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| Luca Badoer |
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Eigentlich hatte sich Luca Badoer wohl schon damit abgefunden, dass er nie wieder ein Formel-1-Rennen bestreiten würde. Doch knapp zehn Jahre nach seinem bis dato letzten Grand Prix eröffnete das Schicksal dem Ferrari-Testpiloten eine einmalige Gelegenheit: Weil Rekord-Weltmeister Michael Schumacher aus gesundheitlichen Gründen passen musste, rückte Badoer in das vakante F60-Cockpit auf, das seit Felipe Massas schwerem Unfall von Ungarn 2009 verwaist war.
Dass der Italiener den ganz großen Durchbruch nie geschafft hat, ist angesichts seiner idealen Rennfahrerstatur (nur 58 Kilogramm bei 170 Zentimetern Körpergröße) einigermaßen verwunderlich. In der Formel 1 sorgte er nur einmal wirklich für Aufsehen, als er beim denkwürdigen Grand Prix auf dem Nürburgring 1999 schon an vierter Stelle lag, ehe er seinen Minardi abstellen musste. Doch nun könnte es Badoer vielleicht endlich gelingen, erstmals in die Punkte zu fahren... |
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| Marc Gené |
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Marc Gené gehört zur Gattung jener Formel-1-Fahrer, die es im Grand-Prix-Cockpit nie geschafft haben, sich wirklich in Szene zu setzen, aber als Testpiloten durchaus wertvolle Arbeit für ein Topteam verrichten können.
Seine Karriere begann mit viel versprechenden Erfolgen in der spanischen Kartszene, in diversen Formelklassen konnte er sich aber nie ganz durchsetzen. Dennoch schaffte er 1999 dank seines damaligen Sponsors Telefónica mit Minardi den Sprung in die Formel 1. Beim denkwürdigen Rennen am Nürburgring wurde er sogar starker Sechster.
Nach einer weiteren Saison bei Minardi unterschrieb er als Testfahrer bei Williams, wo er 2003 und 2004 sogar zu einigen Gasteinsätzen als Reservefahrer kam. Zwar konnte er sich dabei nie für einen vollwertigen Rennvertrag aufdrängen, doch speziell sein fünfter Platz in Monza 2003 stellte unter Beweis, das er genau das ist, wofür man ihn ohnehin gehalten hatte: ein solider Durchschnittsfahrer.
Seit 2005 testet Gené als vierter Mann hinter den beiden Stammpiloten und Luca Badoer für Ferrari. |
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| Mark Webber |
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Für Mark Webber hat sich der Formel-1-Einstieg beim Minardi-Team als echter Glücksfall erwiesen: 2002 konnte er im ersten Rennen vor heimischer Kulisse in Melbourne als Fünfter in die Punkteränge fahren, was eine gewaltige Sensation war, schließlich saß er im langsamsten Auto des Feldes. Obwohl ihm dieses Kunststück im weiteren Saisonverlauf nicht mehr gelang, bewies er immer wieder seine außerordentlichen Fähigkeiten.
Für die Saison 2003 verpflichtete das Jaguar-Team den am 27. August 1976 in Queanbeyan geborenen Rennfahrer. Siebenmal konnte Webber in seinem ersten Jahr für Jaguar in die Punkte fahren und wurde mit 17 WM-Punkten Zehnter in der Fahrerwertung. Seine beiden Teamkollegen Antonio Pizzonia und später Justin Wilson hatte Webber dabei locker im Griff. Auch 2004 ließ er Christian Klien bei den "Raubkatzen" keine Chance.
Entsprechend hoch waren die Hoffnungen des Fitnessfanatikers vor der Saison 2005, in der er erstmals für Williams an den Start ging, doch diese konnte er nicht ganz erfüllen: Zwar war er im Qualifying um einen Tick schneller als sein Teamkollege Nick Heidfeld, doch im Rennen konnte er diesen Speed zu selten umsetzen. Einige unglückliche Ausfälle taten das Übrige, und vom ersten Sieg war er sowieso meilenweit entfernt. 2006 ließ er zwar mit einigen starken Performances aufhorchen - in Australien lag er zwischenzeitlich in Führung, in Monaco hätte er ohne Defekt auf das Podium fahren können -, doch das unzuverlässige Auto machte ihm einen Strich durch die Rechnung.
Auf Ratschlag seines Managers Flavio Briatore hin heuerte Webber für 2007 bei Red Bull Racing an, wo er mit Renault-Motoren und einem Adrian-Newey-Chassis die Großen gelegentlich ärgern wollte. Dies gelang ihm jedoch nur am Nürburgring, wo er als Dritter in einem Regen-Grand-Prix auf das Podium fuhr.
Berühmt ist Webber übrigens nicht erst seit seinem Einstieg in die Formel 1: 1999 war er bei den 24 Stunden von Le Mans eines jener spektakulären Unfallopfer, als die Mercedes-Boliden wegen eines technischen Fehlers wie Raketen abhoben. Der Australier blieb bei seinem Crash aber wie durch ein Wunder unverletzt. |
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| Michelin |
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| Nelson Piquet Jr. |
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Nelson Piquet jun. gehört zur Riege jener Weltmeistersöhne, die sich auch selbst im Motorsport versuchen. Sein Vater Nelson sen. war dreimal Formel-1-Weltmeister und finanzierte die Karriere seines Sohnes. In Form des Renault-Vertrags ernten die beiden nun die Früchte für ihre harte Arbeit.
Piquet jun. begann seine Motorsportkarriere 1993 bei den Karts, also in etwa zu jener Zeit, als der brasilianische Nationalheld Ayrton Senna - ein Intimfeind seines Vaters - ums Leben kam. 2001 wechselte er in die Brasilianische Formel 3, ein Jahr später sicherte er sich den Südamerikanischen Formel-3-Titel. 2003 wechselte er nach Europa, wo sein Vater ein eigenes Formel-3-Team für ihn gründete. Ebenfalls in jenem Jahr saß er erstmals in einem Formel-1-Williams.
Mit dem Britischen Formel-3-Titel 2004 und weiteren Formel-1-Tests für Williams und BAR empfahl sich Piquet jun. für höhere Aufgaben, so dass er 2005 und 2006 in der GP2-Serie an den Start ging. Der Meistertitel blieb ihm dort allerdings versagt. Dafür gewann er für das Team Brasilien das allererste A1GP-Rennen der Geschichte in Brands Hatch.
Bei den Renault-Tests im Jahr 2007 überzeugte Piquet jun. derart, dass ihm Teamchef Flavio Briatore einen Stammvertrag anbot. |
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| Nick Heidfeld |
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Nick Heidfeld begann seine Formelkarriere 1994 in der Deutschen Formel-Ford-Meisterschaft. 1997 wurde der am 10. Mai 1977 geborene Mönchengladbacher Deutscher Formel-3-Meister. Noch im gleichen Jahr durfte er für das McLaren-Team erste Testfahrten in der Formel 1 absolvieren. 1998 wechselte er in die Formel-3000-Meisterschaft, wo er 2000 den Titel einfuhr. Parallel dazu war "Quick Nick" weiterhin als McLaren-Testfahrer aktiv.
In der Saison 2000 startete der Deutsche für das Prost-Team in der Formel 1, 2001 folgte der Wechsel zu Sauber, wo er im selben Jahr seinen ersten Podestplatz einfuhr und bis in die Saison 2003 blieb. Heidfeld ging 2004 mit dem Jordan-Team in seine fünfte Saison in der Königsklasse des Motorsports, weil für ihn keine anderen Cockpits mehr verfügbar waren. Beim strauchelnden Team aus Silverstone konnte er sich nicht seinem Talent entsprechend in Szene setzen, weshalb ihm der Williams-Vertrag für 2005 wie gerufen kam.
Bei Williams etablierte er sich 2005 als einer der Spitzenfahrer, indem er keine Fehler machte und die wenigen Chancen am Schopf packte, die sich ihm boten - die Pole Position am Nürburgring sowie zwei zweite Plätze seien stellvertretend für weitere gute Resultate genannt. In jener Saison hinterließ er bei BMW Motorsport Direktor Mario Theissen einen bleibenden Eindruck, der ihn daraufhin für das BMW Sauber F1 Team unter Vertrag nahm.
Im ersten Jahr seiner Rückkehr nach Hinwil lieferte Heidfeld 2006 eine solide Saison mit dem Highlight des dritten Platzes beim chaotischen Grand Prix von Ungarn ab. 2007 etablierte er sich im Jahr eins nach Michael Schumacher als deutscher Spitzenfahrer, setzte einige Highlights wie den zweiten Platz in Kanada oder das kompromisslose Überholmanöver gegen Fernando Alonso in Bahrain. Diese starken Performances reichten unterm Strich als bester Verfolger der vier Topfahrer zum fünften WM-Rang - das beste Resultat seiner Formel-1-Karriere. |
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| Nico Hülkenberg |
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Als Michael Schumacher schon in verschiedenen Formelautos Rennen fuhr, kam Nico Hülkenberg am 19. August 1987 in Emmerich erst zur Welt. Doch trotz des großen Altersunterschiedes haben die beiden eines gemeinsam: Sie werden von Willi Weber gemanagt.
Als 13-Jähriger wurde Hülkenberg Deutscher Kartmeister bei den Junioren, ein Jahr später sicherte er sich den DKM-Titel. Auch in der Formel BMW Deutschlag schlug er voll ein, als er 2005 als bester Rookie gleich Champion wurde. 2006 gewann er bereits sein viertes Rennen im Formel-3-Cup, was ihm eine Nominierung für das deutsche A1GP-Team einbrachte, das er unter großem öffentlichen Aufsehen zum Meistertitel führte.
Mit dem Aufstieg in die Formel-3-Euroserie folgte 2007 der nächste Karriereschritt, den er mit Bravour meisterte: Hülkenberg sicherte sich den dritten Gesamtrang und bekam am Jahresende die Chance, für Williams zu testen. Beim britischen Team überzeugte er so sehr, dass er mit einem Testvertrag im Gepäck wieder nach Hause reisen konnte.
2008 gewann Hülkenberg überlegen den Titel in der Euroserie. Der Aufstieg in die GP2 war der nächste logische Schritt. |
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| Nico Rosberg |
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Zwar ist Vater Keke Finne, doch der in Wiesbaden geborene Nico Rosberg fühlt sich eher als Deutscher, da zu Hause Deutsch gesprochen wird. Seine Mutter Sina ist Deutsche, aufgewachsen ist er in Monaco und besitzt sowohl die deutsche als auch die finnische Staatsbürgerschaft und fuhr im Motorsport auch beim Gewinn des GP2-Titels 2005 mit deutscher Lizenz.
Rosbergs Vater Keke gewann 1986 mit nur einem Sieg den WM-Titel mit Williams und trat am Ende des Jahres nach fünf Grand-Prix-Siegen und 114 Starts zurück. Schon im zarten Alter von 17 Jahren bewegte Rosberg jun. im Jahr 2002 nach dem Gewinn der Formel BMW ADAC Meisterschaft erstmals einen Formel-1-Boliden.
Nach Damon Hill, Michael Andretti und David Brabham ist er ein weiterer Sohn eines ehemaligen Formel-1-Weltmeisters, der in der Formel 1 an den Start geht. Er ist jedoch der erste Weltmeistersohn, der für das gleiche Team an den Start geht wie sein Vater.
In seiner Premierensaison 2006 überzeugte Rosberg gleich beim ersten Rennen in Bahrain mit einer sensationellen Aufholjagd, Platz sieben und der schnellsten Runde, allerdings konnte er derartige Topleistungen aufgrund des unzuverlässigen Materials nur selten wiederholen.
2007 gelang es ihm, seinen Speed beizubehalten und an Konstanz zuzulegen, wodurch er eine der Entdeckungen der Saison war - seinen Teamkollegen Alexander Wurz besiegte er in 16 von 17 Qualifyings. Aus diesem Grund stand er auf der Wunschliste von McLaren-Mercedes für 2008 ganz oben, doch Frank Williams erteilte ihm keine Freigabe. Stattdessen wurde ein neuer Vertrag bis Ende 2009 unterzeichnet. |
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