 |
|
|
 |
49 registrierte Benutzer.

Online: 3 Gäste
|
|
| Besucher |
| heute: |
|
232 |
| gestern: |
|
264 |
| gesamt: |
|
255413 |
|
|
 |
|
 |
|
|
|
|
| Artikel »
Seiteninfos »
Formel-1-Saison 2010
|
Artikel-Infos |
Formel-1-Saison 2010
21.03.2010 von
Die Formel-1-Saison 2010 war die 61. FIA-Formel-1-Weltmeisterschaft. Sie wurde über 19 Rennen in der Zeit vom 14. März bis zum 14. November ausgetragen.
Im letzten Rennen konnte sich Sebastian Vettel die Fahrer-Weltmeisterschaft sichern, der Konstrukteurstitel ging an sein Team Red Bull Racing. Vettel wurde damit zum jüngsten Weltmeister der bisherigen Formel-1-Geschichte.
„Die Formel-1-Saison 2010 erlebte spektakuläre Ideen, statt langweiliger Optimierung von Details bewegte sich der Fortschritt nicht im Hundertstelbereich, es wurden gleich halbe Sekunden gewonnen. Das Modelljahr wurde geprägt durch F-Schacht, Flatterflügel und angeblasenem Diffusor“. Trotz Kostenbegrenzung gab allein McLaren über die Saison 173 Technikprojekte in Auftrag und Williams wurde bis zum Ende der Saison um 2 Sekunden schneller.
Änderungen 2010
Rennstrecken
In der Saison 2010 wurden insgesamt 19 Rennen ausgetragen. Neu war der Große Preis von Korea auf dem Korean International Circuit. Der Große Preis von Kanada kehrte nach einem Jahr Pause in den Kalender zurück. Der Große Preis von Deutschland wechselte gemäß der jährlichen Rotation vom Nürburgring auf den Hockenheimring.
Reglement
Das Mindestgewicht der Rennwagen wurde von 605 auf 620 kg angehoben. Darüber hinaus diskutierten FIA und FOTA über weitere Kostensenkungsmaßnahmen, nachdem die ursprüngliche Budgetgrenze von 45 Millionen Euro aufgehoben worden war. Das grundsätzliche Testverbot während der Saison blieb bestehen. Erlaubt waren weiterhin sechs Tage Geradeaus-Testfahrten. Jeden dieser Tage konnten die Teams gegen vier Stunden im Windkanal tauschen.
Tank
In dieser Saison wurde das Nachtanken (seit 1994 erlaubt) während des Rennens verboten, blieb jedoch bis vor dem Rennen zulässig, somit auch im letzten Drittel der Qualifikation. Die Tankkapazität vergrößerte sich damit von ca. 140 auf 230 Liter je Rennfahrzeug.
Reifen
Je Fahrer und Rennen standen folgende Reifentypen zur Verfügung: elf Sätze Slicks, vier Sätze Intermediate und drei Sätze Regenreifen. Für den Typ Slick gab es vier Mischungen: supersoft, soft, medium und hart. Jeder Fahrer musste jeweils zwei verschiedene Reifenmischungen pro Rennen fahren (supersoft/medium oder soft/hart). Bridgestone bestimmte, welche Mischungen für welchen Kurs zur Verfügung standen. Die Breite der Vorderradreifen wurde bei Slicks vom Hersteller Bridgestone für eine bessere Balance von 270 auf 245 Millimeter reduziert. Die ursprünglich geplante Abschaffung der Reifenwärmer wurde wegen Sicherheitsbedenken seitens der Teams wieder fallengelassen.
Motor und KERS
Des Weiteren wurde das eingefrorene Motorenreglement gelockert, um einen Leistungsangleich zwischen den Herstellern durch Modifikationen an den Aggregaten vornehmen zu können. KERS blieb zwar weiterhin offiziell von der FIA erlaubt, jedoch hatten die in der FOTA zusammengeschlossenen Teams eine freiwillige Verzichterklärung abgegeben und setzten KERS nicht ein.
Qualifying
Wegen des auf 24 Fahrzeuge angewachsenen Fahrerfeldes wurde der Qualifyingmodus leicht verändert. In den ersten beiden Abschnitten schieden jeweils die sieben langsamsten Fahrer aus, das anschließende Finale der zehn schnellsten Piloten blieb unverändert. Die besten zehn Piloten mussten jedoch mit dem Reifensatz in das Rennen starten, mit denen sie in der Qualifikation die schnellste Runde gefahren waren
Punktesystem
Wegen der erhöhten Anzahl von Fahrern wurde ein neues Punktesystem eingeführt. Das neue Punktschema war nun: 25-18-15-12-10-8-6-4-2-1. Diese Staffelung galt auch für die Konstrukteursmeisterschaft sowie andere FIA-Weltmeisterschaften.
Teams
Nach dem Rückzug von Honda aus der Formel 1 Ende der Saison 2008 entschied die FIA, möglichen weiteren Rückzugsvorhaben der Hersteller mit einer – inzwischen als freiwillig vereinbarten – Budgetobergrenze entgegenzuwirken und dadurch das Startfeld für neue Teams zu öffnen, die sich die Formel 1 bislang nicht leisten konnten. Daraufhin drohten zunächst alle etablierten Herstellerteams, allen voran Ferrari, mit der Gründung einer alternativen Monoposto-Rennserie, weil sie den freien Wettbewerbsgeist des Sports in Gefahr sahen. Ungeachtet des Streits zwischen den Parteien hinterließen zahlreiche Interessenten ihre Bewerbung zur Teilnahme an der Saison 2010 bei der FIA. Am 12. Juni 2009 wurde schließlich eine offizielle Nennliste für die nächste Saison veröffentlicht, die zunächst drei neue Teams aufführte: Campos (später HRT), Manor (später Virgin) und US F1. US F1 zog den Start am 2. März 2010 zurück und wurde im Juni 2010 von der FIA wegen der Nichtteilnahme unbefristet aus allen FIA-Wettbewerben ausgeschlossen. Durch den Rückzug von BMW wurde später noch ein weiterer Platz an den malaysischen Interessenten Lotus vergeben. Alle neuen Teams traten mit Cosworth-Triebwerken an, die britische Motorenschmiede kehrte damit nach drei Jahren Pause in die Formel 1 zurück. Auch Williams vertraute ab 2010 auf Cosworth-Motoren.
Die BMW AG erklärte am 29. Juli 2009, sich mit Ende der Saison 2009 vollständig aus der Formel 1 zurückzuziehen. Am 15. September 2009 gab der Automobilhersteller bekannt, mit der zunächst als „eine in der Schweiz ansässige Stiftung“ bezeichneten Qadbak Investments Ltd. eine Einigung über den Verkauf des BMW Sauber F1 Teams erzielt zu haben. Wenige Tage später geriet Qadbak Investments Ltd., bei der es sich in Wirklichkeit um eine auf den Jungferninseln eingetragene Gesellschaft handelt und die bereits mit dem Kauf des englischen Fußballvereins Notts County für Aufsehen sorgte, wegen der Unklarheit über die Herkunft des Geldes sowie einer vom Handlungsbevollmächtigten der Qadbak Investments Ltd. abgesessenen Gefängnisstrafe wegen Versicherungsbetrugs in die Negativschlagzeilen. Am 27. November 2009 gab BMW schließlich bekannt, dass das Team doch nicht an Qadbak Investments verkauft wird. Stattdessen wurde es von seinem Gründer Peter Sauber wieder zurückgekauft (BMW übernahm das Sauber Motorsport am 1. Januar 2006). Der Verkauf war allerdings an die Bedingung geknüpft, dass die FIA dem Team den durch den Rückzug von Toyota freigewordenen Startplatz zuteilt. Am 3. Dezember 2009 wurde der Startplatz für das Sauber-Team bestätigt. Motoren bekam das Team von Ferrari geliefert.
Nach Saisonende gab auch Toyota den Ausstieg seines Werksteams aus der Formel 1 bekannt.
Das 2009 erstmals angetretene Team Brawn GP, das aus dem ehemaligen Honda Racing F1 Team hervorgegangen war, wurde im November 2009 mehrheitlich von Mercedes-Benz übernommen und nahm als Werksteam des deutschen Automobilherstellers unter dem Namen Mercedes Grand Prix an der Weltmeisterschaft teil. Im Zuge der Übernahme von Brawn GP verkaufte die Daimler AG ihre Anteile an der McLaren Group zurück, das McLaren-Team soll aber bis mindestens 2015 weiterhin Motoren erhalten und trat 2010 noch im Silberpfeil-Design an.
Fahrer
Teamwechsel und Comebacks
Der amtierende Weltmeister Jenson Button wechselte von Brawn zu McLaren und ersetzte dort Heikki Kovalainen, welcher zu Lotus wechselte. Buttons bisheriger Teamkollege bei Brawn, Rubens Barrichello, ging 2010 für Williams an den Start. Rekordweltmeister Michael Schumacher kehrte nach drei Jahren Pause in die Formel 1 zurück und ging für das aus Brawn GP hervorgegangene Mercedes-Team an den Start. Sein Teamkollege wurde Nico Rosberg, welcher Williams verlassen hatte. Das Mercedes-Werksteam startete damit mit einer rein deutschen Fahrerpaarung. Fernando Alonso, 2009 bei Renault unter Vertrag, übernahm bei Ferrari das Cockpit von Kimi Räikkönen. Alonso wiederum wurde bei Renault von Robert Kubica ersetzt, der bisher für BMW Sauber gefahren war. Jarno Trulli, 2009 bei Toyota, ging nun für Lotus an den Start. Sein bisheriger Teamkollege Timo Glock fuhr 2010 für Virgin. Das Sauber-Team verpflichtete den Japaner Kamui Kobayashi, der bereits in den letzten beiden Saisonrennen 2009 für den verletzten Timo Glock bei Toyota eingesprungen war. Als sein Teamkollege kehrte der langjährige McLaren-Testfahrer Pedro de la Rosa als zweiter Stammpilot bei Sauber in das Startfeld zurück. Dieser wurde im September durch Nick Heidfeld ersetzt, der bis zu diesem Zeitpunkt als Testfahrer für Mercedes und Pirelli aktiv war. Während der Saison kehrten auch Sakon Yamamoto und Christian Klien zurück in die Formel 1 und übernahmen bei einzelnen Rennen ein Cockpit bei HRT.
Neue Fahrer
Williams nahm für 2010 den Meister der GP2-Serie-Saison 2009, Nico Hülkenberg, unter Vertrag. Renault verpflichtete den aktuellen GP2-Vizemeister Witali Petrow. Auch die GP2-Vizemeister von 2007 und 2008 rückten in das Startfeld der Formel 1: Lucas di Grassi unterschrieb bei Virgin, Bruno Senna (Neffe von Ayrton Senna) bei HRT (ehemals Campos). Außerdem gab Karun Chandhok für HRT sein Debüt in der Formel 1.
Nicht mehr im Startfeld
Kimi Räikkönen verließ Ferrari und ging 2010 in der Rallye-Weltmeisterschaft an den Start. Giancarlo Fisichella, der 2009 bei Force India unter Vertrag war und später bei Ferrari für den verletzten Felipe Massa eingesprungen ist, blieb bei den Italienern, beendete jedoch seine Grand-Prix-Karriere und trat ins Glied des Testfahrers zurück. Nelson Piquet jr., der Mitte 2009 von Renault entlassen worden war, trat 2010 in der amerikanischen NASCAR-Camping-World-Truck-Series an. Sein Nachfolger Romain Grosjean erhielt von Renault ebenfalls keinen neuen Vertrag und startete in der neuen FIA-GT1-Weltmeisterschaft, der GP2-Serie und in der Auto GP, deren Meistertitel er 2010 gewann. Sébastien Bourdais, im Vorjahr nach dem Großen Preis von Deutschland von Toro Rosso entlassen, war ebenfalls nicht unter den Formel-1-Piloten der Saison 2010. Er ging 2010 zunächst in der Superleague Formula an den Start. Williams trennte sich nach drei Jahren von Kazuki Nakajima, der 2010 in keiner Rennserie an den Start ging.
Sonstiges
Der Reifenhersteller und F1-Alleinausrüster Bridgestone kündigte nach Honda und Toyota als dritter japanischer Konzern innerhalb eines Jahres seinen Rückzug aus der Formel 1 an. Das Unternehmen erfüllte allerdings seinen bis Ende 2010 datierten Vertrag mit der FIA. Seit der Formel-1-Saison 2011 werden die Reifen einheitlich von Pirelli geliefert.
Erstmals in der Formel-1-Geschichte wollten alle Teams ihre Fahrzeuge für die neue Saison gemeinsam vorstellen. Die Präsentation sollte Ende Januar auf dem Circuit Ricardo Tormo bei Valencia stattfinden. Infolge von Interessenkonflikten musste diese jedoch wieder abgesagt werden.
|
|
|
|
|
 |
|
|