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| Lewis Hamilton |
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Als Zehnjähriger ging Lewis Hamilton am Rande einer Motorsportgala auf McLaren-Teamchef Ron Dennis zu, dem er sagte: "Ich will eines Tages für Ihr Team fahren und Formel-1-Weltmeister werden!" Gesagt, getan: 2007 ging der Brite tatsächlich für die "Silberpfeile" an den Start gehen - und beinahe wäre er auch Weltmeister geworden!
Hamilton begann seine Formel-1-Karriere sensationell mit neun Podestplätzen hintereinander, feierte insgesamt vier Grand-Prix-Siege, führte die Weltmeisterschaft bis zum allerletzten Grand Prix in Brasilien an und verlor die Krone dort um einen einzigen Punkt an Kimi Räikkönen. Was er bis dahin geleistet hatte, war an Superlativen aber nicht mehr zu übertreffen und brachte sämtliche Experten zum Staunen - ganz zu schweigen von den britischen Fans, die ihn vergöttern wie einen Popstar.
Neben dem sportlich überragenden Debüt hat Hamilton die Sympathien auch insofern auf seiner Seite, als er immer versucht, sich so gut wie möglich aus allen politischen Querelen herauszuhalten - "Krieg der Sterne" mit Fernando Alonso und Spionageaffäre seien stellvertretend genannt. Sein exzellentes Verhältnis zu Dennis ist diesbezüglich natürlich ebenfalls hilfreich, weil er sich wegen seines Standings gar nicht erst auf politische Spielchen einlassen muss, und dass er dunkelhäutig ist, macht ihn zum Liebkind aller Marketingleute.
Hamilton wurde von klein auf von McLaren gefördert, überzeugte im Kartsport, gewann dann die Britische Formel Renault und die Formel-3-Euroserie jeweils im zweiten Anlauf, ehe er 2006 eine herausragende GP2-Saison mit dem Meistertitel krönte und sich damit ernsthaft als möglicher Stammfahrer für die Formel 1 aufdrängte. Schlussendlich gab ihm Dennis den Vorzug vor Pedro de la Rosa und Gary Paffett - eine Entscheidung, die sich als goldrichtig herausstellen sollte... |
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| Sebastian Vettel |
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Für viele Experten ist Sebastian Vettel der logische Nachfolger von Michael Schumacher in Deutschland - spätestens seit seinem beeindruckenden Einstand im BMW Sauber F1 Team, als er 2006 in der Türkei gleich bei seinem ersten Formel-1-Training Bestzeit fuhr. Seine starken Auftritte bei den Asien-Rennen 2007 auf Toro Rosso festigten diesen Status.
Die Motorsportkarriere des Heppenheimers, der früher ein Schumacher-Poster in seinem Zimmer hängen hatte, begann bereits 1995 im Kartsport. Dort eilte er von Erfolg zu Erfolg und 2003 schlug er in seiner ersten Saison in der Formel BMW mit dem Vizetitel gleich voll ein. 2004 war er dann gar nicht mehr zu bremsen: 18 Siege in 20 Rennen bedeuteten überlegen die Meisterschaft und bis heute einen Rekord.
2005 hatte Vettel zunächst Startschwierigkeiten in der Formel-3-Euroserie, in der er dennoch als bester Neuling Gesamtfünfter wurde, und 2006 kämpfte er sogar bis zum Schluss gegen Paul di Resta um den Titel - erfolglos. Hinzu kamen zwei Siege bei Gasteinsätzen in der Renault-World-Series, in der er 2007 parallel zu seinem Engagement als Formel-1-Testfahrer antrat.
Schon in seiner ersten Saison als offizieller Ersatzfahrer des BMW Sauber F1 Teams kam der Heppenheimer zum Einsatz, als Stammfahrer Robert Kubica in Kanada einen schweren Unfall hatte und aus Sicherheitsgründen beim Großen Preis der USA pausieren musste. In Indianapolis holte sich Vettel als Achter einen WM-Punkt und schrieb damit als jüngster Punktesammler der Formel 1 Geschichte.
Ende Juli erhielt er die Freigabe von BMW, nachdem Toro Rosso einen Nachfolger für Scott Speed suchte. Vettel wurde vom italienischen Rennstall ab dem Grand Prix von Ungarn für den Rest der Saison als neuer Stammfahrer eingesetzt und zudem für die Saison 2008 bestätigt. |
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| Sébastien Bourdais |
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Fünf Jahre nach seinem ersten Formel-1-Test für Arrows kommt Sébastien Bourdais 2008 endlich zu seinem Debüt in der Königsklasse: Bei mehreren Tests für Toro Rosso hinterließ er bei Teameigentümer Gerhard Berger einen bleibenden Eindruck, so dass er nun doch noch eine Chance im Grand-Prix-Sport bekommt.
Begonnen hatte alles Anfang der 1990er-Jahre im Kartsport, doch richtig in Erscheinung trat der beharrliche Brillenträger erst mit dem Meistertitel in der Französischen Formel 3 im Jahr 1999. Der logische nächste Schritt führte ihn in die Formel 3000, wo er sich 2002 im dritten Anlauf den Titel sicherte. Aus Formel-1-Tests für Arrows und Renault ergab sich aber kein fester Vertrag, so dass Bourdais frustriert in die USA auswanderte.
Dort lernte er nicht nur seine heutige Ehefrau kennen, sondern er holte auch sportlich zum großen Wurf aus: Gleich in der ChampCar-Premierensaison 2003 wurde er als Gesamtvierter Rookie of the Year - und zwischen 2004 und 2007 wurde er viermal hintereinander Champion. Dennoch hielt sich das Interesse der Formel-1-Teamchefs eher in Grenzen, bis es vor der Saison 2006 zu Verhandlungen mit dem BMW Sauber F1 Team kam, die jedoch ergebnislos verliefen, weil statt des Routiniers der junge Robert Kubica als Testfahrer verpflichtet wurde.
Bourdais ist übrigens auch der wahrscheinlich vielseitigste Pilot im Formel-1-Feld, hat unter anderem schon an den legendären Langstreckenrennen in Daytona und Sebring teilgenommen. Seine große Liebe im Motorsport ist aber seine Heimatstadt Le Mans: Beim dortigen 24-Stunden-Klassiker war er seit 1999 fünfmal am Start - mit Platz zwei 2007 auf Peugeot als bestem Resultat. Darüber hinaus nahm er 2005 am Indy 500 teil, doch ein technisches Problem warf ihn wenige Runden vor Schluss noch vom fünften auf den zwölften Rang zurück.
Nun gilt es, diese Vielseitigkeit auch in der Formel 1 unter Beweis zu stellen, was gar nicht so einfach wird, denn mit Sebastien Vettel hat Bourdais einen schnellen Teamkollegen - und all seine Erfahrung aus anderen Rennserien wird ihm im direkten Vergleich mit dem Youngster herzlich wenig nutzen... |
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| Timo Glock |
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Der am 18. März 1982 geborene Wersauer Timo Glock begann seine Karriere 1986 auf dem Motocross, ehe er 1987 in den Kartsport wechselte. 2001 kam dann auch seine Formelkarriere mit einem erfolgreichen Engagement in der Formel BMW in Schwung, 2002 wechselte er in die Formel-3-Euroserie.
Begleitet wurde er auf seinem Karriereweg, der ihn 2004 als Jordan-Testfahrer erstmals in die Formel 1 führte, von seinem Manager Hans-Bernd Kamps sowie von der Deutschen Post, für die er parallel zu seinen rennfahrerischen Aktivitäten in der Nachwuchsförderung aktiv ist.
Durch finanzielle Probleme seines Teamkollegen Giorgio Pantano rückte Glock in Kanada 2004 erstmals ins Jordan-Stammcockpit auf, und durch die Disqualifikation von vier Konkurrenten sammelte er gleich in seinem ersten Grand Prix WM-Punkte. Dennoch gelang es ihm nicht, 2005 einen neuen Formel-1-Vertrag zu ergattern, weshalb er in die ChampCar-Serie wechselte, wo er sich prompt als Rookie des Jahres auszeichnete.
Um noch einmal einen Angriff auf die Formel 1 zu starten, unterschrieb Glock für 2006 in der GP2-Serie, doch erst nach anfänglichen Schwierigkeiten mit dem BCN-Team kam er nach einem Wechsel zu iSport besser in Fahrt. Mit einer bärenstarken zweiten Saisonhälfte und dem vierten Gesamtrang empfahl er sich schlussendlich für das BMW Sauber F1 Team, wo er als Testfahrer engagiert wurde.
Für einen echten Rennvertrag beim Toyota-Team reichte es aber erst nach einer überragenden GP2-Saison 2007, in der Glock für iSport der dominierende Mann war und sich im Titelduell gegen Lucas di Grassi letztendlich souverän durchsetzte. Bei Toyota tritt er nun die Nachfolge seines Landsmannes Ralf Schumacher an. |
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| Kazuki Nakajima |
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Kazuki Nakajima ist in Formel-1-Kreisen ein weitgehend unbeschriebenes Blatt. Zwar kennt man seinen Vater Saturo, der früher unter anderem für Lotus in der Formel 1 gefahren ist, doch er selbst war in Europa bis vor kurzem noch kaum jemandem ein Begriff.
Seine Karriere begann er 1996 im Kartsport, 2003 sicherte er sich in der Formel Toyota seinen ersten Meistertitel. 2006 wechselte er schließlich nach Europa, wo er die Formel-3-Euroserie auf dem respektablen siebenten Gesamtrang abschloss. Dies brachte ihm den Williams-Testvertrag und den Deal für eine GP2-Saison bei DAMS für 2007 ein.
Übrigens wird Nakajima von Toyota unterstützt. Sollte er also bei Williams weiterhin so überzeugen wie bei den ersten Tests Ende 2006 und Anfang 2007, wäre es für das Toyota-Werksteam kein Problem, ihn unter Vertrag zu nehmen.
Als Alexander Wurz vor dem Großen Preis von Brasilien 2007 seinen sofortigen Rücktritt erklärte, beförderte der britische Rennstall den Japaner zum neuen Einsatzpiloten, der sich somit beim Saisonfinale im Renneinsatz beweisen konnte. Zwar fuhr er dabei zwei seiner Mechaniker an der Box über den Haufen, für einen 2008er-Stammvertrag reichte es aber trotzdem. |
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| Nelson Piquet Jr. |
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Nelson Piquet jun. gehört zur Riege jener Weltmeistersöhne, die sich auch selbst im Motorsport versuchen. Sein Vater Nelson sen. war dreimal Formel-1-Weltmeister und finanzierte die Karriere seines Sohnes. In Form des Renault-Vertrags ernten die beiden nun die Früchte für ihre harte Arbeit.
Piquet jun. begann seine Motorsportkarriere 1993 bei den Karts, also in etwa zu jener Zeit, als der brasilianische Nationalheld Ayrton Senna - ein Intimfeind seines Vaters - ums Leben kam. 2001 wechselte er in die Brasilianische Formel 3, ein Jahr später sicherte er sich den Südamerikanischen Formel-3-Titel. 2003 wechselte er nach Europa, wo sein Vater ein eigenes Formel-3-Team für ihn gründete. Ebenfalls in jenem Jahr saß er erstmals in einem Formel-1-Williams.
Mit dem Britischen Formel-3-Titel 2004 und weiteren Formel-1-Tests für Williams und BAR empfahl sich Piquet jun. für höhere Aufgaben, so dass er 2005 und 2006 in der GP2-Serie an den Start ging. Der Meistertitel blieb ihm dort allerdings versagt. Dafür gewann er für das Team Brasilien das allererste A1GP-Rennen der Geschichte in Brands Hatch.
Bei den Renault-Tests im Jahr 2007 überzeugte Piquet jun. derart, dass ihm Teamchef Flavio Briatore einen Stammvertrag anbot. |
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| Fuji Speedway |
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Fuji trat in Japan 2007 die Nachfolge von Suzuka als Austragungsort der Formel 1 an, was ein denkbar schweres Erbe ist. Galt Suzuka nämlich als spektakuläre Fahrerstrecke der alten Schule, so ist Fuji eher ein moderner, aber charakterloser Kurs. Möglich wurde die Wiederaufnahme in den Grand-Prix-Kalender durch einen von Toyota finanzierten und von Hermann Tilke koordinierten Generalumbau.
Erstmals in Betrieb genommen wurde Fuji - damals noch als Speedway nach amerikanischem Vorbild - im Jahr 1966. Zehn Jahre später gastierte erstmals die Königsklasse des Motorsports am Fuße des gleichnamigen Bergs. Prompt lieferten James Hunt und Niki Lauda eine WM-Entscheidung ab, die Geschichte schrieb. 1977 kam der Grand Prix noch einmal nach Fuji, ehe er nach Suzuka übersiedelte.
Bei der Premiere der neuen Strecke im Jahr 2007 kam es zu chaotischen Regenverhältnissen, aber trotz zahlreicher Proteste der Fahrer wurde nicht abgebrochen. Schlussendlich setzte sich unter allergefährlichsten Bedingungen nach einer wahren Crashorgie Lewis Hamilton durch.
Besondere Brisanz hat der Wechsel des Austragungsorts in Japan insofern, als Fuji Toyota gehört, Honda aber die Kontrolle in Suzuka innehat. Wohl auch wegen dieses Prestigeduells ließ sich Toyota nicht lumpen, als es um den Neubau von Fuji ging, so dass die Strecke allerhöchsten Sicherheitsstandards entspricht und durch ihre modernen Anlagen glänzt.
Der 4,563 Kilometer lange Kurs verfügt über einige charakteristische Kurven, die jedoch die Fahrer vor keine allzu großen Herausforderungen stellen. Dafür sorgte eine anderthalb Kilometer lange Gerade für erstklassige Überholmöglichkeiten. |
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| Singapur F1 Track |
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Gemeinsam mit Valencia wurde 2008 auch der Stadtkurs im asiatischen Stadtstaat Singapur in den Formel-1-Kalender aufgenommen. Die Königsklasse des Motorsports trägt damit der von Bernie Ecclestone und den Herstellern gewünschten globalen Expansion in neue Märkte Rechnung.
Bei der 5,067 Kilometer langen Strecke handelt es sich um einen Parcours inmitten durch die Millionenmetropole, vergleichbar mit Monte Carlo (Monaco) und Valencia (Europa). Die Besonderheit des Events ist aber, dass bei Nacht unter Flutlicht gefahren wird - eine Premiere im Grand-Prix-Sport. Dementsprechend wird die Premierenveranstaltung von allen Beteiligten mit großer Spannung erwartet.
Die Streckenführung entspricht der eines klassischen Stadtkurses und beinhaltet daher vor allem 90-Grad-Kurven, kommt ohne wirklich schnelle Mutpassagen aus. Außerdem haben die Organisatoren ihr Bestes gegeben, um die Auslaufzonen im Rahmen der Möglichkeiten so groß wie möglich zu gestalten.
Die atemberaubende Kulisse der Millionenmetropole kombiniert mit dem einzigartigen Flair eines Nachtrennens verspricht bei der Premiere ein einzigartiges TV-Spektakel. |
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