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| Nick Heidfeld |
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Nick Heidfeld begann seine Formelkarriere 1994 in der Deutschen Formel-Ford-Meisterschaft. 1997 wurde der am 10. Mai 1977 geborene Mönchengladbacher Deutscher Formel-3-Meister. Noch im gleichen Jahr durfte er für das McLaren-Team erste Testfahrten in der Formel 1 absolvieren. 1998 wechselte er in die Formel-3000-Meisterschaft, wo er 2000 den Titel einfuhr. Parallel dazu war "Quick Nick" weiterhin als McLaren-Testfahrer aktiv.
In der Saison 2000 startete der Deutsche für das Prost-Team in der Formel 1, 2001 folgte der Wechsel zu Sauber, wo er im selben Jahr seinen ersten Podestplatz einfuhr und bis in die Saison 2003 blieb. Heidfeld ging 2004 mit dem Jordan-Team in seine fünfte Saison in der Königsklasse des Motorsports, weil für ihn keine anderen Cockpits mehr verfügbar waren. Beim strauchelnden Team aus Silverstone konnte er sich nicht seinem Talent entsprechend in Szene setzen, weshalb ihm der Williams-Vertrag für 2005 wie gerufen kam.
Bei Williams etablierte er sich 2005 als einer der Spitzenfahrer, indem er keine Fehler machte und die wenigen Chancen am Schopf packte, die sich ihm boten - die Pole Position am Nürburgring sowie zwei zweite Plätze seien stellvertretend für weitere gute Resultate genannt. In jener Saison hinterließ er bei BMW Motorsport Direktor Mario Theissen einen bleibenden Eindruck, der ihn daraufhin für das BMW Sauber F1 Team unter Vertrag nahm.
Im ersten Jahr seiner Rückkehr nach Hinwil lieferte Heidfeld 2006 eine solide Saison mit dem Highlight des dritten Platzes beim chaotischen Grand Prix von Ungarn ab. 2007 etablierte er sich im Jahr eins nach Michael Schumacher als deutscher Spitzenfahrer, setzte einige Highlights wie den zweiten Platz in Kanada oder das kompromisslose Überholmanöver gegen Fernando Alonso in Bahrain. Diese starken Performances reichten unterm Strich als bester Verfolger der vier Topfahrer zum fünften WM-Rang - das beste Resultat seiner Formel-1-Karriere. |
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| Christian Klien |
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Nach einer mehrjährigen Pause hat Österreich mit Christian Klien seit 2004 wieder einen Formel-1-Piloten. Der Vorarlberger empfahl sich im Winter 2003/04 mit hervorragenden Testzeiten bei Jaguar, konnte in seiner ersten vollen Saison die Erwartungen aber nicht ganz erfüllen. Dennoch bekam er für 2005 noch einmal den Zuschlag, weil Ford den Rennstall an Red Bull verkauft hat - und Klien als Red-Bull-Schützling war natürlich die offensichtliche Wahl.
An der Seite von David Coulthard konnte er sich vor allem im Qualifying in Szene setzen, doch aufgrund der Cockpitrotation mit Vitantonio Liuzzi fand er nie richtig in seinen Rhythmus und wurde daher mit neun Punkten nur WM-15. Red Bull entschied sich trotzdem dafür, ihm den zweiten Stammplatz neben Coulthard bei Red Bull Racing zu geben, wo er 2006 endgültig den Durchbruch schaffen muss.
Im Gegensatz zur weitläufigen Meinung war Klien übrigens schon vor der Formel 1 in diversen Nachwuchsformeln erfolgreich: Der gelernte Blechschlosser ging in der Saison 2000 in der Formel BMW an den Start, wo er den zehnten Gesamtrang belegte und sich 2001 mit fünf Siegen auf den dritten Rang steigern konnte. Er belegte im Jahr 2003 in der Formel-3-Euroserie den zweiten Gesamtrang. Zudem gewann er das prestigeträchtige Formel-3-Masters im holländischen Zandvoort. |
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| Mark Webber |
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Für Mark Webber hat sich der Formel-1-Einstieg beim Minardi-Team als echter Glücksfall erwiesen: 2002 konnte er im ersten Rennen vor heimischer Kulisse in Melbourne als Fünfter in die Punkteränge fahren, was eine gewaltige Sensation war, schließlich saß er im langsamsten Auto des Feldes. Obwohl ihm dieses Kunststück im weiteren Saisonverlauf nicht mehr gelang, bewies er immer wieder seine außerordentlichen Fähigkeiten.
Für die Saison 2003 verpflichtete das Jaguar-Team den am 27. August 1976 in Queanbeyan geborenen Rennfahrer. Siebenmal konnte Webber in seinem ersten Jahr für Jaguar in die Punkte fahren und wurde mit 17 WM-Punkten Zehnter in der Fahrerwertung. Seine beiden Teamkollegen Antonio Pizzonia und später Justin Wilson hatte Webber dabei locker im Griff. Auch 2004 ließ er Christian Klien bei den "Raubkatzen" keine Chance.
Entsprechend hoch waren die Hoffnungen des Fitnessfanatikers vor der Saison 2005, in der er erstmals für Williams an den Start ging, doch diese konnte er nicht ganz erfüllen: Zwar war er im Qualifying um einen Tick schneller als sein Teamkollege Nick Heidfeld, doch im Rennen konnte er diesen Speed zu selten umsetzen. Einige unglückliche Ausfälle taten das Übrige, und vom ersten Sieg war er sowieso meilenweit entfernt. 2006 ließ er zwar mit einigen starken Performances aufhorchen - in Australien lag er zwischenzeitlich in Führung, in Monaco hätte er ohne Defekt auf das Podium fahren können -, doch das unzuverlässige Auto machte ihm einen Strich durch die Rechnung.
Auf Ratschlag seines Managers Flavio Briatore hin heuerte Webber für 2007 bei Red Bull Racing an, wo er mit Renault-Motoren und einem Adrian-Newey-Chassis die Großen gelegentlich ärgern wollte. Dies gelang ihm jedoch nur am Nürburgring, wo er als Dritter in einem Regen-Grand-Prix auf das Podium fuhr.
Berühmt ist Webber übrigens nicht erst seit seinem Einstieg in die Formel 1: 1999 war er bei den 24 Stunden von Le Mans eines jener spektakulären Unfallopfer, als die Mercedes-Boliden wegen eines technischen Fehlers wie Raketen abhoben. Der Australier blieb bei seinem Crash aber wie durch ein Wunder unverletzt. |
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| Felipe Massa |
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In der Saison 2001 ging Felipe Massa in der Europäischen Formel 3000 an den Start. Als Ferrari-Teamchef Jean Todt Talentförderer Renato Melchioretto anrief, um sich nach aufstrebenden Talenten zu erkundigen, wurde ihm Massa empfohlen. Seitdem hatte Ferrari den brasilianischen Piloten stets im Auge.
Ende 2001 vermochte Massa bei Tests in Mugello Peter Sauber derart zu beeindrucken, dass er für die Saison 2002 einen Sauber-Stammvertrag bekam. Sauber hoffte, nach Kimi Räikkönen erneut ein großartiges Talent zu entdecken, doch der Brasilianer war im Gegensatz zum Finnen noch nicht reif genug. Sein Speed war offensichtlich, doch Massa ließ die notwendige Gelassenheit am Steuer eines Lenkrades vermissen.
Aus diesem Grund entschied man sich, Massa ein Jahr als Testfahrer bei Ferrari reifen zu lassen. Mit dieser Erfahrung konnte er sich 2004 und 2005 wesentlich besser in Szene setzen - vor allem 2005 hatte er mit Jacques Villeneuve einen ehemaligen Weltmeister sicher im Griff. Ferrari beobachtete diese Entwicklung genau und zog eine seit 2002 bestehende Option auf Massa, der 2006 in seiner ersten Saison bei den Roten mit zwei Siegen und dem dritten WM-Platz die Erwartungen erfüllen konnte.
2007 lag er über weite Strecken Kopf an Kopf mit seinem höher eingeschätzten Teamkollegen Kimi Räikkönen im WM-Rennen, aber ausgerechnet beim Ferrari-Heimspiel in Monza platzten wegen eines Ausfalls praktisch alle Titelchancen. Schlussendlich reichte es zu Platz vier, während Räikkönen Weltmeister wurde. |
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| Giancarlo Fisichella |
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Giancarlo Fisichella kam 1996 nach beeindruckenden Erfolgen in diversen Nachwuchsklassen zu Minardi in die Formel 1, wo er zunächst acht Rennen bestreiten durfte. Richtig in Szene setzen konnte er sich jedoch erst 1997 als Teamkollege von Ralf Schumacher bei Jordan, wo er auch seinen ersten Podestplatz einfuhr.
Zwischen 1998 und 2001 ließ er bei Benetton sein Talent immer wieder aufblitzen, der absolute Durchbruch gelang ihm jedoch nie. Über viele Jahre hinweg wurde er als am meisten unterschätzter Formel-1-Fahrer gebrandmarkt. 2002 und 2003 fuhr er wieder für Jordan, wo er mit viel Glück im Regen von Brasilien seinen ersten Grand Prix gewann, und 2004 überzeugte er als Nummer eins im Team von Peter Sauber speziell in der zweiten Saisonhälfte.
Dadurch wurde Flavio Briatore wieder auf ihn aufmerksam, der ihn zu Renault holte. Dort erlebte "Fisico" 2005 eine enttäuschende Saison mit vielen technischen Pannen und Rückschlägen; aber auch fahrerisch konnte er mit seinem Teamkollegen Fernando Alonso nicht mithalten. 2006 gilt es daher, die wahrscheinlich letzte Chance auf den Durchbruch zu nutzen. |
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| Takuma Sato |
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Takuma Sato ist ein echter "Spätzünder". Der Japaner stieg erst im Alter von 19 in den Rennsport ein. Der am 28. Januar 1977 in Tokio geborene Japaner wurde zwar schon 1987 bei einem Grand-Prix-Besuch in Suzuka vom Renn-Bazillus befallen, widmete sich aber zunächst dem Radsport und träumte von einem Start bei der Tour de France. Doch er schaffte den Sprung in die Honda-Förderung, zog nach England um, lernte Englisch und bestätigte 2001 mit dem Titel in der britischen Formel 3 und Erfolgen bei den Klassikern in Zandvoort und Macao, dass dies der richtige Weg war.
In der Saison 2002 gab Sato für das Jordan-Team sein Formel-1-Debüt, nachdem er zuvor für BAR-Honda getestet hatte. Zwar ließ der nur 1 Meter 63 große Rennfahrer sein Talent durchblitzen, doch er fuhr zu ungestüm und fabrizierte viel Schrott. 2003 kehrte er als Testfahrer zu BAR-Honda zurück. Bereits im letzten Saisonrennen feierte er sein Comeback und ist seit der Saison 2004 dank seiner Honda-Förderung neuer Stammfahrer. Sato ist wohl der beste Japaner, den die Formel 1 je gesehen hat. Nun muss er an der Seite von Jenson Button diesem Ruf gerecht werden. |
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| Jenson Button |
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Jenson Button durfte in seiner ersten Formel-1-Saison im Jahr 2000 bereits für ein Topteam, Williams, fahren. Nach einer Zwischenstation bei Benetton landete er schließlich bei BAR, also jenem Rennstall, der inzwischen zum Honda-Werksteam geworden ist.
Der am 19. Januar 1980 in Frome geborene Brite ist so etwas wie der Robbie Williams des Motorsports, stand wegen seiner Ex-Verlobten Louise Griffiths, einem Popsternchen, immer wieder im Rampenlicht. Dass ihm das Leben als Superstar und das viele Geld auch manchmal zu Kopf steigt, beweisen allerdings die beiden "Buttongate"-Affären aus den Jahren 2004 und 2005: Beide Male hatte er Verträge bei genau jenem Team - Williams beziehungsweise BAR - unterschrieben, für das er nicht fahren wollte...
Honda kaufte ihn schlussendlich für viel Geld aus dem Williams-Vertrag frei - ein Investment, welches sich lohnen sollte: 2006 gewann der Brite in Ungarn den ersten Grand Prix für die Japaner. Im letzten Saisondrittel sammelte er sogar mehr Punkte als alle anderen Fahrer.
2007 startete er als Geheimfavorit in die Saison, doch schlussendlich endete das Jahr mit gerade mal vier WM-Punkten und einer herben Enttäuschung. Zumindest stellte er aber seine neue Reife unter Beweis, indem er hinter den Kulissen alles unternahm, um das Team zu motivieren, und sich in der Öffentlichkeit auch immer hinter eben dieses stellte.
Geändert hat sich für ihn zuletzt auch, dass er nicht mehr Everybody's Darling der britischen Formel-1-Nation ist - diesen Rang hat ihm längst Lewis Hamilton abgelaufen... |
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| Fernando Alonso |
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Fernando Alonso zählt noch zu den jüngeren Fahrern im Formel-1-Feld, dennoch ist er seit dem Rücktritt von Michael Schumacher der erfolgreichste aktive Grand-Prix-Teilnehmer. Außerdem gilt er nicht nur als schnell, sondern als sehr vielseitig.
Der Spanier schaffte nach seinen Jahren im Kartsport einen kometenhaften Aufstieg in die Formel 1, wo er 2001 bei Minardi prompt alle Experten beeindruckte. Ferrari zeigte damals Interesse an ihm, wollte ihn aber bei Prost parken, weshalb er sich entschied, lieber einen Managementvertrag bei Flavio Briatore zu unterschreiben und zunächst Renault-Testfahrer zu werden.
Nach einem Jahr auf der Reservebank trug er sich 2003 als jüngster Grand-Prix-Sieger und Polesetter in die Geschichtsbücher ein, 2005 schließlich als jüngster Weltmeister, nachdem er mit einer konstanten Saison und dank der Zuverlässigkeit seines Renault-Boliden den oft schnelleren Kimi Räikkönen in Schach halten konnte. 2006 verteidigte er seinen WM-Titel im Duell gegen Michael Schumacher.
Die Saison 2007 bei McLaren-Mercedes brachte schließlich vier Siege und den dritten WM-Platz, vor allem aber zahlreiche interne Reibereien mit Lewis Hamilton und Teamchef Ron Dennis. Alonso fühlte sich ungerecht behandelt und lieferte der FIA aus Rache an seinem Arbeitgeber die entscheidenden Hinweise in der Spionageaffäre, die zu 100 Millionen US-Dollar Geldstrafe und dem Ausschluss aus der Konstrukteurs-WM führte.
Weil der Bruch zwischen dem Spanier und den Silberpfeilen nicht mehr zu kitten war, einigte man sich nach Saisonende auf eine einvernehmliche Trennung. Anschließend unterschrieb Alonso bei seinem alten Freund Flavio Briatore (Renault), der ihn nach einem Jahr Auszeit unbedingt zurückhaben wollte.
Von Experten wird Alonso immer wieder mit Alain Prost verglichen, weil er zwar vom Speed her bestimmt kein Manko hat, aber Rennen vor allem immer wieder durch seine Cleverness gewinnt. Außerdem ist er für seinen besonders aggressiven Fahrstil bekannt - am Kurveneingang dreht er so brutal am Lenkrad wie kein zweiter Pilot. |
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