weitergehen. Nick Heidfeld habe angeblich einen Vertrag bis 2009, auf Robert Kubica besitze das Team zudem eine Option, die sicher gezogen wird, um den Kanada-Sieger zu halten. Doch: Nichts Genaues weiß man nicht. Nun brachte 'Sport Bild online' eine bisher nicht erwähnte Variante ins Spiel: Bruno Senna, derzeit in der GP2 auf dem zweiten Gesamtrang, stehe in intensiven Verhandlungen mit BMW. Dessen Mentor in der Formel 1, Toro-Rosso-Teilhaber Gerhard Berger, habe sich in Magny-Cours erneut mit seinem Ex-Kollegen und BMW Motorsport Direktor Mario Theissen getroffen. Das Thema: Senna. "Ich helfe Bruno und seiner Familie, die sich um seine Karriere kümmert, so gut es geht. Seine Entwicklung zeigt deutlich nach oben", so Berger gegenüber der 'Sport Bild'. Wie genau es aber weitergeht, steht aber in den Sternen. Jedoch berichtet 'Sport Bild online', dass nicht nur ein Testposten in Aussicht steht - sondern auch ein Stammcockpit. Für Senna selbst liegt der Fokus aber weiter auf der GP2-Serie. Zusammen mit dem iSport-Team möchte er in der Nachwuchsserie erfolgreich sein. "Dann kann ich ein bisschen mehr träumen", so der 24-Jährige.
Lewis Hamilton muss erkennen, dass die Erwartungen an ihn ansteigen Zoom © xpb.cc
Die Souveränität, die Lewis Hamilton während seiner ersten Formel-1-Saison 2007 ausstrahlte, überraschte alle. Und auch wenn er Fehler machte, man stand es ihm zu - es war ja sein Lehrjahr. Nun, in seiner zweiten Saison, wird der Druck auf den Engländer immer größer. Die Medien zeigen immer weniger Verständnis für Fehler - auch wenn er gerade einmal 25 Grands Prix gefahren hat - und immer häufiger ist sein Privatleben Mittelpunkt der Berichterstattung. Nach Monaco und dem dortigen Sieg war er noch der gefeierte Held. Doch in Kanada übersah er die rote Ampel an der Ausfahrt der Boxengasse und knallte Kimi Räikkönen ins Heck. Strafversetzt um zehn Plätze und im Rennen auch noch mit einer Durchfahrtsstrafe belegt sah er in Magny-Cours dann zwar wieder die Zielflagge - jedoch außerhalb der Punkte. In der WM liegt er nun 10 Punkte hinter der Spitze. Mit den "Randerscheinungen" neben der Piste droht Hamiltons Stern blasser zu werden, doch Hondas Teamchef Ross Brawn kennt solche Situationen und auch eine einfache Lösung dafür: Er müsse sich auf das Wesentliche konzentrieren - das Fahren. Auch Michael Schumacher habe zu Beginn seiner Formel-1-Karriere eine solche Phase durchlaufen müssen. Konzentration auf das Fahren"Das Fahren ist es, das ihn durch alles hindurchbringen wird", so Brawn. "Er muss sich auf das Fahren konzentrieren, dann wird alles andere sich selbst regeln." Auch der Honda-Teamchef erinnerte dabei daran, dass Hamilton eben keine jahrelange Erfahrung in der Formel 1 nachweisen kann. "Wir tendieren dazu zu vergessen, wie jung er noch ist und wie viele neue Erfahrungen auf ihn einprasseln", erklärte er der 'BBC'. "Ich hatte das Glück, mit Michael Schumacher zu arbeiten, als er durch diese Lernphase ging - und da war es nicht anders", fuhr er fort. "Die Aufmerksamkeit, die diesen Jungs zuteil wird, bedeutet einen irren Druck. Und dabei kann ihnen niemand wirklich helfen." Sie müssten diese Phase selbst durchstehen und daraus lernen. "Es kann ihnen niemand sagen, was die tun sollten. Sie müssen es damit auf die harte Tour lernen - selbstständig", so Brawn weiter. Dazu gehöre dann auch, dass es mit dem WM-Titel auch 2008 nichts werden könnte, zudem Ferrari auch noch "sehr stark" aussehe. "Lewis ist in der Lage, Weltmeister zu werden. Es ist nur die Frage, wie gut das Auto ist und wie der Würfel fällt."
Heikki Kovalainen möchte sich einfach in Ruhe weiter nach vorn arbeiten Zoom © xpb.cc
So richtig schlecht verlief die Saison von Heikki Kovalainen nicht. Aus dem Vorjahr bei Renault weiß er noch, wie schlecht ein Jahr beginnen kann. Dennoch: Bisher konnte er bei McLaren-Mercedes nur einen Podestplatz einfahren, in der WM liegt er noch hinter Nick Heidfeld auch Rang sechs und hat nur knapp halb so viele Punkte wie Teamkollege Lewis Hamilton. Aus der Ruhe bringen lässt sich der Finne aber nicht. Er warte nur auf ein problemloses Wochenende, dann könne auch er weitere Schritte nach vorn machen. "Ich glaube nicht, dass durch die Probleme meine Zuversicht gelitten hat", erklärte Kovalainen gegenüber 'autosport.com'. "Ich hatte ein paar schwierige Rennen. Aber insgesamt hatte ich auch starke Leistungen im Qualifying, doch dann hatte ich technische Probleme oder den Crash in Barcelona." Und wenn das Rennen einmal gut laufe - wie jüngst in Magny-Cours -, dann sei bereits im Qualifying etwas daneben gegangen - ebenfalls wie in Magny-Cours durch die Strafversetzung auf Rang 10. Die Stimmung beeinflusse das aber kaum. "Natürlich möchten alle im Team gute Ergebnisse haben und wir können auch versuchen, uns zu verbessern, am Wochenende alles zusammen zu bekommen und bessere Ergebnisse zu holen." Ein weiterer Strafenhagel auf McLaren-Mercedes stünde diesen Vorhaben aber im Weg, doch Kovalainen möchte von einer ungerechten Behandlung nichts wissen. "Wir sollten da nicht so viel hineininterpretieren", erklärte er. "Wir müssen sicherstellen, dass wir keine Fehler mehr machen - dann wird es auch keine Strafen mehr geben. Ich glaube nicht, dass es für McLaren mehr Strafen gibt als für andere." Vor allem vor dem Team-Heimspiel in Silverstone sei es nun wichtig, sich wieder auf das Wesentliche zu konzentrieren. "Ich bin mit dem Auto ganz zufrieden", erklärte er. "Beim Testen ist es aber schwierig zu sagen, was die anderen machen. Und Ferrari wird natürlich wieder stark sein."
Kimi Räikkönen schob sich wieder näher an die F1Total-Champ-Spitze heran Zoom © xpb.cc
Im Grand Prix von Frankreich hatte Kimi Räikkönen großes Glück, dass der gebrochene Auspuff seines Ferrari F2008 nicht zu einem Ausfall führte. Teamkollege Felipe Massa ging an ihm vorbei und gewann das Rennen sicher, Räikkönen schleppte seinen weidwunden Ferrari aber noch auf Rang zwei. Bei den 'Motorsport-Total.com'-Lesern wurde der Finne dennoch belohnt: Er sicherte sich 10 Punkte im 'F1Total Champ'. Mit einer Durchschnittsbewertung von 8,94 Punkten gewann Räikkönen die Frankreich-Wertung. Nur knapp dahinter (8,42) klassierte sich Jarno Trulli, der in Magny-Cours für Toyota auf das Siegerpodest fuhr. Felipe Massa wurde Dritter (7,45) vor Heikki Kovalainen (6,80). Auch Nelson Piquet Jr. Fahrt zu Rang acht wurde belohnt: 5,97 und Rang fünf im 'F1Total Champ'. Auf den letzten drei Plätzen, die Zähler in der Gesamtwertung des 'F1Total Champs' geben, landeten Robert Kubica (5,39), Mark Webber (5,23) und Sebastian Vettel (4,83). Fernando Alonso (4,77) ging damit ebenso punktelos aus wie Timo Glock (4,75) und Nick Heidfeld (3,07). Am Ende des Feldes fand sich Jenson Button mit nur 1,81 Punkten wieder. In der Gesamtwertung geht es nach dem Frankreich-Rennen sehr knapp zu. Kubica liegt mit 49 Punkten noch in Front, jedoch nur noch mit einem Punkte Vorsprung auf Räikkönen. Massa folgt mit 38 Punkten auf Rang drei vor Lews Hamilton (26) und Heikki Kovalainen (26). Bester Deutscher ist weiterhin Nick Heidfeld (23). Bei den Teams konnte sich Ferrari mit 86 Zählern etwas vom BMW Sauber F1 Team (72) absetzen. McLaren-Mercedes folgt mit größerem Abstand und 52 Punkten auf Rang drei. Toyota (23) hat Red Bull Racing (22) nun überholt. Wenn Sie auch beim F1Total Champ 2008 mitbestimmen wollen, dann melden Sie sich einfach unter diesem Link an
Gian Carlo Minardi erwartet, dass Lewis Hamilton weiter dazulerne Zoom © xpb.cc
In der Formel 1 ist Gian Carlo Minardi nur noch selten zu sehen, doch als langjähriger Teamchef und -besitzer bleibt man natürlich auf dem Laufenden. Auch den Italiener fasziniert der Kampf an der WM-Spitze und er gehört dabei zu denen, die an Lewis Hamilton - nun schon mit zehn Punkten Rückstand auf die Spitze - Kritik üben. "Meiner Meinung nach sind vier Fahrer besser als Hamilton", erklärte er. Zu diesen gehöre zum Beispiel "Robert Kubica, der seit dem ersten Rennen keine Fehler macht und nur im ersten Rennen nach der Kollision mit Kazuki Nakajima keine Punkte einfuhr. Ohne diesen Zwischenfall würde er heute die WM anführen." Auch einen seiner Ex-Schützlinge schätzt er momentan höher an: Fernando Alonso. Zwar erlebte der Doppelweltmeister in Magny-Cours ein Rennen zum Vergessen, dennoch hebt ihn Minardi in den Himmel. "Auch wenn sein Material nicht so konkurrenzfähig ist, so kann er damit immer etwas anstellen", erklärte er. Und auch die Ferrari-Fahrer Kimi Räikkönen und Felipe Massa schätzt er als besser ein. Dennoch: Hamilton bleibt auch für Minardi ein heißer Titelkandidat. "Momentan macht er Fehler, weil er einfach unerfahren ist", erklärte er. "Er zeigt sogar Nervosität. Im Laufe der nächsten Grands Prix wird er sicher zeigen können, dass er in dieser Beziehung wächst."
Zwei Tage nach seinen ersten Punkten wieder im Einsatz: Nelson Piquet Jr. Zoom © xpb.cc
Zwei Tage nach seinen ersten Formel-1-WM-Punkten von Magny-Cours stieg Nelson Piquet Jr. heute in Silverstone wieder in den Renault, um die Vorbereitungen von Renault auf den britischen Grand Prix am 6. Juli in Angriff zu nehmen. Der Brasilianer blieb dabei nicht vor einigen kleinen Problemen verschont, rollte am Nachmittag sogar bei Start und Ziel aus und musste seinen R28 stehen lassen. "Die Streckenbedingungen waren anfangs ziemlich rutschig, aber als die Strecke sauberer wurde, war es in Ordnung", erklärte Piquet. "Wir verbrachten den Tag damit, am Setup zu arbeiten, was ganz gut lief. Am Ende war das Auto schon viel besser. Wir wurden ein paar Mal unterbrochen, daher konnten wir nicht so viel fahren, wie wir es gerne gehabt hätten, aber es ist eine gute Basis für morgen. Dann werden wir unser Programm fortsetzen." Testteamchef Christian Silk fügte an: "Wir haben viel Arbeit erledigt, auch wenn wir von ein paar Schwierigkeiten heimgesucht wurden. Dennoch konnten wir vieles in Angriff nehmen. Wir konzentrierten uns auf Basisarbeiten am Setup für den Grand Prix, Aerodynamiktests und Reifenevaluierungen. Das werden wir an den kommenden Tagen fortsetzen." Für das Protokoll: Piquet absolvierte 68 Runden und wurde mit 1,609 Sekunden Rückstand auf Spitzenreiter Felipe Massa Siebenter unter zehn Piloten.
Force India führte heute in Silverstone ein neues Aerodynamikpaket ein Zoom © xpb.cc
In Magny-Cours waren die Kräfte recht deutlich verteilt: Ferrari einsam an der Spitze, dann McLaren-Mercedes, dahinter das BMW Sauber F1 Team und das hart umkämpfte Mittelfeld - und abgeschlagen am Ende Force India. Daher ließen sich Mike Gascoyne und sein Technikerstab ein neues Aerodynamikpaket einfallen, das heute in Silverstone erstmals getestet wurde. Testfahrer Vitantonio Liuzzi legte damit stattliche 108 Runden zurück und wurde mit 2,062 Sekunden Rückstand Neunter unter zehn Piloten. Langsamer war nur noch Sebastian Vettel mit technischen Problemen im Toro Rosso. Liuzzis Fazit fiel dennoch positiv aus: "Zum Glück war es trocken, dadurch konnten wir konstant fahren. Die Jungs haben einen wirklich guten Job gemacht und das Auto lief zuverlässig", sagte er. "Die neuen Teile hatten einen positiven Einfluss auf das Auto. Wir legten viele Kilometer zurück, drehten einige schnelle Runden und die Balance fühlte sich besser an. Das neue Paket funktioniert bislang gut - und hoffentlich werden wir an den kommenden beiden Tagen auch an Speed zulegen", meinte er weiter. Giancarlo Fisichella und Adrian Sutil sollen morgen und am Donnerstag nämlich weitere Updates bekommen. Gascoyne fasste den Tag abschließend zusammen: "Das war nützlich. Wir testeten die erste Stufe unseres Aeroupdates mit einem neuen Frontflügel, einem neuen Bodywork und einem neuen Diffusor. Alles lief genau wie vorhergesagt. Tonio probierte außerdem ein neues Benzinsystem aus und wir begannen mit dem Setup für den Grand Prix. Für morgen und übermorgen planen wir den Einsatz weiterer neuer Komponenten."
Kamui Kobayashi war schneller als der Rest des umkämpften Mittelfeldes Zoom © xpb.cc
Manchmal liegen Tief- und Höhepunkte gerade in der Formel 1 ganz eng beisammen: Kurz nach dem Tod von Ex-Teamchef Ove Andersson gelang Jarno Trulli am vergangenen Wochenende in Magny-Cours der erste Podestplatz der laufenden Saison. Diesen Schwung will das japanische Team nun auch über die Silverstone-Tests in den britischen Grand Prix mitnehmen. "Nach dem tollen Resultat am Wochenende steht uns hier wieder eine stressige Testwoche bevor", erklärte Testteamchef Gerd Pfeiffer, für den heute Kamui Kobayashi im Einsatz war. "Kamui arbeitete zu Beginn an der Aerodynamik und am Setup. Er ist zum ersten Mal in Silverstone gefahren und brauchte ein paar Runs, um sich an die Strecke zu gewöhnen, aber danach arbeitete er sehr gut und er absolvierte alles, was wir geplant hatten." Der GP2-Junior von Toyota drehte insgesamt 82 Runden und war als Vierter schnellster Verfolger der drei Topteams. Auf Spitzenreiter Felipe Massa fehlten ihm 1,147 Sekunden. Angesichts der Tatsache, dass er zuvor nur eine Runde auf einem Roller in Silverstone gedreht hatte, war dies eine respektable Leistung. Erschwerend kam auch noch ein Motorendefekt hinzu. "Die Strecke macht Spaß, vor allem gefällt mir die schnelle Becketts-Kurve. Der letzte Sektor ist schwierig, vor allem die doppelte Haarnadel bei Luffield, wo es knifflig ist, die richtige Linie zu finden", bilanzierte Kobayashi. "Wir probierten verschiedene Setups und aerodynamische Konfigurationen aus. Wir haben das Programm komplett abgespult, also war es ein guter Tag." Morgen wird Trulli das Cockpit des Toyota TF108 übernehmen. Der Italiener soll die Vorbereitungen auf Silverstone fortsetzen.
Felipe Massa rollte kurz vor Schluss mit einem technischen Defekt aus Zoom © xpb.cc
Nur zwei Tage nach seinem Sieg in Magny-Cours erzielte Felipe Massa heute beim Testauftakt in Silverstone Bestzeit. Der Ferrari-Pilot absolvierte 71 Runden, die schnellste davon in 1:20.188 Minuten. Damit hatte er 0,289 Sekunden Vorsprung auf Heikki Kovalainen und 0,807 auf Robert Kubica. Massa bestätigte damit das, was viele Experten prognostiziert haben: dass der F2008 auf den Kurs in Silverstone optimal zugeschnitten ist. Heute kamen obendrein auch noch neue aerodynamische und mechanische Komponenten zum Einsatz, außerdem wurden erste Setupvarianten für den britischen Grand Prix am 6. Juli getestet. Den einzigen Rückschlag setzte es etwa eine halbe Stunde vor Schluss, als Massa mit einem technischen Defekt ausrollte. Seitens Ferrari wurde nicht näher spezifiziert, was die Ursache dafür war. Massa wird das Testprogramm morgen fortsetzen, am Donnerstag soll dann Kimi Räikkönen übernehmen.
Felipe Massa fuhr Bestzeit, obwohl sein Arbeitstag frühzeitig beendet war Zoom © xpb.cc
Nur zwei Tage nach dem Grand Prix von Frankreich begannen heute im britischen Silverstone die Vorbereitungen auf den nächsten WM-Lauf am 6. Juli. Alle zehn Teams nutzten am ersten von insgesamt drei Tagen die Gelegenheit, auf jener Strecke zu testen, auf der in zwölf Tagen der Grand Prix stattfinden wird. Das Rennwochenende in Silverstone ist bereits ausverkauft, daher nutzten heute viele Fans die Gelegenheit, Formel-1-Autos auf der Insel in Action zu sehen. Außerdem spielte das Wetter mit: Am Vormittag war es sogar teilweise sonnig, ehe es später ein wenig zuzog und abkühlte. Regen tauchte aber den ganzen Tag nicht auf. Somit herrschten trotz einer leichten Brise Wind fast optimale Bedingungen, um diverse neue Teile auszuprobieren. Ferrari wieder mit BestzeitFür McLaren-Mercedes war am ersten Tag Heikki Kovalainen im Einsatz Zoom © xpb.cc Am schnellsten war Magny-Cours-Sieger Felipe Massa (71 Runden), der weiterhin auf Wolke sieben schwebt und seinen Ferrari zu einer Bestzeit von 1:20.188 Minuten peitschte. Damit war der neue WM-Leader trotz eines Defekts am Ende der Session um ein ganzes Stück schneller als seine Verfolger Heikki Kovalainen (McLaren-Mercedes/+ 0,289/90 Runden) und Robert Kubica (BMW Sauber F1 Team/+ 0,807/82 Runden) - ein gutes Zeichen für den Großbritannien-Grand-Prix. Den Aufwärtstrend bei Toyota bestätigte in Abwesenheit von Podiumsheld Jarno Trulli Testfahrer Kamui Kobayashi (82 Runden), denn obwohl der Japaner die Strecke noch nicht kannte und sich am Vormittag erst einmal einfahren musste, landete er mit 1,147 Sekunden Rückstand an der vierten Stelle. Der GP2-Pilot blieb zwischendurch ohne Vortrieb stehen und arbeitete am Setup und an der Aerodynamik seines TF108. Nico Rosberg (Williams-Toyota/+ 1,222/88 Runden) und Mark Webber (Red-Bull-Renault/+ 1,377/94 Runden) belegten die Positionen fünf und sechs, unmittelbar vor Nelson Piquet Jr. (+ 1,609/68 Runden). Der Renault-Pilot, der in Magny-Cours seine ersten beiden WM-Punkte geholt hat, erlitt am Nachmittag einen technischen Defekt und rollte bei Start und Ziel aus. Ihm blieb nichts anderes übrig als über die Boxenmauer zurück zu den Garagen zu klettern. VJM01 mit vielen VeränderungenVitantonio Liuzzi testete ein technisches Paket mit zahlreichen Neuerungen Zoom © xpb.cc Achter wurde Jenson Button (Honda/+ 1,893/90 Runden) - ohne optisch auffällige Neuerungen an seinem RA108. Dafür packte Force-India-Ferrari heute ein umfangreiches Update für den VJM01 aus, das Vitantonio Liuzzi einfahren durfte. Der Italiener spulte 108 Runden ab und hatte 2,062 Sekunden Rückstand auf Massa. Augenscheinlichste Änderung am von Mike Gascoyne weiterentwickelten Chassis sind neue Luftleitbleche im Frontbereich. Der Pechvogel des heutigen Tages war Sebastian Vettel, denn der Deutsche musste seinen Toro-Rosso-Ferrari mit technischen Problemen schon am Vormittag abstellen und konnte nicht mehr ins Geschehen eingreifen. Dadurch wurde er mit 3,665 Sekunden Rückstand Zehnter und Letzter - und er kam nicht über zehn Runden hinaus. Zumindest darf er aber morgen einen ganzen statt nur einen halben Tag testen.
Kimi Räikkönen liegt derzeit viel besser im WM-Rennen als vor einem Jahr Zoom © xpb.cc
Eigentlich hatte Kimi Räikkönen ein Riesenglück, dass er in Magny-Cours überhaupt über die Ziellinie fahren konnte, denn wegen eines gebrochenen Auspuffrohrs hing seine Ankunft über 36 von 70 Runden an einem seidenen Faden. Natürlich war er im ersten Moment enttäuscht, dass er bis zu 6,6 Sekunden Vorsprung auf Felipe Massa nicht in einen Sieg umwandeln konnte, aber zwei Tage später überwiegt die Freude über die acht glücklichen Punkte. "Ich weiß nicht, ob ich über das, was am Sonntagnachmittag im Frankreich-Grand-Prix passiert ist, desillusioniert oder froh sein soll", erklärte der Ferrari-Pilot nach seiner Ankunft in der Heimat. "Unmittelbar nach dem Rennen war ich wirklich enttäuscht, aber jetzt muss ich sagen, dass ich mit dem Resultat zufrieden bin - und nur das zählt." Denn gerade acht Punkte in solchen Rennen sind es, was manchmal Weltmeisterschaften entscheidet... Im Nachhinein überwiegt die Freude"Ich habe acht Punkte geholt, obwohl ich auch hätte ausfallen können." Kimi Räikkönen "Natürlich finde ich es schade, dass ich nicht gewonnen habe, obwohl es am Anfang so gut gelaufen ist, aber wir müssen die positiven Aspekte sehen", meinte er weiter. "Das Team hat einen fantastischen Job gemacht und ich habe acht Punkte geholt, obwohl ich auch hätte ausfallen können. Und ich bin jetzt näher an der Gesamtführung dran als nach Kanada. Es ist eine enge Saison mit vier Fahrern, die eng beisammen liegen." Mit fünf Punkten Rückstand auf Massa ist Räikkönen momentan WM-Dritter. Im Vorjahr war er zu diesem Zeitpunkt allerdings nur Gesamtvierter - und sein Rückstand betrug stattliche 22 Zähler auf Lewis Hamilton. Trotzdem ist es ihm damals noch gelungen, den Spieß umzudrehen. Daraus schöpft der 28-Jährige Zuversicht: "Es ist aber noch nicht mal die Hälfte der Saison vorbei und es gibt noch viele Punkte zu holen." "In den Freien Trainings", ließ er Magny-Cours noch einmal Revue passieren, "lief alles glatt. Ich hatte ein gutes Gefühl, fuhr auf Pole-Position und lag um vier Zehntel voran, als ich im zweiten Run in Q3 schneller unterwegs war und die Runde abbrach, um Benzin zu sparen. Es war die 200. Pole für Ferrari und ich bin wirklich stolz, dass ich Teil der Geschichte dieses tollen Teams sein darf, genau wie im Vorjahr in China, als ich den 200. Grand Prix für Ferrari gewonnen habe." Große Sorgen am Ende des Rennens"Ich sah auch gleich im Rückspiegel, dass ein Auspuffrohr flatterte und fehlte." Kimi Räikkönen Im Rennen am Sonntag lief alles gut, "aber gegen Halbzeit fiel mir ein Leistungsverlust auf und ich sah auch gleich im Rückspiegel, dass ein Auspuffrohr flatterte und fehlte. Von da an war ich wirklich besorgt, dass ich das Rennen nicht beenden würde. In den letzten Runden fühlte es sich so an, als würde das Auto stehen bleiben. Daher bin ich im Nachhinein wirklich froh über den zweiten Platz", teilte der Finne mit. "Ich muss zugeben, dass es noch nie besser war, eine Zielflagge zu sehen. Wir haben wieder einmal bewiesen, dass man nie aufgeben sollte", so Räikkönen, der den Grund für den Defekt übrigens auch noch nicht kennt: "Das Team weiß nicht, was passiert ist. Sie werden Tests unternehmen, aber es ist schwierig, eine Antwort zu finden, weil das Auspuffrohr weggeflogen ist und weil der Motor das halbe Rennen lang enormen Belastungen ausgesetzt war." Für das bevorstehende Rennen in Silverstone, auf das sich der Ferrari-Pilot am Donnerstag im Cockpit des F2008 vorbereiten wird, ist Räikkönen optimistisch. Allerdings muss er dort aller Voraussicht nach mit einem neuen Motor an den Start gehen. Strafe in Form einer Rückversetzung in der Startaufstellung erwartet ihn deswegen aber keine, denn der erste Motorwechsel des Jahres bleibt seit 2008 straffrei.
Will von einer Beteiligung an der Mosley-Affäre nichts wissen: Ecclestone Zoom © xpb.cc
Politisch gesehen ist die Formel 1 momentan in Aufruhr - von Concorde-Agreement über Piratenserie bis hin zu geheimnisvollen Machtkämpfen ist in den vergangenen Wochen so ziemlich alles passiert, was man sich irgendwie vorstellen kann. Sogar von MI5-Agentenfrauen war da die Rede und von nebulösen Verschwörungstheorien. Ausgelöst wurden all diese Diskussionen durch die Affäre um FIA-Präsident Max Mosley, die für ein weltweites Medienecho gesorgt hat. Mosley betonte von Anfang an, er sei in eine Falle getappt, die man ihm mutwillig gestellt habe, aber seine Nachforschungen nach den Drahtziehern ergaben bisher keine Ergebnisse. Daher wurde im Paddock sogar schon spekuliert, Bernie Ecclestone könnte eine solche Verschwörungsaktion gutgeheißen haben. Zumindest in der Theorie würde das sogar Sinn machen, denn Mosley ist derjenige, der im Machtkampf hinter den Kulissen mehr Geld für die Teams fordert - aus dem Einnahmentopf, der von Ecclestone und seinen Partnern von CVC verwaltet wird. Sollten Mosleys Forderungen nicht umgesetzt werden, dann will die FIA ihren Sanktus für das neue Concorde-Agreement verweigern, das sich Ecclestone und CVC im Sinne der Stabilität ihres Investments so sehr wünschen. Aber Ecclestone bestreitet, an einer etwaigen Verschwörung gegen Mosley beteiligt gewesen zu sein: "Ich hatte damit in keinster Weise etwas zu tun", erklärte er seiner Haus- und Hofzeitung, der Londoner 'Times'. "Zweitens ist so etwas nicht mein Stil - so würde ich nicht operieren. Drittens würde ich niemals Max zerstören wollen. Das zu glauben, ist ein schöner Haufen Unsinn, ganz ehrlich. Das stimmt einfach nicht."
Das britische Fahrertrio um Lewis Hamilton zieht die Massen nach Silverstone Zoom © Silverstone
Zum ersten Mal in seiner Geschichte ist der bevorstehende Grand Prix von Großbritannien ausverkauft: Nachdem schon vor Wochen vermeldet werden konnte, dass es für Sonntag keine Tickets mehr gibt, steht nun fest, dass die Kontingente auch für Freitag und Samstag bereits ausgeschöpft sind. Das bedeutet, dass für Sonntag 90.000 Zuschauer erwartet werden, für Samstag 85.000 und für Freitag 65.000. "Die Nachfrage war unglaublich", erklärte Streckenchef Richard Phillips. "Wir werden an allen drei Tagen unsere Kapazitäten voll ausschöpfen und erwarten 240.000 Fans. Die Atmosphäre wird erstaunlich." In Silverstone wurden seit dem Vorjahr etwas mehr Zuschauerplätze geschaffen, indem zusätzliche Tribünensitze und Terrassen geschaffen wurden. Außerdem herrscht für Freitag freie Platzwahl, was erklärt, dass an den Trainingstagen wegen der Gefahr von Überbuchungen zwischen Wochenend- und Tageskarten weniger Zuschauer eingelassen werden können als am Renntag. All jene, die nach Silverstone fliegen wollten, aber zu spät dran waren, haben ab dem Montag nach dem 2008er-Rennen schon die Chance, unter silverstone.co.uk ihre Tickets für 2009 zu kaufen.
Die Zukunft von Nick Heidfeld im BMW Sauber F1 Team steht in den Sternen Zoom © xpb.cc
Nick Heidfeld hat von den bisherigen acht Qualifyings in dieser Saison noch kein einziges gegen Robert Kubica gewonnen, im Durchschnitt fehlten ihm 0,522 Sekunden auf seinen Kollegen im BMW Sauber F1 Team. Am knappsten war es in Malaysia (0,026 Sekunden), am deutlichsten in Kanada (1,135 Sekunden). "Wenn der Teamkollege im Qualifying die ganze Saison schneller ist, ist es klar, dass ein gewisser Druck aufkommt", analysierte Testfahrer Christian Klien am vergangenen Wochenende. "Nick meistert das aber recht gut. Er hat - auch von den Medien - viel Druck, aber er versucht, sich bei den Meetings und im Auto auf das Wesentliche zu konzentrieren. Er hat sicherlich das Autofahren nicht verlernt und ich bin mir sicher, dass er das wieder in den Griff bekommen wird." Unterstützung erhält Heidfeld zumindest im Moment auch noch von BMW Motorsport Direktor Mario Theissen, der am Samstag in Magny-Cours klarstellte, dass es "derzeit kein Thema" sei, "Quick Nick" während der Saison gegen einen anderen Piloten auszutauschen - letztendlich auch mangels Alternativen, wenn man den Fahrermarkt genauer unter die Lupe nimmt. Wie es allerdings für nächstes Jahr aussieht, ist noch völlig unklar. "Wir werden uns im Sommer festlegen, vermutlich in der zweiten August-Hälfte. Aber es kann auch früher oder später passieren", kündigte Theissen an. Heidfeld hat angeblich einen Vertrag bis Ende 2009, aber wer Theissen kennt, der weiß, dass es sicher Möglichkeiten gibt, aus diesem frühzeitig auszusteigen. Und selbst wenn dies nicht der Fall sein sollte: Jacques Villeneuve weiß, dass Verträge oft nicht einmal das Papier wert sind, auf dem sie geschrieben stehen... Heidfeld müsse sich jedenfalls in den nächsten Wochen steigern, speziell im Qualifying: "Die Situation ist natürlich nicht einfach, denn er muss versuchen, auf dem gleichen Niveau wie Robert zu fahren. Robert gelingt es, das Auto perfekt abzustimmen, und er ist in jeder Situation schnell. Nick muss speziell das Thema Aufwärmen der Reifen in den Griff bekommen. Wir haben ihm sehr viel Unterstützung gegeben in den vergangenen Wochen", so der BMW Motorsport Direktor.
Pat Symonds ist mit dem Abschneiden in Magny-Cours nicht zufrieden Zoom © xpb.cc
Zum ersten Mal in dieser Saison hat Renault beim Heimrennen in Magny-Cours am vergangenen Sonntag beide Autos in die Punkteränge gebracht, allerdings nur auf den Positionen sieben (Nelson Piquet Jr.) und acht (Fernando Alonso). Nach dem starken Qualifying, in dem es mit einem Auto für die zweite Startreihe gereicht hatte, war das eine herbe Enttäuschung. Alonso fiel schon am Start um zwei Positionen zurück und kam in der 15. Runde als Erster zu einem regulären Boxenstopp herein. Durch diese Strategie wurde er immer weiter nach hinten durchgereicht. Seine Pace war im Rennen jedenfalls nicht mehr so berauschend: 1,011 Sekunden Rückstand auf die schnellste Runde bedeuteten in dieser Wertung den achten Platz. Im Nachhinein betrachtet war das Qualifying also doch eine Vorstandszeit. "Aus irgendeinem Grund", erklärte Chefingenieur Pat Symonds, "hatten wir einen sehr schlechten ersten Stint. Wir haben die Pace von Trulli unterschätzt, auch wenn wir seine Pace in den letzten beiden Stints auch benzinkorrigiert mitgehen konnten. Zu dem Zeitpunkt waren wir aber auf einer anderen Strategie, die nicht optimal war. Der erste Stint hat uns gekillt, aber wir wissen nicht warum. Wir hatten einfach nicht genug Grip." Weil Toyota und Red Bull in Magny-Cours schneller waren als Renault, fiel Symonds' Fazit in Summe nicht positiv aus: "Wir sind nicht glücklich", gab der Brite zu Protokoll. "Zwei Autos in den Punkten zu haben, ist gut, aber wir spüren, dass da noch mehr geht. Wir sagen schon seit einiger Zeit, dass das Auto besser geworden ist, aber wir sehen nicht sein volles Potenzial. Das war auch in Frankreich so. Auch wenn wir zwei Autos in den Punkten hatten, sind wir zu mehr in der Lage." Und Symonds fügte seufzend an: "Solange das Auto nicht schneller ist, wird unser Leben nicht einfach." Für Silverstone soll allerdings noch einmal ein großes Update für den R28 kommen. Schlägt dieses nicht voll ein, dann sollen die Ressourcen voll auf 2009 umgelenkt werden - so wünscht es sich zumindest Alonso. Die nächsten Wochen haben für Renault also durchaus Entscheidungscharakter...
Jarno Trulli fuhr in Magny-Cours mit einer starken Leistung auf das Podium Zoom © xpb.cc
812 Tage musste das Toyota-Team warten, ehe es am vergangenen Wochenende in Magny-Cours dank Jarno Trulli erstmals seit Ralf Schumacher in Melbourne 2006 wieder einen Podestplatz bejubeln durfte. Diese könnte Gold wert sein, was die Moral der Belegschaft vor Ort und in der Fabrik in Köln angeht. Toyota verfügt mit geschätzten 400 Millionen Euro zwar über einen der höchsten Jahresetats aller Formel-1-Teams, doch in Erfolge umgemünzt werden konnte dieser nur selten. So ist es auch kein Wunder, dass die Motivation in den vergangenen Jahren ein wenig gelitten hat - vor allem durch den Absturz von 88 auf 13 WM-Punkte zwischen 2005 und 2007. Trullis Galavorstellung von Magny-Cours kam genau zum richtigen Zeitpunkt: "Für das ganze Team ist es sehr gut, dass die Mühen einmal belohnt werden", erklärte Technikchef Pascal Vasselon gegenüber 'autosport.com'. "Wenn alle Teams hart arbeiten, dann stachelt einen so ein Resultat dazu an, noch härter zu arbeiten, weil man sich nicht mehr so müde fühlt. Man spürt den Stress nicht mehr und durch die Umstände packen die Mitarbeiter noch härter an." In Köln hofft man nun natürlich, dass der dritte Platz eine Initialzündung sein könnte, denn die aerodynamischen Änderungen, die das Team in den vergangenen Wochen erarbeitet hat, schienen zumindest in Magny-Cours optimal zu funktionieren. Dass es in derselben Tonart weitergehen wird, gilt als unwahrscheinlich, doch die Tendenz zeigt insgesamt klar nach oben.
Max Mosley wurde am 3. Juni in Paris im Amt des FIA-Präsidenten bestätigt Zoom © xpb.cc
Dass Max Mosley bei der Vertrauensabstimmung der FIA-Generalversammlung am 3. Juni als Präsident des Automobilweltverbandes bestätigt wurde, kam für viele überraschend. Insidern war allerdings von Anfang an klar, dass dieser Sieg über die Stimmen der kleinen Verbände errungen wurde - und dank eines Mannes, wie sich jetzt herausgestellt hat: Mohammad bin Sulayem. Mosley hatte in Paris 103 Stimmen für und nur 55 gegen sich. Bin Sulayem hat mit seiner Überzeugungsarbeit 41 Delegierte auf die Seite des umstrittenen FIA-Präsidenten gezogen und war damit einer der wichtigsten Drahtzieher hinter dem Ausgang der Vertrauensabstimmung. Der Verbandspräsident der Vereinigten Arabischen Emirate bestreitet dies gar nicht: "Ja, das stimmt. Ich habe ihm so viele Stimmen beschafft. Ich habe den Unterschied ausgemacht." Der 46-Jährige kann außerdem nicht nachvollziehen, warum einige der größeren Automobilverbände wie etwa der deutsche ADAC oder die amerikanische AAA immer noch Stimmung gegen Mosley machen, obwohl der längst in seinem Amt bestätigt wurde. Laut bin Sulayem sollte man die Affäre nun auf sich beruhen lassen, das demokratisch erzielte Abstimmungsergebnis akzeptieren und wieder zum Tagesgeschäft zurückkehren. "Die Vertrauensabstimmung war ein demokratischer Prozess. Jetzt, wo er bestätigt wurde, wäre es unfair, seine Zukunft als FIA-Präsident in Frage zu stellen. Die Länder, die sich als Fahnenträger der Demokratie ausgeben, scheinen genau das Gegenteil zu tun. Wenn mich jemand davon überzeugen kann, dass er dem Motorsport geschadet hat, dann haben wir einen Fall - aber nicht wegen seiner persönlichen und privaten Angelegenheiten", so bin Sulayem.
Kimi Räikkönens Motor wurde in Magny-Cours in Mitleidenschaft gezogen Zoom © xpb.cc
In der 34. Runde des Rennens in Magny-Cours ging bei Kimi Räikkönen das Auspuffrohr kaputt, sodass er die Hälfte der Renndistanz mit einem angeschlagenen Auto zu Ende fahren musste. Natürlich wurde der Motor durch die hohen Temperaturen und den niedrigen Wasserdruck in Mitleidenschaft gezogen, was wohl einen Zwangswechsel nach sich ziehen wird. Räikkönen fuhr in Magny-Cours allerdings erst das erste Rennen mit seinem V8-Motor - und weil die Formel-1-Triebwerke aus Kostengründen nur nach jedem zweiten Grand Prix gewechselt werden dürfen, müsste dies eigentlich eine Rückversetzung in der Startaufstellung um zehn Positionen nach sich ziehen. Ferrari hat aber das Glück, dass das Reglement im Winter geändert wurde und seit 2008 der erste Motorwechsel des Jahres straffrei bleibt. "Nach so einem schwierigen Rennen ab Halbzeit bis zum Ende ist es sehr wahrscheinlich, dass wir den Motor wechseln müssen, also müssen wir den Joker verwenden, der es uns erlaubt, den ersten Wechsel in der Saison ohne Strafe durchzuführen", erklärte Ferrari-Teamchef Stefano Domenicali in Magny-Cours. "Es ist wahrscheinlich etwas zu ambitioniert, in diesem Zustand ein zweites Rennen fahren zu wollen." Doch auch wenn Räikkönen in der Startaufstellung in Silverstone nicht nach hinten wandern muss, so bleibt der Motorwechsel doch nicht ganz ohne Konsequenzen, denn durch die Rhythmusverschiebung muss der Finne nun die beiden Hochgeschwindigkeitsrennen in Spa-Francorchamps und Monza mit ein und demselben Triebwerk bestreiten - und vor allem darf er sich nun kein weiteres Motorenproblem mehr erlauben...
Quelle: motorsport-total.com
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| Formel 1 » Hamilton kämpft gegen sein neues Image |
Hamilton kämpft gegen sein neues Image
24.06.2008 - 08:43
Jarno Trulli strahlte in Magny-Cours nach seinem erkämpften dritten Rang Zoom © xpb.cc
Frage: "Herzlichen Glückwunsch zum dritten Platz; wie war es, wieder auf dem Podium zu stehen?" Jarno Trulli: "Es ist einfach ein fantastisches Gefühl und es war eine großartige Belohnung für alle Mitarbeiter des Teams, ein so perfektes Wochenende zu haben. Ich weiß, wie hart in Köln alle daran arbeiten, das Auto zu verbessern, und meine Ingenieure und Mechaniker haben in Magny-Cours ein Maximum an Leistung gebracht. Es war toll, diesen Moment auf dem Podium mit ihnen zu teilen und danach die Zufriedenheit in der Garage zu sehen. Dies gibt uns enormen Auftrieb für die zweite Hälfte der Saison." Frage: "Hattest du erwartet, um das Podium kämpfen zu können?" Trulli: "Zu Beginn des Wochenendes habe ich nicht erwartet, dass ich um den dritten Platz kämpfen würde, soviel ist sicher. Wir hatten aber einige neue Aeroteile am Auto, von denen wir eine Verbesserung erwarteten, und im Laufe des Wochenendes bekam ich zunehmend das Gefühl, dass wir ziemlich gut dastanden. Der vierte Platz im Qualifying war ein tolles Ergebnis und danach hatte ich den Eindruck, dass wir eine sehr gute Chance auf einen Platz unter den ersten Sechs hatten und, falls alles gut lief, vielleicht auch das Podium ins Auge fassen konnten. Ich war wirklich heiß auf das Rennen, weil ich glaubte, dass ein fantastisches Resultat möglich war, und bin natürlich glücklich, dass alles so gut geklappt hat." Frage: "War es ein schweres Rennen für dich?" Trulli: "Ich habe mich das ganze Rennen hindurch maximal reingehängt und wirklich hart gefightet, wie ich das immer tue. Es war nicht einfach, aber als ich beim Start an Fernando vorbeikam, wusste ich, dass wir eine Chance hatten. Ich habe daher nie aufgegeben und jede Runde voll Druck gemacht. Ich musste stark sein, um mich vorne halten zu können, weil wir gegen Autos zu kämpfen hatten, die etwas schneller waren als unseres. Das Rennen war schwer, ich war aber fest entschlossen, ein tolles Resultat zu holen - ganz besonders in diesem Rennen, nach dem, was mit Ove Andersson passiert ist. Wir wollten den Erfolg als Tribut an ihn, weil er so viel für das Team getan hat. Leider konnte er dieses tolle Resultat nicht miterleben, es war aber fantastisch, ihm meinen dritten Platz widmen zu können." Frage: "Wie waren die letzten Runden für dich?" : "Gegen Ende des Rennens war es sehr aufregend, als ich mit Heikki kämpfen musste. Es regnete etwas und unter diesen Bedingungen ist es schwieriger, vorne liegen, weil man nicht genau weiß, was einen in den einzelnen Kurven erwartet. Es ist einfacher, dem Vordermann zu folgen. Heikki fuhr also sehr dicht an mich heran und setzte mich stark unter Druck. Ich war aber entschlossen, meine Position nicht zu verlieren. Zwei Runden vor Schluss zog er neben mich, ich blieb aber stark und gab nicht auf. Es war knapp, ich habe aber hart gefightet und meinen Platz gehalten." Frage: "Kannst du den Vorfall näher beschreiben?" Trulli: "Er zog neben mich und ich nahm die Innenlinie, wodurch wir Rad an Rad lagen. Ich wollte diese Position auf keinen Fall verlieren, das Podium war ja praktisch schon in Sicht. Wir haben uns nicht berührt, weil ich ihm gerade noch genug Raum gelassen habe. Es war wie ein Gokart-Rennen. Ich hatte nicht erwartet, in der Formel 1 einmal die Gelegenheit zu haben, so zu fahren! Es war ein Kampf, der Spaß gemacht hat, besonders für mich, weil ich mich ja behaupten konnte. Ich würde mich freuen, in jedem Rennen auf diese Weise um das Podium kämpfen zu können!" Frage: "Wie haben sich die Dinge seit dem letzten Jahr verändert?" Trulli: "Dieses Jahr sind wir viel konkurrenzfähiger; das Auto wirkt ausgewogener und ich kann mehr Druck machen, weil es sich sehr gut fahren lässt. Das Auto ist ganz einfach schneller als im letzten Jahr und das bedeutet, dass wir konkurrenzfähiger sind. Wir haben bereits erheblich mehr Punkte gesammelt als im ganzen Jahr 2007. Das zeigt, dass wir besser geworden sind, und ist der harten Arbeit aller Mitarbeiter des Teams zu verdanken. Wir wissen, dass wir noch etwas hinter den schnellsten Wagen zurückliegen, aber wir haben gezeigt, dass wir in manchen Rennen mit McLaren und BMW mithalten können. Wir möchten dazu häufiger in der Lage sein, weswegen wir das Auto weiter verbessern müssen. Ich bin mir aber sicher, dass wir in die richtige Richtung gehen."
Frage: "Und was meinst du, wie du dieses Jahr gefahren bist?" Trulli: "Ich glaube, ich fahre besser den je. Ich habe Erfahrung und ich glaube, ich werde jedes Jahr besser, weil man aus Fehlern oder Erfahrungen stets etwas lernt. Mit einem konkurrenzfähigen Auto kann ich vorne mitkämpfen, da bin ich mir sicher. In Frankreich hat man gesehen, wie entschlossen und nüchtern ich bin; ich habe bis zum Ende gekämpft und das hat mir wirklich Spaß gemacht."
In Abu Dhabi findet 2009 das Saisonfinale der Formel 1 statt Zoom © xpb.cc
Das Formel-1-Feld erwartet im Jahr 2009 eine lange Saison. Am 16. März wird das Formel-1-Jahr traditionell in Melbourne starten, das Ende folgte dann erst am 15. November in Abu Dhabi, der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate. Alle Rennen der Saison 2008 finden auch 2009 statt - neu hinzu kommt lediglich das Stadtrennen in Abu Dhabi. Dennoch gibt es einige Veränderungen: Der Türkei-Grand-Prix rutscht vom Mai in den August und das Rennen in Silverstone wird vor dem Frankreich-Grand-Prix über die Bühne gehen - bisher war dies umgedreht. Im ersten Entwurf fehlt zudem Indianapolis. Dort gab es zuletzt wieder Hinweise darauf, dass man die Formel 1 zurückwolle - so man denn einen finanziellen Partner finde. Da die Saison mit 19 Rennen ohnehin schon recht voll ist, ist eine Rückkehr nun so gut wie ausgeschlossen. Eine Unklarheit betrifft auch den Deutschland-Grand-Prix. Nach Hockenheim in diesem Jahr ist 2009 wieder der Nürburgring an der Reihe, doch es bleibt abzuwarten, ob das Rennen auch als Großer Preis von Deutschland ausgetragen werden wird. Schon 2007 fand das Rennen als Grand Prix von Europa statt, da die Namensrechte beim Hockenheimveranstalter AvD liegen. Der Europa-Grand-Prix ist nun jedoch in Valencia, sodass hier weitere Entwicklungen abgewartet werden müssen.
Die FIA möchte die Formel 1 zusammen mit dem Teams umgestalten Zoom © xpb.cc
Der Machtkampf in der Formel 1 geht in eine weitere Runde. Nachdem die Unterzeichnung eines neuen Concorde Agreements zwischen Teams, Ausrichtern und der FIA immer mehr ins Hintertreffen geriet, kristallisierte sich heraus, dass dies vor allem an der künftigen Machtverteilung in der Formel 1 liegt. Die FIA fürchtet, durch den neuen Entwurf an Einfluss zu verlieren und nur noch für die sportlichen Aspekte verantwortlich zu sein. Umso spannender wurden die Ergebnisse der heutigen Sitzung des World Councils erwartet. Und einige Überraschungen finden sich auch in der Erklärung der FIA. So möchte die oberste Sportbehörde mit den Formel-1-Teams weitreichende Gespräche darüber führen, wir die Effizienz der Formel 1 verbessert werden kann. Explizit eingeschlossen darin sind auch "neue technische Regularien für die Meisterschaft". Keine massiv höheren Gebühren für die Teams"Dies beinhaltet auch eine Bewertung der Führung der Formel 1", heißt es in der Pressemitteilung weiter. Die FIA möchte sich dem Kampf um die Macht also stellen und sich vor allem die Zustimmung der Teams sichern. Aus den geplanten höheren Nenngebühren wurde somit nichts - denn die Teams zunächst stärker zu belasten und dann ihre Zustimmung im Machtkampf zu bekommen, erschien wohl aussichtslos. Die Teams müssen für 2009 eine Nenngebühr von 309.000 Euro zahlen - das sind lediglich drei Prozent mehr als in dieser Saison, die mit der Inflation erklärt wurden. Jedoch: Man setzt den Teams gleichzeitig die Pistole auf die Brust und möchte eine drohende "Piratenserie" schnell wieder in der Versenkung verschwinden lassen. Die Einschreibeperiode für die Saison 2009 wurde massiv nach vorn verlegt. Vom 1. bis zum 31. Juli 2008 müssen die Teams die Unterlagen zur Meldung anfordern. Über zusätzliche Gebühren, die einer erweiterten Sicherheit an der Strecke zugute kommen soll, wird zu einem späteren Punkt aber noch einmal verhandelt - jedoch unter Einbeziehung der betroffenen Teams. Formel-2-Meisterschaft schon ab 2009?Eine weitere Entscheidung, die zumindest indirekt die Formel 1 näher an die FIA binden soll, ist die Einführung einer eignen Nachwuchsserie. Die GP2-Serie, welche die Formel 3000 ablöste, ist ein Renault-Produkt. Schon für 2009 möchte die FIA jedoch etwas Eignes anbieten wollen. "Die FIA wird eine neue Nachwuchsserie für die Formel 1 ausschreiben", heißt es. "Diese Meisterschaft, genannt Formel 2, würde 2009 beginnen und als preiswerte Plattform fungieren, um Fahrertalente für die Formel 1 zu entwickeln. Es wird erwartet, dass dies mit einem Budget von circa 200.000 Euro pro Auto in einer Saison erreicht werden kann." Bis auf die Nenngebühren und die vorgezogene Einschreibung der Teams sind konkrete Entscheidungen nicht gefallen. Die angekündigten Gespräche mit den Teams für die Formel-1-Zukunft müssen noch anlaufen, ebenso der Aufbau der neuen Formel 2 - denn bis 1984 gab es diese Serie bereits, wurde dann von der Formel 3000 aber abgelöst.
Bruno Senna möchte sich zunächst auf die GP2-Meisterschaft konzentrieren Zoom © xpb.cc
Solange es aus München und Hinwil keine offizielle Bestätigung gibt, wer für das BMW Sauber F1 Team im Jahr 2009 fahren wird, solange werden die Spekulationen weitergehen. Nick Heidfeld habe angeblich einen Vertrag bis 2009, auf Robert Kubica besitze das Team zudem eine Option, die sicher gezogen wird, um den Kanada-Sieger zu halten. Doch: Nichts Genaues weiß man nicht. Nun brachte 'Sport Bild online' eine bisher nicht erwähnte Variante ins Spiel: Bruno Senna, derzeit in der GP2 auf dem zweiten Gesamtrang, stehe in intensiven Verhandlungen mit BMW. Dessen Mentor in der Formel 1, Toro-Rosso-Teilhaber Gerhard Berger, habe sich in Magny-Cours erneut mit seinem Ex-Kollegen und BMW Motorsport Direktor Mario Theissen getroffen. Das Thema: Senna. "Ich helfe Bruno und seiner Familie, die sich um seine Karriere kümmert, so gut es geht. Seine Entwicklung zeigt deutlich nach oben", so Berger gegenüber der 'Sport Bild'. Wie genau es aber weitergeht, steht aber in den Sternen. Jedoch berichtet 'Sport Bild online', dass nicht nur ein Testposten in Aussicht steht - sondern auch ein Stammcockpit. Für Senna selbst liegt der Fokus aber weiter auf der GP2-Serie. Zusammen mit dem iSport-Team möchte er in der Nachwuchsserie erfolgreich sein. "Dann kann ich ein bisschen mehr träumen", so der 24-Jährige.
Lewis Hamilton muss erkennen, dass die Erwartungen an ihn ansteigen Zoom © xpb.cc
Die Souveränität, die Lewis Hamilton während seiner ersten Formel-1-Saison 2007 ausstrahlte, überraschte alle. Und auch wenn er Fehler machte, man stand es ihm zu - es war ja sein Lehrjahr. Nun, in seiner zweiten Saison, wird der Druck auf den Engländer immer größer. Die Medien zeigen immer weniger Verständnis für Fehler - auch wenn er gerade einmal 25 Grands Prix gefahren hat - und immer häufiger ist sein Privatleben Mittelpunkt der Berichterstattung. Nach Monaco und dem dortigen Sieg war er noch der gefeierte Held. Doch in Kanada übersah er die rote Ampel an der Ausfahrt der Boxengasse und knallte Kimi Räikkönen ins Heck. Strafversetzt um zehn Plätze und im Rennen auch noch mit einer Durchfahrtsstrafe belegt sah er in Magny-Cours dann zwar wieder die Zielflagge - jedoch außerhalb der Punkte. In der WM liegt er nun 10 Punkte hinter der Spitze. Mit den "Randerscheinungen" neben der Piste droht Hamiltons Stern blasser zu werden, doch Hondas Teamchef Ross Brawn kennt solche Situationen und auch eine einfache Lösung dafür: Er müsse sich auf das Wesentliche konzentrieren - das Fahren. Auch Michael Schumacher habe zu Beginn seiner Formel-1-Karriere eine solche Phase durchlaufen müssen. Konzentration auf das Fahren"Das Fahren ist es, das ihn durch alles hindurchbringen wird", so Brawn. "Er muss sich auf das Fahren konzentrieren, dann wird alles andere sich selbst regeln." Auch der Honda-Teamchef erinnerte dabei daran, dass Hamilton eben keine jahrelange Erfahrung in der Formel 1 nachweisen kann. "Wir tendieren dazu zu vergessen, wie jung er noch ist und wie viele neue Erfahrungen auf ihn einprasseln", erklärte er der 'BBC'. "Ich hatte das Glück, mit Michael Schumacher zu arbeiten, als er durch diese Lernphase ging - und da war es nicht anders", fuhr er fort. "Die Aufmerksamkeit, die diesen Jungs zuteil wird, bedeutet einen irren Druck. Und dabei kann ihnen niemand wirklich helfen." Sie müssten diese Phase selbst durchstehen und daraus lernen. "Es kann ihnen niemand sagen, was die tun sollten. Sie müssen es damit auf die harte Tour lernen - selbstständig", so Brawn weiter. Dazu gehöre dann auch, dass es mit dem WM-Titel auch 2008 nichts werden könnte, zudem Ferrari auch noch "sehr stark" aussehe. "Lewis ist in der Lage, Weltmeister zu werden. Es ist nur die Frage, wie gut das Auto ist und wie der Würfel fällt."
Heikki Kovalainen möchte sich einfach in Ruhe weiter nach vorn arbeiten Zoom © xpb.cc
So richtig schlecht verlief die Saison von Heikki Kovalainen nicht. Aus dem Vorjahr bei Renault weiß er noch, wie schlecht ein Jahr beginnen kann. Dennoch: Bisher konnte er bei McLaren-Mercedes nur einen Podestplatz einfahren, in der WM liegt er noch hinter Nick Heidfeld auch Rang sechs und hat nur knapp halb so viele Punkte wie Teamkollege Lewis Hamilton. Aus der Ruhe bringen lässt sich der Finne aber nicht. Er warte nur auf ein problemloses Wochenende, dann könne auch er weitere Schritte nach vorn machen. "Ich glaube nicht, dass durch die Probleme meine Zuversicht gelitten hat", erklärte Kovalainen gegenüber 'autosport.com'. "Ich hatte ein paar schwierige Rennen. Aber insgesamt hatte ich auch starke Leistungen im Qualifying, doch dann hatte ich technische Probleme oder den Crash in Barcelona." Und wenn das Rennen einmal gut laufe - wie jüngst in Magny-Cours -, dann sei bereits im Qualifying etwas daneben gegangen - ebenfalls wie in Magny-Cours durch die Strafversetzung auf Rang 10. Die Stimmung beeinflusse das aber kaum. "Natürlich möchten alle im Team gute Ergebnisse haben und wir können auch versuchen, uns zu verbessern, am Wochenende alles zusammen zu bekommen und bessere Ergebnisse zu holen." Ein weiterer Strafenhagel auf McLaren-Mercedes stünde diesen Vorhaben aber im Weg, doch Kovalainen möchte von einer ungerechten Behandlung nichts wissen. "Wir sollten da nicht so viel hineininterpretieren", erklärte er. "Wir müssen sicherstellen, dass wir keine Fehler mehr machen - dann wird es auch keine Strafen mehr geben. Ich glaube nicht, dass es für McLaren mehr Strafen gibt als für andere." Vor allem vor dem Team-Heimspiel in Silverstone sei es nun wichtig, sich wieder auf das Wesentliche zu konzentrieren. "Ich bin mit dem Auto ganz zufrieden", erklärte er. "Beim Testen ist es aber schwierig zu sagen, was die anderen machen. Und Ferrari wird natürlich wieder stark sein."
Kimi Räikkönen schob sich wieder näher an die F1Total-Champ-Spitze heran Zoom © xpb.cc
Im Grand Prix von Frankreich hatte Kimi Räikkönen großes Glück, dass der gebrochene Auspuff seines Ferrari F2008 nicht zu einem Ausfall führte. Teamkollege Felipe Massa ging an ihm vorbei und gewann das Rennen sicher, Räikkönen schleppte seinen weidwunden Ferrari aber noch auf Rang zwei. Bei den 'Motorsport-Total.com'-Lesern wurde der Finne dennoch belohnt: Er sicherte sich 10 Punkte im 'F1Total Champ'. Mit einer Durchschnittsbewertung von 8,94 Punkten gewann Räikkönen die Frankreich-Wertung. Nur knapp dahinter (8,42) klassierte sich Jarno Trulli, der in Magny-Cours für Toyota auf das Siegerpodest fuhr. Felipe Massa wurde Dritter (7,45) vor Heikki Kovalainen (6,80). Auch Nelson Piquet Jr. Fahrt zu Rang acht wurde belohnt: 5,97 und Rang fünf im 'F1Total Champ'. Auf den letzten drei Plätzen, die Zähler in der Gesamtwertung des 'F1Total Champs' geben, landeten Robert Kubica (5,39), Mark Webber (5,23) und Sebastian Vettel (4,83). Fernando Alonso (4,77) ging damit ebenso punktelos aus wie Timo Glock (4,75) und Nick Heidfeld (3,07). Am Ende des Feldes fand sich Jenson Button mit nur 1,81 Punkten wieder. In der Gesamtwertung geht es nach dem Frankreich-Rennen sehr knapp zu. Kubica liegt mit 49 Punkten noch in Front, jedoch nur noch mit einem Punkte Vorsprung auf Räikkönen. Massa folgt mit 38 Punkten auf Rang drei vor Lews Hamilton (26) und Heikki Kovalainen (26). Bester Deutscher ist weiterhin Nick Heidfeld (23). Bei den Teams konnte sich Ferrari mit 86 Zählern etwas vom BMW Sauber F1 Team (72) absetzen. McLaren-Mercedes folgt mit größerem Abstand und 52 Punkten auf Rang drei. Toyota (23) hat Red Bull Racing (22) nun überholt. Wenn Sie auch beim F1Total Champ 2008 mitbestimmen wollen, dann melden Sie sich einfach unter diesem Link an
Gian Carlo Minardi erwartet, dass Lewis Hamilton weiter dazulerne Zoom © xpb.cc
In der Formel 1 ist Gian Carlo Minardi nur noch selten zu sehen, doch als langjähriger Teamchef und -besitzer bleibt man natürlich auf dem Laufenden. Auch den Italiener fasziniert der Kampf an der WM-Spitze und er gehört dabei zu denen, die an Lewis Hamilton - nun schon mit zehn Punkten Rückstand auf die Spitze - Kritik üben. "Meiner Meinung nach sind vier Fahrer besser als Hamilton", erklärte er. Zu diesen gehöre zum Beispiel "Robert Kubica, der seit dem ersten Rennen keine Fehler macht und nur im ersten Rennen nach der Kollision mit Kazuki Nakajima keine Punkte einfuhr. Ohne diesen Zwischenfall würde er heute die WM anführen." Auch einen seiner Ex-Schützlinge schätzt er momentan höher an: Fernando Alonso. Zwar erlebte der Doppelweltmeister in Magny-Cours ein Rennen zum Vergessen, dennoch hebt ihn Minardi in den Himmel. "Auch wenn sein Material nicht so konkurrenzfähig ist, so kann er damit immer etwas anstellen", erklärte er. Und auch die Ferrari-Fahrer Kimi Räikkönen und Felipe Massa schätzt er als besser ein. Dennoch: Hamilton bleibt auch für Minardi ein heißer Titelkandidat. "Momentan macht er Fehler, weil er einfach unerfahren ist", erklärte er. "Er zeigt sogar Nervosität. Im Laufe der nächsten Grands Prix wird er sicher zeigen können, dass er in dieser Beziehung wächst."
Zwei Tage nach seinen ersten Punkten wieder im Einsatz: Nelson Piquet Jr. Zoom © xpb.cc
Zwei Tage nach seinen ersten Formel-1-WM-Punkten von Magny-Cours stieg Nelson Piquet Jr. heute in Silverstone wieder in den Renault, um die Vorbereitungen von Renault auf den britischen Grand Prix am 6. Juli in Angriff zu nehmen. Der Brasilianer blieb dabei nicht vor einigen kleinen Problemen verschont, rollte am Nachmittag sogar bei Start und Ziel aus und musste seinen R28 stehen lassen. "Die Streckenbedingungen waren anfangs ziemlich rutschig, aber als die Strecke sauberer wurde, war es in Ordnung", erklärte Piquet. "Wir verbrachten den Tag damit, am Setup zu arbeiten, was ganz gut lief. Am Ende war das Auto schon viel besser. Wir wurden ein paar Mal unterbrochen, daher konnten wir nicht so viel fahren, wie wir es gerne gehabt hätten, aber es ist eine gute Basis für morgen. Dann werden wir unser Programm fortsetzen." Testteamchef Christian Silk fügte an: "Wir haben viel Arbeit erledigt, auch wenn wir von ein paar Schwierigkeiten heimgesucht wurden. Dennoch konnten wir vieles in Angriff nehmen. Wir konzentrierten uns auf Basisarbeiten am Setup für den Grand Prix, Aerodynamiktests und Reifenevaluierungen. Das werden wir an den kommenden Tagen fortsetzen." Für das Protokoll: Piquet absolvierte 68 Runden und wurde mit 1,609 Sekunden Rückstand auf Spitzenreiter Felipe Massa Siebenter unter zehn Piloten.
Force India führte heute in Silverstone ein neues Aerodynamikpaket ein Zoom © xpb.cc
In Magny-Cours waren die Kräfte recht deutlich verteilt: Ferrari einsam an der Spitze, dann McLaren-Mercedes, dahinter das BMW Sauber F1 Team und das hart umkämpfte Mittelfeld - und abgeschlagen am Ende Force India. Daher ließen sich Mike Gascoyne und sein Technikerstab ein neues Aerodynamikpaket einfallen, das heute in Silverstone erstmals getestet wurde. Testfahrer Vitantonio Liuzzi legte damit stattliche 108 Runden zurück und wurde mit 2,062 Sekunden Rückstand Neunter unter zehn Piloten. Langsamer war nur noch Sebastian Vettel mit technischen Problemen im Toro Rosso. Liuzzis Fazit fiel dennoch positiv aus: "Zum Glück war es trocken, dadurch konnten wir konstant fahren. Die Jungs haben einen wirklich guten Job gemacht und das Auto lief zuverlässig", sagte er. "Die neuen Teile hatten einen positiven Einfluss auf das Auto. Wir legten viele Kilometer zurück, drehten einige schnelle Runden und die Balance fühlte sich besser an. Das neue Paket funktioniert bislang gut - und hoffentlich werden wir an den kommenden beiden Tagen auch an Speed zulegen", meinte er weiter. Giancarlo Fisichella und Adrian Sutil sollen morgen und am Donnerstag nämlich weitere Updates bekommen. Gascoyne fasste den Tag abschließend zusammen: "Das war nützlich. Wir testeten die erste Stufe unseres Aeroupdates mit einem neuen Frontflügel, einem neuen Bodywork und einem neuen Diffusor. Alles lief genau wie vorhergesagt. Tonio probierte außerdem ein neues Benzinsystem aus und wir begannen mit dem Setup für den Grand Prix. Für morgen und übermorgen planen wir den Einsatz weiterer neuer Komponenten."
Kamui Kobayashi war schneller als der Rest des umkämpften Mittelfeldes Zoom © xpb.cc
Manchmal liegen Tief- und Höhepunkte gerade in der Formel 1 ganz eng beisammen: Kurz nach dem Tod von Ex-Teamchef Ove Andersson gelang Jarno Trulli am vergangenen Wochenende in Magny-Cours der erste Podestplatz der laufenden Saison. Diesen Schwung will das japanische Team nun auch über die Silverstone-Tests in den britischen Grand Prix mitnehmen. "Nach dem tollen Resultat am Wochenende steht uns hier wieder eine stressige Testwoche bevor", erklärte Testteamchef Gerd Pfeiffer, für den heute Kamui Kobayashi im Einsatz war. "Kamui arbeitete zu Beginn an der Aerodynamik und am Setup. Er ist zum ersten Mal in Silverstone gefahren und brauchte ein paar Runs, um sich an die Strecke zu gewöhnen, aber danach arbeitete er sehr gut und er absolvierte alles, was wir geplant hatten." Der GP2-Junior von Toyota drehte insgesamt 82 Runden und war als Vierter schnellster Verfolger der drei Topteams. Auf Spitzenreiter Felipe Massa fehlten ihm 1,147 Sekunden. Angesichts der Tatsache, dass er zuvor nur eine Runde auf einem Roller in Silverstone gedreht hatte, war dies eine respektable Leistung. Erschwerend kam auch noch ein Motorendefekt hinzu. "Die Strecke macht Spaß, vor allem gefällt mir die schnelle Becketts-Kurve. Der letzte Sektor ist schwierig, vor allem die doppelte Haarnadel bei Luffield, wo es knifflig ist, die richtige Linie zu finden", bilanzierte Kobayashi. "Wir probierten verschiedene Setups und aerodynamische Konfigurationen aus. Wir haben das Programm komplett abgespult, also war es ein guter Tag." Morgen wird Trulli das Cockpit des Toyota TF108 übernehmen. Der Italiener soll die Vorbereitungen auf Silverstone fortsetzen.
Felipe Massa rollte kurz vor Schluss mit einem technischen Defekt aus Zoom © xpb.cc
Nur zwei Tage nach seinem Sieg in Magny-Cours erzielte Felipe Massa heute beim Testauftakt in Silverstone Bestzeit. Der Ferrari-Pilot absolvierte 71 Runden, die schnellste davon in 1:20.188 Minuten. Damit hatte er 0,289 Sekunden Vorsprung auf Heikki Kovalainen und 0,807 auf Robert Kubica. Massa bestätigte damit das, was viele Experten prognostiziert haben: dass der F2008 auf den Kurs in Silverstone optimal zugeschnitten ist. Heute kamen obendrein auch noch neue aerodynamische und mechanische Komponenten zum Einsatz, außerdem wurden erste Setupvarianten für den britischen Grand Prix am 6. Juli getestet. Den einzigen Rückschlag setzte es etwa eine halbe Stunde vor Schluss, als Massa mit einem technischen Defekt ausrollte. Seitens Ferrari wurde nicht näher spezifiziert, was die Ursache dafür war. Massa wird das Testprogramm morgen fortsetzen, am Donnerstag soll dann Kimi Räikkönen übernehmen.
Felipe Massa fuhr Bestzeit, obwohl sein Arbeitstag frühzeitig beendet war Zoom © xpb.cc
Nur zwei Tage nach dem Grand Prix von Frankreich begannen heute im britischen Silverstone die Vorbereitungen auf den nächsten WM-Lauf am 6. Juli. Alle zehn Teams nutzten am ersten von insgesamt drei Tagen die Gelegenheit, auf jener Strecke zu testen, auf der in zwölf Tagen der Grand Prix stattfinden wird. Das Rennwochenende in Silverstone ist bereits ausverkauft, daher nutzten heute viele Fans die Gelegenheit, Formel-1-Autos auf der Insel in Action zu sehen. Außerdem spielte das Wetter mit: Am Vormittag war es sogar teilweise sonnig, ehe es später ein wenig zuzog und abkühlte. Regen tauchte aber den ganzen Tag nicht auf. Somit herrschten trotz einer leichten Brise Wind fast optimale Bedingungen, um diverse neue Teile auszuprobieren. Ferrari wieder mit BestzeitFür McLaren-Mercedes war am ersten Tag Heikki Kovalainen im Einsatz Zoom © xpb.cc Am schnellsten war Magny-Cours-Sieger Felipe Massa (71 Runden), der weiterhin auf Wolke sieben schwebt und seinen Ferrari zu einer Bestzeit von 1:20.188 Minuten peitschte. Damit war der neue WM-Leader trotz eines Defekts am Ende der Session um ein ganzes Stück schneller als seine Verfolger Heikki Kovalainen (McLaren-Mercedes/+ 0,289/90 Runden) und Robert Kubica (BMW Sauber F1 Team/+ 0,807/82 Runden) - ein gutes Zeichen für den Großbritannien-Grand-Prix. Den Aufwärtstrend bei Toyota bestätigte in Abwesenheit von Podiumsheld Jarno Trulli Testfahrer Kamui Kobayashi (82 Runden), denn obwohl der Japaner die Strecke noch nicht kannte und sich am Vormittag erst einmal einfahren musste, landete er mit 1,147 Sekunden Rückstand an der vierten Stelle. Der GP2-Pilot blieb zwischendurch ohne Vortrieb stehen und arbeitete am Setup und an der Aerodynamik seines TF108. Nico Rosberg (Williams-Toyota/+ 1,222/88 Runden) und Mark Webber (Red-Bull-Renault/+ 1,377/94 Runden) belegten die Positionen fünf und sechs, unmittelbar vor Nelson Piquet Jr. (+ 1,609/68 Runden). Der Renault-Pilot, der in Magny-Cours seine ersten beiden WM-Punkte geholt hat, erlitt am Nachmittag einen technischen Defekt und rollte bei Start und Ziel aus. Ihm blieb nichts anderes übrig als über die Boxenmauer zurück zu den Garagen zu klettern. VJM01 mit vielen VeränderungenVitantonio Liuzzi testete ein technisches Paket mit zahlreichen Neuerungen Zoom © xpb.cc Achter wurde Jenson Button (Honda/+ 1,893/90 Runden) - ohne optisch auffällige Neuerungen an seinem RA108. Dafür packte Force-India-Ferrari heute ein umfangreiches Update für den VJM01 aus, das Vitantonio Liuzzi einfahren durfte. Der Italiener spulte 108 Runden ab und hatte 2,062 Sekunden Rückstand auf Massa. Augenscheinlichste Änderung am von Mike Gascoyne weiterentwickelten Chassis sind neue Luftleitbleche im Frontbereich. Der Pechvogel des heutigen Tages war Sebastian Vettel, denn der Deutsche musste seinen Toro-Rosso-Ferrari mit technischen Problemen schon am Vormittag abstellen und konnte nicht mehr ins Geschehen eingreifen. Dadurch wurde er mit 3,665 Sekunden Rückstand Zehnter und Letzter - und er kam nicht über zehn Runden hinaus. Zumindest darf er aber morgen einen ganzen statt nur einen halben Tag testen.
Kimi Räikkönen liegt derzeit viel besser im WM-Rennen als vor einem Jahr Zoom © xpb.cc
Eigentlich hatte Kimi Räikkönen ein Riesenglück, dass er in Magny-Cours überhaupt über die Ziellinie fahren konnte, denn wegen eines gebrochenen Auspuffrohrs hing seine Ankunft über 36 von 70 Runden an einem seidenen Faden. Natürlich war er im ersten Moment enttäuscht, dass er bis zu 6,6 Sekunden Vorsprung auf Felipe Massa nicht in einen Sieg umwandeln konnte, aber zwei Tage später überwiegt die Freude über die acht glücklichen Punkte. "Ich weiß nicht, ob ich über das, was am Sonntagnachmittag im Frankreich-Grand-Prix passiert ist, desillusioniert oder froh sein soll", erklärte der Ferrari-Pilot nach seiner Ankunft in der Heimat. "Unmittelbar nach dem Rennen war ich wirklich enttäuscht, aber jetzt muss ich sagen, dass ich mit dem Resultat zufrieden bin - und nur das zählt." Denn gerade acht Punkte in solchen Rennen sind es, was manchmal Weltmeisterschaften entscheidet... Im Nachhinein überwiegt die Freude"Ich habe acht Punkte geholt, obwohl ich auch hätte ausfallen können." Kimi Räikkönen "Natürlich finde ich es schade, dass ich nicht gewonnen habe, obwohl es am Anfang so gut gelaufen ist, aber wir müssen die positiven Aspekte sehen", meinte er weiter. "Das Team hat einen fantastischen Job gemacht und ich habe acht Punkte geholt, obwohl ich auch hätte ausfallen können. Und ich bin jetzt näher an der Gesamtführung dran als nach Kanada. Es ist eine enge Saison mit vier Fahrern, die eng beisammen liegen." Mit fünf Punkten Rückstand auf Massa ist Räikkönen momentan WM-Dritter. Im Vorjahr war er zu diesem Zeitpunkt allerdings nur Gesamtvierter - und sein Rückstand betrug stattliche 22 Zähler auf Lewis Hamilton. Trotzdem ist es ihm damals noch gelungen, den Spieß umzudrehen. Daraus schöpft der 28-Jährige Zuversicht: "Es ist aber noch nicht mal die Hälfte der Saison vorbei und es gibt noch viele Punkte zu holen." "In den Freien Trainings", ließ er Magny-Cours noch einmal Revue passieren, "lief alles glatt. Ich hatte ein gutes Gefühl, fuhr auf Pole-Position und lag um vier Zehntel voran, als ich im zweiten Run in Q3 schneller unterwegs war und die Runde abbrach, um Benzin zu sparen. Es war die 200. Pole für Ferrari und ich bin wirklich stolz, dass ich Teil der Geschichte dieses tollen Teams sein darf, genau wie im Vorjahr in China, als ich den 200. Grand Prix für Ferrari gewonnen habe." Große Sorgen am Ende des Rennens"Ich sah auch gleich im Rückspiegel, dass ein Auspuffrohr flatterte und fehlte." Kimi Räikkönen Im Rennen am Sonntag lief alles gut, "aber gegen Halbzeit fiel mir ein Leistungsverlust auf und ich sah auch gleich im Rückspiegel, dass ein Auspuffrohr flatterte und fehlte. Von da an war ich wirklich besorgt, dass ich das Rennen nicht beenden würde. In den letzten Runden fühlte es sich so an, als würde das Auto stehen bleiben. Daher bin ich im Nachhinein wirklich froh über den zweiten Platz", teilte der Finne mit. "Ich muss zugeben, dass es noch nie besser war, eine Zielflagge zu sehen. Wir haben wieder einmal bewiesen, dass man nie aufgeben sollte", so Räikkönen, der den Grund für den Defekt übrigens auch noch nicht kennt: "Das Team weiß nicht, was passiert ist. Sie werden Tests unternehmen, aber es ist schwierig, eine Antwort zu finden, weil das Auspuffrohr weggeflogen ist und weil der Motor das halbe Rennen lang enormen Belastungen ausgesetzt war." Für das bevorstehende Rennen in Silverstone, auf das sich der Ferrari-Pilot am Donnerstag im Cockpit des F2008 vorbereiten wird, ist Räikkönen optimistisch. Allerdings muss er dort aller Voraussicht nach mit einem neuen Motor an den Start gehen. Strafe in Form einer Rückversetzung in der Startaufstellung erwartet ihn deswegen aber keine, denn der erste Motorwechsel des Jahres bleibt seit 2008 straffrei.
Will von einer Beteiligung an der Mosley-Affäre nichts wissen: Ecclestone Zoom © xpb.cc
Politisch gesehen ist die Formel 1 momentan in Aufruhr - von Concorde-Agreement über Piratenserie bis hin zu geheimnisvollen Machtkämpfen ist in den vergangenen Wochen so ziemlich alles passiert, was man sich irgendwie vorstellen kann. Sogar von MI5-Agentenfrauen war da die Rede und von nebulösen Verschwörungstheorien. Ausgelöst wurden all diese Diskussionen durch die Affäre um FIA-Präsident Max Mosley, die für ein weltweites Medienecho gesorgt hat. Mosley betonte von Anfang an, er sei in eine Falle getappt, die man ihm mutwillig gestellt habe, aber seine Nachforschungen nach den Drahtziehern ergaben bisher keine Ergebnisse. Daher wurde im Paddock sogar schon spekuliert, Bernie Ecclestone könnte eine solche Verschwörungsaktion gutgeheißen haben. Zumindest in der Theorie würde das sogar Sinn machen, denn Mosley ist derjenige, der im Machtkampf hinter den Kulissen mehr Geld für die Teams fordert - aus dem Einnahmentopf, der von Ecclestone und seinen Partnern von CVC verwaltet wird. Sollten Mosleys Forderungen nicht umgesetzt werden, dann will die FIA ihren Sanktus für das neue Concorde-Agreement verweigern, das sich Ecclestone und CVC im Sinne der Stabilität ihres Investments so sehr wünschen. Aber Ecclestone bestreitet, an einer etwaigen Verschwörung gegen Mosley beteiligt gewesen zu sein: "Ich hatte damit in keinster Weise etwas zu tun", erklärte er seiner Haus- und Hofzeitung, der Londoner 'Times'. "Zweitens ist so etwas nicht mein Stil - so würde ich nicht operieren. Drittens würde ich niemals Max zerstören wollen. Das zu glauben, ist ein schöner Haufen Unsinn, ganz ehrlich. Das stimmt einfach nicht."
Das britische Fahrertrio um Lewis Hamilton zieht die Massen nach Silverstone Zoom © Silverstone
Zum ersten Mal in seiner Geschichte ist der bevorstehende Grand Prix von Großbritannien ausverkauft: Nachdem schon vor Wochen vermeldet werden konnte, dass es für Sonntag keine Tickets mehr gibt, steht nun fest, dass die Kontingente auch für Freitag und Samstag bereits ausgeschöpft sind. Das bedeutet, dass für Sonntag 90.000 Zuschauer erwartet werden, für Samstag 85.000 und für Freitag 65.000. "Die Nachfrage war unglaublich", erklärte Streckenchef Richard Phillips. "Wir werden an allen drei Tagen unsere Kapazitäten voll ausschöpfen und erwarten 240.000 Fans. Die Atmosphäre wird erstaunlich." In Silverstone wurden seit dem Vorjahr etwas mehr Zuschauerplätze geschaffen, indem zusätzliche Tribünensitze und Terrassen geschaffen wurden. Außerdem herrscht für Freitag freie Platzwahl, was erklärt, dass an den Trainingstagen wegen der Gefahr von Überbuchungen zwischen Wochenend- und Tageskarten weniger Zuschauer eingelassen werden können als am Renntag. All jene, die nach Silverstone fliegen wollten, aber zu spät dran waren, haben ab dem Montag nach dem 2008er-Rennen schon die Chance, unter silverstone.co.uk ihre Tickets für 2009 zu kaufen.
Die Zukunft von Nick Heidfeld im BMW Sauber F1 Team steht in den Sternen Zoom © xpb.cc
Nick Heidfeld hat von den bisherigen acht Qualifyings in dieser Saison noch kein einziges gegen Robert Kubica gewonnen, im Durchschnitt fehlten ihm 0,522 Sekunden auf seinen Kollegen im BMW Sauber F1 Team. Am knappsten war es in Malaysia (0,026 Sekunden), am deutlichsten in Kanada (1,135 Sekunden). "Wenn der Teamkollege im Qualifying die ganze Saison schneller ist, ist es klar, dass ein gewisser Druck aufkommt", analysierte Testfahrer Christian Klien am vergangenen Wochenende. "Nick meistert das aber recht gut. Er hat - auch von den Medien - viel Druck, aber er versucht, sich bei den Meetings und im Auto auf das Wesentliche zu konzentrieren. Er hat sicherlich das Autofahren nicht verlernt und ich bin mir sicher, dass er das wieder in den Griff bekommen wird." Unterstützung erhält Heidfeld zumindest im Moment auch noch von BMW Motorsport Direktor Mario Theissen, der am Samstag in Magny-Cours klarstellte, dass es "derzeit kein Thema" sei, "Quick Nick" während der Saison gegen einen anderen Piloten auszutauschen - letztendlich auch mangels Alternativen, wenn man den Fahrermarkt genauer unter die Lupe nimmt. Wie es allerdings für nächstes Jahr aussieht, ist noch völlig unklar. "Wir werden uns im Sommer festlegen, vermutlich in der zweiten August-Hälfte. Aber es kann auch früher oder später passieren", kündigte Theissen an. Heidfeld hat angeblich einen Vertrag bis Ende 2009, aber wer Theissen kennt, der weiß, dass es sicher Möglichkeiten gibt, aus diesem frühzeitig auszusteigen. Und selbst wenn dies nicht der Fall sein sollte: Jacques Villeneuve weiß, dass Verträge oft nicht einmal das Papier wert sind, auf dem sie geschrieben stehen... Heidfeld müsse sich jedenfalls in den nächsten Wochen steigern, speziell im Qualifying: "Die Situation ist natürlich nicht einfach, denn er muss versuchen, auf dem gleichen Niveau wie Robert zu fahren. Robert gelingt es, das Auto perfekt abzustimmen, und er ist in jeder Situation schnell. Nick muss speziell das Thema Aufwärmen der Reifen in den Griff bekommen. Wir haben ihm sehr viel Unterstützung gegeben in den vergangenen Wochen", so der BMW Motorsport Direktor.
Pat Symonds ist mit dem Abschneiden in Magny-Cours nicht zufrieden Zoom © xpb.cc
Zum ersten Mal in dieser Saison hat Renault beim Heimrennen in Magny-Cours am vergangenen Sonntag beide Autos in die Punkteränge gebracht, allerdings nur auf den Positionen sieben (Nelson Piquet Jr.) und acht (Fernando Alonso). Nach dem starken Qualifying, in dem es mit einem Auto für die zweite Startreihe gereicht hatte, war das eine herbe Enttäuschung. Alonso fiel schon am Start um zwei Positionen zurück und kam in der 15. Runde als Erster zu einem regulären Boxenstopp herein. Durch diese Strategie wurde er immer weiter nach hinten durchgereicht. Seine Pace war im Rennen jedenfalls nicht mehr so berauschend: 1,011 Sekunden Rückstand auf die schnellste Runde bedeuteten in dieser Wertung den achten Platz. Im Nachhinein betrachtet war das Qualifying also doch eine Vorstandszeit. "Aus irgendeinem Grund", erklärte Chefingenieur Pat Symonds, "hatten wir einen sehr schlechten ersten Stint. Wir haben die Pace von Trulli unterschätzt, auch wenn wir seine Pace in den letzten beiden Stints auch benzinkorrigiert mitgehen konnten. Zu dem Zeitpunkt waren wir aber auf einer anderen Strategie, die nicht optimal war. Der erste Stint hat uns gekillt, aber wir wissen nicht warum. Wir hatten einfach nicht genug Grip." Weil Toyota und Red Bull in Magny-Cours schneller waren als Renault, fiel Symonds' Fazit in Summe nicht positiv aus: "Wir sind nicht glücklich", gab der Brite zu Protokoll. "Zwei Autos in den Punkten zu haben, ist gut, aber wir spüren, dass da noch mehr geht. Wir sagen schon seit einiger Zeit, dass das Auto besser geworden ist, aber wir sehen nicht sein volles Potenzial. Das war auch in Frankreich so. Auch wenn wir zwei Autos in den Punkten hatten, sind wir zu mehr in der Lage." Und Symonds fügte seufzend an: "Solange das Auto nicht schneller ist, wird unser Leben nicht einfach." Für Silverstone soll allerdings noch einmal ein großes Update für den R28 kommen. Schlägt dieses nicht voll ein, dann sollen die Ressourcen voll auf 2009 umgelenkt werden - so wünscht es sich zumindest Alonso. Die nächsten Wochen haben für Renault also durchaus Entscheidungscharakter...
Jarno Trulli fuhr in Magny-Cours mit einer starken Leistung auf das Podium Zoom © xpb.cc
812 Tage musste das Toyota-Team warten, ehe es am vergangenen Wochenende in Magny-Cours dank Jarno Trulli erstmals seit Ralf Schumacher in Melbourne 2006 wieder einen Podestplatz bejubeln durfte. Diese könnte Gold wert sein, was die Moral der Belegschaft vor Ort und in der Fabrik in Köln angeht. Toyota verfügt mit geschätzten 400 Millionen Euro zwar über einen der höchsten Jahresetats aller Formel-1-Teams, doch in Erfolge umgemünzt werden konnte dieser nur selten. So ist es auch kein Wunder, dass die Motivation in den vergangenen Jahren ein wenig gelitten hat - vor allem durch den Absturz von 88 auf 13 WM-Punkte zwischen 2005 und 2007. Trullis Galavorstellung von Magny-Cours kam genau zum richtigen Zeitpunkt: "Für das ganze Team ist es sehr gut, dass die Mühen einmal belohnt werden", erklärte Technikchef Pascal Vasselon gegenüber 'autosport.com'. "Wenn alle Teams hart arbeiten, dann stachelt einen so ein Resultat dazu an, noch härter zu arbeiten, weil man sich nicht mehr so müde fühlt. Man spürt den Stress nicht mehr und durch die Umstände packen die Mitarbeiter noch härter an." In Köln hofft man nun natürlich, dass der dritte Platz eine Initialzündung sein könnte, denn die aerodynamischen Änderungen, die das Team in den vergangenen Wochen erarbeitet hat, schienen zumindest in Magny-Cours optimal zu funktionieren. Dass es in derselben Tonart weitergehen wird, gilt als unwahrscheinlich, doch die Tendenz zeigt insgesamt klar nach oben.
Max Mosley wurde am 3. Juni in Paris im Amt des FIA-Präsidenten bestätigt Zoom © xpb.cc
Dass Max Mosley bei der Vertrauensabstimmung der FIA-Generalversammlung am 3. Juni als Präsident des Automobilweltverbandes bestätigt wurde, kam für viele überraschend. Insidern war allerdings von Anfang an klar, dass dieser Sieg über die Stimmen der kleinen Verbände errungen wurde - und dank eines Mannes, wie sich jetzt herausgestellt hat: Mohammad bin Sulayem. Mosley hatte in Paris 103 Stimmen für und nur 55 gegen sich. Bin Sulayem hat mit seiner Überzeugungsarbeit 41 Delegierte auf die Seite des umstrittenen FIA-Präsidenten gezogen und war damit einer der wichtigsten Drahtzieher hinter dem Ausgang der Vertrauensabstimmung. Der Verbandspräsident der Vereinigten Arabischen Emirate bestreitet dies gar nicht: "Ja, das stimmt. Ich habe ihm so viele Stimmen beschafft. Ich habe den Unterschied ausgemacht." Der 46-Jährige kann außerdem nicht nachvollziehen, warum einige der größeren Automobilverbände wie etwa der deutsche ADAC oder die amerikanische AAA immer noch Stimmung gegen Mosley machen, obwohl der längst in seinem Amt bestätigt wurde. Laut bin Sulayem sollte man die Affäre nun auf sich beruhen lassen, das demokratisch erzielte Abstimmungsergebnis akzeptieren und wieder zum Tagesgeschäft zurückkehren. "Die Vertrauensabstimmung war ein demokratischer Prozess. Jetzt, wo er bestätigt wurde, wäre es unfair, seine Zukunft als FIA-Präsident in Frage zu stellen. Die Länder, die sich als Fahnenträger der Demokratie ausgeben, scheinen genau das Gegenteil zu tun. Wenn mich jemand davon überzeugen kann, dass er dem Motorsport geschadet hat, dann haben wir einen Fall - aber nicht wegen seiner persönlichen und privaten Angelegenheiten", so bin Sulayem.
Kimi Räikkönens Motor wurde in Magny-Cours in Mitleidenschaft gezogen Zoom © xpb.cc
In der 34. Runde des Rennens in Magny-Cours ging bei Kimi Räikkönen das Auspuffrohr kaputt, sodass er die Hälfte der Renndistanz mit einem angeschlagenen Auto zu Ende fahren musste. Natürlich wurde der Motor durch die hohen Temperaturen und den niedrigen Wasserdruck in Mitleidenschaft gezogen, was wohl einen Zwangswechsel nach sich ziehen wird. Räikkönen fuhr in Magny-Cours allerdings erst das erste Rennen mit seinem V8-Motor - und weil die Formel-1-Triebwerke aus Kostengründen nur nach jedem zweiten Grand Prix gewechselt werden dürfen, müsste dies eigentlich eine Rückversetzung in der Startaufstellung um zehn Positionen nach sich ziehen. Ferrari hat aber das Glück, dass das Reglement im Winter geändert wurde und seit 2008 der erste Motorwechsel des Jahres straffrei bleibt. "Nach so einem schwierigen Rennen ab Halbzeit bis zum Ende ist es sehr wahrscheinlich, dass wir den Motor wechseln müssen, also müssen wir den Joker verwenden, der es uns erlaubt, den ersten Wechsel in der Saison ohne Strafe durchzuführen", erklärte Ferrari-Teamchef Stefano Domenicali in Magny-Cours. "Es ist wahrscheinlich etwas zu ambitioniert, in diesem Zustand ein zweites Rennen fahren zu wollen." Doch auch wenn Räikkönen in der Startaufstellung in Silverstone nicht nach hinten wandern muss, so bleibt der Motorwechsel doch nicht ganz ohne Konsequenzen, denn durch die Rhythmusverschiebung muss der Finne nun die beiden Hochgeschwindigkeitsrennen in Spa-Francorchamps und Monza mit ein und demselben Triebwerk bestreiten - und vor allem darf er sich nun kein weiteres Motorenproblem mehr erlauben...
Lewis Hamilton ist nicht gerade begeistert von vielen Schlagzeilen in seiner Heimat Zoom © xpb.cc
Der Weg ins Rampenlicht ging schnell - vor eineinhalb Jahren war Lewis Hamilton noch ein relativ unbeachteter Nachwuchspilot, jetzt steht er vor allem in seiner Heimat Großbritannien im Mittelpunkt des öffentlichen Interesses. Und mit vielen Schlagzeilen ist der McLaren-Pilot überhaupt nicht einverstanden. Denn Hamilton beklagt, dass er durch die Berichterstattung in den britischen Medien ein völlig falsches Image bekommen hat. Und das betrifft vor allem sein Privatleben: Hamilton bei glamourösen Filmpremieren, bei Preisverleihungen, Affären mit Popstars und Models - alles sorgt für Schlagzeilen. Und die bringen dem 23-Jährigen den Ruf ein, den Verlockungen des Luxuslebens nicht widerstehen zu können und sich gern ins Rampenlicht zu drängen. Als dann auch noch die - frei erfundene - Meldung durch den britischen Blätterwald rauschte, er habe sich für 400.000 US-Dollar ein persönliches Autokennzeichen gekauft, ging Hamilton in die Offensive. "Ich kann nicht wirklich viel dagegen tun", klagte der McLaren-Pilot über sein neues Image. "Aber so ein Typ bin ich einfach nicht. Ich möchte meinen Spaß haben, aber ich muss nicht über den roten Teppich laufen. Ich wollte nie so behandelt werden. Ich habe es zwar schon ein paar Mal erlebt, aber ich suche nicht nach Veranstaltungen, die ich besuchen kann, damit ich gesehen werde. Ich sitze einfach gern im Hintergrund wie jeder andere Zuschauer auch. Ich treffe mich gern mit Leuten - aber die fangen dann an, Geschichten daraus zu stricken." Vom Liebling zum Gescholtenen"Ich treffe mich gern mit Leuten - aber die fangen dann an, Geschichten daraus zu stricken." Lewis Hamilton Nicht nur Hamiltons Privatleben wird gern in den britischen Medien thematisiert, sondern auch seine Leistungen auf der Strecke. Und da ist aus dem Liebling in den vergangenen Wochen der Gescholtene geworden. Vor allem für seinen kuriosen Unfall in Montréal musste der McLaren-Pilot heftige öffentliche Kritik einstecken. "Ich kann mit konstruktiver Kritik umgehen, aber diese Sachen lese ich überhaupt nicht", so der 23-Jährige. "Man hört, was so in den Medien berichtet wird, aber welchen Unterschied sollte es für mich machen? Ich mache meinen Job und habe Spaß." "Aber die meiste Zeit ist mir nur wichtig, was mein Vater über mich denkt." Lewis Hamilton Negative Presse beeinflusse ihn nicht, so Hamilton, aber: "Es ist aber natürlich schon so, dass mir nicht egal ist, was für eine Meinung die Leute über mich haben", schränkte er ein, "denn ich bin schließlich kein kaltschnäuziger Typ, sondern ich versuche immer, mein Bestes zu geben. Kleine Fehler können passieren. Ich denke, dass jeder mal Fehler macht wie ich, aber die stehen nicht wie ich im Rampenlicht." "Die Leute versuchen, aus mir etwas zu machen, was ich gar nicht bin", sagte Hamilton abschließend. "Aber die meiste Zeit, nämlich zu 99,9 Prozent, ist mir nur wichtig, was mein Vater über mich denkt."
Quelle: motorsport-total.com
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Stewarts Vorwurf: McLaren wird zu oft bestraft
24.06.2008 - 08:00
Jarno Trulli strahlte in Magny-Cours nach seinem erkämpften dritten Rang Zoom © xpb.cc
Frage: "Herzlichen Glückwunsch zum dritten Platz; wie war es, wieder auf dem Podium zu stehen?" Jarno Trulli: "Es ist einfach ein fantastisches Gefühl und es war eine großartige Belohnung für alle Mitarbeiter des Teams, ein so perfektes Wochenende zu haben. Ich weiß, wie hart in Köln alle daran arbeiten, das Auto zu verbessern, und meine Ingenieure und Mechaniker haben in Magny-Cours ein Maximum an Leistung gebracht. Es war toll, diesen Moment auf dem Podium mit ihnen zu teilen und danach die Zufriedenheit in der Garage zu sehen. Dies gibt uns enormen Auftrieb für die zweite Hälfte der Saison." Frage: "Hattest du erwartet, um das Podium kämpfen zu können?" Trulli: "Zu Beginn des Wochenendes habe ich nicht erwartet, dass ich um den dritten Platz kämpfen würde, soviel ist sicher. Wir hatten aber einige neue Aeroteile am Auto, von denen wir eine Verbesserung erwarteten, und im Laufe des Wochenendes bekam ich zunehmend das Gefühl, dass wir ziemlich gut dastanden. Der vierte Platz im Qualifying war ein tolles Ergebnis und danach hatte ich den Eindruck, dass wir eine sehr gute Chance auf einen Platz unter den ersten Sechs hatten und, falls alles gut lief, vielleicht auch das Podium ins Auge fassen konnten. Ich war wirklich heiß auf das Rennen, weil ich glaubte, dass ein fantastisches Resultat möglich war, und bin natürlich glücklich, dass alles so gut geklappt hat." Frage: "War es ein schweres Rennen für dich?" Trulli: "Ich habe mich das ganze Rennen hindurch maximal reingehängt und wirklich hart gefightet, wie ich das immer tue. Es war nicht einfach, aber als ich beim Start an Fernando vorbeikam, wusste ich, dass wir eine Chance hatten. Ich habe daher nie aufgegeben und jede Runde voll Druck gemacht. Ich musste stark sein, um mich vorne halten zu können, weil wir gegen Autos zu kämpfen hatten, die etwas schneller waren als unseres. Das Rennen war schwer, ich war aber fest entschlossen, ein tolles Resultat zu holen - ganz besonders in diesem Rennen, nach dem, was mit Ove Andersson passiert ist. Wir wollten den Erfolg als Tribut an ihn, weil er so viel für das Team getan hat. Leider konnte er dieses tolle Resultat nicht miterleben, es war aber fantastisch, ihm meinen dritten Platz widmen zu können." Frage: "Wie waren die letzten Runden für dich?" : "Gegen Ende des Rennens war es sehr aufregend, als ich mit Heikki kämpfen musste. Es regnete etwas und unter diesen Bedingungen ist es schwieriger, vorne liegen, weil man nicht genau weiß, was einen in den einzelnen Kurven erwartet. Es ist einfacher, dem Vordermann zu folgen. Heikki fuhr also sehr dicht an mich heran und setzte mich stark unter Druck. Ich war aber entschlossen, meine Position nicht zu verlieren. Zwei Runden vor Schluss zog er neben mich, ich blieb aber stark und gab nicht auf. Es war knapp, ich habe aber hart gefightet und meinen Platz gehalten." Frage: "Kannst du den Vorfall näher beschreiben?" Trulli: "Er zog neben mich und ich nahm die Innenlinie, wodurch wir Rad an Rad lagen. Ich wollte diese Position auf keinen Fall verlieren, das Podium war ja praktisch schon in Sicht. Wir haben uns nicht berührt, weil ich ihm gerade noch genug Raum gelassen habe. Es war wie ein Gokart-Rennen. Ich hatte nicht erwartet, in der Formel 1 einmal die Gelegenheit zu haben, so zu fahren! Es war ein Kampf, der Spaß gemacht hat, besonders für mich, weil ich mich ja behaupten konnte. Ich würde mich freuen, in jedem Rennen auf diese Weise um das Podium kämpfen zu können!" Frage: "Wie haben sich die Dinge seit dem letzten Jahr verändert?" Trulli: "Dieses Jahr sind wir viel konkurrenzfähiger; das Auto wirkt ausgewogener und ich kann mehr Druck machen, weil es sich sehr gut fahren lässt. Das Auto ist ganz einfach schneller als im letzten Jahr und das bedeutet, dass wir konkurrenzfähiger sind. Wir haben bereits erheblich mehr Punkte gesammelt als im ganzen Jahr 2007. Das zeigt, dass wir besser geworden sind, und ist der harten Arbeit aller Mitarbeiter des Teams zu verdanken. Wir wissen, dass wir noch etwas hinter den schnellsten Wagen zurückliegen, aber wir haben gezeigt, dass wir in manchen Rennen mit McLaren und BMW mithalten können. Wir möchten dazu häufiger in der Lage sein, weswegen wir das Auto weiter verbessern müssen. Ich bin mir aber sicher, dass wir in die richtige Richtung gehen."
Frage: "Und was meinst du, wie du dieses Jahr gefahren bist?" Trulli: "Ich glaube, ich fahre besser den je. Ich habe Erfahrung und ich glaube, ich werde jedes Jahr besser, weil man aus Fehlern oder Erfahrungen stets etwas lernt. Mit einem konkurrenzfähigen Auto kann ich vorne mitkämpfen, da bin ich mir sicher. In Frankreich hat man gesehen, wie entschlossen und nüchtern ich bin; ich habe bis zum Ende gekämpft und das hat mir wirklich Spaß gemacht."
In Abu Dhabi findet 2009 das Saisonfinale der Formel 1 statt Zoom © xpb.cc
Das Formel-1-Feld erwartet im Jahr 2009 eine lange Saison. Am 16. März wird das Formel-1-Jahr traditionell in Melbourne starten, das Ende folgte dann erst am 15. November in Abu Dhabi, der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate. Alle Rennen der Saison 2008 finden auch 2009 statt - neu hinzu kommt lediglich das Stadtrennen in Abu Dhabi. Dennoch gibt es einige Veränderungen: Der Türkei-Grand-Prix rutscht vom Mai in den August und das Rennen in Silverstone wird vor dem Frankreich-Grand-Prix über die Bühne gehen - bisher war dies umgedreht. Im ersten Entwurf fehlt zudem Indianapolis. Dort gab es zuletzt wieder Hinweise darauf, dass man die Formel 1 zurückwolle - so man denn einen finanziellen Partner finde. Da die Saison mit 19 Rennen ohnehin schon recht voll ist, ist eine Rückkehr nun so gut wie ausgeschlossen. Eine Unklarheit betrifft auch den Deutschland-Grand-Prix. Nach Hockenheim in diesem Jahr ist 2009 wieder der Nürburgring an der Reihe, doch es bleibt abzuwarten, ob das Rennen auch als Großer Preis von Deutschland ausgetragen werden wird. Schon 2007 fand das Rennen als Grand Prix von Europa statt, da die Namensrechte beim Hockenheimveranstalter AvD liegen. Der Europa-Grand-Prix ist nun jedoch in Valencia, sodass hier weitere Entwicklungen abgewartet werden müssen.
Die FIA möchte die Formel 1 zusammen mit dem Teams umgestalten Zoom © xpb.cc
Der Machtkampf in der Formel 1 geht in eine weitere Runde. Nachdem die Unterzeichnung eines neuen Concorde Agreements zwischen Teams, Ausrichtern und der FIA immer mehr ins Hintertreffen geriet, kristallisierte sich heraus, dass dies vor allem an der künftigen Machtverteilung in der Formel 1 liegt. Die FIA fürchtet, durch den neuen Entwurf an Einfluss zu verlieren und nur noch für die sportlichen Aspekte verantwortlich zu sein. Umso spannender wurden die Ergebnisse der heutigen Sitzung des World Councils erwartet. Und einige Überraschungen finden sich auch in der Erklärung der FIA. So möchte die oberste Sportbehörde mit den Formel-1-Teams weitreichende Gespräche darüber führen, wir die Effizienz der Formel 1 verbessert werden kann. Explizit eingeschlossen darin sind auch "neue technische Regularien für die Meisterschaft". Keine massiv höheren Gebühren für die Teams"Dies beinhaltet auch eine Bewertung der Führung der Formel 1", heißt es in der Pressemitteilung weiter. Die FIA möchte sich dem Kampf um die Macht also stellen und sich vor allem die Zustimmung der Teams sichern. Aus den geplanten höheren Nenngebühren wurde somit nichts - denn die Teams zunächst stärker zu belasten und dann ihre Zustimmung im Machtkampf zu bekommen, erschien wohl aussichtslos. Die Teams müssen für 2009 eine Nenngebühr von 309.000 Euro zahlen - das sind lediglich drei Prozent mehr als in dieser Saison, die mit der Inflation erklärt wurden. Jedoch: Man setzt den Teams gleichzeitig die Pistole auf die Brust und möchte eine drohende "Piratenserie" schnell wieder in der Versenkung verschwinden lassen. Die Einschreibeperiode für die Saison 2009 wurde massiv nach vorn verlegt. Vom 1. bis zum 31. Juli 2008 müssen die Teams die Unterlagen zur Meldung anfordern. Über zusätzliche Gebühren, die einer erweiterten Sicherheit an der Strecke zugute kommen soll, wird zu einem späteren Punkt aber noch einmal verhandelt - jedoch unter Einbeziehung der betroffenen Teams. Formel-2-Meisterschaft schon ab 2009?Eine weitere Entscheidung, die zumindest indirekt die Formel 1 näher an die FIA binden soll, ist die Einführung einer eignen Nachwuchsserie. Die GP2-Serie, welche die Formel 3000 ablöste, ist ein Renault-Produkt. Schon für 2009 möchte die FIA jedoch etwas Eignes anbieten wollen. "Die FIA wird eine neue Nachwuchsserie für die Formel 1 ausschreiben", heißt es. "Diese Meisterschaft, genannt Formel 2, würde 2009 beginnen und als preiswerte Plattform fungieren, um Fahrertalente für die Formel 1 zu entwickeln. Es wird erwartet, dass dies mit einem Budget von circa 200.000 Euro pro Auto in einer Saison erreicht werden kann." Bis auf die Nenngebühren und die vorgezogene Einschreibung der Teams sind konkrete Entscheidungen nicht gefallen. Die angekündigten Gespräche mit den Teams für die Formel-1-Zukunft müssen noch anlaufen, ebenso der Aufbau der neuen Formel 2 - denn bis 1984 gab es diese Serie bereits, wurde dann von der Formel 3000 aber abgelöst.
Bruno Senna möchte sich zunächst auf die GP2-Meisterschaft konzentrieren Zoom © xpb.cc
Solange es aus München und Hinwil keine offizielle Bestätigung gibt, wer für das BMW Sauber F1 Team im Jahr 2009 fahren wird, solange werden die Spekulationen weitergehen. Nick Heidfeld habe angeblich einen Vertrag bis 2009, auf Robert Kubica besitze das Team zudem eine Option, die sicher gezogen wird, um den Kanada-Sieger zu halten. Doch: Nichts Genaues weiß man nicht. Nun brachte 'Sport Bild online' eine bisher nicht erwähnte Variante ins Spiel: Bruno Senna, derzeit in der GP2 auf dem zweiten Gesamtrang, stehe in intensiven Verhandlungen mit BMW. Dessen Mentor in der Formel 1, Toro-Rosso-Teilhaber Gerhard Berger, habe sich in Magny-Cours erneut mit seinem Ex-Kollegen und BMW Motorsport Direktor Mario Theissen getroffen. Das Thema: Senna. "Ich helfe Bruno und seiner Familie, die sich um seine Karriere kümmert, so gut es geht. Seine Entwicklung zeigt deutlich nach oben", so Berger gegenüber der 'Sport Bild'. Wie genau es aber weitergeht, steht aber in den Sternen. Jedoch berichtet 'Sport Bild online', dass nicht nur ein Testposten in Aussicht steht - sondern auch ein Stammcockpit. Für Senna selbst liegt der Fokus aber weiter auf der GP2-Serie. Zusammen mit dem iSport-Team möchte er in der Nachwuchsserie erfolgreich sein. "Dann kann ich ein bisschen mehr träumen", so der 24-Jährige.
Lewis Hamilton muss erkennen, dass die Erwartungen an ihn ansteigen Zoom © xpb.cc
Die Souveränität, die Lewis Hamilton während seiner ersten Formel-1-Saison 2007 ausstrahlte, überraschte alle. Und auch wenn er Fehler machte, man stand es ihm zu - es war ja sein Lehrjahr. Nun, in seiner zweiten Saison, wird der Druck auf den Engländer immer größer. Die Medien zeigen immer weniger Verständnis für Fehler - auch wenn er gerade einmal 25 Grands Prix gefahren hat - und immer häufiger ist sein Privatleben Mittelpunkt der Berichterstattung. Nach Monaco und dem dortigen Sieg war er noch der gefeierte Held. Doch in Kanada übersah er die rote Ampel an der Ausfahrt der Boxengasse und knallte Kimi Räikkönen ins Heck. Strafversetzt um zehn Plätze und im Rennen auch noch mit einer Durchfahrtsstrafe belegt sah er in Magny-Cours dann zwar wieder die Zielflagge - jedoch außerhalb der Punkte. In der WM liegt er nun 10 Punkte hinter der Spitze. Mit den "Randerscheinungen" neben der Piste droht Hamiltons Stern blasser zu werden, doch Hondas Teamchef Ross Brawn kennt solche Situationen und auch eine einfache Lösung dafür: Er müsse sich auf das Wesentliche konzentrieren - das Fahren. Auch Michael Schumacher habe zu Beginn seiner Formel-1-Karriere eine solche Phase durchlaufen müssen. Konzentration auf das Fahren"Das Fahren ist es, das ihn durch alles hindurchbringen wird", so Brawn. "Er muss sich auf das Fahren konzentrieren, dann wird alles andere sich selbst regeln." Auch der Honda-Teamchef erinnerte dabei daran, dass Hamilton eben keine jahrelange Erfahrung in der Formel 1 nachweisen kann. "Wir tendieren dazu zu vergessen, wie jung er noch ist und wie viele neue Erfahrungen auf ihn einprasseln", erklärte er der 'BBC'. "Ich hatte das Glück, mit Michael Schumacher zu arbeiten, als er durch diese Lernphase ging - und da war es nicht anders", fuhr er fort. "Die Aufmerksamkeit, die diesen Jungs zuteil wird, bedeutet einen irren Druck. Und dabei kann ihnen niemand wirklich helfen." Sie müssten diese Phase selbst durchstehen und daraus lernen. "Es kann ihnen niemand sagen, was die tun sollten. Sie müssen es damit auf die harte Tour lernen - selbstständig", so Brawn weiter. Dazu gehöre dann auch, dass es mit dem WM-Titel auch 2008 nichts werden könnte, zudem Ferrari auch noch "sehr stark" aussehe. "Lewis ist in der Lage, Weltmeister zu werden. Es ist nur die Frage, wie gut das Auto ist und wie der Würfel fällt."
Heikki Kovalainen möchte sich einfach in Ruhe weiter nach vorn arbeiten Zoom © xpb.cc
So richtig schlecht verlief die Saison von Heikki Kovalainen nicht. Aus dem Vorjahr bei Renault weiß er noch, wie schlecht ein Jahr beginnen kann. Dennoch: Bisher konnte er bei McLaren-Mercedes nur einen Podestplatz einfahren, in der WM liegt er noch hinter Nick Heidfeld auch Rang sechs und hat nur knapp halb so viele Punkte wie Teamkollege Lewis Hamilton. Aus der Ruhe bringen lässt sich der Finne aber nicht. Er warte nur auf ein problemloses Wochenende, dann könne auch er weitere Schritte nach vorn machen. "Ich glaube nicht, dass durch die Probleme meine Zuversicht gelitten hat", erklärte Kovalainen gegenüber 'autosport.com'. "Ich hatte ein paar schwierige Rennen. Aber insgesamt hatte ich auch starke Leistungen im Qualifying, doch dann hatte ich technische Probleme oder den Crash in Barcelona." Und wenn das Rennen einmal gut laufe - wie jüngst in Magny-Cours -, dann sei bereits im Qualifying etwas daneben gegangen - ebenfalls wie in Magny-Cours durch die Strafversetzung auf Rang 10. Die Stimmung beeinflusse das aber kaum. "Natürlich möchten alle im Team gute Ergebnisse haben und wir können auch versuchen, uns zu verbessern, am Wochenende alles zusammen zu bekommen und bessere Ergebnisse zu holen." Ein weiterer Strafenhagel auf McLaren-Mercedes stünde diesen Vorhaben aber im Weg, doch Kovalainen möchte von einer ungerechten Behandlung nichts wissen. "Wir sollten da nicht so viel hineininterpretieren", erklärte er. "Wir müssen sicherstellen, dass wir keine Fehler mehr machen - dann wird es auch keine Strafen mehr geben. Ich glaube nicht, dass es für McLaren mehr Strafen gibt als für andere." Vor allem vor dem Team-Heimspiel in Silverstone sei es nun wichtig, sich wieder auf das Wesentliche zu konzentrieren. "Ich bin mit dem Auto ganz zufrieden", erklärte er. "Beim Testen ist es aber schwierig zu sagen, was die anderen machen. Und Ferrari wird natürlich wieder stark sein."
Kimi Räikkönen schob sich wieder näher an die F1Total-Champ-Spitze heran Zoom © xpb.cc
Im Grand Prix von Frankreich hatte Kimi Räikkönen großes Glück, dass der gebrochene Auspuff seines Ferrari F2008 nicht zu einem Ausfall führte. Teamkollege Felipe Massa ging an ihm vorbei und gewann das Rennen sicher, Räikkönen schleppte seinen weidwunden Ferrari aber noch auf Rang zwei. Bei den 'Motorsport-Total.com'-Lesern wurde der Finne dennoch belohnt: Er sicherte sich 10 Punkte im 'F1Total Champ'. Mit einer Durchschnittsbewertung von 8,94 Punkten gewann Räikkönen die Frankreich-Wertung. Nur knapp dahinter (8,42) klassierte sich Jarno Trulli, der in Magny-Cours für Toyota auf das Siegerpodest fuhr. Felipe Massa wurde Dritter (7,45) vor Heikki Kovalainen (6,80). Auch Nelson Piquet Jr. Fahrt zu Rang acht wurde belohnt: 5,97 und Rang fünf im 'F1Total Champ'. Auf den letzten drei Plätzen, die Zähler in der Gesamtwertung des 'F1Total Champs' geben, landeten Robert Kubica (5,39), Mark Webber (5,23) und Sebastian Vettel (4,83). Fernando Alonso (4,77) ging damit ebenso punktelos aus wie Timo Glock (4,75) und Nick Heidfeld (3,07). Am Ende des Feldes fand sich Jenson Button mit nur 1,81 Punkten wieder. In der Gesamtwertung geht es nach dem Frankreich-Rennen sehr knapp zu. Kubica liegt mit 49 Punkten noch in Front, jedoch nur noch mit einem Punkte Vorsprung auf Räikkönen. Massa folgt mit 38 Punkten auf Rang drei vor Lews Hamilton (26) und Heikki Kovalainen (26). Bester Deutscher ist weiterhin Nick Heidfeld (23). Bei den Teams konnte sich Ferrari mit 86 Zählern etwas vom BMW Sauber F1 Team (72) absetzen. McLaren-Mercedes folgt mit größerem Abstand und 52 Punkten auf Rang drei. Toyota (23) hat Red Bull Racing (22) nun überholt. Wenn Sie auch beim F1Total Champ 2008 mitbestimmen wollen, dann melden Sie sich einfach unter diesem Link an
Gian Carlo Minardi erwartet, dass Lewis Hamilton weiter dazulerne Zoom © xpb.cc
In der Formel 1 ist Gian Carlo Minardi nur noch selten zu sehen, doch als langjähriger Teamchef und -besitzer bleibt man natürlich auf dem Laufenden. Auch den Italiener fasziniert der Kampf an der WM-Spitze und er gehört dabei zu denen, die an Lewis Hamilton - nun schon mit zehn Punkten Rückstand auf die Spitze - Kritik üben. "Meiner Meinung nach sind vier Fahrer besser als Hamilton", erklärte er. Zu diesen gehöre zum Beispiel "Robert Kubica, der seit dem ersten Rennen keine Fehler macht und nur im ersten Rennen nach der Kollision mit Kazuki Nakajima keine Punkte einfuhr. Ohne diesen Zwischenfall würde er heute die WM anführen." Auch einen seiner Ex-Schützlinge schätzt er momentan höher an: Fernando Alonso. Zwar erlebte der Doppelweltmeister in Magny-Cours ein Rennen zum Vergessen, dennoch hebt ihn Minardi in den Himmel. "Auch wenn sein Material nicht so konkurrenzfähig ist, so kann er damit immer etwas anstellen", erklärte er. Und auch die Ferrari-Fahrer Kimi Räikkönen und Felipe Massa schätzt er als besser ein. Dennoch: Hamilton bleibt auch für Minardi ein heißer Titelkandidat. "Momentan macht er Fehler, weil er einfach unerfahren ist", erklärte er. "Er zeigt sogar Nervosität. Im Laufe der nächsten Grands Prix wird er sicher zeigen können, dass er in dieser Beziehung wächst."
Zwei Tage nach seinen ersten Punkten wieder im Einsatz: Nelson Piquet Jr. Zoom © xpb.cc
Zwei Tage nach seinen ersten Formel-1-WM-Punkten von Magny-Cours stieg Nelson Piquet Jr. heute in Silverstone wieder in den Renault, um die Vorbereitungen von Renault auf den britischen Grand Prix am 6. Juli in Angriff zu nehmen. Der Brasilianer blieb dabei nicht vor einigen kleinen Problemen verschont, rollte am Nachmittag sogar bei Start und Ziel aus und musste seinen R28 stehen lassen. "Die Streckenbedingungen waren anfangs ziemlich rutschig, aber als die Strecke sauberer wurde, war es in Ordnung", erklärte Piquet. "Wir verbrachten den Tag damit, am Setup zu arbeiten, was ganz gut lief. Am Ende war das Auto schon viel besser. Wir wurden ein paar Mal unterbrochen, daher konnten wir nicht so viel fahren, wie wir es gerne gehabt hätten, aber es ist eine gute Basis für morgen. Dann werden wir unser Programm fortsetzen." Testteamchef Christian Silk fügte an: "Wir haben viel Arbeit erledigt, auch wenn wir von ein paar Schwierigkeiten heimgesucht wurden. Dennoch konnten wir vieles in Angriff nehmen. Wir konzentrierten uns auf Basisarbeiten am Setup für den Grand Prix, Aerodynamiktests und Reifenevaluierungen. Das werden wir an den kommenden Tagen fortsetzen." Für das Protokoll: Piquet absolvierte 68 Runden und wurde mit 1,609 Sekunden Rückstand auf Spitzenreiter Felipe Massa Siebenter unter zehn Piloten.
Force India führte heute in Silverstone ein neues Aerodynamikpaket ein Zoom © xpb.cc
In Magny-Cours waren die Kräfte recht deutlich verteilt: Ferrari einsam an der Spitze, dann McLaren-Mercedes, dahinter das BMW Sauber F1 Team und das hart umkämpfte Mittelfeld - und abgeschlagen am Ende Force India. Daher ließen sich Mike Gascoyne und sein Technikerstab ein neues Aerodynamikpaket einfallen, das heute in Silverstone erstmals getestet wurde. Testfahrer Vitantonio Liuzzi legte damit stattliche 108 Runden zurück und wurde mit 2,062 Sekunden Rückstand Neunter unter zehn Piloten. Langsamer war nur noch Sebastian Vettel mit technischen Problemen im Toro Rosso. Liuzzis Fazit fiel dennoch positiv aus: "Zum Glück war es trocken, dadurch konnten wir konstant fahren. Die Jungs haben einen wirklich guten Job gemacht und das Auto lief zuverlässig", sagte er. "Die neuen Teile hatten einen positiven Einfluss auf das Auto. Wir legten viele Kilometer zurück, drehten einige schnelle Runden und die Balance fühlte sich besser an. Das neue Paket funktioniert bislang gut - und hoffentlich werden wir an den kommenden beiden Tagen auch an Speed zulegen", meinte er weiter. Giancarlo Fisichella und Adrian Sutil sollen morgen und am Donnerstag nämlich weitere Updates bekommen. Gascoyne fasste den Tag abschließend zusammen: "Das war nützlich. Wir testeten die erste Stufe unseres Aeroupdates mit einem neuen Frontflügel, einem neuen Bodywork und einem neuen Diffusor. Alles lief genau wie vorhergesagt. Tonio probierte außerdem ein neues Benzinsystem aus und wir begannen mit dem Setup für den Grand Prix. Für morgen und übermorgen planen wir den Einsatz weiterer neuer Komponenten."
Kamui Kobayashi war schneller als der Rest des umkämpften Mittelfeldes Zoom © xpb.cc
Manchmal liegen Tief- und Höhepunkte gerade in der Formel 1 ganz eng beisammen: Kurz nach dem Tod von Ex-Teamchef Ove Andersson gelang Jarno Trulli am vergangenen Wochenende in Magny-Cours der erste Podestplatz der laufenden Saison. Diesen Schwung will das japanische Team nun auch über die Silverstone-Tests in den britischen Grand Prix mitnehmen. "Nach dem tollen Resultat am Wochenende steht uns hier wieder eine stressige Testwoche bevor", erklärte Testteamchef Gerd Pfeiffer, für den heute Kamui Kobayashi im Einsatz war. "Kamui arbeitete zu Beginn an der Aerodynamik und am Setup. Er ist zum ersten Mal in Silverstone gefahren und brauchte ein paar Runs, um sich an die Strecke zu gewöhnen, aber danach arbeitete er sehr gut und er absolvierte alles, was wir geplant hatten." Der GP2-Junior von Toyota drehte insgesamt 82 Runden und war als Vierter schnellster Verfolger der drei Topteams. Auf Spitzenreiter Felipe Massa fehlten ihm 1,147 Sekunden. Angesichts der Tatsache, dass er zuvor nur eine Runde auf einem Roller in Silverstone gedreht hatte, war dies eine respektable Leistung. Erschwerend kam auch noch ein Motorendefekt hinzu. "Die Strecke macht Spaß, vor allem gefällt mir die schnelle Becketts-Kurve. Der letzte Sektor ist schwierig, vor allem die doppelte Haarnadel bei Luffield, wo es knifflig ist, die richtige Linie zu finden", bilanzierte Kobayashi. "Wir probierten verschiedene Setups und aerodynamische Konfigurationen aus. Wir haben das Programm komplett abgespult, also war es ein guter Tag." Morgen wird Trulli das Cockpit des Toyota TF108 übernehmen. Der Italiener soll die Vorbereitungen auf Silverstone fortsetzen.
Felipe Massa rollte kurz vor Schluss mit einem technischen Defekt aus Zoom © xpb.cc
Nur zwei Tage nach seinem Sieg in Magny-Cours erzielte Felipe Massa heute beim Testauftakt in Silverstone Bestzeit. Der Ferrari-Pilot absolvierte 71 Runden, die schnellste davon in 1:20.188 Minuten. Damit hatte er 0,289 Sekunden Vorsprung auf Heikki Kovalainen und 0,807 auf Robert Kubica. Massa bestätigte damit das, was viele Experten prognostiziert haben: dass der F2008 auf den Kurs in Silverstone optimal zugeschnitten ist. Heute kamen obendrein auch noch neue aerodynamische und mechanische Komponenten zum Einsatz, außerdem wurden erste Setupvarianten für den britischen Grand Prix am 6. Juli getestet. Den einzigen Rückschlag setzte es etwa eine halbe Stunde vor Schluss, als Massa mit einem technischen Defekt ausrollte. Seitens Ferrari wurde nicht näher spezifiziert, was die Ursache dafür war. Massa wird das Testprogramm morgen fortsetzen, am Donnerstag soll dann Kimi Räikkönen übernehmen.
Felipe Massa fuhr Bestzeit, obwohl sein Arbeitstag frühzeitig beendet war Zoom © xpb.cc
Nur zwei Tage nach dem Grand Prix von Frankreich begannen heute im britischen Silverstone die Vorbereitungen auf den nächsten WM-Lauf am 6. Juli. Alle zehn Teams nutzten am ersten von insgesamt drei Tagen die Gelegenheit, auf jener Strecke zu testen, auf der in zwölf Tagen der Grand Prix stattfinden wird. Das Rennwochenende in Silverstone ist bereits ausverkauft, daher nutzten heute viele Fans die Gelegenheit, Formel-1-Autos auf der Insel in Action zu sehen. Außerdem spielte das Wetter mit: Am Vormittag war es sogar teilweise sonnig, ehe es später ein wenig zuzog und abkühlte. Regen tauchte aber den ganzen Tag nicht auf. Somit herrschten trotz einer leichten Brise Wind fast optimale Bedingungen, um diverse neue Teile auszuprobieren. Ferrari wieder mit BestzeitFür McLaren-Mercedes war am ersten Tag Heikki Kovalainen im Einsatz Zoom © xpb.cc Am schnellsten war Magny-Cours-Sieger Felipe Massa (71 Runden), der weiterhin auf Wolke sieben schwebt und seinen Ferrari zu einer Bestzeit von 1:20.188 Minuten peitschte. Damit war der neue WM-Leader trotz eines Defekts am Ende der Session um ein ganzes Stück schneller als seine Verfolger Heikki Kovalainen (McLaren-Mercedes/+ 0,289/90 Runden) und Robert Kubica (BMW Sauber F1 Team/+ 0,807/82 Runden) - ein gutes Zeichen für den Großbritannien-Grand-Prix. Den Aufwärtstrend bei Toyota bestätigte in Abwesenheit von Podiumsheld Jarno Trulli Testfahrer Kamui Kobayashi (82 Runden), denn obwohl der Japaner die Strecke noch nicht kannte und sich am Vormittag erst einmal einfahren musste, landete er mit 1,147 Sekunden Rückstand an der vierten Stelle. Der GP2-Pilot blieb zwischendurch ohne Vortrieb stehen und arbeitete am Setup und an der Aerodynamik seines TF108. Nico Rosberg (Williams-Toyota/+ 1,222/88 Runden) und Mark Webber (Red-Bull-Renault/+ 1,377/94 Runden) belegten die Positionen fünf und sechs, unmittelbar vor Nelson Piquet Jr. (+ 1,609/68 Runden). Der Renault-Pilot, der in Magny-Cours seine ersten beiden WM-Punkte geholt hat, erlitt am Nachmittag einen technischen Defekt und rollte bei Start und Ziel aus. Ihm blieb nichts anderes übrig als über die Boxenmauer zurück zu den Garagen zu klettern. VJM01 mit vielen VeränderungenVitantonio Liuzzi testete ein technisches Paket mit zahlreichen Neuerungen Zoom © xpb.cc Achter wurde Jenson Button (Honda/+ 1,893/90 Runden) - ohne optisch auffällige Neuerungen an seinem RA108. Dafür packte Force-India-Ferrari heute ein umfangreiches Update für den VJM01 aus, das Vitantonio Liuzzi einfahren durfte. Der Italiener spulte 108 Runden ab und hatte 2,062 Sekunden Rückstand auf Massa. Augenscheinlichste Änderung am von Mike Gascoyne weiterentwickelten Chassis sind neue Luftleitbleche im Frontbereich. Der Pechvogel des heutigen Tages war Sebastian Vettel, denn der Deutsche musste seinen Toro-Rosso-Ferrari mit technischen Problemen schon am Vormittag abstellen und konnte nicht mehr ins Geschehen eingreifen. Dadurch wurde er mit 3,665 Sekunden Rückstand Zehnter und Letzter - und er kam nicht über zehn Runden hinaus. Zumindest darf er aber morgen einen ganzen statt nur einen halben Tag testen.
Kimi Räikkönen liegt derzeit viel besser im WM-Rennen als vor einem Jahr Zoom © xpb.cc
Eigentlich hatte Kimi Räikkönen ein Riesenglück, dass er in Magny-Cours überhaupt über die Ziellinie fahren konnte, denn wegen eines gebrochenen Auspuffrohrs hing seine Ankunft über 36 von 70 Runden an einem seidenen Faden. Natürlich war er im ersten Moment enttäuscht, dass er bis zu 6,6 Sekunden Vorsprung auf Felipe Massa nicht in einen Sieg umwandeln konnte, aber zwei Tage später überwiegt die Freude über die acht glücklichen Punkte. "Ich weiß nicht, ob ich über das, was am Sonntagnachmittag im Frankreich-Grand-Prix passiert ist, desillusioniert oder froh sein soll", erklärte der Ferrari-Pilot nach seiner Ankunft in der Heimat. "Unmittelbar nach dem Rennen war ich wirklich enttäuscht, aber jetzt muss ich sagen, dass ich mit dem Resultat zufrieden bin - und nur das zählt." Denn gerade acht Punkte in solchen Rennen sind es, was manchmal Weltmeisterschaften entscheidet... Im Nachhinein überwiegt die Freude"Ich habe acht Punkte geholt, obwohl ich auch hätte ausfallen können." Kimi Räikkönen "Natürlich finde ich es schade, dass ich nicht gewonnen habe, obwohl es am Anfang so gut gelaufen ist, aber wir müssen die positiven Aspekte sehen", meinte er weiter. "Das Team hat einen fantastischen Job gemacht und ich habe acht Punkte geholt, obwohl ich auch hätte ausfallen können. Und ich bin jetzt näher an der Gesamtführung dran als nach Kanada. Es ist eine enge Saison mit vier Fahrern, die eng beisammen liegen." Mit fünf Punkten Rückstand auf Massa ist Räikkönen momentan WM-Dritter. Im Vorjahr war er zu diesem Zeitpunkt allerdings nur Gesamtvierter - und sein Rückstand betrug stattliche 22 Zähler auf Lewis Hamilton. Trotzdem ist es ihm damals noch gelungen, den Spieß umzudrehen. Daraus schöpft der 28-Jährige Zuversicht: "Es ist aber noch nicht mal die Hälfte der Saison vorbei und es gibt noch viele Punkte zu holen." "In den Freien Trainings", ließ er Magny-Cours noch einmal Revue passieren, "lief alles glatt. Ich hatte ein gutes Gefühl, fuhr auf Pole-Position und lag um vier Zehntel voran, als ich im zweiten Run in Q3 schneller unterwegs war und die Runde abbrach, um Benzin zu sparen. Es war die 200. Pole für Ferrari und ich bin wirklich stolz, dass ich Teil der Geschichte dieses tollen Teams sein darf, genau wie im Vorjahr in China, als ich den 200. Grand Prix für Ferrari gewonnen habe." Große Sorgen am Ende des Rennens"Ich sah auch gleich im Rückspiegel, dass ein Auspuffrohr flatterte und fehlte." Kimi Räikkönen Im Rennen am Sonntag lief alles gut, "aber gegen Halbzeit fiel mir ein Leistungsverlust auf und ich sah auch gleich im Rückspiegel, dass ein Auspuffrohr flatterte und fehlte. Von da an war ich wirklich besorgt, dass ich das Rennen nicht beenden würde. In den letzten Runden fühlte es sich so an, als würde das Auto stehen bleiben. Daher bin ich im Nachhinein wirklich froh über den zweiten Platz", teilte der Finne mit. "Ich muss zugeben, dass es noch nie besser war, eine Zielflagge zu sehen. Wir haben wieder einmal bewiesen, dass man nie aufgeben sollte", so Räikkönen, der den Grund für den Defekt übrigens auch noch nicht kennt: "Das Team weiß nicht, was passiert ist. Sie werden Tests unternehmen, aber es ist schwierig, eine Antwort zu finden, weil das Auspuffrohr weggeflogen ist und weil der Motor das halbe Rennen lang enormen Belastungen ausgesetzt war." Für das bevorstehende Rennen in Silverstone, auf das sich der Ferrari-Pilot am Donnerstag im Cockpit des F2008 vorbereiten wird, ist Räikkönen optimistisch. Allerdings muss er dort aller Voraussicht nach mit einem neuen Motor an den Start gehen. Strafe in Form einer Rückversetzung in der Startaufstellung erwartet ihn deswegen aber keine, denn der erste Motorwechsel des Jahres bleibt seit 2008 straffrei.
Will von einer Beteiligung an der Mosley-Affäre nichts wissen: Ecclestone Zoom © xpb.cc
Politisch gesehen ist die Formel 1 momentan in Aufruhr - von Concorde-Agreement über Piratenserie bis hin zu geheimnisvollen Machtkämpfen ist in den vergangenen Wochen so ziemlich alles passiert, was man sich irgendwie vorstellen kann. Sogar von MI5-Agentenfrauen war da die Rede und von nebulösen Verschwörungstheorien. Ausgelöst wurden all diese Diskussionen durch die Affäre um FIA-Präsident Max Mosley, die für ein weltweites Medienecho gesorgt hat. Mosley betonte von Anfang an, er sei in eine Falle getappt, die man ihm mutwillig gestellt habe, aber seine Nachforschungen nach den Drahtziehern ergaben bisher keine Ergebnisse. Daher wurde im Paddock sogar schon spekuliert, Bernie Ecclestone könnte eine solche Verschwörungsaktion gutgeheißen haben. Zumindest in der Theorie würde das sogar Sinn machen, denn Mosley ist derjenige, der im Machtkampf hinter den Kulissen mehr Geld für die Teams fordert - aus dem Einnahmentopf, der von Ecclestone und seinen Partnern von CVC verwaltet wird. Sollten Mosleys Forderungen nicht umgesetzt werden, dann will die FIA ihren Sanktus für das neue Concorde-Agreement verweigern, das sich Ecclestone und CVC im Sinne der Stabilität ihres Investments so sehr wünschen. Aber Ecclestone bestreitet, an einer etwaigen Verschwörung gegen Mosley beteiligt gewesen zu sein: "Ich hatte damit in keinster Weise etwas zu tun", erklärte er seiner Haus- und Hofzeitung, der Londoner 'Times'. "Zweitens ist so etwas nicht mein Stil - so würde ich nicht operieren. Drittens würde ich niemals Max zerstören wollen. Das zu glauben, ist ein schöner Haufen Unsinn, ganz ehrlich. Das stimmt einfach nicht."
Das britische Fahrertrio um Lewis Hamilton zieht die Massen nach Silverstone Zoom © Silverstone
Zum ersten Mal in seiner Geschichte ist der bevorstehende Grand Prix von Großbritannien ausverkauft: Nachdem schon vor Wochen vermeldet werden konnte, dass es für Sonntag keine Tickets mehr gibt, steht nun fest, dass die Kontingente auch für Freitag und Samstag bereits ausgeschöpft sind. Das bedeutet, dass für Sonntag 90.000 Zuschauer erwartet werden, für Samstag 85.000 und für Freitag 65.000. "Die Nachfrage war unglaublich", erklärte Streckenchef Richard Phillips. "Wir werden an allen drei Tagen unsere Kapazitäten voll ausschöpfen und erwarten 240.000 Fans. Die Atmosphäre wird erstaunlich." In Silverstone wurden seit dem Vorjahr etwas mehr Zuschauerplätze geschaffen, indem zusätzliche Tribünensitze und Terrassen geschaffen wurden. Außerdem herrscht für Freitag freie Platzwahl, was erklärt, dass an den Trainingstagen wegen der Gefahr von Überbuchungen zwischen Wochenend- und Tageskarten weniger Zuschauer eingelassen werden können als am Renntag. All jene, die nach Silverstone fliegen wollten, aber zu spät dran waren, haben ab dem Montag nach dem 2008er-Rennen schon die Chance, unter silverstone.co.uk ihre Tickets für 2009 zu kaufen.
Die Zukunft von Nick Heidfeld im BMW Sauber F1 Team steht in den Sternen Zoom © xpb.cc
Nick Heidfeld hat von den bisherigen acht Qualifyings in dieser Saison noch kein einziges gegen Robert Kubica gewonnen, im Durchschnitt fehlten ihm 0,522 Sekunden auf seinen Kollegen im BMW Sauber F1 Team. Am knappsten war es in Malaysia (0,026 Sekunden), am deutlichsten in Kanada (1,135 Sekunden). "Wenn der Teamkollege im Qualifying die ganze Saison schneller ist, ist es klar, dass ein gewisser Druck aufkommt", analysierte Testfahrer Christian Klien am vergangenen Wochenende. "Nick meistert das aber recht gut. Er hat - auch von den Medien - viel Druck, aber er versucht, sich bei den Meetings und im Auto auf das Wesentliche zu konzentrieren. Er hat sicherlich das Autofahren nicht verlernt und ich bin mir sicher, dass er das wieder in den Griff bekommen wird." Unterstützung erhält Heidfeld zumindest im Moment auch noch von BMW Motorsport Direktor Mario Theissen, der am Samstag in Magny-Cours klarstellte, dass es "derzeit kein Thema" sei, "Quick Nick" während der Saison gegen einen anderen Piloten auszutauschen - letztendlich auch mangels Alternativen, wenn man den Fahrermarkt genauer unter die Lupe nimmt. Wie es allerdings für nächstes Jahr aussieht, ist noch völlig unklar. "Wir werden uns im Sommer festlegen, vermutlich in der zweiten August-Hälfte. Aber es kann auch früher oder später passieren", kündigte Theissen an. Heidfeld hat angeblich einen Vertrag bis Ende 2009, aber wer Theissen kennt, der weiß, dass es sicher Möglichkeiten gibt, aus diesem frühzeitig auszusteigen. Und selbst wenn dies nicht der Fall sein sollte: Jacques Villeneuve weiß, dass Verträge oft nicht einmal das Papier wert sind, auf dem sie geschrieben stehen... Heidfeld müsse sich jedenfalls in den nächsten Wochen steigern, speziell im Qualifying: "Die Situation ist natürlich nicht einfach, denn er muss versuchen, auf dem gleichen Niveau wie Robert zu fahren. Robert gelingt es, das Auto perfekt abzustimmen, und er ist in jeder Situation schnell. Nick muss speziell das Thema Aufwärmen der Reifen in den Griff bekommen. Wir haben ihm sehr viel Unterstützung gegeben in den vergangenen Wochen", so der BMW Motorsport Direktor.
Pat Symonds ist mit dem Abschneiden in Magny-Cours nicht zufrieden Zoom © xpb.cc
Zum ersten Mal in dieser Saison hat Renault beim Heimrennen in Magny-Cours am vergangenen Sonntag beide Autos in die Punkteränge gebracht, allerdings nur auf den Positionen sieben (Nelson Piquet Jr.) und acht (Fernando Alonso). Nach dem starken Qualifying, in dem es mit einem Auto für die zweite Startreihe gereicht hatte, war das eine herbe Enttäuschung. Alonso fiel schon am Start um zwei Positionen zurück und kam in der 15. Runde als Erster zu einem regulären Boxenstopp herein. Durch diese Strategie wurde er immer weiter nach hinten durchgereicht. Seine Pace war im Rennen jedenfalls nicht mehr so berauschend: 1,011 Sekunden Rückstand auf die schnellste Runde bedeuteten in dieser Wertung den achten Platz. Im Nachhinein betrachtet war das Qualifying also doch eine Vorstandszeit. "Aus irgendeinem Grund", erklärte Chefingenieur Pat Symonds, "hatten wir einen sehr schlechten ersten Stint. Wir haben die Pace von Trulli unterschätzt, auch wenn wir seine Pace in den letzten beiden Stints auch benzinkorrigiert mitgehen konnten. Zu dem Zeitpunkt waren wir aber auf einer anderen Strategie, die nicht optimal war. Der erste Stint hat uns gekillt, aber wir wissen nicht warum. Wir hatten einfach nicht genug Grip." Weil Toyota und Red Bull in Magny-Cours schneller waren als Renault, fiel Symonds' Fazit in Summe nicht positiv aus: "Wir sind nicht glücklich", gab der Brite zu Protokoll. "Zwei Autos in den Punkten zu haben, ist gut, aber wir spüren, dass da noch mehr geht. Wir sagen schon seit einiger Zeit, dass das Auto besser geworden ist, aber wir sehen nicht sein volles Potenzial. Das war auch in Frankreich so. Auch wenn wir zwei Autos in den Punkten hatten, sind wir zu mehr in der Lage." Und Symonds fügte seufzend an: "Solange das Auto nicht schneller ist, wird unser Leben nicht einfach." Für Silverstone soll allerdings noch einmal ein großes Update für den R28 kommen. Schlägt dieses nicht voll ein, dann sollen die Ressourcen voll auf 2009 umgelenkt werden - so wünscht es sich zumindest Alonso. Die nächsten Wochen haben für Renault also durchaus Entscheidungscharakter...
Jarno Trulli fuhr in Magny-Cours mit einer starken Leistung auf das Podium Zoom © xpb.cc
812 Tage musste das Toyota-Team warten, ehe es am vergangenen Wochenende in Magny-Cours dank Jarno Trulli erstmals seit Ralf Schumacher in Melbourne 2006 wieder einen Podestplatz bejubeln durfte. Diese könnte Gold wert sein, was die Moral der Belegschaft vor Ort und in der Fabrik in Köln angeht. Toyota verfügt mit geschätzten 400 Millionen Euro zwar über einen der höchsten Jahresetats aller Formel-1-Teams, doch in Erfolge umgemünzt werden konnte dieser nur selten. So ist es auch kein Wunder, dass die Motivation in den vergangenen Jahren ein wenig gelitten hat - vor allem durch den Absturz von 88 auf 13 WM-Punkte zwischen 2005 und 2007. Trullis Galavorstellung von Magny-Cours kam genau zum richtigen Zeitpunkt: "Für das ganze Team ist es sehr gut, dass die Mühen einmal belohnt werden", erklärte Technikchef Pascal Vasselon gegenüber 'autosport.com'. "Wenn alle Teams hart arbeiten, dann stachelt einen so ein Resultat dazu an, noch härter zu arbeiten, weil man sich nicht mehr so müde fühlt. Man spürt den Stress nicht mehr und durch die Umstände packen die Mitarbeiter noch härter an." In Köln hofft man nun natürlich, dass der dritte Platz eine Initialzündung sein könnte, denn die aerodynamischen Änderungen, die das Team in den vergangenen Wochen erarbeitet hat, schienen zumindest in Magny-Cours optimal zu funktionieren. Dass es in derselben Tonart weitergehen wird, gilt als unwahrscheinlich, doch die Tendenz zeigt insgesamt klar nach oben.
Max Mosley wurde am 3. Juni in Paris im Amt des FIA-Präsidenten bestätigt Zoom © xpb.cc
Dass Max Mosley bei der Vertrauensabstimmung der FIA-Generalversammlung am 3. Juni als Präsident des Automobilweltverbandes bestätigt wurde, kam für viele überraschend. Insidern war allerdings von Anfang an klar, dass dieser Sieg über die Stimmen der kleinen Verbände errungen wurde - und dank eines Mannes, wie sich jetzt herausgestellt hat: Mohammad bin Sulayem. Mosley hatte in Paris 103 Stimmen für und nur 55 gegen sich. Bin Sulayem hat mit seiner Überzeugungsarbeit 41 Delegierte auf die Seite des umstrittenen FIA-Präsidenten gezogen und war damit einer der wichtigsten Drahtzieher hinter dem Ausgang der Vertrauensabstimmung. Der Verbandspräsident der Vereinigten Arabischen Emirate bestreitet dies gar nicht: "Ja, das stimmt. Ich habe ihm so viele Stimmen beschafft. Ich habe den Unterschied ausgemacht." Der 46-Jährige kann außerdem nicht nachvollziehen, warum einige der größeren Automobilverbände wie etwa der deutsche ADAC oder die amerikanische AAA immer noch Stimmung gegen Mosley machen, obwohl der längst in seinem Amt bestätigt wurde. Laut bin Sulayem sollte man die Affäre nun auf sich beruhen lassen, das demokratisch erzielte Abstimmungsergebnis akzeptieren und wieder zum Tagesgeschäft zurückkehren. "Die Vertrauensabstimmung war ein demokratischer Prozess. Jetzt, wo er bestätigt wurde, wäre es unfair, seine Zukunft als FIA-Präsident in Frage zu stellen. Die Länder, die sich als Fahnenträger der Demokratie ausgeben, scheinen genau das Gegenteil zu tun. Wenn mich jemand davon überzeugen kann, dass er dem Motorsport geschadet hat, dann haben wir einen Fall - aber nicht wegen seiner persönlichen und privaten Angelegenheiten", so bin Sulayem.
Kimi Räikkönens Motor wurde in Magny-Cours in Mitleidenschaft gezogen Zoom © xpb.cc
In der 34. Runde des Rennens in Magny-Cours ging bei Kimi Räikkönen das Auspuffrohr kaputt, sodass er die Hälfte der Renndistanz mit einem angeschlagenen Auto zu Ende fahren musste. Natürlich wurde der Motor durch die hohen Temperaturen und den niedrigen Wasserdruck in Mitleidenschaft gezogen, was wohl einen Zwangswechsel nach sich ziehen wird. Räikkönen fuhr in Magny-Cours allerdings erst das erste Rennen mit seinem V8-Motor - und weil die Formel-1-Triebwerke aus Kostengründen nur nach jedem zweiten Grand Prix gewechselt werden dürfen, müsste dies eigentlich eine Rückversetzung in der Startaufstellung um zehn Positionen nach sich ziehen. Ferrari hat aber das Glück, dass das Reglement im Winter geändert wurde und seit 2008 der erste Motorwechsel des Jahres straffrei bleibt. "Nach so einem schwierigen Rennen ab Halbzeit bis zum Ende ist es sehr wahrscheinlich, dass wir den Motor wechseln müssen, also müssen wir den Joker verwenden, der es uns erlaubt, den ersten Wechsel in der Saison ohne Strafe durchzuführen", erklärte Ferrari-Teamchef Stefano Domenicali in Magny-Cours. "Es ist wahrscheinlich etwas zu ambitioniert, in diesem Zustand ein zweites Rennen fahren zu wollen." Doch auch wenn Räikkönen in der Startaufstellung in Silverstone nicht nach hinten wandern muss, so bleibt der Motorwechsel doch nicht ganz ohne Konsequenzen, denn durch die Rhythmusverschiebung muss der Finne nun die beiden Hochgeschwindigkeitsrennen in Spa-Francorchamps und Monza mit ein und demselben Triebwerk bestreiten - und vor allem darf er sich nun kein weiteres Motorenproblem mehr erlauben...
Lewis Hamilton ist nicht gerade begeistert von vielen Schlagzeilen in seiner Heimat Zoom © xpb.cc
Der Weg ins Rampenlicht ging schnell - vor eineinhalb Jahren war Lewis Hamilton noch ein relativ unbeachteter Nachwuchspilot, jetzt steht er vor allem in seiner Heimat Großbritannien im Mittelpunkt des öffentlichen Interesses. Und mit vielen Schlagzeilen ist der McLaren-Pilot überhaupt nicht einverstanden. Denn Hamilton beklagt, dass er durch die Berichterstattung in den britischen Medien ein völlig falsches Image bekommen hat. Und das betrifft vor allem sein Privatleben: Hamilton bei glamourösen Filmpremieren, bei Preisverleihungen, Affären mit Popstars und Models - alles sorgt für Schlagzeilen. Und die bringen dem 23-Jährigen den Ruf ein, den Verlockungen des Luxuslebens nicht widerstehen zu können und sich gern ins Rampenlicht zu drängen. Als dann auch noch die - frei erfundene - Meldung durch den britischen Blätterwald rauschte, er habe sich für 400.000 US-Dollar ein persönliches Autokennzeichen gekauft, ging Hamilton in die Offensive. "Ich kann nicht wirklich viel dagegen tun", klagte der McLaren-Pilot über sein neues Image. "Aber so ein Typ bin ich einfach nicht. Ich möchte meinen Spaß haben, aber ich muss nicht über den roten Teppich laufen. Ich wollte nie so behandelt werden. Ich habe es zwar schon ein paar Mal erlebt, aber ich suche nicht nach Veranstaltungen, die ich besuchen kann, damit ich gesehen werde. Ich sitze einfach gern im Hintergrund wie jeder andere Zuschauer auch. Ich treffe mich gern mit Leuten - aber die fangen dann an, Geschichten daraus zu stricken." Vom Liebling zum Gescholtenen"Ich treffe mich gern mit Leuten - aber die fangen dann an, Geschichten daraus zu stricken." Lewis Hamilton Nicht nur Hamiltons Privatleben wird gern in den britischen Medien thematisiert, sondern auch seine Leistungen auf der Strecke. Und da ist aus dem Liebling in den vergangenen Wochen der Gescholtene geworden. Vor allem für seinen kuriosen Unfall in Montréal musste der McLaren-Pilot heftige öffentliche Kritik einstecken. "Ich kann mit konstruktiver Kritik umgehen, aber diese Sachen lese ich überhaupt nicht", so der 23-Jährige. "Man hört, was so in den Medien berichtet wird, aber welchen Unterschied sollte es für mich machen? Ich mache meinen Job und habe Spaß." "Aber die meiste Zeit ist mir nur wichtig, was mein Vater über mich denkt." Lewis Hamilton Negative Presse beeinflusse ihn nicht, so Hamilton, aber: "Es ist aber natürlich schon so, dass mir nicht egal ist, was für eine Meinung die Leute über mich haben", schränkte er ein, "denn ich bin schließlich kein kaltschnäuziger Typ, sondern ich versuche immer, mein Bestes zu geben. Kleine Fehler können passieren. Ich denke, dass jeder mal Fehler macht wie ich, aber die stehen nicht wie ich im Rampenlicht." "Die Leute versuchen, aus mir etwas zu machen, was ich gar nicht bin", sagte Hamilton abschließend. "Aber die meiste Zeit, nämlich zu 99,9 Prozent, ist mir nur wichtig, was mein Vater über mich denkt."
Jackie Stewart geht mit Entscheidungen der FIA wieder hart ins Gericht Zoom © xpb.cc
In jüngster Zeit ist die FIA nicht gerade sparsam mit Strafen umgegangen - allein in Magny-Cours mussten Lewis Hamilton, Nico Rosberg und Heikki Kovalainen in der Startaufstellung zurück. Zudem kassierte Hamilton im Rennen noch eine Durchfahrtsstrafe. Das hat den früheren Weltmeister Jackie Stewart auf den Plan gerufen. Er übt nun deutliche Kritik an der FIA - und wirft ihr zudem vor, vor allem McLaren-Mercedes auffällig oft zu bestrafen. "Wir haben kürzlich eine ganze Reihe von Strafen gesehen, sowohl Rückversetzungen als auch Geldstrafen", sagte Stewart auf der Internetseite des Williams-Sponsors RBS. "Es scheint kaum Mitgefühl zu geben und es wird kaum versucht, die Sicht der Fahrer zu berücksichtigen." Wird McLaren besonders oft bestraft?Stewart geht noch weiter: Vor allem McLaren-Mercedes werde auffällig oft bestraft, kritisierte er. "Viele Leute - und zwar nicht McLaren-Mitarbeiter - sagen, dass die FIA bei McLaren mehr daran interessiert ist, Fehler zu finden als bei anderen Teams", so der frühere Weltmeister. "Beim Rennen in Frankreich zum Beispiel ist Kimi Räikkönens Auspuffanlage kaputtgegangen und Teile sind sichtbar vom Auto weggehangen. Warum wurde er nicht in die Box gerufen, damit die losen Teile entfernt werden? Ein Teil ist dann auch weggeflogen, das hätte für die Zuschauer oder einen anderen Fahrer gefährlich werden können. Manche Leute werden nun sagen, dass McLaren eine Strafe dafür bekommen hätte, wenn das diesem Team passiert wäre." "Viele Leute sagen, dass die FIA bei McLaren mehr daran interessiert ist, Fehler zu finden als bei anderen Teams." Jackie Stewart Bei McLaren selbst gibt man sich bei diesem Thema diplomatisch zurückhaltend. "Ich denke, dass es immer unterschiedliche Meinungen zu den Geschehnissen im Grand-Prix-Sport geben wird und das Konstruktivste ist, seine Meinung dazu nicht zu äußern", sagte Teamchef Ron Dennis gegenüber Reportern. Heftige Kritik übt Stewart nicht nur an den Strafen, sondern auch an den sprunghaft gestiegenen Gebühren für die Superlizenz: "Keiner kann erkennen, was die Fahrer als Gegenleistung für die höheren Gebühren bekommen, damit erscheint das Ganze einfach als eine weitere Möglichkeit für die FIA, Geld einzunehmen", sagte der Schotte. "Ich kenne keinen anderen Sport, bei dem die Sportler für eine Lizenz bezahlen müssen, damit sie teilnehmen dürfen."
Quelle: motorsport-total.com
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FIA bittet die Teams kräftig zur Kasse
24.06.2008 - 07:49
Jarno Trulli strahlte in Magny-Cours nach seinem erkämpften dritten Rang Zoom © xpb.cc
Frage: "Herzlichen Glückwunsch zum dritten Platz; wie war es, wieder auf dem Podium zu stehen?" Jarno Trulli: "Es ist einfach ein fantastisches Gefühl und es war eine großartige Belohnung für alle Mitarbeiter des Teams, ein so perfektes Wochenende zu haben. Ich weiß, wie hart in Köln alle daran arbeiten, das Auto zu verbessern, und meine Ingenieure und Mechaniker haben in Magny-Cours ein Maximum an Leistung gebracht. Es war toll, diesen Moment auf dem Podium mit ihnen zu teilen und danach die Zufriedenheit in der Garage zu sehen. Dies gibt uns enormen Auftrieb für die zweite Hälfte der Saison." Frage: "Hattest du erwartet, um das Podium kämpfen zu können?" Trulli: "Zu Beginn des Wochenendes habe ich nicht erwartet, dass ich um den dritten Platz kämpfen würde, soviel ist sicher. Wir hatten aber einige neue Aeroteile am Auto, von denen wir eine Verbesserung erwarteten, und im Laufe des Wochenendes bekam ich zunehmend das Gefühl, dass wir ziemlich gut dastanden. Der vierte Platz im Qualifying war ein tolles Ergebnis und danach hatte ich den Eindruck, dass wir eine sehr gute Chance auf einen Platz unter den ersten Sechs hatten und, falls alles gut lief, vielleicht auch das Podium ins Auge fassen konnten. Ich war wirklich heiß auf das Rennen, weil ich glaubte, dass ein fantastisches Resultat möglich war, und bin natürlich glücklich, dass alles so gut geklappt hat." Frage: "War es ein schweres Rennen für dich?" Trulli: "Ich habe mich das ganze Rennen hindurch maximal reingehängt und wirklich hart gefightet, wie ich das immer tue. Es war nicht einfach, aber als ich beim Start an Fernando vorbeikam, wusste ich, dass wir eine Chance hatten. Ich habe daher nie aufgegeben und jede Runde voll Druck gemacht. Ich musste stark sein, um mich vorne halten zu können, weil wir gegen Autos zu kämpfen hatten, die etwas schneller waren als unseres. Das Rennen war schwer, ich war aber fest entschlossen, ein tolles Resultat zu holen - ganz besonders in diesem Rennen, nach dem, was mit Ove Andersson passiert ist. Wir wollten den Erfolg als Tribut an ihn, weil er so viel für das Team getan hat. Leider konnte er dieses tolle Resultat nicht miterleben, es war aber fantastisch, ihm meinen dritten Platz widmen zu können." Frage: "Wie waren die letzten Runden für dich?" : "Gegen Ende des Rennens war es sehr aufregend, als ich mit Heikki kämpfen musste. Es regnete etwas und unter diesen Bedingungen ist es schwieriger, vorne liegen, weil man nicht genau weiß, was einen in den einzelnen Kurven erwartet. Es ist einfacher, dem Vordermann zu folgen. Heikki fuhr also sehr dicht an mich heran und setzte mich stark unter Druck. Ich war aber entschlossen, meine Position nicht zu verlieren. Zwei Runden vor Schluss zog er neben mich, ich blieb aber stark und gab nicht auf. Es war knapp, ich habe aber hart gefightet und meinen Platz gehalten." Frage: "Kannst du den Vorfall näher beschreiben?" Trulli: "Er zog neben mich und ich nahm die Innenlinie, wodurch wir Rad an Rad lagen. Ich wollte diese Position auf keinen Fall verlieren, das Podium war ja praktisch schon in Sicht. Wir haben uns nicht berührt, weil ich ihm gerade noch genug Raum gelassen habe. Es war wie ein Gokart-Rennen. Ich hatte nicht erwartet, in der Formel 1 einmal die Gelegenheit zu haben, so zu fahren! Es war ein Kampf, der Spaß gemacht hat, besonders für mich, weil ich mich ja behaupten konnte. Ich würde mich freuen, in jedem Rennen auf diese Weise um das Podium kämpfen zu können!" Frage: "Wie haben sich die Dinge seit dem letzten Jahr verändert?" Trulli: "Dieses Jahr sind wir viel konkurrenzfähiger; das Auto wirkt ausgewogener und ich kann mehr Druck machen, weil es sich sehr gut fahren lässt. Das Auto ist ganz einfach schneller als im letzten Jahr und das bedeutet, dass wir konkurrenzfähiger sind. Wir haben bereits erheblich mehr Punkte gesammelt als im ganzen Jahr 2007. Das zeigt, dass wir besser geworden sind, und ist der harten Arbeit aller Mitarbeiter des Teams zu verdanken. Wir wissen, dass wir noch etwas hinter den schnellsten Wagen zurückliegen, aber wir haben gezeigt, dass wir in manchen Rennen mit McLaren und BMW mithalten können. Wir möchten dazu häufiger in der Lage sein, weswegen wir das Auto weiter verbessern müssen. Ich bin mir aber sicher, dass wir in die richtige Richtung gehen."
Frage: "Und was meinst du, wie du dieses Jahr gefahren bist?" Trulli: "Ich glaube, ich fahre besser den je. Ich habe Erfahrung und ich glaube, ich werde jedes Jahr besser, weil man aus Fehlern oder Erfahrungen stets etwas lernt. Mit einem konkurrenzfähigen Auto kann ich vorne mitkämpfen, da bin ich mir sicher. In Frankreich hat man gesehen, wie entschlossen und nüchtern ich bin; ich habe bis zum Ende gekämpft und das hat mir wirklich Spaß gemacht."
In Abu Dhabi findet 2009 das Saisonfinale der Formel 1 statt Zoom © xpb.cc
Das Formel-1-Feld erwartet im Jahr 2009 eine lange Saison. Am 16. März wird das Formel-1-Jahr traditionell in Melbourne starten, das Ende folgte dann erst am 15. November in Abu Dhabi, der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate. Alle Rennen der Saison 2008 finden auch 2009 statt - neu hinzu kommt lediglich das Stadtrennen in Abu Dhabi. Dennoch gibt es einige Veränderungen: Der Türkei-Grand-Prix rutscht vom Mai in den August und das Rennen in Silverstone wird vor dem Frankreich-Grand-Prix über die Bühne gehen - bisher war dies umgedreht. Im ersten Entwurf fehlt zudem Indianapolis. Dort gab es zuletzt wieder Hinweise darauf, dass man die Formel 1 zurückwolle - so man denn einen finanziellen Partner finde. Da die Saison mit 19 Rennen ohnehin schon recht voll ist, ist eine Rückkehr nun so gut wie ausgeschlossen. Eine Unklarheit betrifft auch den Deutschland-Grand-Prix. Nach Hockenheim in diesem Jahr ist 2009 wieder der Nürburgring an der Reihe, doch es bleibt abzuwarten, ob das Rennen auch als Großer Preis von Deutschland ausgetragen werden wird. Schon 2007 fand das Rennen als Grand Prix von Europa statt, da die Namensrechte beim Hockenheimveranstalter AvD liegen. Der Europa-Grand-Prix ist nun jedoch in Valencia, sodass hier weitere Entwicklungen abgewartet werden müssen.
Die FIA möchte die Formel 1 zusammen mit dem Teams umgestalten Zoom © xpb.cc
Der Machtkampf in der Formel 1 geht in eine weitere Runde. Nachdem die Unterzeichnung eines neuen Concorde Agreements zwischen Teams, Ausrichtern und der FIA immer mehr ins Hintertreffen geriet, kristallisierte sich heraus, dass dies vor allem an der künftigen Machtverteilung in der Formel 1 liegt. Die FIA fürchtet, durch den neuen Entwurf an Einfluss zu verlieren und nur noch für die sportlichen Aspekte verantwortlich zu sein. Umso spannender wurden die Ergebnisse der heutigen Sitzung des World Councils erwartet. Und einige Überraschungen finden sich auch in der Erklärung der FIA. So möchte die oberste Sportbehörde mit den Formel-1-Teams weitreichende Gespräche darüber führen, wir die Effizienz der Formel 1 verbessert werden kann. Explizit eingeschlossen darin sind auch "neue technische Regularien für die Meisterschaft". Keine massiv höheren Gebühren für die Teams"Dies beinhaltet auch eine Bewertung der Führung der Formel 1", heißt es in der Pressemitteilung weiter. Die FIA möchte sich dem Kampf um die Macht also stellen und sich vor allem die Zustimmung der Teams sichern. Aus den geplanten höheren Nenngebühren wurde somit nichts - denn die Teams zunächst stärker zu belasten und dann ihre Zustimmung im Machtkampf zu bekommen, erschien wohl aussichtslos. Die Teams müssen für 2009 eine Nenngebühr von 309.000 Euro zahlen - das sind lediglich drei Prozent mehr als in dieser Saison, die mit der Inflation erklärt wurden. Jedoch: Man setzt den Teams gleichzeitig die Pistole auf die Brust und möchte eine drohende "Piratenserie" schnell wieder in der Versenkung verschwinden lassen. Die Einschreibeperiode für die Saison 2009 wurde massiv nach vorn verlegt. Vom 1. bis zum 31. Juli 2008 müssen die Teams die Unterlagen zur Meldung anfordern. Über zusätzliche Gebühren, die einer erweiterten Sicherheit an der Strecke zugute kommen soll, wird zu einem späteren Punkt aber noch einmal verhandelt - jedoch unter Einbeziehung der betroffenen Teams. Formel-2-Meisterschaft schon ab 2009?Eine weitere Entscheidung, die zumindest indirekt die Formel 1 näher an die FIA binden soll, ist die Einführung einer eignen Nachwuchsserie. Die GP2-Serie, welche die Formel 3000 ablöste, ist ein Renault-Produkt. Schon für 2009 möchte die FIA jedoch etwas Eignes anbieten wollen. "Die FIA wird eine neue Nachwuchsserie für die Formel 1 ausschreiben", heißt es. "Diese Meisterschaft, genannt Formel 2, würde 2009 beginnen und als preiswerte Plattform fungieren, um Fahrertalente für die Formel 1 zu entwickeln. Es wird erwartet, dass dies mit einem Budget von circa 200.000 Euro pro Auto in einer Saison erreicht werden kann." Bis auf die Nenngebühren und die vorgezogene Einschreibung der Teams sind konkrete Entscheidungen nicht gefallen. Die angekündigten Gespräche mit den Teams für die Formel-1-Zukunft müssen noch anlaufen, ebenso der Aufbau der neuen Formel 2 - denn bis 1984 gab es diese Serie bereits, wurde dann von der Formel 3000 aber abgelöst.
Bruno Senna möchte sich zunächst auf die GP2-Meisterschaft konzentrieren Zoom © xpb.cc
Solange es aus München und Hinwil keine offizielle Bestätigung gibt, wer für das BMW Sauber F1 Team im Jahr 2009 fahren wird, solange werden die Spekulationen weitergehen. Nick Heidfeld habe angeblich einen Vertrag bis 2009, auf Robert Kubica besitze das Team zudem eine Option, die sicher gezogen wird, um den Kanada-Sieger zu halten. Doch: Nichts Genaues weiß man nicht. Nun brachte 'Sport Bild online' eine bisher nicht erwähnte Variante ins Spiel: Bruno Senna, derzeit in der GP2 auf dem zweiten Gesamtrang, stehe in intensiven Verhandlungen mit BMW. Dessen Mentor in der Formel 1, Toro-Rosso-Teilhaber Gerhard Berger, habe sich in Magny-Cours erneut mit seinem Ex-Kollegen und BMW Motorsport Direktor Mario Theissen getroffen. Das Thema: Senna. "Ich helfe Bruno und seiner Familie, die sich um seine Karriere kümmert, so gut es geht. Seine Entwicklung zeigt deutlich nach oben", so Berger gegenüber der 'Sport Bild'. Wie genau es aber weitergeht, steht aber in den Sternen. Jedoch berichtet 'Sport Bild online', dass nicht nur ein Testposten in Aussicht steht - sondern auch ein Stammcockpit. Für Senna selbst liegt der Fokus aber weiter auf der GP2-Serie. Zusammen mit dem iSport-Team möchte er in der Nachwuchsserie erfolgreich sein. "Dann kann ich ein bisschen mehr träumen", so der 24-Jährige.
Lewis Hamilton muss erkennen, dass die Erwartungen an ihn ansteigen Zoom © xpb.cc
Die Souveränität, die Lewis Hamilton während seiner ersten Formel-1-Saison 2007 ausstrahlte, überraschte alle. Und auch wenn er Fehler machte, man stand es ihm zu - es war ja sein Lehrjahr. Nun, in seiner zweiten Saison, wird der Druck auf den Engländer immer größer. Die Medien zeigen immer weniger Verständnis für Fehler - auch wenn er gerade einmal 25 Grands Prix gefahren hat - und immer häufiger ist sein Privatleben Mittelpunkt der Berichterstattung. Nach Monaco und dem dortigen Sieg war er noch der gefeierte Held. Doch in Kanada übersah er die rote Ampel an der Ausfahrt der Boxengasse und knallte Kimi Räikkönen ins Heck. Strafversetzt um zehn Plätze und im Rennen auch noch mit einer Durchfahrtsstrafe belegt sah er in Magny-Cours dann zwar wieder die Zielflagge - jedoch außerhalb der Punkte. In der WM liegt er nun 10 Punkte hinter der Spitze. Mit den "Randerscheinungen" neben der Piste droht Hamiltons Stern blasser zu werden, doch Hondas Teamchef Ross Brawn kennt solche Situationen und auch eine einfache Lösung dafür: Er müsse sich auf das Wesentliche konzentrieren - das Fahren. Auch Michael Schumacher habe zu Beginn seiner Formel-1-Karriere eine solche Phase durchlaufen müssen. Konzentration auf das Fahren"Das Fahren ist es, das ihn durch alles hindurchbringen wird", so Brawn. "Er muss sich auf das Fahren konzentrieren, dann wird alles andere sich selbst regeln." Auch der Honda-Teamchef erinnerte dabei daran, dass Hamilton eben keine jahrelange Erfahrung in der Formel 1 nachweisen kann. "Wir tendieren dazu zu vergessen, wie jung er noch ist und wie viele neue Erfahrungen auf ihn einprasseln", erklärte er der 'BBC'. "Ich hatte das Glück, mit Michael Schumacher zu arbeiten, als er durch diese Lernphase ging - und da war es nicht anders", fuhr er fort. "Die Aufmerksamkeit, die diesen Jungs zuteil wird, bedeutet einen irren Druck. Und dabei kann ihnen niemand wirklich helfen." Sie müssten diese Phase selbst durchstehen und daraus lernen. "Es kann ihnen niemand sagen, was die tun sollten. Sie müssen es damit auf die harte Tour lernen - selbstständig", so Brawn weiter. Dazu gehöre dann auch, dass es mit dem WM-Titel auch 2008 nichts werden könnte, zudem Ferrari auch noch "sehr stark" aussehe. "Lewis ist in der Lage, Weltmeister zu werden. Es ist nur die Frage, wie gut das Auto ist und wie der Würfel fällt."
Heikki Kovalainen möchte sich einfach in Ruhe weiter nach vorn arbeiten Zoom © xpb.cc
So richtig schlecht verlief die Saison von Heikki Kovalainen nicht. Aus dem Vorjahr bei Renault weiß er noch, wie schlecht ein Jahr beginnen kann. Dennoch: Bisher konnte er bei McLaren-Mercedes nur einen Podestplatz einfahren, in der WM liegt er noch hinter Nick Heidfeld auch Rang sechs und hat nur knapp halb so viele Punkte wie Teamkollege Lewis Hamilton. Aus der Ruhe bringen lässt sich der Finne aber nicht. Er warte nur auf ein problemloses Wochenende, dann könne auch er weitere Schritte nach vorn machen. "Ich glaube nicht, dass durch die Probleme meine Zuversicht gelitten hat", erklärte Kovalainen gegenüber 'autosport.com'. "Ich hatte ein paar schwierige Rennen. Aber insgesamt hatte ich auch starke Leistungen im Qualifying, doch dann hatte ich technische Probleme oder den Crash in Barcelona." Und wenn das Rennen einmal gut laufe - wie jüngst in Magny-Cours -, dann sei bereits im Qualifying etwas daneben gegangen - ebenfalls wie in Magny-Cours durch die Strafversetzung auf Rang 10. Die Stimmung beeinflusse das aber kaum. "Natürlich möchten alle im Team gute Ergebnisse haben und wir können auch versuchen, uns zu verbessern, am Wochenende alles zusammen zu bekommen und bessere Ergebnisse zu holen." Ein weiterer Strafenhagel auf McLaren-Mercedes stünde diesen Vorhaben aber im Weg, doch Kovalainen möchte von einer ungerechten Behandlung nichts wissen. "Wir sollten da nicht so viel hineininterpretieren", erklärte er. "Wir müssen sicherstellen, dass wir keine Fehler mehr machen - dann wird es auch keine Strafen mehr geben. Ich glaube nicht, dass es für McLaren mehr Strafen gibt als für andere." Vor allem vor dem Team-Heimspiel in Silverstone sei es nun wichtig, sich wieder auf das Wesentliche zu konzentrieren. "Ich bin mit dem Auto ganz zufrieden", erklärte er. "Beim Testen ist es aber schwierig zu sagen, was die anderen machen. Und Ferrari wird natürlich wieder stark sein."
Kimi Räikkönen schob sich wieder näher an die F1Total-Champ-Spitze heran Zoom © xpb.cc
Im Grand Prix von Frankreich hatte Kimi Räikkönen großes Glück, dass der gebrochene Auspuff seines Ferrari F2008 nicht zu einem Ausfall führte. Teamkollege Felipe Massa ging an ihm vorbei und gewann das Rennen sicher, Räikkönen schleppte seinen weidwunden Ferrari aber noch auf Rang zwei. Bei den 'Motorsport-Total.com'-Lesern wurde der Finne dennoch belohnt: Er sicherte sich 10 Punkte im 'F1Total Champ'. Mit einer Durchschnittsbewertung von 8,94 Punkten gewann Räikkönen die Frankreich-Wertung. Nur knapp dahinter (8,42) klassierte sich Jarno Trulli, der in Magny-Cours für Toyota auf das Siegerpodest fuhr. Felipe Massa wurde Dritter (7,45) vor Heikki Kovalainen (6,80). Auch Nelson Piquet Jr. Fahrt zu Rang acht wurde belohnt: 5,97 und Rang fünf im 'F1Total Champ'. Auf den letzten drei Plätzen, die Zähler in der Gesamtwertung des 'F1Total Champs' geben, landeten Robert Kubica (5,39), Mark Webber (5,23) und Sebastian Vettel (4,83). Fernando Alonso (4,77) ging damit ebenso punktelos aus wie Timo Glock (4,75) und Nick Heidfeld (3,07). Am Ende des Feldes fand sich Jenson Button mit nur 1,81 Punkten wieder. In der Gesamtwertung geht es nach dem Frankreich-Rennen sehr knapp zu. Kubica liegt mit 49 Punkten noch in Front, jedoch nur noch mit einem Punkte Vorsprung auf Räikkönen. Massa folgt mit 38 Punkten auf Rang drei vor Lews Hamilton (26) und Heikki Kovalainen (26). Bester Deutscher ist weiterhin Nick Heidfeld (23). Bei den Teams konnte sich Ferrari mit 86 Zählern etwas vom BMW Sauber F1 Team (72) absetzen. McLaren-Mercedes folgt mit größerem Abstand und 52 Punkten auf Rang drei. Toyota (23) hat Red Bull Racing (22) nun überholt. Wenn Sie auch beim F1Total Champ 2008 mitbestimmen wollen, dann melden Sie sich einfach unter diesem Link an
Gian Carlo Minardi erwartet, dass Lewis Hamilton weiter dazulerne Zoom © xpb.cc
In der Formel 1 ist Gian Carlo Minardi nur noch selten zu sehen, doch als langjähriger Teamchef und -besitzer bleibt man natürlich auf dem Laufenden. Auch den Italiener fasziniert der Kampf an der WM-Spitze und er gehört dabei zu denen, die an Lewis Hamilton - nun schon mit zehn Punkten Rückstand auf die Spitze - Kritik üben. "Meiner Meinung nach sind vier Fahrer besser als Hamilton", erklärte er. Zu diesen gehöre zum Beispiel "Robert Kubica, der seit dem ersten Rennen keine Fehler macht und nur im ersten Rennen nach der Kollision mit Kazuki Nakajima keine Punkte einfuhr. Ohne diesen Zwischenfall würde er heute die WM anführen." Auch einen seiner Ex-Schützlinge schätzt er momentan höher an: Fernando Alonso. Zwar erlebte der Doppelweltmeister in Magny-Cours ein Rennen zum Vergessen, dennoch hebt ihn Minardi in den Himmel. "Auch wenn sein Material nicht so konkurrenzfähig ist, so kann er damit immer etwas anstellen", erklärte er. Und auch die Ferrari-Fahrer Kimi Räikkönen und Felipe Massa schätzt er als besser ein. Dennoch: Hamilton bleibt auch für Minardi ein heißer Titelkandidat. "Momentan macht er Fehler, weil er einfach unerfahren ist", erklärte er. "Er zeigt sogar Nervosität. Im Laufe der nächsten Grands Prix wird er sicher zeigen können, dass er in dieser Beziehung wächst."
Zwei Tage nach seinen ersten Punkten wieder im Einsatz: Nelson Piquet Jr. Zoom © xpb.cc
Zwei Tage nach seinen ersten Formel-1-WM-Punkten von Magny-Cours stieg Nelson Piquet Jr. heute in Silverstone wieder in den Renault, um die Vorbereitungen von Renault auf den britischen Grand Prix am 6. Juli in Angriff zu nehmen. Der Brasilianer blieb dabei nicht vor einigen kleinen Problemen verschont, rollte am Nachmittag sogar bei Start und Ziel aus und musste seinen R28 stehen lassen. "Die Streckenbedingungen waren anfangs ziemlich rutschig, aber als die Strecke sauberer wurde, war es in Ordnung", erklärte Piquet. "Wir verbrachten den Tag damit, am Setup zu arbeiten, was ganz gut lief. Am Ende war das Auto schon viel besser. Wir wurden ein paar Mal unterbrochen, daher konnten wir nicht so viel fahren, wie wir es gerne gehabt hätten, aber es ist eine gute Basis für morgen. Dann werden wir unser Programm fortsetzen." Testteamchef Christian Silk fügte an: "Wir haben viel Arbeit erledigt, auch wenn wir von ein paar Schwierigkeiten heimgesucht wurden. Dennoch konnten wir vieles in Angriff nehmen. Wir konzentrierten uns auf Basisarbeiten am Setup für den Grand Prix, Aerodynamiktests und Reifenevaluierungen. Das werden wir an den kommenden Tagen fortsetzen." Für das Protokoll: Piquet absolvierte 68 Runden und wurde mit 1,609 Sekunden Rückstand auf Spitzenreiter Felipe Massa Siebenter unter zehn Piloten.
Force India führte heute in Silverstone ein neues Aerodynamikpaket ein Zoom © xpb.cc
In Magny-Cours waren die Kräfte recht deutlich verteilt: Ferrari einsam an der Spitze, dann McLaren-Mercedes, dahinter das BMW Sauber F1 Team und das hart umkämpfte Mittelfeld - und abgeschlagen am Ende Force India. Daher ließen sich Mike Gascoyne und sein Technikerstab ein neues Aerodynamikpaket einfallen, das heute in Silverstone erstmals getestet wurde. Testfahrer Vitantonio Liuzzi legte damit stattliche 108 Runden zurück und wurde mit 2,062 Sekunden Rückstand Neunter unter zehn Piloten. Langsamer war nur noch Sebastian Vettel mit technischen Problemen im Toro Rosso. Liuzzis Fazit fiel dennoch positiv aus: "Zum Glück war es trocken, dadurch konnten wir konstant fahren. Die Jungs haben einen wirklich guten Job gemacht und das Auto lief zuverlässig", sagte er. "Die neuen Teile hatten einen positiven Einfluss auf das Auto. Wir legten viele Kilometer zurück, drehten einige schnelle Runden und die Balance fühlte sich besser an. Das neue Paket funktioniert bislang gut - und hoffentlich werden wir an den kommenden beiden Tagen auch an Speed zulegen", meinte er weiter. Giancarlo Fisichella und Adrian Sutil sollen morgen und am Donnerstag nämlich weitere Updates bekommen. Gascoyne fasste den Tag abschließend zusammen: "Das war nützlich. Wir testeten die erste Stufe unseres Aeroupdates mit einem neuen Frontflügel, einem neuen Bodywork und einem neuen Diffusor. Alles lief genau wie vorhergesagt. Tonio probierte außerdem ein neues Benzinsystem aus und wir begannen mit dem Setup für den Grand Prix. Für morgen und übermorgen planen wir den Einsatz weiterer neuer Komponenten."
Kamui Kobayashi war schneller als der Rest des umkämpften Mittelfeldes Zoom © xpb.cc
Manchmal liegen Tief- und Höhepunkte gerade in der Formel 1 ganz eng beisammen: Kurz nach dem Tod von Ex-Teamchef Ove Andersson gelang Jarno Trulli am vergangenen Wochenende in Magny-Cours der erste Podestplatz der laufenden Saison. Diesen Schwung will das japanische Team nun auch über die Silverstone-Tests in den britischen Grand Prix mitnehmen. "Nach dem tollen Resultat am Wochenende steht uns hier wieder eine stressige Testwoche bevor", erklärte Testteamchef Gerd Pfeiffer, für den heute Kamui Kobayashi im Einsatz war. "Kamui arbeitete zu Beginn an der Aerodynamik und am Setup. Er ist zum ersten Mal in Silverstone gefahren und brauchte ein paar Runs, um sich an die Strecke zu gewöhnen, aber danach arbeitete er sehr gut und er absolvierte alles, was wir geplant hatten." Der GP2-Junior von Toyota drehte insgesamt 82 Runden und war als Vierter schnellster Verfolger der drei Topteams. Auf Spitzenreiter Felipe Massa fehlten ihm 1,147 Sekunden. Angesichts der Tatsache, dass er zuvor nur eine Runde auf einem Roller in Silverstone gedreht hatte, war dies eine respektable Leistung. Erschwerend kam auch noch ein Motorendefekt hinzu. "Die Strecke macht Spaß, vor allem gefällt mir die schnelle Becketts-Kurve. Der letzte Sektor ist schwierig, vor allem die doppelte Haarnadel bei Luffield, wo es knifflig ist, die richtige Linie zu finden", bilanzierte Kobayashi. "Wir probierten verschiedene Setups und aerodynamische Konfigurationen aus. Wir haben das Programm komplett abgespult, also war es ein guter Tag." Morgen wird Trulli das Cockpit des Toyota TF108 übernehmen. Der Italiener soll die Vorbereitungen auf Silverstone fortsetzen.
Felipe Massa rollte kurz vor Schluss mit einem technischen Defekt aus Zoom © xpb.cc
Nur zwei Tage nach seinem Sieg in Magny-Cours erzielte Felipe Massa heute beim Testauftakt in Silverstone Bestzeit. Der Ferrari-Pilot absolvierte 71 Runden, die schnellste davon in 1:20.188 Minuten. Damit hatte er 0,289 Sekunden Vorsprung auf Heikki Kovalainen und 0,807 auf Robert Kubica. Massa bestätigte damit das, was viele Experten prognostiziert haben: dass der F2008 auf den Kurs in Silverstone optimal zugeschnitten ist. Heute kamen obendrein auch noch neue aerodynamische und mechanische Komponenten zum Einsatz, außerdem wurden erste Setupvarianten für den britischen Grand Prix am 6. Juli getestet. Den einzigen Rückschlag setzte es etwa eine halbe Stunde vor Schluss, als Massa mit einem technischen Defekt ausrollte. Seitens Ferrari wurde nicht näher spezifiziert, was die Ursache dafür war. Massa wird das Testprogramm morgen fortsetzen, am Donnerstag soll dann Kimi Räikkönen übernehmen.
Felipe Massa fuhr Bestzeit, obwohl sein Arbeitstag frühzeitig beendet war Zoom © xpb.cc
Nur zwei Tage nach dem Grand Prix von Frankreich begannen heute im britischen Silverstone die Vorbereitungen auf den nächsten WM-Lauf am 6. Juli. Alle zehn Teams nutzten am ersten von insgesamt drei Tagen die Gelegenheit, auf jener Strecke zu testen, auf der in zwölf Tagen der Grand Prix stattfinden wird. Das Rennwochenende in Silverstone ist bereits ausverkauft, daher nutzten heute viele Fans die Gelegenheit, Formel-1-Autos auf der Insel in Action zu sehen. Außerdem spielte das Wetter mit: Am Vormittag war es sogar teilweise sonnig, ehe es später ein wenig zuzog und abkühlte. Regen tauchte aber den ganzen Tag nicht auf. Somit herrschten trotz einer leichten Brise Wind fast optimale Bedingungen, um diverse neue Teile auszuprobieren. Ferrari wieder mit BestzeitFür McLaren-Mercedes war am ersten Tag Heikki Kovalainen im Einsatz Zoom © xpb.cc Am schnellsten war Magny-Cours-Sieger Felipe Massa (71 Runden), der weiterhin auf Wolke sieben schwebt und seinen Ferrari zu einer Bestzeit von 1:20.188 Minuten peitschte. Damit war der neue WM-Leader trotz eines Defekts am Ende der Session um ein ganzes Stück schneller als seine Verfolger Heikki Kovalainen (McLaren-Mercedes/+ 0,289/90 Runden) und Robert Kubica (BMW Sauber F1 Team/+ 0,807/82 Runden) - ein gutes Zeichen für den Großbritannien-Grand-Prix. Den Aufwärtstrend bei Toyota bestätigte in Abwesenheit von Podiumsheld Jarno Trulli Testfahrer Kamui Kobayashi (82 Runden), denn obwohl der Japaner die Strecke noch nicht kannte und sich am Vormittag erst einmal einfahren musste, landete er mit 1,147 Sekunden Rückstand an der vierten Stelle. Der GP2-Pilot blieb zwischendurch ohne Vortrieb stehen und arbeitete am Setup und an der Aerodynamik seines TF108. Nico Rosberg (Williams-Toyota/+ 1,222/88 Runden) und Mark Webber (Red-Bull-Renault/+ 1,377/94 Runden) belegten die Positionen fünf und sechs, unmittelbar vor Nelson Piquet Jr. (+ 1,609/68 Runden). Der Renault-Pilot, der in Magny-Cours seine ersten beiden WM-Punkte geholt hat, erlitt am Nachmittag einen technischen Defekt und rollte bei Start und Ziel aus. Ihm blieb nichts anderes übrig als über die Boxenmauer zurück zu den Garagen zu klettern. VJM01 mit vielen VeränderungenVitantonio Liuzzi testete ein technisches Paket mit zahlreichen Neuerungen Zoom © xpb.cc Achter wurde Jenson Button (Honda/+ 1,893/90 Runden) - ohne optisch auffällige Neuerungen an seinem RA108. Dafür packte Force-India-Ferrari heute ein umfangreiches Update für den VJM01 aus, das Vitantonio Liuzzi einfahren durfte. Der Italiener spulte 108 Runden ab und hatte 2,062 Sekunden Rückstand auf Massa. Augenscheinlichste Änderung am von Mike Gascoyne weiterentwickelten Chassis sind neue Luftleitbleche im Frontbereich. Der Pechvogel des heutigen Tages war Sebastian Vettel, denn der Deutsche musste seinen Toro-Rosso-Ferrari mit technischen Problemen schon am Vormittag abstellen und konnte nicht mehr ins Geschehen eingreifen. Dadurch wurde er mit 3,665 Sekunden Rückstand Zehnter und Letzter - und er kam nicht über zehn Runden hinaus. Zumindest darf er aber morgen einen ganzen statt nur einen halben Tag testen.
Kimi Räikkönen liegt derzeit viel besser im WM-Rennen als vor einem Jahr Zoom © xpb.cc
Eigentlich hatte Kimi Räikkönen ein Riesenglück, dass er in Magny-Cours überhaupt über die Ziellinie fahren konnte, denn wegen eines gebrochenen Auspuffrohrs hing seine Ankunft über 36 von 70 Runden an einem seidenen Faden. Natürlich war er im ersten Moment enttäuscht, dass er bis zu 6,6 Sekunden Vorsprung auf Felipe Massa nicht in einen Sieg umwandeln konnte, aber zwei Tage später überwiegt die Freude über die acht glücklichen Punkte. "Ich weiß nicht, ob ich über das, was am Sonntagnachmittag im Frankreich-Grand-Prix passiert ist, desillusioniert oder froh sein soll", erklärte der Ferrari-Pilot nach seiner Ankunft in der Heimat. "Unmittelbar nach dem Rennen war ich wirklich enttäuscht, aber jetzt muss ich sagen, dass ich mit dem Resultat zufrieden bin - und nur das zählt." Denn gerade acht Punkte in solchen Rennen sind es, was manchmal Weltmeisterschaften entscheidet... Im Nachhinein überwiegt die Freude"Ich habe acht Punkte geholt, obwohl ich auch hätte ausfallen können." Kimi Räikkönen "Natürlich finde ich es schade, dass ich nicht gewonnen habe, obwohl es am Anfang so gut gelaufen ist, aber wir müssen die positiven Aspekte sehen", meinte er weiter. "Das Team hat einen fantastischen Job gemacht und ich habe acht Punkte geholt, obwohl ich auch hätte ausfallen können. Und ich bin jetzt näher an der Gesamtführung dran als nach Kanada. Es ist eine enge Saison mit vier Fahrern, die eng beisammen liegen." Mit fünf Punkten Rückstand auf Massa ist Räikkönen momentan WM-Dritter. Im Vorjahr war er zu diesem Zeitpunkt allerdings nur Gesamtvierter - und sein Rückstand betrug stattliche 22 Zähler auf Lewis Hamilton. Trotzdem ist es ihm damals noch gelungen, den Spieß umzudrehen. Daraus schöpft der 28-Jährige Zuversicht: "Es ist aber noch nicht mal die Hälfte der Saison vorbei und es gibt noch viele Punkte zu holen." "In den Freien Trainings", ließ er Magny-Cours noch einmal Revue passieren, "lief alles glatt. Ich hatte ein gutes Gefühl, fuhr auf Pole-Position und lag um vier Zehntel voran, als ich im zweiten Run in Q3 schneller unterwegs war und die Runde abbrach, um Benzin zu sparen. Es war die 200. Pole für Ferrari und ich bin wirklich stolz, dass ich Teil der Geschichte dieses tollen Teams sein darf, genau wie im Vorjahr in China, als ich den 200. Grand Prix für Ferrari gewonnen habe." Große Sorgen am Ende des Rennens"Ich sah auch gleich im Rückspiegel, dass ein Auspuffrohr flatterte und fehlte." Kimi Räikkönen Im Rennen am Sonntag lief alles gut, "aber gegen Halbzeit fiel mir ein Leistungsverlust auf und ich sah auch gleich im Rückspiegel, dass ein Auspuffrohr flatterte und fehlte. Von da an war ich wirklich besorgt, dass ich das Rennen nicht beenden würde. In den letzten Runden fühlte es sich so an, als würde das Auto stehen bleiben. Daher bin ich im Nachhinein wirklich froh über den zweiten Platz", teilte der Finne mit. "Ich muss zugeben, dass es noch nie besser war, eine Zielflagge zu sehen. Wir haben wieder einmal bewiesen, dass man nie aufgeben sollte", so Räikkönen, der den Grund für den Defekt übrigens auch noch nicht kennt: "Das Team weiß nicht, was passiert ist. Sie werden Tests unternehmen, aber es ist schwierig, eine Antwort zu finden, weil das Auspuffrohr weggeflogen ist und weil der Motor das halbe Rennen lang enormen Belastungen ausgesetzt war." Für das bevorstehende Rennen in Silverstone, auf das sich der Ferrari-Pilot am Donnerstag im Cockpit des F2008 vorbereiten wird, ist Räikkönen optimistisch. Allerdings muss er dort aller Voraussicht nach mit einem neuen Motor an den Start gehen. Strafe in Form einer Rückversetzung in der Startaufstellung erwartet ihn deswegen aber keine, denn der erste Motorwechsel des Jahres bleibt seit 2008 straffrei.
Will von einer Beteiligung an der Mosley-Affäre nichts wissen: Ecclestone Zoom © xpb.cc
Politisch gesehen ist die Formel 1 momentan in Aufruhr - von Concorde-Agreement über Piratenserie bis hin zu geheimnisvollen Machtkämpfen ist in den vergangenen Wochen so ziemlich alles passiert, was man sich irgendwie vorstellen kann. Sogar von MI5-Agentenfrauen war da die Rede und von nebulösen Verschwörungstheorien. Ausgelöst wurden all diese Diskussionen durch die Affäre um FIA-Präsident Max Mosley, die für ein weltweites Medienecho gesorgt hat. Mosley betonte von Anfang an, er sei in eine Falle getappt, die man ihm mutwillig gestellt habe, aber seine Nachforschungen nach den Drahtziehern ergaben bisher keine Ergebnisse. Daher wurde im Paddock sogar schon spekuliert, Bernie Ecclestone könnte eine solche Verschwörungsaktion gutgeheißen haben. Zumindest in der Theorie würde das sogar Sinn machen, denn Mosley ist derjenige, der im Machtkampf hinter den Kulissen mehr Geld für die Teams fordert - aus dem Einnahmentopf, der von Ecclestone und seinen Partnern von CVC verwaltet wird. Sollten Mosleys Forderungen nicht umgesetzt werden, dann will die FIA ihren Sanktus für das neue Concorde-Agreement verweigern, das sich Ecclestone und CVC im Sinne der Stabilität ihres Investments so sehr wünschen. Aber Ecclestone bestreitet, an einer etwaigen Verschwörung gegen Mosley beteiligt gewesen zu sein: "Ich hatte damit in keinster Weise etwas zu tun", erklärte er seiner Haus- und Hofzeitung, der Londoner 'Times'. "Zweitens ist so etwas nicht mein Stil - so würde ich nicht operieren. Drittens würde ich niemals Max zerstören wollen. Das zu glauben, ist ein schöner Haufen Unsinn, ganz ehrlich. Das stimmt einfach nicht."
Das britische Fahrertrio um Lewis Hamilton zieht die Massen nach Silverstone Zoom © Silverstone
Zum ersten Mal in seiner Geschichte ist der bevorstehende Grand Prix von Großbritannien ausverkauft: Nachdem schon vor Wochen vermeldet werden konnte, dass es für Sonntag keine Tickets mehr gibt, steht nun fest, dass die Kontingente auch für Freitag und Samstag bereits ausgeschöpft sind. Das bedeutet, dass für Sonntag 90.000 Zuschauer erwartet werden, für Samstag 85.000 und für Freitag 65.000. "Die Nachfrage war unglaublich", erklärte Streckenchef Richard Phillips. "Wir werden an allen drei Tagen unsere Kapazitäten voll ausschöpfen und erwarten 240.000 Fans. Die Atmosphäre wird erstaunlich." In Silverstone wurden seit dem Vorjahr etwas mehr Zuschauerplätze geschaffen, indem zusätzliche Tribünensitze und Terrassen geschaffen wurden. Außerdem herrscht für Freitag freie Platzwahl, was erklärt, dass an den Trainingstagen wegen der Gefahr von Überbuchungen zwischen Wochenend- und Tageskarten weniger Zuschauer eingelassen werden können als am Renntag. All jene, die nach Silverstone fliegen wollten, aber zu spät dran waren, haben ab dem Montag nach dem 2008er-Rennen schon die Chance, unter silverstone.co.uk ihre Tickets für 2009 zu kaufen.
Die Zukunft von Nick Heidfeld im BMW Sauber F1 Team steht in den Sternen Zoom © xpb.cc
Nick Heidfeld hat von den bisherigen acht Qualifyings in dieser Saison noch kein einziges gegen Robert Kubica gewonnen, im Durchschnitt fehlten ihm 0,522 Sekunden auf seinen Kollegen im BMW Sauber F1 Team. Am knappsten war es in Malaysia (0,026 Sekunden), am deutlichsten in Kanada (1,135 Sekunden). "Wenn der Teamkollege im Qualifying die ganze Saison schneller ist, ist es klar, dass ein gewisser Druck aufkommt", analysierte Testfahrer Christian Klien am vergangenen Wochenende. "Nick meistert das aber recht gut. Er hat - auch von den Medien - viel Druck, aber er versucht, sich bei den Meetings und im Auto auf das Wesentliche zu konzentrieren. Er hat sicherlich das Autofahren nicht verlernt und ich bin mir sicher, dass er das wieder in den Griff bekommen wird." Unterstützung erhält Heidfeld zumindest im Moment auch noch von BMW Motorsport Direktor Mario Theissen, der am Samstag in Magny-Cours klarstellte, dass es "derzeit kein Thema" sei, "Quick Nick" während der Saison gegen einen anderen Piloten auszutauschen - letztendlich auch mangels Alternativen, wenn man den Fahrermarkt genauer unter die Lupe nimmt. Wie es allerdings für nächstes Jahr aussieht, ist noch völlig unklar. "Wir werden uns im Sommer festlegen, vermutlich in der zweiten August-Hälfte. Aber es kann auch früher oder später passieren", kündigte Theissen an. Heidfeld hat angeblich einen Vertrag bis Ende 2009, aber wer Theissen kennt, der weiß, dass es sicher Möglichkeiten gibt, aus diesem frühzeitig auszusteigen. Und selbst wenn dies nicht der Fall sein sollte: Jacques Villeneuve weiß, dass Verträge oft nicht einmal das Papier wert sind, auf dem sie geschrieben stehen... Heidfeld müsse sich jedenfalls in den nächsten Wochen steigern, speziell im Qualifying: "Die Situation ist natürlich nicht einfach, denn er muss versuchen, auf dem gleichen Niveau wie Robert zu fahren. Robert gelingt es, das Auto perfekt abzustimmen, und er ist in jeder Situation schnell. Nick muss speziell das Thema Aufwärmen der Reifen in den Griff bekommen. Wir haben ihm sehr viel Unterstützung gegeben in den vergangenen Wochen", so der BMW Motorsport Direktor.
Pat Symonds ist mit dem Abschneiden in Magny-Cours nicht zufrieden Zoom © xpb.cc
Zum ersten Mal in dieser Saison hat Renault beim Heimrennen in Magny-Cours am vergangenen Sonntag beide Autos in die Punkteränge gebracht, allerdings nur auf den Positionen sieben (Nelson Piquet Jr.) und acht (Fernando Alonso). Nach dem starken Qualifying, in dem es mit einem Auto für die zweite Startreihe gereicht hatte, war das eine herbe Enttäuschung. Alonso fiel schon am Start um zwei Positionen zurück und kam in der 15. Runde als Erster zu einem regulären Boxenstopp herein. Durch diese Strategie wurde er immer weiter nach hinten durchgereicht. Seine Pace war im Rennen jedenfalls nicht mehr so berauschend: 1,011 Sekunden Rückstand auf die schnellste Runde bedeuteten in dieser Wertung den achten Platz. Im Nachhinein betrachtet war das Qualifying also doch eine Vorstandszeit. "Aus irgendeinem Grund", erklärte Chefingenieur Pat Symonds, "hatten wir einen sehr schlechten ersten Stint. Wir haben die Pace von Trulli unterschätzt, auch wenn wir seine Pace in den letzten beiden Stints auch benzinkorrigiert mitgehen konnten. Zu dem Zeitpunkt waren wir aber auf einer anderen Strategie, die nicht optimal war. Der erste Stint hat uns gekillt, aber wir wissen nicht warum. Wir hatten einfach nicht genug Grip." Weil Toyota und Red Bull in Magny-Cours schneller waren als Renault, fiel Symonds' Fazit in Summe nicht positiv aus: "Wir sind nicht glücklich", gab der Brite zu Protokoll. "Zwei Autos in den Punkten zu haben, ist gut, aber wir spüren, dass da noch mehr geht. Wir sagen schon seit einiger Zeit, dass das Auto besser geworden ist, aber wir sehen nicht sein volles Potenzial. Das war auch in Frankreich so. Auch wenn wir zwei Autos in den Punkten hatten, sind wir zu mehr in der Lage." Und Symonds fügte seufzend an: "Solange das Auto nicht schneller ist, wird unser Leben nicht einfach." Für Silverstone soll allerdings noch einmal ein großes Update für den R28 kommen. Schlägt dieses nicht voll ein, dann sollen die Ressourcen voll auf 2009 umgelenkt werden - so wünscht es sich zumindest Alonso. Die nächsten Wochen haben für Renault also durchaus Entscheidungscharakter...
Jarno Trulli fuhr in Magny-Cours mit einer starken Leistung auf das Podium Zoom © xpb.cc
812 Tage musste das Toyota-Team warten, ehe es am vergangenen Wochenende in Magny-Cours dank Jarno Trulli erstmals seit Ralf Schumacher in Melbourne 2006 wieder einen Podestplatz bejubeln durfte. Diese könnte Gold wert sein, was die Moral der Belegschaft vor Ort und in der Fabrik in Köln angeht. Toyota verfügt mit geschätzten 400 Millionen Euro zwar über einen der höchsten Jahresetats aller Formel-1-Teams, doch in Erfolge umgemünzt werden konnte dieser nur selten. So ist es auch kein Wunder, dass die Motivation in den vergangenen Jahren ein wenig gelitten hat - vor allem durch den Absturz von 88 auf 13 WM-Punkte zwischen 2005 und 2007. Trullis Galavorstellung von Magny-Cours kam genau zum richtigen Zeitpunkt: "Für das ganze Team ist es sehr gut, dass die Mühen einmal belohnt werden", erklärte Technikchef Pascal Vasselon gegenüber 'autosport.com'. "Wenn alle Teams hart arbeiten, dann stachelt einen so ein Resultat dazu an, noch härter zu arbeiten, weil man sich nicht mehr so müde fühlt. Man spürt den Stress nicht mehr und durch die Umstände packen die Mitarbeiter noch härter an." In Köln hofft man nun natürlich, dass der dritte Platz eine Initialzündung sein könnte, denn die aerodynamischen Änderungen, die das Team in den vergangenen Wochen erarbeitet hat, schienen zumindest in Magny-Cours optimal zu funktionieren. Dass es in derselben Tonart weitergehen wird, gilt als unwahrscheinlich, doch die Tendenz zeigt insgesamt klar nach oben.
Max Mosley wurde am 3. Juni in Paris im Amt des FIA-Präsidenten bestätigt Zoom © xpb.cc
Dass Max Mosley bei der Vertrauensabstimmung der FIA-Generalversammlung am 3. Juni als Präsident des Automobilweltverbandes bestätigt wurde, kam für viele überraschend. Insidern war allerdings von Anfang an klar, dass dieser Sieg über die Stimmen der kleinen Verbände errungen wurde - und dank eines Mannes, wie sich jetzt herausgestellt hat: Mohammad bin Sulayem. Mosley hatte in Paris 103 Stimmen für und nur 55 gegen sich. Bin Sulayem hat mit seiner Überzeugungsarbeit 41 Delegierte auf die Seite des umstrittenen FIA-Präsidenten gezogen und war damit einer der wichtigsten Drahtzieher hinter dem Ausgang der Vertrauensabstimmung. Der Verbandspräsident der Vereinigten Arabischen Emirate bestreitet dies gar nicht: "Ja, das stimmt. Ich habe ihm so viele Stimmen beschafft. Ich habe den Unterschied ausgemacht." Der 46-Jährige kann außerdem nicht nachvollziehen, warum einige der größeren Automobilverbände wie etwa der deutsche ADAC oder die amerikanische AAA immer noch Stimmung gegen Mosley machen, obwohl der längst in seinem Amt bestätigt wurde. Laut bin Sulayem sollte man die Affäre nun auf sich beruhen lassen, das demokratisch erzielte Abstimmungsergebnis akzeptieren und wieder zum Tagesgeschäft zurückkehren. "Die Vertrauensabstimmung war ein demokratischer Prozess. Jetzt, wo er bestätigt wurde, wäre es unfair, seine Zukunft als FIA-Präsident in Frage zu stellen. Die Länder, die sich als Fahnenträger der Demokratie ausgeben, scheinen genau das Gegenteil zu tun. Wenn mich jemand davon überzeugen kann, dass er dem Motorsport geschadet hat, dann haben wir einen Fall - aber nicht wegen seiner persönlichen und privaten Angelegenheiten", so bin Sulayem.
Kimi Räikkönens Motor wurde in Magny-Cours in Mitleidenschaft gezogen Zoom © xpb.cc
In der 34. Runde des Rennens in Magny-Cours ging bei Kimi Räikkönen das Auspuffrohr kaputt, sodass er die Hälfte der Renndistanz mit einem angeschlagenen Auto zu Ende fahren musste. Natürlich wurde der Motor durch die hohen Temperaturen und den niedrigen Wasserdruck in Mitleidenschaft gezogen, was wohl einen Zwangswechsel nach sich ziehen wird. Räikkönen fuhr in Magny-Cours allerdings erst das erste Rennen mit seinem V8-Motor - und weil die Formel-1-Triebwerke aus Kostengründen nur nach jedem zweiten Grand Prix gewechselt werden dürfen, müsste dies eigentlich eine Rückversetzung in der Startaufstellung um zehn Positionen nach sich ziehen. Ferrari hat aber das Glück, dass das Reglement im Winter geändert wurde und seit 2008 der erste Motorwechsel des Jahres straffrei bleibt. "Nach so einem schwierigen Rennen ab Halbzeit bis zum Ende ist es sehr wahrscheinlich, dass wir den Motor wechseln müssen, also müssen wir den Joker verwenden, der es uns erlaubt, den ersten Wechsel in der Saison ohne Strafe durchzuführen", erklärte Ferrari-Teamchef Stefano Domenicali in Magny-Cours. "Es ist wahrscheinlich etwas zu ambitioniert, in diesem Zustand ein zweites Rennen fahren zu wollen." Doch auch wenn Räikkönen in der Startaufstellung in Silverstone nicht nach hinten wandern muss, so bleibt der Motorwechsel doch nicht ganz ohne Konsequenzen, denn durch die Rhythmusverschiebung muss der Finne nun die beiden Hochgeschwindigkeitsrennen in Spa-Francorchamps und Monza mit ein und demselben Triebwerk bestreiten - und vor allem darf er sich nun kein weiteres Motorenproblem mehr erlauben...
Lewis Hamilton ist nicht gerade begeistert von vielen Schlagzeilen in seiner Heimat Zoom © xpb.cc
Der Weg ins Rampenlicht ging schnell - vor eineinhalb Jahren war Lewis Hamilton noch ein relativ unbeachteter Nachwuchspilot, jetzt steht er vor allem in seiner Heimat Großbritannien im Mittelpunkt des öffentlichen Interesses. Und mit vielen Schlagzeilen ist der McLaren-Pilot überhaupt nicht einverstanden. Denn Hamilton beklagt, dass er durch die Berichterstattung in den britischen Medien ein völlig falsches Image bekommen hat. Und das betrifft vor allem sein Privatleben: Hamilton bei glamourösen Filmpremieren, bei Preisverleihungen, Affären mit Popstars und Models - alles sorgt für Schlagzeilen. Und die bringen dem 23-Jährigen den Ruf ein, den Verlockungen des Luxuslebens nicht widerstehen zu können und sich gern ins Rampenlicht zu drängen. Als dann auch noch die - frei erfundene - Meldung durch den britischen Blätterwald rauschte, er habe sich für 400.000 US-Dollar ein persönliches Autokennzeichen gekauft, ging Hamilton in die Offensive. "Ich kann nicht wirklich viel dagegen tun", klagte der McLaren-Pilot über sein neues Image. "Aber so ein Typ bin ich einfach nicht. Ich möchte meinen Spaß haben, aber ich muss nicht über den roten Teppich laufen. Ich wollte nie so behandelt werden. Ich habe es zwar schon ein paar Mal erlebt, aber ich suche nicht nach Veranstaltungen, die ich besuchen kann, damit ich gesehen werde. Ich sitze einfach gern im Hintergrund wie jeder andere Zuschauer auch. Ich treffe mich gern mit Leuten - aber die fangen dann an, Geschichten daraus zu stricken." Vom Liebling zum Gescholtenen"Ich treffe mich gern mit Leuten - aber die fangen dann an, Geschichten daraus zu stricken." Lewis Hamilton Nicht nur Hamiltons Privatleben wird gern in den britischen Medien thematisiert, sondern auch seine Leistungen auf der Strecke. Und da ist aus dem Liebling in den vergangenen Wochen der Gescholtene geworden. Vor allem für seinen kuriosen Unfall in Montréal musste der McLaren-Pilot heftige öffentliche Kritik einstecken. "Ich kann mit konstruktiver Kritik umgehen, aber diese Sachen lese ich überhaupt nicht", so der 23-Jährige. "Man hört, was so in den Medien berichtet wird, aber welchen Unterschied sollte es für mich machen? Ich mache meinen Job und habe Spaß." "Aber die meiste Zeit ist mir nur wichtig, was mein Vater über mich denkt." Lewis Hamilton Negative Presse beeinflusse ihn nicht, so Hamilton, aber: "Es ist aber natürlich schon so, dass mir nicht egal ist, was für eine Meinung die Leute über mich haben", schränkte er ein, "denn ich bin schließlich kein kaltschnäuziger Typ, sondern ich versuche immer, mein Bestes zu geben. Kleine Fehler können passieren. Ich denke, dass jeder mal Fehler macht wie ich, aber die stehen nicht wie ich im Rampenlicht." "Die Leute versuchen, aus mir etwas zu machen, was ich gar nicht bin", sagte Hamilton abschließend. "Aber die meiste Zeit, nämlich zu 99,9 Prozent, ist mir nur wichtig, was mein Vater über mich denkt."
Jackie Stewart geht mit Entscheidungen der FIA wieder hart ins Gericht Zoom © xpb.cc
In jüngster Zeit ist die FIA nicht gerade sparsam mit Strafen umgegangen - allein in Magny-Cours mussten Lewis Hamilton, Nico Rosberg und Heikki Kovalainen in der Startaufstellung zurück. Zudem kassierte Hamilton im Rennen noch eine Durchfahrtsstrafe. Das hat den früheren Weltmeister Jackie Stewart auf den Plan gerufen. Er übt nun deutliche Kritik an der FIA - und wirft ihr zudem vor, vor allem McLaren-Mercedes auffällig oft zu bestrafen. "Wir haben kürzlich eine ganze Reihe von Strafen gesehen, sowohl Rückversetzungen als auch Geldstrafen", sagte Stewart auf der Internetseite des Williams-Sponsors RBS. "Es scheint kaum Mitgefühl zu geben und es wird kaum versucht, die Sicht der Fahrer zu berücksichtigen." Wird McLaren besonders oft bestraft?Stewart geht noch weiter: Vor allem McLaren-Mercedes werde auffällig oft bestraft, kritisierte er. "Viele Leute - und zwar nicht McLaren-Mitarbeiter - sagen, dass die FIA bei McLaren mehr daran interessiert ist, Fehler zu finden als bei anderen Teams", so der frühere Weltmeister. "Beim Rennen in Frankreich zum Beispiel ist Kimi Räikkönens Auspuffanlage kaputtgegangen und Teile sind sichtbar vom Auto weggehangen. Warum wurde er nicht in die Box gerufen, damit die losen Teile entfernt werden? Ein Teil ist dann auch weggeflogen, das hätte für die Zuschauer oder einen anderen Fahrer gefährlich werden können. Manche Leute werden nun sagen, dass McLaren eine Strafe dafür bekommen hätte, wenn das diesem Team passiert wäre." "Viele Leute sagen, dass die FIA bei McLaren mehr daran interessiert ist, Fehler zu finden als bei anderen Teams." Jackie Stewart Bei McLaren selbst gibt man sich bei diesem Thema diplomatisch zurückhaltend. "Ich denke, dass es immer unterschiedliche Meinungen zu den Geschehnissen im Grand-Prix-Sport geben wird und das Konstruktivste ist, seine Meinung dazu nicht zu äußern", sagte Teamchef Ron Dennis gegenüber Reportern. Heftige Kritik übt Stewart nicht nur an den Strafen, sondern auch an den sprunghaft gestiegenen Gebühren für die Superlizenz: "Keiner kann erkennen, was die Fahrer als Gegenleistung für die höheren Gebühren bekommen, damit erscheint das Ganze einfach als eine weitere Möglichkeit für die FIA, Geld einzunehmen", sagte der Schotte. "Ich kenne keinen anderen Sport, bei dem die Sportler für eine Lizenz bezahlen müssen, damit sie teilnehmen dürfen."
Die FIA will den Teams 2009 wesentlich mehr Geld als bisher abknöpfen Zoom © xpb.cc
Der Streit um die erhöhten Gebühren für die Fahrersuperlizenzen sorgte am vergangenen Wochenende in Magny-Cours für einiges an Aufregung, weil die Fahrergewerkschaft GPDA nicht nachvollziehen kann, was mit dem Geld geschieht und warum so drastisch erhöht wurde. Nun droht wie von uns bereits am Sonntag angekündigt eine weitere Diskussion um andere FIA-Gebühren. Diesmal sollen allerdings nicht die Fahrer, sondern die Teams zur Kasse gebeten werden. Davon betroffen ist zum Beispiel das jährliche Nenngeld, das von umgerechnet 225.000 (2007) über derzeit 300.000 im nächsten Jahr auf 740.000 Euro erhöht werden soll. Die FIA nimmt damit alleine durch diese Maßnahme statt 3,6 Millionen Euro mit zwölf Teams in diesem Jahr ab 2009 7,4 Millionen Euro ein. Für jedes einzelne Team bedeutet dies einen Kostenanstieg um knapp 150 Prozent. Super Aguri und Prodrive haben auch bezahltZwölf Teams? Genau richtig: Zwar nehmen derzeit nur noch zehn Rennställe an der Formel-1-Weltmeisterschaft teil, aber Super Aguri musste aus Kostengründen die Rollbalken herunterlassen und das geplante Prodrive-Projekt musste eingestampft werden, bevor es überhaupt an einem Rennen teilnehmen konnte. Alleine mit diesen beiden Teams nahm die FIA 2008 nicht weniger als 600.000 Euro ein. Gerechtfertigt wird die drastische Erhöhung des jährlichen Nenngelds mit der Einführung von sechs neuen Gebühren, die sich auf jedes einzelne Teambudget mit 430.000 Euro auswirken werden. Darin beinhaltet sind zum Beispiel Unkostenbeiträge für Flaggensignale, Datenaufzeichnung, den Wetterbericht oder auch das FIA-Computer- und -Kommunikationsnetzwerk innerhalb der Boxengasse. Abgesegnet werden sollen all diese Veränderungen am Mittwoch vom FIA-World-Council in Paris. Am Wochenende sickerte in Magny-Cours außerdem durch, dass Mosley das von Bernie Ecclestone gewünschte neue Concorde-Agreement nur zu seinen eigenen Bedingungen unterschreiben wird. Diese sehen vor allem in einem Punkt eine gravierende Veränderung vor: Die Teams sollen mehr Geld bekommen! Mehr Geld aus dem Einnahmentopf für die Teams?Statt wie bisher 50 Prozent der Veranstaltungsgebühren und TV-Einnahmen sollen künftig 92 beziehungsweise 67 Prozent auf die zehn Formel-1-Teams aufgeteilt werden, wenn es nach Mosley geht. Allerdings stößt dies bei Ecclestone und der Holdinggesellschaft CVC auf Widerstand, denn jeder Euro, der vom großen Kuchen für die Teams abgezweigt wird, ist ein Euro weniger in der Ecclestone/CVC-Kasse. Die FIA wiederum könnte natürlich argumentieren, dass sie den Teams einerseits gebührenseitig etwas mehr Geld abknöpft, andererseits aber für eine viel höhere Einnahmenbeteiligung plädiert. Praktisch: Die FIA ist von der Einnahmenverteilung als Sporthoheit nicht im Geringsten betroffen. Ob der Vorschlag durchgehen wird, ist freilich eine andere Frage, denn während die kleinen Teams natürlich positiv reagieren, herrscht bei den großen Werken Skepsis. Werksteams wollen Einfluss auf die RegelnDie Werke sind nämlich mit der kommerziellen Vereinbarung, die bereits im Mai 2006 in Barcelona unterzeichnet wurde, durchaus zufrieden: "Wir haben die Einnahmenverteilung schon vor einiger Zeit verhandelt. Unser jetziges Einkommen ist wesentlich größer als davor. Wir beschweren uns nicht. Unser großes Anliegen ist die Gestaltung des Sports, nicht das Geld", stellte Toyota-Teampräsident John Howett gegenüber 'Motorsport-Total.com' klar. "Ich höre zum ersten Mal davon", meinte BMW Motorsport Direktor Mario Theissen, als er von 'autosport.com' auf die geplante Neuverteilung angesprochen wurde. "Ich würde das Geld nicht zurückweisen." Gleichzeitig betonte er aber, dass man deswegen nicht vom Standpunkt abweichen werde, mehr Einfluss auf die Regeln zu wünschen: "In Sachen Concorde-Agreement muss man alle Punkte bedenken, nicht nur das Geld."
"Für uns ist es wichtig, dass wir eine gute und stabile Basis für die nächsten zehn Jahre haben - in jeder Hinsicht. Geld ist ein Teil davon." Genau wie die Regeln "und auch die Prozedur, wie die Regeln ausgearbeitet werden. Wir haben in den vergangenen zehn Jahren zu oft erlebt, dass die Regeln auf eine Weise geändert wurden, mit der die Teams kaum Schritt halten konnten. Manchmal waren die Änderungen auch nicht durchdacht und mussten zurückgeändert werden." Kommerzielle Seite geht FIA nichts anEs erscheint also durchaus plausibel, dass Mosley mit seinen Vorschlägen die kleineren Teams, die mehr auf sein Geld angewiesen sind, auf seine Seite ziehen wird, aber den Herstellern dürfte es vor allem um mehr Einfluss auf die Gestaltung des Sports zu gehen. Nur: Laut EU-Kommission soll die FIA als Sporthoheit auftreten, sich aber nicht in kommerzielle Dinge einmischen. Dies ist eigentlich Ecclestones Metier. Und der will dieses auch verteidigen, sollte sich die FIA in kommerzielle Belange einmischen: "Ich bin mir sicher, dass sich die Europäische Kommission einschalten würde", sagte der Brite. "Laut der Vereinbarung mit der Europäischen Kommission ist die FIA die Sporthoheit, wie die Polizei, und Formula One Management ist der Halter der Kommerziellen Rechte. Das Geld geht Max nichts an, das hat er nicht anzurühren."
Quelle: motorsport-total.com
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