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Jordan: "Die FIA tut ihr Bestes"
31.05.2011 - 09:30


Sergio Perez
Solche Bilder will niemand sehen: Das Wrack nach dem Unfall von Sergio Perez
© xpb.cc

Das Monaco-Wochenende der Formel 1 zählt zu den Höhepunkten im Kalender, doch in diesem Jahr wurden den Beteiligten auch die großen Gefahren auf diesem Stadtkurs vor Augen geführt: Sowohl im Training als auch im Rennen ereigneten sich einige schwere Unfälle, wobei die jeweiligen Fahrer zum Glück nicht ernsthaft verletzt wurden. Fragen werfen diese jüngsten Ereignisse aber sehr wohl auf.

Zum Beispiel nach dem Sinn einer Veranstaltung auf so engem Raum, wo Zwischenfälle regelrecht vorprogrammiert sind. "Solange es nicht zur Katastrophe kommt, wird dort weitergefahren", wird Ex-Teamchef Eddie Jordan von 'Welt online' zitiert. "Monte Carlo ist und bleibt eine alte Strecke. Der Mythos ist ein Teil der Show." Darüber hinaus dürfe man nicht vergessen: "Motorsport ist gefährlich."

Diese Wahrheit sei auf sämtlichen Akkreditierungen zu lesen. Nicht nur das: "Die Fahrer haben das Risiko akzeptiert, dafür werden sie bezahlt", meint Jordan. "Das heißt nicht, dass wir die Hände in den Schoß legen sollten und schauen, was mit ihnen passiert. Der Automobil-Weltverband ist gefordert, die Fahrer nach bestem Wissen und Gewissen zu schützen", gibt der Ire in Monaco zu Protokoll.

"Die Sicherheitsstandards wurden erhöht."
Eddie Jordan

Man müsse den Verantwortlichen allerdings zugute halten, dass sich in den vergangenen Jahren sehr vieles zum Positiven gewandelt habe. "Die Sicherheitsstandards wurden erhöht. Die FIA tut ihr Bestes", bestätigt Jordan und nennt ein Beispiel: " Nach Rosbergs Unfall wurden die Schweller in der Schikane weggenommen, denn sonst hätten sie bei Perez womöglich wie eine Rampe gewirkt."

Die Erleichterung im Fahrerlager ist entsprechend groß, schließlich kamen sowohl Nico Rosberg (Mercedes) als auch Sergio Perez (Sauber) und Witali Petrow (Renault) mit dem Schrecken und kleineren Blessuren davon. Fernando Alonso (Ferrari) gesteht in seinem Blog, froh darüber zu sein, "dass Sergio das Krankenhaus schon wieder verlassen konnte. Er hatte einen heftigen Unfall."

"Du kannst die Risiken nicht komplett ausschalten."
Peter Sauber

"Dass er quasi unverletzt blieb, ist ein Zeichen für die Fortschritte bei der Sicherheit in der Formel 1", findet der zweimalige Weltmeister. "Du kannst die Risiken nicht komplett ausschalten, aber sie können wesentlich reduziert werden. Das gilt sowohl für die Fahrer als auch für die Streckenposten", sagt Alonso. Peter Sauber, Teameigner und Teamchef des Sauber-Teams, teilt diese Meinung.

Der Schweizer erlebte am Wochenende ein Wechselbad der Gefühle, als einer seiner Piloten verunglückte - wie schon 1994. "Die Unfälle von Senna und Wendlinger waren ein erster wichtiger Wendepunkt", meint Sauber im 'Schweizer Fernsehen'. "Seitdem hat sich vieles verändert. Nicht nur die Boliden sind heute viel sicherer, auch die Strecken." Ein gewisses Risiko bleibe aber bestehen.



Quelle: motorsport-total.com

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