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| Istanbul Park Circuit |
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Nachdem 2004 Jahr Bahrain und China ihr Debüt gaben, war 2005 die Türkei - das Land der zwei Kontinente Europa und Asien - mit dem Formel-1-Debüt an der Reihe. Der brandneue Kurs (Otodrom) unweit von Istanbul beinhaltet großteils mittelschnelle Kurven und bietet dank der großen Streckenbreite von 12,5 bis 21,5 Meter die eine oder andere Überholmöglichkeit. Auffallend sind die die großen Höhenunterschiede der verschiedenen Streckenabschnitte, denn der Kurs schmiegt sich in die hügelige Landschaft ein.
Die Türkei kommt jung und wachsend daher, da mit zwei Prozent Wachstum die Bevölkerung (momentan rund 70 Millionen) der Türkei so rasant zunimmt wie in keinem anderen Land Europas.
Gebaut wurde der Kurs wie die meisten anderen modernen Formel-1-Strecken vom Aachener Architekten Hermann Tilke, der auch für den Umbau der Rennstrecken Nürburgring und Hockenheimring verantwortlich war. "Man könnte den Kurs als Mischung aus Belgien, Ungarn und Brasilien charakterisieren", sagt Mumtaz Tahincioglu, Präsident des türkischen Automobil- und Motorsportverbands.
Nicht zu kurz kommt aber auch der landestypische Stil, denn wie auch schon bei den von Tilke geplanten Strecken in Bahrain oder China trägt das Design der Tribünen und Gebäude traditionelle Züge, in diesem Fall orientalische. Auf der Haupttribüne finden 30.000 Zuschauer Platz, die Gesamtkapazität beträgt 155.000 Plätze.
Aus fahrerischer Sicht ist die achte Kurve am anspruchsvollsten, die gleich vier Scheitelpunkte hat und bei hoher Geschwindigkeit durchfahren wird. |
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| Valencia Street Circuit |
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2008 findet in Valencia erstmals ein Formel-1-Grand-Prix statt, allerdings nicht auf dem Circuit Ricardo Tormo außerhalb der Stadt, sondern auf einem Stadtkurs am Hafengebiet. Dieser liegt in der Nähe des Geländes, das im Jahr zuvor für den America's Cup (Segeln) verwendet worden war.
Formel-1-Action in den Straßen von Valencia gab es erstmals 2007, als 150.000 Menschen zur Präsentation des damals neuen McLaren-Mercedes MP4-22 für Fernando Alonso kamen. Alonso und Lewis Hamilton absolvierten damals einige Demonstrationsrunden auf einem provisorisch eingerichteten Kurs.
Die 5,440 Kilometer lange Strecke wurde in weniger als einem Jahr aus dem Boden gestampft, weil die Straßen ohnehin schon vorhanden waren und die meisten Tribünen nur temporärer Natur sind - genau wie auch in Monte Carlo (Monaco). |
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| Nico Rosberg |
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Zwar ist Vater Keke Finne, doch der in Wiesbaden geborene Nico Rosberg fühlt sich eher als Deutscher, da zu Hause Deutsch gesprochen wird. Seine Mutter Sina ist Deutsche, aufgewachsen ist er in Monaco und besitzt sowohl die deutsche als auch die finnische Staatsbürgerschaft und fuhr im Motorsport auch beim Gewinn des GP2-Titels 2005 mit deutscher Lizenz.
Rosbergs Vater Keke gewann 1986 mit nur einem Sieg den WM-Titel mit Williams und trat am Ende des Jahres nach fünf Grand-Prix-Siegen und 114 Starts zurück. Schon im zarten Alter von 17 Jahren bewegte Rosberg jun. im Jahr 2002 nach dem Gewinn der Formel BMW ADAC Meisterschaft erstmals einen Formel-1-Boliden.
Nach Damon Hill, Michael Andretti und David Brabham ist er ein weiterer Sohn eines ehemaligen Formel-1-Weltmeisters, der in der Formel 1 an den Start geht. Er ist jedoch der erste Weltmeistersohn, der für das gleiche Team an den Start geht wie sein Vater.
In seiner Premierensaison 2006 überzeugte Rosberg gleich beim ersten Rennen in Bahrain mit einer sensationellen Aufholjagd, Platz sieben und der schnellsten Runde, allerdings konnte er derartige Topleistungen aufgrund des unzuverlässigen Materials nur selten wiederholen.
2007 gelang es ihm, seinen Speed beizubehalten und an Konstanz zuzulegen, wodurch er eine der Entdeckungen der Saison war - seinen Teamkollegen Alexander Wurz besiegte er in 16 von 17 Qualifyings. Aus diesem Grund stand er auf der Wunschliste von McLaren-Mercedes für 2008 ganz oben, doch Frank Williams erteilte ihm keine Freigabe. Stattdessen wurde ein neuer Vertrag bis Ende 2009 unterzeichnet. |
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| Adrian Sutil |
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Adrian Sutil hat einen eher untypischen Weg bestritten: Bis zum Alter von 14 Jahren war er ein sehr begabter und geförderter Pianist. Sein Vater, der vor etwa 30 Jahren aus Uruguay nach Deutschland kam, spielte viele Jahre in der Münchener Philharmonie die erste Geige. Dank der südamerikanischen Wurzeln seines Vaters ist Sutil zweisprachig aufgewachsen und spricht somit auch Spanisch.
Mit 13 Jahren startete der Münchner seine Kartlaufbahn, was ihm zahlreiche nationale und internationale Erfolge einbrachte und ihm im Alter von 19 Jahren den Wechsel in den Formelsport ermöglichte. In seinem Debütjahr bestritt er 2002 die Schweizer Formel-Ford-Meisterschaft und gewann auf Anhieb alle Rennen und somit auch den Titel.
In der Formel Ford konnte er 2002 mit zehn Pole Positions und zehn Siegen in zehn Rennen sofort überzeugen. 2003 wurde er mit zahlreichen Podestplätzen und Pole Positions Sechster in der Formel BMW. In der Formel-3-Euroserie 2005 stand er bei 18 Rennen elfmal auf dem Podium und sicherte sich die Vizemeisterschaft bereits vier Rennen vor Schluss - hinter einem gewissen Lewis Hamilton, gegen den er allerdings im gleichen Team keine Chance hatte.
2006 bestritt er dann einerseits die Japanische Formel Nippon, die er mühelos für sich entscheiden konnte, sowie Freitagstestfahrten für MF1 Racing. Dabei hinterließ er einen so guten Eindruck, dass ihm Teamchef Colin Kolles am Jahresende einen langfristig ausgelegten Rennfahrervertrag unterbreitete.
In seiner Formel-1-Premierensaison 2007 schließlich sorgte Sutil für das eine oder andere Highlight wie die Trainingsbestzeit im Regen von Monaco oder den ersten WM-Punkt beim Grand Prix von Japan, aber er leistete sich auch ein paar unnötige Schnitzer. Seine Duftmarke hat er aber schon mal eindrucksvoll hinterlassen. |
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| Robert Kubica |
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Robert Kubica wurde am 7. Dezember 1984 in Krakau geboren. Im Alter von sechs Jahren begann er Kart zu fahren. Als Zehnjähriger war er polnischer Meister. Drei Jahre später wechselte er der besseren Konkurrenz wegen nach Italien. 1998 gewann er als erster Nicht-Italiener die Italienische Kartmeisterschaft der Junioren und wurde außerdem Zweiter in der Kart-Europameisterschaft.
2001 und 2002 startete er in der Formel Renault, wo er in der zweiten Saison Gesamtzweiter des italienischen Championats wurde. 2003 debütierte er in der Formel-3-Euroserie und gewann sein erstes Rennen, ausgetragen auf dem Norisring in Nürnberg. 2004 wurde er Siebenter der Euroserie und belegte Platz zwei beim Formel-3-Grand-Prix in Macao.
Die Saison 2005 bestritt er in der Renault-World-Series, wo mit 3,5-Liter-V6-Motoren von Renault gefahren wird. Kubica erzielte vier Siege in 17 Rennen und gewann mit 154 Punkten souverän den Titel vor Adrian Valles und Markus Winkelhock. Am 1. Dezember 2005 absolvierte er in Barcelona für Renault seinen ersten Formel-1-Test am Steuer eines aktuellen R25.
Anschließend wurde er von BMW als Freitags- und Testfahrer für das neue Werksteam unter Vertrag genommen. Er setzte sich dort gegen höher eingeschätzte Kandidaten wie beispielsweise Alexander Wurz oder Sebastién Bourdais durch.
Der Pole wurde während der Formel-1-Saison 2006 vom BMW Sauber F1 Team zum Einsatzfahrer befördert, als man sich nach dem zwölften Saisonrennen in Hockenheim nach einem Unfall von Jacques Villeneuve trennte. Seine guten Leistungen brachten ihm schließlich auch das Stammcockpit für 2007 ein.
2007 unterlag er zwar im Stallduell gegen Nick Heidfeld klar, doch mit einzelnen starken Leistungen ließ Kubica immer wieder aufhorchen. Und er schrieb auch eine der Storys des Jahres, als er in Kanada einen spektakulären Horrorcrash wie durch ein Wunder mit leichten Verletzungen überlebte. |
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| Anthony Davidson |
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Anthony Davidson dürfte ein lachendes und ein weinendes Auge haben: Auf der einen Seite wurde der Brite von Honda als dritter Fahrer vorgestellt, darf also an den Grand-Prix-Freitagen im ersten und zweiten Freien Training das dritte Auto des Teams bewegen, auf der anderen Seite konnte er sein erklärtes Ziel, endlich zum Einsatzfahrer aufzusteigen, trotz Testfahrten bei MF1 Racing und Gesprächen mit Super Aguri nicht realisieren.
Davidson, ein ehemaliger BRDC/Autosport/McLaren-Förderkandidat, ist schon seit 2001 im Team, das bis 2005 unter dem Namen BAR-Honda an den Start ging. Seine Karriere begann er allerdings bereits in den späten 90er Jahren mit beeindruckenden Erfolgen im Kart- und später auch im Formelsport. 2001 wurde er Vizemeister in der prestigeträchtigen Britischen Formel-3-Meisterschaft.
In der Formel 1 wartet er freilich nach wie vor auf den Durchbruch, denn abgesehen von zwei Renneinsätzen für Minardi im Jahr 2002 und seinem Kurzauftritt in Malaysia 2005 musste er bisher immer auf der Ersatzbank schmoren. Dabei gilt er nach wie vor als eines der gegenwärtig größten britischen Talente im Motorsport. |
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| Marc Gené |
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Marc Gené gehört zur Gattung jener Formel-1-Fahrer, die es im Grand-Prix-Cockpit nie geschafft haben, sich wirklich in Szene zu setzen, aber als Testpiloten durchaus wertvolle Arbeit für ein Topteam verrichten können.
Seine Karriere begann mit viel versprechenden Erfolgen in der spanischen Kartszene, in diversen Formelklassen konnte er sich aber nie ganz durchsetzen. Dennoch schaffte er 1999 dank seines damaligen Sponsors Telefónica mit Minardi den Sprung in die Formel 1. Beim denkwürdigen Rennen am Nürburgring wurde er sogar starker Sechster.
Nach einer weiteren Saison bei Minardi unterschrieb er als Testfahrer bei Williams, wo er 2003 und 2004 sogar zu einigen Gasteinsätzen als Reservefahrer kam. Zwar konnte er sich dabei nie für einen vollwertigen Rennvertrag aufdrängen, doch speziell sein fünfter Platz in Monza 2003 stellte unter Beweis, das er genau das ist, wofür man ihn ohnehin gehalten hatte: ein solider Durchschnittsfahrer.
Seit 2005 testet Gené als vierter Mann hinter den beiden Stammpiloten und Luca Badoer für Ferrari. |
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| Pedro de la Rosa |
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Nach mehr als beachtlichen Erfolgen in diversen Nachwuchsklassen kam Pedro de la Rosa 1999 mit Arrows in die Formel 1. Der Spanier holte sich gleich bei seinem ersten Einsatz einen Punkt und wurde bereits als angehender Weltmeister gefeiert. Auch in der Saison 2000 lieferte er überzeugende Vorstellungen ab.
2001 holte ihn Niki Lauda als Ersatz für den enttäuschenden Luciano Burti zu Jaguar, wo er neben Eddie Irvine jedoch nicht glänzen konnte und in der Entwicklung seiner Karriere gebremst wurde. Vor der Saison 2003 blieb ihm daher nichts anderes übrig als bei McLaren als Testfahrer anzuheuern, wo sich Alexander Wurz massiv für seine Verpflichtung stark machte.
De la Rosa, der als überaus schneller und erfahrener Pilot gilt, durfte seine Klasse als Ersatzmann für Juan-Pablo Montoya 2005 in Bahrain unter Beweis stellen - mit Platz fünf und der schnellsten Rennrunde! Dennoch scheint ihm ein Comeback als Rennfahrer in seinem fortgeschrittenen Alter nicht mehr zu gelingen, weil in Spanien natürlich nur der amtierende Weltmeister Fernando Alonso im Rampenlicht steht. |
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