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| Vitantonio Liuzzi |
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Vitantonio Liuzzi, der letzte Meister der Formel-3000-Meisterschaft, war nach Christian Klien der zweite Fahrer des Red-Bull-Juniorteams, der den Sprung in die Formel 1 geschafft hat. Der Italiener kann auf eine interessante Erfahrung zurückblicken: Im Jahr 2001 schlug er Michael Schumacher bei einem Kartrennen um die WM-Krone, in dem der Formel-1-Star einen Gaststart absolvierte.
Den gewaltigen Vorschusslorbeeren konnte er angesichts seiner großen Erfolge in diversen Nachwuchsklassen in der ersten Formel-1-Saison bei Red Bull Racing nicht ganz gerecht werden, allerdings hatte er wegen der Fahrerrotation mit Klien auch nur bei vier Renneinsätzen Gelegenheit, sein Talent unter Beweis zu stellen. 2006 etablierte er sich als Nummer eins der Scuderia Toro Rosso, holte auch den ersten WM-Punkt für das noch junge Team.
Am Ende der Formel-1-Saison 2007 trennte sich Toro Rosso vom Italiener - man war mit seinem Speed, nicht jedoch mit seiner Arbeitseinstellung abseits der Strecke zufrieden. Für die Saison 2008 dockte Liuzzi bei Force India als Test- und Ersatzfahrer an, nachdem sich die Hoffnung auf einen neuen Vertrag als Stammfahrer bei einem anderen Team nicht erfüllt hatte. |
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| Valencia Street Circuit |
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2008 findet in Valencia erstmals ein Formel-1-Grand-Prix statt, allerdings nicht auf dem Circuit Ricardo Tormo außerhalb der Stadt, sondern auf einem Stadtkurs am Hafengebiet. Dieser liegt in der Nähe des Geländes, das im Jahr zuvor für den America's Cup (Segeln) verwendet worden war.
Formel-1-Action in den Straßen von Valencia gab es erstmals 2007, als 150.000 Menschen zur Präsentation des damals neuen McLaren-Mercedes MP4-22 für Fernando Alonso kamen. Alonso und Lewis Hamilton absolvierten damals einige Demonstrationsrunden auf einem provisorisch eingerichteten Kurs.
Die 5,440 Kilometer lange Strecke wurde in weniger als einem Jahr aus dem Boden gestampft, weil die Straßen ohnehin schon vorhanden waren und die meisten Tribünen nur temporärer Natur sind - genau wie auch in Monte Carlo (Monaco). |
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| Timo Glock |
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Der am 18. März 1982 geborene Wersauer Timo Glock begann seine Karriere 1986 auf dem Motocross, ehe er 1987 in den Kartsport wechselte. 2001 kam dann auch seine Formelkarriere mit einem erfolgreichen Engagement in der Formel BMW in Schwung, 2002 wechselte er in die Formel-3-Euroserie.
Begleitet wurde er auf seinem Karriereweg, der ihn 2004 als Jordan-Testfahrer erstmals in die Formel 1 führte, von seinem Manager Hans-Bernd Kamps sowie von der Deutschen Post, für die er parallel zu seinen rennfahrerischen Aktivitäten in der Nachwuchsförderung aktiv ist.
Durch finanzielle Probleme seines Teamkollegen Giorgio Pantano rückte Glock in Kanada 2004 erstmals ins Jordan-Stammcockpit auf, und durch die Disqualifikation von vier Konkurrenten sammelte er gleich in seinem ersten Grand Prix WM-Punkte. Dennoch gelang es ihm nicht, 2005 einen neuen Formel-1-Vertrag zu ergattern, weshalb er in die ChampCar-Serie wechselte, wo er sich prompt als Rookie des Jahres auszeichnete.
Um noch einmal einen Angriff auf die Formel 1 zu starten, unterschrieb Glock für 2006 in der GP2-Serie, doch erst nach anfänglichen Schwierigkeiten mit dem BCN-Team kam er nach einem Wechsel zu iSport besser in Fahrt. Mit einer bärenstarken zweiten Saisonhälfte und dem vierten Gesamtrang empfahl er sich schlussendlich für das BMW Sauber F1 Team, wo er als Testfahrer engagiert wurde.
Für einen echten Rennvertrag beim Toyota-Team reichte es aber erst nach einer überragenden GP2-Saison 2007, in der Glock für iSport der dominierende Mann war und sich im Titelduell gegen Lucas di Grassi letztendlich souverän durchsetzte. Bei Toyota tritt er nun die Nachfolge seines Landsmannes Ralf Schumacher an. |
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| Takuma Sato |
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Takuma Sato ist ein echter "Spätzünder". Der Japaner stieg erst im Alter von 19 in den Rennsport ein. Der am 28. Januar 1977 in Tokio geborene Japaner wurde zwar schon 1987 bei einem Grand-Prix-Besuch in Suzuka vom Renn-Bazillus befallen, widmete sich aber zunächst dem Radsport und träumte von einem Start bei der Tour de France. Doch er schaffte den Sprung in die Honda-Förderung, zog nach England um, lernte Englisch und bestätigte 2001 mit dem Titel in der britischen Formel 3 und Erfolgen bei den Klassikern in Zandvoort und Macao, dass dies der richtige Weg war.
In der Saison 2002 gab Sato für das Jordan-Team sein Formel-1-Debüt, nachdem er zuvor für BAR-Honda getestet hatte. Zwar ließ der nur 1 Meter 63 große Rennfahrer sein Talent durchblitzen, doch er fuhr zu ungestüm und fabrizierte viel Schrott. 2003 kehrte er als Testfahrer zu BAR-Honda zurück. Bereits im letzten Saisonrennen feierte er sein Comeback und ist seit der Saison 2004 dank seiner Honda-Förderung neuer Stammfahrer. Sato ist wohl der beste Japaner, den die Formel 1 je gesehen hat. Nun muss er an der Seite von Jenson Button diesem Ruf gerecht werden. |
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| Tag Heuer in der F1 |
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| Spa-Francorchamps |
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Die wohl bei den Fahrern beliebteste Rennstrecke im Kalender ist Spa-Francorchamps. Nach einer Pause wegen Problemen mit der Tabakwerbung, kehrt der Kurs dieses Jahr wieder in den Kalender zurück. Die belgische Rennstrecke - nur eine gute Stunde von der Heimat der Schumacher-Brüder entfernt südlich von Aachen an der belgischen Grenze gelegen - ist ein Kurs der "alten Garde". Ihre aufregende Kombination aus schnellen Kurven, Bergab- und Bergaufstücken sowie die traumhafte Lage inmitten der Ardennen macht das besondere Flair der Rennstrecke aus.
Mit einer Länge von 6,973 Kilometern ist Spa-Francorchamps der längste Kurs im Rennkalender. Neben Monaco gehört der belgische Ardennenkurs zu den ausgesprochenen Fahrerstrecken. Gerade die herausfordernden Kurvenkombinationen trennen in Belgien die Spreu vom Weizen. Richtig aufregend wird es in Spa, wenn der typische Ardennen-Regen niedergeht. Ein ganzes Wochenende ohne einen einzigen Regentropfen hat auf dem Kurs, der zum Teil aus öffentlichen Straßen besteht, wirklich Seltenheitswert. Da die Strecke mitten in einer Berglandschaft liegt, kann es vorkommen, dass ein Teil der Piste nass ist, der andere hingegen die Piloten mit Sonnenschein verwöhnt.
Einige Fahrer halten die Strecke für nicht mehr zeitgemäß. Als atemberaubend gelten vor allem zwei Kurven. Zum einen zählt dazu die 'Eau Rouge', eine Senke, die mit rund 300 km/h angefahren wird. Wenn die Fahrer einlenken müssen, führt die Strecke steil nach oben, was die Autos leicht werden lässt. Oft beschreiben die Piloten das Gefühl, mit 4g in die Sitze gedrückt zu werden, mit Achterbahnfahren. Bekannt ist auch die 'Blanchimont', eine 300-km/h-Linkskurve, an deren Stelle man wegen mangelnder Auslaufzonen besser nicht abfliegen sollte. |
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| Singapur F1 Track |
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Gemeinsam mit Valencia wurde 2008 auch der Stadtkurs im asiatischen Stadtstaat Singapur in den Formel-1-Kalender aufgenommen. Die Königsklasse des Motorsports trägt damit der von Bernie Ecclestone und den Herstellern gewünschten globalen Expansion in neue Märkte Rechnung.
Bei der 5,067 Kilometer langen Strecke handelt es sich um einen Parcours inmitten durch die Millionenmetropole, vergleichbar mit Monte Carlo (Monaco) und Valencia (Europa). Die Besonderheit des Events ist aber, dass bei Nacht unter Flutlicht gefahren wird - eine Premiere im Grand-Prix-Sport. Dementsprechend wird die Premierenveranstaltung von allen Beteiligten mit großer Spannung erwartet.
Die Streckenführung entspricht der eines klassischen Stadtkurses und beinhaltet daher vor allem 90-Grad-Kurven, kommt ohne wirklich schnelle Mutpassagen aus. Außerdem haben die Organisatoren ihr Bestes gegeben, um die Auslaufzonen im Rahmen der Möglichkeiten so groß wie möglich zu gestalten.
Die atemberaubende Kulisse der Millionenmetropole kombiniert mit dem einzigartigen Flair eines Nachtrennens verspricht bei der Premiere ein einzigartiges TV-Spektakel. |
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| Shanghai International Circuit |
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Im Jahr 2004 feierte die Formel 1 ihr Debüt in China. In der Sumpflandschaft Anting, eine Stunde vom Stadtkern Shanghais entfernt, entstand der neue Shanghai International Circuit. Auf 5,451 Kilometern Länge konstruierte der Aachener Streckenarchitekt Hermann Tilke den anspruchsvollen Rundkurs, der sieben Links- und neun Rechtskurven umfasst.
Der Streckenverlauf ist an die Form des chinesischen Schriftzeichens "Shang" angelehnt, das übersetzt "hoch oben" bedeutet. Die längste Gerade befindet sich zwischen den Kurven 13 und 14. Dort können die Fahrer über 1,3 Kilometer lang Vollgas geben und erreichen dabei eine Höchstgeschwindigkeit von über 310 km/h.
Ein großer Vorteil der Strecke ist ihre Multifunktionalität. Sämtliche Formelserien, Sport- und Tourenwagenrennen, Motorradläufe und Markenpokale können in Shanghai ausgetragen werden. Die Architektur der Gebäude, die auf dem Streckengelände errichtet wurden, ist in hohem Maße an die chinesische Geschichte, Natur und Technologie angelehnt.
Einziger Kritikpunkt der Formel-1-Gemeinde an der beeindruckenden Anlage ist, dass das Fahrerlager so modern und großzügig gestaltet wurde, dass es fast schon zu groß ist - die meisten Fahrer verwenden daher einen Roller, um von A nach B zu kommen... |
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